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NIEMAND IST BEI DEN KÄLBERN im Dreh

Idylle und Landlust? Damit räumt Alina Herbings Debütroman Niemand ist bei den Kälbern, der aktuell für das Kino verfilmt wird, gnadenlos auf. Nach dem Drehbuch und unter der Regie von Sabrina Sarabi, die 2019 mit Prélude ihr vielbeachtetes Langfilmdebut gab, laufen derzeit die Dreharbeiten auf dem Land in Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein sowie in Hamburg.

 

Der Anti-Film zur hippen Landlust-Bewegung blickt auf die brutale Realität, die die Provinz auch zu bieten hat. Wie die mit dem Friedrich-Hölderlin-Förderpreis 2017 ausgezeichnete Buchvorlage erzählt der Film von der Weite, die einengt, von der Idylle, die erschlägt und vom Aufwachsen in Einsamkeit. Gedreht wird seit dem 12. August und bis voraussichtlich zum 5. Oktober. Die Kamera führt Max Preiss, der auch schon bei Prélude für eindringliche Bilder sorgte. In den Hauptrollen sind Saskia Rosendahl, Rick Okon und Godehard Giese zu sehen. Produziert wird der Film von Weydemann Bros., die mit Sabrina Sarabi bereits Prélude realisiert haben und die zuletzt mit Systemsprenger (u.a. 8 Deutsche Filmpreise, Silberner Bär) große Erfolge feiern konnten. Die Montage übernimmt Heike Parplies (u.a. Toni Erdmann), die Musik wird komponiert von John Gürtler (u.a. Systemsprenger, Auszeichnung mit dem Europäischen Filmpreis 2019 für Musik).

 

Zum Inhalt:

Hochsommer in der Mecklenburgischen Provinz. Fünf Häuser, eine Bushaltestelle, Kühe und ringsum nichts als Felder. Christin, 24, (Saskia Rosendahl) lebt auf dem Bauernhof ihres langjährigen Freundes Jan, 25 (Rick Okon). Die Aufbruchsstimmung der Nachwendejahre, die ihre Kindheit prägten, ist dahin und auch in ihrer Beziehung gibt es längst keine Liebe mehr. Ihr Vater säuft. Den Kirsch hat auch Christin immer griffbereit unterm Autositz. Unter der flirrenden Hitze des Sommers scheint die Zeit stillzustehen und Christin will nur noch weg. Nur wie und wohin weiß sie selbst nicht so genau. Da taucht Windkraftingenieur Klaus, 46, (Godehard Giese) aus Hamburg auf…

 

Produziert wird Niemand ist bei den Kälbern von Weydemann Bros., mit Förderung der BKM, der Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein, Film- und Medienstiftung NRW, Filmförderung Mecklenburg-Vorpommern und dem DFFF. Koproduzenten sind WDR und Arte. Filmwelt wird den Film 2021 in die Kinos bringen.

 

Im Bild v.l.n.r.: Regisseurin Sabrina Sarabi, Helge Albers, FFHSH, Produzent Jonas Weydemann mit dem Hauptcast Saskia Rosendahl, Rick Okon und Godehard Giese.

Letzte Klappe für Weydemann – Produktion „Schoko“ (AT)

Nach insgesamt 31 Drehtagen in zwei Blöcken ist “Schoko” (AT), die aktuelle Produktion der Weydemann Bros., im Kasten. Drehstart war bereits im August vergangenen Jahres in Leipzig. Nach einer Unterbrechung der Dreharbeiten wegen eines Versicherungsfalls sollten die ausstehenden Szenen ursprünglich im April 2020 gedreht werden, Corona-bedingt konnte der Film aber erst ab dem 14. Juli fortgesetzt werden. Am vergangenen Samstag fiel schließlich die goldene Klappe für “Schoko“ (AT).

 

“Schoko“ (AT) ist der Debütfilm von Autorin und Regisseurin Sarah Blaßkiewitz. In den Hauptrollen sind Haley Louise Jones (bekannt aus der Sat.1-Serie „Einstein), Lorna Ishema („Rampensau“, „You are wanted“), Anne Haug („Die fruchtbaren Jahre sind vorbei“, „Männer zeigen Filme und Frauen ihre Brüste“) und Maximilian Brauer („Wir waren Könige“, „Tempel“)  sowie Anneke Kim Sarnau („Polizeiruf“) zu sehen.

 

Der Film greift mit dem Thema ‘Alltagsrassismus’ eine hochaktuelle Debatte auf. Die afrodeutsche Ivie (Haley Louise Jones), von ihren Freunden „Schoko“ genannt, wohnt mit ihrer besten Freundin Anne (Anne Haug) in Leipzig und arbeitet übergangsweise im Solarium ihres Ex-Freundes Ingo (Maximilian Brauer) während sie noch auf der Suche nach einer festen Anstellung als Lehrerin ist. Plötzlich steht ihre, ihr bis dahin unbekannte, Berliner Halbschwester Naomi (Lorna Ishema) vor der Tür und konfrontiert sie mit dem Tod des gemeinsamen Vaters und dessen anstehender Beerdigung im Senegal. Während die Schwestern sich langsam kennenlernen, stellt Ivie zunehmend nicht nur ihren Spitznamen, sondern auch ihr Selbstbild in Frage.

 

Produziert wird „Schoko“ (AT) von der Weydemann Bros. GmbH in Zusammenarbeit mit ZDF Das kleine Fernsehspiel und gefördert von der Mitteldeutschen Medienförderung und der nordmedia. Das Drehbuch von Sarah Blaßkiewitz entstand mit Unterstützung des Kuratoriums junger deutscher Film.

 

2019 gewann Weydemann Bros. mit ersten Ausschnitten von „Schoko“ beim Tallinn Black Nights Film Festival den renommierten Baltic Event Works in Progress Award. Und beim in diesem Jahr erstmalig virtuellen Marché du Film des Filmfestivals in Cannes lud German Films die Produzenten in ihre Reihe ‘Producers present upcoming films from Germany’ ein, in der sie “Schoko” (AT) mit einem ersten Teaser der internationalen Branche präsentierten.

 

Acht Deutsche Filmpreise für „Systemsprenger“

Systemsprenger, das Wunder der Berlinale 2019 (Die Welt) und gleich zehnfach für Goldene Lolas nominiert, wurde am gestrigen Abend bei der Verleihung des Deutschen Filmpreises mit acht Lolas ausgezeichnet.

 

Neben der Auszeichnung als „Bester Spielfilm“ mit der Lola in Gold für die Produzenten Peter Hartwig und Jonas und Jakob Weydemann wurde Regisseurin Nora Fingscheidt als „Beste Regisseurin“ geehrt. Sie erhielt zudem eine Goldene Lola für ihr „Bestes Drehbuch“. Die erst elfjährige Helena Zengel wurde als „Beste Hauptdarstellerin“ ausgezeichnet. Albrecht Schuch erhielt eine Lola als „Bester Hauptdarsteller“. Für ihre schauspielerische Leistung in Systemsprenger waren sowohl Gabriela Maria Schmeide als auch Lisa Hagmeister als „Beste weibliche Nebenrolle“ nominiert, die Goldene Lola erhielt Gabriela Maria Schmeide. Stephan Bechinger und Julia Kovalenko zeichnete die Akademie für den Schnitt des Films aus und Corinna Zink, Jonathan Schorr, Dominik Leube, Oscar Stiebitz und Gregor Bonse für die Tongestaltung.

 

„Wir sind sehr glücklich über die Preise und gratulieren vor allem den ausgezeichneten Teammitgliedern. Sie haben in ihren Rollen und mit ihrer Kunst, den Film zu dem gemacht, was er ist. Der Erfolg zeigt, wie essentiell eine klare Haltung beim Filmemachen ist. Das dies vom Zuschauer und von den vielen wunderbaren Kolleginnen und Kollegen der Deutschen Filmakademie so sehr anerkannt wurde, gibt uns Kraft und Motivation in diesen ja für uns alle nicht leichten Zeiten und für die nächsten Projekte, die wir sicher irgendwann auch wieder umsetzen dürfen“, so Jonas Weydemann.

 

Systemsprenger feierte seit seiner Weltpremiere im Wettbewerb der Berlinale 2019 (Silberner Bär ‚Alfred Bauer Preis‘ und Preis der Leserjury der Berliner Morgenpost) zahlreiche Festivalteilnahmen und internationale Auszeichnungen. Seit dem Kinostart in Deutschland am 19. September 2019 im Verleih von Port-au-Prince Pictures sahen bereits 630.000 Kinobesucher die Produktion von kineo und Weydemann Bros. in Co- Produktion mit Oma Inge Film und dem ZDF / Das kleine Fernsehspiel.

 

Zum Inhalt: Pflegefamilie, Wohngruppe, Sonderschule: Egal, wo Benni hinkommt, sie fliegt sofort wieder raus. Die wilde Neunjährige ist das, was man im Jugendamt einen „Systemsprenger“ nennt. Dabei will Benni nur eines: Liebe, Geborgenheit und wieder bei Mama wohnen! Doch Bianca hat Angst vor ihrer unberechenbaren Tochter. Als es keinen Platz mehr für Benni zu geben scheint und keine Lösung mehr in Sicht ist, versucht der Anti-Gewalttrainer Micha, sie aus der Spirale von Wut und Gewalt zu befreien., versucht

 

Gefördert wurde Systemsprenger von BKM, Filmförderung Hamburg Schleswig- Holstein, Medienboard Berlin-Brandenburg, nordmedia, Kuratorium junger Deutscher Film und DFFF Deutscher Filmförderfonds.

 

Weydemann Bros. gewinnen beim Zürich Film Festival

Beim 15. Zürich Film Festival gewinnen die Weydemann Bros. Produktionen „Systemsprenger“ von Autorin und Regisseurin Nora Fingscheidt den Preis für den Besten Film im Wettbewerb ‚Fokus Deutschland, Österreich, Schweiz‘ und „Zu weit weg“ von Autorin Susanne Finken und Regisseurin Sarah Winkenstette den ‚Kinderjury-Preis‘ für den Besten Kinderfilm.

 

„Systemsprenger“ ist eine Produktion von kineo Filmproduktion und Weydemann Bros. in Koproduktion mit Oma Inge Film und ZDF Das kleine Fernsehspiel und unterstützt von der Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein, nordmedia, Medienboard Berlin-Brandenburg, Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, Kuratorium junger Deutscher Film und DFFF. Der Film ist offizieller deutscher Kandidat für die Oscars 2020, läuft seit 19. September deutschlandweit im Verleih von Port-au-Prince in den Kinos und konnte bereits über 175.000 Besucher begeistern.

 

„Zu weit weg“ ist eine Produktion von Weydemann Bros. in Koproduktion mit Orange Roughy Filmproduktion und NDR und unterstützt von der Film- und Medienstiftung NRW, der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, Kuratorium junger Deutscher Film, Creative Europe und DFFF. Der Film wird seine Deutschlandpremiere am 11. Oktober beim Kinderfilmfestival Schlingel feiern und am 12. März 2020 im Verleih von Farbfilm in den deutschen Kinos starten.

 

Die Produktionsfirma Weydemann Bros. feierte in diesem Jahr bereits eine Reihe internationaler Festivalerfolge: „Systemsprenger“ wurde mit dem Silbernen Bär ‚Alfred-Bauer-Preis‘ im Wettbewerb der Berlinale ausgezeichnet und gewann insgesamt bereits über 20 Preise auf nationalen und internationalen Festivals. Beim Internationalen Filmfestival in Cannes standen die Weydemann Bros. als ‚Producers to Watch 2019’ des internationalen Kinomagazins Variety im Augenmerk der weltweiten Filmbranche. Beim Molodist Filmfestival in Kiew gewann „Zu weit weg“ den Preis für den Besten Kinderfilm. Darüber hinaus feierten 2019 die Weydemann Bros.-Produktionen „Prélude“ (Filmfest München) von Sabrina Sarabi und „Der Geburtstag“ (Filmfestival Shanghai) von Carlos A. Morelli ihre Premieren.

 

Jakob Weydemann: „Wir freuen uns sehr, dass unsere Filme „Systemsprenger“ und „Zu weit weg“ sowohl die Erwachsenen-Jury als auch die Kinder-Jury begeistern konnten, das ist eine fantastische Bestätigung der Bandbreite unserer Arbeit. Das Filmfestival in Zürich gewinnt nach unserer Wahrnehmung eine immer bedeutendere Rolle unter den großen Festivals weltweit, weshalb uns die Auszeichnung mit gleich zwei Preisen für zwei Filme besonders glücklich macht. Wir gratulieren allen Beteiligten zu diesem Erfolg.“