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M100 Sanssouci Colloquium 2018 / M100 Media Award für Deniz Yücel

19.08.2018. Der deutsch-türkische Journalist Deniz Yücel erhält unter Standing Ovations den diesjährigen M100 Media Award, der FDP-Bundesvorsitzende Christian Lindner hält die politische Hauptrede, Ines Pohl, Chefredakteurin der Deutschen Welle, die Laudatio.

Potsdam, 19. September 2018. Mit der festlichen Verleihung des M100 Media Awards an den deutsch-türkischen Journalisten Deniz Yücel, ist die internationale Medienkonferenz M100 Sanssouci Colloquium gestern Abend im Potsdam Museum erfolgreich zu Ende gegangen. Potsdams Oberbürgermeister Jann Jakobs begrüßte die rund 200 Gäste und betonte, dass der M100 Media Award gerade auch an all diejenigen erinnern wolle, die für ihren Ruf nach der Wahrheit in Gefängnissen sitzen oder aus ihrer Heimat vertrieben wurden.

Der FDP-Bundesvorsitzende Christian Lindner, der die politische Hauptrede des Abends hielt, unterstrich sein klares Bekenntnis zur Pressefreiheit: „Die Liberalität einer Gesellschaft misst sich an der Freiheit ihrer Journalisten. Wenn Journalisten in ihrer Arbeit eingeschränkt werden, dann sind alle Mitglieder der Gesellschaft in ihren Rechten und ihrer Freiheit eingeschränkt.“ Gleichzeitig sprach sich Lindner für mehr Mut zu abweichender Meinung aus. Es sollte mehr Kontroverse und Vielfalt geben, um Pressefreiheit zu leben.

Die Laudatio auf Deniz Yücel, der als Türkei-Korrespondent der WELTN24-Gruppe mit seiner unbequemen Berichterstattung den Unmut des Erdogan-Regimes auf sich gezogen hat, in Folge dessen verhaftet und in der Türkei ein Jahr in Untersuchungshaft saß, hielt die Chefredakteurin der Deutschen Welle, Ines Pohl, die betonte: „Der Journalismus war noch nie ein besonders vornehmer Beruf. Aber jetzt wird er zu einem gefährlichen – und das auch im Herzen Europas. Auch dafür steht Deniz Yücel.“ Und fuhr fort: „Demokratien brauchen eine freie, unabhängige Presse, die den Mächtigen auf die Finger schaut. Wenn wir uns umblicken, sehen wir, dass dieser Grundpfeiler freier Gesellschaften auch in Ländern bedroht ist, in denen wir das nie für möglich gehalten hätten. Deshalb müssen alle demokratischen Kräfte zusammenrücken. “

Deniz Yücel selbst bedankte sich für den Preis und betonte die Bedeutung von Pressefreiheit und Journalismus: „Ich bin davon überzeugt, dass Journalismus – ich sage nicht ‚kritischer Journalismus’, weil ein unkritischer Journalismus keiner ist – überall dort gebraucht wird, wo Macht ausgeübt wird, im Kleinen wie im Großen, am meisten aber dort, wo er in Gefahr schwebt und mit ihm die Freiheit aller.“ Und weiter: „Die Erdogans, Orbans und Trumps, die Putins, Salvinis, Maduros und wie sie alle heißen verbindet, dass sie nicht durch Gewalt an die Macht gekommen sind, sondern durch mehr oder weniger freie und faire Wahlen. Für ihre Legitimation brauchen sie die Bestätigung durch den Wähler und verachten dabei doch alles, was über die reine Akklamation der bestehenden Herrschaft hinaus eine Demokratie auszeichnet: die pluralistische Gesellschaft, die Vielfalt der Lebensentwürfe, die materiellen Grundlagen der Freiheit, die Teilhabe der Opposition und natürlich die Existenz einer freien und kritischen Presse. Aber gerade weil sie den Anschein der Demokratie so dringend brauchen, sind sie mit deren Mitteln auch am besten zu bekämpfen – nicht zuletzt mit dem Journalismus, den sie so hassen.“ Unter Standing Ovations der internationalen Gäste nahm Deniz Yücel den M100 Media Award entgegen.

„Home Alone? – Europe and the Post-American Age“ war die Überschrift, unter der tagsüber nebenan im Museum Barberini beim M100 Sanssouci Colloquium rund 60Chefredakteure, Historiker und Politiker aus Europa und der USA über den Zustand des transatlantischen Verhältnisses, die europäische Agenda im post-amerikanischen Zeitalter und die Rolle der Medien diskutierte. Brandenburgs Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke begrüßte und stellte fest, dass die globalen Herausforderungen, denen die Welt gegenübersteht, nicht mit Aktionismus gelöst werden könnten, sondern für eine bessere Welt gemeinschaftlich angegangen werden müssten. „Wir brauchen den Dialog und eine lebendige Demokratie“. Die Eröffnungsrede hielt der Politikberater und ehemalige US-Botschafter John Kornblum. Er sagte: „Es gibt kein ‚Post-American Age’. Aber es gibt ein neues Zeitalter, das die Nachkriegszeit hinter sich gelassen hat. Amerika und Europa bleiben eng verbunden und sind wichtig füreinander, jedoch müssen sich unsere Ziele und Methoden verändern. Was wir brauchen ist einen neue Erzählstruktur.“

Die Konferenz gliederte sich in drei Sessions, die jeweils unterschiedliche Aspekte des Leitthemas beleuchteten. Session 1 unter dem Titel „The Remains of The West – The New Relationship“ diskutierte inwieweit die Präsidentschaft Donald Trumps als Wendepunkt und als Ende der „Pax Americana“ angesehen werden könnte und debattierte den wachsenden Druck auf die EU, ihre internen Widersprüche zu lösen und außenpolitisch aktiv zu werden. Session 2 unter der Überschrift„A European Agenda for the Post-American Age“ stellte die Frage, ob die globalen politischen Umbrüche Europa aufwachen lässt. Die Staaten sind sich einig, dass die EU reformiert werden muss, doch die Auffassungen über die weitere Entwicklung unterscheiden sich gewaltig. „European Media Challenge: How to cope with Politics, Technology and the Fight for Trust“ war Thema von Session 3, die sich damit beschäftigte, dass es heute auf der einen Seite mehr Transparenz als je zuvor gibt. Auf der anderen Seite führe ein Überfluss an Information zu einem „Systemfehler“ der öffentlichen Kommunikation, bei der sich Fakten und Meinungen nicht mehr unterscheiden lassen.

Zu den Teilnehmern zählen u.a. Agron Bajrami (Chefredakteur, Koha Ditore), Ruth Ben-Ghiat (Historikern, New York University), Tamas Bodoky (Chefredakteur, Atlatszo.hu), Dr. Alexandra Borchardt (Director Strategic Development, Reuters Institute for the Study of Journalism, University of Oxford), Stephan-Andreas Casdorff (Herausgeber, Der Tagesspiegel), Liz Corbin (Head of News, BBC World News), Dr. Ondrej Dietrych (Director, Institut of International Relations, Prague), Dr. Tobias Endler (Amerikanist, Universität Heidelberg), Astrid Frohloff (TV Moderatorin und Journalistin, ARD/RBB), Tina Kulow (Director Corporate Communications, Facebook Deutschland),  Rick Noack (Foreign Affairs Reporter, The Washington Post), Natalie Nougayrède (Mitglied des redaktionellen Beirats und Kolumnistin, The Guardian), Marcin Piasecki (Herausgeber und Head Business Editor, Rzeczpospolita), Wojciech Pryzybylski (Chefredakteur Visegrad Insight), Jan Techau (Senior Fellow und Direktor des Europa Programms, German Marshall Fund of the United States), Dr. Christoph von Marschall (Chief Diplomatic Correspondent, Der Tagesspiegel).

Im Vorfeld des Colloquiums trafen sich 25 ausgewählte junge Journalisten und Journalistinnen aus Europa, den Ländern der Östlichen Partnerschaft und Russland beim M100 Young European Journalists Workshop (M100YEJ) zum Thema „Journalismus und politischen Bildung im Social Web“. Ziel des Workshops war es, die Meinungs- und Pressefreiheit in den Heimatländern der jungen Journalisten und Journalistinnen zu stärken: Durch Workshops zu Mobile Reporting oder über die Verifikation von Social Media Inhalten sollte die Berichterstattung der Teilnehmer und Teilnehmerinnen durch einfache und kostengünstige Mittel erleichtert werden. Am Ende des 6-tägigen Trainings wurden ihre Projekte zu den Themen Umwelt, Migration, Fake News, Identität und EU-Wahl bei einem Pitch bei dem crossmedialen Community-Sender Alex Berlin vorgestellt. Die besten Webvideos werden demnächst bei Alex Berlin online veröffentlicht.

Über M100 Sanssouci Colloquium

M100 wurde 2005 von Jann Jakobs, Lord Weidenfeld und Moritz van Dülmen im Rahmen der Bewerbung Potsdams zur Kulturhauptstadt 2010 initiiert und fand 2018 zum 14. Mal statt.

M100 ist eine Initiative der Landeshauptstadt Potsdam und des Vereins Potsdam Media International e.V. Gefördert wird die diesjährige Veranstaltung von der Stadt Potsdam, dem Medienboard Berlin-Brandenburg, dem Land Brandenburg und dem Auswärtigen Amt. Wir danken den Sponsoren medienlabor und L’Eau Sanssouci.

Der M100 Young European Journalists Workshop wurde gefördert vom Auswärtigen Amt und den National Endowment for Democracy. Kooperationspartner sind Alex Berlin, Association of Young Journalists, European Youth Press, Medieninnovationszentrum Babelsberg, Pressclub Belarus, Orange Magazine und Telefonica.

Weitere Informationen: www.m100potsdam.org
Bildmaterial zum kostenlosen Download: https://ulfbueschleb.com/clients/pVd6YM3oBT
Coypright: M100 / Fotos: Ulf Büschleb

Pressekontakt:
Dr. Kathrin Steinbrenner & Kristian Müller
SteinbrennerMüller Kommunikation
Telefon: 030-4737 -2191 & -2192
mail@steinbrennermueller.de

M100: Mit starken Impulsen für ein demokratisches Europa

14.09.2017. Mit der festlichen Verleihung des M100 Media Awards an die Gründerin und Geschäftsführerin von Doshd TV, Natalja Sindejewa, ist die internationale Medienkonferenz M100 Sanssouci Colloquium heute Abend in der Orangerie von Potsdam erfolgreich zu Ende gegangen. Weiterlesen

Can Dündar eröffnet M100 Sanssouci Colloquium

19.07.2017. Der türkische Journalist, Dokumentarfilmer und Buchautor Can Dündar hält am 14. September die Eröffnungsrede der internationalen Medienkonferenz M100 Sanssouci Colloquium in Potsdam.

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Demokratie oder Despotie?

29.06.2017. Am 14. September diskutieren über 70 internationale Chefredakteure, Historiker und Politiker beim M100 Sanssouci Colloquium in Potsdam über die Gegenwart und Zukunft Europas und die Rolle der Medien. Weiterlesen

M100 erfolgreich zu Ende gegangen

16.09.2016. Mit der festlichen Verleihung des M100 Media Awards an den italienischen Schriftsteller und Journalisten Roberto Saviano („Gomorrha“) ist die internationale Medienkonferenz M100 Sanssouci Colloquium heute Abend in der Orangerie von Potsdam erfolgreich zu Ende gegangen. Weiterlesen

Special Talk bei M100: Can Dündar im Gespräch mit Kai Diekmann

23.08.2016Can Dündar, der vergangene Woche als Chefredakteur der liberalen türkischen Zeitung „Cumhuriyet“ zurückgetreten ist, stellt sich beim M100 Sanssouci Colloquium am 15. September den Fragen von BILD-Herausgeber Kai Diekmann. Das Gespräch findet in Kooperation mit Reporter ohne Grenzen statt, die Can Dündar und seine Frau seit über eineinhalb Jahren intensiv unterstützen. 

Can Dündar und der Hauptstadtbüroleiter von „Cumhuriyet“, Erdem Gül, wurden in der Türkei in erster Instanz zu langen Haftstrafen verurteilt, weil sie 2014 über geheime türkische Waffenlieferungen an Islamisten in Syrien berichtet haben. Nachdem die türkische Staatsanwaltschaft Ermittlungen gegen sie eingeleitet hatte, stellte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan im Mai 2015 persönlich Strafanzeige wegen Verdachts auf Spionage und forderte eine lebenslange Haft für beide Journalisten. Im November 2015 wurden Dündar und Gül verhaftet, nach drei Monaten Untersuchungshaft jedoch – gegen den Protest Erdogans – wieder freigelassen. Einen Monat später begann der Prozess gegen die beiden. Am 6. Mai 2016 wurde Dündar der Veröffentlichung von Staatsgeheimnissen für schuldig befunden und zu fünf Jahren und zehn Monaten Freiheitsstrafe verurteilt,  Gül zu fünf Jahren. Beide haben Berufung eingelegt, deshalb ist das Urteil nicht rechtskräftig. Dündar hält sich derzeit im europäischen Ausland auf.

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Roberto Saviano erhält den M100 Media Award 2016

03.08.2016.  ZEIT-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo hält die Laudatio, Bundeskanzlerin Merkel die politische Hauptrede. Der italienische Schriftsteller und Journalist Roberto Saviano wird mit dem diesjährigen M100 Media Award ausgezeichnet.

Die Preisverleihung findet am Abend des  15. September zum Abschluss der internationalen Medienkonferenz M100 Sanssouci Colloquium unter hohen Sicherheitsvorkehrungen in der Orangerie von Potsdam statt. Saviano veröffentlichte vor zehn Jahren den journalistischen Roman „Gomorrha. Reise in das Reich der Camorra“(„Gomorra – Viaggio nell’impero economico e nel sogno di dominio della camorra“). Darin beschreibt er detailliert die Praktiken des organisierten Verbrechens und dessen Vernetzung mit legalen Wirtschaftsstrukturen und der Politik und nennt offen die Namen der Beteiligten. Das Buch, für das er jahrelang verdeckt als Hafenarbeiter gearbeitet hat, machte den damals erst 26-Jährigen schlagartig berühmt. Es wurde in 51 Sprachen übersetzt, fürs Kino verfilmt  (®Oscar-Nominierung in der Kategorie „Bester ausländischer Film“) und als TV-Serie verfilmt. Saviano schrieb weitere Bücher über die Mafia, unter anderem „Das Gegenteil von Tod“, „Der Kampf geht weiter: Widerstand gegen Mafia und Korruption“ und „Zero Zero Zero. Wie Kokain die Welt beherrscht“, das Anfang 2014 erschien.

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Investigative Journalisten leben gefährlich

27.07.2016Der Potsdamer M100 Young European Journalists Workshop (9.-15. September 2016) vermittelt Nachwuchsjournalisten aus Europa und Ländern der Östlichen Partnerschaft Techniken und Herausforderungen investigativer Recherche.

„Korruption und Geldwäsche ist allen Entwicklungsländern gemein“, schreibt die 25-jährige Sonya. „Armenien bildet da keine Ausnahme.“  Es gäbe eine Menge Oligarchen in ihrem Heimatland, viele seien im Offshore-Geschäft verwickelt und tauchen auch immer wieder in Skandalen rund um diese Geschäfte auf. Armenische Journalisten, so Sonya, verfügen oft nicht über die Möglichkeiten investigativer Recherche oder werden verfolgt.“ „Auch wenn es heißt, Presse- und Meinungsfreiheit in Armenien würden funktionieren, kann in Wirklichkeit nicht eine einzige Information veröffentlicht werden.“

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Bundeskanzlerin Merkel hält Hauptrede bei M100

06.07.2016. Anlässlich der Verleihung des diesjährigen M100 Media Award spricht Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel am Abend des 15. September in Potsdam die politische Hauptrede. Der M100 Media Award wird jedes Jahr im Rahmen der internationalen Medienkonferenz M100 Sanssouci Colloquium an Persönlichkeiten vergeben, die „Fußspuren“ in der Welt hinterlassen haben und sich für Demokratie, Meinungs- und Pressefreiheit einsetzen. Bisherige Preisträger sind unter anderem das französische Satiremagazin Charlie HebdoVitali Klitschko und Kurt Westergaard.

Der diesjährige Preisträger wird zeitnah bekannt gegeben.

Bundeskanzlerin Merkel nimmt nach 2006 und 2010 bereits zum dritten Mal am M100 Sanssouci Colloquium teil.

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M100 Young European Journalists Workshop

03.08 2015. „Die Ukraine ist ein interessanter Fall von scheinbarer Pressefreiheit“, schreibt Stanislav Sokolov. Die Medien seien fast frei – besonders, wenn man die heutige Situation mit der in den letzten Tagen des Regimes von Victor Janukowytch vergleiche, in denen noch sogenannte ‚Dikakturgesetze‘ verabschiedet wurden. Bei den nationalen Fernsehsendern erkennt er jedoch nur wenig Professionalität, zudem hängen sie komplett vom Willen ihrer Besitzer ab – zumeist Tycoonen mit eindeutigen politischen Zielen und unklaren Kapitalquellen. Weiterlesen

Frank-Walter Steinmeier hält M100 Media Award-Hauptrede

15.07.2015. Außenminister Frank-Walter Steinmeier hält die Hauptrede des M100 Sanssouci Colloquiums zu 70 Jahre Potsdamer Abkommen/Konferenz und Verleihung des M100 Media Award an Charlie Hebdo am 17. September in Potsdam.

Außenminister Frank-Walter Steinmeier hält zum Abschluss des diesjährigen M100 Sanssouci Colloquiums in Potsdam die politische Hauptrede. Die internationale Medienkonferenz beschäftigt sich am 17. September in der Orangerie von Sanssouci vor dem Hintergrund des 70. Jahrestages des Potsdamer Abkommens und des 25. Jahrestages der deutschen Wiedervereinigung mit dem heutigen Zustand Europas. An dem 2005 ins Leben gerufenen Colloquium nehmen 50 bis 60 Chefredakteure, Historiker, Politiker und Vertreter von relevanten Institutionen aus ganz Europa teil. 

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Martin Schultz bei M100

03.09.2014. EU-Präsident Martin Schulz ist Hauptredner des M100 Sanssouci Colloquiums/Vitali Klitschko wird mit dem M100 Media Award ausgezeichnet, der österreichische Außenminister Sebastian Kurz hält die Laudatio/Sonderpreis für YanukovychLeaks.

 Anlässlich der Verleihung des diesjährigen M100 Media Award an den Bürgermeister von Kiew, Vitali Klitschko, hält der Präsident des Europäischen Parlaments Martin Schulz am Abend des 12. September in Potsdam die Hauptrede.

Der M100 Media Award wird jedes Jahr im Rahmen der internationalen Medienkonferenz M100 Sanssouci Colloquium an eine Persönlichkeit vergeben, die „Fußspuren“ in der Welt hinterlassen hat und sich für den Schutz der freien Meinungsäußerung, die Vertiefung der Demokratie sowie für die europäische Verständigung und Kommunikation einsetzt. Klitschko erhält die Auszeichnung als Vertreter aller demokratisch-europäisch ausgerichteten Oppositionellen des Maidan und einer demokratisch motivierten Bewegung in der Ukraine.

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Shoshana Zuboff bei M100

27.08.2014 Shoshana Zuboff ist Eröffnungsrednerin des M100 Sanssouci Colloquiums 2014 / Die bekannte amerikanische Ökonomin und Bestsellerautorin eröffnet das 10. internationale Potsdamer Medientreffen zum Thema Digitale Überwachung.

Die bekannte amerikanische Ökonomin und Bestsellerautorin Shoshana Zuboff hält am Freitag, dem 12. September die Eröffnungsrede des 10. M100 Sanssouci Colloquiums in der Orangerie von Potsdam-Sanssouci. An der internationalen Konferenz, die sich in ihrem Jubiläumsjahr dem Thema „Medienfreiheit im Zeitalter von Big Data“ widmet, nehmen 60 hochkarätige Vertreter aus Medien, Politik und Internetunternehmen teil, um in zwei Sessions in einem Roundtable-Format über dieses Thema zu diskutieren.

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M100 Award für Vitali Klitschko

17.07.2014. VITALI KLITSCHKO ERHÄLT M100 MEDIA AWARD.

Preisverleihung am 12. September im Rahmen des 10. Jubiläums des Potsdamer M100 Sanssouci Colloquiums.

Vitali Klitschko wird in diesem Jahr mit dem Potsdamer M100 Media Award ausgezeichnet. Der undotierte Preis wird zum Abschluss der internationalen Medienkonferenz M100 Sanssouci Colloquium am Abend des 12. September im Raffaelsaal des Orangerieschlosses von Sanssouci verliehen.

Der ehemalige Profiboxer engagiert sich seit Jahren für eine politische Wende in seinem Heimatland Ukraine. 2006 kandidierte er erstmals für das Bürgermeisteramt der Stadt Kiew und für das ukrainische Parlament. 2010 wurde er Vorsitzender der pro-westlichen Partei „Ukrainische demokratische Allianz für Reformen“ (UDAR), seit 2012 ist er Fraktionsvorsitzender.
Bei den Protesten auf dem Maidan spielte Vitali Klitschko national und international eine wichtige Rolle. Er war das Gesicht der mehrheitlich demokratisch ausgerichteten Opposition und erreichte gemeinsam mit ihr die Absetzung von Ministerpräsident Wictor Janukowytsch.  Am 25. Mai 2014 wurde Klitschko mit absoluter Mehrheit (57,4 Prozent) zum Kiewer Bürgermeister gewählt.

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10. Jubiläum von M100

16.07.2014  Big Data und Top-Teilnehmer beim M100 Sanssouci Colloquium / Digitale Überwachung im Fokus des 10. Jubiläums des internationalen Potsdamer Medientreffens

Die Frage nach der Zukunft von Journalismus und Medienfreiheit im Zeitalter von Big Data steht im Mittelpunkt des diesjährigen M100 Sanssouci Colloquiums, das am Freitag, dem 12. September 2014 zum 10. Mal in Potsdam stattfindet. Hochkarätige Vertreter aus Politik, Medien, Wissenschaft und Zivilgesellschaft aus dem In- und Ausland diskutieren im Jubiläumsjahr in der Orangerie von Sanssouci über damit einhergehende Chancen und Risiken, über die richtige Balance zwischen staatlicher Gefahrenabwehr und Achtung der Privatsphäre und über die Frage, wie die Politik mit der algorithmengetriebenen Beschleunigung der Gegenwart Schritt halten kann.

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M100 Sanssouci Colloquium

05.09.2013 Glanzvoller Abschluss des M100 Sanssouci Colloquiums/ M100 Media Award für den „Standing Man“ vom Taksim Platz

Am Abend ging mit der Verleihung des M100 Media Award an Erdem Gündüz glanzvoll das 9. M100 Sanssouci Colloquium im Raffaelsaal des Orangerieschlosses in Sanssouci zu Ende.

Die Hauptrede des Abends „Zukunftsmusik“ des preisgekrönten österreichischen Romanciers und Essayisten Dr. Robert Menasse wurde vom Publikum begeistert aufgenommen. Menasse verurteilte den Tunnelblick der Ökonomen und fordert eine europäische kulturpolitische Offensive als notwendigen Schritt zur Überwindung der gegenwärtigen Krise. „Wer das als „idealistisch“ abtut“, so Menasse, „sieht Ideale offenbar als wertlos an und muss sich die Frage gefallen lassen, warum dann der Pragmatismus in jüngster Zeit so viele reale Werte zerstört hat.“

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M100 Sanssouci Colloquium

02.09.2013 Shermin Langhoff hält Laudatio auf den „Standing Man“ beim M100 Sanssouci Colloquium

Die kürzlich ernannte Intendantin des Berliner Maxim-Gorki-Theaters Shermin Langhoff hält die Laudatio auf den diesjährigen Preisträger des M100 Media Award – Erdem Gündüz, eine Ikone des friedlichen Widerstandes. Mit ihrer Lobrede auf den „Standing Man“ im historischen Raffaelsaal am Abend des 5. September führt die mehrfach ausgezeichnete Theater- und Filmemacherin die Tradition von namenhaften Rednern des M100 Sanssouci Colloquiums fort.

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M100 Sanssouci Colloquium

26.08.2013 „Die gewaltsamen Räumungen waren für mich der Wendepunkt“/ M100 Media Award 2013 an den „Standing Man“ vom Taksim Platz/ Der türkische Tänzer und Choreograph Erdem Gündüz wurde zur Ikone der Proteste in Istanbul und fand weltweit Nachahmer

Der diesjährige M100 Media Award wird an den türkischen Tänzer und Choreographen Erdem Gündüz verliehen. Der undotierte Preis wird zum Abschluss der internationalen Medienkonferenz M100 Sanssouci Colloquium am Abend des 5. September im Raffaelsaal in Potsdam-Sanssouci verliehen. (Akkreditierungsformular für PK und Preisverleihung anbei).

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