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M100 setzt ein Zeichen gegen den Brexit

Nicola Sturgeon erhält M100 Media Award. Mit der festlichen Verleihung des M100 Media Award an Nicola Sturgeon, Erste Ministerin Schottlands, ist heute Abend die internationale Medienkonferenz M100 Sanssouci Colloquium in der Orangerie von Potsdam glanzvoll zu Ende gegangen. Potsdams Oberbürgermeister und M100-Beiratsvorsitzender Mike Schubert überreichte Nicola Sturgeon die renommierte Auszeichnung. Die Erste Ministerin erhielt den M100 Media Award für ihr leidenschaftliches Eintreten gegen den Brexit und ihr Engagement für den Zusammenhalt der Europäischen Union.

 

Die politische Hauptrede des Abends hielt Bundestagspräsident Dr. Wolfgang Schäuble. Er unterstrich die Wichtigkeit, Europa als identitätsstiftendes Gemeinschaftsprojekt sichtbar und begreifbar zu machen, in der gleichzeitig Raum bliebe für das jeweils mitgebrachte Selbstgefühl der Einzelstaaten. „Es braucht am Ende eine europäische Öffentlichkeit, die im Spannungsverhältnis von Einheit und Vielfalt beides ermöglicht: der Vielfalt Raum zu geben und dennoch einen Fokus auf das Gemeinsame zu ermöglichen.“ Schäuble betonte weiter, dass er davon überzeugt sei, dass die Zukunft von einer Generation gestaltet werden würde, die europäischer und kosmopolitischer sei als alle vorherigen.

 

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet hob in seiner Laudatio hervor: „Nicola Sturgeon steht für ein Europa, das seinen Bürgerinnen und Bürgern nützt und Sicherheit in einer unruhigen Welt verschafft, weil unsere Länder zusammenarbeiten. Nicola Sturgeon steht dafür mit ihrer klaren Haltung und ihrem unermüdlichen pro-europäischen Engagement.“ Der M100 Media Award sei daher, so Laschet, nicht nur ein Zeichen der Dankbarkeit und Anerkennung für ihren Einsatz für Europa, sondern auch ein Versprechen für die Zukunft: „Wir werden auch nach dem Brexit eng und vertrauensvoll zusammenarbeiten.“

 

In ihrer Dankesrede unterstrich Nicola Sturgeon die Stärken der europäischen Gemeinschaft in den zurückliegenden Jahren: „Sei es in der Stärkung des Handels, des Umwelt- und Verbraucherschutzes und der Arbeitnehmerrechte – was die EU erreicht hat, ist beeindruckend. Natürlich müssen wir uns den Defiziten der EU stellen, aber viel mehr noch können wir ihre Erfolge feiern. Und wir sollten immer daran erinnern, dass die EU vor allem ein Friedensprojekt ist.“ Die Erste Ministerin betonte insbesondere die Vorbildfunktion der EU in Sachen Kooperation und Solidarität in einer Zeit, in der die internationale Ordnung bedroht sei: „In einer Zeit, in der Stimmen der Intoleranz und des Protektionismus auf dem Vormarsch sind, scheinen so fundamentale Werte wie friedliches und demokratisches Zusammenwirken kostbarer und gleichzeitig zerbrechlicher denn je. Die Europäische Union ist nicht perfekt. Aber keine andere Organisation auf diesem Kontinent hat mehr für Wohlstand, Freiheit, Demokratie und Menschenrechte getan.“

 

M100-Erklärung

15 Jahre nach Gründung der Veranstaltung veröffentlicht der M100-Beirat angesichts anti-demokratischer Entwicklungen und der zunehmenden Einschränkung der Pressefreiheit in Europa erstmals eine „M100-Erklärung“. In sechs Punkten bezieht sie Stellung gegen die zunehmende Bedrohung der Pressefreit, gegen die gezielte Delegitimierung kritischer Medien und für den öffentlichen Diskurs, für Demokratie und für einen starken, unabhängigen Qualitätsjournalismus in Europa (M100-Erklärung im Wortlaut im Anhang).

 

Internationale Medienkonferenz M100 Sanssouci Colloquium

Am Vormittag diskutierten rund 70 Journalist*innen, Wissenschaftler*innen und Politiker*innen unter der Überschrift „From Pipedream to Reality – Democracy and the European Public Sphere“ über aktuelle Entwicklungen in Europa und ihre Auswirkungen auf Demokratie, Presse- und Meinungsfreiheit vor dem Hintergrund eines bevorstehenden Brexits.

 

Nach der Begrüßung durch Prof. Dr. Jörg Steinbach, Minister für Wirtschaft und Energie des Landes Brandenburg, eröffnete Prof. Saskia Sassen (Columbia University, USA) die Konferenz mit einem soziologischen Blick auf aktuelle Herausforderungen der EU. Bei den anschließenden Round-Table Diskussionen ging es in der ersten Session um Europa als Kommunikationsraum und die Rolle der Medien bei der Überwindung der aktuellen Verständigungskrise. In der zweiten Session wurde die Lage der Pressefreiheit in Europa und Wege, um den Schutz dieser auszubauen diskutiert. Zuletzt stand die Zukunftsfähigkeit der Medien sowie aktuelle Rahmenbedingungen für Medieninnovation im Mittelpunkt.

 

M100 Young European Journalists

Im Vorfeld der Konferenz fand vom 9. – 18. September der diesjährige M100 Young European Journalists Workshop statt, der sich dem Thema “Lesen in der digitalen Welt – Innovativer Journalismus” widmete. Ein inhaltlich vielseitiges Programm erwartete die 24 jungen Journalist*innen, die aus dreizehn Ländern Europas, der Östlichen Partnerschaft sowie Russland angereist waren. Der achttägige Workshop begann mit einer Einführung in das an Bedeutung zunehmende Mobile Reporting und behandelte anschließend digitale Innovationen und Werkzeuge im Journalismus, digitale Rechte, die Rolle künstlicher Intelligenz in den Medien sowie den aktuellen Stand der Journalismusforschung. Um den fachlichen Input direkt anzuwenden, entwickelten die jungen Teilnehmer*innen während des Workshops auch eigene digitale Projekte, welche zum Abschluss des mehrtägigen Trainings erfolgreich vor einer Jury gepitcht wurden.

 

M100 ist eine Initiative von Potsdam Media International e.V. und wird von der Stadt Potsdam hauptfinanziert. Weitere Förderer sind das Auswärtige Amt, Medienboard Berlin-Brandenburg, das Presse- und Informationsamt der Bundesregierung, die Friedrich Naumann Stiftung und National Endowment for Democracy. Sponsoren sind Facebook und United Europe e.V. Kooperationspartner sind die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten, Reporter ohne Grenzen (RoG) und der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ).

Weitere Informationen: www.m100potsdam.org

Foto: Hannes Jung

M100 Sanssouci Colloquium 2018 / M100 Media Award für Deniz Yücel

19.08.2018. Der deutsch-türkische Journalist Deniz Yücel erhält unter Standing Ovations den diesjährigen M100 Media Award, der FDP-Bundesvorsitzende Christian Lindner hält die politische Hauptrede, Ines Pohl, Chefredakteurin der Deutschen Welle, die Laudatio.

Potsdam, 19. September 2018. Mit der festlichen Verleihung des M100 Media Awards an den deutsch-türkischen Journalisten Deniz Yücel, ist die internationale Medienkonferenz M100 Sanssouci Colloquium gestern Abend im Potsdam Museum erfolgreich zu Ende gegangen. Potsdams Oberbürgermeister Jann Jakobs begrüßte die rund 200 Gäste und betonte, dass der M100 Media Award gerade auch an all diejenigen erinnern wolle, die für ihren Ruf nach der Wahrheit in Gefängnissen sitzen oder aus ihrer Heimat vertrieben wurden.

Der FDP-Bundesvorsitzende Christian Lindner, der die politische Hauptrede des Abends hielt, unterstrich sein klares Bekenntnis zur Pressefreiheit: „Die Liberalität einer Gesellschaft misst sich an der Freiheit ihrer Journalisten. Wenn Journalisten in ihrer Arbeit eingeschränkt werden, dann sind alle Mitglieder der Gesellschaft in ihren Rechten und ihrer Freiheit eingeschränkt.“ Gleichzeitig sprach sich Lindner für mehr Mut zu abweichender Meinung aus. Es sollte mehr Kontroverse und Vielfalt geben, um Pressefreiheit zu leben.

Die Laudatio auf Deniz Yücel, der als Türkei-Korrespondent der WELTN24-Gruppe mit seiner unbequemen Berichterstattung den Unmut des Erdogan-Regimes auf sich gezogen hat, in Folge dessen verhaftet und in der Türkei ein Jahr in Untersuchungshaft saß, hielt die Chefredakteurin der Deutschen Welle, Ines Pohl, die betonte: „Der Journalismus war noch nie ein besonders vornehmer Beruf. Aber jetzt wird er zu einem gefährlichen – und das auch im Herzen Europas. Auch dafür steht Deniz Yücel.“ Und fuhr fort: „Demokratien brauchen eine freie, unabhängige Presse, die den Mächtigen auf die Finger schaut. Wenn wir uns umblicken, sehen wir, dass dieser Grundpfeiler freier Gesellschaften auch in Ländern bedroht ist, in denen wir das nie für möglich gehalten hätten. Deshalb müssen alle demokratischen Kräfte zusammenrücken. “

Deniz Yücel selbst bedankte sich für den Preis und betonte die Bedeutung von Pressefreiheit und Journalismus: „Ich bin davon überzeugt, dass Journalismus – ich sage nicht ‚kritischer Journalismus’, weil ein unkritischer Journalismus keiner ist – überall dort gebraucht wird, wo Macht ausgeübt wird, im Kleinen wie im Großen, am meisten aber dort, wo er in Gefahr schwebt und mit ihm die Freiheit aller.“ Und weiter: „Die Erdogans, Orbans und Trumps, die Putins, Salvinis, Maduros und wie sie alle heißen verbindet, dass sie nicht durch Gewalt an die Macht gekommen sind, sondern durch mehr oder weniger freie und faire Wahlen. Für ihre Legitimation brauchen sie die Bestätigung durch den Wähler und verachten dabei doch alles, was über die reine Akklamation der bestehenden Herrschaft hinaus eine Demokratie auszeichnet: die pluralistische Gesellschaft, die Vielfalt der Lebensentwürfe, die materiellen Grundlagen der Freiheit, die Teilhabe der Opposition und natürlich die Existenz einer freien und kritischen Presse. Aber gerade weil sie den Anschein der Demokratie so dringend brauchen, sind sie mit deren Mitteln auch am besten zu bekämpfen – nicht zuletzt mit dem Journalismus, den sie so hassen.“ Unter Standing Ovations der internationalen Gäste nahm Deniz Yücel den M100 Media Award entgegen.

„Home Alone? – Europe and the Post-American Age“ war die Überschrift, unter der tagsüber nebenan im Museum Barberini beim M100 Sanssouci Colloquium rund 60Chefredakteure, Historiker und Politiker aus Europa und der USA über den Zustand des transatlantischen Verhältnisses, die europäische Agenda im post-amerikanischen Zeitalter und die Rolle der Medien diskutierte. Brandenburgs Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke begrüßte und stellte fest, dass die globalen Herausforderungen, denen die Welt gegenübersteht, nicht mit Aktionismus gelöst werden könnten, sondern für eine bessere Welt gemeinschaftlich angegangen werden müssten. „Wir brauchen den Dialog und eine lebendige Demokratie“. Die Eröffnungsrede hielt der Politikberater und ehemalige US-Botschafter John Kornblum. Er sagte: „Es gibt kein ‚Post-American Age’. Aber es gibt ein neues Zeitalter, das die Nachkriegszeit hinter sich gelassen hat. Amerika und Europa bleiben eng verbunden und sind wichtig füreinander, jedoch müssen sich unsere Ziele und Methoden verändern. Was wir brauchen ist einen neue Erzählstruktur.“

Die Konferenz gliederte sich in drei Sessions, die jeweils unterschiedliche Aspekte des Leitthemas beleuchteten. Session 1 unter dem Titel „The Remains of The West – The New Relationship“ diskutierte inwieweit die Präsidentschaft Donald Trumps als Wendepunkt und als Ende der „Pax Americana“ angesehen werden könnte und debattierte den wachsenden Druck auf die EU, ihre internen Widersprüche zu lösen und außenpolitisch aktiv zu werden. Session 2 unter der Überschrift„A European Agenda for the Post-American Age“ stellte die Frage, ob die globalen politischen Umbrüche Europa aufwachen lässt. Die Staaten sind sich einig, dass die EU reformiert werden muss, doch die Auffassungen über die weitere Entwicklung unterscheiden sich gewaltig. „European Media Challenge: How to cope with Politics, Technology and the Fight for Trust“ war Thema von Session 3, die sich damit beschäftigte, dass es heute auf der einen Seite mehr Transparenz als je zuvor gibt. Auf der anderen Seite führe ein Überfluss an Information zu einem „Systemfehler“ der öffentlichen Kommunikation, bei der sich Fakten und Meinungen nicht mehr unterscheiden lassen.

Zu den Teilnehmern zählen u.a. Agron Bajrami (Chefredakteur, Koha Ditore), Ruth Ben-Ghiat (Historikern, New York University), Tamas Bodoky (Chefredakteur, Atlatszo.hu), Dr. Alexandra Borchardt (Director Strategic Development, Reuters Institute for the Study of Journalism, University of Oxford), Stephan-Andreas Casdorff (Herausgeber, Der Tagesspiegel), Liz Corbin (Head of News, BBC World News), Dr. Ondrej Dietrych (Director, Institut of International Relations, Prague), Dr. Tobias Endler (Amerikanist, Universität Heidelberg), Astrid Frohloff (TV Moderatorin und Journalistin, ARD/RBB), Tina Kulow (Director Corporate Communications, Facebook Deutschland),  Rick Noack (Foreign Affairs Reporter, The Washington Post), Natalie Nougayrède (Mitglied des redaktionellen Beirats und Kolumnistin, The Guardian), Marcin Piasecki (Herausgeber und Head Business Editor, Rzeczpospolita), Wojciech Pryzybylski (Chefredakteur Visegrad Insight), Jan Techau (Senior Fellow und Direktor des Europa Programms, German Marshall Fund of the United States), Dr. Christoph von Marschall (Chief Diplomatic Correspondent, Der Tagesspiegel).

Im Vorfeld des Colloquiums trafen sich 25 ausgewählte junge Journalisten und Journalistinnen aus Europa, den Ländern der Östlichen Partnerschaft und Russland beim M100 Young European Journalists Workshop (M100YEJ) zum Thema „Journalismus und politischen Bildung im Social Web“. Ziel des Workshops war es, die Meinungs- und Pressefreiheit in den Heimatländern der jungen Journalisten und Journalistinnen zu stärken: Durch Workshops zu Mobile Reporting oder über die Verifikation von Social Media Inhalten sollte die Berichterstattung der Teilnehmer und Teilnehmerinnen durch einfache und kostengünstige Mittel erleichtert werden. Am Ende des 6-tägigen Trainings wurden ihre Projekte zu den Themen Umwelt, Migration, Fake News, Identität und EU-Wahl bei einem Pitch bei dem crossmedialen Community-Sender Alex Berlin vorgestellt. Die besten Webvideos werden demnächst bei Alex Berlin online veröffentlicht.

Über M100 Sanssouci Colloquium

M100 wurde 2005 von Jann Jakobs, Lord Weidenfeld und Moritz van Dülmen im Rahmen der Bewerbung Potsdams zur Kulturhauptstadt 2010 initiiert und fand 2018 zum 14. Mal statt.

M100 ist eine Initiative der Landeshauptstadt Potsdam und des Vereins Potsdam Media International e.V. Gefördert wird die diesjährige Veranstaltung von der Stadt Potsdam, dem Medienboard Berlin-Brandenburg, dem Land Brandenburg und dem Auswärtigen Amt. Wir danken den Sponsoren medienlabor und L’Eau Sanssouci.

Der M100 Young European Journalists Workshop wurde gefördert vom Auswärtigen Amt und den National Endowment for Democracy. Kooperationspartner sind Alex Berlin, Association of Young Journalists, European Youth Press, Medieninnovationszentrum Babelsberg, Pressclub Belarus, Orange Magazine und Telefonica.

Weitere Informationen: www.m100potsdam.org
Bildmaterial zum kostenlosen Download: https://ulfbueschleb.com/clients/pVd6YM3oBT
Coypright: M100 / Fotos: Ulf Büschleb

Pressekontakt:
Dr. Kathrin Steinbrenner & Kristian Müller
SteinbrennerMüller Kommunikation
Telefon: 030-4737 -2191 & -2192
mail@steinbrennermueller.de

Deniz Yücel erhält M100 Media Award

21.08.2018. Die internationale Medienkonferenz M100 zeichnet den deutsch-türkischen Journalisten für seine mutige und unbestechliche Arbeit aus und will gleichzeitig an alle in der Türkei inhaftierten Journalisten erinnern. Laudatorin ist Ines Pohl, Chefredakteurin der Deutschen Welle. Der deutsch-türkische Journalist Deniz Yücel erhält den diesjährigen M100 Media Award. Die Preisverleihung erfolgt am 18.09. im Potsdam Museum am Alten Markt und bildet den Abschluss für das M100 Sanssouci Colloquium, das in diesem Jahr erstmals im Museum Barberini stattfindet.

Als Türkei-Korrespondent der WELTN24-Gruppe hat Deniz Yücel mit seiner unbequemen Berichterstattung, u.a. über den Kurdenkonflikt und Korruption in Regierungskreisen, den Unmut des Erdogan-Regimes auf sich gezogen. Ins Visier der Justizbehörden geriet er Ende 2016, nachdem er in der WELT über eine Hacker-Attacke auf den Energieminister und Erdogan-Schwiegersohn Berat Albayrakberichtet hatte. Die E-Mails, in denen es u.a. um Verbindungen zwischen der türkischen Regierung und der Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) ging, waren oppositionellen Medien zugespielt worden. Wegen angeblicher „Terrorpropaganda“ wurde Yücel anschließend verhaftet und in Untersuchungshaft genommen. Aber auch unter dem Druck seines einjährigen Gefängnisaufenthalts hat sich Yücel weder Denk- noch Sprechverbote erteilen lassen.

„Als Journalist berichtete Deniz Yücel unerschrocken und fundiert über die politischen Verhältnisse in der Türkei und selbst aus der Haft heraus setzte er sich für einen kritischen und unabhängigen Journalismus ein,“ begründet der M100 Beiratsvorsitzende und Oberbürgermeister der Stadt Potsdam Jann Jakobs die Entscheidung, „Dies erfordert in einer Zeit, in der Autokraten und Populisten die Werte einer freien und offenen Gesellschaft bedrohen besonders viel Mut. Für diesen Mut möchten wir Deniz Yücel sehr gern auszeichnen.“

M100-Beirätin Andrea Seibel, Ressortleiterin Meinung/Forum WELTN24, ergänzt: „Der Fall meines Kollegen Deniz Yücel ist nicht nur ein Paradebeispiel für die Willkür und Bösartigkeit eines Landes, das einst auf so gutem Wege war. Zugleich erlebten wir das Wunder und die Wirkmacht stiller Diplomatie. Und zudem ein Feuerwerk zivilgesellschaftlicher Anteilnahme, die man den vielen anderen Eingesperrten und Entrechteten dieser Welt sehnlichst wünscht.“

Der M100 Media Award wird seit 2005 jährlich im Rahmen des M100 Sanssouci Colloquiums an Persönlichkeiten vergeben, die „Fußspuren“ in der Welt hinterlassen haben und sich für Demokratie, Meinungs- und Pressefreiheit einsetzen. Bisherige Preisträger sind unter anderem Bob GeldofHans-Dietrich Genscher, der dänische Karikaturist Kurt Westergaard, Vitali Klitschko, Erdem Gündüz, „The Standing Man“, das französische Satiremagazin Charlie Hebdo, der italienische Schriftsteller Roberto Saviano und im vergangenen Jahr die russische Journalistin Natalja Sindejewa.

Der Titel des tagsüber im Museum Barberini stattfindenden M100 Sanssouci Colloquiums lautet in diesem Jahr „Home Alone? – Europe and the Post-American Age“. Ca. 60 Chefredakteure, Historiker und Politiker aus vielen Ländern Europas und der USAdiskutieren über den Zustand des transatlantischen Verhältnisses, die europäische Agenda im post-amerikanischen Zeitalter und die Rolle der Medien. Eröffnet wird das Colloquium vom Ministerpräsident des Landes Brandenburg Dr. Dietmar Woidke.

Das Akkreditierungsformular (nur für berichtende Journalisten) finden Sie hier: http://www.m100potsdam.org/wp-content/uploads/2018/08/Akkreditierung_M100_2018.pdf

Weitere Informationenüber Konferenz und Teilnehmer finden Sie hier: http://www.m100potsdam.org/m100/m100-sanssouci-colloquium/thema/

M100 ist eine Initiative der Landeshauptstadt Potsdam und des Vereins Potsdam Media International e.V. Gefördert wird die diesjährige Veranstaltung von der Stadt Potsdam, dem Medienboard Berlin-Brandenburg, dem dem Land Brandenburg und dem Auswärtigen Amt.

M100: Mit starken Impulsen für ein demokratisches Europa

14.09.2017. Mit der festlichen Verleihung des M100 Media Awards an die Gründerin und Geschäftsführerin von Doshd TV, Natalja Sindejewa, ist die internationale Medienkonferenz M100 Sanssouci Colloquium heute Abend in der Orangerie von Potsdam erfolgreich zu Ende gegangen. Weiterlesen

M100 Media Award 2017 an Natalja Sindejewa

07.08.2017. Die russische Journalistin und Medienmanagerin Natalia Sindejewa erhält den diesjährigen M100 Media Award. Die Preisverleihung findet am Abend des 14. September zum Abschluss der internationalen Medienkonferenz m100 Sanssouci Colloquium in der Orangerie in Potsdam statt. Die Laudatio auf Natalia Sindejewa hält BILD-Chefredakteurin Tanit Koch. Die politische Hauptrede, mit der die Preiszeremonie eingeleitet wird, hält Bundesaußenminister Sigmar Gabriel.

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Demokratie oder Despotie?

29.06.2017. Am 14. September diskutieren über 70 internationale Chefredakteure, Historiker und Politiker beim M100 Sanssouci Colloquium in Potsdam über die Gegenwart und Zukunft Europas und die Rolle der Medien. Weiterlesen

M100 erfolgreich zu Ende gegangen

16.09.2016. Mit der festlichen Verleihung des M100 Media Awards an den italienischen Schriftsteller und Journalisten Roberto Saviano („Gomorrha“) ist die internationale Medienkonferenz M100 Sanssouci Colloquium heute Abend in der Orangerie von Potsdam erfolgreich zu Ende gegangen. Weiterlesen

Bundeskanzlerin Merkel hält Hauptrede bei M100

06.07.2016. Anlässlich der Verleihung des diesjährigen M100 Media Award spricht Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel am Abend des 15. September in Potsdam die politische Hauptrede. Der M100 Media Award wird jedes Jahr im Rahmen der internationalen Medienkonferenz M100 Sanssouci Colloquium an Persönlichkeiten vergeben, die „Fußspuren“ in der Welt hinterlassen haben und sich für Demokratie, Meinungs- und Pressefreiheit einsetzen. Bisherige Preisträger sind unter anderem das französische Satiremagazin Charlie HebdoVitali Klitschko und Kurt Westergaard.

Der diesjährige Preisträger wird zeitnah bekannt gegeben.

Bundeskanzlerin Merkel nimmt nach 2006 und 2010 bereits zum dritten Mal am M100 Sanssouci Colloquium teil.

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Martin Schultz bei M100

03.09.2014. EU-Präsident Martin Schulz ist Hauptredner des M100 Sanssouci Colloquiums/Vitali Klitschko wird mit dem M100 Media Award ausgezeichnet, der österreichische Außenminister Sebastian Kurz hält die Laudatio/Sonderpreis für YanukovychLeaks.

 Anlässlich der Verleihung des diesjährigen M100 Media Award an den Bürgermeister von Kiew, Vitali Klitschko, hält der Präsident des Europäischen Parlaments Martin Schulz am Abend des 12. September in Potsdam die Hauptrede.

Der M100 Media Award wird jedes Jahr im Rahmen der internationalen Medienkonferenz M100 Sanssouci Colloquium an eine Persönlichkeit vergeben, die „Fußspuren“ in der Welt hinterlassen hat und sich für den Schutz der freien Meinungsäußerung, die Vertiefung der Demokratie sowie für die europäische Verständigung und Kommunikation einsetzt. Klitschko erhält die Auszeichnung als Vertreter aller demokratisch-europäisch ausgerichteten Oppositionellen des Maidan und einer demokratisch motivierten Bewegung in der Ukraine.

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