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1 Mio. Menschen erinnern, feiern und diskutieren

Heute klingt die stadtweite Festivalwoche „30 Jahre Friedliche Revolution – Mauerfall“ bei schönstem Herbstwetter aus. In den vergangenen sieben
Tagen haben eine Million Menschen anlässlich des 30. Jubiläums der Friedlichen Revolution und des Mauerfalls die zahlreichen Angebote, sich zu erinnern, zu feiern, mitzumachen und zu diskutieren überaus rege angenommen, trotz des eher regnerischem Novemberwetters.

An sieben Originalschauplätzen der Friedlichen Revolution, an der Gethsemanekirche, dem Alexanderplatz, dem Brandenburger Tor, dem Kurfürstendamm, der Stasi-Zentrale, dem Schlossplatz und der East Side Gallery verwandelte sich Berlin in ein großes Open-Air-Ausstellungs- und Veranstaltungsgelände und lud zur vielfältigen Auseinandersetzung mit den historischen Ereignissen von 1989/90 ein – und die Berliner*innen und Gäste der Stadt strömten zahlreich zu den Veranstaltungen. Ob Zeitzeug*innengespräche an der East Side Gallery, Konzerte auf dem Alexanderplatz, Führungen in der Stasi-Zentrale, Workshops am Kurfürstendamm, Kinoreihen in der Gethsemanekirche oder die Open-Air-Ausstellungen und Augmented Reality-Projekte an den Orten, alle Angebote trafen auf hohes Publikumsinteresse und waren zu allen Tageszeiten überaus gut besucht. Visuelle Highlights und Publikumsmagnete waren die großflächigen 3D-Videoprojektionen an Häuserfassaden, die täglich nach Einbruch der Dunkelheit die Besucher*innen mit historischem Filmaufnahmen in die Atmosphäre der Jahre 1989 und 1990 versetzten sowie die Kunstinstallation „Visions in Motion“, bei der 30.000 Wünsche, Hoffnungen und Ideen auf Bändern von 30.000 Menschen über der Straße des 17. Juni schwebten.

„Mit über 1 Million Besucher*innen blicken wir auf eine erfolgreiche Festivalwoche „30 Jahre Friedliche Revolution und Mauerfall“ zurück. Wir konnten mit hunderten Veranstaltungen, neuen Akzenten und großen Bildern an den Originalschauplätzen die Geschichte der Friedlichen Revolution und die Geschichten der mutigen Menschen von 1989 einem sehr großen und diversen, vor allem auch jungen Publikum erzählen. Nach unseren großen Jubiläen 2009 und 2014 ist es erfreulich und überraschend zugleich, dass das Interesse an der Geschichte des Mauerfalls nach wie vor so überwältigend ist.“   so Moritz van Dülmen, der als Geschäftsführer der Kulturprojekte Berlin GmbH nach 2009 und 2014 die Feierlichkeiten für den Berliner Senat verantwortete.

Ihren Höhepunkt fand die Festivalwoche gestern am 9. November. Bei der Bühnenshow vor dem Brandenburger Tor feierten 100.000 Besucher*innen vor Ort und Millionen vor dem Bildschirm das bedeutendste Ereignis der jüngeren Berliner, deutschen und europäischen Geschichte, den Fall der Mauer. Auch an den anderen sechs Festivalorten feierten und erinnerten sich zehntausende Besucher*innen an den historischen Tag, so zum Beispiel am Alexanderplatz beim Betrachten der 3D-Videoprojektionen.

Ein Gesamtprojekt der Kulturprojekte Berlin GmbH im Auftrag der Senatsverwaltung für Kultur und Europa. In Kooperation mit dem Berliner Beauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, der Stiftung Berliner Mauer, der Robert-Havemann-Gesellschaft und vielen weiteren Partner*innen, gefördert von der Senatsverwaltung für Kultur und Europa sowie unterstützt von H&M und der Berliner Sparkasse. Außerdem: Wall GmbH und STRÖER, Stromnetz Berlin GmbH und Berliner Wasserbetriebe.

Medienpartner: ZDF und rbb

 

Aufbau der Kunstinstallation „Visions in Motion“

Heute stiegen die Botschaften der Kunstinstallation „Visions in Motion“am Brandenburger Tor in die Luft. Gemeinsam mit Moritz van Dülmen und Simone Leimbach, Geschäftsführer und Projektleiterin von Kulturprojekte Berlin gab der Künstler Patrick Shearn von Poetic Kinetics einen ersten Einblick der schwebenden Installation. Im Rahmen der Feierlichkeiten zum 30. Jubiläum der Friedlichen Revolution und des Mauerfalls werden Weiterlesen

25-stündiges Medienereignis zum Jahrestag des Mauerfalls im rbb

31.10. 2014 Unter dem Titel „Grenzenlos – 25h Mauerfall“ macht das rbb Fernsehen am 9. und 10. November 2014 den Jahrestag des Mauerfalls zum einzigartigen Medienereignis.

rbb-Moderatoren berichten vom 9. November, 9.00 Uhr, bis 10. November, 10.00 Uhr, live von Orten des ehemaligen Mauerverlaufs, aufwändige Dokumentationen liefern zusätzliche Hintergründe. Und das 25 Stunden lang!

Weltgeschichtlich bedeutende Orte wie der Checkpoint Charlie, das Brandenburger Tor, die Bornholmer Straße, die geheimnisumwitterte Glienicker Brücke stehen in Live-Schalten ebenso im Fokus der Sendung wie Schauplätze, die den Alltag an der Grenze deutlich machten: der Entenschnabel, die einstige Enklave Klein-Glienicke oder das Kreuzberger Engelbecken.

Immer wieder wird zu einer außergewöhnlichen Aktion geschaltet, die die Stadt symbolisch und vorübergehend wieder teilt. Bei der Installation „Lichtgrenze“ erinnern achttausend beleuchtete, weiße Ballons entlang des ehemaligen innerstädtischen Mauerverlaufs auf einer Strecke von rund 15 Kilometern an die einstige Teilung der Stadt. Ihren Höhepunkt findet die Ballonaktion, wenn sich Tausende Paten an der Lichtgrenze bei ihren Ballons einfinden und diese in den Himmel steigen lassen.

Der rbb überträgt zudem die Andacht in der Kapelle der Versöhnung mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem anschließenden gemeinsamen Gang zur Gedenkstätte „Berliner Mauer“ sowie den Festakt im Konzerthaus am Gendarmenmarkt, zu dem das Land Berlin einlädt, und berichtet vom Bürgerfest der Bundesregierung am Brandenburger Tor.

Am späten Abend lädt Jörg Thadeusz Talkgäste in das asisi Panometer am Checkpoint Charlie. Protagonisten der Geschehnisse rund um den 9. November wie Matthias Platzeck und Roland Jahn sowie prominente Gäste wie Michael Kessler, die Journalistin Hatice Akün, der Dirigent Simon Halsey und Yadegar Asisi erzählen ihre persönlichen Wendegeschichten.

Die umfassende Chronologie der Entwicklung jenes Tages wird schließlich auch mit einer Fülle von Original-Bildmaterial belegt, darunter Bewegtbilder, die zum UNESCO Weltdokumentenerbe zählen.

Außerdem im Programm: die Dokumentationen „Bahnhof Friedrichstraße – Agentenschleuse und Grenzpassage“ von Daniel und Jürgen Ast, „Drewitz/Dreilinden – Transit Westberlin“ von Karin Reiss, „Aufbruch im November“ – über die größte Demonstration der DDR – von Gabriele Denecke, „Schabowskis Zettel – Die Nacht, als die Mauer fiel“ von Marc Brasse und Florian Huber sowie „Mein Mauerfall – Prominente erzählen Zeitgeschichte“ von Jan Peter und Yuri Winterberg. In der Nacht zum 10. November wiederholt das rbb Fernsehen schließlich alle 5 Folgen von „Die Ostdeutschen – 25 Wege in ein neues Land“.

„Wir wollen das Grenzenlose wiederaufleben lassen, den Wahnsinn von damals spürbar machen. Und wir wollen diese besondere Nacht und die friedliche Revolution vor 25 Jahren feiern – gemeinsam mit unseren Zuschauern und Hörerinnen“ so Dagmar Reim, Intendantin des rbb.

In vier Wochen geht’s los!

10.10.2014. In vier Wochen geht’s los! Die Vorbereitungen für die dreitägigen Feierlichkeiten zum Jubiläum „25 Jahre Mauerfall“ laufen auf Hochtouren / Hunderttausende Besucher aus aller Welt in Berlin erwartet

In genau vier Wochen starten die dreitägigen Jubiläumsfeierlichkeiten zum 25. Jahrestag der Friedlichen Revolution und des Mauerfalls vom 7. bis 9. November. Die logistischen Vorbereitungen der Lichtinstallation entlang des ehemaligen Mauerverlaufs, die Organisation und Koordination der großangelegten Ballonaktion mit Tausenden Mitwirkenden, die inhaltlichen Feinschliffe bei den Ausstellungsprojekten sind in vollem Gange.

Moritz van Dülmen, Geschäftsführer der Kulturprojekte Berlin GmbH, die mit der Gesamtorganisation des Jubiläumsprojektes betraut sind: „Unzählige Personensind zur Zeit in den Vorbereitungen unmittelbar beschäftigt, um alle verschiedenen Projekte rechtzeitig zum Jubiläumswochenende fertig zu stellen und untereinander zu koordinieren. Das gesamte Projekt wird eine große Gemeinschaftsveranstaltung von Dutzenden Einzelprojekten und Initiativen. Das großartige Miteinander ist beeindruckend und lässt Vorfreude für das Jubiläum aufkommen!“

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