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BOY ERASED eröffnet Filmkunstmesse Leipzig

06.09.2018. Eröffnungsfilm der diesjährigen Filmkunstmesse Leipzig (17. – 21. September 2018) ist das lang erwartete (der Film stand auf der Liste des Branchenmagazins Variety der 20 meist erwarteten Filme 2018) und bereits vor Filmstart viel diskutierte Drama BOY ERASED.
 
Die Fachbesucher der Filmkunstmesse Leipzig können den hochkarätig besetzten Film am 17. September um 20:30 Uhr in den Passage Kinos sehen. In Deutschland bringt Universal Pictures International Germany die US-Produktion im ersten Quartal 2019 in die Kinos.
 
Basierend auf dem gefeierten, autobiografischen Roman „Boy Erased“ von Garrard Conley, erzählt der gleichnamige Film die ergreifende wahre Geschichte des neunzehnjährigen Jared (Lucas Hedges), der in einem Baptistenprediger-Haushalt in den amerikanischen Südstaaten aufwächst. Als sein streng gläubiger Vater (Russell Crowe) und seine Mutter (Nicole Kidman) von der Homosexualität ihres Sohnes erfahren, drängt der Vater ihn zur Teilnahme an einer fragwürdigen Konversationstherapie. Vor die Wahl gestellt, entweder seine Identität oder seine Familie und seinen Glauben zu riskieren, lässt er sich notgedrungen auf die absurde Behandlung ein. 

Regie führte das Multitalent Joel Edgerton, der bereits als Schauspieler, Drehbuchautor (The Square), Produzent und Regisseur Erfolge feiern konnte. Er schrieb gemeinsam mit Garrard Conley auch das Drehbuch. Für die Kamera zeichnet der Spanier Eduard Grau („Her“, Suffragetten – Taten statt Worte“, „A Single Man“) verantwortlich.
 
Mit über 70 Filmen für die über 1.000 Fachbesucher der Arthouse-Branche aus Deutschland und Europa ist die Filmkunstmesse Leipzig die zentrale Plattform zum intensiven Austausch über Filme, Kinoprogrammierung und aktuelle Themen rund um die Film- und Kinobranche. Veranstaltet wird die Filmkunstmesse von der AG Kino – Gilde e.V., dem Verband der deutschen Filmkunsttheater. 

Weitere infos zur FKM Leipzig und zum Programm finden Sie hier.

Gilde Filmpreise 2018 – die Shortlist

29.08.2018. Zum 41. Mal werden am 20. September in Leipzig die Gilde Filmpreise der AG Kino – Gilde e.V. verliehen. Die Auszeichnung der deutschen Programmkinobetreiber würdigt zum einen die künstlerische Qualität der Filme, aber auch die Rezeption des Publikums und das Engagement des Verleihs. Dabei können auch Werke ausgezeichnet werden, die im Jahr 2018 erst noch starten, aber von einem Fachpublikum bereits bei Festivals gesichtet wurden. Die Auswahl nimmt eine Jury vor. Die Verleihung findet im Rahmen der 18. Filmkunstmesse Leipzig (17. – 21. September 2018) statt.
 
Auf der Shortlist der Gilde Filmpreise 2018 stehen:

International
DARKEST HOUR (Universal Pictures Germany) Joe Wright
LOVING VINCENT (Weltkino) Dorota Kobiela, Hugh Welchman
SHOPLIFTERS (Wild Bunch Germany) Hirokazu Kore-eda
THE POST (Universal Pictures Germany) Steven Spielberg
THREE BILLBOARDS OUTSIDE EBBING MISSOURI (20th Century Fox) Martin McDonagh

National 
3 TAGE IN QUIBERON (Prokino) Emily Atef
DAS SCHWEIGENDE KLASSENZIMMER (Studiocanal) Lars Kraume
GUNDERMANN (Pandora) Andreas Dresen
TRANSIT (Piffl Medien) Christian Petzold
WERK OHNE AUTOR (Walt Disney Germany) Florian Henkel von Donnersmark
 
IN DEN GÄNGEN von Thomas Stuber ist außer Konkurrenz geblieben, da dieser bereits den Gilde – Filmpreis bei der Berlinale erhielt.
 
Dok-Film
MARIA BY CALLAS (Prokino) Tom Volf
PAPST FRANZISKUS – EIN MANN SEINES WORTES (Universal Pictures Germany) Wim Wenders
WILDES HERZ (Neue Visionen Filmverleih) Charlie Hübner, Sebastian Schulz
 
Kinder- und Jugendfilm 
DAS SCHÖNSTE MÄDCHEN DER WELT (Tobis) Aaron Lehmann
DIE KLEINE HEXE (Studiocanal) Michael Schaerer
JIM KNOPF UND LUKAS DER LOKOMOTIVFÜHRER (Warner Bros.) Dennis Gansel
 

Kulturort Kino stärken!

28.09.2017. Beim ‚Filmpolitischen Panel’ im Rahmen der 17. Filmkunstmesse in Leipzig appelliert der Verband der deutschen Filmkunsttheater an den neu gewählten Deutschen Bundestag, den Kulturort Kino zu stärken. Als geeignete Instrumente setzen sie sich für ein anreizorientiertes Programm zum Ausbau der Kinovielfalt sowie für einen Zukunftsfonds zur Verbesserung der Infrastruktur der Kinos in Deutschland ein.

Gerade im Filmkunstmarkt, der überwiegend deutsche und europäische Werke zeigt, reicht die Erlösstruktur nicht aus, um den Erhalt und die Modernisierung von Kinos voll aus eigener Kraft zu stemmen. Dabei erbringen Kinos vielfältige Leistungen für den Film. Erst durch den Einsatz im Kino werden sie überhaupt für ein breiteres Publikum sichtbar. Dafür engagieren sich die Kinos beim lokalen Marketing und setzen sich für Programmvielfalt und begleitende kulturelle wie medienpädagogische Aktivitäten ein.

„Das Kino braucht gute Filme. Vor allem brauchen gute Filme aber das Kino. Daran hat sich auch im digitalen Zeitalter nichts geändert. Im Gegenteil. Kino-Präsenz ist für den Erfolg auf VoD-Portalen entscheidend. Denn nur was auf der großen Leinwand reüssiert, hat reelle Chancen, auf dem kleinen Schirm wahrgenommen zu werden“, so der Vorsitzende der AG Kino – Gilde e.V. Dr. Christian Breuer. „Das Kino ist unverändert auch wirtschaftlich die Herzkammer für den Film. Gerade heimische Produktionen, die nicht mit großen Marketingbudgets ausgestattet sind, brauchen die Arbeit der Filmtheater für den Erfolg.“

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17. Filmkunstmesse Leipzig

23.08.2017. Lust auf Kino: Premieren, Preisverleihungen und Panelprogramm / Die 17. Filmkunstmesse Leipzig vom 25.-29. September 2017.

„Kino brummt und Video schwächelt! Betrachtet man die aktuellen Halbjahreszahlen, kommt man leicht zu diesem Schluss. So falsch ist das nicht: Kinos sind unverändert beliebt und gerade für den deutschen – und den unabhängigen internationalen – Film ist der Start im Kino noch immer die größte Chance für Sichtbarkeit und Erfolg. So einfach ist es aber auch nicht, denn das Kino hat große Herausforderungen zu meistern, um dauerhaft gegen globale Online-Plattformen standhalten und seine vielfältigen Angebote aufrechterhalten zu können“, so Dr. Christian Bräuer, Vorstandsvorsitzender der AG Kino – Gilde, anlässlich der Vorstellung des Programms der in wenigen Wochen beginnenden 17. Filmkunstmesse Leipzig (25.-29. September).
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