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Christian Bräuer neuer CICAE-Präsident

Der internationale Arthouse-Verband CICAE hat an der Spitze einen Generationenwechsel vollzogen. Bei der Mitgliederversammlung während der 72. Filmfestspiele in Cannes wurde Christian Bräuer, Vorsitzender des deutschen Filmkunsttheaterverbands AG Kino – Gilde, zum neuen Präsidenten gewählt. Er folgt Detlef Rossmann, der nach 12 Jahren nicht wieder zur Wahl angetreten war. Detlef Rossmann wurde zum Ehrenpräsident gewählt.

„Das Kino ist die Herzkammer eines Films“

Filmkunsttheater auf der ganzen Welt stehen für kulturelle Vielfalt und bringen globale Themen ins Lokale zu den Menschen. Gerade im digitalen Zeitalter werden Kinos als reale Orte der Begegnung immer wichtiger. „Kinos sind die Herzkammer für Filme,“ so Christian Bräuer. „Auf der großen Leinwand werden Filme zum Leben erweckt und entfalten ihre gesellschaftliche Relevanz durch das gemeinsame Erlebnis.“ Um diese Rolle der Kinos zu stärken, ist die Bildung von Netzwerken wichtig. In vielen Ländern geraten Diversität und eine offene Gesellschaft zunehmend unter Druck. Die CICAE will als Solidargemeinschaft die Arbeit von Filmkunsttheatern als Kulturorte stärken.

Dem neuen Vorstand der CICAE gehören neben dem Präsidenten drei Männer und drei Frauen an:
Christian Bräuer, Präsident (Deutschland)
Francois Aymé, Vize-Präsident (Frankreich)
Domenico Dinoia, Vize-Präsident (Italien)
Mario Fortin, Vize-Präsident (Kanada)
Peggy Johnson, Vize-Präsidentin (USA)
Eva Morsch – Kihn, Generalsekretärin (Frankreich)
Renaud Laville, Schatzmeister (Frankreich)
Mira Staleva (Bulgarien)

Zur Person:
Christian Bräuer ist Geschäftsführer der Yorck Kinogruppe, die in Berlin 11 Filmkunsttheater und ein Freiluftkino betreibt. Er ist seit 2009 Vorsitzender des deutschen Filmkunstkinoverbandes AG Kino – Gilde und vertritt die Interessen der deutschen Kinos im Präsidium der Filmförderungsanstalt FFA. Dort ist er auch Vorsitzender des Ausschusses für Europa und internationale Zusammenarbeit. Dem Vorstand der CICAE gehörte er bisher als Vize-Präsident an.

Gilde Filmpreis 2019

Der 30. Gilde Filmpreis der AG Kino – Gilde für den besten Film im Wettbewerb der Berlinale 2019 geht an den Film Gospod postoi, imeto i’ e Petrunija / GOD EXISTS, HER NAME IS PETRUNYA von Teona Strugar Mitevska.

Begründung der Jury:
„Die Jury prämiert den Film „God Exists, Her Name Is Petrunya“ von Teona Strugar Mitevska.
Der Film lässt die Zuschauer*innen Zeuge werden, wie sich eine junge, frustrierte Frau, eher intuitiv als geplant, emanzipiert und in einer archaischen, korrupten Provinz Mazedoniens gegen Kirche, Staat und Medien aufbegehrt. Die Regisseurin lässt ihre Hauptfigur auf der Suche nach einem bisschen Glück in der politischen Satire aus ihrer Lethargie erwachen und innerhalb einer Nacht zu einer starken Frau werden, die für ihre Belange kämpft“

In der Jury der AG Kino – Gilde e.V. waren in diesem Jahr Adrian Kutter (Leiter der Biberach Filmfestspiele und Gründer des Gilde Filmpreises), Anna Kruse (Cineplex Gruppe) und Jens Schneiderheinze (langjähriger Leiter der Cinema Filmtheater GmbH in Münster).

30 Jahre Gilde Filmpreis im Wettbewerb der Berlinale
In diesem Jahr feiert die AG Kino – Gilde ein besonderes Jubiläum. Vor 30 Jahren wurde das erste mal ein Preis von einer unabhängigen Jury aus Kinobetreibern, der Gilde Filmpreis für den Wettbewerb der Berlinale verliehen. Das Besondere ist nicht nur die Kontinuität dieses langjährigen Preises. Adrian Kutter, der diese Jury mit ins Leben gerufen hat, ist auch ür den Gilde Filmpreis seit 30 Jahren ununterbrochen als Jurymitglied tätig! Er ist damit wahrscheinlich der am längsten amtierende Juror der Berlinale. Mit dem Jubiläum wird Adrian Kutter seinen Jurysitz zur Verfügung stellen.

„Dafür, aber auch für seine Liebe zum Film, sein untrügliches Gespür für gute Geschichten und seinen Einsatz für das Kino möchten wir uns ganz herzlich bei Adrian Kutter bedanken!“, so Christian Bräuer, Vorsitzender der AG Kino – Gilde e.V..

Hier ein Rückblick auf 30 mit dem Gilde Filmpreis ausgezeichnete Filme:
1990:  DRIVING MISS DAISY (Bruce Beresford)
1991:  THE MIRACLE (Neil Jordan)
1992:  UTZ (George Sluizer)
1993:  MALCOM X (Spike Lee)
1994:  IN THE NAME OF THE FATHER (Jim Sheridan)
1995:  BEFORE SUNRISE (Richard Linklater)
1996:  DEAD MAN WALKING (Tim Robbins)
1997:  GET ON THE BUS (Spike Lee)
1998:  LEFT LUGGAGE (Jeroen Krabbé)
1999:  COOKIE´S FORTUNE (Robert Altman)
2000:  THE HURRICANE (Norman Jewison)
2001:  FINDING FORRESTER (Gus Van Sant)
2002:  MY LIFE WITHOUT ME  (Isabel Coixet)
2003:  HALBE TREPPE (Andreas Dresen) 
2004:  A FOND KISS (Ken Loach)
2005:  ASYLUM (David MacKenzie)
2006:  DER FREIE WILLE (Matthias Glasner)
2007:  HALLAM FOE (David  MacKenzie)
2008:  RESTLESS (Amos Kolleg)
2009:  STURM (Hans Christian Schmid)
2010:  SHARHADA (Burhan Qurbani)
2011:  WER WENN NICHT WIR (Andres Veiel)
2012:  A MOI SEULE (Frédéric Videau)
2013:  GLORIA (Sebastien Lélio)
2014:  BOYHOOD (Richard Linklater)
2015:  VICTORIA (Sebastian Schipper)
2016:  24 WOCHEN (Zohra Berrached)
2017:  THE PARTY (Sally Potter)
2018:  IN DEN GÄNGEN (Thomas Stuber)

Arthouse-Charts 2018 – Gutes Kino setzt sich durch

Martin McDonaghs THREE BILLBOARDS OUTSIDE EBBING, MISSOURI steht in den Jahrescharts 2018 an der Spitze und begeisterte knapp 400.000 Zuschauer in den deutschen Arthouse Kinos. Knapp dahinter folgt der jüngst mit dem Golden Globe als bester Film ausgezeichnete Film BOHEMIAN RAPSODY von Bryan Singer. Steven Spiebergs DIE VERLEGERIN mit Meryl Streep folgt auf Rang 3.

Erfolgreichster deutscher Film ist DER VORNAME von Sönke Wortmann auf Platz 4. Generell ist der deutsche Film stark vertreten. Mit GUNDERMANN von Andreas Dresen, 25 km/h von Markus Goller und erst kürzlich gestartete Kassenerfolg DER JUNGE MUSS AN DIE FRISCHE LUFT von Caroline Link finden sich drei weitere heimische Produktionen in den TOP 10. Unter den TOP 20 finden sich 9 deutsche Werke.

70 Produktionen in den TOP 100 der Arthouse Charts kommen aus Deutschland oder Europa. Mit einem durchschnittlichen Besuchermarktanteil von 56 % tragen die Filmkunsttheater maßgeblich zur Sichtbarkeit und zum Erfolg dieser Werke bei. 67 der Top-100-Filme sahen die Mehrzahl der Besucher in den Arthousekinos, bei 28 Filmen lag der Anteil sogar bei über 70 %. Rund ein Siebtel der deutschen Leinwände werden als Filmkunstleinwände geführt.

Der heiße und langen Sommer 2018 und die Fußball WM sind aber auch am Arthouse Markt nicht spurlos vorüber gegangen. Zudem beklagt die AG Kino – Gilde, der Verband der Filmkunsttheater, dass der Start zugkräftiger Filme zu sehr auf einzelne Termine massiert ist, während diese in anderen Zeiten über Wochen fehlen. Mit einem Besucherrückgang von 8,5 % und einem Umsatzrückgang von 8,1 % haben sich aber die Filmkunsttheater, die in der AG Kino – Gilde zusammengeschlossen sind, im Vergleich zum Gesamtmarkt (-16%) wacker geschlagen. Mit 17,3 Mio. Besuchern in den Mitgliedskinos der AG Kino – Gilde erhöhte sich deren Marktanteil auf 18,1 %.

GUNDERMANN und THREE BILLBOARDS wurden von der AG Kino – Gilde während der Filmkunstmesse mit dem Gilde-Filmpreis als bester nationaler bzw. internationaler Film ausgezeichnet.

„Gutes Kino setzt sich durch,“ so der Vorsitzende der AG Kino – Gilde, Christian Bräuer. „Wir beobachten an einzelnen Standorten sogar Zuwächse.“ Der Verband führt dies auf die sehr ausdifferenzierten Programme und verstärktes Engagement beim lokalen Marketing zurück. „Mit ihren vielfältigen Programmen, Premieren und zahlreichen filmischen und kulturellen Veranstaltungen sind die Filmkunsttheater ein Spiegel unserer Gesellschaft. Verankert in der lokalen Gemeinschaft sind sie Orte der Begegnung, des Miteinanders, aber auch des individuellen Erlebens und sich selbst Hinterfragens.“

Wie Theater und Oper sind die Kinos aus dem öffentlichen Leben nicht wegzudenken. Um die Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit der Kinos und die Sichtbarkeit filmkultureller Vielfalt zu steigern, setzt sich der Verband für ein Zukunftsprogramm Kino ein. Ein von Bund und Ländern finanziertes Programm soll dabei helfen, den Kulturort Kino zu stärken.

TOP 20 ARTHOUSE FILME

1         Three Billboards outside Ebbing, Missouri (Martin McDonagh, USA
2         Bohemian Rhapsody (Bryan Singer, USA)
3         Die Verlegerin (Steven Spielberg, USA)
4         Der Vorname (Sönke Wortmann, DEU)
5          Shape of Water – Das Flüstern des Wassers (Guillermo del Toro, USA)
6         Gundermann (Andreas Dresen, DEU)
7         Loving Vincent ( Dorota Kobiela, Hugh Welchman, UK)
8          25 km/h (Markus Goller, DEU)
9          Der Junge muss an die frische Luft (Caroline Link, DEU)
10        Die Dunkelste Stunde (Joe Whrite, UK)
11        BlacKkKlansman (Spike Lee, USA)
12        3 Tage in Quiberon (Emily Atef, DEU)
13        Aus dem Nichts (Fatih Akin, DEU)
14        Das schweigende Klassenzimmer (Lars Kraume, DEU)
15        Mackie Messer – Brechts Dreigroschenfilm (Joachim A. Lang, DEU)
16        Das Leben ist ein Fest ( Olivier Nakache, Éric Toledano, FRA)
17        Astrid (Pernille Fischer Christensen, SWE)
18        Lady Bird (Greta Gerwig, USA)
19        Das Leuchten der Erinnerung (Paolo Virzi, ITA)
20        Werk ohne Autor (Florian Henkel von Donnersmark, DEU)

TOP 10 DEUTSCHE FILME

  1.  Der Vorname (Sönke Wortmann)
  2.  Gundermann (Andreas Dresen)
  3.  25 km/h (Markus Goller)
  4.  Der Junge muss an die frische Luft (Caroline Link)
  5.  3 Tage Quiberon (Emily Atef)
  6.  Aus dem Nichts (Fatih Akin)
  7.  Das schweigende Klassenzimmer (Lars Kraume)
  8.  Mackie Messer – Brechts Dreigroschenoper (Joachim A. Lang)
  9.  Werk ohne Autor (Florian Henkel von Donnersmark)
  10.  303 (Hans Weingartner)

TOP 10 DOKUMENTARFILME

  1.  Papst Franziskus – Ein Mann seines Wortes (Wim Wenders)
  2.  Weit – Die Geschichte von einem Weg um die Welt (Patrick Allgeier, Gwendolin Weisser)
  3.  Maria by Callas (Tom Volf)
  4.  Female Pleasure (Barbara Miller)
  5.  Wildes Herz (Charly Hübner, Sebastian Schulz)
  6.  Das Prinzip Montessori – Lust am Selber lernen (Alexandre Mourot)
  7.  Elternschule (Jörg Adolph & Ralf Bücheler)
  8.  Augenblicke – Gesichter eine Reise (Agnes Warda, JR)
  9.  Leaning Into The Wind – Andy Goldsworthy (Markus Riedelsheimer)
  10.  Auf der Jagd – Wem gehört die Natur (Alice Agneskircher)

TOP 10 DEUTSCHE KINDER/ JUGENDFILME
  1.   Die Kleine Hexe
  2.   Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer
  3.   Petterson und Findus – Petterson zieht um
  4.   Fünf Freunde und das Tal der Dinosaurier
  5.   Liliane Susewind
  6.   Das schönste Mädchen der Welt
  7.   Wendy 2 – Freundschaft für immer
  8.   Tabaluga – Der Film
  9.   Biene Maja 2 – Die Honigspiele
  10. Luis und die Aliens

AG Kino – Gilde bestätigt Vorstand und appelliert an die Berlinale

19.09.2018. Die Mitglieder der AG Kino – Gilde, der Bundesverband der Arthousekinos in Deutschland mit 374 angeschlossenen Kinos mit über 800 Leinwänden und über 15 Millionen Besuchern im Jahr, haben sich im Rahmen der Filmkunstmesse Leipzig (17. – 21. September 2018) zu ihrer jährlichen Mitgliederversammlung getroffen. 

Die Mitglieder diskutierten dabei aktuelle filmpolitische und kinospezifische Themen wie die Initiative der AG Kino „Grünes Kino“ oder den European Art Cinema Day, der am 14. Oktober 2018 europaweit in den Arthousekinos stattfinden wird.

Ein großes Thema war der Streamingdienst Netflix. Die Mitgliederversammlung verabschiedete einmütig einen Appell an Kulturstaatsministerin Monika Grütters, Dieter Kosslick und seine Nachfolger Carlo Chatrian und Mariette Rissenbeek, im Wettbewerb der Berlinale nur Filme zu zeigen, die eine exklusive Erstauswertung auf den großen Leinwänden der Kinos weltweit vorsehen. Nur das gemeinschaftliche Erleben vor der großen Leinwand erzielt die Relevanz, die Filmkunst auch verdient. Die Berlinale steht für die große Leinwand, Netflix für den kleinen Schirm. „Kino ist unverändert Herzkammer eines Films“, so Bräuer. In diesem Sinne sehen die Kinos ihre Aufgabe, Gemeinschaften zu bilden und den Filmemachern, die mit Talent und Feingefühl Werke für die große Leinwand entwicklen, als Partner zur Seite stehen.

Die Mitgliederversammlung bestätigte überdies den Vorstand der AG Kino – Gilde e.V.. Zum ersten Vorsitzenden wurde erneut der Geschäftsführer der Yorck Kino GmbH in Berlin, Dr. Christian Bräuer gewählt. Als Stellvertreter wurden Sigrid Limprecht (Kino in der Brotfabrik, Bonn), Petra Rockenfeller (Lichtburg Filmpalast, Oberhausen), Christian Pfeil (Arena Filmtheater GmbH, München) und Hermann Thieken (Cinema Arthouse, Osnabrück) bestätigt.

FKM Leipzig: Kulturort Kino stärken!

Beim politischen Panel der 18. Filmkunstmesse Leipzig wirbt die Kinobranche für ein gut ausgestattetes „Zukunftsprogramm Kino“, um die Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft der Filmtheater zu stärken.

„Die beste Filmnachricht des Sommers: die Leute gehen immer noch gerne ins Kino. Arthouse ist einfach der natürliche Ort, um Filme zu erleben und zwar für das lokale Publikum“, so Russ Collins, Gründer und Direktor der Arthouse Convergence, der größten Plattform für Filmkunst in Nordamerika. In seiner Keynote betonte er, „dass anders, als Vertriebsplattformen wie Netflix oder Amazon es dem Arthousekino eben um die Gemeinschaft geht, die Nachbarschaft.“ Deshalb erlebe das Kino trotz aller technischer Entwicklungen in der Vergangenheit, vom Kabelfernsehen und Videorekorder über das Internet und die Plattformen, nach wie vor ziemlich stabile Zuschauerzahlen.

„Doch die Kinos müssen hohe Summen investieren, um ihre Häuser zu modernisieren, ihre digitale Infrastruktur auszubauen und ihre filmkulturelle Arbeit sowie Filmbildungsangebote auszubauen. Wenn die Kinos ihre Aufgabe als kollektiver Kulturort weiterentwickeln und im digitalen Zeitalter den Gegenpol zu Individualisierung oder gar Isolation von Menschen bilden wollen, muss eine echte Investitionswelle losgetreten werden,“ so Christian Bräuer, Vorstand der AG Kino – Gilde und Veranstalter der Filmkunstmesse.

Unisono unterstützen die Panelisten, darunter die Regisseurin und Filmpreisgewinnerin Emily Atef (3 Tage in Quiberon) und die Filmberichterstatterin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Yvonne Magwas ein solches Förderprogramm, wie es im Koalitionsvertrag der Bundesregierung vorgesehen ist.

Emily Atef: „Beim Kino flimmert mein Herz. Ich habe es jetzt bei meiner Tour durch Frankreich mit ´3 Tage von Quiberon` gesehen, wie stark dort die Kinos selbst in kleinsten Orten vom Staat unterstützt werden. Einfach beneidenswert. Man braucht einen Staat, der das Kino fördert, schon im Bildungsbereich aber auch darüber hinaus.“

Yvonne Magwas ergänzt aus ihrer politischen Perspektive: „Die Investitionen und deren staatliche Förderung in die Digitalisierung waren wichtig. Es muss aber weiter gehen. Weitere Investitionen in die Zukunftsfähigkeit der Kinos sind notwendig. Arthousekinos auch in den Großstädten und Landkinos stehen dabei im Fokus. Nicht zuletzt, um auch unserem Auftrag nachzukommen, die Lebensverhältnisse von städtischen und ländlichen Räumen anzugleichen. sollten wir dabei diese Kinos nicht gegeneinander ausspielen. Als Parlamentarierin will ich dafür sorgen, dass das Zukunftsprogramm Kino vielleicht schon 2019 zum Zug kommt.“

Björn Hoffmann, AG Verleih, pflichtet ihr bei: „Das Zukunftsprogramm ist definitiv ein wichtiger Baustein. Denn Kino ist ein zentraler ein Ort der Gemeinschaft. Man nimmt einen Film völlig anders war, wenn man ihn in Gemeinschaft sieht. Insofern müssen wir uns eigentlich gar nicht über Netflix oder Amazon unterhalten, wir sollten über unsere eigenen Stärken sprechen. Ich glaube aber trotzdem an die Fensterregelung, an die sich auch Netflix halten werden muss.“

30 Mio. EUR jährlich über 5 Jahren

Christian Bräuer hält je 30 Mio. Euro an Bundesmitteln in den nächsten 5 Jahren für realistisch aber auch notwendig, um den Filmstandort Deutschland nach vorne zu bringen.

Die Panelisten sehen das Programm als Investition in die Zukunft, die sich für alle auszahle. „ Kinos schaffen Gemeinschaft und kurbeln in ihrem lokalen Umfeld die Wirtschaft an“, so Russ Collins.

AG Kino – Gilde e.V. zum Koalitionsvertrag

08.02.2018 Mit großer Freude reagiert die AG Kino – Gilde, der Verband der deutschen Arthousekinos, auf die Ankündigung im Koalitionsvertrag, den „Kulturort Kino“ durch ein „Zukunftsprogramm Kino“ zu “stärken und zu erhalten“. Weiterlesen

Kulturort Kino stärken!

28.09.2017. Beim ‚Filmpolitischen Panel’ im Rahmen der 17. Filmkunstmesse in Leipzig appelliert der Verband der deutschen Filmkunsttheater an den neu gewählten Deutschen Bundestag, den Kulturort Kino zu stärken. Als geeignete Instrumente setzen sie sich für ein anreizorientiertes Programm zum Ausbau der Kinovielfalt sowie für einen Zukunftsfonds zur Verbesserung der Infrastruktur der Kinos in Deutschland ein.

Gerade im Filmkunstmarkt, der überwiegend deutsche und europäische Werke zeigt, reicht die Erlösstruktur nicht aus, um den Erhalt und die Modernisierung von Kinos voll aus eigener Kraft zu stemmen. Dabei erbringen Kinos vielfältige Leistungen für den Film. Erst durch den Einsatz im Kino werden sie überhaupt für ein breiteres Publikum sichtbar. Dafür engagieren sich die Kinos beim lokalen Marketing und setzen sich für Programmvielfalt und begleitende kulturelle wie medienpädagogische Aktivitäten ein.

„Das Kino braucht gute Filme. Vor allem brauchen gute Filme aber das Kino. Daran hat sich auch im digitalen Zeitalter nichts geändert. Im Gegenteil. Kino-Präsenz ist für den Erfolg auf VoD-Portalen entscheidend. Denn nur was auf der großen Leinwand reüssiert, hat reelle Chancen, auf dem kleinen Schirm wahrgenommen zu werden“, so der Vorsitzende der AG Kino – Gilde e.V. Dr. Christian Breuer. „Das Kino ist unverändert auch wirtschaftlich die Herzkammer für den Film. Gerade heimische Produktionen, die nicht mit großen Marketingbudgets ausgestattet sind, brauchen die Arbeit der Filmtheater für den Erfolg.“

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Monika Grütters ist Schirmherrin für den European Art Cinema Day

18.09.2017. „Ich möchte die Wahrnehmung der filmkulturellen Vielfalt in Europa unterstützen und auf die wichtige Rolle der Programmkinos in Deutschland hinweisen.“ Auf Grundlage dieser Überzeugung übernimmt Staatsministerin Prof. Monika Grütters, MdB, Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien auch in diesem Jahr die Schirmherrschaft für den „2. European Art Cinema Day“. Weiterlesen

Bekenntnis zum Kino: Diskussion mit AG Kino-Gilde

28.08.2017. Bekenntnis zum Kino – Bundes- und Landespolitiker diskutieren im fabrik.kino Neustrelitz / Mecklenburg-Vorpommern die Bedeutung und Zukunft des Kinos in der Fläche

Ein hochkarätiges Panel kam auf Einladung des fabrik.kinos und der AG Kino-Gilde in der vergangenen Woche in Neustrelitz in Mecklenburg-Vorpommern (MV) zusammen, um unter der Überschrift „Kinos in der Fläche“ die Situation und Bedeutung von Filmtheatern im ländlichen Raum zu diskutieren. Zu Gast waren aus dem Bundestag der hauhaltspolitische Sprecher der Unionsfraktion Eckhardt Rehberg (MdB – CDU) sowie Jeannine Pflugradt (MdB – SPD), die Landtagsabgeordneten Torsten Koplin (MdL – Die Linke) und Andreas Butzki (MdL – SPD) sowie die Landesvorsitzende und Spitzenkandidatin von Bündnis 90/Die Grünen in Mecklenburg-Vorpommern, Claudia Müller.
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delphi LUX: Im Westen was Neues

21. 08.2017. Insgesamt sieben neue Säle mit knapp 600 Plätzen am Bahnhof Zoo bereichern ab September die Kinohauptstadt Berlin. Am 6. September wird das delphi LUX mit einem Festakt eröffnet. Als Redner werden Berlinale-Leiter Dieter Kosslick und die Präsidentin der deutschen Filmakademie Iris Berben erwartet. Weiterlesen