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Von Göttern, Geld und Geschichten

Finanzierung, Storytelling, Worldbuilding als Schwerpunkte der gamesweekberlin PRO X 2020 vom 28.-30. Oktober. Wie erschafft man kreative Welten für Computerspiele, wie funktioniert erfolgreiches Storytelling mit überzeugenden Charakteren, wie lässt sich das ganze finanzieren und wie manage ich ein Entwickler_innen-Team im Home Office? Diese und weitere Fragen rund um das Thema Games beantwortet die gamesweekberlin PRO X, die nächste Woche vom 28.-30. Oktober zur digitalen Ausgabe der Business- und Developmentplattform lädt. Die gamesweekberlin arbeitet in ihrer Online-Ausgabe mit dem Live-Streaming-Videoportal Twitch und den Indiestrolchen, einem Kollektiv aus Spieleentwickler_innen und Streamer_innen, zusammen. Sie präsentieren exklusiv für die gamesweekberlin bei Twitch in acht frei zugänglichen Sessions Let’s Plays von ausgewählten Spielen. Tickets zu Live-Workshops, Business Meetings und persönlichen Networking Events via Zoom und Discord gibt es unter www.gamesweekberlin.com. Die gamesweekberlin und zahlreiche ihrer Events werden vom Medienboard Berlin-Brandenburg gefördert.

 

Herzstück der gamesweekberlin PRO X 2020 ist die dreitägige Fachkonferenz QUO VADIS – game development & business conference, die sich in diesem Jahr den Schwerpunkten Finanzierung und Förderung von Games, Storytelling und dem Erschaffen von kreative Welten widmet. Das sind die Highlights:

 

Der britische Autor, Spieleentwickler und -forscher Dr. Richard A. Bartle, ausgezeichnet mit dem „GDC online Game Legend“ Award, wurde als Ko-Autor der ersten virtuellen Welt MUD im Jahr 1978 zum Wegbereiter der heutigen Online-Rollenspiele. In seinem Vortrag „Why Developers are Gods“ (28. Oktober, 12.00-13.00 Uhr) spricht er über das schöpferische Potential von Spieleentwickler_innen, die mit ihrer Arbeit göttergleich mythische Welten mit Götter, Titanen und Helden erschaffen.

 

Wütende griechische Götter, nordische Sagengestalten und heroische Titanen sind Helden, auf die Entwicklerstudios beim Kreieren eines Spiels zurückgreifen. „Mythology, cultural heritage and fiction in games“ (29. Oktober, 16.00-18.00 Uhr, Zoom) ist Titel der Debatte mit Allan Cudicio (Twin Drums, Berlin), Jussi (Elo Tapani) Autio (Resistance Game, Finnland), Vasiliki Tsiftsian & Marinos Boyko Phelivanoy (GO HEROES, Griechenland), Luke Crane (Kickstarter, USA). Doch was gilt es zu beachten, welche Freiheiten und Grenzen gilt es zu beachten, um kulturelles Erbe respektvoll zu behandeln?

 

„Endless Storytelling – Are Mobile Games Interactive Soap Operas?“ (28. Oktober, 16.00-17.00 Uhr) ist Thema der bei Twitch gestreamten Debatte mi Rebecca Hawick (Wooga, Deutschland), Jonas Baur (Talpa, Deutschland) und der freien Autorin Leticia Milano darüber, was eine gute Geschichte ausmacht, wie man sie schreibt und wie sich eine Geschichte ähnlich einer Soap Opera planen und vorantreiben lässt.

 

Dem Thema Finanzierung und Förderung von Games widmen sich mehrere Veranstaltungen der gamesweekberlin: Unter der Überschrift „Creative money-how to finance your next game“ (28. Oktober, 14.00-16.00 Uhr, Zoom) debattieren Jens Hilgers (BITKRAFT, Deutschland), Bertrand Vernizeau (Game Seer Venture Partners, Deutschland), Petter Henriksson (Landfall Games, Schweden), Pere Rius (Lince Works, Spanien), Ina Göring (game – Verband der deutschen Games-Branche) und Michael Liebe (Booster Space, Kickstarter Deutschland) über verschiedene Möglichkeiten und Wege der Finanzierung – seien es öffentliche Institutionen, private Investoren, Crowdfunding oder Venture Capital. Darüber hinaus beschäftigen sich auch die „GamesCapitalBerlin Financing Masterclass“ (29. Oktober, 10.00-12.30 Uhr), der Workshop „Die Bundesförderung im Detail” (29. Oktober, 13.00-16.00 Uhr) und die Focus Session „Attention, Retention! How Games Can Manage Their Long Term Success“ (29. Oktober, 10.00-12.00 Uhr) intensiv mit der Finanzierung und Förderung von Computerspielen – von der Idee bis zum Release.

 

Prozedural generierte Spielewelten sind längst Bestandteil der Spielentwicklung. Arbeiten wie die Kreation von Dungeons, Texturen, Dialogen, Musiken oder ganzen Welten werden inzwischen von Algorithmen übernommen. „Procedural Game Design“ (28. Oktober, 16.00-18.00 Uhr) ist Thema der Focus Session u.a. mit Riad Djemili (Maschinen-Menschen, Deutschland) und Philippe Pasquier (Simon Fraser University’s School of Interactive Arts and Technology, Kanada).

 

 

Home Office ist seit der Corona-Pandemie zur Selbstverständlichkeit geworden. Doch wie lässt sich ein Team von Spieleentwickler_innen remote organisieren und führen? Das Panel „Remote Team Management“ (29. Oktober, 14.00-16.00 Uhr) mit Marina Ivanović (Kolibri Games), Jehanne Rousseau (Spiders Games, Frankreich), Fawzi Mesmar (EA Dice, Schweden) und Sebastian Winkler (shoutr labs, Deutschland) debattiert während der Krise gemachte Erfahrungen und wie sich diese neue Arbeitskultur integrieren und auch zukünftig umsetzen lässt.

 

Ja, es gibt sie noch – oder wieder! Brettspiele, Kartenspiele und viele hybride Spiele finden ihren Weg zurück in die Wohnzimmer von Spielefans. Erstmals lädt die gamesweekberlin zum „Table Top Games Roundtable“ (29. Oktober, 15.00-16.00 Uhr) mit Anya Combs und Jonathan Ritter-Roderick (Kickstarter, USA) und Besime Uyanik (Ion Game Design, Schweden). Bei Crowdfunding Kampagnen sind Table Top Games sehr erfolgreich. Die gamesweekberlin lädt zum Ideen- und Meinungsaustausch an den runden Tisch.

 

Schwerpunkte der Talent- und Recruitmentplatform Womenize! Games & Tech sind neben der wachsenden Bedeutung von Soft Skills, Crowdfunding & Sustainability auch mit die Frage, wie Serious Games sensible Thematiken wie sexuelle Traumata, PTSD oder mentale Gesundheit hilfreich begleiten und flankieren können. Sprecher_innen sind u.a. Drussila Hollanda-Grönberg (Supercell), Karoliina Korppoo (10th Muse), Antonia Bartning (Pitch your Green Idea), Maxi Gräff (Microsoft), Jean Leggett (One More Story Games), Rae Grimm (GamePro) und viele mehr.

 

Der zweitägige GERMAN ESPORTS SUMMIT – GES20 steht unter dem Motto „E-Sport & Nachhaltigkeit“. Er diskutiert u.a. die Frage, wie bisher Erreichtes bewahrt werden kann und welche Herausforderungen den E-Sport zukünftig erwarten – sowohl wirtschaftlich als auch gesellschaftlich. Als Sprecher_innen erwartet werden u.a. Dennis Gehlen (TaKeTV), Christopher Flato (ESL Gaming), Katharina Spinner (eSport Rhein-Neckar) und die Sprecher_innen der Jugendorganisationen ausgewählter Bundestagsparteien.

 

Die gamesweekberlin 2020 bündelt die folgenden Veranstaltungen: das Opening Breakfast (28. Oktober), QUO VADIS game development & business conference (28.-30. Oktober) mit PRO X: Tabletop Games Focus und Career Day (30. Oktober), die Talent- und Recruitmentplattform Womenize! Games & Tech (29. Oktober), den GERMAN ESPORTS SUMMIT (28.-29. Oktober), den PRO X: Dev Booster (28.-30. Oktober) und das Matchmaking Dinner (29. Oktober).

 

Die gamesweekberlin 2020 war ursprünglich für April geplant und wurde coronabedingt verschoben. Im Juli veranstaltete der gamesweekberlin-Veranstalter Booster Space erstmals das Online-Pitchingformat gamesweekdigital: Dev Booster, bei dem Spieleentwickler_innen ihr Projekt vor Publisher, Branchenexpert_innen sowie Investor_innen und Medienvertreter_innen präsentierten.

Die Publikumsveranstaltung PLAY X mit dem Gamefest für Spielefans entfällt aufgrund der Corona-Pandemie.

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