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FKM Leipzig erfolgreich zu Ende gegangen

Die inzwischen 19. Filmkunstmesse Leipzig ist heute, erneut mit einem Besucherrekord, zu Ende gegangen. Den insgesamt über 1.150 Fachbesuchern wurde seit Montag ein hochkarätiges und vielfältiges Filmprogramm geboten. Insgesamt waren 73 Filme in über  150 Vorstellungen zu sehen, darunter als Eröffnungsfilm Richard Linklaters BERNADETTE mit Cate Blanchett in der Titelrolle, Robert Eggers DER LEUCHTTURM mit Willem Dafoe und Robert Pattinson oder SORRY WE MISSED YOU von Ken Loach. Auch der deutsche Film präsentierte sich mit lang erwarteten Highlights. So musste für die Vorführung von Jan-Ole Gersters LARA aufgrund des Andrangs ein weiterer Saal zur Verfügung gestellt werden. Erstmalig auf der großen Leinwand liefen zudem das Filmmusical ICH WAR NOCH NIEMALS IN NEW YORK von Philipp Stölzl und das Biopic LINDENBERG! MACH DEIN DING von Hermine Huntgeburth 

Im Rahmen der 1. Kinotage Leipzig waren über 20 der Filme, die in Deutschland noch nicht in den Kinos gestartet sind, auch für die filminteressierte Öffentlichkeit zugänglich. Fast 2.000 LeipzigerInnen und ihre Gäste nutzten die Gelegenheit, jeden Abend exklusive Filmpremieren, zum Teil in Anwesenheit der Regisseure und ihrer Stars, wie Jan-Ole Gerster, Corinna Harfouch und Tom Schilling (LARA), Max Simonischek (ZWINGLI) oder Daniel Donskoy (CRESECENDO #makemusicnotwar) zu erleben.

 

Für die Branche ist die Filmkunstmesse Leipzig immer auch Forum der Begegnung und des Austauschs. So warb Ulrich Matthes, Schauspieler und Präsident der Deutschen Filmakademie in seiner eindrücklichen Keynote beim politischen Panel der 19. Filmkunstmesse Leipzig für das Kino: „Kinos sind Schulen der Empathie“.  In der anschließenden Diskussion mit Simone Baumann, German Films, Mariette Rissenbeek, Berlinale, Paul Steinschulte, Universal, Jan Ole Püschel, BKM, und Christian Bräuer, AG Kino,  betonten alle, sich in politisch durchaus schwierigen Zeiten für eine Stärkung des Kulturortes Kino einzusetzen und damit auch einen Beitrag für eine offene Gesellschaft zu leisten.

 

Die AG Kino – Gilde als Veranstalter hatte neben den Filmvorführungen auch wieder ein umfangreiches Seminar- und Workshopprogramm erarbeitet. Die Themen reichten von Angeboten für Kinder und Jugendliche im Kino über die bessere Vernetzung untereinander und mit den Verleihern bis hin zu allen Aspekten des Marketings. Gerade im Bereich der digitalen Kundenkommunikation und beim Thema Klimaschutz und Nachhaltigkeit machten die Kinos ihre Innovationskraft deutlich. Das Abschlussseminar zum Projekt „Kino:Natürlich!“, das vom Bundesumweltamt gefördert wird, zeigte, wie Kinos ganz praktisch Maßnahmen zum Umweltschutz umsetzen können. Auch die Filmkunstmesse selbst wurde mit einer Reihe von Maßnahmen nachhaltiger und umweltfreundlicher.

 

Bei allen Gesprächen und Filmvorführungen sorgen die Rahmenveranstaltungen bei der Filmkunstmesse immer auch für zahlreiche Networking-Gelegenheiten. So bei der Verleihung der MDM-Kinoprogrammpreise am Dienstag, dem Empfang der Verleiher am Mittwoch oder bei der 42. Verleihung der Gilde Filmpreise am Donnerstag. Dort ging der Preis in der Kategorie „Bester Film national“ an Jan-Ole Gersters Film LARA. Der Regisseur nahm die Auszeichnung gemeinsam mit den Hauptdarstellern Corinna Harfouch und Tom Schilling sowie dem Verleiherteam von StudioCanal und Produzent Marcos Kantis persönlich entgegen.

Die nächste Filmkunstmesse Leipzig findet vom 14. bis 18. September 2020 statt.

LARA und PARASITE unter den Gewinnern des Gilde Filmpreises

Seit 1977 vergeben die deutschen Filmkunsttheater den Gilde Filmpreis. Mit dieser traditionsreichen Auszeichnung wollen sich die Kinobetreiber bei den Filmschaffenden und Verleihern bedanken, die mit außergewöhnlichen Produktionen und packenden Geschichten die Zuschauer begeistern. Der Gilde Filmpreis 2019 wurde im Rahmen der 19. Filmkunstmesse Leipzig im Täubchenthal verliehen. Die Jury besteht aus Mitgliedern und dem Vorstand der AG Kino – Gilde.
 
Als Bester Spielfilm international wurde der Eröffnungsfilm der 1. Kinotage Leipzig ausgezeichnet, das Premierenfestival im Rahmen der Filmkunstmesse Leipzig. PARASITE von Bong Joon-Ho ist, so Kinobetreiber und Jurymitglied Matthias Elwardt in seiner Laudatio, „alles: Politisch und unterhaltsam, klug und überraschend, böse und lustig. Eine Geschichte aus einem fernen Land , die aber auch in Leipzig spielen könnte. Eine großartige Kinoerfahrung, die unser Publikum begeistern wird.“
 
Der Preis in der Kategorie „national“ ging an LARA von Jan-Ole Gerster. Der Regisseur nahm den Preis selbst und in Begleitung der Hauptdarsteller des Films Corinna Harfouch und Tom Schilling entgegen, die ihren Film zuvor in den Passage Kinos dem begeisterten Leipziger Publikum im Rahmen der 1. Kinotage Leipzig vorgestellt hatten.
 
Als Gewinner des besten Dokumentarfilms wurde ANDERSWO – ALLEIN IN AFRIKA von Anselm Pahnke von den Kinobetreibern geehrt. Ein Film über Anselms abenteuerliche Fahrradtour von 15.000 Kilometern durch 15 Länder in 414 Tagen. Der Filmemacher nahm den Preis persönlich entgegen.

Die Auszeichnung für den Besten Kinderfilm ging an MEIN LOTTALEBEN – ALLES BINGO MIT FLAMINGO von Neele Leana Vollmar.

 

Bester Jugendfilm wurde BOOKSMART von Olivia Wilde. Mit dieser Auszeichnung sollen Filme geehrt werden, die besonders junge Menschen im Alter von 16 – 24 Jahren ansprechen und so einen wichtigen Beitrag dazu leisten, diese Zielgruppe fürs Kino zu begeistern.

 

Den Preis der Jugendjury (in Zusammenarbeit mit der Filmbewertung FBW und dotiert mit 2.000 Euro) erhielt FOR SAMA von WAAD AL-KATEAB, die in einer Langzeitdokumentation ihr Leben im bürgerkriegszerstörten Aleppo festhielt.
 
Den Publikumspreis der Filmkunstmesse gestiftet von ARRI Media erhielt JENSEITS DES SICHTBAREN – HILMA AF KLIMT von Salina Dyrschka. Das Biopic über die Künstlerin, die 100 Jahre vor Kandinsky oder Mondrian bereits über 1.000 abstrakte Kunstwerke schuf, begeisterte das Leipziger Publikum so sehr, dass der Film von den Zuschauern ausschließlich die Bestnote erhielt und so am Ende die Publikumswertung gewann.
 
Schließlich zeichneten die in der AG Kino – Gilde Deutscher Filmkunsttheater organisierten Kinobetreiber den ehemaligen Direktor der Internationalen Filmfestspiele Berlin, Dieter Kosslick, mit dem Ehrenpreis des Gilde Filmpreises für seine Verdienste um das Arthouse Kino aus. Er ist nach Bernd Neumann, Detlef Roßmann und Adrian Kutter der vierte Ehrenpreisträger des Gilde Filmpreises. Christian Bräuer, Vorstand der AG Info – Gilde hielt die Laudatio.

 

Die Verleihung der Gilde Filmpreise vor über 500 Gästen aus der Filmwelt ist der traditionelle Höhepunkt der jährlichen Filmkunstmesse Leipzig, die in diesem Jahr mit über 1.100 Akkreditierten, Kinobetreiber*innen, Verleiher*innen, Produzent*innen und andere Branchenteilnehmer*innen, noch einmal kräftig zulegte.

 

Kinos ehren Dieter Kosslick

Die AG Kino – Gilde e.V. der Verband der unabhängigen Kinobetreiber zeichnet den langjährigen Leiter der Berlinale Dieter Kosslick bei der diesjährigen Verleihung der Gilde Filmpreise am 19. September in Leipzig mit dem Ehrenpreis aus.

„Das Kino kann Dieter Kosslick gar nicht genug danken. Schon vor seiner Zeit als Dompteur der Goldenen und Silbernen Bären hat er mit Innovation und Tatkraft Kino und Filmkultur gefördert. Als Mitbegründer der EFDO legte er mit anderen zusammen den Grundstein für das für die europäische Filmwirtschaft so wichtige und erfolgreiche MEDIA-Programm. Und als Geschäftsführer der Filmstiftung NRW schuf er ein noch heute vorbildliches Konzept der Kinoförderung“, so der Vorsitzende der AG Kino – Gilde, Christian Bräuer. Und weiter: „Doch mit der Berlinale hat er sich und uns ein bleibendes Vermächtnis geschaffen: Denn mit Sympathie, Witz, Tiefgang und Herzlichkeit hat er die Berlinale zum größten Schaufester in die Welt des Films in Deutschland entwickelt. Die Berlinale zeigt wie in einem Brennglas, welch gemeinschaftsstiftende Kraft dem Kulturort Kino im gemeinsamen Erleben vor der großen Leinwand und in der gesellschaftlichen Auseinandersetzung mit dem Gesehenen inne wohnt.“ 

Angefangen bei der Kulturellen Filmförderung in Hamburg über die Mitbegründung der EFDO, dem Vorgängerprojekt des heutigen Media-Programms, bis zum Geschäftsführer der Film- und Medienstiftung NRW hat Dieter Kosslick zahlreiche Filme ermöglicht, Karrieren begleitet und das Kino in den Mittelpunkt gestellt. Projekte wie der Erhalt der Lichtburg Essen, Deutschlands größtem Kinosaal, sind ihm mit zu verdanken. Als Direktor von 18 Berlinalen zwischen 2001 und 2019 krönte er sein filmisches Schaffen.
 
Er ist nach Staatsminister a.D. Bernd Neumann und den Kinobetreibern Detlef Roßmann und Adrian Kutter der vierte Ehrenpreisträger des Gilde Filmpreises.

Schulfilmreihen der AG Kino – Gilde gehen in ihre neue Saison

Seit vielen Jahren gehören Cinéfête und BRITFILMS zum Lehrplan Tausender deutscher Lehrer*innen und ihrer Schulklassen. Zwischen dem 1. September 2019 und dem 31. Juli 2020 findet ihre neue Saison statt. Ihr Ziel ist, Schüler*innen zwischen 6 und 18 Jahren internationale Filmkunst in zwei der wichtigsten Fremdsprachen nahe zu bringen und den Unterricht an den Kulturort Kino zu verlegen.

 

Organisiert von der AG Kino – Gilde in Kooperation mit dem Institut Français sowie der Französischen Botschaft in Deutschland kann die Cinéfête auf eine 20 Jahre lange Tradition zurückblicken. Im kommenden Jahrgang warten erneut spannende, lustige und aufregende Filme auf das junge Publikum. Darunter ​WALLAY​, die Geschichte eines Migrantensohns, der seine Wurzeln entdeckt, der bezaubernde neue Animationsfilm des Regisseurs Michel Ocelot ​DILILI À PARIS und das zeitgenössische Familiendrama ​AMANDA​, das bei den Filmfestspielen in Venedig 2018 zu den Geheimtipps zählte.

 

Die 13. BRITFILMS-Staffel setzt sich mit den Erwartungen auseinander, die die Gesellschaft ans Individuum hat, sei es auf Grund von Geschlecht, Alter, Herkunft oder Aussehen. Dafür wurden einige Filmhighlights der letzten Jahre ausgewählt, die erstmals in Deutschland im Kino zu sehen sein werden. Filme wie ​MID90S​, ​GOD HELP THE GIRL und ​KIDS IN LOVEerzählen von den großen Fragen und Sorgen junger Leben, dem Drang nach Orientierung in einer turbulenten Welt und nicht zuletzt von der unvergleichlichen Kraft von Freundschaft und Gemeinsamkeit.

 

Wie gewohnt wird es für jeden Film ausführliches pädagogisches Zusatzmaterial geben, das die Vor- und Nachbereitung im Unterricht strukturiert. Neu ist in diesem Jahr die Möglichkeit für Lehrer*innen, direkt auf den Webseiten der Schulfilmreihen Termine in ihren Wunschkinos anzufragen.

 

Beide Reihen sind für alle deutschen Kinos einsetzbar und eignen sich perfekt zum Einstieg oder zur Vertiefung von Schulkinoarbeit.

Weitere Informationen zu Programm und Organisation:

www.cinefete.de​ / ​www.britfilms.de

 

Ansprechpartner:
Timo Löhndorf
030 257 608 44
loehndorf@agkino.de

19. Filmkunstmesse Leipzig: Kino bleibt relevant!

Vom 16. bis 20. September 2019 lädt die AG Kino – Gilde zur 19. Filmkunstmesse Leipzig ein. Erwartet werden wieder über 1.000 Fachbesucher, darunter Kinobetreiber, Verleiher, Förderer, Politiker, Journalisten und natürlich Filmemacher und Kreative, die ihre Werke vorstellen. Gezeigt werden 70 Arthouse Filme von 40 Verleihern in voller Länge im Passage Kino, der Schauburg und der Kinobar Prager Frühling. 14 verschiedene Seminar- und Workshopveranstaltungen beschäftigen sich mit aktuellen Branchenthemen.
 
Zur diesjähigen Filmkunstmesse sagt der Vorsitzende der AG Kino – Gilde e.V., Christian Bräuer:
„Wir wollen unserer Branche Unterstützung, Anregung und Ansporn sein, um den Herausforderungen in unserem sich rasch verändernden Markt mit bewährten wie innovativen Ansätzen begegnen zu können. Wir wollen auch mit den Partnern der anderen Gewerke ins Gespräch kommen und darüber debattieren, wo die Chancen liegen und wie unterstützende politische Rahmenbedingungen aussehen sollten. Und natürlich wollen wir das sehen, debattieren und feiern, worum es eigentlich geht: Filme, in all ihren Facetten!“
 
Filmprogramm 2019
Das Cannes Filmfestival ist mit neun Filmen besonders zahlreich vertreten: Unter anderem sind der Gewinner der Goldenen Palme PARASITES (R: Bong Joon-Ho, V: Koch Films), PORTRAIT OF A LADY ON FIRE (R: Céline Sciamma, V: Alamode Film), SORRY WE MISSED YOU (R: Ken Loach, V: NFP marketing & distribution), LES MISÉRABLES (R: Ladj Ly, V: Wild Bunch/Alamode) LITTLE JOE (R: Jessica Hausner , V: X-Verleih) und THE LIGHTHOUSE (R: Robert Eggers, V: Universal Pictures International) zu sehen. Darüber hinaus können sich Fachbesucher auf neue Arbeiten von Hermine Huntgeburth, Philipp Stölzl, Woody Allen, Tom Sommerlatte, Nick Broomfield, Eric Toledano & Olivier Nakache, Nicolas Varnier, Cédric Klapisch, Bill Condon freuen. Zahlreiche Gäste haben sich bereits angekündigt, darunter Erwin Wagenhofer (BUT BEAUTIFUL, V: Pandora), Jan-Ole Gerster (LARA, V: STUDIOCANAL), Norbert Lechner (ZWISCHEN UNS DIE MAUER, V: Alpenrepublik) und Karim Aïnouz (DIE SEHNSUCHT DER SCHWESTERN GUSMAO, V: Piffl Medien).
 
Den brancheninternen Teil der Filmkunstmesse eröffnet am 16.09. um 20:30 Uhr Richard Linklaters neue Komödie BERNADETTE (V: Universum Film) mit Cate Blanchett in der Hauptrolle. Das öffentliche Programm der Filmkunstmesse, die 1. Kinotage Leipzig, werden PARASITES (R: Bong Joon-Ho, V: Koch Films), PFERDE STEHLEN (R: Hans Petter Moland, V: MFA+ FilmDistribution) und  DER GEHEIME ROMAN DES MONSIEUR PICK (R: Rémi Bezançon, V: Neue Visionen) einläuten.
 
Seminare und Workshops:
Das Kino spielt auch im digitalen Zeitalter weiter eine wichtige Rolle, einerseits für die Präsentation von Filmen, aber auch als Kulturort mit gesellschaftlicher Relevanz. All diese Aspekte spiegeln sich in den Veranstaltungen der Filmkunstmesse wieder.
 
Auf dem politischen Panel diskutieren in diesem Jahr Simone Baumann (German Films), Christian Bräuer (AG Kino – Gilde), Jan-Ole Püschel (Abteilungsleiter bei der BKM), Mariette Rissenbeek (Berlinale) und Paul Steinschulte (Universal Germany). Sie werden darüber sprechen, wie Kino, Verleih, Festivals, Promotion und Förderung zusammengreifen müssen, um den Erfolg des Kinofilms in Deutschland  zu stärken.
 
Unter dem Motto „Kinoinvestitionen: Planen – Finanzieren – Realisieren“ werden Kinobetreiber mit Förderern ins Gespräch kommen. Wenn 2020 das Zukunftsprogramm Kino anläuft, gibt es neue Finanzierungsquellen für notwendige Investitionen. Doch die Förderlandschaft muss man als Praktiker erst einmal durchschauen. Auch die Kombination unterschiedlicher Finanzierungsmodule verlangt Kenntnis, Kreativität und konkrete Umsetzungsideen,. Zahlreiche Förderreferent*innen der Länder und der FFA haben ihr Kommen zugesagt.
 
Das Thema Marketing durchzieht die Filmkunstmesse wie ein roter Faden. Ein großer Workshop zur digitalen Kundenansprache wird nicht nur die derzeit auf dem Markt befindlichen Lösungen vorstellen. Gemeinsam mit den Betreibern wird erarbeitet, welche Erwartungen eigentlich an ein modernes Kundenmanagement gestellt werden sollten und was wirklich gebraucht wird, um mehr Menschen als regelmäßige Kunden zu gewinnen.
 
Der Dauerbrenner „Social Media Marketing“ wird unterteilt in eine „Einführung“ für alle, die sich einen Überblick über aktuelle Entwicklungen verschaffen wollen sowie eine „Expertenrunde“ die tiefer in Kampagnen einsteigt.
 
Gemeinsam mit der AG Verleih werden wieder Ideen für das Filmmarketing und die Zusammenarbeit von Verleih und lokalen Kampagnen anhand von Beispielen präsentiert und besprochen.
 
Junges Kino:
Ums junge Publikum geht es vor allem in drei Veranstaltungen. Zum einen werden funktionierende  Praxisbeispiele vorgestellt, die zeigen, wie erfolgreiche Arbeit mit Kindern und Jugendlichen im Kino aussieht. Dabei spielen auch die Schulfilmreihen der AG Kino – Gilde Cinéfête und Britfilms eine Rolle. Die AG Kurzfilm wird medienpädagogische Konzepte für die ganz jungen Besucher vorstellen. Und schließlich bringt AG Kino Vorständin Petra Rockenfeller bei der Präsentation der Kinder und Jugendfilmszene Kinobetreiber und Kinderfilmfestivals zusammen, um über Chancen der Zusammenarbeit zu sprechen.
 
Kino.natürlich
Im Abschlussworkshop des vom Umweltbundesamt geförderten Projektes werden wir das bisher Erreichte darstellen. Förderoptionen vorstellen und einen Ausblick geben.
Als Referenzkinos berichten: 
Casablanca Nürnberg,  Matthias Damm
Nachhaltigkeit bei der Yorck Kinogruppe, Lucie Morvan
Klimabilanz im Kinobetrieb und Status Quo in Hessen, Alexandra von Winning für das Filmbüro Hessen
 
added content = added value
In Sachen alternativ content sschlummert in Deutschland noch einiges Potential. Gemeinsam mit der Event Cinema Association  (ECA) werden erstmals bei der Filmkunstmesse von verschiedenen Verleihern neue Formate vorgestellt. Jan Runge (Vorstand der ECA) wird aber auch Zahlen und Fakten rund um alternativ content in Europa präsentieren. Technikanbieter erklären schließlich die Voraussetzungen für erfolgreiche Live-Screenings.
 
CICAE
Der internationale Arthouse Verband CICAE wird zum ersten Mal eine internationale Runde von Kinobetreibern zusammenbringen. Ein Blick über den Tellerrand birgt die Chance, andere Ansätze in der Programmarbeit oder beim Marketing kennen zu lernen.
 
4. Europäischer Kinotag
Die Eventisierung macht auch vor dem Kino nicht halt. Am Beispiel des Europäischen Kinotages werden Ideen und Konzepte erarbeitet, wie man mit relativ einfachen Mitteln aus einem „ganz normalen Tag“ im Kino einen „Kinotag“ machen kann.
 
Zum ersten Mal: Öffentliche Panel Diskussion im Kino
Mittwoch, 18.09.2019 um 19:00 Uhr im Passage Kino.
Wie politisch ist Kino heute? Welche Rolle spielt der Ort Kino für öffentliche Debatten?
Filme können polarisieren und politisch sein.  Mit seinem Filmprogramm kann ein Kino deshalb auch Stellung beziehen und zur Diskussion anregen. In einer Zeit, in der viele Debatten in sozialen Medien geführt werden, nimmt das Kino als „analoger“, öffentlicher Raum eine besondere Stellung ein. Wie haben die sozialen Medien die Gesprächskultur im öffentlichen Raum Kino verändert? Was erwarten die Besucher von ihrem Kino? Und wie gehen Kinos damit um, plötzlich im Mittelpunkt einer Debatte zu stehen und welche Auswirkung hat das alles auf das Filmprogramm?
Es diskutieren: Karin Leicher, Kinobetreiberin aus HachenburgMaret Wolff, Kinobetreiberin aus ChemnitzNhi Le, Kulturkritikerin, Bloggerin. Moderation: Dr. Ringo Rösener (Filmemacher und Mitarbeiter am Institut für Kulturwissenschaften, Universität Leipzig)
 
Verleihung der Gilde Filmpreise im Täubchenthal Leipzig
Donnerstag, 19.09.2019
Zum 42. Mal vergeben die deutschen Programmkinobetreiber bei einer großen Gala die Gilde Filmpreise in den Kategorien „Bester Spielfilm (national und international)“, „Bester Dokumentarfilm“, „Bester Kinder und Bester Jugendfilm“. Zudem wird der Publikumspreis der Kinotage Leipzig und der Preis der Jugendjury vergeben.
 
Jugendjury:
Zum ersten Mal arbeitet die AG Kino – Gilde mit der Filmbewertungsstelle FBW zusammen und lädt fünf Jugendliche aus ganz Deutschland für fünf Tage nach Leipzig ein, um dort Filme zu sichten und einen eigenen Preis zu vergeben, der im Rahmen der Gilde Filmpreisverleihung vergeben wird.
 
Mit der Jugfendjury, wie auch mit der dauerhaften Verleihung eines Gilde Filmpreises für den besten Jugendfilm (vergangenes Jahr DAS SCHÖNSTE MÄDCHEN DER WELT), will die Filmkunstmesse das jüngere Publikum ansprechen. Auch wenn sie nicht immer in die Zielgruppe vermarktet werden, sind Arthouse Filme und ihre Themen vielfältig, spannend, gesellschaftlich relevant und so auch für die nächste Generation von Filmbegeisterten attraktiv.
 
Kurzfilme: SHORT TIGER
In Zusammenarbeit mit der AG Kurzfilm und der FFA werden die fünf Gewinnerfilme des Short Tiger Awards jeweils vor einem Film im öffentlichen Programm gezeigt. Die Filme sind maximal fünf Minuten lang und sollen so in ihrem „natürlichen Element“ als Vorfilm zu erleben sein.

AG Kino – Gilde begrüßt den Kinokulturpreis in MV

Der Verband der unabhängigen Filmtheater AG Kino – Gilde freut sich über die Einführung eines Kinokulturpreises in Mecklenburg – Vorpommern. Seit langem setzt sich der Verband in Gesprächen mit der Landesregierung für eine Kinoförderung und einen Kinokulturpreis ein.  Als einziges Bundesland hat Mecklenburg – Vorpommern bislang keine Auszeichnung dieser Art.

„Es zeigt, dass die Landesregierung den Wert des Kulturortes Kino für Regionen und Kommunen anerkennt“, [Kristian 1] so der Vorsitzende der AG Kino – Gilde, Christian Bräuer. Durch den Preis wird ein Anreiz geschaffen, den kulturell anspruchsvollen Film in der Fläche mehr Sichtbarkeit zu geben und so die kulturelle Vielfalt zu stärken. Ein Anliegen, dass auch im Koalitionsvertrag der Bundesregierung formuliert ist.

„Mit 25.000 Euro Preisgeld ist ein Anfang gemacht“, so Bräuer.  Um die Kinos und Filmtheater nachhaltig zu stärken erwartet die AG Kino – Gilde aber auch, dass sich Mecklenburg – Vorpommern an der Kofinanzierung des für 2020 geplanten Zukunftsprogramms der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien beteiligt, das jährlich bis zu 17 Millionen Euro Förderung für Investitionen in Kinos vorsieht.

„Auch im digitalen Zeitalter sind Kinos weiterhin die Herzkmmer für Filme“, so Bräuer. „Sie machen diese sichtbar und geben ihnen Relevanz in der Öffentlichkeit.“

Gilde Filmpreis 2019

Der 30. Gilde Filmpreis der AG Kino – Gilde für den besten Film im Wettbewerb der Berlinale 2019 geht an den Film Gospod postoi, imeto i’ e Petrunija / GOD EXISTS, HER NAME IS PETRUNYA von Teona Strugar Mitevska.

Begründung der Jury:
„Die Jury prämiert den Film „God Exists, Her Name Is Petrunya“ von Teona Strugar Mitevska.
Der Film lässt die Zuschauer*innen Zeuge werden, wie sich eine junge, frustrierte Frau, eher intuitiv als geplant, emanzipiert und in einer archaischen, korrupten Provinz Mazedoniens gegen Kirche, Staat und Medien aufbegehrt. Die Regisseurin lässt ihre Hauptfigur auf der Suche nach einem bisschen Glück in der politischen Satire aus ihrer Lethargie erwachen und innerhalb einer Nacht zu einer starken Frau werden, die für ihre Belange kämpft“

In der Jury der AG Kino – Gilde e.V. waren in diesem Jahr Adrian Kutter (Leiter der Biberach Filmfestspiele und Gründer des Gilde Filmpreises), Anna Kruse (Cineplex Gruppe) und Jens Schneiderheinze (langjähriger Leiter der Cinema Filmtheater GmbH in Münster).

30 Jahre Gilde Filmpreis im Wettbewerb der Berlinale
In diesem Jahr feiert die AG Kino – Gilde ein besonderes Jubiläum. Vor 30 Jahren wurde das erste mal ein Preis von einer unabhängigen Jury aus Kinobetreibern, der Gilde Filmpreis für den Wettbewerb der Berlinale verliehen. Das Besondere ist nicht nur die Kontinuität dieses langjährigen Preises. Adrian Kutter, der diese Jury mit ins Leben gerufen hat, ist auch ür den Gilde Filmpreis seit 30 Jahren ununterbrochen als Jurymitglied tätig! Er ist damit wahrscheinlich der am längsten amtierende Juror der Berlinale. Mit dem Jubiläum wird Adrian Kutter seinen Jurysitz zur Verfügung stellen.

„Dafür, aber auch für seine Liebe zum Film, sein untrügliches Gespür für gute Geschichten und seinen Einsatz für das Kino möchten wir uns ganz herzlich bei Adrian Kutter bedanken!“, so Christian Bräuer, Vorsitzender der AG Kino – Gilde e.V..

Hier ein Rückblick auf 30 mit dem Gilde Filmpreis ausgezeichnete Filme:
1990:  DRIVING MISS DAISY (Bruce Beresford)
1991:  THE MIRACLE (Neil Jordan)
1992:  UTZ (George Sluizer)
1993:  MALCOM X (Spike Lee)
1994:  IN THE NAME OF THE FATHER (Jim Sheridan)
1995:  BEFORE SUNRISE (Richard Linklater)
1996:  DEAD MAN WALKING (Tim Robbins)
1997:  GET ON THE BUS (Spike Lee)
1998:  LEFT LUGGAGE (Jeroen Krabbé)
1999:  COOKIE´S FORTUNE (Robert Altman)
2000:  THE HURRICANE (Norman Jewison)
2001:  FINDING FORRESTER (Gus Van Sant)
2002:  MY LIFE WITHOUT ME  (Isabel Coixet)
2003:  HALBE TREPPE (Andreas Dresen) 
2004:  A FOND KISS (Ken Loach)
2005:  ASYLUM (David MacKenzie)
2006:  DER FREIE WILLE (Matthias Glasner)
2007:  HALLAM FOE (David  MacKenzie)
2008:  RESTLESS (Amos Kolleg)
2009:  STURM (Hans Christian Schmid)
2010:  SHARHADA (Burhan Qurbani)
2011:  WER WENN NICHT WIR (Andres Veiel)
2012:  A MOI SEULE (Frédéric Videau)
2013:  GLORIA (Sebastien Lélio)
2014:  BOYHOOD (Richard Linklater)
2015:  VICTORIA (Sebastian Schipper)
2016:  24 WOCHEN (Zohra Berrached)
2017:  THE PARTY (Sally Potter)
2018:  IN DEN GÄNGEN (Thomas Stuber)

„KINO NATÜRLICH“ geht Online

Unter www.kinonatürlich.de präsentiert die AG KINO-GILDE ein Onlineportal für Kinobetreiber*innen und Interessierte, die sich über aktuelle und generelle Themen rund um Nachhaltigkeit und Umweltschutz im und durch Kinos informieren wollen. Die Webseite ist Teil des Projekts „KINO NATÜRLICH“, das im letzten Frühjahr startete und enthält Angaben zum Mitmachen, eine erste Filmauswahl zu Nachhaltigkeit und Klimaschutz sowie eine ausführliche Serviceseite zu bundesweiten Klimaschutzinitiativen, Berater- und Dienstleister*innen und Finanzierungs- und Förderoptionen.

Ziel des Projektes ist es, den Kinobetrieb ökologisch nachhaltiger zu gestalten, mit konkreten Maßnahmen Treibhausgasemissionen zu reduzieren und die Kinobranche hierfür zu sensibilisieren. Der Verband der deutschen Arthousekinos positioniert sich damit zu den Klimaschutzzielen der Bundesregierung und übernimmt gesamtgesellschaftliche Verantwortung.

Nach einer Bestandserfassung unter den mehr als 300 Mitgliedskinos im Sommer 2018, um zu ermitteln, wer bereits welche Aktivitäten umsetzt bzw. plant, wurden die vier Handlungsfelder „Abfall“, „Ressourcen“, „Film“ und „Mobilität“ formuliert und sechs Referenzkinos bundesweit ausgewählt. Gefördert wird das Engagement der AG Kino – Gilde vom Ministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit und fachlich begleitet vom Umweltbundesamt.

„17 Millionen Besucher*innen schauten im Jahr 2018 Filme in einem Arthousekino und das ist auch relevant fürs Klima. Mit der Webseite machen wir das Engagement des Verbandes transparent und werden bis zum Jahresende unter dem Motto: ‚gemeinsam.praxisnah.innovativ’ mit den Referenzkinos gezielt Maßnahmen prüfen und insbesondere den Service- und Informationsbereich weiterentwickeln“, so die Projektkoordinatorin Korina Gutsche.

Unsere Vision 2030 – Kino 100% natürlich.nachhaltig!“

Arthouse-Charts 2018 – Gutes Kino setzt sich durch

Martin McDonaghs THREE BILLBOARDS OUTSIDE EBBING, MISSOURI steht in den Jahrescharts 2018 an der Spitze und begeisterte knapp 400.000 Zuschauer in den deutschen Arthouse Kinos. Knapp dahinter folgt der jüngst mit dem Golden Globe als bester Film ausgezeichnete Film BOHEMIAN RAPSODY von Bryan Singer. Steven Spiebergs DIE VERLEGERIN mit Meryl Streep folgt auf Rang 3.

Erfolgreichster deutscher Film ist DER VORNAME von Sönke Wortmann auf Platz 4. Generell ist der deutsche Film stark vertreten. Mit GUNDERMANN von Andreas Dresen, 25 km/h von Markus Goller und erst kürzlich gestartete Kassenerfolg DER JUNGE MUSS AN DIE FRISCHE LUFT von Caroline Link finden sich drei weitere heimische Produktionen in den TOP 10. Unter den TOP 20 finden sich 9 deutsche Werke.

70 Produktionen in den TOP 100 der Arthouse Charts kommen aus Deutschland oder Europa. Mit einem durchschnittlichen Besuchermarktanteil von 56 % tragen die Filmkunsttheater maßgeblich zur Sichtbarkeit und zum Erfolg dieser Werke bei. 67 der Top-100-Filme sahen die Mehrzahl der Besucher in den Arthousekinos, bei 28 Filmen lag der Anteil sogar bei über 70 %. Rund ein Siebtel der deutschen Leinwände werden als Filmkunstleinwände geführt.

Der heiße und langen Sommer 2018 und die Fußball WM sind aber auch am Arthouse Markt nicht spurlos vorüber gegangen. Zudem beklagt die AG Kino – Gilde, der Verband der Filmkunsttheater, dass der Start zugkräftiger Filme zu sehr auf einzelne Termine massiert ist, während diese in anderen Zeiten über Wochen fehlen. Mit einem Besucherrückgang von 8,5 % und einem Umsatzrückgang von 8,1 % haben sich aber die Filmkunsttheater, die in der AG Kino – Gilde zusammengeschlossen sind, im Vergleich zum Gesamtmarkt (-16%) wacker geschlagen. Mit 17,3 Mio. Besuchern in den Mitgliedskinos der AG Kino – Gilde erhöhte sich deren Marktanteil auf 18,1 %.

GUNDERMANN und THREE BILLBOARDS wurden von der AG Kino – Gilde während der Filmkunstmesse mit dem Gilde-Filmpreis als bester nationaler bzw. internationaler Film ausgezeichnet.

„Gutes Kino setzt sich durch,“ so der Vorsitzende der AG Kino – Gilde, Christian Bräuer. „Wir beobachten an einzelnen Standorten sogar Zuwächse.“ Der Verband führt dies auf die sehr ausdifferenzierten Programme und verstärktes Engagement beim lokalen Marketing zurück. „Mit ihren vielfältigen Programmen, Premieren und zahlreichen filmischen und kulturellen Veranstaltungen sind die Filmkunsttheater ein Spiegel unserer Gesellschaft. Verankert in der lokalen Gemeinschaft sind sie Orte der Begegnung, des Miteinanders, aber auch des individuellen Erlebens und sich selbst Hinterfragens.“

Wie Theater und Oper sind die Kinos aus dem öffentlichen Leben nicht wegzudenken. Um die Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit der Kinos und die Sichtbarkeit filmkultureller Vielfalt zu steigern, setzt sich der Verband für ein Zukunftsprogramm Kino ein. Ein von Bund und Ländern finanziertes Programm soll dabei helfen, den Kulturort Kino zu stärken.

TOP 20 ARTHOUSE FILME

1         Three Billboards outside Ebbing, Missouri (Martin McDonagh, USA
2         Bohemian Rhapsody (Bryan Singer, USA)
3         Die Verlegerin (Steven Spielberg, USA)
4         Der Vorname (Sönke Wortmann, DEU)
5          Shape of Water – Das Flüstern des Wassers (Guillermo del Toro, USA)
6         Gundermann (Andreas Dresen, DEU)
7         Loving Vincent ( Dorota Kobiela, Hugh Welchman, UK)
8          25 km/h (Markus Goller, DEU)
9          Der Junge muss an die frische Luft (Caroline Link, DEU)
10        Die Dunkelste Stunde (Joe Whrite, UK)
11        BlacKkKlansman (Spike Lee, USA)
12        3 Tage in Quiberon (Emily Atef, DEU)
13        Aus dem Nichts (Fatih Akin, DEU)
14        Das schweigende Klassenzimmer (Lars Kraume, DEU)
15        Mackie Messer – Brechts Dreigroschenfilm (Joachim A. Lang, DEU)
16        Das Leben ist ein Fest ( Olivier Nakache, Éric Toledano, FRA)
17        Astrid (Pernille Fischer Christensen, SWE)
18        Lady Bird (Greta Gerwig, USA)
19        Das Leuchten der Erinnerung (Paolo Virzi, ITA)
20        Werk ohne Autor (Florian Henkel von Donnersmark, DEU)

TOP 10 DEUTSCHE FILME

  1.  Der Vorname (Sönke Wortmann)
  2.  Gundermann (Andreas Dresen)
  3.  25 km/h (Markus Goller)
  4.  Der Junge muss an die frische Luft (Caroline Link)
  5.  3 Tage Quiberon (Emily Atef)
  6.  Aus dem Nichts (Fatih Akin)
  7.  Das schweigende Klassenzimmer (Lars Kraume)
  8.  Mackie Messer – Brechts Dreigroschenoper (Joachim A. Lang)
  9.  Werk ohne Autor (Florian Henkel von Donnersmark)
  10.  303 (Hans Weingartner)

TOP 10 DOKUMENTARFILME

  1.  Papst Franziskus – Ein Mann seines Wortes (Wim Wenders)
  2.  Weit – Die Geschichte von einem Weg um die Welt (Patrick Allgeier, Gwendolin Weisser)
  3.  Maria by Callas (Tom Volf)
  4.  Female Pleasure (Barbara Miller)
  5.  Wildes Herz (Charly Hübner, Sebastian Schulz)
  6.  Das Prinzip Montessori – Lust am Selber lernen (Alexandre Mourot)
  7.  Elternschule (Jörg Adolph & Ralf Bücheler)
  8.  Augenblicke – Gesichter eine Reise (Agnes Warda, JR)
  9.  Leaning Into The Wind – Andy Goldsworthy (Markus Riedelsheimer)
  10.  Auf der Jagd – Wem gehört die Natur (Alice Agneskircher)

TOP 10 DEUTSCHE KINDER/ JUGENDFILME
  1.   Die Kleine Hexe
  2.   Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer
  3.   Petterson und Findus – Petterson zieht um
  4.   Fünf Freunde und das Tal der Dinosaurier
  5.   Liliane Susewind
  6.   Das schönste Mädchen der Welt
  7.   Wendy 2 – Freundschaft für immer
  8.   Tabaluga – Der Film
  9.   Biene Maja 2 – Die Honigspiele
  10. Luis und die Aliens

Filmkunstmesse Leipzig erfolgreich zu Ende gegangen

21.09.2018. Die inzwischen 18. Filmkunstmesse Leipzig ist heute zu Ende gegangen. Den insgesamt über 1.100 Fachbesuchern wurde seit Montag eines der vielfältigsten Filmprogramme in der Geschichte der Filmkunstmesse geboten. Insgesamt waren 75 Filme in über 120 Vorstellungen zu sehen, darunter als Eröffnungsfilm der Cannes-Gewinner SHOPLIFTERS von Hirokazu Kore-Eda, der Toronto-Gewinner GREEN BOOK mit Viggo Mortensen, ASTRID der bereits auf der Berlinale für Furore sorgte oder das ambitionierte Coming of Age Drama BOY ERASED.
 
Über 30 Filme, die in Deutschland noch nicht in den Kinos gestartet sind, waren auch für filminteressierte Öffentlichkeit zugänglich. Über 2.500 LeipzigerInnen und ihre Gäste nutzten die Gelegenheit, jeden Abend exklusive Filmpremieren, zum Teil in Anwesenheit der FilmemacherInnen, wie Eva Trobisch (ALLES IST GUT), Philip Gröning (MEIN BRUDER HEISST ROBERT UND IST EIN IDIOT) oder Marcus H. Rosenmüller (TRAUTMANN) zu erleben.
 
Für die Branche ist die Filmkunstmesse Leipzig allerdings auch immer Forum der Begegnung und des Austauschs. So warb die Filmbranche beim politischen Panel der 18. Filmkunstmesse Leipzig mit der Regisseurin Emily Atef, (3 TAGE IN QUIBERON), der Filmberichterstatterin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Yvonne Magwas, Björn Hoffmann, AG Verleih und Dr. Christian Bräuer, AG Kino, für ein gut ausgestattetes – 30 Millionen Euro schlug Christian Bräuer vor – „Zukunftsprogramm Kino“, um die Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft der Filmtheater zu stärken.
 
Bei der traditionell im Rahmen der Filmkunstmesse stattfindenden Mitgliederversammlung der AG Kino – Gilde wurde nicht nur der Vorstand bestätigt, die Verbandsmitglieder verabschiedeten zudem einmütig einen Appell an Kulturstaatsministerin Monika Grütters, Berlinale Chef Dieter Kosslick und seine Nachfolger Carlo Chatrian und Mariette Rissenbeek, im Wettbewerb der Berlinale nur Filme zu zeigen, die eine exklusive Erstauswertung auf den großen Leinwänden der Kinos weltweit vorsehen. Denn die Berlinale stehe für die große Leinwand, Netflix dagegen für den kleinen Schirm. 
 
Die AG Kino – Gilde als Veranstalter hatte neben den Filmvorführungen und Panelveranstaltungen auch wieder ein umfangreiches Seminar- und Workshopprogramm erarbeitet. Dabei ging es um modernes Marketing, die neueste Kinotechnik oder auch neue Entwicklungen im Kinobetrieb.
 
So gab Benjamin Dauhrer vom Cinecittá in Nürnberg einen Überblick über neuste Gadgets in der Kinotechnik und sprach mit Experten von ECLAIR, Eikona und ARRI. Die Media Desks Deutschland stellten zusammen mit dem Medienboard Berlin Brandenburg unter dem Label HANDS ON CINEMA vor, wie man mit Lichtkonzepten das Raumerlebnis in Kinosälen verbessert.
Begeisterung für mehr ‚grünes Kino‘ geweckt haben die Referenten des Panels „KINO – 100 Prozent nachhaltig!“. Im Fokus die Umfrageergebnisse des AG Kino – Gilde Projektes KINO NATÜRLICH, was es bedeutet klimaneutral ein Kino zu betreiben, welche Nachhaltigkeitsaktivitäten die Cineplexgruppe umsetzt und ‚Das Grüne Kinohandbuch‘ der FFA mit konkreten Handlungsempfehlungen und Best Practice – Beispielen, natürlich gedruckt auf 100% Recyclingpapier.
 
Bei allen Gesprächen und Filmvorführungen sorgen die Rahmenveranstaltungen bei der Filmkunstmesse immer auch für zahlreiche Networking-Gelegenheiten. So bei der Verleihung der MDM-Kinoprogrammpreise am Dienstag, dem Empfang der Verleiher am Mittwoch oder bei der 41. Verleihung der Gilde-Filmpreise am Donnerstag, bei dem der Preis in der Kategorie „Bester Film national“ an Andreas Dresens GUNDERMANN ging, der den Preis nicht nur persönlich entgegen nahm, sondern mit seinem Hauptdarsteller Alexander Scheer auch für den musikalischen Höhepunkt der Preisverleihung im Täubchenthal Leipzig sorgte.
 
Die nächste Filmkunstmesse Leipzig findet vom 16. bis 20. September 2019 statt. 

AG Kino – Gilde bestätigt Vorstand und appelliert an die Berlinale

19.09.2018. Die Mitglieder der AG Kino – Gilde, der Bundesverband der Arthousekinos in Deutschland mit 374 angeschlossenen Kinos mit über 800 Leinwänden und über 15 Millionen Besuchern im Jahr, haben sich im Rahmen der Filmkunstmesse Leipzig (17. – 21. September 2018) zu ihrer jährlichen Mitgliederversammlung getroffen. 

Die Mitglieder diskutierten dabei aktuelle filmpolitische und kinospezifische Themen wie die Initiative der AG Kino „Grünes Kino“ oder den European Art Cinema Day, der am 14. Oktober 2018 europaweit in den Arthousekinos stattfinden wird.

Ein großes Thema war der Streamingdienst Netflix. Die Mitgliederversammlung verabschiedete einmütig einen Appell an Kulturstaatsministerin Monika Grütters, Dieter Kosslick und seine Nachfolger Carlo Chatrian und Mariette Rissenbeek, im Wettbewerb der Berlinale nur Filme zu zeigen, die eine exklusive Erstauswertung auf den großen Leinwänden der Kinos weltweit vorsehen. Nur das gemeinschaftliche Erleben vor der großen Leinwand erzielt die Relevanz, die Filmkunst auch verdient. Die Berlinale steht für die große Leinwand, Netflix für den kleinen Schirm. „Kino ist unverändert Herzkammer eines Films“, so Bräuer. In diesem Sinne sehen die Kinos ihre Aufgabe, Gemeinschaften zu bilden und den Filmemachern, die mit Talent und Feingefühl Werke für die große Leinwand entwicklen, als Partner zur Seite stehen.

Die Mitgliederversammlung bestätigte überdies den Vorstand der AG Kino – Gilde e.V.. Zum ersten Vorsitzenden wurde erneut der Geschäftsführer der Yorck Kino GmbH in Berlin, Dr. Christian Bräuer gewählt. Als Stellvertreter wurden Sigrid Limprecht (Kino in der Brotfabrik, Bonn), Petra Rockenfeller (Lichtburg Filmpalast, Oberhausen), Christian Pfeil (Arena Filmtheater GmbH, München) und Hermann Thieken (Cinema Arthouse, Osnabrück) bestätigt.

Gilde Filmpreise 2018 – die Shortlist

29.08.2018. Zum 41. Mal werden am 20. September in Leipzig die Gilde Filmpreise der AG Kino – Gilde e.V. verliehen. Die Auszeichnung der deutschen Programmkinobetreiber würdigt zum einen die künstlerische Qualität der Filme, aber auch die Rezeption des Publikums und das Engagement des Verleihs. Dabei können auch Werke ausgezeichnet werden, die im Jahr 2018 erst noch starten, aber von einem Fachpublikum bereits bei Festivals gesichtet wurden. Die Auswahl nimmt eine Jury vor. Die Verleihung findet im Rahmen der 18. Filmkunstmesse Leipzig (17. – 21. September 2018) statt.
 
Auf der Shortlist der Gilde Filmpreise 2018 stehen:

International
DARKEST HOUR (Universal Pictures Germany) Joe Wright
LOVING VINCENT (Weltkino) Dorota Kobiela, Hugh Welchman
SHOPLIFTERS (Wild Bunch Germany) Hirokazu Kore-eda
THE POST (Universal Pictures Germany) Steven Spielberg
THREE BILLBOARDS OUTSIDE EBBING MISSOURI (20th Century Fox) Martin McDonagh

National 
3 TAGE IN QUIBERON (Prokino) Emily Atef
DAS SCHWEIGENDE KLASSENZIMMER (Studiocanal) Lars Kraume
GUNDERMANN (Pandora) Andreas Dresen
TRANSIT (Piffl Medien) Christian Petzold
WERK OHNE AUTOR (Walt Disney Germany) Florian Henkel von Donnersmark
 
IN DEN GÄNGEN von Thomas Stuber ist außer Konkurrenz geblieben, da dieser bereits den Gilde – Filmpreis bei der Berlinale erhielt.
 
Dok-Film
MARIA BY CALLAS (Prokino) Tom Volf
PAPST FRANZISKUS – EIN MANN SEINES WORTES (Universal Pictures Germany) Wim Wenders
WILDES HERZ (Neue Visionen Filmverleih) Charlie Hübner, Sebastian Schulz
 
Kinder- und Jugendfilm 
DAS SCHÖNSTE MÄDCHEN DER WELT (Tobis) Aaron Lehmann
DIE KLEINE HEXE (Studiocanal) Michael Schaerer
JIM KNOPF UND LUKAS DER LOKOMOTIVFÜHRER (Warner Bros.) Dennis Gansel
 

Gilde Filmpreis 2018 für IN DEN GÄNGEN

24.02.2018 Gilde Filmpreis 2018 – Bester Film im Berlinale Wettbewerb für IN DEN GÄNGEN von Thomas Stuber. 

Der Gilde Filmpreis der AG Kino – Gilde für den besten Film im Wettbewerb der Berlinale 2018 geht an den Film IN DEN GÄNGEN von Thomas Stuber.

„Thomas Stuber gelingt mit IN DEN GÄNGEN ein Film, der handwerklich in allen Belangen überzeugt: Drehbuch, Dramaturgie, Kamera, Musik, Lichtgestaltung und Ausstattung verweben sich zu einer eindrucksvoll dichten Atmosphäre, in der die Darsteller sich mit wenigen Worten, aber sehr präzisem Spiel entfalten. Erzählt wird der Alltag in einem Großhandelsmarkt auf humorvoll-lakonische und zutiefst humanistische Weise. Ein Film, der tief bewegt und gleichzeitig enorm unterhaltsam ist“, so die Begründung der Jury.
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AG Kino – Gilde e.V. zum Koalitionsvertrag

08.02.2018 Mit großer Freude reagiert die AG Kino – Gilde, der Verband der deutschen Arthousekinos, auf die Ankündigung im Koalitionsvertrag, den „Kulturort Kino“ durch ein „Zukunftsprogramm Kino“ zu “stärken und zu erhalten“. Weiterlesen

AG Kino-Gilde Screenings während der Berlinale

02.02.2018. Auch in diesem Jahr präsentieren während der Filmfestspiele in Berlin 33 Verleiher 53 Filme im Hackesche Höfe Kino bei den AG Kino – Gilde Screenings. Darunter auch 4 Filme, die bei der Berlinale ihre Premiere feiern sowie Highlights von den Filmfestspielen in Cannes und Venedig. Weiterlesen

Kulturort Kino stärken!

28.09.2017. Beim ‚Filmpolitischen Panel’ im Rahmen der 17. Filmkunstmesse in Leipzig appelliert der Verband der deutschen Filmkunsttheater an den neu gewählten Deutschen Bundestag, den Kulturort Kino zu stärken. Als geeignete Instrumente setzen sie sich für ein anreizorientiertes Programm zum Ausbau der Kinovielfalt sowie für einen Zukunftsfonds zur Verbesserung der Infrastruktur der Kinos in Deutschland ein.

Gerade im Filmkunstmarkt, der überwiegend deutsche und europäische Werke zeigt, reicht die Erlösstruktur nicht aus, um den Erhalt und die Modernisierung von Kinos voll aus eigener Kraft zu stemmen. Dabei erbringen Kinos vielfältige Leistungen für den Film. Erst durch den Einsatz im Kino werden sie überhaupt für ein breiteres Publikum sichtbar. Dafür engagieren sich die Kinos beim lokalen Marketing und setzen sich für Programmvielfalt und begleitende kulturelle wie medienpädagogische Aktivitäten ein.

„Das Kino braucht gute Filme. Vor allem brauchen gute Filme aber das Kino. Daran hat sich auch im digitalen Zeitalter nichts geändert. Im Gegenteil. Kino-Präsenz ist für den Erfolg auf VoD-Portalen entscheidend. Denn nur was auf der großen Leinwand reüssiert, hat reelle Chancen, auf dem kleinen Schirm wahrgenommen zu werden“, so der Vorsitzende der AG Kino – Gilde e.V. Dr. Christian Breuer. „Das Kino ist unverändert auch wirtschaftlich die Herzkammer für den Film. Gerade heimische Produktionen, die nicht mit großen Marketingbudgets ausgestattet sind, brauchen die Arbeit der Filmtheater für den Erfolg.“

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Downsizing eröffnet Branchen-screenings der FKM Leipzig

07.09.2017. DOWNSIZING, Alexander Paynes Venedig-Eröffnungsfilm mit Matt Damon, Kristen Wiig und Christoph Waltz, eröffnet die Branchenscreenings für die Fachbesucher bei der 17. Filmkunstmesse Leipzig (25.-29. September). Weiterlesen