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MUBI im November 2021: Die Highlights des Programms

MUBI bietet im November Highlights in Reihe an, und zwar wie gewohnt cineastisch ausgesprochen vielfältig. So setzt MUBI einen Fokus auf Filme mit Romy Schneider, die Jacques Demy-Reihe, die in diesem Monat auch Catherine Deneuve-Reihe heißen könnte, wird fortgesetzt und gleich fünf Filme sind unter dem Titel ‚Das neue Südkoreanische Kino’ programmiert. Hinzu kommen Filme großer Regie-Namen und unter der Überschrift ‚Neue, unentdeckte und wieder entdeckte Perlen’ gibt es genau diese. Mit dem Dokumentarfilm MOMENTS LIKE THIS NEVER LAST von Cheryl Dunn ist aber auch ein filmisches Highlight dabei, dass für sich steht: Der Film folgt dem Enfant Terrible der Kunstszene Dash Snow.

 

Anbei erhalten Sie einen Überblick über das Line-up der täglich neu hinzugefügten Filme auf der Arthouse-Streamingplattform MUBI (www.mubi.com) im November 2021. Einzelne Änderungen sind vorbehalten. Insgesamt bietet die Plattform rund 1.100 sorgsam kuratierte Titel.

 

Das sind die Highlights:

 

Ab 06. November: MUBI EXKLUSIV – MOMENTS LIKE THIS NEVER LAST von Cheryl Dunn (2020, USA, Kanada, Dokumentarfilm, Biografie).
Vom rebellischen Graffiti Künstler zum international gefeierten Star am Kunsthimmel der 00er Jahre. MOMENTS LIKE THIS NEVER LAST ist nicht nur ein Portrait von Dash Snow sondern vor allem ein eindrückliches Zeitdokument einer grenzüberschreitenden New Yorker Underground Szene voller überbordender Exzesse und Kreativität, angetrieben von Zerstörung, Drogen, Liebe, Eskapismus, als Downtown Manhattan noch rau und dreckig war. Seine Weltpremiere feierte MOMENTS LIKE THIS NEVER LAST beim DOC NYC Festival 2020 und faszinierte 2021 auch beim CPH.DOX Festival in Kopenhagen und beim Melbourne International Filmfestival.

 

FOKUS ROMY SCHNEIDER 
Ab 07. November: NACHTBLENDE von Andrzej Żuławski (1975, Frankreich, Italien, Drama, Kultfilm).

Neu restauriert und nun wieder in einem brillanten Zustand erzählt der Film von der unglücklich verheirateten Nadine – Romy Schneider – die sich mit unwürdigen Filmen über Wasser hält. Der Fotograf Servais, der in sie verliebt ist, besorgt ihr heimlich eine anspruchsvolle Bühnenrolle. Doch das Stück floppt… Romy Schneider bekam für ihre Rolle in dem „Skandalfilm des Jahres“ einen César für die beste weibliche Schauspielerin. In einer Nebenrolle ist Klaus Kinski zu sehen.

 

Ab 14. November: DIE UNSCHULDIGEN MIT DEN SCHMUTZIGEN HÄNDEN von Claude Chabrol (1975, Italien, Deutschland, Krimi, Thriller).

Auch in Claude Chabrols Meisterwerk ist Romy Schneider alias Julie unglücklich verheiratet – mit dem erheblich älteren, impotenten Alkoholiker Louis. Sie beginnt eine Affäre mit ihrer attraktiven Zufallsbekanntschaft Jeff. Die beiden planen, Louis zu beseitigen. Doch der ist weniger benebelt als gedacht.

 

Ab 22. November: DAS WILDE SCHAF von Michel Deville (1974, Italien, Frankreich, Komödie. Drama).

Michel Deville gilt machen Kritikern nach als der Lubitsch Frankreichs und so ist auch DAS WILDE SCHAF beinahe ein typischer Lubitsch: Eigentlich ist der Bankangestellte Nicolas ein braves Lamm. Das ändert sich, als er die reizvolle Marie-Paule kennen lernt. Sein Jagdtrieb erwacht: Unter Anleitung seines Freundes Fabre landet er in den Federn der feinen Damen. Stetig klettert Nicolas dabei die Karriereleiter hinauf.

 

FORTSETZUNG DER JACQUES DEMY REIHE
Ab 05. November: DIE MÄDCHEN VON ROCHEFORT (1967, Frankreich, Musical, Liebesfilm, Komödie).

Der Musical-Film rund um die schönen Zwillingsschwestern Delphine und Solange schaffte es 1969 mit einer Nominierung für die ‚Beste Musik’ zu den Oscars. Mit Catherine Deneuve, Gene Kelly und Michel Piccoli bestens besetzt, erzählt der Film von den Schwestern, die im nordfranzösischen Hafenstädtchen Rochefort eine Ballettschule betreiben und dabei vom idealen Mann träumen. Ob der Matrose Maxence und US-Pianist Andy die Richtigen sind?

 

Ab 12. November: ESELSHAUT (1970, Frankreich, Drama, Familienfilm, Fantasy).

In dieser liebevoll gestalteten, wilden und exzentrischen Adaption eines klassischen französischen Märchens spielt Catherine Deneuve eine Prinzessin, die sich als Küchenmagd verkleiden muss, um einen Heiratsantrag ihres eigenen Vaters, dem König (Jean Marais), abzuwenden.

 

DAS NEUE SÜDKOREANISCHE KINO
Ab 1. November: MUBI EXKLUSIV – THE FIRST LAP von Kim Dae-hwan (2017, Südkorea. Drama).
Soo-hyun und Ji-young, ein junges Paar, leben nun seit sechs Jahren in Seoul zusammen. Nachdem Ji-young ihm berichtet hat, dass ihre Periode ausgeblieben ist, beschließt Soo-hyun, sie seiner Familie vorzustellen, die er die ganze gemeinsame Zeit eigentlich zu meiden versucht hatte.
Regisseur Kim Dae-hwan wurde für den Film beim Locarno International Film Festival 2017 als ‚Best Emerging Director‘ ausgezeichnet. Und das Drehbuch erhielt beim Mar del Plata International Film Festival einen Preis.

 

Ab 8. November: MUBI EXKLUSIV – HEART von Jeong Ha-young (2019, Südkorea, Komödie).
Gayoung verliebt sich in Yonghoon, einen verheirateten Mann. Sie vertraut sich Seongbum an, einem anderen verheirateten Mann. Er rät ihr, auf keinen Fall eine Affäre mit Yonghoon zu beginnen, gleichzeitig akzeptiert er es, dass Gayoung ihn immer wieder besucht.
Seine internationale Premiere feierte der Film 2019 beim BFI London Film Festival.

 

Ab 18. November: MUBI EXKLUSIV – WINTER’S NIGHT von Jang Woo-jim (2018, Südkorea, Drama).
Ein Ehepaar mittleren Alters besucht einen Tempel in Chuncheon, wo sie vor 30 Jahren ihre erste gemeinsame Nacht verbrachten. Unterwegs stellen sie fest, dass ihr Telefon verschwunden ist und beginnen, es überall zu suchen. Dabei treffen sie im Laufe der Nacht auf einen Ex-Liebhaber, einen Freund und ein junges Paar, das ihnen vor 30 Jahren ähnelt.

 

Ab 25. November: MUBI EXKLUSIV – MICROHABITAT von Jeon Go-woon (2017, Südkorea, Drama).
Die 31-jährige Mi-so kommt in Seoul gerade so über die Runden. Ihre Freuden im Leben sind: Zigaretten, ein Glas Whiskey nach der Arbeit und ihr armer Freund, der davon träumt, Künstler zu werden. Als die Zigaretten-Preise steigen, beginnt Mi-so, ihren Platz im Leben zu hinterfragen.

 

Ab 30. November: MUBI EXKLUSIV – BEASTS THAT CLING TO THE STRAW von Kim Yong-hoon (2020, Südkorea, Drama, Krimi, Thriller)
„No Country for Old Men meets Pulp Fiction” (THR) scheint eine der passendsten Beschreibungen dieses Debütfilms zu sein, über die schicksalhafte Begegnung zweier farbenfroher Nichtsnutze, die sich über eine Tüte voller Geld in einer Umkleide in die Haare kriegen. Der Film erhielt bei seiner internationalen Premiere beim International Film Festival Rotterdam den ‚Spezialpreis der Jury‘.

 

NEUE, UNENTDECKTE UND WIEDER ENTDECKTE PERLEN
Ab 10. November: MUBI EXKLUSIV – FRIENDS AND STRANGERS von James Vaughan (2021, Australien, Komödie, Drama).
Der herzerwärmende Film greift unterschiedliche Szenen aus dem Leben von Alice und Ray auf, zwei Mittzwanzigern, privilegiert aufgewachsen, aber offenbar nicht wirklich in der Lage, sich sinnvoll durch den Lebensstrom aus Gelegenheitsjobs, nichtssagenden Romanzen und halbherzigen unternehmerischen Plänen zu bewegen.

 

Ab 17. November: MUBI EXKLUSIV – ACCIDENTAL LUXURIANCE OF THE WATERY REBUS von Dalibor Baric (2020, Kroatien, Animation).
Der surrealistische Film Noir erinnert an den Retro-Futurismus von Alphaville. Die Animation lief bei den Festivals in Rotterdam, Thessaloniki, Sevilla und Hong Kong.
Martin hat versucht, das System zu bekämpfen, und jetzt ist er auf der Flucht. Sara ist Konzeptkünstlerin. Zusammen schließen sie sich einer revolutionären Kommune auf dem Land an. Die Polizei ist ihnen auf der Spur. Doch Inspektor Ambroz weiß, dass die richtigen Fragen wichtiger sind als die Antworten. Denn vielleicht stimmt nichts davon.

 

Ab 29. November: MUBI EXKLUSIV – MAEVE von Pat Murphy (1982, Großbritannien, Irland, Drama)
Pat Murphys und John Davis filmisches Experiment versucht, eine alternative feministische Perspektive auf den irischen Nationalismus und seine gewalttätigen Auswirkungen zu werfen. Und das im Jahr 1982 – ein echtes Zeitdokument.

 

GROSSE REGIE NAMEN
AB 13. November: FOXCATHCER von Bennett Miller (2014, USA, Drama, Biografie, Sport). Steve Carrell scheint komplett gegen den Strich im herausragenden Cast um Channing Tatum, Mark Ruffalo und Sienna Miller besetzt zu sein. Aber Bennett Miller wurde nicht umsonst als bester Regisseur beim Cannes Film Festival 2014 ausgezeichnet und für seine Regieleistung für einen Oscar nominiert.
Mark Schultz hat als Ringer schon viel erreicht und bereits bei den Olympischen Spielen 1984 die Goldmedaille erkämpft. Er plant diesen Erfolg bei den Spielen 1988 in Seoul zu wiederholen, doch selbst als goldprämierter Ringer fehlt ihm das Geld für das nötige Training. Seine Situation scheint aussichtslos, als er auch seine Stelle als Hilfstrainer an der Universität verliert. Da erreicht ihn das Angebot des Multimillionärs und Vogelbeobachters John du Pont.

 

Ab 20. November: THE GIRLFRIEND EXPERIENCE von Steven Sonderbergh (2009, USA, Drama).
Mit einem Paukenschlag hatte der Filmemacher im Jahre 1989 mit seinem Film SEX, LIES AND VIDEOTAPES auf etlichen Festivals für Furore gesorgt. Bei THE GIRLFRIEND EXPERIENCE geht’s nun eher um Sex, Lebenslügen und Video: Chelsea / Christine (Sasha Grey) ist eine hochbezahlte Prostituierte. Sie verkauft nicht nur ihren Körper, sondern vor allem ein Gefühl – eben die Titel gebende Girlfriend Experience. In Wahrheit ist sie mit dem smarten Personal Trainer Chris zusammen. Doch die Beziehung der beiden ist brüchig; als Chelsea von einem neuen Klienten auf magische Weise fasziniert ist, ist sie bereit, alles hinter sich zu lassen…

 

Ab 22.November: IM NAMEN DES… von Małgorzata Szumowska (2013, Polen, Drama, LGBTQ+).
Małgorzata Szumowskas Film überzeugte 2013 bei der Berlinale die Leserjury der Siegessäule und wurde mit dem ‚Teddy Award‘ ausgezeichnet.
Pater Adam übernimmt eine kleine Gemeinde in der polnischen Provinz. Engagiert baut er ein Gemeindezentrum für schwer erziehbare Jungs auf. Angezogen von der Vitalität und dem Charisma des Priesters suchen die Einwohner seine Nähe, ohne zu ahnen, welche Geheimnisse ihn umgeben.

 

Ab 26. November: THE REVENANT – DER RÜCKKEHRER von Alejandro González Iñárritu (2015, USA, Historien-Western).
THE REVENANT wurde 2016 in insgesamt zwölf Kategorien für den Oscar nominiert. Ausgezeichnet wurde Iñárritu letztlich für die ‚Beste Regie‘, DiCaprio als ‚Bester Hauptdarsteller‘ und Emmanuel Lubezki für die beste Kamera.
Tief in der amerikanischen Wildnis wird der Felljäger Hugh Glass von einem verräterischen Mitglied seiner Gruppe schwer verletzt und zum Sterben zurückgelassen. Mit eisernem Willen kämpft sich Glass durch eine feindliche Umgebung inklusive blutrünstigem Grizzly und kriegerischen Indianern und einen brutalen Winter. Er will überleben, um Rache zu nehmen.

 

Ab 27. November: LIGHT SLEEPER von Paul Schrader (1992, USA, Drama, Krimi).
Willem Dafoe und Susan Sarandon feierten gemeinsam mit Paul Schrader im Berlinale-Wettbewerb die Weltpremiere des Films. John LeTour ist lustloser Drogenkurier mit einer High-End-Kundschaft in New York. Johns berufliche Midlife-Crisis wird noch akuter – und gefährlicher –, als er wieder auf eine alte Flamme trifft.

 

Bildangaben: Dash Snow in MOMENTS LIKE THIS NEVER LAST von Cheryl Dunn / Courtesy MUBI

 

Weydemann Bros. erhalten Hamburger Produzentenpreis

Die Produktionsfirma Weydemann Bros., namentlich die ProduzentInnen Jonas und Jakob Weydemann – beide gebürtige Hamburger – sowie Yvonne Wellie und Milena Klemke, wurden am 8. Oktober für ihren Film NIEMAND IST BEI DEN KÄLBERN von Sabrina Sarabi beim Filmfest Hamburg mit dem PRODUZENTENPREIS FÜR DEUTSCHE KINOPRODUKTIONEN ausgezeichnet.

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M100 geht mit Verleihung des M100 Media Award zu Ende

Mit der Verleihung des M100 Media Award an den russischen Oppositionspolitiker Alexei Nawalny und seine Anti-Korruptionsstiftung FBK fand die internationale Medienkonferenz M100 Sanssouci Colloquium gestern Abend im Schlosstheater im Neuen Palais einen glanzvollen und bewegenden Abschluss.

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Noch 2 Tage: M100 Sanssouci Colloquium

In zwei Tagen, am Mittwoch, dem 6. Oktober, diskutieren rund 100 internationale VertreterInnen aus Medien, Politik und Wissenschaft, welchen Herausforderungen Medien und Demokratie in einer Zeit der scheinbar „immerwährenden Krisen“ gegenüberstehen und wie sie mit dieser Verantwortung umgehen.

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Kinos sind für alle da – mit Kinofüralle.de!

Kinofüralle.de ist die erste Online-Plattform, die das bundesweite Kinoprogramm mit den barrierefreien Vorführungen und Informationen zur Barrierefreiheit im Kino anbietet. Über eine neue Funktion sind Angaben zum rollstuhlgerechten Zugang im Kino abrufbar.

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Gilde Filmpreise 2021

Seit 1977 vergeben die deutschen Filmkunsttheater den Gilde Filmpreis. Mit dieser traditionsreichen Auszeichnung wollen sich die Kinobetreiber bei den Filmschaffenden und Verleihern bedanken, die mit außergewöhnlichen Produktionen und packenden Geschichten die Zuschauer begeistern.

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M100 Special Talk mit Can Dündar, Claudia Major, Saad Mohseni

Saad Mohseni, afghanisch-australischer Medienunternehmer, Co-Gründer und Vorsitzender der MOBY Group, Dr. Claudia Major, Leiterin der Abteilung Internationale Sicherheit bei der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP), und Dr. Can Dündar, Chefredakteur von Özgurüz, diskutieren über den Zustand der Demokratie.

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AG Kino – Gilde wählt neuen Vorstand

Turnusgemäß hat die Mitgliederversammlung der AG Kino – Gilde e.V. heute einen neuen Vorstand gewählt. Auf eigenen Wunsch schieden Hermann Thieken nach 23 Jahren und Sigrid Limprecht nach 12 Jahren aus dem Vorstand aus. Neu gewählt wurden die Betreiberin des Rostocker Lichtspieltheater Wundervoll „li.wu“ Anne Kellner und Christopher Bausch, der in Frankfurt die Harmonie Kinos und in Aschaffenburg das Casino betreibt. 
 
Im Amt bestätigt wurden der 1. Vorsitzende Christian Bräuer (Geschäftsführer der Yorck Kino GmbH Berlin und des Programmkino Ost in Dresden), Petra Rockenfeller (Lichtburg Filmpalast in Oberhausen) und Christian Pfeil (Betreiber von Kinos in München, Gera und Jena).
 
Christian Bräuer freut sich über den neuen Vorstand, der die Vielfalt der Kinotypen im Verband ebenso spiegelt, wie den weiblichen Anteil im Team und den geografischen Bezug: „Der Vorstand des Verbands hat in den letzten Jahren sehr gut und kollegial zusammengearbeitet. Mein Dank geht deshalb an Hermann Thieken und Sigrid Limprecht, die uns mit ihrer Erfahrung und ihrer Kreativität enorm bereichert haben. Das neue Team ist vielfältig und innovativ und ich bin sicher, dass wir damit die AG Kino – Gilde weiter nach vorne bringen und die vielen Herausforderungen unserer Branche gemeinsam meistern werden.“

Zurück ins Kino – 21. Filmkunstmesse Leipzig

Heute Abend startet in Leipzig die 21. Filmkunstmesse mit Wes Anderssons lange erwartetem Film THE FRENCH DISPATCH, dem französischen Film À LA CARTE – FREIHEIT GEHT DURCH DEN MAGEN von Éric Besnard und für das Leipziger Publikum im Rahmen des Premierenfestivals mit LIEBER THOMAS von Andreas Kleinert, angelehnt an das Leben von Thomas Brasch. Zu Gast für ein Filmgespräch sind Andreas Kleinert (Regie), Thomas Wendrich (Drehbuch) und Jörg Schüttauf, der im Film den Vater von Thomas Brasch verkörpert.

An den nächsten 5 Abenden warten auf das Leipziger Publikum 26 Filme in den Festivalkinos Passage und Schauburg. Die knapp 900 registrierten Fachbesucher können an allen Tagen 74 Filme von 35 Verleihfirmen sichten und damit das Kinoprogramm für Herbst und Winter vorbereiten. Die zahlreichen Panels und Workshops stehen unter dem Motto „Innovation, Professionalisierung und Vernetzung“ und führen Branchenexperten und Politikvertreter zusammen.

Alle Panels können im Internet live verfolgt werden. Unter www.filmkunstmesse.de werden entsprechende Streams und Aufzeichnungen angeboten, die auch ohne Akkreditierung zugänglich sind.

Das MUBI Programm im Oktober

In MUBIs Oktoberprogramm steht die Darstellung der Realität, etwa in Marco Bellocchios Film IL TRADITORE über den größten Mafiaprozess aller Zeiten oder in Jafar Panahis Kurzfilm HIDDEN, neben fesselnden Historiendarstellungen, wie in Whit Stillmans LOVE & FRIENDSHIP oder in Volker Schlöndorffs DIPLOMATIE.

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Igor Levit mit dem „ifa- Preis für den Dialog der Kulturen“ ausgezeichnet

Der international gefeierte Pianist und Hochschulprofessor Igor Levit wurde mit dem „ifa-Preis für den Dialog der Kulturen“ des ifa (Institut für Auslandsbeziehungen) ausgezeichnet. Die Preisverleihung fand am heutigen Dienstagabend im Allianz Forum am Pariser Platz statt.

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DSP gibt Synchron- und Ensemblepreis bekannt

Am Freitag, 3. September 2021, werden in Berlin die Deutschen Schauspielpreise (DSP) des Bundesverbands Schauspiel BFFS vergeben. Neben den acht Kategorien, die erst am Abend der Verleihung verkündet werden, und bereits vermeldeten Spezialpreisen, stehen nun die Preisträger*innen des Ensemble- und des Synchronpreises ‚Die Stimme’ fest. 

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UFA Filmnächte begeistern live und Open Air

 Die UFA Filmnächte 2021 von Bertelsmann und UFA sind gestern auf dem restlos ausverkauften Kolonnadenhof der Berliner Museumsinsel trotz widriger Wetterverhältnisse vor rund 500 Gästen erfolgreich gestartet.

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Der Therese-Giehse-Preis geht an Klaus Pohl.

Der Schauspieler, Theaterregisseur, Dramatiker und Drehbuchautor Klaus Pohl erhält im Rahmen des diesjährigen Deutschen Schauspielpreises  (3. September 2021) den Therese- Giehse-Preis für das von ihm geschriebene und gelesene Hörbuch „Sein oder Nichtsein. Erinnerungen an Peter Zadeks legendäre Hamlet-Inszenierung“. 

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Open-Air-Ausstellung der Wissensstadt Berlin 2021 beendet

Von Zelle bis Corona, von CO2 bis Klimakrise, von Mietendeckel bis soziale Gerechtigkeit: Nach zwei Monaten ist die Open-Air-Ausstellung zur „Wissensstadt Berlin 2021“ unter der Schirmherrschaft des Regierenden Bürgermeisters von Berlin, Michael Müller, zu Ende gegangen.

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Der Deutsche Fairnesspreis geht an ‚Das beste Orchester der Welt’

Am 3. September werden in der Berliner Eventlocation Club Spindler & Klatt die Deutschen Schauspielpreise vergeben. Neben acht Kategorien und weiteren Spezialpreisen wird auch der Deutsche Fairnesspreis verliehen, ein Gemeinschaftspreis des BFFS und der ver.di FilmUnion, der 2019 erstmals ausgelobt wurde. 

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Filmkunstmesse Leipzig 2021 – Innovation, Professionalisierung, Vernetzung

Nach 8 Monaten Kinoschließung zu Beginn des Jahres führt die 21. Filmkunstmesse Leipzig vom 20. bis 24.09.21 die Arthousebranche wieder zu ihrem jährlichen zentralen Treffen zusammen. Innovation, Professionalisierung und Vernetzung sind die Stichworte, mit der die AG Kino – Gilde Panels und Workshops überschreibt.

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Exklusiv bei MUBI: CRYPTOZOO von Dash Shaw ab 22. Oktober

‘Dazzling… A daring, original adventure from another world’ urteilt IndieWire und Sight & Sound findet ‘A stunningly singular animated vision’

 

Willkommen in der Welt von CRYPTOZOO: Eine schillernde, animierte Fantasie des visionären Filmemachers Dash Shaw (MY ENTIRE HIGH SCHOOL SINKING INTO THE SEA), mit einem Animationsstil, der an René Laloux’ DER WILDE PLANET erinnert.

 

MUBI, der weltweite Verleiher und Arthouse-Streamingdienst für kuratierte Filmauswahl, bringt das Animations-Feuerwerk CRYPTOZOO von Dash Shaw am 22. Oktober 2021 exklusiv heraus. Seine Weltpremiere feierte CRYPTOZOO 2021 beim Sundance Film Festival in der Sektion „Next“ und Sundance London und begeisterte während der Berlinale 2021 das Publikum und wurde von der internationalen Jury mit einer „Lobenden Erwähnung“ in der Sektion „Generation 14plus“ bedacht.

 

CRYPTOZOO spielt in einer Welt, die sowohl von Menschen als auch von seltenen Fabelwesen den sogenannten „Kryptiden“ bewohnt wird. Die Tierpflegerin Lauren hat ihr Leben der Suche nach diesen Fabelwesen gewidmet und spürt diese auf der ganzen Welt auf, um sie vor Misshandlung zu retten und sie in dem namengebenden Cryptozoo zu schützen. Beim Versuch auch das scheue, Träume fressende Chimärenwesen Baku aufzuspüren, begibt sie sich auf eine gefährliche Mission, um es vor dem Militär in Sicherheit zu bringen, das mit dem Fang des Baku ganz eigene Ziele verfolgt.

 

Dash Shaws wundersamer zweiter Spielfilm CRYPTOZOO ist inspiriert von psychedelischen Underground-Comics der 1960er-Jahre. In schillernden Bildern erzählt er eine fantastische Geschichte zwischen Wachtraum und Horrortrip, die von Menschen und seltenen Fabelwesen erzählt. Ein einmaliges filmisches Erlebnis und dabei in seiner utopischen Fantasie weitaus aktueller, als es auf den ersten Blick wirkt.

 

Lake Bell (IN A WORLD, SPIDERMAN: INTO TGHE SPIDER-VERSE), Michael Cera (SCOTT PILGRIM GEGEN DIE WELT, JUNO), Zoe Kazan (THE BIG SICK, RUBY SPARKS), Grace Zabriskie (TWIN PEAKS), Alex Karpovsky (GIRLS), Peter Stormare (AMERICAN GODS, JOHN WICK) leihen den Figuren ihre Stimmen. Die Musik stammt von John Caroll Kirby.

 

Filmemacher Dash Shaw, geboren in Los Angeles, aufgewachsen in Richmond, Virginia, studierte an der School of Visual Arts in New York. Er arbeitet als Comicautor und Animator. Zu seinen Arbeiten gehören die Graphic Novels „BodyWorld“, „Doctors“, „Bottomless Belly Button“, „Clue: Candlestick“ und „Discipline“. Auch sein Debüt, der Animationsfilm MY ENTIRE HIGH SCHOOL SINKING INTO THE SEA, war auf der Berlinale 2017 in der Reihe „Generation“ zu sehen. CRYPTOZOO ist sein zweiter Film.

 

CRYPTOZOO LÄUFT AB 22. OKTOBER EXKLUSIV BEI MUBI.

Das Pressematerial finden Sie HIER

 

September 2021: Die kuratierte, tägliche Filmauswahl bei MUBI

Im September wird EIN VERBORGENES LEBEN von Terrence Malick bei MUBI zu sehen sein. Weitere ganz große Namen des internationalen Autorenfilms werden im Programm laufen, wie Manoel de Oliveira, Werner Herzog, Márta Mészáros und Youssef Chahine.

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WILLI UND DIE WUNDERKRÖTE: Weltpremiere beim Filmfest Hamburg  

WILLI UND DIE WUNDERKRÖTE, der zweite Kinofilm von Reporter, Moderator, Welterforscher und Abenteurer Willi Weitzel feiert am 1. Oktober 2021 beim Filmfest Hamburg (30. September-9. Oktober 2021) als Eröffnungsfilm des Kinder- und Jugendfilmfests Michel in Anwesenheit von Willi Weitzel und Hauptdarstellerin Ellis Drews (Luna) seine Weltpremiere.

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Der Waldrapp kommt nach London!

Die 360° 3D Dokumentation aus dem Projekt MYRIAD. Where we connect. über die abenteuerliche Wiederansiedlung des Waldrapps feiert beim Open City Documentary Festival in London ihre Weltpremiere. Das Festival findet vom 8.-14. September vor Ort in London statt und online vom 13.-23. September.
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M100 diskutiert Politik für eine post-pandemische Welt

Kein anderes Ereignis hat Politik, Gesellschaft und Medien weltweit so stark verändert und auf den Prüfstand gestellt wie Covid-19. Welche Lehren wir aus der Pandemie ziehen müssen, um unsere Demokratien widerstandsfähiger zu machen, ist das Thema des diesjährigen M100 Sanssouci Colloquiums. Unter dem Titel „From Crisis in Perpetuity to Democratic Resilience“ („Von der Dauerkrise zu demokratischer Resilienz“) findet die internationale Medienkonferenz am 6. Oktober im Schlosstheater des Neuen Palais in Potsdam in einem hybriden Format statt.

 

Den digitalen Teil der Konferenz mit drei parallel stattfindenden Strategischen Roundtable eröffnet der renommierte amerikanische Soziologe und Publizist Benjamin H. Bratton. In seinem aktuellen Buch „The Revenge of the Real: Politics for a Post-pandemic World“ („Die Rache des Realen: Politik für eine post-pandemische Welt“) analysiert er Ursachen und Folgen politischer, systemischer und menschlicher Fehlentscheidungen, fordert ein radikales Überdenken der post-pandemischen Politik und plädiert für eine positive Biopolitik. Bratton ist Professor für Visuelle Kunst an der University of California, San Diego, Programmdirektor des „Terraforming“-Programms am Moskauer Strelka-Institut für Medien, Architektur und Design, Professor für Digitales Design an der European Graduate School sowie Gastprofessor am SCI_Arc (The Southern California Institute of Architecture) und der NYU Shanghai. Seine Arbeit umfasst Philosophie, Architektur, Informatik und Geopolitik.

 

Der zweite, im Schlosstheater Potsdam mit Publikum stattfindende Part, wird von Prof. Dr. Andreas Reckwitz eingeleitet. In seinem Vortrag beschäftigt er sich mit der Frage, wie eine Politik aussehen muss, die versucht, die Resilienz der Gesellschaft zu stärken. Reckwitz ist Professor für Allgemeine Soziologie und Kultursoziologie an der Humboldt-Universität zu Berlin. Sein Buch „Die Gesellschaft der Singularitäten“ wurde 2017 mit dem Bayerischen Buchpreis ausgezeichnet und stand 2018 auf der Shortlist des Sachbuchpreises der Leipziger Buchmesse. 2019 erhielt er den Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft.

 

Mike Schubert, Oberbürgermeister der Stadt Potsdam und Vorsitzender des M100-Beirats: „Mit dem Thema post-pandemische Welt wird beim M100 Sanssouci Colloquium wieder ein aktueller Anknüpfungspunkt an die reale Situation unseres Lebens gespiegelt und diskutiert. Unser Handeln war, ist und wird beeinflusst von einer Pandemie, wie es sie in unserer modernen Welt noch nicht gegeben hat. Was wir daraus lernen und wie wir die Zukunft unter den andauernden pandemischen Bedingungen gemeinsam gestalten können, darüber werden wir miteinander ins Gespräch kommen. Das hybride Format mit digitalen Diskussionen auf der einen und Präsenzveranstaltungen mit zugeschalteten Gästen auf der anderen Seite sowie einem Livestream des M100 Sanssouci Colloquiums könnte ein neuer Standard werden und ist eine Folge der Pandemie.“

 

Rund 100 Medien- und MeinungsmacherInnen aus Europa und den USA diskutieren über die Krisenfestigkeit unserer Demokratie, über Leadership (post-)Corona, das Verhältnis von Politik, Wissenschaft und Medien, Gründe für ein Anwachsen antidemokratischer, autokratischer Herrschaftsformen sowie über Verantwortung und aktuelle Herausforderungen der Medien in dieser Gemengelage.

 

Die Ergebnisse von drei parallel stattfindenden, digitalen Strategischen Roundtable werden am Nachmittag des 6. Oktober auf der Bühne des barocken Schlosstheaters im Neuen Palais Potsdam vorgestellt und mit vor Ort anwesendem und digital zugeschaltetem Publikum diskutiert. Zudem ist ein Special Talk mit zwei Gästen zum Thema „Die totalitäre Versuchung“ geplant.

 

Am Abend findet ebenfalls im Schlosstheater die Verleihung des 17. M100 Media Awards an eine Persönlichkeit statt, die sich für Demokratie, Meinungs- und Pressefreiheit einsetzt. Der diesjährige Preisträger wird zeitnah bekannt gegeben.

 

Die Programmpunkte im Schlosstheater werden live gestreamt auf www.m100potsdam.org.

 

Eine aktuelle Übersicht über die Teilnehmerinnen und Teilnehmer finden Sie hier: https://www.m100potsdam.org/participants/colloquium/

 

M100 ist eine Initiative von Potsdam Media International e.V., die in konzeptioneller Zusammenarbeit mit dem Institut für Medien-und Kommunikationspolitik (IfM) stattfindet und von der Stadt Potsdam hauptfinanziert wird. Weitere Förderer sind das Medienboard Berlin-Brandenburg, das Auswärtige Amt, das National Endowment for Democracy (NED) und die Friedrich Naumann Stiftung. Kooperationspartner sind die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten, Reporter ohne Grenzen (RoG), Human Rights Watch und der Verband Deutscher Zeitungsverleger (VDZ). Sponsor ist medienlabor.
 

60 Jahre Mauerbau: Mauerfilme im Berliner Mauerpark

Heute in einer Woche, am 13. August, beginnt MAUERFILME, eine dreitägige Filmreihe anlässlich 60 Jahre Mauerbau im Amphitheater des Berliner Mauerparks. Am 13. August 1961 wurde in einer Nacht- und Nebelaktion mit dem Bau der ersten Barrikaden begonnen, die die Stadt 28 Jahre teilen sollte. Vom 13.-15. August widmet sich MAUERFILME in einem sorgfältig kuratierten Programm dem Thema Berliner Mauer und deutsch-deutsche Grenze. Gezeigt werden rund 75 Filme, Dokumentationen und Archivschnipsel aus Ost und West, darunter auch 20 Animations- und Kurzspielfilme aus jüngerer Zeit. Darüber hinaus gibt es Publikumsgespräche mit Filmemacher*innen, Zeitzeug*innen und Mauer-Expert*innen.

 

Das Festival, das vom Geschichtsbüro Müller veranstaltet wird, findet in Kooperation mit Kulturprojekte Berlinstatt. Es wird gefördert vom Berliner Beauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

 

Eröffnet wird MAUERFILME am 13. August um 17 Uhr mit einem Talk mit Tom Sello, Berliner Beauftragter zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, Moritz van Dülmen, Kulturprojekte Berlin, Regisseur Hans-Dieter Grabe, Fluchthelfer Dr. Burkhart Veigel und Stephan Müller, Geschichtsbüro Müller. Im Anschluss an das Gespräch werden kurze zeitge-nössische Dokumentarfilme und Nachrichtenbeiträge aus Ost und West gezeigt, darunter Hans-Dieter Grabes „Bernauer Straße 1 – 50 oder als uns die Haustür zugenagelt wurde“ (BRD, 1981). Hans-Dieter Grabe und Dr. Burkhart Veigel sprechen dann noch einmal über den Film und stehen für Fragen zur Verfügung.

 

„Viele Berliner*innen haben die Teilung der Stadt selbst nicht mehr erlebt, es gibt immer weniger Zeitzeug*innen, die beides – Mauerbau und Mauerfall – erfahren haben“, so Moritz van Dülmen, Geschäftsführer Kulturprojekte Berlin. „An einem historischen Ort wie dem Mauerpark ein so umfassendes Programm aus bekannten, aber auch selten gesehenen Zeitdokumenten zu zeigen, könnte passender nicht sein.“

 

Parallel dazu plant Kulturprojekte Berlin gemeinsam mit der Stiftung Berliner Mauer anlässlich 60 Jahre Mauerbau vom 13.-15. August eine weitere Aktion, die in Kürze bekannt gegeben und von der Lotto Stiftung Berlin gefördert wird.

 

MAUERFILME verspricht mit seinem Filmprogramm seltene Einblicke in ein Kapitel deutsch-deutscher Geschichte, das mittlerweile länger zurückliegt als es andauerte. Das Programm beginnt am Freitag mit Filmbeiträgen aus der Zeit kurz vor dem Mauerbau und endet am Sonntag mit der Frage „Mauerfall – und dann?“. Dazwischen öffnet es den Blick auf Themen wie „Abriegelung 1961“, „Abhauen in den Westen“, „Maueralltag“, „Flucht & Schießbefehl“, „Horch, Guck & Greif“ und „Deutsch-Deutsche Grenze“.

 

Das vollständige Programm findet sich unter www.mauerbau.berlin

 

Der Zutritt zum Amphitheater im Mauerpark ist kostenfrei. Die Anzahl der Sitzplätze ist aufgrund der geltenden Corona-Regeln jedoch begrenzt. Die Veranstaltung findet unter den geltenden Regeln der Infektionsschutzverordnung des Landes Berlin statt.

 

Themis mit neuem Vorstand und Verstärkung im Beraterinnen-Team

Seit dem 1. Juli gehört Horst Brendel auf eigenen Wunsch nicht mehr dem Vorstand der Themis an. Ihm folgt Bernhard Speck, der gemeinsam mit Eva Hubert auf der Delegiertenversammlung am 1. Juni 2021 für die kommenden zwei Jahre in den Vorstand gewählt wurde. Bernhard Speck ist seit vielen Jahren erfolgreich in der Film- und Fernsehbranche als Herstellungsleiter und Finanzberater tätig. Er ist im Vorstand des Bundesverbands Produktion (BvP) und hat als Vertreter von Ver.di einen Sitz im Verwaltungsrat der FFA.

 

Ab 15. August wird das Beraterinnen-Team der Themis zudem um eine Volljuristin verstärkt. Die Hamburger Rechtsanwältin hatte sich mit ihrer eigener Kanzlei auf Opferschutzrechte spezialisiert und verfügt über langjährige Erfahrung in der Beratung gewaltbetroffener Menschen. Sie unterstützt Fachberatungsstellen und Verbände mit ihrer Expertise im Bereich des Opferentschädigungsrechts mit Fortbildungen, Stellungnahmen und in Projekten.

 

Eva Hubert, Vorständin der Themis: „Zunächst gilt es herzlich Horst Brendel zu danken. Er hat sich nach zweijähriger überaus engagierter Arbeit, die aus meinem Erleben immer konstruktiv, lösungsorientiert und vor allem höchst angenehm war, von diesem Amt verabschiedet. Aber es tröstet, mit meinem neuen Vostandskollegen Bernhard Speck und einer höchst erfahrenen Rechtsanwältin aus Hamburg gleich zwei neue Mitstreiter*innen begrüßen zu dürfen. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit.“

MYRIAD. Where we connect. Weltpremiere am Lido

Die Virtual Reality Experience zu globaler Tiermigration, MYRIAD. Where we connect. feiert im Wettbewerb der Reihe „Venice VR Expanded” der 78. Internationalen Filmfestspiele Venedig (1.-11. September 2021) ihre Weltpremiere. MYRIAD ist damit im Rennen um einen der begehrten Löwen des Festivals. Im Palazzo del Casino auf dem Lido wird MYRIAD Fachbesucher*innen vor Ort präsentiert. Gleichzeitig können die immersiven Projekte der Reihe „Venice VR Expanded“ online für einen verlängerten Zeitraum vom 1.-19. September auf der Virtual Reality Plattform VRChat erlebt werden. Darüber hinaus bietet das Festival interessierten Zuschauer*innen weltweit die einzigartige Möglichkeit, die VR Installationen vor Ort in 14 Locations in zehn Ländern, darunter auch Berlin, zu erleben.

 

Die VR-Experience MYRIAD ist ein Projekt der gemeinnützigen Organisation Interactive Media Foundation und Filmtank in Co-Kreation mit Miiqo Studios und Artificial Rome. Mit wissenschaftlicher Unterstützung durch das Max-Planck-Institut für Verhaltensbiologie, Museum für Naturkunde Berlin/ Mediasphere for Nature, Waldrappteam/ LIFE Northern Bald Ibis, Deutsches Meeresmuseum Stralsund, University of Exeter, Ascension Island Government, Zoo in der Wingst, Norwegian Polar Institute, Norwegian Institute for Nature Research und RiffReporter. Unterstützt durch das Medienboard Berlin-Brandenburg.

 

Produzent Michael Grotenhoff (Interactive Media Foundation): „Wir sind begeistert und fühlen uns sehr geehrt, bei einem weltweit renommierten Festival wie den Internationalen Filmfestspielen in Venedig, unsere Virtual Reality Experience MYRIAD der Weltöffentlichkeit erstmals präsentieren zu dürfen und damit ein so wichtiges Thema – globale Tiermigration – einem großen Publikum nahezubringen.“

 

Autorin und Creative Director Lena Thiele (Miiqo Studios): „In MYRIAD erzählen wir auf emotional berührende Art und Weise eindringliche Geschichten migrierender Tiere, die auf ihren globalen Wanderungen vermehrt mit den Folgen menschlichen Handelns konfrontiert werden. Die Zuschauer*innen folgen drei Tieren, einem kleinen Polarfuchs, einem Waldrapp und einer Grünen Meeresschildkröte auf ihrer außergewöhnlichen Migration und den zunehmenden Herausforderungen. MYRIAD nähert sich dem Thema auf künstlerisch-poetische Art und Weise und entwirft eindrucksvolle visuelle Narrationen. Tiergeschichten wie diese zeigen, wie sehr unsere Welt in sich vernetzt ist, sie weisen aber auch auf die Notwendigkeit hin, globale Verantwortung in unserer gemeinsamen Welt zu übernehmen und unser Verhältnis zur natürlichen Umwelt wieder neu auszurichten. So lassen sich der Grundgedanke hinter und die Motivation für unser Projekt MYRIAD skizzieren.“

 

An der Schnittstelle von Kunst, Wissenschaft und Storytelling erzählt MYRIAD von der Faszination und den Herausforderungen der weltumspannenden Wanderungen der Tiere in einer sich stetig verändernden, global vernetzten Welt, die massiv unter menschlichem Einfluss steht. MYRIAD visualisiert wissenschaftlich fundiert und gleichzeitlich künstlerisch anspruchsvoll die Auswirkungen des Anthropozän, das Zeitalter des Menschen, auf unsere Erde. Migrierende Tiere sind darauf angewiesen, mit globalen Ökosystemen zu interagieren. Nur so können sie auf ihren Wanderungen große Entfernungen überwinden und ihr Überleben sichern. Die Wissenschaft steht erst am Anfang, diese komplexen, voneinander abhängigen Systeme zu entschlüsseln. MYRIAD nimmt das Publikum mit auf die globale Reise in unserer vernetzten Welt.

 

In enger Zusammenarbeit mit Institutionen aus der ganzen Welt, u.a. dem Max-Planck-Institut für Verhaltensbiologie, verbindet MYRIAD neueste wissenschaftliche Daten mit innovativen, interaktiven Erzählformen und einer emotionalen anspruchsvollen Ästhetik. Das geschieht mittels der Virtual Reality Experience, die bei den 78. Internationalen Filmfestspielen in Venedig präsentiert wird, und darüber hinaus in Form einer 360° 3D Dokumentation, einer Primetime TV-Dokumentation, einer immersiven Installation, Labs und Citizen Science-Projekten sowie weiteren Medienformaten, die aktuell noch in Produktion sind.

 

Projektpartner*innen des Gesamtprojektes mit allen Formaten MYRIAD. Where we connect.

Die crossmediale Produktion MYRIAD ist ein Projekt von der Interactive Media Foundation und Filmtank in Co-Kreation mit Miiqo Studios, Context Film und Artifical Rome. Mit wissenschaftlicher Unterstützung durch das Max-Planck-Institut für Verhaltensbiologie, Museum für Naturkunde Berlin/ Mediasphere For Nature, Waldrappteam/ LIFE Northern Bald Ibis, Deutsches Meeresmuseum Stralsund, University of Exeter, Ascension Island Government, Zoo in der Wingst, Norwegian Polar Institute, Norwegian Institute for Nature Research, zooschweiz, Tiergarten Schönbrunn. In Partnerschaft mit dem World Wide Fund for Nature (WWF). In Kooperation mit ARD/SWR, RiffReporter und Occupied VR. Das Projekt wird unterstützt durch Medienboard Berlin-Brandenburg, MFG Baden-Württemberg, Canada Media Fund, Bell Fund.

 

Mehr zu MYRIAD. Where we conncect. unter https://myriad.earth.

 

Über Interactive Media Foundation:

Das Kreativstudio Interactive Media Foundation (IMF) ist eine gemeinnützige Organisation mit Hauptsitz in Berlin. Die IMF vereint umfassende Expertisen in den Bereichen Konzept, Storytelling, Film, Digitales und Produktion und experimentiert mit zeitgemäßen Formaten und Ausdrucksformen, um gesellschaftlich relevante Themen aus Kunst, Technik, Gesundheit und Ökologie publikumswirksam umzusetzen. Mit crossmedialen Produktionen wie DAS TOTALE TANZ THEATER, INSIDE TUMUCUMAQUE, NINETTE – DÜNN IST NICHT DÜNN GENUG, ULM STORIES und vielen mehr war das Kreativstudio bereits bei zahlreichen internationalen Festivals u.a. bei Ars Electronica, Bejing International Film Festival, Cannes XR, CPH:DOX, Open City Doc Festival London, Save Festival Moskau, Raindance, Sunny Side of the Docs, VR Days Europe, VRHAM! vertreten und wurde international ausgezeichnet.

 

Treibende Kraft ist dabei, mit den Inhalten die jeweiligen spezifischen Zielgruppen optimal zu erreichen. Dazu sucht und testet die IMF unterschiedliche, neue und etablierte, interaktive und digitale Ausdrucksformen, die das jeweilige Thema intellektuell und emotional transportieren. Die international vielfach ausgezeichneten Produktionen werden in Schulen und Beratungseinrichtungen eingesetzt, aber auch weltweit auf Medienkunst- und Film-Festivals sowie in zahlreichen kulturellen Institutionen gezeigt. www.interactivemedia-foundation.com

 

Über Filmtank:

Die vielfach preisgekrönte Produktionsfirma FILMTANK mit Sitz in Berlin, Hamburg und Stuttgart kommt ursprünglich aus dem Dokumentarfilm und produziert heute ganze Themenuniversen. Während in Hamburg und Stuttgart vorwiegend Kinofilme hergestellt werden, konzentriert sich das Büro in Berlin auf die Produktion von crossmedialen Inhalten. Die Produktionen von Filmtank wurden vielfach international ausgezeichnet, so auch das wegweisende Crossmedia-Projekt „netwars/out of CTRL“. Alle Filmtank-Produktionen haben eines gemeinsam: Sie wollen Grenzen überwinden, bedeutsame Themen kreativ umsetzen, den Horizont erweitern. www.filmtank.de

 

Über Miiqo Studios:

Miiqo Studios, 2012 in Berlin gegründet, entwickelt immersive Formate an der Schnittstelle von Kunst, Wissenschaft und Storytelling. Mit mehr als 25 Jahren Erfahrung im digitalen Bereich vertrauen wir dem ganzheitlichen Ansatz, Narrationen kombiniert mit neuen Technologien zu emotionalen, tiefgreifenden Erlebnissen werden zu lassen. www.miiqo.com

 

Über Artificial Rome:

Artificial Rome ist ein Studio für digitales Design und visuelle Kommunikation mit Fokus auf immersive, interaktive Erlebnisse. Seit seiner Gründung im Jahr 2014 entwickelt das Studio neue interaktive Kommunikationsformate aus der Verbindung von digitaler Technologie, schöpferischer Vision und klarer gestalterischer Handschrift. www.artificialrome.com

DSP: Cornelia Froboess erhält Ehrenpreis Lebenswerk

Die Schauspielerin Cornelia Froboess erhält bei der Verleihung des Deutschen Schauspielpreises 2021 (DSP) am 3. September 2021 für ihr schauspielerisches Schaffen den Ehrenpreis Lebenswerk des Bundesverbands Schauspiel BFFS. Der Ehrenpreis Inspiration zeichnet in diesem Jahr die Kampagne #ActOut und das Netzwerk Queer Media Society aus.

 

Über den Ehrenpreis Lebenswerk entscheidet der Vorstand des BFFS nach Vorschlägen aus der BFFS-Mitgliedschaft. Die Schauspielerin Cornelia Froboess steht damit in einer Reihe mit Dieter Mann (Ehrenpreisträger 2020), Christine Schorn (2019), Peter Simonischek (2018), Hanna Schygulla (2017), Armin Mueller-Stahl (2016), Rolf Hoppe (2015), Senta Berger (2014), Götz George (2013) und Katharina Thalbach (2012)., geboren in Wriezen im Märkischen Oderland

 

Aus der Begründung des BFFS: „Als Kinder- und Teeniestar mit der traumwandlerischen Sicherheit im Auftritt und dem durchlässigen Glanz in der Mimik ausgestattet, bezauberte sie Nachkriegsdeutschland, bediente auch die Sehnsucht nach unbeschwerter Lebensfreude. (…) Cornelia Froboess‘ Karrierestationen über den Filmstar der Fünfzigerjahre bis zur gefeierten Theaterschauspielerin an den Münchener Kammerspielen dagegen stellen sich aus heutiger Sicht wie eine leichte und selbstverständliche Metamorphose dar. Ob Komödie oder unter die Haut gehendes Drama, sie lässt alles selbstverständlich und beneidenswert leicht aussehen und schafft es, den Kern ihrer überaus einnehmenden Persönlichkeit in ihren Rollen auf eine Weise erstrahlen zu lassen, die die Zuschauer in dem Wunsch schweben lässt, immer mehr und noch mehr davon zu erleben.“

 

Mit dem Ehrenpreis Inspiration zeichnet der Vorstand des BFFS eine Persönlichkeit oder Institution aus, die durch ihre Leistung in besonderer Weise die Schauspielkunst ermöglicht und gefördert hat. 2021 geht die Ehrenauszeichnung an die Initiator*innen des Manifests, der Kampagne und des Netzwerks #ActOut (Karin Hanczewski und Godehard Giese) und das Netzwerk Queer Media Society (Kai Pieck), das die Kampagne maßgeblich unterstützt hat. Karin Hanczewski, Godehard Giese und Kai Pieck werden stellvertretend für alle Beteiligten geehrt. #ActOut setzt sich für Akzeptanz und Anerkennung von lesbischen, schwulen und bisexuellen sowie transgender, queeren, intergeschlechtlichen und nichtbinären Personen in der Gesellschaft und der deutschsprachigen Film-, Fernseh- und Theaterbranche ein.

 

Aus der Begründung des BFFS: „Nichts ist so stark wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist. Aber von selbst setzt sie sich nicht um. Darum danken wir jenen 185 Kolleg*innen, die im Februar diesen Jahres zusammen mit Journalist*innen der Süddeutschen Zeitung das Manifest, die Kampagne und das Netzwerk #ActOut ins Leben gerufen, organisiert und umgesetzt haben. Damit haben sie klug, beherzt und mutig die Gunst der derzeit hohen gesellschaftlichen Akzeptanz für Themen im Zusammenhang mit Diversität genutzt und einen maximalen Fokus auf die Tatsache gelenkt, dass es viele Arten zu sein, zu leben und zu lieben gibt.

 

Am 5. August sind Godehard Giese und Heinrich Horwitz von #ActOut zu Gast bei „Schauspielheld*innen“, dem monatlichen Podcast des BFFS, moderiert von Nicolai Tegeler und Isabel Lamers. Der Podcast kann auf allen gängigen Podcast-Plattformen und auf www.bffs.de gehört werden.

 

 

Die Verleihung des Deutschen Schauspielpreises 2021 findet am 3. September in der Berliner Veranstaltungslocation und dem Restaurant Spindler & Klatt statt.

 

Über den Deutschen Schauspielpreis:

Der Deutsche Schauspielpreis wurde vom Bundesverband Schauspiel e.V. (BFFS) ins Leben gerufen und während der Berlinale 2012 zum ersten Mal verliehen. Die Preisverleihung ist eine Non-Profit-Veranstaltung, die nur durch ein breites ehrenamtliches Engagement der Schauspieler:innen, zahlreicher Freunde und Unterstützer:innen, Förder:innen und Sponsor:innen ermöglicht wird.

www.schauspielpreis.com

 

Über den Bundesverband Schauspiel e.V. (BFFS):

BFFS steht für Bühne, Film, Fernsehen, Sprache. Gegründet 2006 ist der BFFS als Verband und Gewerkschaft mit seinen über 3.400 Schauspieler:innen inzwischen die größte nationale Schauspieler:innenorganisation und die mitgliederstärkste Berufsvertretung der deutschen Film-, Fernseh- und Theaterlandschaft. Der BFFS vertritt die berufsständischen sowie die gewerkschaftlichen Interessen der Schauspieler:innen in Deutschland. Er will die kulturellen, gesellschaftlichen, politischen, rechtlichen, tariflichen und sozialen Rahmenbedingungen verbessern bzw. schaffen, die sowohl den einzigartigen Schauspielberuf schützen, bewahren und fördern als auch die besondere Lebens- und Erwerbsituation der Künstler:innen berücksichtigen, die diesen Schauspielberuf ausüben.

 

Wir danken den Sponsoren und Partnern:

AUDI AG, GVL, Getränke Hoffmann, Gustavo Gusto, pad concept, Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe, ver.di, Underberg und HUTHevents.

 

Foto: privat

Wissensstadt Berlin 2021: Halbzeit

Noch bis Ende August laden die zentralen Ausstellungen zum Gemeinschaftsprojekt „Wissensstadt Berlin 2021“ ein, mehr zu den Themen Gesundheit, Klima und Zusammenleben zu erfahren. Das Open-Air-Programm vor dem Roten Rathaus macht die Vielfalt der Wissenschaften unterhaltsam, live und interaktiv erlebbar: mit Diskussionsrunden, Weiterlesen

Serienwerft erneut Produzent von PARLAMENT

In Straßburg sind am 19. Juli die Dreharbeiten zur 2. Staffel der deutsch-französischen Politsatire „Parlament“ gestartet. Noch bis zum 3. September entstehen am offiziellen Sitz des Europäischen Parlaments zehn neue, 30-minütige Folgen. Auch die zweite Staffel wird produziert von Dagmar Rosenbauer und Jan Diepers (Studio Hamburg/ Serienwerft) sowie von Thomas Saignes und Fabienne Servant Schreiber von cinétévé für ONE/SWR/WDR und France Télévision.

 

Wieder mit dabei im deutsch-französisch-englischen Cast sind Xavier Lacaille (Samy), Liz Kingsman (Rose), Philippe Duquesne (Michel), Lucas Engländer (Torsten) und William Nadylam (Eamon). Neuzugänge sind die französische Schauspielerin Georgia Scalliet sowie Martina Eitner-Acheampong („Stromberg“ – Erika Burstedt) und Johann von Bülow („Mord mit Aussicht“ – Jan Schulte).

 

Zurück im Europaparlament

Erneut dreht sich alles um politische Intrigen, Scharmützel und Manipulationen rund um das Geschehen im Europaparlament. Mitarbeiter Samy (Xavier Lacaille) dient jetzt einer neuen Europaabgeordneten: Valentine Chantel (Georgia Scalliet). Die junge, ehrgeizige französische Politikerin holt sich ohne es zu ahnen mit der deutschen MEP Gesine (Martina Eitner-Acheampong) ihre größte Widersacherin ins Team für den „Blue-Deal“ – ein Gesetzespaket zum Schutz der Meere. Auch Rose (Liz Kingsmen) kehrt nach Straßburg zurück. Wegen des Brexits ist für sie kein Platz mehr im Parlament und sie muss Lobbyistin werden. Michel (Philippe Duquesne) wird Parlamentspräsident. Eingefädelt hat das sein Stabschef Martin Kraft (Johann von Bülow), der eigentlich eine leicht zu führende Marionette wollte und jetzt mit einem überzeugten Europäer konfrontiert ist.

 

Die Ausstrahlung auf ONE und in der ARD Mediathek ist für 2022 geplant.

„Parlament“ wurde in diesem Jahr mit dem renommierten Grimme-Preis in der Kategorie Fiktion ausgezeichnet. Die Preisverleihung findet am 27. August statt. Bereits ab 26. August zeigt ONE ab 20.15 Uhr die komplette erste Staffel, die dann auch in der ARD-Mediathek abrufbar ist.

 

Regie führen Jeremie Sein, Émilie Noblet und Noé Debré, der als Headwriter auch die weitern Autoren Lilly Lambert, Pierre Dorac und Maxime Calligaro anleitet.

 

Redaktion: Silke Holgersson (ONE), Brigitte Dithard (SWR) und Götz Bolten (WDR)

 

Foto: Auch bei der 2. Staffel wieder mit dabei (v.l.n.r.): Philippe Duquesne, Xavier Lacaille und Johann von Bülow. Credit: Benoit Linder

Vertikale Expansion von RISE | Visual Effects Studios

RISE | Visual Effects Studios, weltweit renommiertes Visual Effects (VFX) Unternehmen mit Sitz in Berlin und Niederlassungen in München, Köln, Stuttgart und London, gründet in München ein eigenes Animationsstudio für High-End Film- und Serien Produktionen.

 

Die neue Animation Division in München agiert als eigenständiger, kreativer Arm innerhalb der RISE-Gruppe und wird maßgeblich Animationsprojekte aus dem Produktions-Slate der RISE PICTURES umsetzen, mit einem besonders starken Fokus auf visueller Entwicklung und Concept Art.

 

Dazu befinden sich zusätzliche Büros am Sitz der Münchener Dependance in der Infanteriestraße im Ausbau. Die verfügbare Fläche wird noch im laufenden Monat verdreifacht und eine kreative Umgebung für dann bis zu zunächst 80 neue Mitarbeiter im Animationsstudio bzw. insgesamt 120 Mitarbeiter bieten.

 

Sinje Gebauer übernimmt im August als neue Geschäftsführerin die Leitung der kompletten südlichen Dependance von RISE, also sowohl des Münchner VFX Büros als auch des neuen Animationsstudios. Die ausgewiesene Animationsexpertin und Gastdozentin an der HFF München war zuletzt als Head of Studio bei Studio Isar Animation tätig. Zuvor war sie als Senior VFX Producerin für visuelle Effekte in Filmen wie Aquaman, Tomb Raider oder Der Ballon verantwortlich und bringt somit für beide Geschäftsfelder der Münchner Dependance – VFX und Animation – herausragende Referenzen mit.

 

Sinje Gebauer: „Ich freue mich auf die neue Herausforderung. Für mich steht RISE seit Jahren für Innovation und herausragenden Unternehmergeist. Wir möchten nun den Standort in München auf ein noch höheres Level heben und wachsen. Zudem ist mir die Weiterentwicklung von jungen und etablierten Talenten sehr wichtig. Dazu zählt für mich auch das Schaffen von nachhaltigen und langfristigen Arbeitsplätzen.“

 

Sie übernimmt die Leitung der Dependance von Dominik Trimborn, der nach fünf Jahren das Unternehmen auf eigenen Wunsch hin verlässt.

 

Dominik Trimborn, bis August Geschäftsführer der Münchner Dependance ergänzt: „Ich möchte mich bei RISE für eine wahnsinnig spannende Zeit mit einem tollen Team und für das entgegengebrachte Vertrauen bedanken. Wir haben mit einem leeren Raum angefangen – und sind jetzt eines der führenden Unternehmen am Standort. Auf das Erreichte bin ich extrem stolz und ich werde die gewonnenen Freunde und Weggefährten vermissen.“

 

Sven Pannicke, Geschäftsführer RISE | Visual Effects Studios:

„Mit Sinje gewinnen wir in München eine Geschäftsführerin, die sowohl langjährige internationale Erfahrungen im Bereich VFX als auch im Animationsfilm mitbringt, ein Bereich, den wir an unserem Standort in München nun explizit ausbauen werden. Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit und viele spannende Projekte in München.  Bei Dominik, der seit 2016 das Studio von RISE in München federführend mit aufgebaut und ausgesprochen erfolgreich geleitet hat, möchte ich mich ganz herzlich bedanken. Wir wünschen ihm alles Gute für die Zukunft, die uns – so viel steht in dieser kleinen Branche fest – auch wieder zueinander führen wird.“

 

Als erstes Projekt mit internationaler Ausrichtung wird das Studio Igraine Ohnefurcht aufgreifen, das magische Familienabenteuer von Bestsellerautorin Cornelia Funke, das RISE PICTURES, der Produktionsarm der RISE I Visual Effects Studios, gemeinsam mit Oscar-Preisträger Volker Engel, Gesa Engel und Lucia Scharbatke von Uncharted Territory produziert. Parallel ist die Umsetzung einer ikonischen deutschen Zeichentrickmarke für die weltweite Kino- und Serienauswertung bei RISE PICTURES in Entwicklung.

 

Ulrich Schwarz, Produzent & Head of Production RISE PICTURES: „RISE | Visual Effects Studios genießt weltweit ein hohes Renommee und steht für wegweisende VFX in Filmerfolgen wie Avengers – Endgame oder Matrix 4. Mit dem neuen Studio wird RISE auch mit ihrer Animation in diese Liga vorstoßen. Denn dass wir Animation auf höchstem internationalen Niveau beherrschen, haben wir bereits mit der gemeinsam mit Constantin Film produzierten 3D CGI-Animation Drachenreiter bewiesen. Für mich als Produzent ist die Neugründung ideal. Denn nun kann ich zusätzlich zu den VFX-Teams für meine Live Action Filme, wie zuletzt beim Sci-Fi Thriller Stowaway, auf ein ebenso starkes und erfahrenes Team in der Animation zurückgreifen. Die RISE Gruppe stellt sich vertikal auf und liefert nun unikal Produktion, Animation und VFX aus einer Hand.“

 

Über RISE | Visual Effects Studios:

RISE | Visual Effects Studios wurde 2007 von Sven Pannicke, Robert Pinnow, Markus Degen und Florian Gellinger in Berlin gegründet. Das Unternehmen beschäftigt an seinen fünf Standorten Berlin, München, Köln, Stuttgart und London 150 Angestellte und bis zu 250 Freelance Artists. RISE ist seit dem ersten Captain America-Film Teil der Marvel-Familie (Loki, WandaVision, Avengers-Franchise, Black Panther, Doctor Strange, Guardians of the Galaxy) und hat einige der erfolgreichsten Film-Franchises für Firmen wie Warner Bros, Walt Disney und 20th Century Fox mit VFX versehen, darunter The Matrix 4, Fantastic Beasts 3, The King’s Man, Fast & Furious und Dumbo sowie Serien von Amazon, Netflix, Apple+ und HBO wie Babylon Berlin, Stranger Things, Dark, Westworld und Stephen Kings Lisey’s Story. Außerdem setzt RISE erfolgreich Animationsfilme in Szene (Drachenreiter, Richard the Stork). www.risefx.com

 

Über RISE PICTURES: RISE PICTURES agiert als Produktionsarm innerhalb der RISE Gruppe und produziert, finanziert und koproduziert vielfältige Filme und Serien mit einem hohen Anspruch an das Storytelling – vorzugsweise in Kombination mit RISE | Visual Effects Studios für State-of-the Art VFX oder CGI-Animationen. RISE PICTURES steht für ein breites Spektrum vom kommerziellen und innovativen Kino bis zur High-End Serie. Zuletzt produzierte RISE PICTURES den internationalen Sci-Fi-Thriller Stowaway mit Oscar® Nominees Anna Kendrick und Toni Collette unter der Regie von Joe Penna. www.risepx.com

Dragon Rider © Foto: 2020 Constantin Film Verleih GmbH

MUBIs kuratierte, tägliche Filmauswahl im August

August ist Ferienzeit und so führt auch die MUBI-Filmauswahl in diesem Monat in die Ferne. Etwa mit Moritz Bleibtreu und Christiane Paul auf eine Reise von Hamburg nach Istanbul, dank Angnès Varda entlang der Riviera-Küste der späten 50er Jahre oder gemeinsam mit Romy Schneider und Alain Delon an den Pool. Aber MUBI nimmt auch diejenigen in den Blick, für die Urlaub allenfalls ein fernes Thema ist. Wie etwa für Lina aus Lima, die nach zehnjähriger Tätigkeit in Chile ihren Sohn wiedertrifft, oder für die Familie aus Newcastle, der Ken Loach eine Stimme gibt und die in der globalisierten Arbeitswelt zu scheitern droht oder auch für Amel Alzakout und Khaled Abdulwahed, die ihre Flucht nach Europa in eindringliche dokumentarische Bilder packen.

 

Anbei erhalten Sie einen Überblick über das Line-up der täglich neu hinzugefügten Filme auf der Arthouse-Streamingplattform MUBI (www.mubi.com) im August 2021. Einzelne Änderungen sind vorbehalten. Insgesamt bietet die Plattform rund 1.100 sorgsam kuratierte Titel.

 

Das sind die Highlights: 

Ab 2. August: IM JULI von Fatih Akin (2020, Deutschland, Komödie, Liebesfilm). Fatih Akins glänzend besetzter Genre-Mix aus Roadmovie, Romanze und Komödie begeisterte das Publikum im Kino ebenso wie bei der Berlinale und Filmfestivals in ganz Europa, von Rotterdam über Tromsø bis Thessaloniki. Der scheue Lehramtsreferendar Daniel (Moritz Bleibtreu) folgt seiner ihm vermeintlich vorbestimmten großen Liebe (Christiane Paul) durch mehrere Länder Osteuropas bis nach Istanbul. In zahlreichen turbulenten Abenteuern verliert er auf der Reise nach und nach all seine Hemmungen. Moritz Bleibtreu erhielt für seine schauspielerische Leistung in IM JULI den Deutschen Filmpreis.

 

Ab 10. August: DREI FARBEN: ROT von Krzysztof Kieślowski (1994, Frankreich, Schweiz, Drama). Krzysztof Kieślowski letzter Spielfilm und letzter Teil seiner Trilogie über die drei Farben der französischen Flagge. Die 23-jährige Valentine, Studentin der Genfer Universität und nebenbei Fotomodell, begegnet zufällig einem pensionierten Richter. Es beginnt eine sonderbare Beziehung zwischen den beiden, die die Grenzen zwischen Zufall und Schicksal verschwimmen lässt. Nominiert für die goldene Palme in Cannes, drei Nominierungen für die Academy Awards, darunter auch in der Kategorie „Best Director“, Vorführungen auf der Grande Piazza beim Filmfest in Locarno und der Gewinn der Independent Spirit Awards als „Best Foreign Film“ geben einen Hinweis darauf, dass viele Kritiker DREI FARBEN: ROT als glänzenden Abschluss, wenn nicht sogar als gelungensten Teil der Trilogie betrachten.

 

MUBI präsentiert zwei weitere Titel in der Christian Petzold Reihe:
Ab 7. August: BARBARA (2012, Deutschland, Drama). Uraufgeführt im Wettbewerb der Berlinale 2012 zählte der Film zu den Mitfavoriten auf den Hauptpreis des Filmfestivals. Petzold, selbst Kind von DDR Flüchtlingen, erzählt von der Ärztin Barbara (Nina Hoss), die eigentlich aus dem Land fliehen will, aber die Kontrolle über sich, ihre Pläne und ihr Herz verliert und so doch bleibt, wo sie ist.

 

Und ab 14. August: PHOENIX (2014, Deutschland, Drama, Thriller, Mystery, Drama). Wie schon in BARBARA bietet Christian Petzold seinen Stars Nina Hoss und Ronald Zehrfeld auch in PHOENIX die große Bühne des Lebens: Nachdem Nelly (Nina Hoss) Auschwitz überlebt hat, kehrt die ehemalige Sängerin mit entstelltem, aber rekonstruiertem Gesicht ins verwüstete Berlin zurück, um ihren Ehemann (Ronald Zehrfeld) zu finden, der möglicherweise ihr Versteck an die Nazis verriet. Als er sie unbekannterweise um Hilfe bittet, an ihr Erbe zu kommen, wird sie zu ihrer eigenen Doppelgängerin. PHOENIX lief auf den internationalen Festivals in Toronto, Rotterdam und San Sebastian, wo er den Kritikerpreis erhielt.

 

Ab 19. August: ALONG THE COAST – DU CÔTÉ DE LA CÔTÉ von Agnès Varda (1958, Frankreich, Dokumentarfilm, Kurzfilm). Das frühe filmische Kleinod der großen Filmemacherin Agnes Varda ist Besichtigung und Dokumentarfilm zugleich und führt an die Riviera der späten 50er Jahre, untermalt mit einem fröhlichen Lied von Georges Delerue.

 

Ab 20. August: DIE NIBELUNGEN – TEIL I: SIGFRIED VON XANTEN (1966, Deutschland, Jugoslawien, Abenteuerfilm, Fantasy) und ab 21. August: DIE NIBELUNGEN – TEIL II: KRIEMHILDS RACHE (1967, Deutschland, Jugoslawien, Abenteuer, Fantasy) von Harald ReinlDIE NIBELUNGEN sind Arthur Brauners Versuch, die großen Stoffe des Weimarer Kinos neu aufzulegen. Harald Reinl, erfolgreicher Regisseur von Karl May, Edgar Wallace und Ludwig Ganghofer Straßenfegern, schildert in dem zweiteiligen Film das Nibelungenlied als Liebesdrama rund um Siegfried, Kriemhild, Gunther, Hagen und den Zwergenkönig Alberich.

 

Ab 22. August: DER SWIMMINGPOOL von Jacques Deray (1969, Frankreich, Italien, Krimi, Drama, Thriller). Romy Schneider und Alain Delon rekeln sich in flirrender Hitze als Marianne und Jean-Paul am Pool. Die intime Zweisamkeit des Paares wird gestört, als Mariannes Ex-Lover (Maurice Ronet) mit seiner frühreifen Tochter Pénélope (Jane Birkin) auftaucht. Zwischen den Männern gärt es bald. Der französische Filmklassiker war die Sensation der Berlinale 1995.

 

Ab 23. August: MUBI EXKLUSIV – LINA FROM LIMA von María Paz González (2019, Chile, Argentinien, Komödie, Musical). Der erste Spielfilm der Dokumentarfilmerin María Paz González erzählt von der Realität der Wanderarbeiterin Lina. Sie hat Peru und ihren Sohn vor zehn Jahren verlassen, um als Dienstmädchen bei einer chilenischen Familie zu arbeiten. Vor dem Wiedersehen mit ihrem Teenagersohn entflieht Lina ihren Sorgen, indem sie sich vorstellt, die Heldin in einem Musical zu sein. Der Film bewegte das Publikum weltweit, unter anderem auf den Festivals in Toronto, Mar del Plata, Edinburgh und Göteborg.

 

Ab 25. August: DAS PURPURNE MEER von Amel Alzakout und Khaled Abdulwahed (2020, Deutschland, Dokumentarfilm, Avantgarde). Das syrische Paar Amel Alzakout und Khaled Abdulwahed lernten sich im Exil in der Türkei kennen. Während Khaled legal nach Berlin ausreisen durfte, blieb der Weg für Amel versperrt. Sie entschied sich schließlich, mit Schleppern über das Mittelmeer nach Europa zu gelangen. Wie sie Flucht, Distanz und Stereotype erlebten, filmten die beiden mit Bodycams und verarbeiteten ihre teils dramatischen Erlebnisse in DAS PURPURNE MEER. So entstanden u.a. Bilder, die Amel mit ihrer Unterwasserkamera auf ihrer Fluchtroute über das Mittelmeer eingefangen hat, als kurz vor der griechischen Insel Lesbos ihr Boot kenterte – eine eindringliche, noch nie gesehene Perspektive auf die so komplexe Flüchtlingskrise. Seine Weltpremiere feierte der Film auf der Berlinale 2020 in der Reihe „Forum Expanded“.

 

Ab 28. August: SORRY WE MISSED YOU von Ken Loach (2019, Großbritannien, Frankreich, Drama). In SORRY WE MISSED YOU, der im Wettbewerb des 72. Filmfestivals in Cannes uraufgeführt wurde und beim 27. Filmfest Hamburg Deutschlandpremiere feierte, thematisiert Ken Loach einmal mehr die Missstände der modernen Welt und gibt den einfachen Leute eine filmische Stimme. In dem bewegenden Sozialdrama porträtieren Ken Loach und sein langjähriger Drehbuchautor Paul Laverty die vierköpfige Familie von Ricky und Abby, die an eine plötzlich sich bietende Chance glaubt, aber an den Bedingungen der globalisierten Arbeitswelt zu zerbrechen droht.

 

Hier geht es zur kompletten Filmliste im August.

 

Bildnachweis: Romy Schneider in DER SWIMMINGPOOL /Copyright: MUBI

UFA Filmnächte wieder live auf der Berliner Museumsinsel

Wieder Live und vor Publikum: Die Berliner Museumsinsel ist nach einer digitalen Ausgabe im vergangenen Jahr erneut Spielort der UFA Filmnächte. Vom 25. bis zum 27. August 2021 präsentieren Bertelsmann und UFA an drei Abenden unter freiem Himmel, vor spektakulärer Kulisse und begleitet von Live-Musik Meisterwerke des Weimarer Kinos, die allesamt internationale Kinogeschichte geschrieben haben. Das Stummfilmfestival findet parallel auch im Netz statt: Mit Livestreams, einer runderneuerten Website und digitalen Programminformationen.

 

Den Auftakt der diesjährigen UFA Filmnächte macht Ernst Lubitschs CARMEN, eine freie Bearbeitung der gleichnamigen Oper von Georges Bizet und Lubitschs erste Großproduktion. Wegen seiner Opulenz und der schauspielerischen Extraklasse von Pola Negri sorgte der Film unter dem Titel GYPSY BLOOD damals weltweit für Aufsehen. CARMEN wurde von der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung mit finanzieller Unterstützung von Bertelsmann aufwändig digital restauriert. Das filmische Juwel wird dem Publikum nun erstmals wieder in weitgehend vervollständigter Schnittfassung und mit rekonstruierter Farbgebung präsentiert. Auf der Museumsinsel begleitet den Film das ensemble KONTRASTE mit einer Neukomposition von Tobias Schwencke, die im Auftrag von ZDF/Arte entstand.

 

Am zweiten Abend folgt das orientalische Märchen DIE LEUCHTE ASIENS von Franz Osten, die erste Zusammenarbeit deutscher und indischer Filmemacher und gleichzeitig die erste internationale Ko-Produktion Indiens überhaupt. Mit orientalischen Klangwelten wird das Silent Light Orchestra begeistern, hervorgegangen aus Mitgliedern des Ensembles Trioglyzerin und des Ekkehard-Wölk-Quartetts, beides Formationen, die bereits frühere UFA Filmnächte musikalisch zu verzaubern wussten.

 

Der dritte Abend ist Friedrich Wilhelm Murnaus Klassiker NOSFERATU gewidmet. Begleitet wird die „Mutter aller Horrorfilme“ von dem weltberühmten Organisten Cameron Carpenter, der die internationale Musikwelt mit seiner Virtuosität an der Orgel seit Jahren in Begeisterungsstürme versetzt.

 

Ab sofort sind Tickets zum Preis von 20,- Euro inklusive Vorverkaufsgebühr unter www.ufa-filmnaechte.de erhältlich.

 

Alle Filme starten um 21:00 Uhr. Einlass ist ab 19:30 Uhr. Die für die Veranstaltung geltenden Corona-Regelungen sind auf www.ufa-filmnaechte.de zu finden.

 

Auf der eigens neu gestalteten Webseite www.ufa-filmnaechte.de werden außerdem alle drei Filme live und kostenlos im Stream zu sehen sein. Die Filme bleiben im Anschluss jeweils bis 21:00 Uhr des Folgetages on demand zugänglich und werden auch über die Social-Media-Kanäle der UFA Filmnächte sowie von Bertelsmann und UFA abrufbar sein.

 

Bertelsmann fördert seit einigen Jahren Restaurierungen von Klassikern des Weimarer Kinos. So stand das Unternehmen 2015 der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung zur Seite, als sie den expressionistischen Filmklassiker Das Cabinet des Dr. Caligari von Robert Wiene (1920) digital restaurierte und damit für künftige Generationen erhalten konnte. Dank einer digitalen Restaurierung erstrahlte 2016 der vor einem Jahrhundert entstandene Stummfilm DER MÜDE TOD (1921) von Meisterregisseur Fritz Lang wieder in neuem Glanz. Auch diese Restaurierung wurde von der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung als Rechteinhaberin realisiert und von Bertelsmann als Hauptsponsor gefördert. 2018 folgte das romantische Abenteuer DER GEIGER VON FLORENZ. Der 1925 von der Ufa produzierte Film, der bis dahin nur in gekürzter Fassung vorlag, konnte von der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung mit finanzieller Unterstützung von Bertelsmann aufwändig digital in seiner ursprünglichen Länge restauriert werden. In diesem Jahr folgt schließlich die Welturaufführung der restaurierten Fassung von Ernst Lubitschs CARMEN. Das Epos liegt mit Unterstützung von Bertelsmann nun wieder in einer weitgehend vervollständigten Schnittfassung mit rekonstruierter Farbgebung vor.

 

Das Programm im Überblick:

 

Mittwoch, 25. August 2021, Filmbeginn: 21:00 Uhr

CARMEN (1918), Regie: Ernst Lubitsch

Drehbuch: Norbert Falk, Hanns Kräly

Mit Pola Negri, Harry Liedtke, Leopold von Ledebur, Grete Diercks, Paul Biensfeldt, Paul Conradi, Max Kronert, Margarete Kupfer, Heinrich Peer, Wilhelm Diegelmann.

Produktion: PAGU (Paul Davidson)

Länge: 94 Min.

Musik: Neukomposition von Tobias Schwencke nach Motiven der gleichnamigen Oper von Georges Bizet im Auftrag von ZDF/Arte. Es spielt das ensemble KONTRASTE  

 

Donnerstag, 26. August 2021, Filmbeginn: 21:00 Uhr

DIE LEUCHTE ASIENS (1925), Regie: Franz Osten

Drehbuch: Niranjan Pal

Mit Sarada Ukil, Himansu Rai, Profulla Chandra, Seeta Devi, Rani Bala, Sunit Mitter, Jagit Mathur, Sundar Rajam, Nolini Kumari  

Produktion: Emelka-Konzern, Himansu Rai, Peter Ostermayr

Länge: 97 Min.

Musik: Silent Light Orchestra

 

Freitag, 27. August 2021, Filmbeginn: 21:00 Uhr

NOSFERATU (1921/22), Regie: Friedrich Wilhelm Murnau

Drehbuch: Henrik Galeen

Mit Max Schreck, Alexander Granach, Gustav von Wangenheim, Greta Schröder,

Ruth Landshoff, Georg Heinrich Schnell, John Gottowt, Gustav Botz, Max Nemetz

Produktion: Prana-Film, Albin Grau, Enrico Dieckmann

Länge: 94 Min.

Musik: Cameron Carpenter (Orgel)

 

Partner der UFA Filmnächte sind Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung, arte, Stiftung Preußischer Kulturbesitz und Gegenbauer. radioeins und rbbKultur sind Medienpartner.

FIRST COW von Kelly Reichardt ab sofort exklusiv bei MUBI

“Ein Film über das Wesentliche” findet die taz, “A masterpiece” jubelt die New York Times, „ein zärtlicher Western“ findet Deutschlandfunk Kultur und Brigitte vergibt 5 von 5 Punkten.

 

MUBI, der weltweite Arthouse-Streamingdienst mit kuratierter Filmauswahl, freut sich FIRST COW ab heute, 9. Juli 2021,exklusiv in Deutschland auf mubi.com zu präsentieren.

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In Locarno ist NIEMAND IST BEI DEN KÄLBERN

Niemand ist bei den Kälbern von Sabrina Sarabi nach dem gleichnamigen Erfolgsroman von Alina Herbing feiert beim internationalen Filmfestival in Locarno seine Weltpremiere. Der Film läuft am 7. August, dem wichtigen Festivalsamstag, in der Reihe „Cineasti del presente“.

 

Niemand ist bei den Kälbern blickt jenseits jeder verklärenden Landlust-Romantik auf das Leben in der Provinz. Der Film erzählt von Christin (Saskia Rosendahl), deren sehnsüchtige Träume im Kälberstall zu platzen drohen – von der Weite, die einengt, von der Idylle, die erdrückt und vom Aufwachsen in Einsamkeit. Die Träume und Schäume von Stadt und Land.

 

Die Regisseurin Sabrina Sarabi gab 2019 mit Prélude ihr vielbeachtetes Langfilmdebüt, ebenfalls eine Weydemann Bros.- Produktion. In den Hauptrollen sind an der Seite von Saskia Rosendahl (u.a. Lore, Fabian), Rick Okon (u.a. Die Unsichtbaren, Das Boot, Tatort – Liebe mich) und Godehard Giese (u.a. Räuberhände, All my Loving, Transit) zu sehen.

 

Mit Niemand ist bei den Kälbern legt die Weydemann Bros., die u.a. mit Systemsprenger (u.a. acht Deutsche Filmpreise, Silberner Bär) große Erfolge feiern konnte, einen neuen intensiven Arthousefilm vor. Die Kamera führt Max Preiss, der auch schon bei Prélude für eindringliche Bilder sorgte. Die Montage übernahm Heike Parplies (u.a. Toni Erdmann), die Musik wurde komponiert von John Gürtler (u.a. Systemsprenger, Auszeichnung mit dem Europäischen Filmpreis 2019 für Musik).

 

Zum Inhalt: Hochsommer in der Mecklenburgischen Provinz. Fünf Häuser, eine Bushaltestelle, Kühe und ringsum nichts als Felder. Christin, 24, (Saskia Rosendahl) lebt auf dem Bauernhof ihres langjährigen Freundes Jan, 25 (Rick Okon). Die Aufbruchsstimmung der Nachwendejahre, die ihre Kindheit prägten, ist längst dahin und auch in  ihrer Beziehung gibt es schon lange keine Liebe mehr. Ihr Vater säuft. Den Kirsch hat auch Christin immer griffbereit unterm Autositz. Unter der flirrenden Hitze des Sommers scheint die Zeit stillzustehen. Da taucht Windkraftingenieur Klaus, 46, (Godehard Giese) aus Hamburg auf und die Welt beginnt sich wieder zu drehen.

 

Produziert wurde Niemand ist bei den Kälbern von Weydemann Bros. mit Förderung der BKM, der MOIN Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein, Film- und Medienstiftung NRW, Filmförderung des Landes Mecklenburg-Vorpommern und dem DFFF. Koproduzenten sind WDR und Arte. Filmwelt wird den Film 2022 in die Kinos bringen.

 

Weydemann Bros. ist in der Reihe Cineasti del Presente außerdem mit dem Film Kun Maupay Man it Panahon (Whether the Weather is fine) von Carlo Francisco Manatad (Cinematografica Films, House on Fire, Kawankawan Media, Weydemann Bros.) vertreten. Die philippinisch, französisch, indonesisch, deutsche Ko-Produktion wurde mit Mitteln des World Cinema Fund der Berlinale realisiert und erzählt vom dramatischen Überleben in einer philippinischen Stadt unmittelbar nachdem sie im November 2013 vom Super-Typhoon Haiyan heimgesucht worden war.

 

Und schließlich ist Zu weit weg von Weydemann Bros. in die Festivalsektion „Locarno Kids“ eingeladen. Regisseurin Sarah Winkenstette erzählt in ihrem Film von Ben (12), der mit seiner Familie in die Stadt umziehen muss, weil sein Dorf einem Braunkohletagebau weichen soll und dort auf Tariq (11) trifft, einem Flüchtling aus Syrien. In ihm sieht Ben zunächst einen Konkurrenten, stellt aber bald fest, dass sie mehr verbindet, als er dachte. Der bereits vielfach ausgezeichnete Film ist eine Produktion von Weydemann Bros. in Koproduktion mit Orange Roughy Filmproduktion und Rotor Film, in Zusammenarbeit mit dem NDR, unterstützt von der Film- und Medienstiftung NRW, der BKM, dem Kuratorium junger Deutscher Film, Creative Europe und DFFF. Zu weit weg wurde 2020 vom Farbfilm Verleih deutschlandweit in die Kinos gebracht

 

Jonas Weydemann, Produzent und Gründer Weydemann Bros.: „Locarno ist ein magischer Ort für Filmemacher.  „Niemand ist bei den Kälbern“ hier als Weltpremiere vorzustellen freut uns sehr! Ich danke dem neuen Festivalleiter Giona Nazzaro und seinem Team für die Filmauswahl, auch was Carlo Manatads spannendes Debüt angeht. Dass auch noch „Zu weit weg“ in die Reihe für Kinder- und Jugendfilme geladen wurde, macht unsere Vorfreude auf die Schweiz im August perfekt und ehrt uns sehr.“

 

Über Weydemann Bros.:
Weydemann Bros. realisiert Filme und Serien für den deutschen und internationalen Markt. Dabei leitet die vier ProduzentInnen Jonas und Jakob Weydemann, Yvonne Wellie und Milena Klemke die Vision eines gleichermaßen politischen und unterhaltsamen filmischen Erzählens. Das Unternehmen entwickelt mit AutorInnen und RegisseurInnen gemeinsam Projekte und baut langfristige kreative Partnerschaften auf. Filme von Weydemann Bros. haben über 100 Preise gewonnen, darunter acht Deutsche Filmpreise, ein Silberner Bär der Berlinale und einen Europäischen Filmpreis. Die Filme waren mehrfach für den Deutschen Filmpreis sowie für den Oscar in der Kategorie ‚Bester Internationaler Film’ in der Vorauswahl und liefen weltweit auf renommierten Filmfestivals. 2019 wurde Weydemann Bros. beim Cannes Filmfestival mit dem ‚10 Producers to watch‘ Preis der Variety ausgezeichnet und erhielt den Bayrischen Filmpreis als Beste Produzenten.

 

Die Gewinner*innen der 1. BERLIN FILM WEEK

Die Gewinner*innen der BERLIN FILM WEEK, die vergangene Woche vom 21.-27. Juni ihre Premiere in Berlin feierte, stehen fest. An sieben Tagen zeigte das Festival sieben Langfilme und sieben Kurzfilme. Neben den Open Air Vorführungen von „Beginning“ von Déa Kulumbegashvili und „First Cow“ von Kelly Reichardt wurden die anderen Filme in diesem Jahr coronabedingt auf www.yuzzi.org gestreamt. Eine Expert*innenjury wählte die Preisträger*innen aus. Die Kategorien „Bester Film“ und „Bester Kurzfilm“ sind mit jeweils 1.000 Euro dotiert.

Langfilme

  • Bester Film: “First Cow” von Kelly Reichardt
  • Jury Prize: “Apples” von Christos Nikous
  • Beste Regie: Kelly Reichardt für “First Cow”
  • Bestes Drehbuch: “The Delta of Bucharest” von Regisseurin und Drehbuchautorin Eva Pervolovici
  • Bestes Schauspiel: Paz de la Huerta in “Puppy Love” (Diese Auszeichnung ist geschlechtsneutral und unterscheidet nicht zwischen männlich oder weiblich)

 

Kurzfilme

  • Bester Kurzfilm: “As the Crow Flies” von Michael Søndergaard
  • Jury Prize: “Easter Eggs” von Nicolas Keppens

 

Die internationale Jury bestand aus Sabine Costa (Direktorin, Documentaire sur grand écran), Raffaella Pontarelli (CEO, Amarena Film), Jacques Henry-Bezy (Experiential Marketing and Creative Partnerships) und Siavash Minoukadeh (BFI Film Academy Young Programmer)

Festivalgründer und -direktor Julien Chapelle: „Wir freuen uns, dass die Premiere der BERLIN FILM WEEK trotz coronabedingter Einschränkungen und einer hybriden Ausgabe vom Berliner Publikum positiv angenommen wurde! Die Open Air Vorstellungen waren sehr gut besucht, das Streaming auf yuzzi.org wurde zahlreich genutzt. Im nächsten Jahr freuen wir uns auf eine physische Ausgabe der BERLIN FILM WEEK 2022!“

Die BERLIN FILM WEEK 2022 findet vom 27. Juni bis 3. Juli 2022 statt.

Mehr www.berlinfilmweek.com

Wissensstadt Berlin 2021: Open-Air-Ausstellung eröffnet   

Am Freitag Nachmittag eröffnete der Regierende Bürgermeister von Berlin und Wissenschaftssenator Michael Müller mit zahlreichen Gästen aus der Berliner Wissenschafts- und Forschungslandschaft die zentralen Ausstellungen zum Gemeinschaftsprojekt „Wissensstadt Berlin 2021“. Die Open-Air-Ausstellung vor dem Roten Rathaus und die Sonderausstellung „Helmholtz & Virchow“ anlässlich der 200. Geburtstage von Hermann von Helmholtz und Rudolf Virchow in der ersten Etage des Roten Rathauses können bis zum 22.08.2021 besucht werden.
Auf Initiative des Regierenden Bürgermeisters von Berlin kommen im Rahmen der „Wissensstadt Berlin 2021“ koordiniert von Kulturprojekte Berlin über 50 Institutionen zusammen, um die nächsten Monate ganz ins Zeichen der Wissenschaften zu setzen. Denn die Wissenschafts-region Berlin ist eine der größten Europas. Über die ganze Stadt verteilt – von Adlershof bis Zehlendorf – lehren, forschen, arbeiten und studieren mehr als 200 000 Menschen aus aller Welt.
Open-Air-Ausstellung vor dem Roten Rathaus
Die große Open-Air-Ausstellung von Kulturprojekte Berlin vor dem Roten Rathaus stellt Fragen und gibt mit einem vielfältigen Programm zu den Themen ‚Gesundheit‘, ‚Klima‘ und ‚Zusammenleben‘ auch Antworten — wissenschaftlich fundiert, politisch kontrovers und gesellschaftlich relevant. Die Ausstellung ist in drei thematisch voneinander abgegrenzte Stadtviertel gegliedert. Das Stadtviertel zum ‚Klima‘ beschäftigt sich chronologisch mit dem Wissen um die Klimaschädlichkeit von CO2 und seine Folgen und beleuchtet in sieben Schlaglichtern, wie der Klimawandel schon heute spür- und messbar ist. »Bleib gesund!« – seit 2020 ist dieser Satz allgegenwärtig. In einem Close-Up von der Einzelzelle bis zum Planeten stellt die Ausstellung in diesem Quartier eine Vielzahl von Herangehensweisen an das Thema ‚Gesundheit‘ vor. Und kommt so vielleicht einer Antwort auf die Frage näher: Woran kranken die gesellschaftlichen Verhältnisse eigentlich? Das Stadtviertel ‚Zusammenleben‘ beginnt unter dem Pflaster, führt durch die Straßen und über die Plätze und eröffnet schließlich den Blick auf die Stadt in ihrer baulichen, gesellschaftlichen und digitalen Entwicklung. Ausgehend vom Standort der Ausstellung, dem historischen Zentrum der Stadt, zeigt sie in acht Kapiteln verschiedene Facetten des Zusammenlebens durch die Linse der Wissenschaften.
„Helmholtz & Virchow“ Sonderausstellung im Roten Rathaus
Parallel zur Open-Air-Ausstellung vor dem Roten Rathaus beleuchtet die Sonderausstellung „Helmholtz & Virchow“ anlässlich der 200. Geburtstage von Hermann von Helmholtz und Rudolf Virchow das Leben und Wirken der beiden Universalgelehrten. Die Ausstellung in der ersten Etage des Roten Rathauses nimmt die Besucher*innen mit auf eine Zeitreise ins 19. Jahrhundert und schlägt zugleich den Bogen in die Gegenwart. Hermann von Helmholtz und Rudolf Virchow waren die Ersten in Berlin, die Forschung und Praxis verknüpften, indem sie auch gesellschaftspolitisch aktiv wurden.
Rudolf Virchow ist heute vor allem als Arzt und Politiker bekannt. Insbesondere seine Beiträge zur Sozialhygiene und öffentlichen Gesundheitsversorgung machten ihn auf beiden Gebieten bedeutend. Dem rastlosen Universalarbeiter Virchow steht Hermann von Helmholtz als Ordner der Dinge gegenüber. Auch er erhielt in Berlin seine ärztliche Ausbildung. Obwohl er vor allem als Physiker in Erinnerung geblieben ist, war er einer der bedeutendsten Naturwissenschaftler, der auch auf anderen Gebieten, wie der Physiologie, Optik, Akustik, Thermo- und Elektrodynamik, wegweisende Beiträge leistete.
Über 100 Open-Air-Veranstaltungen vor dem Roten Rathaus
Auf dem Platz vor dem Roten Rathaus sind vom 01.07. – 12.08.2021 alle Berliner*innen eingeladen, die Vielfalt der Wissenschaften unterhaltsam, live und interaktiv zu erleben. Mehr als 50 Partner bieten in über 100 Einzelveranstaltungen zu den Themen ‚Klima‘, ‚Gesundheit‘ und ‚Zusammenleben‘ Diskussionsrunden, Vorträge, Musik- und Theater-Performances, Science Slams, Live-Demonstrationen, Führungen sowie eine Filmreihe zu Wissenschaft im Kino.
So diskutieren am 29.07. im Vortragsprogramm die Klimaaktivistin Luisa Neubauer (Fridays for Future) und der Journalist Bernd Ulrich ihre jeweils andere Sicht auf die Klimakrise. Am 6. Juli geht es in drei Kurzvorträgen von Forschern der TU, aber auch Expert*innen aus der Wirtschaft um die Dürre-Hauptstadt Berlin und die Frage: Können wir uns mit dem Klima wandeln? Am 5. August lässt ein Podiumsgespräch im Rahmen des Talking Science Podcasts des rbb Wissenschaft auf Gesellschaft treffen. Der Stressforscher Prof. Mazda Adli und Prof. Hanns-Christian Gunga, Geologe, Paläontologe, Facharzt für Physiologie und Inhaber der einzigen deutschen Professur für Weltraummedizin, diskutieren, wie Städte unsere Gesundheit zum Guten aber eben auch zum Schlechten beeinflussen.
Im Rahmen von Aktionstagen mit Bühnenprogramm und interaktiven Angeboten erfahren interessierte Laien, neugierige Kinder und zukünftige Nachwuchsforscher*innen bei Mitmach-Experimenten, Workshops und Vorführungen, was die Wissenschaft heute bewegt. Wissensshows, Science Slams und Performances auf der Bühne bieten Unterhaltung und erweitern den Blick aus künstlerischer Perspektive, die KinderUni der Charité zeigt an ihren Vorlesungstagen wie spannend Forschung ist und erklärt 8- bis 12-jährigen, wie Leben entsteht und funktioniert.
In Zusammenarbeit mit radioeins und rbbKultur zeigt Knut Elstermann eine Reihe von ihm kuratierter Kinofilme mit wissenschaftlichen Themen, deren Inhalt und Wahrheitskern im Vorfeld mit Wissenschaftler*innen und Forscher*innen diskutiert werden. Die Reihe reicht von Steven Soderberghs Epidemie-Thriller „Contagion“, über die spannenden Dystopie-Klassiker „Soylent Green“ und „Hell“ bis hin zum Biopic „Ask Dr. Ruth“ über die heute weltberühmte, deutschstämmige, amerikanische Soziologin und unermüdliche Sex-Aufklärerin Dr. Ruth Westheimer, die dem Holocaust entkam.
Das Projekt wird ermöglicht durch eine Förderung der Lotto-Stiftung Berlin.
Alle Veranstaltungen, mit Ausnahme des Sommerkinos, sind eintrittsfrei. Weitere Infos zu Anmeldungen und den Coronahygieneregeln unter www.wissensstadt.berlin.
Mit freundlicher Unterstützung von: Bayer AG, Siemens, Berliner Sparkasse und Pfizer
WEITERE INFORMATIONEN
www.wissensstadt.berlin
www.kulturprojekte.berlin
www.facebook/wissensstadtberlin
www.twitter/wissensstadtberlin
#wissensstadtberlin
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MUBIS kuratierte, tägliche Filmauswahl im Juli

Filmemacher*innen eine Plattform zu bieten, ist seit dem Start von MUBI zentrale Aufgabe und Verpflichtung. Im Juli feiert die MUBI drei Regisseur*innen ganz besonders: die große polnische Regisseurin Małgorzata Szumowska wird – in Kooperation mit dem Filmfest München, dass Anfang Juli beginnt – in einer Hommage geehrt. Außerdem präsentiert MUBI seinem weltweiten Publikum die Filmkunst von Christian Petzolds und schließlich wird Kelly Richards Werk gezeigt, deren wichtigster Film „First Cow“ im letzten Jahr das Berlinale-Publikum verzauberte.

 

Anbei erhalten Sie einen Überblick über das Line-up der täglich hinzukommenden Filme auf der Arthouse-Streamingplattform MUBI (www.mubi.com) im Juli 2021. Einzelne Änderungen sind vorbehalten. Insgesamt bietet die Plattform rund 1.100 sorgsam kuratierte Titel.

 

Das sind die Highlights:

 

In Kooperation mit dem Filmfest München – eine Hommage an Małgorzata Szumowska:

Ab 2 Juli: DAS BESSERE LEBEN (2011, Polen, Drama) – Małgorzata Szumowska schickte mit ihrer Geschichte über die erfolgreiche Pariser Journalistin Anna die wunderbare Juliette Binoche auf erfolgreiche Festivaltour nach Toronto (2011), zur Berlinale und zum Tribeca Film Festival (2012). Sie erzählt in DAS BESSERE LEBEN, wie Annas Recherche für einen Artikel über das Leben von Studentinnen, die ihr Geld als Escorts verdienen, sie immer stärker fesselt und auch ihr Familienleben zu beeinflussen droht.

 

Ab 4. Juli: BODY (2015 Polen, Drama, Komödie) – Małgorzata Szumowskas erhielt für ihr Drama 2015 den Silbernen Bären für die beste Regie und wurde in der Folge auch für den Europäischen Filmpreis nominiert. In BODY erzählt sie von der magersüchtigen Olga, die in einer psychiatrischen Klinik auf die Therapeutin Anna trifft, die behauptet, mit Geistern kommunizieren zu können und dabei Kontakt zu Olgas toten Mutter gehabt zu haben. Sie lädt Olga zu einer Seance.

 

Ab 5. Juli: DIE MASKE (2018, Polen, Drama) – Jacek, ein lebenslustiger, ausgesprochen gutaussehender Bauarbeiter arbeitet auf der Baustelle, wo eine gigantische, selbst Rio de Janeiro in den Schatten stellende Jesus-Statue errichtet wird. Ein schwerer Arbeitsunfall macht Jacek zum ersten Kandidaten für eine Gesichts-Transplantation. Małgorzata Szumowska brachte die Beschäftigung mit dem menschlichen Gesicht 2018 einen weiteren Silbernen Bären ein, dieses Mal den großen Preis der Jury.

 

MUBI präsentiert die Christian Petzold Reihe mit fünf seiner Filme:

Ab 3. Juli: UNDINE (2020, Deutschland, Frankreich, Drama, Liebesfilm, Fantasy) – ist Christian Petzolds jüngstes Werk und der vielversprechende erste Teil einer geplanten Filmtrilogie über Figuren der deutschen Romantik. Der Film erzählt in einer Neuinterpretation vom Mythos der geheimnisvollen Wasserfrau Undine, die nur durch die Liebe eines Menschen ein irdisches Leben führen und eine Seele erlangen kann. UNDINE ist ein modernes Märchen in einer entzauberten Welt und die Geschichte einer Liebe auf Leben und Tod. Weltpremiere feierte der Film im Wettbewerb der Berlinale 2020, wo Paula Beer für ihre Titelrolle den Silbernen Bären für die beste Darstellerin gewann und später auch den Europäischen Filmpreis erhielt.

 

Ab 10. Juli: DIE INNERE SICHERHEIT (2000, Deutschland, Drama) – Realistischer geht es in Christian Petzolds 20 Jahre zuvor gedrehtem RAF Drama zu: Sicher sind die RAF-Mitglieder Clara und Hans nirgendwo. Deswegen hält sich die Familie immer nur für kurze Zeit an einem Ort auf. So wie jetzt in Portugal. Um sich nicht weiter der Gefahr auszusetzten, entdeckt zu werden, wollen sie jetzt mit Hilfe eines Freundes nach Brasilien ziehen. Der Film lief auf den Festivals in Venedig, Berlin, Rotterdam und Karlovy Vary.

 

Ab 16. Juli: GESPENSTER (2005, Deutschland, Drama) – Gemeinsam mit DIE INNERE SICHERHEIT und YELLA bildet der Film Petzolds sogenannte „Gespenster-Trilogie“. Mit der atmosphärisch dichten Studie über Trauer, Einsamkeit und die vergebliche Suche nach Nähe nahm Petzold auch 2005 im Wettbewerb der Berlinale teil.

 

Ab 24. Juli: YELLA (2007, Deutschland, Drama) – Auf der Flucht vor ihrem unberechenbaren Ex-Mann flieht Yella aus ihrer Heimatstadt in der ehemaligen DDR in ein neues Leben im Westen. Sie findet einen vielversprechenden Job bei einem Geschäftsmann, mit dem sie bald eine Romanze eingeht. Doch vermeintlich begrabene Wahrheiten bedrohen ihr Glück. Nina Hoss, immer wieder gesetzt in Petzolds Filmen, erhielt für ihre Titelrolle den Silbernen Bären für die beste Darstellerin.

 

Ab 31. Juli: JERICHOW (2008, Deutschland, Drama) – Venedig, Berlin, Rotterdam, Toronto: Christian Petzolds Filme feiern immer wieder Erfolge bei den großen internationalen Festivals. So auch JERICHOW mit Benno Fürmann und Nina Hoss. Der unehrenhaft entlassene Afghanistan-Veteran Thomas kehrt in sein Heimatdorf Jerichow zurück. Ali, ein ortsansässiger türkisch-deutscher Geschäftsmann und Besitzer einer Imbisskette, stellt ihn als Fahrer ein. Da lernt Thomas Laura kennen, die junge und attraktive Frau seines Chefs.

 

Ab 8. Juli: DIE HÖLLE VON HENRI-GEORGES CLOUZOT von Serge Bromberg und Ruxandra Medrea (2002, Frankreich, Dokumentarfilm) – 1964 scheiterte Henri-Georges Clouzots ehrgeiziges Filmprojekt L’Enfer, nachdem erst der Hauptdarsteller vieler bereits gedrehter Szenen, Serge Reggiani, ersetzt werden musste und kurz darauf Clouzot selbst einen Herzinfarkt erlitt. 45 Jahre später präsentierten Serge Bromberg und Ruxandra Medrea einen faszinierenden Dokumentarfilm, der neben den bereits gedrehten Szenen Interviews mit Mitgliedern des Produktionsstabs und nachgestellte Schlüsselszenen enthält und so offenbart, welch einmaliges Werk der Filmgeschichte vorenthalten wurde. Als Hommage an den Regisseur und die Hauptdarsteller lief der Film 2009 auf den Internationalen Filmfestspielen von Cannes, später auf dem Toronto International Film Festival sowie auf den Festivals in New York, Vancouver und London.

 

Das Kelly Reichardt Triple Feature:

Ab 9. Juli: MUBI EXKLUSIV – FIRST COW von Kelly Reichardt (2019, USA, Drama, Western) – “A masterpiece” urteilt die New York Times. Die vielfach ausgezeichnete Regisseurin Kelly Reichardt kehrt mit ihrem gespannt erwarteten Kinofilm FIRST COW zurück nach Oregon und erzählt vor dem Hintergrund des Wilden Westens vergangener Zeiten nach Romanvorlage und Drehbuch von Jonathan Raymond eine spannende und berührende Geschichte von kleinen Verbrechen und großer Freundschaft. Der Film begeisterte Publikum und Kritik im Wettbewerb der Berlinale, in Locarno und Rotterdam.

 

Ab 15 Juli: OLD JOY (2006, USA, Drama) – uraufgeführt in Sundance erzählt OLD JOY von zwei alten Freunden, die sich bei einem gemeinsamen Campingausflug eingestehen müssen, sich doch weiter auseinander entwickelt zu haben, als sie dachten. Wieder basiert Kelly Reichardts Film auf einer literarischen Vorlage von Jonathan Raymond.

 

Ab 19. Juli: WENDY & LUCY (2008, USA, Drama) – auch der dritte Film in der Kelly Reichardt-Reihe entstammt einer Kurzgeschichte und dem Drehbuch von Jonathan Raymond. Wendy, gespielt von der bezaubernden Michelle Williams, fährt mit ihrem Hund Lucy nach Alaska, wo sie sich im Sommer einen lukrativen Job in einer Fischfabrik erhofft. Doch als ihr Auto in Oregon den Geist aufgibt, reißt ihre finanzielle Absicherung und sie muss sich einigen fatalen Herausforderungen stellen. WENDY & LUCY lief in Cannes, wo Lucy mit dem renommierten Palm Dog ausgezeichnet wurde.

 

Ab 11. Juli: DIE SEHNSUCHT DER SCHWESTERN GUSMAO von Karim Ainouz (2019, Brasilien, Deutschland, Drama) – Der Gewinner Film der Un Certain Regard –Reihe des Filmfestivals in Cannes 2019 ist in Rio de Janeiro der 1940er Jahre angesiedelt. Die Schwestern Eurídice und Guida sind unzertrennlich. Ihr Aufwachsen in einem konservativen Elternhaus entspricht der gesellschaftlichen Norm: angepasst und unbemerkt. Doch die 18-jährige Eurídice träumt von einem Leben als Pianistin und die etwas ältere Guida von der großen Liebe. Als ihr Vater sie zwingt, jeglichen Kontakt zueinander abzubrechen, nehmen sie ihr Schicksal in die eigenen Hände, stets in der Hoffnung, eines Tages wieder zueinander zu kommen.

 

Ab 28. Juli: MAPS OF THE STARS von David Cronenberg (2014, Kanada, USA, Drama) – „Cronenbergs neue Variante der hollywoodschen Dysfunktionalität“ (Der Spiegel) eröffnete 2014 das Cannes Filmfestival. Juliane Moore war zudem für ihre schauspielerische Leistung für einen Golden Globe nominiert. Die Abgründe Hollywoods mit bester Besetzung: Neben Julianne Moore, die als in die Jahre gekommene Diva brilliert, sind unter anderen auch Robert Pattison, als aufstrebender Schauspieler der noch Chauffeur ist, Mia Wasikowska als zynischer Kinderstar und Carrie Fischer als deren eiskalte Mutter zu sehen.

 

Hier geht es zur kompletten Filmliste im Juli.

 

Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte: mubi@steinbrennermueller.de

Herzlichen Glückwunsch an die VR NOW Gewinner

Heute Abend wurden im Rahmen einer festlichen Livestream-Show die Gewinnerinnen und Gewinner der VR NOW AWARDS 2021 bekanntgegeben. Die Moderatorin Lina van de Mars führte durch die Gala, die auf YouTube gestreamt wurde. Stephan Schindler, Vorstandsvorsitzender des Veranstalters Virtual Reality Berlin Brandenburg e.V. (VRBB) begrüßte die Zuschauer_innen und Gäste.  Weiterlesen

Deutscher Hörfilmpreis 2021: Ein starker Jahrgang

Je eine ADele geht an „Arctic Circle“, „Porträt einer jungen Frau in Flammen“, „Erlebnis Erde – Auf Wiedersehen Eisbär“, „Romys Salon“, „Die Odyssee“ und „Der Garten der Finzi Contini“. „Oktoberfest 1900“ holt den Publikumspreis. Weiterlesen

Goldene Lola für das beste unverfilmte Drehbuch für Behrooz Karamizade

Die Staatsministerin für Kultur und Medien, Monika Grütters, hat heute die Goldene Lola 2021 für das beste unverfilmte Drehbuch an Behrooz Karamizade für „Leere Netze“ verliehen.

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VR NOW Awards: Die Nominierten

Die Nominierten für die diesjährigen VR NOW AWARDS stehen fest. 16 Produktionen können sich in insgesamt sechs Kategorien Hoffnung auf eine der begehrten Trophäen machen. TV-Moderatorin, Musikerin und Motorsportlerin Lina van de Marsführt durch die Verleihung der VR NOW AWARDS, die am Dienstag, 22. Juni 2021 um 19 Uhr als Live-Show in den Studios von Freaks 4U Gaming produziert und auf Youtube gestreamt wird. Die Preise zeichnen erneut herausragende technische, wirtschaftliche und künstlerische XR-Leistungen aus den Bereichen Virtual Reality, Augmented Reality, Mixed Reality und 360° Video aus.

Das sind die Nominierten:

Best Immersive Cinema:

  1. Kusunda – Speak to Awaken (NowHere Media und INVR. SPACE, Berlin/Deutschland)
  2. Bystanding: The Feingold Syndrome (Nim Shapira (US), Roi Lev (USA), AnotherWorld VR (Deutschland), KngFU (Kanada))
  3. African Space Makers (INVR. SPACE, Berlin/Deutschland)

Best Industry VR:

  1. wondder – Diversity & Inklusions Training in VR (wondder, Potsdam/Deutschland)
  2. Suicide Prevention/Ready VR (Moth + Flame, New York/USA)
  3. AVATARS (Breakpoint One, Berlin/Deutschland)

Best VR Technology:

  1. ALPHAView (Alphacircle, Seongnam/Südkorea)
  2. Dark Bay (Dark Bay, Babelsberg/Deutschland)
  3. Meta.Space VR (INVR. SPACE, Berlin/Deutschland)

Best VR Entertainment:

  1. Puzzling Places (Realities. io, Berlin/Deutschland)
  2. EURYDIKE INFECTED (Evelyn Hriberšek, München/Deutschland)
  3. Symphony of Noises (Kloos & Co Medien, Berlin/Deutschland)

Special Prize H@ly Sh1t!:
Die Gewinner*innen dieser Kategorie werden von den Juror*innen nominiert.

  1. Proper Motion (High Road Stories, Berlin/Deutschland)
  2. Maskmaker (Innerspace VR, Paris/Frankreich)
  3. Wraith: The Oblivion – Afterlife (Fast Travel Games, Stockholm/Schweden)
  4. Biolum (Reynard Films, Leipzig/Deutschland)

Alle Nominierten in den Kategorien „Best Immersive Cinema“, „Best Industry VR“, „Best VR Technology“, „Best VR Entertainment“ konkurrieren darüber hinaus automatisch in der Kategorie “VR NOW Grand Prize”.

Eine unabhängige Expert*innenjury bestehend aus Alysha Napels (CEO Tin Drum), Joanna Popper (Global Head of Virtual Reality for Location Based Entertainment at HP), Tupac Martir(Creative Director/Founder Satore Studio), Thomas Bedenk (VP Extended Reality Endava), Judith Okonkwo (Creator Oriki Coaching Model, Co-Founder We Will Lead Africa), Lucas Rizzotto (Creator u.a. von “Lucas Builds The Future”, “Where Thoughts Go”) entscheidet über die Gewinner*innen.

Die VR NOW Awards gehen zurück auf die VR NOW Con & Awards, Europas erste Konferenz für immersive Medien, die 2016 in Potsdam ihre Premiere feierte. Seitdem ehren die VR NOW Awards herausragende Projekte in VR, AR, MR und 360° Video.

Die VR NOW Awards 2021 werden vom Virtual Reality e.V. Berlin-Brandenburg (VRBB) veranstaltet. Das Event wird vom Medienboard Berlin-Brandenburg gefördert und von Booster Space und Factory-C organisiert.

Über den Virtual Reality e.V. Berlin-Brandenburg
Der Virtual Reality e.V. Berlin-Brandenburg (VRBB) wurde Anfang 2016 als Initiative mehrerer Unternehmen aus Berlin und Potsdam gegründet. Derzeit sind mehr als 80 Berliner und Brandenburger Technologieunternehmen, Forschungsinstitute und Medienfirmen beteiligt. Der Verein bündelt die in der Hauptstadtregion vorhandenen Mixed-, Virtual- und Augmented Reality Kompetenzen um den Standort in diesem Bereich international wettbewerbsfähiger zu machen. Unterstützt wird der VRBB durch das Wirtschaftsministerium Brandenburg und die Wirtschaftsförderung Brandenburg. www.virtualrealitybb.org

Webseite: www.vrnowcon.io
Facebook: www.facebook.com/vrnowcontualrealitynow
Twitter: www.twitter.com/vrnowcon, @VRnowCon @VRBB_1, #vrnowawards

DEUTSCHER SCHAUSPIELPREIS 2021: Die Nominierten

Die Jury des DEUTSCHEN SCHAUSPIELPREISES 2021, die in diesem Jahr aus den beiden Jurypräsident:innen Therese Hämer und Gregory B. Waldis sowie den Schauspieler:innen Sarah Alles, Katharina Nesytowa, Murali Perumal, Gustav Peter Wöhler und Sebastian Stielke besteht, hat nach Sichtung der relevanten deutschsprachigen Kino-, Fernsehfilme und Serien, die zwischen Januar 2020 und März 2021 zur Ausstrahlung kamen oder ihre Kinopremiere feierten, ihre Entscheidung gefällt: In acht Preiskategorien hat sie insgesamt 26 Schauspieler:innen nominiert.

 

Schauspielerin in einer Nebenrolle

Laura Tonke – „Polizeiruf 110: Der Verurteilte“

Lena Stolze – „Tatort: Borowski und der Schatten des Mondes“

Barbara Krzoska – „Windstill“

 

 

Schauspieler in einer Nebenrolle

Mirco Kreibich – „Das Geheimnis des Totenwaldes“

Tristan Seith – „Die Getriebenen“

Bernd Hölscher – „Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“

 

 

Schauspielerin in einer Hauptrolle

Petra Schmidt-Schaller – „Die Toten von Marnow“

Maria Hofstätter – „Fuchs im Bau “

Luise Heyer – „Polizeiruf 110: Sabine“

 

 

Schauspieler in einer Hauptrolle

Eugene Boateng – „Borga“

Matthias Brandt – „Das Geheimnis des Totenwaldes“

Jens Harzer – „Ruhe! Hier stirbt Lothar“

 

 

Schauspielerin in einer komödiantischen Rolle

Claudia Rieschel – „Merz gegen Merz“ (Staffel 2)

Katrin Wichmann – „Sörensen hat Angst“

Gaby Dohm – „Tanze Tango mit mir“

 

 

Schauspieler in einer komödiantischen Rolle

Serkan Kaya – „KBV – Keine besonderen Vorkommnisse“

Michael A. Grimm – „Tanze Tango mit mir“

Guido Renner – „Merz gegen Merz“ (Staffel 2)

 

 

Nachwuchs

Mohammad Eliraqui – „Ein nasser Hund“

Hannah Schiller – „Tatort: Parasomnia“

Tonio Schneider – „Und morgen die ganze Welt“

Lea Drinda – „Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“

 

 

Starker Auftritt

Anica Dobra – „Fuchs im Bau“

Walfriede Schmitt – „Für immer Sommer 90“

Max Thommes – „Kommissarin Heller: Panik“

Božidar Kocevski – „Für immer Sommer 90“

 

Die Jury hat überdies einen Preisträger für die Kategorie Ensemble gefunden, der zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben wird.

 

Die Bekanntgabe der Nominierten können Sie hier auf Youtube anschauen.

 

Zusätzlich zu den Preisen in den Jury-Kategorien werden beim Deutschen Schauspielpreis noch der Theaterpreis, der Synchronpreis „Die Stimme“, der Deutsche Fairnesspreis, sowie der Ehrenpreis Lebenswerk und der Ehrenpreis Inspiration, mit dem eine Person geehrt wird, die sich in besonderer Weise für den Berufsstand der Schauspieler:innen eingesetzt hat, vergeben.

 

Die Preisträger:innen der Jury-Kategorien werden von den Mitgliedern des Bundesverbands Schauspiel (BFFS) per Abstimmung ermittelt und am Abend der Preisverleihung am 03. September 2021 im Rahmen einer feierlichen Gala bekannt gegeben.

 

Die Nominierungen für den DEUTSCHEN SCHAUSPIELPREIS 2021 wurden heute im Rahmen eines sommerlichen Get-togethers im GRACE Restaurant des HOTEL ZOO bekannt gegeben.

 

 

Über den Deutschen Schauspielpreis:

Der Deutsche Schauspielpreis wurde vom Bundesverband Schauspiel e.V. (BFFS) ins Leben gerufen und während der Berlinale 2012 zum ersten Mal verliehen. Die Preisverleihung ist eine Non-Profit-Veranstaltung, die nur durch ein breites ehrenamtliches Engagement der Schauspieler:innen, zahlreicher Freunde und Unterstützer:innen, Förder:innen und Sponsor:innen ermöglicht wird.

www.schauspielpreis.com

 

Über den Bundesverband Schauspiel e.V. (BFFS):

BFFS steht für Bühne, Film, Fernsehen, Sprache. Gegründet 2006 ist der BFFS als Verband und Gewerkschaft mit seinen über 3.400 Schauspieler:innen inzwischen die größte nationale Schauspieler:innenorganisation und die mitgliederstärkste Berufsvertretung der deutschen Film-, Fernseh- und Theaterlandschaft. Der BFFS vertritt die berufsständischen sowie die gewerkschaftlichen Interessen der Schauspieler:innen in Deutschland. Er will die kulturellen, gesellschaftlichen, politischen, rechtlichen, tariflichen und sozialen Rahmenbedingungen verbessern bzw. schaffen, die sowohl den einzigartigen Schauspielberuf schützen, bewahren und fördern als auch die besondere Lebens- und Erwerbsituation der Künstler:innen berücksichtigen, die diesen Schauspielberuf ausüben.

 

Wissensstadt Berlin 2021 – Einladung zur Programm-Pressekonferenz

Berlin als Standort zahlreicher Spitzeneinrichtungen der Wissenschaft und Forschung – wie der Charité – Universitätsmedizin Berlin, der Helmholtz-Gemeinschaft, der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften sowie renommierte Hochschulen – präsentiert sich im Jahr 2021 ganz im Zeichen der Wissenschaften. Weiterlesen

Countdown für den Deutschen Hörfilmpreis 2021

Countdown für den Deutschen Hörfilmpreis 2021 – in sieben Tagen wird aus Berlin per Livestream die 19. Verleihung übertragen. Und der erste Gewinner steht bereits fest: Die ADele in der Kategorie „Filmerbe“ geht an CCC Filmkunst für die herausragende Audiodeskription von „Der Garten der Finzi Contini“.

 

Vittorio de Sicas Drama wurde 1972 mit dem Oscar für den besten fremdsprachigen Film ausgezeichnet. Auch blinde und sehbehinderte Menschen möchten Klassiker der Filmgeschichte wie diesen erleben und wünschen sich einen gleichberechtigten Zugang. Darauf möchte der Deutsche Hörfilmpreis mit der neu geschaffenen Kategorie „Filmerbe“ hinweisen.

 

Die Audiodeskription wurde produziert von der Deutschen Hörfilm gGmbH, zum Team gehörten Evelyn Sallam und Holger Stiesy (Filmbeschreibung), Rahel Wusterack (Redaktion), Gabi Brennecke (Tonregie), Volker Pannes (Ton), Marina Behnke (Sprecherin) und Martina Wiemers (Produktionsleitung).

 

Die Jury des Deutschen Hörfilmpreises zeichnet herausragende Hörfilmproduktionen in den fünf Kategorien KinoDokumentationTV/Mediatheken/Streaming-
dienste
Filmerbe und Kinder-/Jugendfilm aus. Der sehbehinderte Vorsitzende Hans-Joachim Krahl wird dabei von zwei blinden Jury-Mitgliedern unterstützt – Verena Bentele, Präsidentin des Sozialverbandes VDK, und DBSV-Präsidiumsmitglied Peter Brass. Zur Jury gehören zudem die Produzentin, Regisseurin und Schauspielerin Feo Aladag, die Produzentin Dr. Alice Brauner, Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth, die Schauspielerin und Regisseurin Brigitte Grothum, der Schauspieler Roman Knižka, der Journalist Lars-Olav Beier und Reinhard Glawe von der Bert Mettmann Stiftung.

 

Aus der Begründung der Jury, warum die Entscheidung in der Kategorie „Filmerbe“ für „Der Garten der Finzi Contini“ fiel:
„Vittorio de Sica nimmt den Zuschauer in seinem Filmklassiker mit in die Aristokratie der italienischen Stadt Ferrara in den 30er Jahren. (…) Mit viel Feingefühl gelingt es der Hörfilmfassung den Garten der Familie als paradiesisches Refugium vor dem Hintergrund des immer stärker werdenden Antisemitismus erlebbar zu machen. (…) Trotz der hohen Dialogdichte findet das AD-Team bildreiche Formulierungen, die die oft ambivalenten Emotionen berücksichtigen.“

 

Moderator Steven Gätjen führt am 16. Juni ab 19.00 Uhr durch die Preisverleihung, die aus dem Studio 14 – rbb Dachlounge übertragen wird. Der Livestream 
unter www.deutscher-hoerfilmpreis.de wird inklusiv mit Live-Audiodeskription, Gebärdensprache und Live-Untertitelung angeboten.
 

 

Weitere Informationen unter www.deutscher-hoerfilmpreis.de
 

 

Besuchen Sie den Deutschen Hörfilmpreis auch auf facebook! www.facebook.com/Deutscher.Hoerfilmpreis Weiterlesen

Erste BERLIN FILM WEEK startet am 21. Juni

Nach der erfolgreichen Premiere der LONDON FILM WEEK im vergangenen Jahr, folgt nun mit gleichem Konzept die BERLIN FILM WEEK: An sieben Tagen vom 21. – 27. Juni zeigt das Festival sieben Langfilme und sieben Kurzfilme.

 

Alle Filme werden ab dem 21. Juni auf www.yuzzi.org gestreamt, mit zwei Ausnahmen:

 

Festivaleröffnung Open Air mit BEGINNING von Dea Kulumbegashvili

 

So eröffnet das Festival am 21. Juni mit der Open Air Vorführung von „Beginning“ (Georgien, Frankreich, 2020, 130 min.) im Freiluftkino Silent Green in Berlin-Wedding. Das beeindruckende Debüt von Déa Kulumbegashvili wird erstmalig in Deutschland auf der großen Leinwand zu sehen sein. Der Film markiert die Geburt einer aufregenden neuen Stimme im Kino. In einer verschlafenen Provinzstadt wird eine Gemeinde der Zeugen Jehovas von einer extremistischen Gruppe angegriffen. Mitten in diesem Konflikt steht Yana, die Frau des Gemeindeleiters, deren vertraute Welt langsam um sie herum zerbricht. Nicht einmal in ihrem eigenen Haus ist sie sicher.

 

Am 23. Juni folgt Open Air im Freiluftkino KreuzbergFirst Cow“ (USA, 2019, 122 min.) von Kelly Reichardt. Der gefeierte Film war einer der Höhepunkte des Berlinale Wettbewerbs 2020. Das „Meisterwerk“ (New York Times) erzählt spannend und berührend von kleinen Verbrechen und einer großer Freundschaft im Wilden Westen.

 

 

Die gestreamten Festivalbeiträgen sind:

 

  • Die Deutschlandpremiere von „Mother Schmuckers“ (Belgien, 2021, 70 min.), eine durchgeknallte Gaga-Komödie aus Belgien, feierte ihre Weltpremiere auf dem Sundance Filmfestival. Regie führten die Brüder Lenny und Harpo Guit.
  • Puppy Love“ (Kanada, 2020, 110 min.) erzählt in eindringlichen Bildern und einem geschmacksicheren Score, zu dem die gegenwärtigen Indie-Heroen Portugal oder The Man die Songs beisteuerten, von Morgan, einem echten Verlierer, dessen Leben erst eine Wendung erfährt, als er eines Tages die Prostituierte Carla aufgabelt.
  • Apples“ (Griechenland, 2020, 91 min.), Christos Nikous Beitrag für die Filmfestspiele in Venedig 2020. „Apples“ greift das aktuelle Pandemie-Thema auf, nur dass diese Pandemie die Erinnerungen aus den Gedächtnissen der Menschen löscht. Der Film geht Fragen nach der eigenen Identität nach: Sind wir noch derselbe Mensch, wenn wir nicht mehr wissen, was in unserem Leben geschah? Wie viel von dem, was uns ausmacht, ist die Summe unserer Erfahrungen?
  • Souad“ (Ägypten, 2021, 96 min.), nominiert für den Panorama Publikumspreis bei der Berlinale, begleitet die 19-jährige Ägypterin Souad bei ihrem Doppelleben. Ihr unbändiger Wunsch, neue Arten von Freiheit zu erforschen, den sie in den sozialen Medien und heimlichen virtuellen Beziehungen mit Männern auslebt, kollidiert immer mehr mit den gesellschaftlichen, religiösen und familiären Erwartungen an sie, die sie als gehorsame Tochter ebenfalls erfüllen möchte.
  • The Delta of Bukarest“ (Frankreich, Rumänien, 2020, 92 min.) ist der einzige Dokumentarfilm im Programm und ebenfalls eine Deutschlandpremiere. Eva Pervolovici erzählt vom größten städtischen Sumpf der Welt – in Bukarest auf dem Gebiet des ehemaligen Vacaresti Klosters. Ceauşescu befahl Mitte der 80er Jahre die Zerstörung des Klosters, um auf seinem Gelände einen See zu schaffen. Ceauşescu sollte allerdings die Fertigstellung des Projekts nicht mehr erleben. Tatsächlich gab es auch nie einen See. Dort, wo eigentlich der See sein sollte, entstand über die Jahre ein riesiger Sumpf.

 

Alle sieben Spielfilme konkurrieren im Wettbewerb um Preise in den Kategorien ‚Bester Film’, ‚Beste Regie’, ‚Bestes Drehbuch’‚ ‚Bestes Schauspiel’ sowie um den Jury Preis.

 

Die teilnehmenden Kurzfilme der Berlin Film Week, ebenfalls ab 21. Juni auf www.yuzzi.org sind:

 

  • As the Crow Flies“ (Dänemark, 2021, 17 min., Regie: Michael Søndergaard) mit einer Weltpremiere
  • Cell 364“ (Frankreich, Deutschland, 2020, 4 min., Regie: Mathilde Babo und Zoé Rossion) – Dokumentarfilm
  • Da Yie“ (Ghana, Belgien, 2020, 20 min., Regie: Anthony Nti)
  • Easter Eggs“ (Belgien, 2020, 14 min., Regie: Nicolas Keppens)
  • Radio Taxi 1991 – Night Shift in Berlin (West)“ / (Deutschland, 2020, 45 min., Regie: Steffen Holzkamp)
  • Underground Lovers“ (Italien, Japan, 2020, 4 min., Regie: Marco Molinelli und Gianluigi Toccafondo)
  • Witness“ (Iran, Frankreich, 2020, 14 min., Regie: Ali Asgari)

 

Die Kurzfilme bewerben sich um den ,Jury Preis‘ sowie den Preis für den ‚Besten Kurzfilm’.

 

Der Ticketverkauf startet am 10. Juni. Online-Tickets können auf www.berlinfilmweek.com erworben werden und kosten 1,95 Euro pro Film sowie 1,95 Euro für alle sieben Kurzfilme im Paket. Sobald man mit dem Stream beginnt, steht der Film 48 Stunden zur Verfügung.

 

Die Tickets für die Open Air Vorführungen können über die jeweiligen Kinowebseiten www.silent-green.net bzw. http://www.freiluftkino-kreuzberg.de bezogen werden.

 

Für Presseakkreditierungen bitten wir um eine Email an mail@steinbrennermueller.de. Gerne vermitteln wir Interviews mit dem Festivalmacher Julien Chapelle.

 

 

IVIE WIE IVIE: Weltpremiere beim Filmfest München

 IVIE WIE IVIE, Sarah Blaßkiewitz´ Debütfilm, feiert beim Filmfest München in der Reihe „Neues Deutsches Kino“ WeltpremiereAnschließend startet der Film in den Kinos.

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Igor Levit erhält ifa-Preis für den Dialog der Kulturen

Anerkennung eines über Grenzen wirkenden künstlerischen und gesellschaftspolitischen Engagements. Der international gefeierte Pianist und Hochschulprofessor Igor Levit wird mit dem „ifa-Preis für den Dialog der Kulturen“ des ifa (Institut für Auslandsbeziehungen) ausgezeichnet. Weiterlesen

Jan Diepers alleiniger Geschäftsführer der Serienwerft

Jan Diepers, der im April 2020 als neuer Produzent in das Produktionsteam eingestiegen war, wird zum 1. Juli 2021 alleiniger Geschäftsführer der Studio Hamburg Serienwerft GmbH. Er folgt Emmo Lempert nach, der nach über elf erfolgreichen Jahren in den Ruhestand eintritt. Weiterlesen

PARLAMENT gewinnt Grimme-Preis in der Kategorie Fiktion

Gestern gewann „Parlament“, die im Europäischen Parlament angesiedelte Politsatire, den begehrten Grimme-Preis in der Kategorie Fiktion. Die zehnteilige Serie lief ab Oktober 2020 auf One und ist in der ARD-Mediathek verfügbar. Weiterlesen

FOUR ROADS von Alice Rohrwacher – ab 14. Mai bei MUBI

Bong Joon Ho über FOUR ROADS: “Alice Rohrwacher’s work is a mix of magic realism and neorealism, innocent characters butting up against corrupt behemoths“

 

“It’s April. We can’t get close to each other due to a virus. I thought that I can get close to my neighbors thanks to my magic eye, where my body cannot” erklärt Alice Rohrwacher

 

MUBI, der weltweite Arthouse-Streamingdienst mit kuratierter Filmauswahl, freut sich, Alice Rohrwachers poetischen und stimmungsvollen Kurzfilm FOUR ROADS ab dem 14. Mai 2021 auf seiner Plattform mubi.com zu präsentieren.

 

FOUR ROADS bietet einen herzerwärmenden und hintergründigen Einblick in das Leben in dem toskanischen Dorf Quattro Strade während der Pandemie. Da jegliche Form des physischen Kontakts eingeschränkt ist, greift Alice Rohrwacher zu ihrer alten 16-mm-Filmkamera und einem Zoomobjektiv, um die Menschen um sie herum zu erreichen,

 

Alice Rohrwachers erster Spielfilm FÜR DEN HIMMEL BESTIMMT wurde bei den Filmfestspielen in Cannes 2011 im Rahmen der „Quinzaine des réalisateurs“ uraufgeführt und von der Kritik hoch gelobt. Mit ihrem zweiten Spielfilm LAND DER WUNDER gewann sie 2014 den „Großen Preis der Jury“ in Cannes. Im selben Jahr wurde sie bei den 71. Internationalen Filmfestspielen von Venedig zur Präsidentin der Internationalen Jury des „Luigi De Laurentiis Venice Award“ berufen. In Alice Rohrwachers dritter Regiearbeit, GLÜCKLICH WIE LAZZARO, spielt ihre Schwester Alba Rohrwacher mit. Der Film feierte seine Weltpremiere 2018 bei den Filmfestspielen in Cannes, wurde für die Goldene Palme nominiert und für das beste Drehbuch ausgezeichnet. Für das Fernsehen hat Alice Rohrwacher zwei Episoden der HBO Adaptation von Elena Ferrantes vielbeachteten Roman MEINE GENIALE FREUNDIN inszeniert.

 

FOUR ROADS – AB 14. MAI 2021 EXCLUSIV BEI MUBI

 

Stills finden Sie HIER

 

Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte: mubi@steinbrennermueller.de

 

Über MUBI

MUBI ist eine kuratierte Streaming-Plattform mit einer ständig wechselnden Auswahl handverlesener Filme. Von neuen Regietalenten bis hin zu preisgekrönten Filmen. Von überall auf der Welt. Wunderschöne, faszinierende, unglaubliche Filme – und jeder Tag ein neuer. Immer von uns ausgesucht. MUBI ist in 190 Ländern verfügbar, und die Filme, die wir auswählen, orientieren sich an lokalen Kultur- und Kinotrends. Wir sind die weltweit größte Community von Filmliebhabern mit über 10 Millionen Mitgliedern rund um den Globus. Du kannst alle unsere Filme jederzeit streamen oder herunterladen. Auf jedem Bildschirm oder Gerät, überall. Und du wirst niemals eine einzige Anzeige auf MUBI sehen. Niemals.

 

Zudem produziert und vertreibt MUBI auch ehrgeizige Filmprojekte von aufstrebenden und weltbekannten Filmemacherinnen und Filmemachern, die Mitglieder exklusiv bei MUBI erleben können. Abos kosten €9.99 pro Monat bzw. €71.88 für 12 Monate. MUBI gibt es auf PC, Mac, iPhone, iPad, Apple TV, Apple TV App, Android, Playstation, Roku und Samsung Smart TV

 

 

Deutscher Hörfilmpreis 2021: Jetzt abstimmen! Welcher Film wird in diesem Jahr Publikumsliebling?

Ab sofort können blinde, sehbehinderte und natürlich auch sehende Filmfans für den Publikumspreis des Deutschen Hörfilmpreises 2021 abstimmen. Nominiert sind neunzehn Hörfilmversionen – von Kinofilmen wie „Nightlife“ und „Contra“ über Serien wie „Das letzte Wort“ oder „Unterleuten – das zerrissene Dorf“ bis zum Animationsfilm „Drachenreiter“. Nun sind die Hörfilmfans gefragt, welcher Film ihrer Meinung nach über die besten Bildbeschreibungen für blinde und sehbehinderte Menschen verfügt.

 

Der Gewinner des Publikumspreises 2021 wird am Mittwoch, dem 16. Juni 2021, bei der Verleihung des 19. Deutschen Hörfilmpreises verkündet und wie auch die anderen Preisträger und Preisträgerinnen mit einer ADele geehrt. Die hybride Veranstaltung wird unter www.deutscher-hoerfilmpreis.de im Livestream aus Berlin übertragen.

 

Und so funktioniert die Abstimmung: Auf der Homepage www.deutscher-hoerfilmpreis.dewerden die neunzehn nominierten Beiträge jeweils mit einem kurzen Filmausschnitt mit Audiodeskription vorgestellt. Das Votum kann bis zum 28. Mai 2021 abgegeben werden – online, per E-Mail oder Postkarte, jeweils mit dem Kennwort „Publikumspreis“.

 

Unter allen, die mitgemacht haben, werden drei „Amazon Echo“-Lautsprecher der vierten Generation mit Alexa Sprachsteuerung verlost, zur Verfügung gestellt von Amazon. Diese Smartspeaker erleichtern über den HÖRFILM-Skill des DBSV den Zugang zu Hörfilmen in den Mediatheken der öffentlich-rechtlichen Sender. Inhalte können so ohne Fernbedienung per Sprachbefehl aufgerufen, durchsucht und abgespielt werden.

 

Hörfilme ermöglichen es blinden und sehbehinderten Menschen, Filme als Ganzes wahrzunehmen und zu genießen. Diese Filme sind mit einer Audiodeskription (AD) versehen, die in knappen Worten zentrale Elemente der Handlung sowie Gestik, Mimik und Dekor beschreibt. Diese Bildbeschreibungen werden in den Dialogpausen eingesprochen.

Der Deutsche Hörfilmpreis 2021 wird von der Aktion Mensch unterstützt. Hauptsponsoren sind Pfizer Deutschland und Novartis Pharma GmbH.

 

Die Übersicht aller nominierten Produktionen und weitere Informationen unter www.deutscher-hoerfilmpreis.de

 

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AG Kino: „Kino:Natürlich“ fördert Klimabilanzierungen

Im Rahmen des Nachhaltigkeitsprojekts Kino:Natürlich setzt sich die AG Kino – Gilde e.V. für Klimabilanzierungen in Kinos ein. In mehreren deutschen Kinos werden die durch den Betriebsablauf ausgestoßenen CO2-Emissionen berechnet, um Maßnahmen zu ihrer Reduzierung einzuleiten. Weiterlesen

AG Kino – Gilde e.V. zum Quotentief der Oscar-Nacht

Wir freuen uns über den Oscar-Gewinn von „Nomadland“ und gratulieren Frances Mc Dormand, Chloé Zhao und dem Team von Searchlight zu dieser Ehrung. 

 

Ein Blick auf den Quotenabsturz der Oscar-Verleihung beim US-Sender ABC um 58 % gegenüber dem Vorjahr zeigt: es mögen mehr Filme denn je in den Algorithmen unterschiedlicher Abo-Dienste versteckt sein, sie werden jedoch von immer weniger Leuten aktiv wahrgenommen. Es ist unbestritten, dass Streaming-Dienste uns die Berieselung mit Film nebenbei sehr einfach gemacht haben, Begeisterung für die Kunstform Film und einzelne Werke schaffen sie dadurch aber nicht.

 

Auch schafft eine Verfügbarkeit im Internet nicht automatisch Sichtbarkeit für Filmkultur. Das hat die Studie von Guts + Data Anfang April eindrucksvoll bewiesen, bei der etwa nur 18% der Befragten angaben, jemals von ‚Mank‘ gehört zu haben – obwohl der Film das Feld der Nominierten anführte und ausschließlich film- und entertainmentbegeisterte Konsument*innen befragt wurden. Insgesamt waren die Filme der Streamingabogiganten deutlich unbekannter als reguläre Kinostarts.

 

Christian Bräuer, Vorsitzender der AG Kino: „Einmal mehr zeigt sich, dass kein Kanal so viel Sichtbarkeit für Filme und die Kunstform schafft wie das Kino. Gerade engagierte Arthouse-Kinos in den USA, in Europa und auf der ganzen Welt bringen die Nominierten in die Nachbarschaft und werben mit Herzblut und Engagement beim lokalen Publikum für ihre Filme. Unsere Mitglieder können es gar nicht erwarten, „Nomadland“, dieses einzigartige Werk auf der großen Leinwand ihrem Publikum zu präsentieren.“

 

Frances McDormand wunderbarer Appell in ihrer Dankesrede lädt dazu ein: „Nehmen Sie eines Tages, ganz ganz bald, alle die Sie kennen mit ins Kino, Schulter an Schulter in diesen dunklen Raum, und schauen sie sich alle Filme an, die hier heute präsentiert wurden.“

STOWAWAY – global release bei Netflix und bald in den deutschen Kinos

Neben dem lang erwartenden exklusiven Kinostart in Deutschland baldmöglichst nach Öffnung der Kinos durch Wild Bunch Germany ist der Sci-Fi-Kinofilm STOWAWAY mit Anna Kendrick (Nur ein kleiner Gefallen, Pitch Perfect), Toni Collette (Die Kunst des Toten Mannes, Hereditary – Das Vermächtnis) – beide Academy Award® nominees -, Daniel Dae Kim (Hawaii Five-O, Lost, Always Be My Maybe) und Shamier Anderson (Zeit für Legenden, Destroyer) ab morgen bereits als Netflix Original außer in Deutschland weltweit bei dem Streamingdienst zu sehen. Weiterlesen

Mai 2021: Die kuratierte, tägliche Filmauswahl bei MUBI

Die MUBI-Filmauswahl im Mai setzt auf große Filmemacher und Kultregisseure: Peter Webber und Miloš Forman oder Alan Parker und Anton Corbijn – jeweils im Double Feature; oder Sergei Loznitsa, dessen großes dokumentarisches Œuvre zur Historie der Sowjetunion und ihrer Nachfolgerepubliken ebenso in einer MUBI-Reihe präsentiert wird, wie Claude Chabrols Werk. 
Aber auch junge, vielversprechende Filmemacher_innen haben ihren Platz in der Filmauswahl: Camilo Restrepo aus Mexiko mit LOS CONDUCTOS, die Kanadierin Sophy Romvari oder die Französin Isabel Pagliali mit ihren Kurzfilmen STILL PROCESSING respektive TENDER.

Anbei erhalten Sie einen Überblick über das Line-up der täglich hinzukommenden Filme auf der Arthouse-Streamingplattform MUBI (www.mubi.com) im Mai 2021. Einzelne Änderungen sind vorbehalten. Insgesamt bietet die Plattform rund 1.100 sorgsam kuratierte Titel. 

Das sind die Highlights: 

Ab 1. Mai: DAS MÄDCHEN MIT DEM PERLENOHRRING von Peter Webber (2003, Großbritannien, Luxemburg, Biografie, Drama). In der gleich dreifach Oscar-nominierten, fiktiven Entstehungsgeschichte zu einem der berühmtesten Gemälde der Welt steht Scarlett Johansson als die Magd Griet dem Maler Vermeer (Colin Firth) heimlich Modell und erregt damit den Unmut seiner Frau. Als sie herausfindet, dass Griet ihre Perlenohrringe trug, als sie gemalt wurde, eskaliert die Situation…

Ab 4. Mai: MUBI EXKLUSIV – ATLANTIS von Valentyn Vasyanovych (2020, Ukraine, Drama). Die dystopische Vision über die Auswirkungen des Krieges im Donbas, ausgezeichnet mit dem Orizzonti Award für den besten Film beim Filmfestival in Venedig, zeigt eine verwüstete, lebensfeindliche Ostukraine. Dem ehemaligen Soldaten Sergej, der an einer posttraumatischen Belastungsstörung leidet, fällt es schwer, sich der neuen Realität anzupassen und seine Heimat in Trümmern liegen zu sehen. Eines Tages schließt er sich einer Gruppe von Freiwilligen an, die sich um die Exhumierung der Leichen aus den Schuttbergen kümmert. Dort lernt er Katya kennen und eine bessere Zukunft scheint plötzlich möglich. ATLANTIS lief auch bei den Festivals in Toronto und Rotterdam.

Ab 6. Mai: MUBI EXKLUSIV – LOS CONDUCTOS von Camilo Restrepo (2020, Kolumbien, Frankreich, Drama). In der neuen Berlinale-Kategorie ‚Encounters’ gewann der Film 2020 den Preis für das beste Erstlingswerk und das renommierte Mar del Plata International Film Festival zeichnete den Film als besten Beitrag im lateinamerikanischen Wettbewerb aus. Pinky ist auf der Flucht. Betäubungsmittel wabern durch Venen und Luft. Er hat sich aus den Fängen einer Sekte befreit und verschanzt sich nun in einer Fabrik, entschlossen, sein Schicksal selbst in die Hand zu nehmen. Je tiefer LOS CONDUCTOS ins Alptraumhafte und Halluzinatorische vorstößt, umso härter, politischer und realitätshungriger wird der Film.

Am 10. und 11. Mai: Alan Parker Double Feauture mit ANGEL HEART und THE COMMITMENTS
ANGEL HEART (1987, USA, Thriller). Louis Cypher engagiert Harry Angel. Namen, die auch nach über 30 Jahren in Erinnerung jedes Filmfans bleiben… Alan Parkers Mystery-Thriller mit Mickey Rourke, Robert de Niro, Lisa Bonet und Charlotte Rampling ist ein zeitloses Meisterwerk bei dem die Ermittlungen eines abgehalfterten Privatdetektivs eine unerwartete Richtung einschlagen. Und: Nie zuvor oder danach wurde auf so lässige und gleichzeitig gespenstische Weise ein Ei im Film gepellt… 

THE COMMITMENTS (1991, Irland, Großbritannien, Drama, Comedy, Music). Selten wurde der Aufstieg und Fall einer Musikband mit soviel warmherzigem Humor, Enthusiasmus und Authentizität erzählt. Alan Parker gelangen in seinem bislang persönlichsten Film tief bewegende Szenen. Und sein Ensemble bestand ausschließlich aus jungen irischen Musikern ohne Filmerfahrung. Für den besten Filmschnitt war der Film 1992 Oscar-nominiert und als bestes Kinomusical bei den Golden Globes. Bei den BAFTA Awards erhielt THE COMMITMENTS vier Auszeichnungen, unter anderem für das adaptierte Drehbuch.

Ab 13. Mai: BANKSY – EXIT THROUGH THE GIFT SHOP von Banksy (2010, USA, Großbritannien, Mokumentary, Komödie). Wer denkt EXIT THROUGH THE GIFT SHOP sei ein Film von Banksy über Banksy, liegt falsch. Der Künstler präsentiert sich zwar zu Beginn mit verzerrter Stimme und Verkleidung, doch der Filmemacher Banksy heftet sich danach an die Fersen von Thierry Guetta, der eine manische Obsession entwickelt hat: Während er sich über Jahre hinweg in die Street-Art-Szene festbeißt, filmt er nahezu jeden seiner Schritte mit einer Videokamera. Dabei trifft er Künstler wie seinen Cousin Space Invader oder den einflussreichen Shepard Fairey. Immer tiefer taucht Guetta in die weltweite Streetartszene ein, nur der Größte von allen, Banksy, fehlt ihm noch. Der Film lief im Wettbewerb der Berlinale außer Konkurrenz und ohne die obligatorische Pressekonferenz – Bansky stand nicht zur Verfügung. Auch Nominierungen bei den Oscars als Best Documentary, Vorführungen beim Sundance Film Festival und der Auszeichnung als bester Dokumentarfilm bei den Independent Spirit Awards 2011 lockten Banksy nicht aus seiner Anonymität.

Ab 15. Mai: ZOMBI CHILD von Bertrand Bonello (2019, Frankreich, Fantasy, Horror, Drama). Regisseur Bertrand Bonello schlägt mit seinem neuen Film einen Bogen von der Gegenwart über das Haiti der 1960er Jahre bis in die französische Kolonialgeschichte. Mystisch, geheimnisvoll und faszinierend: Die jugendliche Fanny genießt das Privileg, auf eine Elitehochschule in der Nähe von Paris zu gehen. Sie nimmt ihre Schulbildung sehr ernst, gönnt sich aber auch nächtliche Treffen mit ihren Klassenkameradinnen im Kunstraum des altehrwürdigen Internats. Als Mélissa neu in die Klasse kommt, wird sie schnell in den Kreis der nachtaktiven Mädchen aufgenommen, die sich besonders von den Voodoo-Ritualen faszinieren lassen, die in Mélissas aus Haiti stammender Familie seit Generationen praktiziert werden… ZOMBI CHILD wurde 2019 in die Quinzaine des Réalisateurs beim Cannes Film Festival eingeladen und lief bei den Festivals in Toronto, Rotterdam und San Sebastian.
 

Am 18. und 19. Mai: Anton Corbijn Double Feature: CONTROL und LIFE von Anton Corbijn. CONTROL (2007, Großbritannien, Australien, Biografie, Drama, Musical). Das Spielfilm-Regiedebüt des zuvor vor allem als Musikfotograf in Erscheinung getretenen Niederländers Corbijn erzählt die Lebensgeschichte von Ian Curtis, Sänger der englischen Post-Punk Band „Joy Division“, der sich 1980 das Leben nahm. Der Film beruht auf dem Buch „Touching From A Distance“, das Ians Ehefrau Deborah nach seinem Tod über ihn schrieb. Neben Sam Riley und Alexandra Maria Lara in den Hauptrollen hat auch Herbert Grönemeyer einen Auftritt als Arzt. Corbijns Debüt erhielt zusätzlich zu vielen Auszeichnungen den Preis als bester europäischer Film der Filmfestspiele von Cannes.  
 

LIFE (2015, Kanada, Deutschland, Drama) erzählt in atmosphärisch-stilvollen Bildern die Geschichte einer Fotoreportage, die der Fotograf Dennis Stock über James Dean 1955 anfertigte, kurz vor dessen Durchbruch mit dem Film JENSEITS VON EDEN. Der Film lässt erahnen, dass Corbijn, selbst erfolgreicher Fotograf, das häufig spannungsreiche Verhältnis von Porträtisten und Porträtiertem bestens kennt. LIFE versammelt mit Robert Pattinson, Ben Kingsley, Joel Edgerton und Dane Dehaan einen außergewöhnlichen Cast.
 

Ab 20. Mail: MUBI EXKLUSIV – STILL PROCESSING von Sophy Romvari (2020, Kanada, Dokumentarfilm, Kurzfilm). In diesem dokumentarischen Kurzfilm treten, nach dem Fund einer Dose mit alten und bislang unbekannten Familienfotos, eigentlich überwundene Gefühle der Trauer und längst verloren geglaubte Erinnerungen wieder zu Tage. Die Filmemacherin Sophy Romvari dokumentiert ihr Erleben in diesem Film, der damit gleichsam therapeutische und heilende Wirkung entfaltet. Seine Festivalpremiere feierte STILL PROCESSING beim Toronto International Film Festival 2020.
 

Ab 21. Mai: UNSER TÄGLICH BROT von Niklaus Geyrhalter (2005, Deutschland, Dokumentarfilm). UNSER TÄGLICH BROT ist die eindrückliche Meditation über die Welt der industriellen Nahrungsmittelproduktion. Zum Rhythmus von Fließbändern und riesigen Maschinen zeigt der Film schonungslos die Produktion unserer Nahrungsmittel – von der Züchtung bis zur Schlachtung von Tieren oder der industriellen Anpflanzung und Ernte von Obst und Gemüse. Mehrfach ausgezeichnet und nominiert – Indiewire Critics’Poll oder European Film Awards – beeindruckte der Film seine Zuschauer auch beim BFI London Film Festival und dem New York Film Festival.

Ab 21. Mai: Start der Sergei Loznitsa Reihe anlässlich der Herausbringung seines neuesten Werks STATE FUNERAL mit THE EVENT (2015, Niederlande, Belgien, Dokumentarfilm) und BLOCKADE (2006, Russland, Dokumentarfilm) sowie ab 24. Mai THE TRIAL (2018, Niederlande, Dokumentarfilm). Die preisgekrönten Dokumentarfilme von Sergei Loznitsa, des Geschichtsanalytikers des Kinos, liefern einen seltenen Zugang zu Schlüsselmomenten der Geschichte der Sowjetunion – von den unsäglichen Schauprozessen Stalins über die Grauen des 2. Weltkriegs bis zum Fall der Sowjetunion. 

THE EVENT erzählt vom versuchten Putsch gegen die Regierung Michael Gorbatschows im August 1991, dessen Scheitern erst das Ende der Sowjetunion besiegelte. Tausende von Menschen gingen damals auf die Straße, verwirrt, verängstigt aber entschlossen, den Putsch zu vereiteln. Loznitsas Rekonstruktion der Ereignisse knapp 25 Jahre später fand bei den internationalen Filmfestivals in Venedig, Toronto, Rotterdam und San Francisco große Beachtung.

BLOCKADE führt mit bislang wenig bekannten, von ihm im sowjetischen Filmarchiv entdeckten Aufnahmen zurück in die längste Belagerung des 2. Weltkriegs: 900 Tage lang hatte die deutsche Wehrmacht Leningrad eingeschlossen und der Stadt und ihren Einwohner_innen unsägliches Leid gebracht. Loznitsa unterlegt die eindrücklichen schwarz-weiß Bilder mit einem modernen Soundtrack.

THE TRIAL. Der Prozess gegen die sogenannte „Industrie-Partei“ war nicht der erste Schauprozess unter Stalin, aber historisch deshalb so zentral, weil anders als bei vorherigen Prozessen, wo noch einige Angeklagte ihre Schuld bestritten, hier alle Einsicht und Reue zeigten. Zum Zwecke der „sozialen Sicherheit“ gab es – darüber waren sich die Tausenden im Saal und auf den Straßen einig – nur ein Urteil: „Tod durch Erschießen“. Unkommentiert montiert Loznitsa das sorgfältig recherchierte Archivmaterial zu einem Kammerspiel und rekonstruiert eine allumfassende juristisch-politische Fabrikation: eine „Industrie-Partei“ hat es nie gegeben. Auch THE TRIAL feierte Festivalerfolge in Venedig, Toronto, Mar del Plata und Karlovy Vary.

Ab 23. Mai: Start der Claude Chabrol Reihe mit INSPECTEUR LAVARDIN (1986, Frankreich, Schweiz, Krimi, Thriller). Mit der für Chabrol typischen Ironie und Lakonie zeigt auch dieser Krimi des französischen Großregisseurs die Abgründe hinter der Fassade des Großbürgertums auf. Am Strand wird die Leiche eines Schriftstellers gefunden. Sein Hinterteil ziert das Wort “Schwein”. Hélène, die Witwe des Autors, die sich als eine Jugendliebe Lavardins (Jean Poiret) entpuppt, scheint, wie auch die anderen Hinterbliebenen, über die Tat nicht im Geringsten erschüttert zu sein. Der Film lief in Deutschland zunächst nur im DDR-Fernsehen. Erst 1991 folgte die ARD mit einer Ausstrahlung.

Ab 25. Mai: DER MONDMANN von Miloš Forman (1999, USA, Deutschland, Komödie, Drama, Biografie). Mit dem Gewinnerfilm der Berlinale 2000 – DER MONDMANN – erweckte Miloš Forman nach Larry Flint erneut eine Ikone der siebziger Jahre zu pulsierendem Leben. In der Filmbiografie des genialischen Komödianten Andy Kaufman läuft Jim Carrey zu fulminanter Hochform auf. Das Ergebnis: Eine vor Enthusiasmus überschäumende Ode auf die befreiende Wirkung hemmungsloser Anarchie. Courtney Love macht in dem Film einen ihrer seltenen Ausflüge ins Schauspiel. Sie spielt eine Wrestlerin, die Andy Kaufmann bei einer Wrestlingshow traf, in der er nur gegen Frauen kämpfte, und in die er sich daraufhin verliebte. 

Ab 26. Mai: MUBI EXKLUSIV – TENDER von Isabel Pagliali (2020, Frankreich, Dokumentarfilm, Kurzfilm). Spätsommer, ein kleiner See, Teenager. Mia, 11, etwas zu schlau für ihr Alter, fragt Hugo, 15, und ziemlich blasiert, nach Chaïnes, einem Mädchen, mit dem er seine Nachmittage am See verbringt und versucht, sie zu verführen. Ihm ist es peinlich von Liebe zu sprechen und welche Gefühle die lebhafte und gleichzeitig geheimnisvolle Chaïnes, die ihrerseits keinerlei Emotionen offenbart, in ihm auslöst. Mia und ihre Geschwister aber umzingeln die beiden wie ein Chor. Tender ist ein langsamer, dunkler Dokumentarfilm, in dem die Zeit nicht zu existieren scheint. Der Film lief 2020 bei den internationalen Festivals in Rotterdam, Lissabon und Wien.
 
 
Hier geht es zur kompletten Filmliste im Mai.
 
Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte: mubi@steinbrennermueller.de

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MUBI ist eine kuratierte Streaming-Plattform mit einer ständig wechselnden Auswahl handverlesener Filme. Von neuen Regietalenten bis hin zu preisgekrönten Filmen. Von überall auf der Welt. Wunderschöne, faszinierende, unglaubliche Filme – und jeder Tag ein neuer. Immer von uns ausgesucht. MUBI ist in 190 Ländern verfügbar, und die Filme, die wir auswählen, orientieren sich an lokalen Kultur- und Kinotrends. Wir sind die weltweit größte Community von Filmliebhabern mit über 10 Millionen Mitgliedern rund um den Globus. Du kannst alle unsere Filme jederzeit streamen oder herunterladen. Auf jedem Bildschirm oder Gerät, überall. Und du wirst niemals eine einzige Anzeige auf MUBI sehen. Niemals.

 
Abos kosten €9.99 pro Monat bzw. €71.88 für 12 Monate. MUBI gibt es auf PC, Mac, iPhone, iPad, Apple TV, Apple TV App, Android, Playstation, Roku und Samsung Smart TV. 
 

MUBI verkündet den Screening Termin von SHIVA BABY

Der Hollywood Reporter sagt über SHIVA BABY: “A deftly crafted comedy of discomfort”, Variety lobt “Playful, brilliantly anxious, sex-positive coming of age film set inside a tight-knight Jewish community” und The Film Stage schwärmt “Hilarious, awkward, uncomfortable and unforgettable”.

 

Das gefeierte Spielfilmdebüt von Autorin und Regisseurin Emma SeligmanSHIVA BABY ab dem 11. JUNI 2021 exklusiv bei MUBI

 

MUBI, der weltweite Verleiher und Arthouse-Streamingdienst für kuratierte Filmauswahl, freut sich, den Start von Emma Seligmans Shiva Baby bekannt zu geben: Shiva Baby wird ab dem 11. Juni 2021 exklusiv bei MUBI zu sehen sein.

Das gefeierte Spielfilmdebüt, das von Autorin und Regisseurin Emma Seligman geschrieben und inszeniert wurde, erlebte 2020 seine Weltpremiere beim Toronto International Film Festival und dem SXSW Festival Austin. In der Hauptrolle ist die aufstrebende Schauspielerin und Komikerin Rachel Sennott zu sehen. Molly Gordon (Booksmart), Polly Draper (Milliarden, Die gute Frau), Fred Melamed (WandaVision, Die Morgenshow, Ein ernster Mann) und Dianna Agron (Berlin, Ich liebe dich, Glee) verstärken den Cast zusätzlich. Für die Musik konnte der vielseitige Komponist und Multiinstrumentalist Ariel Marx (Ted Bundy: Falling for a Killer) gewonnen werden.

 

Shiva Baby ist eine bitterböse, fast klaustrophobische und gleichzeitig spielerisch leichte Komödie über die richtungslose junge und bisexuelle Jüdin Danielle (Rachel Sennott), die mit ihrer Familie an einer Shiva teilnimmt. Während der Shiva, der einwöchigen Trauerzeit nach dem Tod eines geliebten Menschen, wird die College-Studentin Danielle mit einer Reihe von zunehmend unangenehmen und demütigenden Begegnungen konfrontiert. Zunächst erschüttert sie das Erscheinen ihrer Ex-Freundin, für die sie immer noch Gefühle hegt. Die Situation steigert sich ins fast Unerträgliche, als unerwartet Danielles Sugar Daddy auftaucht – mit seiner Frau und einem schreienden Baby, von deren Existenz sie bis dahin gar nichts ahnte. Gleichzeitig steht Danielle unter ständiger Beobachtung ihrer neurotischen, aber wohlmeinenden Eltern, und wird von den übergriffigen Verwandten mit immer neuen Fragen nach ihren Zukunftsplänen bombardiert. Für Danielle gibt es nur einen Ausweg: die Eskalation.

 

Shiva Baby zeigt erfrischend und unkonventionell die Verwirrungen, den Humor und die Konflikte, die die Sexualität junger Frauen begleitet, mit einer wunderbaren Rachel Sennot in der Hauptrolle.

 

Filmemacherin Emma Seligman stammt aus Toronto, lebt aber mittlerweile in New York. In der Undergraduate Film & TV-Sendung der NYU schrieb und inszenierte sie Shiva Baby als Kurzfilm, der 2018 beim SXSW Festival uraufgeführt wurde und anschließend auch beim Woodstock Film Festival, dem TIFF Next Wave Film Festival und dem Palm Springs ShortFest lief. Mittlerweile ist der Kurzfilm ein Vimeo Staff Pick und wurde zur Grundlage für das gleichnamige Langfilmdebüt der Regisseurin.

 

Rachel Sennott war bereits im Kurzfilm Shiva Baby, der zum Indie-Liebling der Festivals wurde, zu sehen. In Olivia Peaces Spielfilm Tahara folgte ihre zweite Hauptrolle. Neben der Schauspielerei ist Rachel Sennott in den USA als Comedian und Autorin bekannt, und wird für ihre ganz eigene Sicht auf das Leben der Millennials gefeiert. 2019 wurde sie als Stand-Up Comedian vom Magazin Time Out NY zu einer der „Top Comics to Watch“ gekürt. Mittlerweile hat Rachel Sennott eigene Kurzfilme und Serien entwickelt und in ihnen mitgespielt, wie in der Serie „Ayo und Rachel Are Single“ für den Sender Comedy Central. Derzeit spielt Rachel Sennott neben Kyra Sedgwick in der ABC-Comedy-Serie „Call Your Mother“.

 

Das Pressematerial finden Sie HIER

 

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Über MUBI

MUBI ist eine kuratierte Streaming-Plattform mit einer ständig wechselnden Auswahl handverlesener Filme. Von neuen Regietalenten bis hin zu preisgekrönten Filmen. Von überall auf der Welt. Wunderschöne, faszinierende, unglaubliche Filme – und jeder Tag ein neuer. Immer von uns ausgesucht. MUBI ist in 190 Ländern verfügbar, und die Filme, die wir auswählen, orientieren sich an lokalen Kultur- und Kinotrends. Wir sind die weltweit größte Community von Filmliebhabern mit über 10 Millionen Mitgliedern rund um den Globus. Du kannst alle unsere Filme jederzeit streamen oder herunterladen. Auf jedem Bildschirm oder Gerät, überall. Und du wirst niemals eine einzige Anzeige auf MUBI sehen. Niemals.

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Sesame Workshop Continues Commitment to Racial Justice

(New York, NY) – Sesame Workshop, the nonprofit educational organization behind Sesame Street, is releasing new resources to support families in talking to their children about race and racism.

 

The “ABCs of Racial Literacy” is part of Coming Together, Sesame Workshop’s ongoing commitment to racial justice. Designed to provide families with the tools they need to build racial literacy, to have open conversations with young children, to engage allies and advocates to become upstanders against racism, and more, Coming Together includes a racial justice educational framework, ongoing research, and a rolling release of new content on SesameWorkshop.org/ComingTogether.

 

Coming Together is rooted in extensive research and consultation with experts to develop a groundbreaking Racial Justice educational framework and curriculum for young children. Like the science-based whole-child model that Sesame Street is known for, this framework will help guide and inform the creation of new Sesame Workshop content going forward — including future seasons of Sesame Street. Today’s announcement, which is part of the Sesame Street in Communities initiative, builds on recent efforts focused on tackling racism and its impact on children, including The Power of We: A Sesame Street Special, the CNN Town Hall Coming Together: Standing Up to Racism, and related short-form content.

 

“At Sesame Workshop, we look at every issue through the lens of a child. Children are not colorblind — not only do they first notice differences in race in infancy, but they also start forming their own sense of identity at a very young age,” said Dr. Jeanette Betancourt, Senior Vice President, Sesame Workshop. “‘The ABCs of Racial Literacy’ is designed to foster open, age-appropriate conversations among families and support them in building racial literacy. By encouraging these much-needed conversations through Coming Together, we can help children build a positive sense of identity and value the identities of others.“

 

The new ‘ABCs of Racial Literacy’ resources launching today are designed to help all families celebrate their own unique identities, while also providing age-appropriate language and strategies to answer sometimes-tough questions around race and racism. In one video featuring two new Muppets, 5-year-old Wes and his father Elijah, Elmo wants to know why Wes’s skin is brown. Elijah explains the concept of melanin and that the color of our skin is an important part of who we are. In a new music video, the Sesame Street Muppets celebrate their own unique identities; the song, “Giant,” is available on all major platforms through Warner Music Group’s Arts Music. In another video coming soon, Rosita’s mom and her friend Sofia help Rosita cope with a racist incident in the grocery store, while also celebrating speaking Spanish. Additional resources include videos featuring real families talking about their experiences, activities for families to do together, and talking points and conversation starters for families.

 

The new Coming Together: The ABCs of Racial Literacy resources launching today are available at no cost to families at SesameWorkshop.org/ComingTogether. The resources, which are available in English and Spanish, will also be distributed through a wide range of national and community providers as part of Sesame Street in Communities, Sesame Workshop’s program to support children and families, particularly those most vulnerable. Additional professional development materials for providers like social workers, educators, and healthcare providers will also be available.

 

“Sesame Workshop has always stood for diversity, inclusion, equity, and kindness. As a trusted source for families, we have a responsibility to speak out for racial justice and empower families to have conversations about race and identity with their children at a young age,” said Kay Wilson Stallings, Executive Vice President of Creative and Production, Sesame Workshop. “The work to dismantle racism begins by helping children understand what racism is and how it hurts and impacts people. Sadly, today’s announcement comes at a time of racial and social discord when many families are in need of support in talking to their children about racism. We’re proud to reaffirm our Coming Together commitment to racial justice, which will be woven into new Sesame Workshop content for years to come.”

 

According to a recent Children and Racism study commissioned by Sesame Workshop to capture and elevate the voices of children ages 6-11 and their parents, racism was top of mind for nearly half the children surveyed with racism more prevalent in responses of Black children. The majority of parents were comfortable with children learning about race and racism through media, books, or school, yet only 23% of parents report that specific resources helped them prepare for discussions with their children. The new ABCs of Racial Literacy resources seek to fill a gap for parents and caregivers as they embark on conversations with their children about race and racism. A full report of the study findings will be released this spring.

 

More to read, listen, and play is coming soon from across the Workshop to continue the conversation as part of Coming Together. In the coming year, Sesame Workshop will release additional Sesame Street in Communities resources made possible by the generous support of donors including PNC Foundation, USAA, and the Joan Ganz Cooney Fund for Vulnerable Children. SesameWorkshop.org/ComingTogether will be regularly updated with new content for children and families promoting racial justice.

 

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About Sesame Workshop

Sesame Workshop is the nonprofit media and educational organization behind Sesame Street, the pioneering television show that has been reaching and teaching children since 1969. Today, Sesame Workshop is an innovative force for change, with a mission to help kids everywhere grow smarter, stronger, and kinder. We’re active in more than 150 countries, serving vulnerable children through a wide range of media, formal education, and philanthropically funded social impact programs, each grounded in rigorous research and tailored to the needs and cultures of the communities we serve. For more information, please visit sesameworkshop.org.

Neues Team für das Landkinonetzwerk

Seit 1. April 2020 baut die AG Kino – Gilde mit finanzieller Unterstützung der FFA ein Netzwerk für Landkinos auf. Ab sofort werden Valeska Hanel (Kinoleiterin der Neuen Kammerspiele, Kleinmachnow) und Martin Turowski (Betreiber des Burgtheater Ratzeburg und Eulenspiegelkino Mölln) für die Koordination und Entwicklung des Netzwerks  zuständig sein. Weiterlesen

Save the Date! Deutscher Hörfilmpreis am 16. Juni 2021

Bereits zum 19. Mal wird am Mittwoch, dem 16. Juni der Deutsche Hörfilmpreis verliehen. Aufgrund der Corona-Pandemie wird die Preisverleihung als hybride Gala im Livestream unter www.deutscher-hoerfilmpreis.de zu sehen sein.

Der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) wird die diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträger feiern, erneut tatkräftig unterstützt von Moderator Steven Gätjen, der live durch die Preisverleihung führen wird. Mit dem Preis, der in Anlehnung an den Begriff Audiodeskription (AD) auch „ADele“ genannt wird, zeichnet eine hochkarätig besetzte Jury herausragende Hörfilmproduktionen in den fünf Kategorien KinoTV/ Mediatheken/ StreamingdiensteDokumentationFilmerbe und Kinder-/ Jugendfilm aus.

„Wir freuen uns, den besten Hörfilmen des Jahres die verdiente Anerkennung zukommen zu lassen und auf diese Weise zu unterstreichen, wie wichtig gerade jetzt Teilhabe und Barrierefreiheit im kulturellen Bereich für blinde und sehbehinderte Menschen sind. Audiodeskriptionen im Allgemeinen und insbesondere Hörfilme haben in Lockdown-Zeiten für viele von uns einen noch höheren Stellenwert eingenommen“, so DBSV-Präsident Klaus Hahn.

Hörfilme ermöglichen es blinden und sehbehinderten Menschen, Filme als Ganzes wahrzunehmen und zu genießen. Diese Filme sind mit einer Audiodeskription (AD) versehen, die in knappen Worten zentrale Elemente der Handlung sowie Gestik, Mimik und Dekor beschreibt. Diese Bildbeschreibungen werden in den Dialogpausen eingesprochen.

Der Deutsche Hörfilmpreis 2021 wird von der Aktion Mensch unterstützt. Hauptsponsoren sind Pfizer Deutschland und Novartis Pharma GmbH.

Die Übersicht aller nominierten Produktionen und weitere Informationen unter www.deutscher-hoerfilmpreis.de

Besuchen Sie den Deutschen Hörfilmpreis auch auf Facebook!
www.facebook.com/Deutscher.Hoerfilmpreis

Pressekontakt:
SteinbrennerMüller Kommunikation
Linienstraße 213, 10119 Berlin
Jasmin Knich
Fon: 030 / 47 37 – 2191
E-Mail: mail@steinbrennermueller.de

Kontakt:
Deutscher Hörfilmpreis
c/o Deutscher Blinden- und Sehbehindertenverband e.V. (DBSV)
Claudia Schaffer/ Projektleitung Deutscher Hörfilmpreis
Rungestraße 19, 10179 Berlin
Fon: 030 / 285387 – 282
Fax: 030 / 285387 – 200
E-Mail: c.schaffer@dbsv.org

Starlounge neue Betreiberin des IMAX Kinos am Potsdamer Platz

Berlin, 24. März 2021. Das IMAX Kino im Sony Center am Potsdamer Platz hat eine neue Betreiberin. Die Berliner Starlounge GmbH hat die Räumlichkeiten sukzessive zum Februar 2021 bis auf Weiteres übernommen. Der Mietvertrag umfasst das IMAX Kino inklusive der Gastronomieflächen sowie fünf Produktionsbüros auf insgesamt vier Stockwerken. Das Kino bietet Sitzplätze für 344 Zuschauer*innen.

 

Starlounge Gründerin und Geschäftsführerin Lillemor Mallau plant, die Räumlichkeiten zunächst nicht im Kino-Tagesbetrieb, sondern hauptsächlich für Hybridveranstaltungen, Film Festivals, Vorlesungen und als Talk Bühne zu nutzen. „Nur durch ein diverses Nutzungskonzept in Hinblick auf Veranstaltungsformate, modernste Technologien und außerfilmische Nutzungen kann es dem Kino allgemein gelingen, sich den einschneidenden Veränderungen durch die Marktentwicklungen, die auch schon vor der Pandemie herausfordernd waren, zu stellen. Der Kampf um den Erhalt von Kinos als öffentlichem Raum wird entscheidend durch die Öffnung für neue Besuchergruppen und Formate gewonnen werden.“

 

Auf über 2.500 qm Gesamtfläche steht seit Februar u.a ein neu installiertes, vollausgestattetes Streaming Studio mit einer 130 qm großen Szenenfläche sowie ein Backstagebereich für Sprecher, Maske und Catering zur Verfügung. Bei Bedarf kann das Streaming Studio mit Outdoor-Flächen zur hybriden Eventlocation mit bis zu 3.000 Sitzplätzen erweitert werden. Für die Vermarktung der Flächen arbeitet Starlounge eng mit der Forum Event Management GmbH, der Vermarkterin der Outdoor-Flächen, zusammen.

 

„Die erweiterte Nutzung des Raums Kino für Veranstaltungen birgt großes Potential für die Kinobranche allgemein. Gerade in Hinblick auf den immer noch steigenden Bedarf an hybriden Locations kann unser Streaming Studio und das Kino mit einer sehr guten Lüftung, dem großzügigen Platzangebot für ein Wegeleitsystem, vielfältigen Ein– und Ausgangsangeboten und dem Outdoor Bereich überzeugen,“ so Mallau.

 

Für die Umsetzung des Streaming Studios hat sich die Starlounge mit zweiB und satis&fy zwei erfahrene technische Partner ins Boot geholt. Sie arbeiten gemeinsam an der Realisierung des Streaming Studios.

 

Patric Schmidt, Managing Director Berlin satis&fy: „Streaming Studios gibt es in Berlin aktuell zur Genüge. Daher wollten wir kein weiteres Studio in irgendeiner Halle. Wir wollten etwas Besonderes was es so noch nicht auf dem Markt gibt. Und das Studio im Sony Center ist besonders!“ Die Location besticht durch ihre prägnante Lage, im Herzen von Berlin, direkt am Potsdamer Platz. Die 40m lange Glasfront mit Blick ins Sony Center macht die Location einzigartig. „Dadurch werden Streaming Veranstaltungen lebendiger und kommen einem echten Live-Erlebnis näher. Darüber hinaus ist die Location extrem wandelbar. Durch die verschiedenen Szeneflächen sowie die Ausstattung sind alle Formate in Kombination von in- und outdoor denk- und umsetzbar“, so Schmidt weiter.

 

Geplant sind im Kino und im Studio zahlreiche unterschiedliche Veranstaltungsformate, insbesondere kultureller Art. Dem Thema Film soll dabei nach wie vor eine große Rolle zukommen, ein zusätzlicher digitaler Projektor der Firma zweiB, die die Kameratechnik und das Kino ausstattet, ermöglicht eine große Bandbreite von Vorführformaten im IMAX Saal. Tammo Buhren von zweiB: „Ich habe in den letzten 15 Jahren zahlreiche Events im Kino im Sony Center erlebt und freue mich, diesen einzigartigen Standort neu zu entdecken. Jetzt bietet sich die einmalige Chance, mit schlagkräftigen Partnern den Ort Kino neu zu definieren und individuelle Konzepte für virtuelle, hybride und Live-Events umzusetzen. Im Studio sorgen wir zusätzlich mit mindestens zwei Kamerazügen für abwechslungsreiche Studio-Perspektiven und über zwei 85“ Monitore lassen sich Remote-Speaker, Folien und Logos einblenden. Das Set-Design ist mit Barhockern, Brückentischen sowie Sesseln für verschiedene Formate bereits vor Ort ausgestattet und kann an individuelle Bedürfnisse angepasst werden.“

 

Über die Starlounge GmbH
Die Starlounge GmbH, gegründet von Lillemor Mallau, startete 1999 als Event- Agentur und entwickelte sich als Verleiherin und Produzentin hinweg zu einer spezialisierten Beratungsagentur im Bereich Format- und Standort Entwicklung, Konzeption- und Vermarktung mit Schwerpunkt in der Film- und digitale Medien Branche. Die Starlounge hat hunderte von Veranstaltungen und Konferenzformate für Kunden entwickelt und verfügt nach wie vor über sehr gute Kontakte in der Eventbranche. Seit 2002 wechselte der Fokus der Firma auf die Film Branche: Seitdem arbeitet die Starlounge GmbH mit Brands und Institutionen wie AUDI, Daimler, dem Red Bull Media House, Warner Bros. und Warner Music, dem Medienboard Berlin Brandenburg, der gamesweek Berlin, Mitgliedern des Berliner Abgeordnetenhauses, der Stadt London und einer Vielzahl von Event Agenturen, Filmverleihern, Kinobetreibern und Immobilien Entwicklern als Beraterin zusammen. Lillemor sieht sich als innovative Denkerin und Pionierin der Kinobranche: Ihre Mission ist es, ihr spezifisches Branchenwissen, ihre strategische Herangehensweise und ihr hochkarätiges Netzwerk zu nutzen, um den Ort Kino in eine erlebnisorientierte, zukunftsfähige, vielfältig nutzbare 24/7 Entertainment- und Event Location zu verwandeln. Mit der Übernahme des IMAX Kino im Sony Center möchte sie ihre Mission in die Realität umgesetzt und neuartige Nutzungsformen und erproben. www.starloungetv.com

 

Über zweiB
Die Geschäftsführer Tammo Buhren und Marcus Busler von zweiB haben sich auf Premieren spezialisiert und produzieren regelmäßig im Sony Center. 2003 verwirklichten sie mit der Gründung von zweiB ihre gemeinsame Vision eines Dienstleistungsunternehmen, das Kinotechnik sowie Veranstaltungstechnik auf höchstem Niveau bietet. zweiB besteht aus hochqualifizierten Fachkräften im Bereich Digitale Kinotechnik, Medientechnik, Tontechnik, Veranstaltungstechnik, Service und Fachplanung. Die breite Auffächerung der Qualifikationen des Teams in alle wesentlichen Bereiche der Veranstaltungstechnik und -planung, erlaubt zweiB ein reibungsloses Zusammenspiel aller technischen Komponenten, besonders in Hinblick auf die Technik im Kinosaal und das Streaming Studio. Professionelle Beratung, kreative Konzepte, sorgfältige Planung, präzise Durchführung, State-of-the-Art Technik und einzigartiges Humankapital zeichnet diesen Partner der Starlounge aus. https://www.zweib.com/

 

Über satis&fy
Die satis&fy AG ist einer der führenden internationalen Anbieter für Event- und Medientechnik, Eventarchitektur und Raum-in-Raum-Lösungen. Unkonventionelle Ideen, echter Pioniergeist und mutige Konzepte abseits der gewohnten Wege haben satis&fy zu einem Big Player in der Veranstaltungsbranche gemacht. Mit über 500 Mitarbeitern an neun internationalen Standorten und mehr als 3.000 lokal und international umgesetzten Veranstaltungen, Messeauftritten und Ausstellungen pro Jahr ist satis&fy eines der leistungsstärksten Unternehmen der Branche. Auch in der aktuellen Situation bietet satis&fy die Möglichkeit, mit professionellen Live-Streaming-Studios in Deutschland, der Schweiz und Österreich Digital-, Hybrid- und Präsenzveranstaltungen umzusetzen. https://satis-fy.com

 

Pressekontakt:
SteinbrennerMüller Kommunikation
Dr. Kathrin Steinbrenner
E-Mail: mail@steinbrennermueller.de
Telefon: +49 (0)30 4737 2191

VTFF Mitgliederversammlung und Vorstandswahl

Bei der digitalen Mitgliederversammlung des Verbandes Technischer Betriebe für Film und Fernsehen e.V. (VTFF) am 17. März 2021 wurden der Vorstand gewählt, eine Umfrage über die derzeitige wirtschaftliche Lage durchgeführt sowie aktuelle Aktivitäten und zukünftige Maßnahmen diskutiert.

 

Vergangenen Mittwoch haben die Mitglieder des VTFF in ihrer Versammlung live und online den Vorstand gewählt. Dabei wurde Stefan Hoff einstimmig als Vorstandsvorsitzender bestätigt. Die Vorstände Bojana Nikolaidis, Friedhelm Bixschlag, Markus Osthaus, Josef Reidinger und Christian Sommer wurden mit großer Mehrheit wiedergewählt. Neu bzw. nach einer Pause wieder dabei im Vorstand ist Carl Woebcken. Er folgt auf Marius Schwarz, der sein Amt abgegeben hat. Der Vorstand dankt den Mitgliedern für das Vertrauen und die große Zustimmung und sieht dem gemeinsamen Engagement für den VTFF und die technisch-kreativen Produktionsdienstleister positiv entgegen. Gerade jetzt ist es wichtig, sich zusammen für die Zukunft seines Business einzusetzen.

 

Denn wie die erneuten Online-Umfragen unter den Mitgliedern zeigen, hat die Pandemie das Produktionsgeschäft weiterhin fest im Griff. Die Teilnehmer erwarten für 2021 kaum bessere Zahlen als für 2020. Knapp 10% der VTFF-Mitglieder trifft es besonders hart, da sie im letzten wie in diesem Jahr Umsatzeinbußen zwischen 50% und 75% verkraften müssen. Nur ein Viertel wird mit keinen oder geringen Umsatzeinbußen (bis 10%) durch die Krise kommen. Etwa ein Drittel gibt für 2020 Verluste zwischen 10-25% und ein weiteres Drittel sogar bis 50% an. Für 2021 verschiebt sich diese Verteilung nach unten, d.h. einige Unternehmen hoffen auf leichte Verbesserungen.

 

Das zeigt sich auch darin, dass etwas weniger Corona-Hilfsmaßnahmen in Anspruch genommen werden. Trotzdem haben noch 75% der Mitglieder einen Teil der Belegschaft in Kurzarbeit, und je ein Drittel benötigt KfW-Kredite, Überbrückungshilfen oder andere Förderungen und Zuschüsse.

 

Die größten Herausforderungen sind derzeit die krisenbedingte schlechtere Bezahlung und der Mehraufwand durch die Corona-Schutzmaßnahmen. Mit steigender Produktionstätigkeit wird für ein Drittel der Umfrageteilnehmer auch der Fachkräftemangel wieder zum Thema.

 

Trotz allem führen die VTFF-Mitglieder ihre Unternehmen mit Zuversicht, Elan und Ideen durch diese Zeit: Fast jeder zweite hat vor, gestärkt aus der Krise hervor zu gehen. Viele Unternehmen nutzen diese Zeit, um Prozesse zu optimieren, in Infrastruktur zu investieren, Remote Work und Digitalisierung voran zu treiben oder neue Geschäftsfelder zu erschließen.

 

Im VTFF arbeiten die Mitglieder in verschiedenen Initiativen weiter an besseren fairen Rahmenbedingungen, die sich durch die Pandemie als wichtiger denn je erweisen. So haben die neue Ton Gruppe und die AÜ Gruppe jeweils AGBs mit klaren Regeln für die Zusammenarbeit diskutiert. In den politischen Dialogen setzt sich der VTFF weiterhin für technikfreundlichere und international wettbewerbsfähige Förderbedingungen ein, damit der Produktionsstandort Deutschland innovativer, attraktiver und zukunftsfähiger wird. Ebenso wie die Unternehmen muss die Politik mit Mut und Ideen in die nächste Phase gehen.

 

„Die technisch-kreativen Dienstleister erweisen sich auch in der Krise als solide Partner, die sich flexibel, zuverlässig und agil auf die schwierigen Bedingungen einstellen. Das erwarten wir von unseren Partnern und der Politik ebenfalls. Der VTFF ist ein starkes Netzwerk und Sprachrohr für unsere Vorhaben und Vorstellungen.“ fasst es der wiedergewählte Vorstandsvorsitzende Stefan Hoff zusammen.

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Der Verband Technischer Betriebe für Film und Fernsehen e.V. ist die Interessenvertretung und das Netzwerk für die technisch-kreativen Dienstleister in der Produktion von Film, Fernsehen und neuem audiovisuellem Content in Deutschland.

 

Kontakt: VTFF | Christine Grieb | Tel. 0172-1650 583 | www.vtff.de | info@vtff.de

Verleihung VR Now Awards am 22. Juni / Jetzt einreichen

Berlin / Potsdam, 22. März 2021. Es ist wieder soweit! Am Dienstag, 22. Juni 2021 findet die Verleihung der VR NOW Awards statt. Die Preise, die im Rahmen einer Live Show vergeben werden, zeichnen erneut herausragende technische, wirtschaftliche und künstlerische XR-Leistungen aus den Bereichen Virtual Reality, Augmented Reality, Mixed Reality und 360° Video aus. Eine Expert*innenjury entscheidet über die Gewinner*innen. Einreichungen sind ab sofort bis 5. Mai unter www.vrnowcon.io möglich. Der Verleihung geht eine Reihe von Online Events voraus, die sich mit dem Thema XR beschäftigen und Branchenexpert*innen, XR-Schaffende und –Fans zusammenbringen.

 

Stephan Schindler, Vorstandsvorsitzender des Veranstalters Virtual Reality e.V. Berlin-Brandenburg (VRBB): “Wir freuen uns auf den 5. Geburtstag der VR NOW Awards. Das Event ist eines der renommiertesten XR-Festivals und einer der bekanntesten Wettbewerbe für immersive Inhalte. Die Awards haben sich in Berlin-Brandenburg, Deutschlands innovativer Fokusregion für XR und Medien, fest etabliert. Sie sind ein Highlight für XR-Contentmacher*innen und gleichzeitig Inspiration und Leistungsschau für das interessierte Publikum.”

 

Die VR NOW Awards gehen zurück auf die VR NOW Con & Awards, Europas erste Konferenz für immersive Medien, die 2016 in Potsdam ihre Premiere feierte. Seitdem ehren die VR NOW Awards herausragende Projekte in VR, AR, MR und 360° Video.

 

Interessent*innen können ihre Beiträge in den Kategorien ”Best VR Technology”, “Best Immersive Cinema”, “Best Industry VR” und “Best VR Entertainment” einreichen. Alle Nominierten konkurrieren darüber hinaus automatisch in den Kategorien “VR NOW Grand Prize” und “H@ly Sh1t!”.

 

Die VR NOW Awards 2021 werden vom Virtual Reality e.V. Berlin-Brandenburg (VRBB) veranstaltet. Das Event wird vom Medienboard Berlin-Brandenburg gefördert und von Booster Space und Factory-C organisiert.

 

Über den Virtual Reality e.V. Berlin-Brandenburg
Der Virtual Reality e.V. Berlin-Brandenburg (VRBB) wurde Anfang 2016 als Initiative mehrerer Unternehmen aus Berlin und Potsdam gegründet. Derzeit sind mehr als 80 Berliner und Brandenburger Technologieunternehmen, Forschungsinstitute und Medienfirmen beteiligt. Der Verein bündelt die in der Hauptstadtregion vorhandenen Mixed-, Virtual- und Augmented Reality Kompetenzen um den Standort in diesem Bereich international wettbewerbsfähiger zu machen. Unterstützt wird der VRBB durch das Wirtschaftsministerium Brandenburg und die Wirtschaftsförderung Brandenburg. www.virtualrealitybb.org

 

Webseite: www.vrnowcon.io
Facebook: www.facebook.com/vrnowcontualrealitynow
Twitter: www.twitter.com/vrnowcon, @VRnowCon @VRBB_1, #vrnowawards

April 2021: Die kuratierte, tägliche Filmauswahl bei MUBI

Die MUBI-Filmauswahl im April macht eine filmische Zeitreise zu den Festivals in Cannes, Venedig, Berlin, Toronto oder Sundance sowie zu den Oscars, dem César, Bafta Award oder dem Deutschen Filmpreis. Weiterlesen

MUBI Exclusive: SONGS MY BROTHERS TAUGHT ME

Das eindrückliche Regiedebüt von Golden Globe-Gewinnerin Chloé Zhao (Nomadland).

Variety schrieb: “Its poetic minimalism is atmospheric.” und The Guardian lobte: “It is extraordinary, facing stereotypes about life on the reservation head-on, exploring the crippling effects of alcoholism and a non-existent economy with a delicate hand.”   Weiterlesen

AG Kino begrüßt die Pläne des MBB für Kinoprogrammpreis

Das Medienboard stellt in diesem Jahr erneut die Summe von 1,5 Millionen Euro aus 2020 für den Kinoprogrammpreis Berlin-Brandenburg bereit. Alle Berliner und Brandenburger Kinos, die die Bewerbungskriterien erfüllen, bekommen dadurch eine Sofortprämie von 5.000 Euro. Die Kinos, die im vergangenen Jahr für ihre exzellente Programmarbeit ausgezeichnet wurden, erhalten unter Anrechnung der Sofortprämie noch einmal die Prämie aus 2020.

Christian Bräuer, Vorstandsvorsitzender AG Kino: „Das Medienboard Berlin-Brandenburg setzt mit der Fortführung des deutlich erhöhten Kinoprogrammpreises ein bedeutendes Signal für Filmvielfalt und Kinokultur. Gerade in dieser herausfordernden Zeit müssen die Kinos Flagge und zeigen und trotz der schwierigen Rahmenbedingungen ihr Bestes geben: für ihre Nachbarschaft ebenso wie für die Siebte Kunst. Angesichts der schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ist dies nicht ohne zusätzliche Hilfe möglich. Auch die klassischen Wirtschaftsförderprogramme decken das besondere Engagement nicht ab, dass die Filmkunsttheater gerade auch zwischen den beiden Lockdowns mit exzellenten Programmen bewiesen haben. Dieser Einsatz ist auch nach dem zweiten Lockdown erforderlich. Medienboard legt mit dem starken Kinoprogrammpreis den Grundstein dafür. Dafür danken wir Kirsten Niehuus, Christian Berg und dem Aufsichtsrat des Medienboard. Wir appellieren an alle Bundesländer, dem Beispiel des Medienboard zu folgen und mit einer einfachen Antragstellung sowie einem erhöhten Budget einen Beitrag zur Sicherung der Film- und Kinovielfalt zu leisten.“

 

Die Kinoprogrammpreisverleihung findet am 15. April 2021 online statt.

European Film Market zieht positive Bilanz

Am 5. März ist die Onlineausgabe des European Film Market (EFM) der Berlinale erfolgreich zu Ende gegangen. An fünf Markttagen vom 1. bis 5. März nahmen täglich bis zu 12.000 Fachbesucher*innen aus 131 Ländern an den zahlreichen Aktivitäten des EFM, einer der weltweit wichtigsten Handelsplattformen für audiovisuellen Content, teil.

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Lockdown steigert Online-Musiknutzung

Verdeutlicht aber auch die zwingende Notwendigkeit belastbarer Rahmenbedingungen im digitalen Raum.

Trotz der pandemiebedingten Maßnahmen sind die Umsätze der Musikindustrie in Deutschland im vergangenen Jahr gewachsen. Die Einnahmen aus Tonträgerverkäufen und Erlösen aus dem Streaminggeschäft beliefen sich auf 1,79 Milliarden Euro [1], das ist ein Plus von 9 Prozent gegenüber 2019.

 

Dabei stammten 71,5 Prozent, also knapp Dreiviertel des Umsatzes, aus online stattfindender Musiknutzung. Audio-Streaming legte auf dem bereits hohen Niveau des Vorjahres (55,5 % Marktanteil 2019) um 24,6 Prozent zu und kommt damit auf einen Anteil von 63,4 Prozent am Gesamtmarkt. Dagegen hatte die CD auch unter den geschlossenen Geschäften deutlich zu leiden (-18 Prozent), bleibt jedoch mit 21,6 Prozent Umsatzanteil klar das zweitstärkste Format des deutschen Recorded-Marktes. Mit weitem Abstand folgt – erstmals wieder auf Platz 3 – Vinyl, mit einem Gesamtmarkt-Anteil von 5,5 Prozent; nach einem weiteren deutlichen Plus von 24,7 Prozent kann die Schallplatte damit den physischen Markt stützen. Downloads belegen nach einem Minus von 24,8 Prozent nur noch Rang 4 (4,2 Prozent).

 

Die erhebliche Dynamik im Streaming-Bereich hat das Digitalgeschäft 2020 insgesamt um 20,3 Prozent wachsen lassen, die Umsätze mit physischen Tonträgern haben um 11,7 Prozent deutlich nachgegeben, abgemildert durch den Erfolg der Schallplatte.

 

Dr. Florian Drücke, Vorstandsvorsitzender des BVMI: „Es bestätigt sich, was sich schon im Sommer abgezeichnet hat: Die gute Digitalaufstellung unserer Mitgliedsfirmen über die vergangenen Jahre führt dazu, dass unsere Branche am Gesamtumsatz gemessen aktuell gut durch die Krise kommt – mehr noch, durch die pandemiebedingten Einschränkungen des öffentlichen Lebens haben sich die Fans nolens volens zunehmend im digitalen Raum mit Musik versorgt, was uns ein Gesamtwachstum von 9 Prozent beschert hat. Das ist ohne jeden Zweifel erstmal eine sehr gute Nachricht. Sie darf jedoch über zwei Dinge keinesfalls hinwegtäuschen: Zum einen sind die Künstler:innen und unsere Schwesterbranchen, allen voran das Live-Geschäft, bekanntlich in dramatischem Ausmaß von den Lockdowns betroffen und die Spätfolgen der Konzertausfälle innerhalb unserer eng verzahnten Branchenwelt noch nicht absehbar.“

 

Drücke weiter: „Zum anderen bedeutet der zunehmende Digitalanteil von derzeit 71,5 Prozent zwingend auch eine deutlich zunehmende Dringlichkeit hinsichtlich belastbarer Rahmenbedingungen im Netz. Ebenso wichtig ist für uns ein besseres Verständnis des digitalen Spielfelds, das die wirtschaftlichen Realitäten unserer Branche nicht ausblendet! Die deutsche Umsetzung der Urheberrechtsrichtlinie darf nicht dazu führen, dass die filigrane Lizenzarchitektur für Musikfirmen und Künstler:innen beschädigt wird – denn der europäische Kompromiss will das Gegenteil: Kreative und ihre Partner sollen besser an den Umsätzen von User-Upload-Plattformen wie YouTube partizipieren. Video-Streaming gehört zu den beliebtesten Online-Nutzungswegen, trägt aber noch nicht einmal 4 Prozent zum Gesamtumsatz in Deutschland bei! Gerade in dem schnellen und wettbewerbsintensiven Umfeld darf der Gesetzgeber das nicht vergessen. Letztlich stellt sich bei der Ausgestaltung des Rechtsrahmens in Deutschland dieselbe Frage wie bei der Bekämpfung der Pandemiefolgen, nämlich: Welchen Wert hat die Kultur- und Kreativwirtschaft in unserem Land?“

 

[1] Umsatz bewertet zu Endverbraucherpreisen inkl. Mehrwertsteuer

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Cornelia Funkes IGRAINE OHNEFURCHT wird verfilmt

Cornelia Funkes magischer Fantasyroman „Igraine Ohnefurcht“ kommt ins Kino. Oscar-Preisträger Volker Engel, Gesa Engel und Lucia Scharbatke von Uncharted Territory produzieren gemeinsam mit Ulrich Schwarz und Sven Pannicke von RISE PICTURES.

 

Die Regie zu „Igraine Ohnefurcht“ führen Holger Tappe („Happy Family“ 1 + 2, „Konferenz der Tiere“) und Volker Engel. Als Animation Consultant konnte ‚Disney Legend’ Andreas Deja gewonnen werden, der die Erfahrung aus über 30 Jahre als Supervising Animator bei der Walt Disney Company mitbringt („The Lion King“, „Lilo and Stitch“, „Aladdin“, „Beauty and the Beast“). Das Drehbuch schrieb Jane Ainscough, für die Musik wird Grammy Gewinner Alexander Geringas verantwortlich zeichnen.

 

Die 3D-Animation wird unter anderem, ebenso wie schon bei der Verfilmung von Cornelia Funkes „Drachenreiter“ RISE | Visual Effects Studios mitverantworten und gründet dazu einen RISE Animations-Setup in München. Als internationale Co-Produktionspartner sind Robyn Klein und Jeremy Ross an Bord („If Anything Happens I Love You“ – auf der aktuellen Shortlist für den Kurzfilm-Oscar). Den Weltvertrieb übernimmt GFM Animation Ltd in London.

 

„Igraine Ohnefurcht“ erzählt die Geschichte der 12-jährigen Igraine, die sich als einzige in ihrer Familie nicht für das Zaubern interessiert, sondern den eigensinnigen Plan verfolgt, gegen alle Widerstände Ritterin zu werden. Ausgerechnet als Igraines Eltern aus Versehen von ihrem Bruder in Schweine verwandelt werden, wird ihr geliebtes Zuhause, Burg Bibernell, vom Ritter Rowan Ohneherz und seinem Herrn, Osmund dem Gierigen, belagert. Sie wollen die singenden Zauberbücher ihrer Familie stehlen und damit allmächtig werden. Jetzt liegt es allein an Igraine, ihre Familie zu retten – auch wenn dies bedeutet gegen Riesen und dreiköpfige Drachen zu bestehen.

 

Mit dem Projekt werden Volker und Gesa Engel sich mit ihrer Firma Uncharted Territory nach über 20 Jahren in Los Angeles wieder in Deutschland ansiedeln. Gegründet hatte Volker Engel das Unternehmen mit seinem Partner Marc Weigert 1999 in Los Angeles, nachdem er für seine VFX-Arbeit an „Independence Day“ einen Oscar in der Kategorie ‚Best VFX’ erhielt. Seither produzierte das Unternehmen erfolgreich für Studios wie Sony Pictures oder Twentieth Century Fox und koproduzierte mit Sendern wie dem SyFy Channel oder der BBC.

 

Zu den Filmen, die koproduziert wurden oder für die das Unternehmen die VFX verantwortete, gehören u.a. weltweit erfolgreiche Blockbuster wie „Independence Day – Wiederkehr“ (2016)‚ „White House Down“ (2012) und „2012“ (2009). Für ihre Arbeit an dem Dreiteiler „The Triangle“ (2005, „Bermudadreieck – Tor zu einer anderen Zeit“) wurden Volker Engel und Marc Weigert mit einem Emmy ausgezeichnet.

 

Gesa und Volker Engel werden das deutsche Büro von Uncharted Territory in Nürnberg eröffnen und die Firma gemeinsam mit Produzentin Lucia Scharbatke, vormals Kaamos Film, führen. In der Entwicklung sind weitere Adaptionen und Originalstoffe in den Bereichen Animations- und Live-Action Film und Serie, darunter auch weitere Cornelia Funke Stoffe.

 

Für RISE PICTURES ist „Igraine Ohnefurcht“ nach „Drachenreiter“ die zweite große und internationale Animationsproduktion. Demnächst startet bundesweit in den Kinos durch Wild Bunch und weltweit auf Netflix zudem „Stowaway“, ein spektakuläres Sci-Fi Abenteuer von Regisseur Joe Penna mit den Oscar-Nominees Anna Kendrick und Toni Colette sowie Daniel Dae Kim und Shamier Anderson in den Hauptrollen, das RISE PICTURES zusammen mit der US-amerikanischen XYZ Films und augenschein produzierte.

 

RISE PICTURES ist der produzentische Produktionsarm von RISE | Visual Effects Studios, einer der führenden Player in der internationalen VFX-Landschaft. Inzwischen produziert und animiert RISE auch erfolgreich Animationsfilme („Drachenreiter“, „Überflieger – kleine Vögel, großes Geklapper“). RISE setzt State-of-the-Art VFX in Deutschland für die weltweit erfolgreichsten Franchises um. Das Unternehmen ist seit dem ersten Captain America-Film Teil der Marvel-Familie („Loki“, „WandaVision“, „Avengers – Endgame“, „Captain Marvel“, „Black Panther“…) aber auch „partner in crime“ für Regisseure wie Tom Tykwer („Babylon Berlin“), Tim Burton („Dumbo“), Wes Anderson („The French Dispatch“), Guy Ritchie („The Man from U.N.C.L.E.“), Gore Verbinski („A Cure for Wellness“), von Netflix („Stranger Things“, „Dark“), Amazon („Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“), Warner Bros, („Fantastische Tierwesen“ Teil 3, „Doctor Sleeps Erwachen“), Walt Disney Pictures („Artemis Fowl“), Sony Pictures („The Dark Tower“) HBO („Westworld“, „Lovecraft Country“) und 20th Century Fox („The King’s Man“).

 

März 2021: Die kuratierte, tägliche Filmauswahl bei MUBI

Erste Filme zum Lockdown, filmisch dokumentierte Welten, Spannung, Romantik, Ausbruch. MUBI zeigt die Vielfalt von Filmkunst im März in allen Genres, Macharten und Aggregatzuständen. Weiterlesen

EFM 2021: Konferenz- und Filmprogramm geht online

Am 17. Februar rollt der European Film Market der internationalen Filmbranche den digitalen roten Teppich aus. Ab sofort können sich Marktakkreditierte über www.efm-berlinale.de einloggen und auf die neuen, erweiterten und optimierten Anwendungen zugreifen. Weiterlesen

MADE IN GERMANY – oder: Was Schulmädchen wirklich wollen

MADE IN GERMANY ist eine auf sechs Teile angelegte Dramedy-Serie, die sich mit einem aus heutiger Sicht eher bizarr anmutenden und naiven, aber auch umwälzenden gesellschaftlichen Phänomen der 60er und 70er Jahre befasst, einem genialen Coup, der auf Kosten eines Zeitgeists Millionen D-Mark machte und die Grundlagen für die heutige sexuellen Übersättigung und #Metoo Debatte legte: Mit dem Aufbruch der sexuellen Revolution entsteht auch in der Filmindustrie eine hitzige Goldgräberstimmung, denn plötzlich lässt sich mit nackter Haut viel Geld verdienen. Aber Softpornos „made in Germany“ müssen unter dem strengen Radar der deutschen Zensur fliegen. Bis Filmproduzent Wolf C. Hartwig einen raffinierten Einfall hat: Sein unter dem Deckmantel der sexuellen Aufklärung entwickelter Schulmädchenreport wird zum Zuschauermagnet. Er produziert als Reportage getarnte Sexfilme, die weltweit übersetzt in 38 Sprachen mit über 100 Millionen Zuschauer*innen zur erfolgreichsten deutschen Filmreihe aller Zeiten wird!

 

MADE IN GERMANY erzählt in einer fiktionalen Serie davon, wie damals Stars geboren wurden, aber auch viele hoffnungsvolle Schauspielträume gnadenlos zerbrachen, wie die Macher*innen der Filme dem langen Arm des Sittengesetzes entkamen. Die Serie spürt anhand der Geschichten ihrer Protagonist*innen den rebellischen Geist der Zeit auf, in der ein Filmproduzent dem Publikum, getarnt als sexuelle Aufklärung, eine bis dahin noch nie gesehene Freizügigkeit auf deutschen Kinoleinwänden bot.

 

Entwickelt wird die Serie von den Autoren David Clay Diaz, dessen Diplomfilm AGONIE, (Regie, Drehbuch und Produktion) Weltpremiere bei der Berlinale 2016 feierte und dort als „Bester Erstlingsfilm“ nominiert wurde, sowie Peter Meister, dessen Debütfilm DAS SCHWARZE QUADRAT (u.a. mit Sandra Hüller) den Tankred Dorst Drehbuchpreis gewann. Die Serie ist für den deutschsprachigen Markt angelegt.

 

Anne Walser, Produzentin der Serie sowie Geschäftsführerin der C-Films AG: „Jeder kennt den Schulmädchenreport der 70er Jahre oder hat zumindest davon gehört. Dennoch blieb bislang dieses irre Kapitel deutscher Filmgeschichte so gut wie ungeschrieben. Unsere Mini-Serie MADE IN GERMANY schließt diese Lücke. Wir wollen ein einmaliges Phänomen der deutschen Filmgeschichte wieder sichtbar machen, seine Wirkungen auf die Gesellschaft und vor allem auf die, die vor und hinter der Kamera den Ritt auf der Sexwelle wagten. Und wir tun dies mit viel Liebe und Akkuratesse für historische Details, kritisch, spannend und eng an den Perspektiven unseren Protagonist*innen erzählt, aber auch unterhaltsam, teils bitter böse und mit dem nötigen Humor.“

 

Die multiperspektivisch erzählte Geschichte basiert auf Interviews mit unzähligen Zeitzeugen, Mitgliedern der Crew und Darsteller*innen der Schulmädchenreport-Filme. Die Produktion wird außerdem von Expert*innen beraten. So liefern die Kulturwissenschaftlerin Prof. Madita Oeming (Uni Paderborn) Einblicke in die Pornographie der 60er und 70er Jahre und Katrin Rönicke, Biographin von Beate Uhse, in die Erotikindustrie der damaligen Zeit. Und der legendäre Gesellschaftsreporter Michael Graeter teilt seine Erinnerungen an zahllose Stars und Sternchen und dem Tross rund um eine zügellose Filmindustrie.

 

Über die C-Films AG
Die C-FILMS AG mit Sitz in Zürich ist national und international in der Entwicklung und Realisierung von Kino-, Fernseh-, Dokumentarfilmen sowie Serien tätig. In Berlin ist sie mit ihrer Deutschen Tochterfirma Cetera C-FILMS GmbH vertreten. Die Filme der C-FILMS AG gewannen zahlreiche Auszeichnungen und Qualitätsprämien im In– und Ausland. Das Unternehmen konnte sich mit Produktionen wie etwa NACHTZUG NACH LISSABON von Bille August, YOUTH von Paolo Sorrentino auch international einen Namen machen.

Die 2019 erschienene Produktion ZWINGLI (Regie: Stefan Haupt) und zuletzt PLATZSPITZBABY (2020, Regie: Pierre Monnard), zählen zu den größten Box-Office-Erfolgen der neuen Schweizer Filmgeschichte. Aktuell befindet sich C-FILMS in Preproduktion zweier TATORT-Folgen, in der Finanzierung der Bestseller-Verfilmung DIE MITTAGSFRAU unter der Regie von Barbara Albert sowie in den Dreharbeiten zur 4. Staffel der SRF-Erfolgsserie WILDER. Zusätzlich zu MADE IN GERMANY entwickelt die Firma weitere Serienkonzepte, darunter eine Mini-Serie über EMMA JUNG, Regie Maria von Heland.

Kinowirtschaft zur Wiedereröffnung der Kinos

In einem Brief hat sich die Allianz aller Kino- und Verleihverbände am gestrigen Montag an die Kanzlerin, den Chef des Kanzleramtes sowie sämtliche Ministerpräsident*innen gewandt, um auf die für die Kinos notwendigen Rahmenbedingungen bei einer kommenden Wiedereröffnung hinzuweisen. Die Verbände AG Kino – Gilde deutscher Filmkunsttheater, AG Verleih – Verband unabhängiger Filmverleiher, BkF – Bundesverband kommunale Filmarbeit, HDF KINO – Hauptverband deutscher Filmtheater sowie der VdF – Verband der Filmverleiher betonen die Notwendigkeit einer baldigen, konkreten Öffnungsperspektive, um die enormen Schäden nicht noch weiter anwachsen zu lassen.
 
Es ist Zeit, dass das kulturelle Leben nach Deutschland zurückkehrt, auch wenn die Pandemie noch nicht überwunden ist. Jüngst hatte die Kultusministerkonferenz die frühzeitige Öffnung der Kulturbetriebe als relevante Lebensbereiche angeregt. 
 
Die wirtschaftlich besonders stark betroffene Kino- und Filmwirtschaft benötigt dringend eine Perspektive, um wirtschaftlich wieder Fuß zu fassen. Die Kino- und Verleihverbände haben auf Grundlage der Bedürfnisse der Branchen Parameter für die Entwicklung von Wiedereröffnungsplänen formuliert: 
 
1. Kulturorte wie Kinos dürfen in der Wiedereröffnungsplanung zeitlich nicht benachteiligt werden
 
Angesichts der Tatsache, dass Kulturstätten wie auch die Kinos mit fest installierten Sitzplätzen und Lüftungsanlagen sowie bewährten Hygienekonzepten und einer funktionierenden Kontaktverfolgung als vergleichsweise besonders sicher gelten, wäre es kaum begreiflich und auch rechtlich äußerst fragwürdig, wenn Handel und Gastronomie vor den Kulturorten öffnen dürften. Eine Benachteiligung der Kulturorte sollte unbedingt vermieden werden. 
 
2. Öffnung bis spätestens Ostern

Sofern sich die positive Entwicklung des Infektionsgeschehens fortsetzt und die Pandemie auch mit Mutationen beherrschbar bleibt, plädieren die Kinos für einen Wiedereröffnungstermin zu Ostern. Solange die Filmtheater ihren Besucher*innen kein Angebot machen können, wird sich die Situation im Filmmarkt klar weiter zu ihren Lasten entwickeln. 
 
3. National einheitliches Vorgehen erforderlich 

Als national funktionierender Markt ist es für die Kino- und Filmwirtschaft zwingend erforderlich, die Wiedereröffnung nicht unumstößlich an einen regionalen Sieben-Tage-Inzidenzwert oder R-Wert zu koppeln (unbenommen natürlich von lokalen Ausbrüchen). Nur eine bundesweit einheitlich terminierte Eröffnungsstrategie wird die Möglichkeit bieten, den Gästen auch tatsächlich neue Filme präsentieren zu können. 
 
Unterzeichner*innen:
 
Dr. Christian Bräuer                                       Björn Hoffmann
Vorsitzender AG Kino – Gilde                         Vorsitzender AG Verleih –
deutscher Filmkunsttheater e.V.                     Verband unabhängiger Filmverleiher e.V.
 
Andreas Heidenreich                                      Christine Berg                          
Vorsitzender BkF –                                          Vorsitzende HDF KINO – 
Bundesverband kommunale Filmarbeit e.V.    Hauptverband deutscher Filmtheater e.V
 
Johannes Klingsporn
Geschäftsführer VdF – Verband der Filmverleiher e.V

Hier geht es zum Brief.
 
 www.agkino.de

Februar 2021: Die tägliche Filmauswahl bei MUBI

Mit Robert de Niro und Al Pacino durch die Straßen von L.A. jagen, mit Julie Delpy und Ethan Hawk einen Urlaub in Griechenland verbringen, die Welt mit Dackelaugen sehen, Amy Winehouse noch einmal nahekommen, Christo bei der Arbeit in Italien beobachten oder den Grand Jury Prize Gewinner von Sundance exklusiv erleben – das Line-up der täglich hinzukommenden Filme auf der Arthouse Streaming Plattform MUBI (www.mubi.com) im Februar 2020 umfasst aktuelle Festivalfilme, Arthouse-Highlights und Kultklassiker. Insgesamt bietet die Plattform 1.100 sorgsam kuratierte Titel.

 

Das sind die Highlights:

  • Ab 12. Februar: DEAD PIGS von Cathy Yan (2018, China) – Der exklusive MUBI Release im Februar. Niemand weiß warum, aber plötzlich schwimmen in einem Fluss mitten in der Metropole Shanghai tausende tote Schweine. Das ist das Leitmotiv in Cathy Yans (BIRDS OF PREY) episodischem Film, der ganz unterschiedliche urbane Charaktere in verschiedenen Handlungssträngen unter die Lupe nimmt. In Sundance mit dem Grand Jury Prize ausgezeichnet konnte der Film auch deutsches Festivalpublikum begeistern und gewann den internationalen Wettbewerb beim Internationalen Filmfestival Mannheim-Heidelberg.
    Personalisierte Sichtungslinks sind auf Nachfrage erhältlich.
    – Regisseurin Cathy Yan steht für Telefon- und Video-Interviews zur Verfügung. Melden Sie sich gerne für die Koordination.
     

 

  • Ab 01. Februar: LA FLOR von Mariano Llinás (2018, Argentinien) – Die epische, 6-teilige Reihe aus Argentinien feierte 2018 in drei Episoden ihre Weltpremiere beim Filmfestival Locarno. Jede der Episoden ist inspiriert von einem anderen Filmgenre und würdigt auf ganz besondere Weise internationale Filmgeschichte.

     
  • Ab 05. Februar: HEAT von Michael Mann (1995, USA) – Das Kriminaldrama ist eine der frühen Regiearbeiten Michael Manns (ALI, PUBLIC ENEMIES oder DER LETZTE MOHIKANER), bei der es ihm gelang, erstmalig Robert de Niro und Al Pacino gemeinsam vor die Kamera zu holen und den Film damit zu Kultstatus zu verhelfen. In einer weiteren Hauptrollen ist Val Kilmer zu sehen.

     
  • Ab 08. Februar: BEFORE MIDNIGHT von Richard Linklater (2013, USA) – Letzter Teil von Richard Linklaters (BOYHOOD) gefeierter Langzeit-Trilogie, die 1995 mit BEFORE SUNRISE begann, 2004 mit BEFORE SUNSET fortgesetzt wurde und die wechselvolle Beziehung eines von Julie Delpy und Ethan Hawke gespielten Paares vom ersten zufälligen Treffen an erzählt.

     
  • Ab 09. Februar: WIENER-DOG von Todd Solondz (2016, USA) – Die schwarze Komödie von Todd Solondz (DARK HORSE) mit der großartigen Greta Gerwig in der Hauptrolle.

     
  • Ab 16. Februar: 10 MILLIARDEN – WIE WERDEN WIR ALLE SATT? von Valentin Thurn (2019, Deutschland) – In einem der besucherstärksten Dokumentarfilme der letzten Jahre geht Valentin Thurn (TASTE THE WASTE) der Frage nach, wie alle Bewohner der Erde mit Nahrungsmitteln versorgt werden können.

     
  • Ab 21. Februar: KING OF COMEDY von Martin Scorsese (1982, USA) – Die inzwischen legendäre Komödie aus dem Jahr 1982 mit Robert de Niro als Möchtegern-Comedian Rupert Popkin und Jerry Lewis als dessen großes Vorbild Jerry Langford in den Hauptrollen.

     
  • Ab 22. Februar: AMY von Asif Kapadia (2015, UK) – Als Teil der MUBI-Reihe “Portrait of the Artist” präsentiert MUBI im Februar die Dokumentation über das tragische Leben und den noch tragischeren Tod der stilprägenden Sängerin Amy Winehouse.

     
  • Ab 19. und 20. Februar: Ein Comedy-Doppel von Stephen Frears (PHILOMENA) – 
    CHÉRI (2009, UK & Frankreich) mit Michelle Pfeiffer in der Titelrolle sowie IMMER DRAMA UM TAMARA (2010, UK) mit Gemma Arterton.

     
  • Ab 27. Februar: LEGENDE von Ridley Scott (1985, USA) – Ridley Scotts Ausflug in die Welt der Fantasy mit Tom Cruise als Held im Kampf gegen böse Kobolde und den Herrn der Finsternis.

 

  • Ab 25. Februar: WALKING ON WATER von Andrey Paunov (2018, USA & Italien) –Auf dem Lago d’Iseo, vor dem Bergpanorama der italienischen Alpen, realisierte der legendäre Installationskünstler Christo 2016 seine ‚Floating Piers‘. Der Film gibt einen unzensierten Einblick in den kreativen Prozess und die Umsetzung, zeigt aber auch die private Seite des Künstlers.

     
  • Ab 28. Februar: AYKA von Sergei Dvorsevoy (2018, Russland & Deutschland) – Die deutsch-russische Koproduktion des kirgisischen Regisseurs lief 2018 im Wettbewerb der internationalen Filmfestspiele Cannes und wurde dort mit der Goldenen Palme für die „Beste Schauspielerin“ ausgezeichnet. Der Film erzählt ungeschönt vom Leben einer illegalen Immigrantin in Moskau, das eher einem ständigen Ringen ums Überleben gleichkommt.

 

Hier geht’s zur kompletten Filmliste im Februar.
 
Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte: mubi@steinbrennermueller.de

 

Über MUBI
MUBI ist eine kuratierte Streaming-Plattform mit einer ständig wechselnden Auswahl handverlesener Filme. Von neuen Regietalenten bis hin zu preisgekrönten Filmen. Von überall auf der Welt. Wunderschöne, faszinierende, unglaubliche Filme – und jeder Tag ein neuer. Immer von uns ausgesucht. MUBI ist in 190 Ländern verfügbar, und die Filme, die wir auswählen, orientieren sich an lokalen Kultur- und Kinotrends. Wir sind die weltweit größte Community von Filmliebhabern mit über 10 Millionen Mitgliedern rund um den Globus. Du kannst alle unsere Filme jederzeit streamen oder herunterladen. Auf jedem Bildschirm oder Gerät, überall. Und du wirst niemals eine einzige Anzeige auf MUBI sehen. Niemals.
 

Abos kosten €9.99 pro Monat bzw. €71.88 für 12 Monate. MUBI gibt es auf PC, Mac, iPhone, iPad, Apple TV, Apple TV App, Android, Playstation, Roku und Samsung Smart TV. MUBI hat Niederlassungen in London, New York, Kuala Lumpur, and Mumbai.  

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Neue lebendige Plattform für das faire Urheberrecht

Mit neuer Website, aktueller Podcast-Serie und einem umfangreichen Überblick an News und Veröffentlichungen schafft die Initiative Urheberrecht eine neue Plattform für Urheber:innen, Künstler:innen, Jurist:innen, Politiker:innen, Journalist:innen und allen, die ein Interesse am Urheberrecht haben.  Weiterlesen

AG Kino: Die Zeit ist reif für eine Wiedereröffnungsstrategie

Angesichts der Beratungen der Bundesländer zu Strategien für Wege aus dem Lockdown und des Vier Stufen Plans zur Lockerung von Corona-Maßnahmen der Landesregierung Schleswig-Holstein spricht sich die AG Kino-Gilde, der Verband der deutschen Arthouse-Kinos, für eine verlässliche Wiedereröffnungsstrategie aus.  Weiterlesen

Serienmarathon: Berlinale Series Market & Conference

Die siebte Ausgabe von „Berlinale Series Market & Conference“ präsentiert vom 2. bis 5. März ein hochkarätiges Konferenzprogramm, internationale Showcases, eine kuratierte Auswahl kommerziell vielversprechender Serien unter dem neu geschaffenen Label „Berlinale Series Market Selects“ sowie reguläre Market Screenings. Weiterlesen

MUBI präsentiert gefeiertes Film Debut BEGINNING

BEGINNING ist die offizielle Einreichung Georgiens für die 93. Academy Awards

 

„This film was a revelation“ – Luca Guadagnino (Filmregisseur – ‚Call me by your name’)

 

„Powerful… A strikingly composed film as bracing as it is unsettling“ Screen International

 

„An auspicious bow for a new arthouse talent” The Hollywood Reporter

 

MUBI, der weltweite Streaming Dienst und Filmvertrieb, freut sich, dass Dea Kulumbegashvilis bemerkenswertes und gefeiertes Spielfilm-Debut BEGINNING exklusiv ab 29. Januar bei MUBI in Deutschland zu sehen sein wird. 

 

Regie: Dea Kulumbegashvili

Drehbuch: Dea Kulumbegashvili und Rati Oneli

Produktion: Carlos Reygadas

 

Bislang lief der Film erfolgreich auf internationalen Festivals in Cannes, New York, Adelaide oder Toronto, wo BEGINNING mit dem FIPRESCI Prize, dem Preis der internationalen Filmkritikervereinigung, ausgezeichnet wurde. Beim San Sebastian Film Festival erhielt der Film insgesamt vier Auszeichnungen, darunter die Preise in den Kategorien ‚Bester Film’ und ‚Beste Regie’.

 

BEGINNING, das Spielfilm-Debut der georgischen Regisseurin und Autorin Dea Kulumbegashvili, ist ein geradliniges Drama über eine Zeugin Jehovas, die in eine massive Glaubenskrise gerät. Aufrührend und fesselnd markiert Georgiens offizielle Einreichung für die Academy Awards 2021 die Ankunft eines aufsehenerregenden neuen Talents im Weltkino.

 

BEGINNING spielt in einer Provinzstadt am Fuße des Kaukasus und erzählt die Geschichte von Yana (IIa Sukhitashvili), die Ehefrau eines Ältesten einer Gemeinde der Zeugen Jehovas. Die Gemeinde sieht sich immer wieder Attacken einer extremistischen Gruppe ausgesetzt. Als ihr Mann verreist ist, wächst Janas innerer Konflikt: Immer stärker zweifelt sie an sich und an der Welt um sie herum. Als dann noch ein Polizist in ihr Haus eindringt, hat das dramatische und zerstörerische Folgen.

 

In sparsamen Dialogen und sich Zeit nehmend sowie mit einer exakt beobachtenden Kamera, die an Filme von Michael Haneke, Carlos Reygadas oder Chantal Akerman erinnern, erzählt der Film auf beinahe provozierende Weise von Traumata, religiösen Konflikten und Intoleranz. BEGINNING wirft dabei einen genauen Blick auf das Innere einer Frau, die an ihre familiären und existentiellen Grenzen stößt.

 

Der Film gehörte zur offiziellen Auswahl des letztjährigen Cannes Film Festival.

 

BEGINNING läuft ab dem 29. Januar 2021 auf MUBI in Großbritannien, Deutschland, Irland, Indien, LATAM und Nordamerika.

 

DOWNLOAD Filmmaterial: HIER

Für weitere Informationen bitte kontaktieren Sie: mubi@steinbrennermueller.de

 

About MUBI

MUBI is a curated streaming service. An ever-changing collection of hand-picked films. From new directors to award-winners. From everywhere on earth. Beautiful, interesting, incredible movies — a new one, every single day. Always chosen by us. MUBI is available to watch in 190 countries, and the films we pick are guided by local cultures and cinema. We are the world’s biggest community of film-lovers, with over 10 million members around the globe. You can stream or download all our movies, anytime. On any screen or device, anywhere. And you’ll never see a single ad on MUBI. Ever. 

MUBI also produces and theatrically distributes ambitious films by both emerging and world renowned filmmakers, which members can see exclusively on its service.

Subscription plans are €9.99 a month or €71.88 for 12 months. MUBI is available on the web, Roku devices, Amazon Fire TV, Apple TV, LG and Samsung Smart TVs, as well as on mobile devices including iPad, iPhone and Android. MUBI has offices in London, New York, Kuala Lumpur, and Mumbai.  

 

Digitising the Business: EFM stellt Struktur seiner Onlineangebote vor

Der European Film Market (EFM) bietet zu Beginn des Jahres den Marktplatz für den Vertrieb von Filmproduktionen und agiert als eine der wichtigsten Branchenplattformen für Weltvertriebe, Verleihfirmen, Festivalprogrammer und Produzent*innen. Weiterlesen

Arthouse-Jahrescharts – Mit Filmvielfalt durch das Katastrophenjahr

PARASITE, der Sensationsgewinner der Oscars des südkoreanischen Regisseurs Bong Joon Ho, führt auch 2020 die Arthousecharts an. Auf den Plätzen zwei und drei folgen mit ALS HITLER DAS ROSA KANINCHEN STAHL von Oscar-Gewinnerin Caroline Link und LITTLE WOMEN von Greta Gerwig Werke von Filmemacherinnen. Weiterlesen

19 Filme nominiert für Deutschen Hörfilmpreis mit neuer Kategorie!

Der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband e. V. (DBSV) hat heute die Nominierungen für den Deutschen Hörfilmpreis 2021 bekannt gegeben. Derzeit ist noch nicht absehbar, in welcher Form kommendes Jahr die Preise verliehen werden, aber eins ist sicher: Auch 2021 werden wieder herausragende Hörfilm-Produktionen ausgezeichnet und gefeiert. Zu den Kategorien Kino, TV/Mediatheken/Streamingdienste, Dokumentation und Kinder-/Jugendfilm ist neu die Kategorie Filmerbe hinzugekommen. Die folgenden Produktionen haben sich mit ihren hochwertigen Bildbeschreibungen für das Finale um die begehrte Auszeichnung qualifiziert.

Nominierungen Kategorie Kino:

  • Ben is back (USA 2018, Regie: Peter Hedges) eingereicht von Degeto Film
  • Contra (Deutschland 2020, Regie: Sönke Wortmann) eingereicht von Constantin Film Produktion
  • Nightlife (Deutschland 2020, Regie: Simon Verhoeven) eingereicht von Wiedemann & Berg Film
  • Porträt einer jungen Frau in Flammen (Frankreich 2018/19, Regie: Céline Sciamma) eingereicht von Alamode Film

Nominierungen Kategorie TV/Mediatheken/Streamingdienste:

  • Arctic CircleDer unsichtbare Tod, Teil 1 (Deutschland/Finnland 2018, Regie: Hannu Salonen) eingereicht vom ZDF als Serie
  • Das letzte Wort (Deutschland 2020, Regie: Pola Beck und Aron Lehmann) eingereicht von netflix/VSI Berlin
  • Frieden (Schweiz 2019/20, Regie: Petra Volpe, Michael Schaerer) eingereicht vom SRF Schweizer Radio und Fernsehen
  • Hanne (Deutschland 2019, Regie: Dominik Graf) eingereicht vom Norddeutschen Rundfunk (NDR)
  • Oktoberfest 1900 – Doppelfolge 1 (Deutschland 2020, Regie: Hannu Salonen) eingereicht vom Bayerischen Rundfunk (BR)
  • Unterleuten – das zerrissene Dorf (Deutschland 2020, Regie: Matti Geschonnek) eingereicht vom ZDF als Spielfilm

Nominierungen Kategorie Dokumentation:

  • Das geheime Leben der Bäume (Deutschland 2019, Regie: Jörg Adolph) eingereicht von Constantin Film Produktion
  • Erlebnis Erde – Auf Wiedersehen Eisbär (Deutschland/Norwegen 2019, Regie: Asgeir Helgestad) eingereicht vom Norddeutschen Rundfunk (NDR)
  • Oeconomia (Deutschland 2020, Regie: Carmen Losmann) eingereicht von alias film und sprachtransfer

Nominierungen Kategorie Kinder- und Jugendfilm:

  • Die Odyssee (Frankreich 2018, Regie: Florence Miailhe) eingereicht von Balance Film
  • Drachenreiter (Deutschland 2020, Regie: Tomer Eshed) eingereicht von Constantin Film Produktion
  • Romys Salon (Deutschland, Niederlande 2019, Regie: Mischa Kamp) eingereicht vom Norddeutschen Rundfunk (NDR)

Nominierungen Kategorie Filmerbe:

  • Der Garten der Finzi Contini (Italien 1970, Regie: Vittorio De Sica) eingereicht von CCC Filmkunst
  • Der König des Mont Blanc (Deutschland 1934, Regie: Arnold Fanck) eingereicht vom DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum
  • Lisbon Story (Deutschland/ Portugal 1994, Regie: Wim Wenders) eingereicht von der Wim Wenders Stiftung

Hörfilme ermöglichen es blinden und sehbehinderten Menschen, Filme als Ganzes wahrzunehmen und zu genießen. Diese Filme sind mit einer Audiodeskription (AD) versehen, die in knappen Worten zentrale Elemente der Handlung sowie Gestik, Mimik und Dekor beschreibt. Diese Bildbeschreibungen werden in den Dialogpausen eingesprochen.

Der Deutsche Hörfilmpreis 2020 wurde von der Aktion Mensch unterstützt. Hauptsponsoren waren Pfizer Deutschland und Novartis Pharma GmbH.

Weitere Informationen unter www.deutscher-hoerfilmpreis.de

 

Ab heute kostenlos erhältlich: Felicitas Fogg

Ab heute ist „Felicitas Fogg“, das Augmented Reality Kartenspiel von Deutschland sicher im Netz und dem Bundesverkehrsministerium kostenlos unter www.80-karten.de erhältlich. Das neu entwickelte Kartenspiel nutzt eine Augmented-Reality-App (für iOS und Android), um Spieler:innen in die spannende Welt der Mobilität von Morgen und deren Chancen und Herausforderungen einzuführen. Weiterlesen

Filmkongress NRW Online, Folge 3: Social Media für Film und Kino 

Unter der Überschrift „Corona. Wo stehen wir?“ hat die Film- und Medienstiftung Vertreter*innen aus Politik und Verbänden, Produktion, Verleih und Kinobranche zum 10. Filmkongress NRW online geladen, um zum Ausklang des Corona-Jahres die aktuelle Situation der Branche zu reflektieren. Die Aufzeichnungen wurden ab dem 8. Dezember als Stream und Download zur Verfügung gestellt. Mit dem abschließenden dritten Teil sind nun alle Interviews, Gespräche und Workshops auf www.filmkongress.com abrufbar. Weiterlesen

Solidaritätsschreiben der Drehbuchautor*innen

Ein Kampf für Anerkennung, Transparenz und eine faire Zusammenarbeit auf Augenhöhe – ein Kampf für uns.

 

Ein Solidaritätsschreiben der Drehbuchautorinnen und -autoren in Deutschland aus Anlass der Klage Anika Decker gegen Barefoot Films (Til Schweiger) und Warner Bros

 

Anika Decker ist nicht die erste Drehbuchautorin, die gemäß § 32a Urheberrechtsgesetz vor Gericht ihre Rechte auf angemessene Beteiligung erstreiten muss. Aber eines macht den Fall Anika Decker so besonders: bislang haben sich nur Kolleginnen und Kollegen solche Klagen zugetraut, die am Ende ihrer Karriere standen – oder mit dem Rücken zur Wand. Zu einem Zeitpunkt also, an dem sie keine Angst vor schwarzen Listen mehr zu haben brauchten. Autorinnen und Autoren, die sich dessen bewusst waren, fortan in der Branche als schwierig zu gelten, nur weil sie auf ihr gutes Recht bestanden.

Anika Decker kämpft nicht nur vor Gericht. Ihre Klage findet im Licht der Öffentlichkeit statt und in einer Phase großer Erfolge ihres künstlerischen Schaffens. Sie ist ein Sinnbild für ein neues Selbstverständnis und – bewusstsein der modernen DrehbuchautorInnen-Generation.  Und sie riskiert zugleich ihre Existenz als Drehbuchautorin und Regisseurin.

 

Es sind die starken, unverwechselbaren Bücher, die die Grundlage von besonderen Kinofilmen, Serien und Fernsehfilmen bilden. Es sind die untrüglichen Handschriften der besten Drehbuchautorinnen und Drehbuchautoren, die lebendige Szenen, Figuren, Dialoge, Geschichten tragen. Die schöpferische Leistung eines Autors, einer Autorin ist dabei nicht teilbar. Und es muss endlich Konsens der Branche sein, diese Werkleistung anzuerkennen und zu würdigen. In Wertschätzung, die sich nicht nur, aber auch im Honorar ausdrückt, in Transparenz, in fairer Beteiligung und in fairer Zusammenarbeit auf Augenhöhe. Alles andere ist kurzsichtig und unklug, das zeigt auch der internationale Markt.

 

Unabhängig von der Rechtslage in diesem konkreten Fall: Es bleibt ein Skandal, dass Transparenz zwischen Vertragspartnern im Filmbereich weiterhin kostspielig und mit hohem persönlichem Aufwand und Risiko vor Gericht erstritten werden muss. Wer von den Werken von Autorinnen und Autoren profitiert, muss sie selbstverständlich am Erfolg beteiligen und Auskunft erteilen über die Umsätze und Gewinne auf allen Wertschöpfungsstufen. Die aktuellen Anpassungen im Urheberrecht müssen die Auskunftsansprüche der Urheberinnen und Urheber entsprechend weiter stärken!

 

Die Autorinnen und Autoren in Deutschland, der Verband Deutscher Drehbuchautoren, Mitglieder der Sektion Drehbuch der Deutschen Filmakademie und die Kolleginnen und Kollegen von Kontrakt 18 stehen hinter Anika Decker. Autorinnen und Autoren im Jahr 2020 erzählen die Geschichten unserer Zeit. Sie sind nicht austauschbar, nicht wegzuleugnen, nicht klein zu reden. Sie fordern Mitsprache und Mitbestimmung bei der Umsetzung ihrer Werke, sie schützen ihre Werkleistung gegen Ansprüche Dritter – und sie fordern ihre Rechte ein.

 

Der Kampf Anika Deckers, der in der ersten Phase bereits erfolgreich war, ist bezeichnend für diese neue Zeit und unser Selbstverständnis. Und es ist nicht allein der Kampf Anika Deckers. Es ist der Kampf aller Autorinnen und Autoren.

 

Danke für deinen Mut und deine Entschlossenheit, Anika!

 

Verband Deutscher Drehbuchautoren, Kontrakt 18 und Mitglieder der Sektion Drehbuch der Deutschen Filmakademie

„Wo stehen wir?“ Filmkongress NRW Online

Bei der Online-Ausgabe des 10. Film- und Kinokongress NRW – eine Veranstaltung der Film- und Medienstiftung NRW – treffen sich Vertreter*innen aus Politik, Produktion, Verleih und Kinobranche zur gemeinsamen Standortbestimmung am Ende des ersten Corona-Jahres. Die Aufzeichnung der Interviews und -Gespräche wird in drei Folgen ab dem 8. Dezember als Stream und Download unter www.filmkongress.com zur Verfügung gestellt.

 

Das Programm:

 

Auftakt: Nach der Begrüßung von Filmstiftungsgeschäftsführerin Petra Müller stellt Staatssekretär und Chef der Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen, Nathanael Liminski, die Pandemie-Maßnahmen der Landesregierung für die Filmwirtschaft vor.

 

Teil 1: „Corona. Wo stehen wir?“ – ab 8. Dezember auf www.filmkongress.com
Produzent*innen wie Stefan Oelze, rosebank, Raimond Goebel, Pandora Film, und Bettina Brokemper, Heimatfilm, Kinobetreiber wie Petra Rockenfeller, Lichtburg Oberhausen, und Verleiher wie Torsten Frehse, Neue Visionen Filmverleih, schildern ihre aktuellen Herausforderungen.

 

Teil 2: Online First? Die Strategien der Sender und Verleiher – ab 10. Dezember auf www.filmkongress.com
Moderatorin Ute Soldierer befragt Senderverantwortliche wie Henning Tewes, CEO TVNow, Alexander Bickel,Programmbereichsleiter Fernsehfilm, Kino und Serie beim WDR oder Florian Hager, Channel Manager ARD Mediathek nach den Online-Strategien ihrer Häuser. Verleiher*innen und Produzent*innen stellen ihre Pläne für VOD und digitale Filmstarts vor.

 

Teil 3: Höchste Zeit: Social Media für Film und Kino  – ab 15. Dezember auf www.filmkongress.com
Film-Influencer Dominik Porschen diskutiert den Einsatz von Social Media im Filmmarketing mit Produzent*innen, darunter Jakob Weydemann, Weydemann Bros., und Kristina Löbbert, Pantaleon Film, mit Verleihern wie Holger Recktenwald, mindjazz pictures, Kinobetreiber*innen wie Moritz Busch, Weißhaus Kino, oder Mustafa El Mesaoudi, Rex Kino Wuppertal, und den Social Media Expert*innen Elisa May, Agentur Kern des Ganzen und Volker Lauster, derlauster.

Felicitas Fogg – In 80 Karten um die Welt

Vom Elektro-Roller vor der eigenen Haustür über Carsharing per Smartphone bis hin zum Online-Ticket für öffentliche Verkehrsmittel – schon heute ändert sich die Art und Weise, wie sich Menschen in der Welt fortbewegen. Autonomes Fahren oder Flugtaxis scheinen für Viele noch Zukunftsmusik, die jedoch schon längst dabei ist, Wirklichkeit zu werden. Das neu entwickelte Kartenspiel “Felicitas Fogg – in 80 Karten um die Welt“ von Deutschland sicher im Netz e.V. (DsiN) nutzt eine Augmented-Reality-App, um Spieler:innen in die spannende Welt der Mobilität von Morgen einzuführen.

 

Hintergrund des Spiels ist die starke Zunahme von digital vernetzten Verkehrsträgern und –diensten und die damit verbundenen Fragen zu IT-Sicherheit und Datenschutz. Fast ein Drittel der Menschen in Deutschland sehen beim Thema vernetzte Mobilität ein hohes Gefahrenpotential und wünschen sich verstärkte Aufklärung über Risiken und Chancen.

 

Spielerische Aufklärung für die ganze Familie

Angelehnt an den Abenteuerroman von Jules Verne helfen Spieler:innen der Titelheldin Felicitas Fogg, Enkelin des legendären Phileas Fogg, ihre Wette gegen das Hackerkollektiv FX1 zu gewinnen und unentdeckt um die Welt zu reisen. In jeder Runde schlagen die Mitspielenden Felicitas Fahrzeuge für die jeweilige Etappe vor. Ziel ist es, Felicitas ressourcenschonend und datensparsam um den Erdball zu bringen. Dazu können Spieler:innen aus einer Vielzahl von Charakteren und Fortbewegungsmitteln auswählen, vom E-Roller über Motorrad bis hin zum Flugtaxi. Die dazugehörige App für Smartphone und Tablet visualisiert dabei nicht nur den Spielverlauf, sondern hält auch zahlreiche Hintergrundinformationen zu den genutzten Verkehrsmitteln, aber auch Themen wie Datenschutz und Datensicherheit bereit. Es gewinnt, wer Felicitas am Ende des Spiels am geschicktesten vorangebracht hat.

 

„Wir wollen über Vorteile und Vorbehalte in der vernetzten Mobilität aufklären, die heute oftmals schon Realität sind. Aber auch die Hintergründe über autonomes Fahren und Flugtaxis der Zukunft interessieren die Menschen schon heute,” sagt Martin Meingast, Projektleiter bei DsiN. Dafür wird das Spiel in den kommenden Jahren weiterentwickelt und Nutzer:innen können künftig etwa neue Charaktere und Fahrzeuge ins Spiel laden.

 

Ab Dezember kostenlos erhältlich

Pünktlich zur Vorweihnachtszeit kann das kostenfreie Angebot ab sofort online bestellt werden. Das Spiel wird darüber hinaus deutschlandweit in DB Lounges ausgelegt. „Wir wollen mit dem Angebot die Breite der Gesellschaft für das Thema erreichen – von der Schule und Vereinen bis zu Seniorentreffs. Daher kann Felicitas Fogg mit Begleitmaterial auch im Schulunterricht genutzt werden sowie auf Spieleabenden in Vereinen und Weiterbildungseinrichtungen“, sagt Antonia Maas, Bereichsleiterin Communications & Public Affairs bei der Bundesdruckerei. Die Initiative entstand im Deutschland Dialog für digitale Aufklärung und der zuständigen Dialoggruppe Mobilität unter Federführung der Bundesdruckerei.

 

Das Spiel für drei bis fünf Spieler:innen ist ab zwölf Jahren geeignet und richtet sich an, Familien, jüngere und ältere Menschen. Interessierte können das Kartenspiel ab sofort unter www.80-karten.de kostenlos bestellen. Die Auslieferung erfolgt ab dem 15. Dezember. Die App ist bereits jetzt unter app.80-karten.de als Download erhältlich.

 

Hinweis für Journalist:innen

Für Journalist:innen besteht schon ab heute die Möglichkeit, eine Vorabversion für Presse zu testen. Richten Sie Ihre Anfragen gern an presse@sicher-im-netz.de. Weiterführende Informationen sowie Bildmaterial stellen wir in einer digitalen Pressemappe für Sie bereit.

 

Über Felicitas Fogg

„Felicitas Fogg – in 80 Karten um die Welt“ ist aus dem Deutschland Dialog für Digitale Aufklärung mit Förderung des Bundesministeriums für Verkehr und Infrastruktur entstanden. Eingebunden waren Dialogpartner aus der Zivilgesellschaft, Verwaltung und Wirtschaft, darunter dem DsiN-Mitglied Bundesdruckerei. „Felicitas Fogg“ steht ab Dezember 2020 kostenlos zur Verfügung. Bestellungen sind ab sofort und kostenfrei möglich unter www.80-karten.de.

 

Über Deutschland sicher im Netz e.V. (DsiN)

DsiN engagiert sich für Schutz, Sicherheit und Vertrauen in der digitalen Welt bei Verbraucher:innen und im Mittelstand. Getragen von Unternehmen, Verbänden und zivilgesellschaftlichen Organisationen betreibt DsiN zahlreiche Projekte und Initiativen, die im privaten und beruflichen Alltag digitale Souveränität und Selbstbestimmung vermitteln. DsiN fördert digitale Aufklärungsarbeit über Bildungs- und Dialogprojekte seit Gründung im IT-Gipfel 2006. Schirmherr des Vereins ist der Bundesminister des Innern, für Bau und Heimat.
www.sicher-im-netz.de

 

Themis: Prävention und Information mit Leitfaden und Webinaren

Themis, die Vertrauensstelle gegen sexuelle Belästigung und Gewalt in der Film-, Fernseh- und Theaterbranche legt erstmalig einen Leitfaden auf, der  verantwortlichen Leitungsebenen und internen Ansprechpersonen in Unternehmen oder Institutionen der Kultur- und Medienbranche Empfehlungen zur Vorgehensweise, Gesprächsführung und Aufklärung in Fällen sexueller Belästigung und Gewalt an die Hand gibt. Der Leitfaden beleuchtet zudem in übersichtlicher Form die Hintergründe sexueller Belästigung und reflektiert problematische Mythen.

 

Führungskräfte und Personalverantwortliche aus dem kulturellen Sektor – von Produzent*in bis Intendant*in – werden mit dem Leitfaden in ihrer Handlungsfähigkeit im Belästigungsfall gestärkt und können bei Beschwerden souverän reagieren.

 

Der Leitfaden steht ab sofort auf der Website der Vertrauensstelle zum Download bereit – https://themis-vertrauensstelle.de/.

 

Außerdem wurde der Leitfaden an die Teilnehmer der ebenfalls erstmalig von Themis durchgeführten Präventions-Webinare zum Themenbereich ‚sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz Kulturbranche’ ausgegeben.

 

Die zielgruppenspezifisch konzipierten Webinare – je zwei für Arbeitnehmer*innen und Arbeitgeber*innen sowie eins für Personen am Karrierebeginn/in der Ausbildung/im Studium – sollen einen Einstieg ins Thema geben und beleuchten sowohl rechtliche als auch psychologische Aspekte im Umgang mit sexueller Belästigung am Arbeitsplatz.

 

Der erste Durchlauf im November/Dezember war schnell ausgebucht und auch für den zweiten Durchlauf im Februar 2021 gibt es bereits eine Warteliste. Themis plant angesichts der großen Nachfrage, die Seminarreihe im nächsten Jahr regelmäßig anzubieten sowie nach der Evaluation der Webinare auch weitere zielgruppenspezifische Publikationen.

 

Themis Vorstand Eva Hubert: „Die Themis gibt es jetzt seit etwas über 2 Jahren und der Beratungsbedarf wächst mit der zunehmenden Bekanntheit der Themis und ihrer Angebote nach wie vor. Entsprechend augenfällig ist auch der Bedarf nach guten innerbetrieblichen Strukturen und befähigten Ansprechpartnern für Betroffene sowie nach Prävention. Gute Leitfäden und Webinare sind ausgesprochen geeignete Instrumente um beide Aspekte zu fördern, weshalb wir sie zusätzlich zur Beratung, unserer eigentlichen und ursprünglichen Aufgabe, nun anbieten. Ich kann mich nur bei den beiden Beraterinnen bedanken, die sich mit großem Engagement der ausgezeichneten Umsetzung der neuen Angebote gewidmet haben“.

DAS NEUE EVANGELIUM: Digitaler Filmstart mit Beteiligung der Kinos

PORT AU PRINCE PICTURES startet DAS NEUE EVANGELIUM von Milo Rau am 17. Dezember 2020 digital. Aufgrund der Verlängerung des Lockdowns der Bundesregierung zur Bekämpfung der Corona-Pandemie, werden neben anderen Kultureinrichtungen auch die Kinos weiter geschlossen bleiben.

 

Um aber dennoch einen Beitrag für die Kultur- und Filmlandschaft zu leisten, hat der Filmverleih Port au Prince Pictures beschlossen, den Film DAS NEUE EVANGELIUM von Milo Rau am 17. Dezember auch im Lockdown zu starten: Als sogenannte digitale Kinoauswertung und mit Beteiligung der Kinos, die konkret und unmittelbar an den Streaming-Umsätzen beteiligt werden.

 

„Mit DAS NEUE EVANGELIUM starten wir einen hochpolitischen Film, der thematisch offenkundig in diese Zeit gehört. Die Entscheidung, den Filmstart nicht zu verschieben, sondern den Film in jedem Fall digital und unter Beteiligung der Kinos zugänglich zu machen, hat also gewichtige inhaltliche Gründe. Außerdem wollen wir zeigen, dass auch in Lockdown-Zeiten neue Filme mit relevanten Themen erfolgreich starten können und wir wollen mit dem Film dazu beitragen, dass das Kino in diesen auch für die Kinos schweren Monaten nicht gänzlich aus den Köpfen seiner Fans verschwindet“, erklärt Jan Krüger von Port au Prince Pictures.

 

Und so funktioniert es: Unter http://www.dasneueevangelium.de/ erwirbt der Zuschauer sein Online-Kinoticket und wählt gleichzeitig ein Kino aus, das er am Erlös beteiligen möchte. Dieses Kino erhält dann 30% des Preises eines digitalen Tickets. Der Film DAS NEUE EVANGELIUM ist nach Bezahlung und anschließender Aktivierung der Ticket-ID 24 Stunden streambar. Zusätzlich wird als Bonusmaterial ein Q&A mit Regisseur Milo Rau und dem Hauptdarsteller und Politaktivisten Yvan Sagnet abrufbar sein.

So wird Port au Prince Pictures an dem geplanten und langfristig vorbereiteten Filmstart festhalten.

 

Der Vorverkauf ist ab 01. Dezember 2020 möglich.
Die Preise für die digitale Auswertung:

Einzelticket: 9,99 Euro
Ab 20 Karten bei Gruppen: 7,99 Euro
Ab 50 Karten für Gruppen: 5,99 Euro

 

DAS NEUE EVANGELIUM
Ein Film von MILO RAU mit YVAN SAGNET als Jesus
Digitale Kinoauswertung: 17. Dezember 2020
2020 | Länge: 107 Minuten

 

Regisseur Milo Rau inszeniert in der süditalienischen Stadt Matera, in der sowohl Pier Paolo Pasolini als auch Mel Gibson ihre legendären Filme über das Leben Jesus’ gedreht haben, DAS NEUE EVANGELIUM. Gemeinsam mit dem Politaktivisten Yvan Sagnet schafft er einen hochpolitischen Jesus-Film, in dem biblische Erzählung und verzweifelte Revolte ineinanderfließen. Entstanden ist ein hybrider Film: eine Verschmelzung von Dokumentarfilm, Spielfilm, politischer Aktionskunst und Passionsspiel. DAS NEUE EVANGELIUM ist ein Manifest für die Opfer des westlichen Kapitalismus das angesichts der europäischen Flüchtlingskrise und der weltweiten Black Lives Matter-Bewegung aktueller nicht sein könnte. Ein authentisch politisches wie auch theatralisches und filmisches neues Evangelium für das 21. Jahrhundert.

 

DAS NEUE EVANGELIUM feierte eine vielbeachtete Weltpremiere beim diesjährigen Filmfestival in Venedig und lief im diesjährigen Wettbewerb der IDFA (International Documentary Filmfestival Amsterdam). Port au Prince Pictures startet den Film am 17. Dezember 2020.

 

DAS NEUE EVANGELIUM ist eine Produktion von Fruitmarket, Langfilm & IIPM – International Institute of Political Murder in Koproduktion mit SRF Schweizer Radio und Fernsehen / SRG SSR, ZDF in Kooperation mit ARTE in Zusammenarbeit mit Fondazione Matera Basilicata 2019, Consorzio Teatri Uniti di Basilicata and Teatro di Roma. Unterstützt durch Film- und Medienstiftung NRW, Bundesamt für Kultur (BAK), Zürcher Filmstiftung, DFFF – Deutscher Filmförderfonds, Kanton St. Gallen Kulturförderung / Swisslos, BKM – Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, Volkart Stiftung, Suissimage Kulturfonds.

 

Weitere Informationen finden Sie unter: www.dasneueevangelium-film.de

 

STÖRFAKTOR NACHWUCHS 2020: „So jung und schon so gestresst!“

Das Online-Event des Alumnivereins der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF am 01. Dezember 2020 um 17 Uhr richtet sich an den Filmnachwuchs, Alumni aber auch an alle interessierten etablierten Film- und Medienschaffenden. Es geht um ein (Tabu)-Thema, das alle – jung und alt gleichermaßen – kennen und jede*n angeht, unabhängig davon, ob betroffen oder nicht.

 

In Großbritannien wurde im Februar 2020 die Studie The Looking Glass zum Thema „Mental health in the UK film, TV and cinema industry” veröffentlicht. Die Studie ergab den erschreckenden Befund, dass 87 Prozent der Menschen, die im britischen Film- und Fernsehgeschäft arbeiten, ein psychisches Gesundheitsproblem haben oder hatten.

 

Wie sieht es aber in Deutschland aus. Sind wir stressfrei? Oder gehört das einfach zur Branche? Wie geht es Studierenden der Filmuni und haben Alumni und erfahrene Filmemacher*innen den Umgang mit Stress und Überlastung besser drauf und welche Tipps und Tricks können sie teilen?

 

Als Gäste zugesagt haben Regisseurin Julia von Heinz, Regisseur Chris Miera, Christina Barandun, Expertin im nachhaltig kreativen Kulturbereich und Benedikt Saggel, Student der Filmuni. Die Moderatorin Boussa Thiam wird das Gespräch leiten.

 

Das Gespräch mit dem Panel wird im Verlauf der Veranstaltung in eine moderierte Diskussion mit den Zuschauer*innen übergehen.

 

STÖRFAKTOR NACHWUCHS 2020 – „So jung und schon so gestresst!“ ist eine Zoom-Veranstaltung und findet am 01. Dezember von 17.00 – 18.15 Uhr statt.

 

Der Zugang ist ohne vorherige Anmeldung möglich. Zoom-Link: https://us02web.zoom.us/j/84307324258, Meeting-ID: 843 0732 4258, Kenncode: i27?#^

 

Die Veranstaltung steht in einer Reihe von Events des Alumnivereins der Filmuniversität Babelsberg mit der Studierende und die Filmbranche miteinander ins Gespräch kommen sollen. 2017 startete die Reihe mit der Paneldiskussion „Mach doch mal was Frisches!“

 

2018 folgte unter dem Titel „Störfaktor Nachwuchs“ ein Gespräch zwischen Regisseurin Aelrun Goette als Gastgeberin und der Redakteurin Sabine Rollberg. Rückblick hier.

 

 

 

 

8. Urheberrechtskonferenz: Die Urheber stärken, die Richtlinie umsetzen

Im Mittelpunkt der heutigen und zum ersten Mal ausschließlich digitalen Urheberrechtskonferenz stand der Referentenentwurf des Justizministeriums zur Umsetzung der EU-Richtlinie zum Urheberrecht. Deutlich wurde, dass statt Polarisierung gemeinsamer Gestaltungswille gefragt und vorhanden ist. Weiterlesen

Macht und Ohnmacht der Urheber

Am 16. November, von 10 – 15.00 Uhr, findet die 8. Urheberrechtskonferenz der Initiative Urheberrecht statt, zum ersten Mal ausschließlich online. Im Mittelpunkt steht der Referentenentwurf des Justizministeriums zur Umsetzung der EU-Richtlinie zum Urheberrecht in der Plattformwirtschaft.

 

Trotz der aktuellen Einschränkungen wird es auch in diesem Jahr eine Konferenz zur Entwicklung und zu den Perspektiven des Urheberrechts geben und damit erneut das bundesweit einzigartige öffentliche Gesprächsforum zum Thema. Die Referent:innen und Panelisten werden live oder per Videobotschaft zugeschaltet, das Publikum wird online teilnehmen und die Möglichkeit zu Fragen und Anmerkungen haben.

 

„Die Coronakrise hat die besondere Betroffenheit und Fragilität der künstlerischen Berufsausübung offengelegt. Sie unterstreicht noch einmal die hohe Bedeutung der Stabilisierung der beruflichen und sozialen Situation der professionellen Kreativen – und damit auch die Notwendigkeit, ein faires Urheberrecht zu schaffen“, so der Sprecher der Initiative Urheberrecht Prof. Dr. Gerhard Pfennig. „Die Konferenz wird sich im Kern genau darum drehen. Denn nach den bisher bekannten Planungen wird der Bundestag noch dieses Jahr die Umsetzung der europäischen DSM-Richtlinie in deutsches Recht beraten.“

 

Die Konferenz der Initiative Urheberrecht adressiert die wesentlichen Eckpunkte des Entwurfs. Diskutiert wird mit Expert:innen aus der Urheberechtswissenschaft, mit Politiker:innen und Vertreter:innen aus der Kultur- bzw. Medienwirtschaft sowie Urheber:innen und Künstler-:innen über die vorgeschlagene Umsetzung der DSM-Richtlinie, auch über Reformen des Urhebervertragsrechts oder die Verbindung von Netz- und Urheberrechtspolitik.

 

Für das Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz wird der Parlamentarische Staatssekretär Christian Lange sprechen; für die Seite der Kreativen macht der Regisseur Wim Wenders einen Aufschlag

 

Überhaupt liefern bei dieser Konferenz vor allem Urheber:innen, Künstler:innen und Vertreter:innen der Kulturwirtschaft Diskussionsbeiträge, darunter Singer-Songwriterin Michelle Leonhard, Roman- und Drehbuchautor Mario Giordano, Regisseur Jobst Oetzmann, Komponist Micki Meuser und Übersetzerin Patricia Klobusiczky. Der Journalist Prof. Frank Überall (HMKW Hochschule) und Matthias Hornschuh (Komponist) werden moderieren.

Die Politik wird vertreten durch die MdBs Ansgar Heveling (CDU) und Tabea Rößner (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) sowie einem Abgeordneten der SPD. Sie sprechen über die politischen Herausforderungen rund um die Sicherung eines tauglichen Rechtsrahmens für Urheber:innen und Rechteinhaber. Christian Gaebler, Chef der Senatskanzlei Berlin, eröffnet die Konferenz mit dem Grußwort eines wichtigen beteiligten Bundeslandes.

 

Hochkarätige Wissenschaftler:innen und Fachjurist:innen, darunter Prof. Dr. Axel Metzger (Humboldt Universität), der die Keynote aus der Sicht der Wissenschaft halten wird, aber auch Dr. Tobias Holzmüller, Justitiar der GEMA, Dr. Anke Schierholz, Justitiarin der VG Bild- Kunst, Katharina Winter, Justitiarin S. Fischer Verlage, Martin Madej, Plattform- und Urheberrechtsexperte des Bundesverbands der Verbraucherzentralen oder der Gastgeber Prof. Dr. Gerhard Pfennig, Sprecher der Initiative Urheberrecht, erläutern ihre Perspektiven für die Umsetzung der EU-Urheberrechtsrichtlinien in deutsches Recht.

 

Die Teilnahme via Livestream wird am Tag der Veranstaltung online ermöglicht unter dem Reiter „Livestream“ auf der Konferenz-Website.

 

Das vollständige Konferenzprogramm, Informationen zu allen Referenten und Anmeldung unter: https://2020.konferenz-urheberrecht.de/de 

5. Europäischer Kinotag in Deutschland am 10. Januar 2021

Über 700 Kinos weltweit luden für kommenden Sonntag, 08. November 2020, unter dem Motto „Dein Ticket durch Europa“ zur cineastischen Europareise. Aufgrund des Lockdowns verlegen die allein in Deutschland knapp 200 teilnehmenden Kinos ihr Fest für den Europäischen Arthousefilm auf den 10. Januar und damit auf die Zeit nach Weihnachten und den Jahreswechsel. „Wir lassen uns die Hoffnung nicht nehmen“, so der AG Kino – Gilde Geschäftsführer Felix Bruder. „Mit der Kraft des Kinos nehmen wir die Menschen mit auf eine Reise durch Europa in Zeiten, in denen man selbst nicht reisen kann.“

 

„Trotz funktionierender Hygienekonzepte und weltweit keiner bisher nachgewiesenen Ansteckung im Kino mussten wir leider, wie so viele andere Kultureinrichtungen, am Montag unsere Türen schließen. Wir sind aber fest davon überzeugt, dass wir zum Jahresauftakt wieder für unsere Besucher da sein können und wollen Ihnen gleich zu Beginn etwas besonders bieten. Wir haben uns in den vergangenen Monaten als verantwortungsvolle und zuverlässige Kulturanbieter bewährt, und werden das auch zum neugesetzten Termin wieder sein“, so der Präsident des internationalen Arthouse-Kinoverbands CICAE, Christian Bräuer, der die Initiative 2016 ins Leben rief.

 

In Deutschland macht sich Regisseurin Caroline Link als künstlerische Patin für den Kinotag stark, auf europäischer Ebene die polnische Regisseurin Agnieszka Holland und der belgisch-französischen Regisseur Lucas Belvaux. Kulturstaatsministerin Monika Grütters hat ebenso wie Sabine Verheyen, Vorsitzende des Ausschusses für Kultur und Bildung (CULT) des Europäischen Parlaments die Schirmherrschaft übernommen.

 

Beim Europäischen Kinotag zeigen Kinos in ganz Europa und auch Amerika, Kanada, Südamerika, Nordafrika und dem nahen Osten spezielle Previews, Klassiker und Highlights des europäischen Films, die in diesem Jahr unter dem Motto „Dein Ticket durch Europa“ kuratiert sind. In Rahmenveranstaltungen und Gesprächen etwa mit Filmemachern, Schauspielern oder Protagonisten von Dokumentarfilmen können die Besucher gemeinsam den Kulturort Kino erleben. Viele Kinos bieten auch Programme für Kinder und Jugendliche. Das Angebot konzentriert sich dabei nicht nur auf Ballungszentren. Gerade auch Kinos in kleinen Städten und im ländlichen Raum beteiligen sich. Bei aller Unterschiedlichkeit der Einzelevents in den Kinos vereint alle, dass sie für Europa Flagge zeigen und die Fahne des Kinos hoch halten.

 

Kinos können sich auch weiterhin für die Teilnahme anmelden unter www.kinotag.eu

Games, Twitch und Rekorde für digitale gamesweekberlin PRO X

Am vergangenen Freitag ist die erste digitale Ausgabe der Business- und Development-Plattform gamesweekberlin PRO X erfolgreich zu Ende gegangen. Drei Tage lang trafen sich Spielefans, Spieleentwickler_innen und Publisher unter anderem auf Twitch, Discord und Zoom. An den drei Konferenztagen verzeichneten die Veranstalter regen Zuspruch bei der Nutzung ihrer Online-Kanäle. Besonders hervorzuheben sind die 200.000 Aufrufe auf Twitch.tv/gamesweekberlin, mit mehr als 6.000 gleichzeitigen Zuschauer_innen. Wenn es so weitergeht, ist die Millionen-Marke in greifbarer Nähe, denn bis zum heutigen Tag konnte die Event-Reihe insgesamt mehr als 500.000 Professionals und Fans mit ihrem Live-Streaming-Kanal erreichen. Die gamesweekberlin und zahlreiche der Events werden vom Medienboard Berlin-Brandenburg gefördert.

 

„Wir freuen uns, dass die gamesweekberlin PRO X es geschafft hat, auch online die Community der internationalen Spieleentwickler_innen erfolgreich zusammenzubringen“, so Michael Liebe, Head of gamesweekberlin und CEO von Booster Space. „Dank der großen Anstrengungen im Team und Seite an Seite mit unseren Partnern ist es gelungen, bestehende Formate nicht nur neu zu denken und mit spannenden Features zu erweitern, sondern sogar neue Sub-Events der gamesweekberlin PRO X hinzuzufügen. Nicht nur die Teilnahme an den einzelnen Vorträgen und Workshops mittels Video-Conferencing – das für die meisten von uns ja schon zum Arbeitsalltag gehört – hat gut geklappt. Auch die Einbindung von Discord als virtuelle Konferenz-Lobby war eine Bereicherung, und natürlich zum wiederholten Male die Koordination von Business-Meetings mit MeetToMatch. Mit über 100.000 Views am zweiten Konferenztag alleine haben wir für uns neue Rekorde aufgestellt.“

 

Eröffnet wurde die gamesweekberlin am Mittwoch mit dem von Melek Balgün moderierten Opening Breakfast mit einer internationalen Keynote von Rami Ismail, spannenden Talks von Jens Hilgers (BITKRAFT) und Chris Hana sowie Odile Limpach und politischen Ansprachen, unter anderem von Dorothee Bär, Staatsministerin für Digitales, Michael Müller, Regierender Bürgermeister von Berlin, und Lars Klingbeil, Generalsekretär der SPD. An diesem und den beiden nächsten Tagen folgte das Programm der QUO VADIS game development & business conference, inklusive PRO X: Tabletop Games Focus und Career Day, die Talent- und Recruitmentplattform Womenize! Games & Tech, der GERMAN ESPORTS SUMMIT, der PRO X: Dev Booster und das Matchmaking Dinner.

 

Die vielfältigen Themen der QUO VADIS gaben einen Einblick, wie Spiele entwickelt und finanziert werden. Aktuelle Themen wie Remote Team Management, Player Retention, Crowdfunding oder prozedurales Game-Design wurden in lebhaft diskutierten Webinaren und Workshops verhandelt. Auch auf dem Twitch-Kanal der gamesweekberlin wurden eifrig getalked, kommentiert und natürlich gespielt. Ein Reichweiten-Highlight war die Diskussionsrunde der “Games-Philosophen” Richard Bartle, Jesper Juul und Sebastian Möring, bei der sie sich mit der Frage auseinandersetzten, ob Game-Developer letztlich nicht doch göttergleich seien.

 

Beim Online-Pitching Format PRO X: Dev Booster, das im Juni erstmals stattfand, wurden am Ende des live-gestreamten Finales am Freitagnachmittag das quirlige Indie-Game „You Suck at Parking“ von Happy Vulcano aus Belgien von der Fachjury und dem Publikum zum Gewinner gekürt. Das Finale wurde live auf Twitch unter www.twitch.tv/gamesweekberlin übertragen. Moderiert wurde die finale Ausscheidung von Mitgliedern des Developer- und Streamer-Kollektivs Die Indiestrolche.

 

Die 6. Ausgabe der Talent- und Recruiting Plattform Womenize! Games & Tech widmete sich neben der wachsenden Bedeutung von Soft Skills, Crowdfunding und Sustainability auch der Frage, wie Serious Games sensible Themen wie sexuelle Traumata, PTSD oder mentale Gesundheit hilfreich begleiten und flankieren können. Natasha Skult, IGDA Finnland sowie Gründerin und CEO MiTale Ltd: “Die diesjährige Ausgabe von Womenize war absolut fantastisch und hatte sehr bewegende Themen auf der Agenda. Besonders gefallen hat mir die Keynote von Drussila Hollanda-Grönberg von Supercell und die anschließende Roundtable-Diskussion. ein wirklich bereicherndes Event. Gratulation an die Organisatorinnen”.

 

Der zweitägige GERMAN ESPORTS SUMMIT – GES20 stand unter dem Motto „E-Sport & Nachhaltigkeit“. Dabei ging es auch um die Frage, wie bisher Erreichtes bewahrt werden kann und welche Herausforderungen den E-Sport zukünftig erwarten – sowohl wirtschaftlich als auch gesellschaftlich.

 

Auch auf Networking und Parties musste nicht verzichtet werden. Am Donnerstag der gamesweekberlin traten Spielefans in einer Online-Version des beliebten Pub-Quiz “Seitenquiz”  gegeneinander an und testeten ihr Gaming-Wissen. Einen lauten und knallharten Abschluss fand die gamesweekberlin bei der LOUD X, einem auf Twitch gestreamten Live-Konzert dreier Heavy Metal-Bands.

 

Ein großes Dankeschön der gamesweekberlin geht an alle Partner, Sponsoren sowie an alle Helfer_innen, ohne deren Zutun die Vielzahl von Angeboten diesen Erfolg nicht hätte auf die Beine gestellt werden können

 

Die nächste Ausgabe ist für Herbst 2021 angesetzt, aber aufgrund der aktuellen Situation stehen der Termin und Format für die gamesweekberlin 2021 noch nicht fest.

Alle Informationen unter: www.gamesweekberlin.com

 

Pressekontakt:
SteinbrennerMüller Kommunikation
Dr. Kathrin Steinbrenner
E-Mail: mail@steinbrennermueller.de
Telefon: 030 47372191

Die gamesweekberlin PRO X Partner & Sponsoren:

gefördert vom Medienboard Berlin-Brandenburg

Sponsoren der gamesweekberlin PRO X: Kickstarter, Riot Berlin, Wooga, xsolla, Ubisoft Berlin, InnoGames, Xbox, SAE Institute, Wargaming Mobile, Brehm v. Moers, E-Sport Hub Sachsen-Anhalt, game Verband, game esports, AVM, Games Bavaria, SCILL Play, Tencent Cloud, GameFairy, Myer’s Hotel, Eventbrite
Partner Events: Opening Breakfast, QUO VADIS – game development & business conference, Womenize! Games & Tech, German Esports Summit, Matchmaking (Dinner)*, LOUD X
Event Partner und Veranstalter: Booster Space, MeetToMatch, FACTORY-C, Freaks 4U Gaming, Twitch, A MAZE, IGDA Finland, Cozydunes
Netzwerk Partner: games:net berlinbrandenburg, Institut Francais Deutschland, Digital Dragons, Mediennetzwerk NRW, Film Festival Cologne, GIC – Games Industry Conference, Ludicious, 80.lv, PANDA, Dutch Game Garden, She Works!, devcom, GDBAY, Games & XR Mitteldeutschland, Crazy Labs, DevGAMM!, Game Connection Europe, Israel Mobile Summit, Reboot, Fem Devs Meetup, Women in Games

Offizieller Ticketing Partner: Eventbrite

DAS NEUE EVANGELIUM: Kinostart trotz Lockdown

Aufgrund der aktuellen Beschlüsse der Bundesregierung zur Bekämpfung der Corona-Pandemie, werden ab Montag die Kinos wieder schließen. Geplante Kinostarts fallen deshalb aus. Zunächst sind die Maßnahmen bis Ende des Monats terminiert, aber niemand kann mit Gewissheit sagen, wie es im Dezember weiter geht. 
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RISE to the Top

Mit „Jim Knopf und die Wilde 13“ und „Drachenreiter“ führen gleich zwei Filme mit VFX / Animation der RISE | Visual Effects Studios die aktuellen deutschen Kinocharts an,   „Drachenreiter“ ist zugleich die erste Koproduktion.“

 

Während Warners „Jim Knopf und die Wilde 13“ auch am dritten Wochenende im Kinoeinsatz mit beinahe 110.000 Zuschauern den ersten Platz in den Kinocharts einnahm, stieg das Animationsabenteuer „Drachenreiter“ im Verleih der Constantin mit über 90.000 verkauften Tickets auf Platz Zwei ein.

 

RISE, führendes visual effects Unternehmen in Deutschland, ist bei beiden Filmen maßgeblich involviert.

 

Gleich eine Doppelrolle nimmt RISE bei dem internationalen Animationsgroßprojekt „Drachenreiter“ der Constantin Film ein. Über RISE PICTURES, den Produktionsarm von RISE, fungiert das Unternehmen als Koproduzent. Gleichzeitig übernahm RISE in München einen großen Teil der umfangreichen Animationsarbeiten. So wurde im Münchner Studio in etwas mehr als 2,5 Jahren nicht nur animiert, sondern sämtliche Locations für den Film mit insgesamt mehr als 1.200 einzelnen Elementen am Computer erschaffen und auch alle Charaktere finalisiert. Weiterhin wurden in München bei RISE für die Hälfte des Films sämtliche Bilder erzeugt (lighting/shading/rendering), mit VFX versehen und final zusammengefügt (compositing).

 

Ulrich Schwarz, Produzent & Head of Production RISE PICTURES dazu: „Die intensive Zusammenarbeit mit der Constantin Film und der Erfolg an der Kinokasse in diesem herausforderndem Umfeld beweist, dass die im deutschen Filmmarkt einmalige Verzahnung von RISE PICTURES als kreativer und finanzieller Produktionspartner und RISE I Visual Effects Studios als international anerkanntes VFX- und Animations-Studio, ein unikales und werthaltiges Modell ist. In dieser Form sind wir auch bei anderen Live-Action & Animationsfilm-Projekten bereits als Partner für in- und ausländische Produzenten aktiv, wie bspw. für die internationale Sci-Fi Produktion „Stowaway“. „Drachenreiter“ ist aber die erste Produktion aus der Firmengründungsphase der RISE PICTURES, die nun in der Kinoauswertung ist.“

 

In ihrem Stuttgarter Office realisierte RISE für „Jim Knopf und die Wilde 13“ mit 200 aufwendigen VFX Shots den größten Teil der digital hergestellten Bildwelten des Films. Neben dem Flug über den Wolken und der Gurumusch Insel erstellte das Team die wohl technisch aufwendigste Sequenz des Films, eine von einem Taifun umtoste Pirateninsel und deren Versinken im Meer. RISE löste dabei ein Versprechen an den Regisseur Dennis Gansel ein: das beste digitale Wasser, das er je gesehen hat. RISE war gemeinsam mit den VFX Unternehmen Trixter, ScanlineVFX, Chimney und Mackevision für die VFX zuständig.

 

„Der unter den aktuellen Bedingungen sensationelle Erfolg der beiden Filme zeigt, dass wir in Deutschland Kino, VFX und Animation auf hohem, internationalem Niveau herstellen können und damit ein breites Publikum finden. Sowohl auf Seiten der Produzenten, in diesem Fall Rat Pack, Constantin Film und RISE PICTURES, als auch bei VFX und Animation durch RISE|Visual Effects Studios“. so Sven Pannicke, Managing Director RISE I Visual Effects Studios und RISE PICTURES.

Kuhle Wampe: digitale Premiere und als Mediabook im Handel

Die in Zusammenarbeit mit Bertolt Brecht und Hanns Eisler entstandene Regiearbeit von Slatan Dudow wurde kurz nach der Uraufführung von den Nazis verboten und gilt bis heute als einer der wichtigen Meilensteine des Politischen Films. Er spielt in weiten Teilen auf dem Campingplatz „Kuhle Wampe“, den es heute noch in Schmöckwitz gibt.

 

Am 27. Oktober wird KUHLE WAMPE als digitale Premiere das Filmerbe-Festival „Film Restored“ der Deutschen Kinemathek eröffnen. Der 27. Oktober ist gleichzeitig der UNESCO-Welttag des audiovisuellen Erbes.

 

Am 30. Oktober komm das hochwertige Mediabook von KUHLE WAMPE in den Handel. 

 

KUHLE WAMPE wurde 1932 in Moskau mit einer Laufzeit von 80 Minuten uraufgeführt. Aufgrund seiner politischen Aussage wurde er in Deutschland verboten. Eine um vier Minuten gekürzte Fassung passierte dann doch die Zensur und wurde am 30. Mai 1932 in Berlin uraufgeführt, doch im März 1933 verbot die Zensurbehörde, die bereits den Nazis stand, den Film endgültig. Mit einem Drehbuch von Bertolt Brecht und Ernst Ottwalt gilt er als Meilenstein des politischen Kinos.

 

Mit der digitalen Premiere von Kuhle Wampe,einem Klassiker des politischen Films,wird das Festival am 27.Oktober, dem UNESCO-Welttag des audiovisuellen Erbes, eröffnet. Die in Zusammenarbeit mit Bertolt Brecht und Hanns Eisler entstandene Regiearbeit von Slatan Dudowwurdekurz nach der Uraufführung von den Nazis verboten. Dank der Zusammenarbeit zwischen Deutscher Kinemathek, British Film Institute und Cinémathèque suisse konnte die Premierenfassung von1932 rekonstruiert werden.

 

Mehr Informationen zum Film: 

KUHLE WAMPE – ODER WEM GEHÖRT DIE WELT? gilt als Meilenstein des politischen Kinos und als einer der wenigen eindeutig kommunistischen Filme der Weimarer Republik. Regie führte Slatan DudowBertolt Brechts Handschrift, der zusammen mit Ernst Ottwald für das Drehbuch verantwortlich war, ist bei dem „Proletarischen Film“ deutlich zu erkennen. Und nicht zuletzt hat Altmeister Hanns Eisler die Musik komponiert und Günther Krampf die Kamera geführt. Jetzt bringt Atlas Film die Erstveröffentlichung der Restaurierung von der Deutschen Kinemathek in Zusammenarbeit mit dem British Film Institute National Archive, der Cinémathèque Suisse und Praesens-Film aus dem Jahr 2020 heraus. Die restaurierte Fassung überzeugt mit einer deutlichen Steigerung der Bild- und Tonqualität und lässt den Film in neuem Glanz erstrahlen.

 

INHALT  Berlin 1931. Vater Bönike und sein Sohn sind arbeitslos, wie Millionen andere. Tochter Anni hat zwar eine schlecht bezahlte Anstellung in einer Fabrik, aber als ihr Bruder sich verzweifelt das Leben nimmt, muss die Familie ihre Wohnung räumen. Ihre Zuflucht ist die Gartenkolonie „Kuhle Wampe“ vor den Toren Berlins. Als Anni von ihrem Freund Fritz schwanger wird, drängen ihre Eltern auf Heirat. Nach der Verlobung wird Anni klar, dass Fritz nicht zu seinem Heiratsversprechen steht. Sie trennt sich von ihm und lässt das Kind abtreiben. Unterstützung findet sie bei ihren Freunden aus der kommunistischen Jugend. Fritz steht Annis politischen Ansichten skeptisch gegenüber, kommt aber auf einem kommunistischen Sportfest wieder mit ihr zusammen. Auf der Rückfahrt vom Fest kommt es zu einem politischen Disput in der S-Bahn, in der bürgerliche Ansichten und Kampfeswillen der Arbeiterjugend noch einmal aufeinanderprallen.

DAS NEUE EVANGELIUM

Ein Film von MILO RAU mit Politaktivist YVAN SAGNET als Jesus

 

Kinostart: 17. Dezember 2020 
Digitale Kinoauswertung: 27. Dezember 2020
2020 | Länge: 107 Minuten

 

PRESSEVORFÜHRUNGEN finden an folgenden Terminen statt: 
27. Oktober 2020 – 10:00 Uhr – Filmkunst 66, Berlin 
29. Oktober 2020 – 10:00 Uhr – Abaton, Hamburg

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Von Göttern, Geld und Geschichten

Finanzierung, Storytelling, Worldbuilding als Schwerpunkte der gamesweekberlin PRO X 2020 vom 28.-30. Oktober. Wie erschafft man kreative Welten für Computerspiele, wie funktioniert erfolgreiches Storytelling mit überzeugenden Charakteren, wie lässt sich das ganze finanzieren und wie manage ich ein Entwickler_innen-Team im Home Office? Diese und weitere Fragen rund um das Thema Games beantwortet die gamesweekberlin PRO X, die nächste Woche vom 28.-30. Oktober zur digitalen Ausgabe der Business- und Developmentplattform lädt. Die gamesweekberlin arbeitet in ihrer Online-Ausgabe mit dem Live-Streaming-Videoportal Twitch und den Indiestrolchen, einem Kollektiv aus Spieleentwickler_innen und Streamer_innen, zusammen. Sie präsentieren exklusiv für die gamesweekberlin bei Twitch in acht frei zugänglichen Sessions Let’s Plays von ausgewählten Spielen. Tickets zu Live-Workshops, Business Meetings und persönlichen Networking Events via Zoom und Discord gibt es unter www.gamesweekberlin.com. Die gamesweekberlin und zahlreiche ihrer Events werden vom Medienboard Berlin-Brandenburg gefördert.

 

Herzstück der gamesweekberlin PRO X 2020 ist die dreitägige Fachkonferenz QUO VADIS – game development & business conference, die sich in diesem Jahr den Schwerpunkten Finanzierung und Förderung von Games, Storytelling und dem Erschaffen von kreative Welten widmet. Das sind die Highlights:

 

Der britische Autor, Spieleentwickler und -forscher Dr. Richard A. Bartle, ausgezeichnet mit dem „GDC online Game Legend“ Award, wurde als Ko-Autor der ersten virtuellen Welt MUD im Jahr 1978 zum Wegbereiter der heutigen Online-Rollenspiele. In seinem Vortrag „Why Developers are Gods“ (28. Oktober, 12.00-13.00 Uhr) spricht er über das schöpferische Potential von Spieleentwickler_innen, die mit ihrer Arbeit göttergleich mythische Welten mit Götter, Titanen und Helden erschaffen.

 

Wütende griechische Götter, nordische Sagengestalten und heroische Titanen sind Helden, auf die Entwicklerstudios beim Kreieren eines Spiels zurückgreifen. „Mythology, cultural heritage and fiction in games“ (29. Oktober, 16.00-18.00 Uhr, Zoom) ist Titel der Debatte mit Allan Cudicio (Twin Drums, Berlin), Jussi (Elo Tapani) Autio (Resistance Game, Finnland), Vasiliki Tsiftsian & Marinos Boyko Phelivanoy (GO HEROES, Griechenland), Luke Crane (Kickstarter, USA). Doch was gilt es zu beachten, welche Freiheiten und Grenzen gilt es zu beachten, um kulturelles Erbe respektvoll zu behandeln?

 

„Endless Storytelling – Are Mobile Games Interactive Soap Operas?“ (28. Oktober, 16.00-17.00 Uhr) ist Thema der bei Twitch gestreamten Debatte mi Rebecca Hawick (Wooga, Deutschland), Jonas Baur (Talpa, Deutschland) und der freien Autorin Leticia Milano darüber, was eine gute Geschichte ausmacht, wie man sie schreibt und wie sich eine Geschichte ähnlich einer Soap Opera planen und vorantreiben lässt.

 

Dem Thema Finanzierung und Förderung von Games widmen sich mehrere Veranstaltungen der gamesweekberlin: Unter der Überschrift „Creative money-how to finance your next game“ (28. Oktober, 14.00-16.00 Uhr, Zoom) debattieren Jens Hilgers (BITKRAFT, Deutschland), Bertrand Vernizeau (Game Seer Venture Partners, Deutschland), Petter Henriksson (Landfall Games, Schweden), Pere Rius (Lince Works, Spanien), Ina Göring (game – Verband der deutschen Games-Branche) und Michael Liebe (Booster Space, Kickstarter Deutschland) über verschiedene Möglichkeiten und Wege der Finanzierung – seien es öffentliche Institutionen, private Investoren, Crowdfunding oder Venture Capital. Darüber hinaus beschäftigen sich auch die „GamesCapitalBerlin Financing Masterclass“ (29. Oktober, 10.00-12.30 Uhr), der Workshop „Die Bundesförderung im Detail” (29. Oktober, 13.00-16.00 Uhr) und die Focus Session „Attention, Retention! How Games Can Manage Their Long Term Success“ (29. Oktober, 10.00-12.00 Uhr) intensiv mit der Finanzierung und Förderung von Computerspielen – von der Idee bis zum Release.

 

Prozedural generierte Spielewelten sind längst Bestandteil der Spielentwicklung. Arbeiten wie die Kreation von Dungeons, Texturen, Dialogen, Musiken oder ganzen Welten werden inzwischen von Algorithmen übernommen. „Procedural Game Design“ (28. Oktober, 16.00-18.00 Uhr) ist Thema der Focus Session u.a. mit Riad Djemili (Maschinen-Menschen, Deutschland) und Philippe Pasquier (Simon Fraser University’s School of Interactive Arts and Technology, Kanada).

 

 

Home Office ist seit der Corona-Pandemie zur Selbstverständlichkeit geworden. Doch wie lässt sich ein Team von Spieleentwickler_innen remote organisieren und führen? Das Panel „Remote Team Management“ (29. Oktober, 14.00-16.00 Uhr) mit Marina Ivanović (Kolibri Games), Jehanne Rousseau (Spiders Games, Frankreich), Fawzi Mesmar (EA Dice, Schweden) und Sebastian Winkler (shoutr labs, Deutschland) debattiert während der Krise gemachte Erfahrungen und wie sich diese neue Arbeitskultur integrieren und auch zukünftig umsetzen lässt.

 

Ja, es gibt sie noch – oder wieder! Brettspiele, Kartenspiele und viele hybride Spiele finden ihren Weg zurück in die Wohnzimmer von Spielefans. Erstmals lädt die gamesweekberlin zum „Table Top Games Roundtable“ (29. Oktober, 15.00-16.00 Uhr) mit Anya Combs und Jonathan Ritter-Roderick (Kickstarter, USA) und Besime Uyanik (Ion Game Design, Schweden). Bei Crowdfunding Kampagnen sind Table Top Games sehr erfolgreich. Die gamesweekberlin lädt zum Ideen- und Meinungsaustausch an den runden Tisch.

 

Schwerpunkte der Talent- und Recruitmentplatform Womenize! Games & Tech sind neben der wachsenden Bedeutung von Soft Skills, Crowdfunding & Sustainability auch mit die Frage, wie Serious Games sensible Thematiken wie sexuelle Traumata, PTSD oder mentale Gesundheit hilfreich begleiten und flankieren können. Sprecher_innen sind u.a. Drussila Hollanda-Grönberg (Supercell), Karoliina Korppoo (10th Muse), Antonia Bartning (Pitch your Green Idea), Maxi Gräff (Microsoft), Jean Leggett (One More Story Games), Rae Grimm (GamePro) und viele mehr.

 

Der zweitägige GERMAN ESPORTS SUMMIT – GES20 steht unter dem Motto „E-Sport & Nachhaltigkeit“. Er diskutiert u.a. die Frage, wie bisher Erreichtes bewahrt werden kann und welche Herausforderungen den E-Sport zukünftig erwarten – sowohl wirtschaftlich als auch gesellschaftlich. Als Sprecher_innen erwartet werden u.a. Dennis Gehlen (TaKeTV), Christopher Flato (ESL Gaming), Katharina Spinner (eSport Rhein-Neckar) und die Sprecher_innen der Jugendorganisationen ausgewählter Bundestagsparteien.

 

Die gamesweekberlin 2020 bündelt die folgenden Veranstaltungen: das Opening Breakfast (28. Oktober), QUO VADIS game development & business conference (28.-30. Oktober) mit PRO X: Tabletop Games Focus und Career Day (30. Oktober), die Talent- und Recruitmentplattform Womenize! Games & Tech (29. Oktober), den GERMAN ESPORTS SUMMIT (28.-29. Oktober), den PRO X: Dev Booster (28.-30. Oktober) und das Matchmaking Dinner (29. Oktober).

 

Die gamesweekberlin 2020 war ursprünglich für April geplant und wurde coronabedingt verschoben. Im Juli veranstaltete der gamesweekberlin-Veranstalter Booster Space erstmals das Online-Pitchingformat gamesweekdigital: Dev Booster, bei dem Spieleentwickler_innen ihr Projekt vor Publisher, Branchenexpert_innen sowie Investor_innen und Medienvertreter_innen präsentierten.

Die Publikumsveranstaltung PLAY X mit dem Gamefest für Spielefans entfällt aufgrund der Corona-Pandemie.

Mehr unter www.gamesweekberlin.com

Sichere Kulturorte stärken – Kinos unterstützen

Die deutschen Filmkunsttheater fordern die Politik in Bund und Ländern auf, differenzierte Infektionsschutzmaßnahmen zu treffen statt sichere Orte der Zusammenkunft abzustrafen.

 

„Auch wir Kinobetreibende betrachten die gegenwärtige Entwicklung mit großer Sorge. Sicherheit und Gesundheit gehen vor und als sozialer Kulturort sind wir uns unserer Verantwortung voll und ganz bewusst,“ so Christian Bräuer, Vorsitzender der AG Kino – Gilde, „doch Verschärfungen wie Sperrstunden, Maskenpflicht auch bei gesicherter Einhaltung des Mindestabstands am Sitzplatz und teilweise auch Verzehrverbote, wie wir sie in einigen Bundesländern und Kommunen beobachten, sind weder sachlich nachvollziehbar noch verhältnismäßig.“ Menschen sind soziale Wesen, die gemeinsam etwas erleben wollen. Aus Sicht des Verbands der Filmkunsttheater ist es zielführender, die Orte zu stärken, an denen dies kontrolliert und unter strengen Auflagen und mit Nachverfolgbarkeit möglich ist.

 

„Seit der Wiedereröffnung haben die Kinobetreibenden sich als zuverlässige und verantwortungsbewusste Kulturanbieter bewährt,“ so Bräuer. „Mit ausgeklügelten und den zuständigen staatlichen Stellen abgestimmten Hygienekonzepten haben sie zahlreiche effektive Maßnahmen zum Schutz von Personal und Gästen ergriffen.“

 

Weltweite Analyse: Kinos als sichere Orte

Tatsächlich hat eine Analyse des Branchenexperten Patrick von Sychowski für das Portal CelluloidJunkie weltweit keinen einzigen Fall nachweisen können, in dem ein Kino zu einem Infektionsherd geworden ist (https://celluloidjunkie.com/2020/10/19/cj-analysis-the-number-of-covid-19-outbreaks-traced-to-cinemas-is-zero/).

 

„Die Entscheidung darüber, ob Kinos geschlossen bleiben müssen oder wieder öffnen dürfen, ist oftmals eher eine politische als eine wissenschaftliche. Trotz der Tatsache, dass bislang in keiner Spielstätte ein Ausbruch nachgewiesen werden konnte. Ganz im Gegensatz zu eindeutig nachgewiesenen COVID-19-Übertragungen in Kirchen, Restaurants, Nachtclubs, Bars, Coffee-Shops und sogar im Weißen Haus“, so von Sychowski (Übersetzungen: AG Kino).

 

In Südkorea wurden die Kinos etwa seit Beginn der Pandemie nie geschlossen. Ein umfangreiches Kontaktverfolgungssystem hat eine Analyse ermöglicht, welche Orte zu Infektionsherden wurden. Kinos sind hier nicht dabei, anders als Kirchen, Restaurants und Coffee Shops. „Es gab 49 Personen, die eine Kinovorstellung besucht hatten und bei denen später eine Infektion nachgewiesen wurde. Insgesamt wurden während dieses Zeitraums 31,5 Millionen Kinotickets verkauft. Dennoch scheint niemand von diesen 49 infizierten Gästen das Virus auf andere Besucher oder das Kinopersonal übertragen zu haben.

 

Von Sychowski zieht als Fazit: „Alle Indizien sprechen dafür, dass Kinos zu den sichersten Innenbereichen im Hinblick auf COVID-19-Infektionen zählen, sofern alle notwendigen Vorkehrungen getroffen wurden und Auflagen eingehalten werden.“

 

Zu den Hygienekonzepten von Kinos auf der ganzen Welt gehören u.a. neben der Reduzierung von Kapazitäten, dem Einhalten von Abständen zwischen Gästegruppen, der Entzerrung von Vorstellungszeiten auch die Optimierung an Lüftungsanlagen, damit ein mehrfacher Austausch der gesamten Saalluft während einer Vorstellung gewährleistet ist.

 

Da Kinos die Ticketeinnahmen mit Filmemachern und Verleihern teilen, ist der Verkauf von Snacks und Getränken für sie überlebenswichtig. Regelungen wie das Verzehrverbot am Platz schaden den Kinos wirtschaftlich enorm. Gerade weil Kinos noch bessere räumliche Grundbedingungen bieten als die meisten Restaurants, macht ein Verzehrverbot im Kino keinen Sinn. „Es ist nicht zu vermitteln, warum der Verzehr von Popcorn am Sitzplatz im durchlüfteten Kinosaal verboten aber das Speisen im Restaurant erlaubt ist“, so Christian Bräuer.

 

Kinos stärken statt abstrafen

Aktuell ist die gesamte Filmbranche paralysiert. Studios und Filmverleiher verschieben angesichts der geringen Auslastung Filmstarts und investieren nicht oder kaum in das Marketing rund um die Herausbringung ihrer Filme. Allein durch die Verunsicherung der vergangenen Tage wurden erneut Filme verschoben.

 

Ungeachtet dessen bieten die Arthousekinos seit dem bundesweiten Start am 2. Juli ein exzellentes Programm und gestalten mit hohem Sicherheitsaufwand vielfältige Events, um die Aufmerksamkeit des Publikums für die Filme zu gewinnen. Dabei werden sie insbesondere von vielen unabhängigen Verleihern unterstützt, die mit ihren Filmen trotz der im Augenblick alles andere als optimalen Bedingungen zum kulturellen Leben beitragen.

 

Dies geht in der aktuellen Situation aber nicht ohne Unterstützung. Mit einer maximalen Auslastung von etwa einem Fünftel können die Filmtheater nicht viel länger bestehen. Von daher ist es essenziell notwendig, dass zielgerichtete Förderprogramme von Bund und Ländern den Erhalt sowie die filmkulturelle Arbeit der Kinos während der Corona- Pandemie weiter unterstützten.

 

www.agkino.de

Die Stimme des Regenwaldes ab 22. Oktober im Kino

Heute in 2 Wochen startet DIE STIMME DES REGENWALDES von Regisseur Niklaus Hilber in den deutschen Kinos. Vom Aussteiger zum Aktivisten – die wahre Geschichte des Umweltaktivisten Bruno Manser erzählt in beeindruckenden und paradiesischen Kinobildern vom Schweizer Ethnologen, der in den Achtziger Jahren das Paradies sucht und es im Urwald von Borneo beim indigenen Nomadenvolk der Penan findet. Als die Penan von massiver Abholzung bedroht werden, nimmt Manser den Kampf gegen die Waldzerstörung mit einem Mut und einem Willen auf, die ihn zu einem der berühmtesten und glaubwürdigsten mweltschützer seiner Zeit machen.

 

Camino Filmverleih bringt DIE STIMME DES REGENWALDES, der bereits in der Schweiz fast 200.000 Zuschauer ins Kino lockte, am 22. Oktober 2020 deutschlandweit auf die große Leinwand. Als Eröffnungsfilm des Zürich Film Festivals feierte er seine Weltpremiere und erhielt dort den Science Film Award / Eye On Science. Hauptdarsteller Sven Schelker wurde dort für seine Darstellung des Bruno Manser als Bester Schauspieler ausgezeichnet und später auch am Schweizer Filmpreis als „Bester Darsteller“ geehrt.

 

www.stimmedesregenwaldes.de

Tinkertank kuratiert die Code Week Baden-Württemberg

Die Code Week Germany vom 10. bis 25. Oktober und damit auch die Code Week Baden-Württemberg stehen in den Startlöchern. Organisiert und kuratiert wird die südwestdeutsche Ausgabe der Code Week vom Ludwigsburger Kreativlabor Tinkertank, einer Initative der Berliner Interactive Media Foundation gGmbH. Die 2013 gegründete Kreativagentur ist eine gemeinnützige Organisation, die gesellschaftlich relevante Themen aus Technologie, Ökologie, Kunst und Gesundheit in zeitgemäße Formaten und Ausdrucksformen umsetzt. Los geht es am Samstag, 10. Oktober um 10:00 Uhr, mit einem gemeinsamen bundesweiten virtuellen Eröffnungsevent auf https://codeweek.de/.

 

Die Eröffnung wird live aus dem Studio des Kreativlabors und Code Week Baden-Württemberg-Koordinators Tinkertank in Ludwigsburg gesendet. Die Initiatoren der Code Week Germany sowie alle weiteren regionalen deutschen Code Weeks – Hamburg, Berlin, Bonn-Rhein-Sieg und Jena – schalten sich dazu. Gemeinsam gestalten sie ein Programm, in dem Astronautinnen, gleich mehrere Fernsehtürme und clevere IoT-Devices eine Rolle spielen. Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut MdL, Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau des Landes Baden-Württemberg, ist Schirmfrau für die Code Week Baden-Württemberg. Sie richtet sich per Videobotschaft an das Publikum. Zudem wird der Oberbürgermeister von Ludwigsburg, Dr. Matthias Knecht, persönlich vor Ort sein und den Start-Buzzer drücken.

 

Bislang bieten über 30 Initiativen, Institutionen und Personen aus ganz Baden-Württemberg mehr als 80 Einzelveranstaltungen an – und es kommen täglich mehr dazu. Ob CO2-Ampeln, Apps, Augmented und Virtual Reality, Mini-Roboter, Game Controller aus Schrott, Kunst mit Code, Modellierung einer Viruspandemie, Webseiten erstellen oder 3D-Druck, ob programmieren, experimentieren, tüfteln, spielen oder bauen – das Programm der Code Week Baden-Württemberg bietet etwas für Interessierte jeder Altersstufe, mit und ohne Vorerfahrung: https://bw.codeweek.de/das-programm-2020. Und da etwa die Hälfte davon Online-Angebote sind, hat auch jede und jeder die Chance, von zuhause mitzumachen.

 

Jasmin Mertikat, Projektleiterin von Tinkertank, Kuratorin der Code Week Baden-Württemberg und Moderatorin der Eröffnungsveranstaltung: „Baden-Württemberg hat so vielseitige und wertvolle Coding- und Making-Angebote, und ich freue mich, dass die Code Week ein Ort ist, an dem das so deutlich wird! Da ist wirklich für jeden etwas dabei! Wir danken schon jetzt allen, die mitmachen, und wünschen Teilnehmenden und Anbietern eine tolle Zeit!”

 

Nach wie vor können sich Initiativen, Schulen, Hochschulen, Unternehmen, Organisationen, Jugendhäuser, Bibliotheken, kulturelle Institutionen und auch engagierte Einzelpersonen mit ihren On- oder Offline-Veranstaltungen anmelden. Zur Event-Anmeldung geht es hier: https://bw.codeweek.de/workshop-organisieren. Hier finden sich auch zahlreiche Informationen und Tipps für die Ideenfindung, Planung, Umsetzung und finanzielle Unterstützungsmöglichkeiten.

 

 

 

Pressekontakt Tinkertank / Code Week Baden-Württemberg:

Nora Hieronymus

E-Mail: presse.bw@codeweek.de

Telefon: 07141 – 64 96 315, Mobil: 0170 – 90 492 90

 

Pressekontakt Interactive Media Foundation gGmbH:

SteinbrennerMüller Kommunikation

Dr. Kathrin Steinbrenner & Kristian Müller

E-Mail: mail@steinbrennermueller.de

Telefon: +49 (0)30 4737 2191

 

 

Über die Code Week:

Die Code Week Baden-Württemberg findet im Rahmen der europaweiten Code Week statt, die seit 2013 als Graswurzelbewegung und offene Veranstaltungsreihe in zehntausenden Einzelveranstaltungen Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen die Freude an Technik, Kreativität undTeamwork vermittelt hat. Nach dem Erfolg der 2016 etablierten Code Week Hamburg wird nun auch das Land der Tüftler und Denker ein eigenes Regio Hub durchführen und damit die Gelegenheit nutzen, die zahlreichen bundesweiten Initiativen zu unterstützen und Innovationsgeist und Erfindungsreichtum zu fördern.

 

Die Code Week Baden-Württemberg wird gefördert von der Vector Stiftung (www.vector-stiftung.de) und koordiniert von dem Kreativlabor Tinkertank in Ludwigsburg (www.tinkertank.de), einer Initiative der Interactive Media Foundation gGmbH (www.interactivemedia-foundation.com). Weitere Infos zur Code Week Baden-Württemberg: www.bw.codeweek.de

 

Über Tinkertank:

Tinkertank ist ein mobiles und stationäres Kreativlabor, das als Initiative der Interactive Media Foundation 2013 ins Leben gerufen wurde – mit dem Ziel, Menschen zu kreativen und selbstorganisierten Prozessen der Lösungsfindung zu befähigen und das im Kontext von Technologie, Handwerk, Kultur, Wissenschaft und Digitalisierung. Mehr als 600 Menschen erreicht Tinkertank jährlich mit Workshops und Sommercamps für Kinder und Jugendliche, online in Digitalräumen, mit Kreativseminaren für Unternehmen und Unternehmungen, die ländlichen Regionen mit der “Mobile Maker Zone” und mit Schulungen zu Mentoren und Mentorinnen.

Weitere Infos: www.tinkertank.de

 

Über die Interactive Media Foundation gGmbH:

Die Interactive Media Foundation (IMF) ist eine gemeinnützige Organisation mit Hauptsitz in Berlin. Sie wurde 2013 gegründet. Die IMF vereint umfassende Expertisen in den Bereichen Konzept, Storytelling, Film, Digitales und Produktion und experimentiert mit zeitgemäßen Formaten und Ausdrucksformen, um gesellschaftlich relevante Themen aus Kunst, Technik, Gesundheit und Ökologie publikumswirksam umzusetzen.

 

Treibende Kraft ist dabei, mit den Inhalten die jeweiligen spezifischen Zielgruppen optimal zu erreichen. Dazu sucht und testet die IMF unterschiedliche, neue und etablierte, interaktive und digitale Ausdrucksformen, die das jeweilige Thema intellektuell und emotional transportieren. Die international vielfach ausgezeichneten Produktionen werden in Schulen und Beratungseinrichtungen eingesetzt, aber auch weltweit auf Medienkunst- und Film-Festivals sowie in zahlreichen kulturellen Institutionen gezeigt.

Weitere Infos: www.interactivemedia-foundation.com

 

Die ersten Deutschen im All – Systemgegner und Freunde

Es ist eine bis dato nicht erzählte deutsch-deutsche Geschichte im Kalten Krieg und im Wettlauf der beiden Supermächte um die Macht im All. Der DDR-Bürger Sigmund Jähn flog 1978 als Kosmonaut und erster Deutscher in den Weltraum. Unter großer Geheimhaltung und zur Überraschung der westlichen Kollegen. Fünf Jahre später folgte ihm Ulf Merbold mit den Amerikanern im Space Shuttle. Für den politischen Systemkampf interessierte sich keiner der beiden Raumfahrer. Im Gegenteil: Was die beiden Astronauten einte, war nicht nur die gemeinsame Erfahrung, wie sich die Wahrnehmung auf die Welt durch den Raumflug veränderte, sondern ihre gemeinsame Heimat, das Vogtland. Doch ihre Gemeinsamkeit trennte sie auch gleichzeitig: Ulf Merbold wurde vor dem Mauerbau zum Republikflüchtling, Sigmund Jähn lebte eine linientreue DDR Vita, bis hin zum NVA Offizier. Dennoch wurden sie Freunde und setzten sich über alle trennenden Grenzen hinweg, auch gegen geltende Vorgaben. Sie flogen trotz des anhaltenden Kalten Kriegs gemeinsam über die Zugspitze und erlebten zusammen den Mauerfall.

 

Aus dieser Geschichte, die die Berliner Filmproduzentin Nicola Graef („Neo Rauch. Gefährten und Begleiter“) zusammen mit dem Autor Florian Huber für die ARD als Dokumentation erzählte (Wettlauf ins All. Zwei Deutsche erobern den Kosmos, 3. Oktober 2020 um 16:45 Uhr, ARD), sowie als 90-minütigen Dokumentarfilm für den MDR (Sigmund Jähn. Ein Vogtländer fürs All, 27. Dezember 2020 um 20:15 Uhr im MDR) entwickelt sie nun mit ihrer Produktionsfirma LFiction die mehrteilige fiktionale Miniserie „Schwerelos“ (AT). Die Drehbuchautorin und Regisseurin Christine Hartmann (Charité III), der Spiegel Bestseller Autor und Filmemacher Florian Huber und der Drehbuchautor und Grimme Preisträger Stephan Falk arbeiten derzeit im Writers Room an den Drehbüchern.

 

Ulf Merbold wirkt als Berater mit und freut sich „auf eine Weitererzählung meiner Geschichte und der meines verstorbenen Freundes Sigmund Jähn. Auf unglaubliche Weise hat uns die gemeinsame Leidenschaft fürs Fliegen zusammengebracht. Die Erfahrung, aus dem All auf diese Grenzenlosigkeit der Erde zu blicken, kann man nur mit sehr wenigen Menschen teilen. Dass uns der Mauerfall beide bei einem Kongress in Riad ereilte und wir zusammen vor dem Fernseher saßen, werde ich nie vergessen. Wir haben zwei völlig verschiedene Leben gelebt, die DDR hat mir alles verbaut und Sigmund alles ermöglicht und trotzdem haben wir am Ende für die jeweils ehemaligen Klassenfeinde zusammengearbeitet.“ Ulf Merbold ermöglichte dem ehemaligen Offizier der NVA Jähn den Wiedereinstieg in das internationale Raumfahrtprogramm als Berater der ESA.

 

„Wir hatten das große Glück in den letzten Wochen vor seinem Tod noch mit Sigmund Jähn drehen zu können. Eine ganz besondere Persönlichkeit, von der wir nicht ahnten, welche Kraft in seiner Biografie steckte und wie eng und herzlich die Verbindung zu Ulf Merbold war. Es ist bis dato eine weitestgehend unbekannte Geschichte aus der Zeit des geteilten Deutschland, die von der Stärke einer Freundschaft über alle politischen Grenzen hinweg,  von Freiheit und von Leidenschaft erzählt. Emotional, packend und spannend. Was könnte sich besser eignen, einen Film aus dem Stoff des echten Lebens zu machen“, sagt Produzentin Nicola Graef, die mit diesem Projekt erstmals fiktional arbeitet.

 

 

Interactive Media Foundation ist Partner des Human Rights Film Festival

Heute Abend startet das Human Rights Film Festival (30. September – 10. Oktober), das vom ehemaligen Generalsekretär der UNO Ban Ki-moon und der Friedensnobelpreisträgerin Nadia Murad als Schirmherrin des Festivals eröffnet wird.  Weiterlesen

gamesweekberlin vom 28 bis 30. Oktober

Vom 28.-30. Oktober 2020 lädt die gamesweekberlin 2020 zur digitalen Business- und Developmentplattform PRO X: Das sind das Opening Breakfast (28. Oktober), die Fachveranstaltung für Spieleentwickler_innen QUO VADIS game development & business conference (28.-30. Oktober) mit dem neuen PRO X: Tabletop Games Focus und dem erstmals stattfinden Career Day (30. Oktober), die Talent- und Recruitmentplattform Womenize! Games & Tech (29. Oktober), der GERMAN ESPORTS SUMMIT (28.-29. Oktober), der PRO X: Dev Booster (28.-30. Oktober) und dem Matchmaking Dinner. Die Formate für Fachbesucher_innen der gamesweekberlin finden in diesem Jahr alle digital statt und werden u.a. hier gestreamt: www.twitch.tv/gamesweekberlin (Eröffnung, QUO VADIS, Womenize!, Dev Booster). Der GERMAN ESPORTS SUMMIT wird hier gestreamt: www.twitch.tv/esportbund. Der Twitch-Stream der gamesweekberlin PRO X wird gehostet und moderiert von den Indiestrolchen, einem Kollektiv von Streamer_innen, die zugleich auch Spiele-Entwickler_innen sind.

 

Die physische Schaltzentrale der virtuellen gamesweekberlin befindet sich bei Freaks 4U Gaming in Berlin, von dort werden die Keynotes, Talks, Paneldiskussionen gesendet, teils auch per Twitch gestreamt und die internationalen Sprecher_innen und Visionär_innen digital verbunden. Tickets für die Veranstaltungen gibt es unter www.gamesweekberlin.com. Die gamesweekberlin und zahlreiche der Events werden vom Medienboard Berlin-Brandenburg gefördert.
 

Die PRO X ist die Businessplattform der gamesweekberlin, die alle B2B-Veranstaltungen bündelt. Eröffnet wird sie am Mittwoch, 28. Oktober mit dem Opening Breakfast u.a. mit einer Keynote von Rami Ismail, Mitgründer des Entwicklerstudios Vlambeer, politischen Videogrussworten von Dorothee Bär, Staatsministerin und Beauftragte der Bundesregierung für Digitalisierung, von Berlins Regierendem Bürgermeister Michael Müller sowie von Lars Klingbeil, SPD-Generalsekretär und einem Fireside Chat mit Bitkraft. Michael Liebe, Gründer der gamesweekberlin und CEO von Booster Space, der veranstaltenden Agentur von QUO VADIS, Womenize! und Dev Booster, begrüßt gemeinsam mit Helge Jürgens, Geschäftsführer Medienboard Berlin-Brandenburg und Moderatorin Melek “m3lly” Balgün die Zuschauer_innen und gibt einen Ausblick auf die diesjährige Veranstaltung. Die Eröffnung wird organisiert von Freaks 4U Gaming in Kooperation mit FACTORY-C.

 

Bei der im Anschluss stattfindenden dreitägigen Fachkonferenz QUO VADIS, dem Herzstück der gamesweekberlin, werden unter anderem Richard Bartle, der Pate der Online-Rollenspiele, Jehanne Rousseau, Geschäftsführerin des erfolgreichen französischen Spieleentwickler-Studios Spiders, Bertrand Vernizeau, CEO und Venture Partner von Game Seer Ventures, Christian Fonnesbech, der Narrative Director von Deck13 Interactive, Rebecca Harwick, Chefautorin bei Wooga und viele mehr erwartet.

 

Als Add-on der QUO VADIS Konferenz ist der PRO X: Tabletop Games Special Focus neu dabei. Am 28. und 29. Oktober bietet das Team von Booster Space Talks, Workshops und Matchmaking für die Macher von Brettspielen. Erstmals findet im Rahmen der QUO VADIS auch der Career Day am 30. Oktober statt: Einen Tag lang bietet der Career Day in Zusammenarbeit mit MeetToMatch eine exklusiv zugängliche Online Recruiting- und Matchmaking-Plattform, bei der ausgewählte Firmen, die aktuell auf der Suche nach neuen Mitarbeiter_innen sind mit Jobsuchenden vernetzt werden. QUO VADIS wird veranstaltet von Booster Space.
 

Die Talent- und Recruitmentplatform Womenize! Games & Tech setzt sich in diesem Jahr neben Crowdfunding & Sustainability auch damit auseinander, wie Serious Games sensible Thematiken wie sexuelle Traumata, PTSD oder mentale Gesundheit hilfreich begleiten und flankieren können. Womenize! wird von Booster Space organisiert.
 

Der zweitägige GERMAN ESPORTS SUMMIT – GES20 am 28. und 29. Oktober findet bereits zum dritten Mal im Rahmen der gamesweekberlin statt. In diesem Jahr steht er unter dem Motto „Nachhaltigkeit“ und setzt folgende Themenschwerpunkte: E-Sport und Gaming während Corona, Diversity im E-Sport, E-Sport, ein Wahlkampfthema, E-Sport in Europa. Er  diskutiert außerdem die Frage, wie bisher Erreichtes bewahrt werden kann und welche Herausforderungen den E-Sport zukünftig erwarten – sowohl wirtschaftlich als auch gesellschaftlich. Der Summit ist eine Veranstaltung des ESBD – eSport-Bund Deutschland.
 

Nach der erfolgreichen Premiere des neuen Online-Pitchingformats Dev Booster im Juni, geht der PRO X: Dev Booster im Rahmen der gamesweekberlin vom 28.-30. Oktober in eine zweite Runde und bietet erneut Spieleentwickler_innen die Gelegenheit, ihr aktuelles Spiel vor Branchenexpert_innen und Investor_innen zu präsentieren. Der/Die Gewinner_in erhalten ein Preisgeld, freie Eventzugänge und Mentoring durch erfahrene Branchenprofis. Dev Booster ist eine Veranstaltung von Booster Space.
 

Das Matchmaking Dinner vom games:net berlinbrandenburg bringt auch in diesem Jahr – unter Einhaltung aller Hygiene- und Abstandsregeln – die unterschiedlichsten Akteur*innen der Gamesbranche und angrenzenden Branche zusammen.
 

Die gamesweekberlin 2020 war ursprünglich für April geplant und wurde coronabedingt verschoben. Im Juli veranstaltete der gamesweekberlin-Veranstalter Booster Space erstmals das Online-Pitchingformat gamesweekdigital: Dev Booster, bei dem Spieleentwickler_innen ihr Projekt vor Publisher, Branchenexpert_innen sowie Investor_innen und Medienvertreter_innen präsentierten.
 

Die Publikumsveranstaltung PLAY X mit dem Gamefest für Spielefans entfällt aufgrund der Corona-Pandemie.
 

Mehr unter www.gamesweekberlin.com.

 

Die gamesweekberlin 2020 Partner & Sponsoren:
gefördert vom Medienboard Berlin-Brandenburg
 

Sponsoren der gamesweekberlin: Kickstarter, Riot Berlin, Wooga, Ubisoft Berlin, InnoGames, Xbox, SAE Institute, Wargaming Mobile, Brehm v. Moers, E-Sport Hub Sachsen-Anhalt, game Verband, AVM, Myer’s Hotel, Eventbrite
 

Partner Events: Opening Breakfast, QUO VADIS – game development & business conference, Womenize! Games and Tech, German Esports Summit, Matchmaking Dinner
 

Event Partner und Veranstalter: Booster Space, MeetToMatch, FACTORY-C, Freaks 4U Gaming, Twitch, A MAZE, IGDA Finland, Cozydunes
 

Netzwerk Partner: games:net berlinbrandenburg, media:net berlinbrandenburg, Institut Francais Deutschland, Digital Dragons, Mediennetzwerk NRW, Film Festival Cologne, GIC – Games Industry Conference, Ludicious, PANDA, She Works!, Games & XR Mitteldeutschland, Crazy Labs, DevGAMM!, Game Connection Europe, Israel Mobile Summit, Reboot, Fem Devs Meetup, Digital Dragons
 

Offizieller Ticketing Partner: Eventbrite

Themis unterstützt Studie des Bundeskanzleramts

Im Auftrag der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) und in fachlicher Zusammenarbeit mit der Themis Vertrauensstelle führt das Referat ‚wirksam regieren‘ im Bundeskanzleramt ein Projekt durch, um Betroffene von sexueller Belästigung und Gewalt in der Wahrnehmung ihrer Rechte zu unterstützen und die Inanspruchnahme von Beschwerdestellen nach §13 AGG zu erleichtern. Weiterlesen

NIEMAND IST BEI DEN KÄLBERN im Dreh

Idylle und Landlust? Damit räumt Alina Herbings Debütroman Niemand ist bei den Kälbern, der aktuell für das Kino verfilmt wird, gnadenlos auf. Nach dem Drehbuch und unter der Regie von Sabrina Sarabi, die 2019 mit Prélude ihr vielbeachtetes Langfilmdebut gab, laufen derzeit die Dreharbeiten auf dem Land in Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein sowie in Hamburg.

 

Der Anti-Film zur hippen Landlust-Bewegung blickt auf die brutale Realität, die die Provinz auch zu bieten hat. Wie die mit dem Friedrich-Hölderlin-Förderpreis 2017 ausgezeichnete Buchvorlage erzählt der Film von der Weite, die einengt, von der Idylle, die erschlägt und vom Aufwachsen in Einsamkeit. Gedreht wird seit dem 12. August und bis voraussichtlich zum 5. Oktober. Die Kamera führt Max Preiss, der auch schon bei Prélude für eindringliche Bilder sorgte. In den Hauptrollen sind Saskia Rosendahl, Rick Okon und Godehard Giese zu sehen. Produziert wird der Film von Weydemann Bros., die mit Sabrina Sarabi bereits Prélude realisiert haben und die zuletzt mit Systemsprenger (u.a. 8 Deutsche Filmpreise, Silberner Bär) große Erfolge feiern konnten. Die Montage übernimmt Heike Parplies (u.a. Toni Erdmann), die Musik wird komponiert von John Gürtler (u.a. Systemsprenger, Auszeichnung mit dem Europäischen Filmpreis 2019 für Musik).

 

Zum Inhalt:

Hochsommer in der Mecklenburgischen Provinz. Fünf Häuser, eine Bushaltestelle, Kühe und ringsum nichts als Felder. Christin, 24, (Saskia Rosendahl) lebt auf dem Bauernhof ihres langjährigen Freundes Jan, 25 (Rick Okon). Die Aufbruchsstimmung der Nachwendejahre, die ihre Kindheit prägten, ist dahin und auch in ihrer Beziehung gibt es längst keine Liebe mehr. Ihr Vater säuft. Den Kirsch hat auch Christin immer griffbereit unterm Autositz. Unter der flirrenden Hitze des Sommers scheint die Zeit stillzustehen und Christin will nur noch weg. Nur wie und wohin weiß sie selbst nicht so genau. Da taucht Windkraftingenieur Klaus, 46, (Godehard Giese) aus Hamburg auf…

 

Produziert wird Niemand ist bei den Kälbern von Weydemann Bros., mit Förderung der BKM, der Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein, Film- und Medienstiftung NRW, Filmförderung Mecklenburg-Vorpommern und dem DFFF. Koproduzenten sind WDR und Arte. Filmwelt wird den Film 2021 in die Kinos bringen.

 

Im Bild v.l.n.r.: Regisseurin Sabrina Sarabi, Helge Albers, FFHSH, Produzent Jonas Weydemann mit dem Hauptcast Saskia Rosendahl, Rick Okon und Godehard Giese.

Code Week Baden-Württemberg – Erste Veranstaltungen online

In großen Schritten rückt die europaweite Code Week und damit auch die Code Week Baden- Württemberg 2020 näher. Vom 10. bis 25. Oktober 2020 bieten zahlreiche Veranstaltungen, Workshops, Vorträge und Hackathons im gesamten Südwesten Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen die Möglichkeit, spielerisch digitale und technische Kompetenzen zu erlangen.

 

Die ersten Veranstaltungen sind bereits auf https://bw.codeweek.de/das-programm-2020 online gegangen – etwa zu den Themen Webseiten mit HTML erstellen, Programmieren mit Java und Scratch, Lego- und Bienenroboter, Arduino, Calliope und Augmented Reality, u. a. in Stuttgart, Ludwigsburg, Karlsruhe, Bad Mergentheim, Schorndorf oder Aalen, aber auch virtuell. Und nach wie vor können sich Initiativen, Schulen, Hochschulen, Unternehmen, Organisationen, Jugendhäuser, Bibliotheken, kulturelle Institutionen wie Museen, aber auch engagierte Einzelpersonen aus ganz Baden- Württemberg mit ihren Veranstaltungen anmelden. Selbstverständlich können die Veranstaltungen auch virtuell angeboten werden. Zur Event-Anmeldung geht es hier: https://bw.codeweek.de/workshop-organisieren. Hier finden sich auch zahlreiche Informationen und Tipps für die Ideenfindung, Planung, Umsetzung und finanzielle Unterstützungsmöglichkeiten.

 

Als Schirmfrau fungiert Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut MdL, Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau des Landes Baden-Württemberg. „Die Code Week ist etwas ganz Einzigartiges. Sie ist eine hervorragende Möglichkeit, Menschen aller Altersgruppen für die Bedeutung digitaler Kompetenzen zu sensibilisieren und insbesondere Kindern und Jugendlichen zu vermitteln, wie viel Spaß Programmieren machen kann,“ so die Ministerin. „Die vergangenen Monate haben uns nachhaltig gezeigt, wie wichtig digitale Kompetenzen und Online-Angebote sind, um unseren Alltag in Schule, Beruf und Freizeit erfolgreich gestalten zu können. Daher freue ich mich besonders, dass im Oktober 2020 erstmals auch eine Code Week in vielen Städten Baden-Württembergs stattfindet. Mein herzlicher Dank gilt der Initiative Tinkertank, die mit großem Engagement das umfangreiche Veranstaltungsprogramm koordiniert, sowie der Vector Stiftung, die die vielfältigen Online- und sonstigen Aktivitäten großzügig finanziell unterstützt.“

 

Gefördert wird die Code Week Baden-Württemberg von der Vector Stiftung. „Digitale Skills werden immer wichtiger. Nicht nur im Privatleben, sondern auch in der Schule und im Büro. Coding ist eine der wichtigen „Fremdsprachen“ der Zukunft,“ erläutert Edith Wolf, Vorständin der Vector Stiftung das Engagement. „Wenn Baden-Württemberg Innovation Leader sein will, brauchen wir mehr Jugendliche, die auch diese „Fremdsprache“ fließend beherrschen. Uns ist das Ausprobieren wichtig, denn es rückt das Verstehen und den Bezug zum Alltag in den Mittelpunkt.“

 

Eröffnet wird die Code Week in Deutschland am 10. Oktober 2020, 10:00 Uhr mit einem gemeinsamen virtuellen Kick-Off aller regionalen Code Week-Chapter – neben Baden-Württemberg auch Hamburg sowie die ebenfalls 2020 neu etablierten Regio Hubs Bonn-Rhein-Sieg, Berlin und Jena. Die Veranstaltung wird online auf https://www.codeweek.de/ zu sehen sein.

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VTFF-Mitgliederversammlung 2020

Die erste virtuelle Mitgliederversammlung des VTFF stand ganz im Zeichen des Überlebens während der Corona-Pandemie und der damit verbundenen Schutzmaßnahmen. Es wurde deutlich, wie hart die filmtechnischen Dienstleister getroffen sind, wie kompetent, engagiert und kreativ sie trotzdem ihre Unternehmen und ihre Mitarbeiter*innen durch die Krise führen und wie wichtig staatliche Hilfen immer noch sind.

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20. Filmkunstmesse Leipzig erfolgreich beendet

Die Jubiläumsausgabe der Filmkunstmesse Leipzig ist heute erfolgreich und sicher zu Ende gegangen, was angesichts der aktuellen Situation mehr als nur eine gute Nachricht ist.

 

Mit einem detaillierten Hygienekonzept und der Disziplin der am Ende über 800! Fachbesucher*innen konnte die Veranstaltung zeigen, dass Filmfestivals auch in Corona Zeiten real vor Ort stattfinden können. Unter den Besucher*innen fanden sich über 400 Kinobetreiber*innen, über 100 Verleihvertreter*innen und rund 300 Gäste aus der Filmbranche und Politik.

 

Die AG Kino – Gilde als Veranstalter setzte auf die Begegnung in Leipzig, entwickelte aber auch digitale Angebote, um möglichst viele Menschen, die nicht kommen konnten, einzubeziehen. So wurden die wesentlichen Panels und Keynotes, darunter auch der Besuch von Kulturstaatsministerin Monika Grütters, ins Internet übertragen. Sie sind weiterhin unter www.filmkunstmesse.de als Aufzeichnung abrufbar.

 

Fast 60 Filme wurden von ihren Verleihern der Kinobranche in über 100 Screenings präsentiert. Zahlreiche Gäste, darunter Regisseur*innen wie Sönke Wortmann, Julia von Heinz, Burhan Qurbani oder Jim Rakete, Schauspieler*innen wie Marla Emde (UND MORGEN DIE GANZE WELT) oder August Diehl (PLAN A) ließen es sich nicht nehmen, ihre Filme persönlich vorzustellen. Auf der Marktplattform CINANDO stehen über 20 Filme noch bis zum 24. September für die Fachbesucher*innen zur Verfügung.

 

„Die Filmkunstmesse hat in einer schwierigen Zeit eine unglaublich positive Energie freigesetzt,“ so Felix Bruder, Geschäftsführer der AG Kino – Gilde. „Die Menschen haben gespürt, dass sie mit ihren Problemen nicht alleine sind und nehmen neue Impulse mit nach Hause. Auch wir haben mit den digitalen Angeboten, den dezentral organisierten Veranstaltungen und einem neuen Online-Ticketing System für die Fachbesucher Impulse bekommen, die wir sicher auch in Zukunft weiterentwickeln.“

 

Die 21. Filmkunstmesse Leipzig findet vom 20. bis 24. September 2021 statt.

Die Gilde Filmpreise 2020

Seit 1977 vergeben die deutschen Filmkunsttheater den Gilde Filmpreis. Mit dieser traditionsreichen Auszeichnung wollen sich die Kinobetreiber bei den Filmschaffenden und Verleihern bedanken, die mit außergewöhnlichen Produktionen und packenden Geschichten die Zuschauer begeistern. Die Jury besteht aus Mitgliedern und dem Vorstand der AG Kino – Gilde.
 

Der Gilde-Filmpreis 2020 wurde am Donnerstag, den 17. September im Rahmen der 20. Filmkunstmesse Leipzig in der Eventlocation Täubchenthal verliehen. Es ist eine der ersten Preisverleihungen, die wieder live vor Ort  und mit Publikum stattfand.
 
 

Die Gewinner in diesem Jahr:

 
Bester Film (national)
UNDINE
Regie: Christian Petzold, Verleih: Piffl Medien
 

Bester Film (international)
NEVER, RARELY, SOMETIMES, ALWAYS (NIEMALS SELTEN MANCHMAL IMMER)
Regie: Eliza Hittmann, Verleih: Universal Pictures Germany
 

Bester Dokumentarfilm
SCHLINGENSIEF – IN DAS SCHWEIGEN HINEINSCHREIEN
Regie: Bettina Böhler, Verleih: Weltkino Filmverleih
 

Bester Film (Junges Kino)
FUTUR DREI
Regie: Faraz Shariat, Verleih: Edition Salzgeber
 

Bester Kinderfilm
MEINE FREUNDIN CONNI –  GEHEIMNIS UM KATER MAU
Regie: Ansgar Niebuhr, Verleih: Wild Bunch Germany


Der Publikumspreis der Filmkunstmesse gestiftet von ARRI Media.
 
ex aequo
 

WOMAN
Regie: Anastasia Mikova und Yann Arthus-Bertrand, Verleih: Mindjazz Pictures
 

und

 
CONTRA
Regie: Sönke Wortmann, Verleih: Constantin Film Verleih

„Unsere Geschichte ist ein europäisches Anliegen“

Mit der festlichen Verleihung des M100 Media Award an den ungarischen Journalisten und ehemaligen index.hu-Chefredakteur Sczabols Dull ging heute Abend die internationale Medienkonferenz M100 Sanssouci Colloquium im Raffaelsaal des Orangerieschlosses in Potsdam zu Ende.

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Kinobranche braucht Abstandsregeln mit Augenmaß

Anlässlich der 20. Filmkunstmesse Leipzig, bei der zum ersten Mal seit langem über 700 Kinobetreiber, Filmverleiher und Filmschaffende aus ganz Deutschland zusammenkommen, tritt die Kinobranche für Abstandsregelungen mit Augenmaß für die Kinos in Deutschland ein.

 

In einer Erklärung heißt es:

 

Wir appellieren an die Politik, die Abstandsregeln bundesweit auf einen Sitzplatz zwischen Besuchergruppen zu reduzieren, ohne Maskenpflicht am Platz während des Films.

 

Wir bitten die Verantwortlichen in der Politik, mit den Abstandsregeln die Grundlage für die Wiederbelebung des Kinomarkts in Deutschland mit seinen über 1.400 mittelständischen Betrieben zu schaffen. Andernfalls wird die Filmwirtschaft insgesamt großen Schaden nehmen. Die mittelständischen deutschen und europäischen Produzent*innen und Verleiher*innen werden von Algorythmus-getriebenen Großproduktionen verdrängt und die kulturelle Vielfalt bleibt auf der Strecke.

 

Die Bundesländer Sachsen und Nordrhein-Westfalen haben eine solche Regelung umgesetzt. Auch in vielen unserer Nachbarländer gelten diese Abstandsregelungen. Ebenso verliefen die Festspiele in Salzburg nach unserer Kenntnis ohne Zwischenfälle. Es ist kein einziger Fall weltweit bekannt, in dem sich jemand im Kino infiziert hätte.“

 

„Es muss allen Beteiligten klar sein, dass auch mit einer Auslastung um 50% noch kein wirtschaftlicher Kinobetrieb möglich ist,“ so der Vorsitzende der AG Kino – Gilde Christian Bräuer. „Deshalb brauchen wir flankierend Förderprogramme, die den Kulturort Kino nachhaltig sichern.“

 

Hier geht es zur Leipziger_Erklaerung

Sesame Workshop beruft Stefan Kastenmüller zum General Manager Europa

Sesame Workshop, die unabhängige Nonprofit Media- und Bildungs-Organisation hinter der Sesamstraße, beruft Stefan Kastenmüller in die neugeschaffene Position des General Manager Europa.

 

Kastenmüller wird für die Entwicklung und Implementierung einer langfristigen strategischen Vision des gemeinnützigen Unternehmens in Europa verantwortlich zeichnen. Die internationale Kultmarke setzt damit ein starkes Zeichen für den Ausbau ihres Bildungsprogramms für Kinder in Europa und für ein langfristig angelegtes Engagement auf dem europäischen Markt. Damit investiert Sesame Workshop zum ersten mal in lokale Teams in Europa, was zugleich der Beginn eines andauernden Engagements mit dem Ziel ist, Wachstum für Marke und Geschäft zu generieren.

 

Kastenmüller verantwortet den weiteren Aufbau der Marken von Sesame Workshop sowie alle Geschäftsbereiche. Im Fokus stehen dabei die Akquise und das Management von Partnerschaften in den Kernbereichen Consumer Products, Content Produktion und -vertrieb, Bildungs- und Sprachprogramme sowie der Ausbau von bildungsorientierter Unterhaltung. Darüber hinaus wird er mit seinem Team aktuelle Themen rund um die Bildung von Kindern identifizieren, die in den europäischen Kernmärkten relevant sind und entsprechende Programme mit regionalen Partnern und Sponsoren entwickeln. Dabei werden die Charaktere der Sesamstraße ebenso einbezogen, wie bestehenden Bildungsprogramme und ganzheitliche Lernansätze für Kinder im Vorschulalter. Er wird seine Funktion als GM Europe über seine Beratungsfirma Nautilus Consulting GmbH ausführen.

 

„Stefan verfügt über 25 Jahre Erfahrung im Markenaufbau und Business Development für einige der weltweit bekanntesten Marken sowohl im analogen als auch im digitalen Bereich“, so Ed Wells, Senior Vice President und Head of International Media and Education, Sesame Workshop. „Mit dem Ausbau unserer internationalen Expansionsstrategie mit Fokus auf Europa wird Stefan Kastenmüller mit seiner Expertise und Leidenschaft für Kinderinhalte dabei helfen, dass Kinder in der kommenden Generation in der ganzen Region klüger, stärker und netter aufwachsen.“

 

„Ich bin mit der Sesamstraße groß geworden“, ergänzt Kastenmüller. „Für mich ist ein Traum wahr geworden, für Sesame Workshop zu arbeiten, einer Organisation, deren Mission es ist, Kinder mithilfe beliebtester Charaktere wie Elmo und einmaligen TV Shows zu inspirieren, sie weiterzubilden und dabei gleichzeitig zu unterhalten.

 

Vor seiner Tätigkeit für Sesame Workshop zeichnete Kastenmüller bei der WWE als Senior Vice President und General Manager EMEA für sämtliche Geschäftsfelder wie Content Media Distribution, OTT network, live Events, Consumer Products, Sponsorship und digital verantwortlich. Darüber hinaus war er lange Jahre in leitenden Positionen für Medienunternehmen wie Viacom’s MTV Europe, Ringier AG, UFA GmbH (Fremantle /RTL Group), und Disney TV Channel Networks – Jetix Europe tätig.

Kastenmüller hat einen Abschluss der Universität Bayreuth und lebt in München.

 

About Sesame Workshop
Sesame Workshop is the nonprofit educational organization behind Sesame Street, the pioneering television show that has been reaching and teaching children since 1969. Today, Sesame Workshop is an innovative force for change, with a mission to help kids everywhere grow smarter, stronger, and kinder. We’re present in more than 150 countries, serving vulnerable children through a wide range of media, formal education, and philanthropically funded social impact programs, each grounded in rigorous research and tailored to the needs and cultures of the communities we serve. For more information, please visit www.sesameworkshop.org.

Morgen starten M100 Konferenz und Preisverleihung

Von Potsdam aus werden morgen rund 100 geladene Expert*innen aus der ganzen Welt digital in hochkarätig besetzten Diskussionsrunden miteinander verbunden, um gemeinsam an Strategien zur Sicherung von Journalismus und demokratischer Öffentlichkeit zu arbeiten. Am Abend erhält der ungarische Journalist Szabolcs Dull den M100 Media Award. Vizekanzler und Finanzminister Olaf Scholz hält die politische Hauptrede. Věra Jourová, Vizepräsidentin der EU-Kommission, eröffnet die Preisverleihung. Laudatorin ist Dunja Mijatovic, Menschenrechtskommissarin des Europarats. Die Verleihung wird live auf www.m100potsdam.org übertragen.
NEUSTART: Shaping the Post-Covid Media Order“ lautet der Titel der diesjährigen internationalen Medienkonferenz M100 Sanssouci Colloquium, die erstmals als Digitalkonferenz stattfindet. Die Eröffnungsrede hält Timothy Garton Ash, Professor für Europäische Studien an der Universität Oxford. Entlang der Dimensionen Wirtschaft, Politik und Gesellschaft wird in parallel stattfindenden, exklusiven Roundtablediskussionen darüber diskutiert, wie Europas Medienlandschaft Herausforderungen wie Fake News, der Dominanz großer Plattformen, Finanzierungsschwierigkeiten und gesellschaftlicher Polarisierung begegnen und sich zukunftsfest aufstellen kann. Zu den Referenten zählen u.a. Neera Tanden, die Präsidentin des Center for American Progress, Jim Egan, CEO von BBC Global News, sowie der Politikwissenschafler und Buchautor Yascha Mounk. In einer finalen Plenardiskussion „The Path Ahead“, eingeleitet durch einen Impuls des US-amerikanischen Aktivisten Cory Doctorow, werden die strategischen Implikationen aller Roundtable schließlich zusammengetragen. Hier finden Sie die Agenda.
Im Rahmen des M100 Young European Journalists Workshops wurden im Vorfeld der Konferenz Szenarien für die europäische Medienlandschaft 2030 entwickelt. Die wichtigsten Erkenntnisse werden zur Einführung vorgestellt, so dass sich beim Colloquium auf die daraus ergebenden strategischen Implikationen konzentriert werden kann: Was muss geschehen, damit wir 2030 in Europa pluralistische, resiliente Informationsökosysteme und starke, unabhängige Medien haben?
Im Anschluss an die Konferenz findet die festliche Verleihung des M100 Media Award im Raffaelsaal des Orangerieschlosses in Potsdam statt. Diese wird live auf http://www.m100postdam.org und beim M100-Medienpartner rbb inforadio gestreamt. Die Auszeichnung steht für Verdienste um den Schutz der freien Meinungsäußerung und die Vertiefung der Demokratie. Mit der Preisvergabe an den ehemaligen index.hu-Chefredakteur Szabolcs Dull, solidarisiert sich der M100-Beirat ausdrücklich mit seinem Eintreten für das Grundrecht der Pressefreiheit und seinen Kampf gegen außerredaktionelle Einmischung.
Im Rahmen der Preisverleihung wird erstmals auch eine Paneldiskussion zum Thema “The end of World as we know it?“ stattfinden. Vizekanzler Olaf Scholz, die russisch-US-amerikanischen Autorin Masha Gessen, die Direktorin von SVT in Schweden Hannah Stjärne, die ehemalige Piraten-Politikerin Marina Weisband und der Autor John Kampfner werden gemeinsam über Medien und Demokratie in Zeiten der Pandemie sprechen.

Interviews und Beiträge einzelner Konferenzteilnehmer*innen wie die M100-Artikelserie oder die M100 Special Talksmit dem Hong Kong Aktivisten Nathan Law oder der philippinischen Journalistin Maria Ressa finden sich schon heute auf dem M100 Konferenz-Blog.M100 ist eine Initiative von Potsdam Media International e.V., die in konzeptioneller Zusammenarbeit mit dem Institut für Medien- und Kommunikationspolitik stattfindet und von der Stadt Potsdam hauptfinanziert wird. Weitere Förderer sind das medienboard Berlin-Brandenburg, National Endowment for Democracy (NED), die Friedrich Naumann Stiftung, das Auswärtige Amt, das Bundespresseamt und das Land Brandenburg. Sponsor ist medienlabor. Kooperationspartner sind die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten, Reporter ohne Grenzen (RoG) und der Verband Deutscher Zeitungsverleger (VDZ). Medienpartner ist rbb inforadio.

Weitere Informationen: http://www.m100potsdam.org
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Filmkunstmesse Leipzig real und vor Ort eröffnet

Gestern Abend wurde in Leipzig die 20. Filmkunstmesse als erster realer Branchenevent in Deutschland seit langem eröffnet. Zum Auftakt der Veranstaltung, die Fachbesucher-Screenings mit einem öffentlichen Festivalprogramm kombiniert, präsentierte Regisseur Sönke Wortmann seinen neuen Film CONTRA mit Christoph-Maria Herbst und Nilam Farooq (geplanter Kinostart: 14. Januar 2021). Regisseurin Julia von Heinz ist mit ihren Film UND MORGEN DIE GANZE WELT zu Gast, der jüngst beim Filmfestival in Venedig seine Weltpremiere feierte.
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Gershon-Klein-Filmpreise beim JFBB vergeben 

Das erste hybrid stattfindende Jüdische Film Festival Berlin & Brandenburg (JFBB), beim dem das Festivalprogramm teils digital zugänglich, teils im Kino zu sehen war, ist gestern Abend erfolgreich zu Ende gegangen. Damit stehen auch die Preisträger*innen der im Rahmen der 26. Ausgabe des wichtigsten Jüdischen Filmfestivals in Deutschland vergebenen Gershon-Klein-Filmpreise fest. Traditionell werden die Preise in drei Kategorien vergeben: THE END OF LOVE wurde mit dem Preis „Beste Regie Spielfilm“ (dotiert mit 3.000 Euro), MASEL TOV COCKTAIL als „Bester Nachwuchsfilm“ (2.000 Euro) und KISS ME KOSHER mit der „Empfehlung für den besten deutschen Film mit jüdischer Thematik“ (2.000 Euro) ausgezeichnet. Die mit insgesamt 7.000 Euro dotieren Preise werden von der Familie Klein gestiftet.

 
Die Kritiker*innenjury des 26. Jüdischen Filmfestivals Berlin & Brandenburg, die in diesem Jahr aus den renommierten Filmjournalist*innen Dr. Cosima Lutz, Bert Rebhandl und Alexander Soyez bestand, vergab die Auszeichnung „Beste Regie Spielfilm“ an die israelische Regisseurin Keren Ben Rafael für ihren Film THE END OF LOVE.

 
Aus der Begründung: „Was passiert mit Menschen, wenn sie einander dauerhaft nur virtuell begegnen? Die israelische Regisseurin Keren Ben Rafael beantwortet diese Frage so einfach wie radikal: THE END OF LOVE, entstanden noch vor der Pandemie, erzählt vom Auseinanderdriften des Paares Julie und Yuval durchweg aus der Perspektive von Skype-Telefonaten zwischen Paris und Tel Aviv. (…) Indem die Regisseurin diese Dynamik zugleich zum visuellen Konzept erhebt, entwickelt sich THE END OF LOVE bis zu seinem perfide unspektakulären Horror-Finale zu einem alle psychologischen Register ziehenden, transnationalen Kammerspiel.“

 
Der Preis für den „Besten Nachwuchsfilm“ ging an MASEL TOV COCKTAIL von Arkadij Khaet und Mickey Paatzsch. Die Preisträger wurden von Festivaldirektorin Nicola Galliner und der Kultur- und Literaturwissenschaftlerin Dr. Eva Lezzi ausgewählt. Arkadij Khaet nahm den Preis persönlich bei der Vorführung seines Films am Finaltag des Festivals entgegen.

 
Aus der Begründung: „Ebenso humorvoll wie raffiniert zeigt MASEL TOV COCKTAIL den Alltag eines jüdischen Jugendlichen, dessen Familie in den 1990er Jahren aus der ehemaligen Sowjetunion nach Deutschland migriert ist. Der Film spielt mit Zuschauererwartungen, blendet Kommentare ein, zeigt den Leerlauf deutscher Erinnerungskulturen und dekonstruiert Klischees über Juden – auch solche, die im Medium Film selbst verbreitet sind. Als charmanter und augenzwinkernder Dima führt der mehrfach ausgezeichnete Hauptdarsteller Alexander Wertmann durchs Geschehen. Die Faust jedoch, die den Mitschüler und Neonazi ins Gesicht trifft, sitzt perfekt.“


Die Empfehlung für den besten deutschen Film mit jüdischer Thematik vergibt ein jährlich wechselndes Ehrengremium. In diesem Jahr bestand es aus der Moderatorin und Autorin Amelie Fried und ihrem Ehemann, dem Drehbuchautor und Schriftsteller Peter Probst. Sie zeichneten KISS ME KOSHER von Shirel Peleg aus. Der Film feierte im Rahmen des JFBB seine Weltpremiere und ist am 10. September bundesweit in den Kinos gestartet.

 
Aus der Begründung: „Wir wissen aus eigener Erfahrung wie schwierig es sein kann, jüdische Themen in deutschen Filmen zu zeigen, noch dazu in einer Komödie. KISS ME KOSHER von Shirel Peleg finden wir überaus gelungen. Er ist herrlich unverkrampft, von großer Wärme und durchaus auch mit scharfer Ironie. Und er lässt kein Thema aus, nicht die Liebe zwischen zwei Frauen, nicht die heimliche Liebe der Großmutter zu einem Palästinenser, nicht die Siedlerthematik und auch nicht die Shoa. Besonders mögen wir das tolle Schauspielerensemble, aber gleichzeitig auch die Leichtigkeit und Ernsthaftigkeit, mit der der Film erzählt ist.“
 
Gewidmet sind die Preise dem 1999 im Alter von 79 Jahren verstorbenen Gerhard Klein. In Berlin war Klein eine „Kinolegende“. Das Zehlendorfer Filmkunstkino Capitol Dahlem ist seine Schöpfung und wurde nach seiner Gründung 1956 drei Jahrzehnte lang zu einer Institution mitten im West-Berliner Studentenviertel. Als Kinderdarsteller hatte Klein, aus einer gutbürgerlichen jüdischen Berliner Familie stammend, selbst vor der Kamera und auf der Bühne gestanden. Er war u.a. der Professor in Erich Kästners Bühnenfassung von EMIL UND DIE DETEKTIVE und spielte in Max Ophüls’ erstem Tonfilm DANN SCHON LIEBER LEBERTRAN eine Hauptrolle. 1933 traf ihn das Berufsverbot der Nazis. 1939 gelang ihm die Flucht nach Palästina, wo er in einem Kibbuz arbeitete und das noch heute bestehende avantgardistische Cameri Theater in Tel Aviv mitbegründete. Seine Eltern sah er nie wieder. 1952 kehrte Klein nach Deutschland zurück. Für seine anspruchsvolle Programmgestaltung im Capitol Dahlem erhielt er mehrere Auszeichnungen, u.a. das Bundesverdienstkreuz am Bande.

 
Das Jüdische Filmfestival Berlin & Brandenburg ist seit über einem Vierteljahrhundert das größte Forum für den jüdischen und israelischen Film in Deutschland. Es gewährt mit aktuellen Filmen tiefe Einblicke in Diversität und Facettenreichtum jüdischen Lebens in Deutschland, Israel und in der ganzen Welt. Das Festival greift dazu immer wieder hochaktuelle und gesellschaftlich relevante Themen auf. Es hält die Erinnerung an die Shoa wach und engagiert sich dabei aktiv gegen offenen und versteckten Antisemitismus.
 

www.jfbb.de
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Olaf Scholz und Věra Jourová beim M100 Media Award

Potsdam, 11.September 2020. Anlässlich der Verleihung des M100 Media Award im Rahmen des M100 Sanssouci Colloquium in Potsdam hält Vizekanzler und Finanzminister Olaf Scholz am Abend des 17. September die politische Hauptrede. Věra Jourová, Vizepräsidentin der EU-Kommission, eröffnet die Preisverleihung. Laudatorin ist Dunja Mijatovic, Menschenrechtskommissarin des Europarats. Die Verleihung wird live im Internet übertragen.

Die Verleihung des internationalen M100 Media Award am 17. September von 18.00 – 20.00 Uhr im Raffaelsaal des Potsdamer Orangerieschlosses ist der festliche Abschluss der internationalen Medienkonferenz M100 Sanssouci Colloquium, die am Nachmittag unter der Überschrift „NEUSTART: Shaping the Post-Covid Media Order“ stattfindet. Mit der Vergabe des renommierten Preises an den ungarischen Journalisten und ehemaligen index.hu-Chefredakteur Szabolcs Dull, solidarisiert sich der M100-Beirat ausdrücklich mit seinem Eintreten für das Grundrecht der Pressefreiheit und seinen Kampf gegen außerredaktionelle Einmischung.

Věra Jourová, die Vizepräsidentin der EU-Kommission, die auch in einer Solidaritätsbotschaft an die Mitarbeiter*innen von index.hu die Bedeutung von Medienfreiheit und Pluralismus für die Demokratie und für Europa unterstrich, wird die Preisverleihung eröffnen. In ihrer Rede wird die für „Werte und Transparenz“ zuständige tschechische EU-Kommissarin Bezug auf Europas zukünftige Medienordnung nehmen.

In der politischen Hauptrede des Abends von Vizekanzler und Finanzminister Olaf Scholz geht es um die zentrale Bedeutung von Pressefreiheit, die Notwendigkeit, Qualitätsjournalismus zu schützen und die Herausforderungen, die durch Covid-19 für den Journalismus entstanden sind.

Im Rahmen der Preisverleihung wird erstmals auch eine Paneldiskussion zum Thema “The end of World as we know it?“ stattfinden. Vizekanzler Olaf Scholz, die russisch-US-amerikanischen Autorin Masha Gessen, die Direktorin von SVT in Schweden Hannah Stjärne, die ehemalige Piraten-Politikerin Marina Weisband und der Autor John Kampfner werden gemeinsam über Medien und Demokratie in Zeiten der Pandemie sprechen.

Die Preisverleihung wird live auf YouTube, auf der M100 Startseite und beim M100 Medienpartner rbb inforadio gestreamt.

Interviews und Beiträge einzelner Konferenzteilnehmer*innen finden sich schon heute auf dem M100 Konferenz-Blog.

Seit 2005 wird der M100 Media Award an Persönlichkeiten verliehen, die durch ihr Schaffen in Europa und der Welt Spuren hinterlassen haben. Die Auszeichnung steht für Verdienste um den Schutz der freien Meinungsäußerung und die Vertiefung der Demokratie sowie für besondere Leistungen um die europäische Verständigung und Kommunikation. Bisherige Preisträger sind unter anderem Bob Geldof, Hans-Dietrich Genscher, der dänische Karikaturist Kurt Westergaard, Vitali Klitschko, Erdem Gündüz, „The Standing Man“, das französische Satiremagazin Charlie Hebdo, der italienische Schriftsteller Roberto Saviano, die russische Journalistin Natalja Sindejewa, der Journalist Deniz Yücel sowie im letzten Jahr die schottische Premierministerin Nicola Sturgeon.

M100 ist eine Initiative von Potsdam Media International e.V., die in konzeptioneller Zusammenarbeit mit dem Institut für Medien- und Kommunikationspolitik stattfindet und von der Stadt Potsdam hauptfinanziert wird. Weitere Förderer sind das medienboard Berlin-Brandenburg, National Endowment for Democracy (NED), die Friedrich Naumann Stiftung, das Auswärtige Amt, das Bundespresseamt und das Land Brandenburg. Sponsor ist medienlabor. Kooperationspartner sind die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten, Reporter ohne Grenzen (RoG) und der Verband Deutscher Zeitungsverleger (VDZ). Medienpartner ist rbb inforadio.

Countdown zum DEUTSCHEN SCHAUSPIELPREIS

Am morgigen Freitag, den 11. September, feiern Schauspielerinnen und Schauspieler beim DEUTSCHEN SCHAUSPIELPREIS 2020 (DSP) wieder ihre Kolleginnen und Kollegen: Schauspielerinnen und Schauspieler, die in Film- und TV-Produktionen des vergangenen Jahres, auf der Bühne oder im Synchronstudio inspiriert und berührt haben. Verliehen werden Preise in neun Kategorien außerdem der Theaterpreis, der Synchronpreis ‚Die Stimme’, der Deutsche Fairnesspreis, der sich in diesem Jahr dem Thema ‚Streitkultur’ widmet, sowie der Ehrenpreis Lebenswerk und der Ehrenpreis Inspiration. Weiterlesen

Stabübergabe beim Berliner Kostümhaus Theaterkunst

Nach 30 Jahren Tätigkeit bei der Theaterkunst GmbH wechselt die alleinige Geschäftsführerin Susanne Franke zum 01. Januar 2021 in den Beirat des 1907 gegründeten traditionsreichen Berliner Kostümhauses. 20 Jahre war sie in der Geschäftsführung tätig. Sie übergibt ihr Amt an Andrea Peters. Mit ihr hat das Unternehmen eine erfahrene und sehr gut vernetzte Geschäftsführerin gewinnen können, mit mehr als 30 Jahren Berufserfahrung in der Medienbranche.

Mit der strategischen Neuausrichtung des renommierten Unternehmens, der kontinuierlichen Erweiterung des Kostümangebotes und des konzentrierten Ausbaus des Standortes Berlin hat sich die Theaterkunst GmbH unter der Geschäftsführung von Susanne Franke und dem kaufmännischen Geschäftsführer Kai Hütsch seit 2001 zum führenden Kostümhaus in Deutschland entwickelt.

Im Jahr 2007 initiierte und konzipierte Susanne Franke zum 100jährigen Firmenjubiläum gemeinsam mit der Deutschen Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen eine Ausstellung mit Kostümen zu 100 Jahre nationaler und internationaler Filmgeschichte. Teile der einmaligen Kostümsammlung gelten inzwischen als nationales Kulturgut. Mit Ankäufen und Übernahmen von Kostümfundi beispielsweise vom NDR, Sender Freies Berlin, Studio Hamburg und ZDF Hamburg wurde die Sammlung auf inzwischen rund 10 Millionen Kostümteile erweitert.

In den Jahren als alleinige Geschäftsführerin konzentrierte sich Susanne Franke auf die Ausrichtung des Unternehmens auf den internationalen Markt, eröffnete neben dem Standort Berlin auch Niederlassungen in Budapest, Köln und Warschau und baute kontinuierlich das digitale Angebot in Form des sogenannten Theaterkunst-Showrooms aus. Dort erhält man in unterschiedlichen virtuell zugänglichen Ansichten einen Einblick in Qualität, Vielfalt und Umfang des einzigartigen Kostümfundus.

Theaterkunst Gesellschafterin und Eigentümerin Kerstin Giulini betont: „30 Jahre lang hat sich Susanne Franke im operativen Geschäft mit unermüdlichem, professionellem und hochmotiviertem Einsatz für die Theaterkunst engagiert. Sie ist maßgeblich für den strategischen Ausbau des Unternehmens und seine starke Position im deutschen und europäischen Markt verantwortlich. Vielen Dank an Frau Franke für diese großartige Leistung! Gut, dass sie der Theaterkunst weiterhin mit ihrem großen Fachwissen und ihrer Expertise als Beirätin erhalten bleibt. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit der neuen Geschäftsführerin Andrea Peters, die sich unter anderem der internationalen Ausrichtung der Theaterkunst widmen wird.“

Susanne Franke: „Nach 30 Jahren im operativen Geschäft möchte ich nun als Beirätin meine Erfahrungen in die Theaterkunst einbringen und dem Unternehmen somit verbunden bleiben. Es war eine einzigartige Gelegenheit, als Geschäftsführerin die Weiterentwicklung des Unternehmens aktiv gestalten zu können. Unsere Kundinnen und Kunden für Kostüm zu begeistern und mit meinem großartigen Team individuelle Lösungen für jede Anfrage und Herausforderung zu finden, hat mir großen Spaß gemacht. Ich freue mich, Andrea Peters ein gut bestelltes Haus zu übergeben und sehe dem Austausch und neuen Impulsen für die Theaterkunst entgegen.“

Andrea Peters: „Ich freue mich sehr, zukünftig Deutschlands größtes Kostümhaus zu leiten. Aufbauend auf dem großen Erfahrungsschatz des Theaterkunst-Teams wollen wir neue Märkte erschließen, unsere Kundinnen und Kunden im In- und Ausland weiterhin bei ihren Produktionen begleiten und die Chancen des erhöhten Bedarfs an Content für ein weiteres Wachstum des Unternehmens, insbesondere auch im Online-Bereich, nutzen.

Andrea Peters, Vorstandsvorsitzende des media:net berlinbrandenburg, das sich unter ihrer Leitung zum wichtigsten Netzwerk der Medien- und Digitalwirtschaft in der Hauptstadtregion entwickelt hat, verlässt nach 13 Jahren zum Jahresende das Netzwerk.

Die privat geführte Theaterkunst GmbH, das 1907 gegründete Kostümhaus für Film-, Fernseh-, Werbung- und Bühnenausstattung, wurde zum Jahresbeginn 2018 wieder in private Hände übergeben. Das renommierte, international tätige Unternehmen mit einer Sammlung von rund 10 Millionen Kostümteilen auf einer Fläche von 8.000 qm hat von Klassikern wie Fritz Langs METROPOLIS, Josef von Sternbergs DER BLAUE ENGEL über internationale Produktionen wie DER VORLESER mit Kate Winslet, OPERATION WALKÜRE – DAS STAUFFENBERG ATTENTAT mit Tom Cruise, THE HUNGER GAMES: MOCKING JAY mit Jennifer Lawrence oder Filme wie Maren Ades vielfach ausgezeichneten TONI ERDMANN, Fatih Akins Golden Globe Gewinner AUS DEM NICHTS, den Oscar-Gewinner DAS LEBEN DER ANDEREN, Terrence Malicks Cannes-Gewinner EIN VERBORGENES LEBEN bis hin zu Erfolgsserien wie HOMELAND, BABYLON BERLIN oder DARK bereits viele tausende von Filmen ausgestattet. Als kreativer Dienstleister bietet das Unternehmen seinen Kunden von der Beratung und Recherche bis zur Anfertigung, Vermietung und Verkauf individuellen Service aus einer Hand – alles rund um das Kostüm.

Weitere Informationen über das Unternehmen finden Sie auf www.theaterkunst.de und auf www.facebook.com/theaterkunst.
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Szabolcs Dull erhält den M100 Media Award 2020

Die internationale Medienkonferenz M100 Sanssouci Colloquium zeichnet Szabolcs Dull, den ehemaligen Chefredakteur des größten ungarischen Nachrichtenportals index.hu, für sein Eintreten für Medienfreiheit und unabhängigen Journalismus mit dem M100 Media Award aus. Laudatorin des im Juli entlassenen Journalisten ist die Menschenrechtskommissarin des Europarats Dunja Mijatović.

Mit der Verleihung des internationalen M100 Media Awards am Abend des 17. September im Raffaelsaal in der Orangerie des Potsdamer Schlosses Sanssouci solidarisiert sich der M100-Beirat ausdrücklich mit dem 36-jährigen Journalisten, seinem Eintreten für das Grundrecht der Pressefreiheit und seinen Kampf gegen außerredaktionelle Einmischung.

Die Laudatio hält die Menschenrechtskommissarin des Europarates und ehemalige OSZE-Beauftragte für die Freiheit der Medien Dunja Mijatović: „Jedes Mal, wenn die Unabhängigkeit von Journalisten untergraben wird, wird die Demokratie untergraben. Deshalb müssen wir aufstehen, um Journalisten wie Szabolcs Dull vor unangemessenen Eingriffen in ihre Arbeit zu schützen.“

Der Potsdamer Oberbürgermeister und Vorsitzende des M100-Beirats Mike Schubert erklärt: „Dulls Entlassung und die aktuell gegen ihn laufende Hetzkampagne regierungsnaher Medien sind ein Fanal für den gefährdeten Zustand der Medienfreiheit in Ungarn und darüber hinaus.“

Statements des M100 Beirats:

Astrid Frohloff, TV-Moderatorin und Journalistin beim rbb Fernsehen: „Szabolcs Dull ist das jüngste prominente Opfer der Einflussnahme des ungarischen Premierministers Victor Orban auf die dortige Presse. Immer wieder hatte Dull öffentlich kritisiert, dass das Medium zunehmend Angriffen der ungarischen Regierung ausgesetzt war. Die Folge: Dull wurde gefeuert. Mit dem M100 Award wird Szabolcs Dull verdient für sein couragiertes Eintreten für die Unabhängigkeit der Presse ausgezeichnet.“

Sabine Schicketanz, Chefredakteurin der Potsdamer Neuesten Nachrichten: „Als dieser Chefredakteur gefeuert wurde, weil sein Medium der Regierenden im Orban-Ungarn zu unbequem wurde, weil er sich nicht verbiegen wollte, kündigte auch das Gros der 100-köpfigen Redaktion. Weil er aufrecht für Demokratie und Pressefreiheit steht, stehen dafür viele andere auch. Ein Vorbild.“

Christian Rainer, Chefredakteur und Herausgeber des österreichischen Nachrichtenmagazins profil: „Mit Ungarn bedroht eine Diktatur im Mantel einer Demokratie das westliche Europa und seine Werte. Mit Viktor Orbán sitzt ein Autokrat gleichberechtigt mit frei gewählten Demokraten am Tisch der Europäischen Union. Szabolcs Dull und index.hu haben bis zuletzt Widerstand geleistet gegen die Unterdrückung der Meinungsfreiheit und die Ausschaltung der freien Presse, wie sie in Ungarn und anderen osteuropäischen Staaten seit Jahren systematisch betrieben werden.”

Kai Diekmann, Gründer von Storymachine: „Jahrelang waren Szabolcs Dull und seine Redaktion eines der wichtigsten Bollwerke gegen den Verlust von Presse- und Meinungsfreiheit in Ungarn. Index war eines reichweitenstärksten unabhängigen Medien Ungarns. Mit der Entlassung Dulls und seiner Redaktion ist ein weiterer Schritt getan, Ungarn zu einem Land der offensichtlichen Unfreiheit zu machen. Das ist im 30. Jahr der Wiedervereinigung, an dessen Zustandekommen Ungarn durch die Öffnung seiner Grenzen einen bedeuteten Anteil hat, nicht zu verstehen. Vor allem, dass das mitten in Europa, durch ein Mitglied der Europäischen Union, ohne sichtbare Konsequenzen durch die EU möglich ist.“

Stephan-Andreas Casdorff, Herausgeber des Tagesspiegels: „Ungarn – das traumschöne Land, das den Weg zu Europas friedlicher Vereinigung und zur Demokratie geöffnet hat, darf nicht einem Albtraum überlassen werden. Die Ungarn haben anderes, besseres verdient als entgrenzte Politik und neu ausgerollten Stacheldraht. Wer in dem Sinn den tyrannischen Tendenzen entgegentritt, hat den Preis allemal verdient.”

Leonard Novy, der Direktor des Instituts für Medien- und Kommunikationspolitik (IfM):
„Medienfreiheit war stets ein prekäres Gut. Um zu erkennen, dass das, was wir lange als demokratische Normalität betrachtet haben, auch in der EU keine Selbstverständlichkeit ist, muss man nicht mehr in die Geschichtsbücher schauen. Es ist schockierend, wie ein Autokrat wie Viktor Orban mitten in Europa ungehindert gegen die unabhängige Presse vorgeht. Umso unterstützenswerter ist es, wenn sich mutige Journalisten unter Inkaufnahme großer Risiken der Aushöhlung der Demokratie entgegenstellen. Szabolcs Dull hat den vielen Journalisten, die auch mitten in Europa ihren Job verlieren, nur weil sie ihn machen, ein Gesicht gegeben.“

Der M100 Media Award wird seit 2005 jährlich im Rahmen der internationalen Medienkonferenz M100 Sanssouci Colloquium an Persönlichkeiten vergeben, die „Fußspuren“ in der Welt hinterlassen haben und sich für Demokratie, europäische Verständigung und Meinungs- und Pressefreiheit einsetzen. Bisherige Preisträger sind unter anderem Bob Geldof, Hans-Dietrich Genscher, der dänische Karikaturist Kurt Westergaard, Vitali Klitschko, Erdem Gündüz, „The Standing Man“, das französische Satiremagazin Charlie Hebdo, der italienische Schriftsteller Roberto Saviano, die russische Journalistin Natalja Sindejewa, der Journalist Deniz Yücel sowie im letzten Jahr die schottische Premierministerin Nicola Sturgeon.

M100 ist eine Initiative von Potsdam Media International e.V., die in konzeptioneller Zusammenarbeit mit dem Institut für Medien- und Kommunikationspolitik stattfindet und von der Stadt Potsdam hauptfinanziert wird. Weitere Förderer sind das Medienboard Berlin-Brandenburg, National Endowment for Democracy (NED), die Friedrich Naumann Stiftung, das Auswärtige Amt, das Bundespresseamt und das Land Brandenburg. Sponsor ist medienlabor. Kooperationspartner sind die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten, Reporter ohne Grenzen (RoG) und der Verband Deutscher Zeitungsverleger (VDZ).

Weitere Informationen: www.m100potsdam.org

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Trotz Corona für die Medienfreiheit: M100 am 17.9.

Unter dem Titel „NEUSTART: Shaping the Post-Covid Media Order“ diskutieren am Donnerstagnachmittag, 17. September Chefredakteur*innen, Politiker*innen und Wissenschaftler*innen bei der internationalen Medienkonferenz M100 Sanssouci Colloquium über die Folgen der Coronakrise auf Journalismus, Medienfreiheit und Demokratie in Europa. In der hybrid stattfindenden Konferenz soll eine erste Bilanz zur Rolle und Leistung des Journalismus während der Corona-Pandemie gezogen werden. Vor allem aber geht es um die Frage, welche Öffentlichkeiten unsere Gesellschaften in Zukunft prägen werden – und was wir heute dafür tun können, diese zu gestalten.

Das M100 Sanssouci Colloquium, eines der führenden internationalen Medientreffen für Demokratie und Pressefreiheit, wird in diesem Jahr in überwiegend digitaler Form umgesetzt: Von der Potsdamer Villa Arnim aus werden rund 100 geladene M100-Teilnehmer*innen aus der ganzen Welt in hochkarätig besetzten, interaktiven Diskussionsrunden miteinander verbunden.

Den festlichen Abschluss der Konferenz bildet die live auf YouTube übertragene Verleihung des M100 Media Award, die in diesem Jahr unter Einhaltung aller notwendigen Hygiene- und Abstandsregelungen, im Raffaelsaal des Orangerieschlosses im Schloss Sanssouci stattfindet. Mit dem „Preis der europäischen Presse“ wird eine Persönlichkeit für herausragende Verdienste um den Schutz der Medienfreiheit und demokratischer Werte ausgezeichnet.

„Gerade angesichts der Ungewissheit rund um Corona und die Folgen war es uns wichtig, M100 als Forum für Analyse, Vordenken und Debatte rund um Medienfreiheit und Demokratie durchzuführen. Wir freuen uns sehr, dafür eine innovative Lösung gefunden zu haben“, so der Vorsitzende des M100-Beirats und Potsdamer Oberbürgermeister Mike Schubert.

„Covid19 markiert eine historische Zäsur. Ein ‚Weiter so‘ – so viel ist gewiss – wird es nicht geben. Das gilt auch für Medien und Journalismus, die ihre Bedeutung einmal mehr unter Beweis gestellt habe, aber gleichzeitig von den wirtschaftlichen Folgen der Pandemie schwer getroffen wurden“, betont Beiratsmitglied Leonard Novy (Institut für Medien- und Kommunikationspolitik), der den Fachdialog kuratiert.

Ziel der Veranstalter*innen ist es, den seit 2005 jährlich stattfindenden Austausch zwischen Vordenker*innen und Entscheidungsträger*innen aus Medien, Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft ins Digitale zu übertragen. Virtuell sollen Szenarien und Strategien zur Sicherung eines pluralen, unabhängigen und resilienten Mediensystems erarbeitet werden.

Die Konferenz wird vom Brandenburger Ministerpräsidenten Dietmar Woidke und dem Potsdamer Oberbürgermeister Mike Schubert eröffnet. Zugesagt haben u.a. Timothy Garton Ash, Professor of European Studies an der Oxford University, der US-amerikanische Aktivist und Journalist Cory Doctorow, die russisch-US-amerikanische Autorin Masha Gessen, Jim Egan, Chief Executive Officer von BBC Global News, Matthew Kaminski, Chefredakteur von POLITICO, Tanit Koch, Chefredakteurin der Zentralredaktion der Mediengruppe RTL, Dunja Mijatovic, Menschenrechtskommissarin des Europarats, der Politikwissenschaftler Yascha Mounk, Associate Professor of the Practice of International Affairs, Johns Hopkins University, der ehemalige CDU-Generalsekretär Ruprecht Polenz und die Publizistin und ehemalige Piraten- Politikerin Marina Weisband.

Seit 27. August bis 17. September findet darüberhinaus erneut der M100 Young European Journalists Workshop statt, bei dem sich Nachwuchsjournalist*innen unter dem Titel “The local-global nexus: Exploring new strategies for local journalism in the post-covid era” mit der Zukunft von (Lokal-) Journalismus in einer globalen Welt entlang der Dimensionen Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Innovation beschäftigen.
Die coronabedingten Veranstaltungsregeln wie Mindestanzahl an Teilnehmer*innen und Abstandsgebot werden dabei streng eingehalten. M100 stimmt sich dabei eng mit der Stadt Potsdam und den lokalen Gesundheitseinrichtungen ab.

M100 ist eine Initiative von Potsdam Media International e.V., die in konzeptioneller Zusammenarbeit mit dem Institut für Medien- und Kommunikationspolitik stattfindet und von der Stadt Potsdam hauptfinanziert wird. Weitere Förderer sind das medienboard Berlin-Brandenburg, National Endowment for Democracy (NED), die Friedrich Naumann Stiftung, das Auswärtige Amt, das Bundespresseamt und das Land Brandenburg. Kooperationspartner sind die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten, Reporter ohne Grenzen (RoG) und der Verband Deutscher Zeitungsverleger (VDZ). Sponsor ist medienlabor.

Weitere Informationen: www.m100potsdam.org

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DSP gibt weitere Preisträger*innen bekannt

In zwei Wochen, am Freitag, 11. September 2020, werden in Berlin die Deutschen Schauspielpreise (DSP) des Bundesverbands Schauspiel BFFS vergeben. Neben den acht Kategorien, die erst am Abend der Verleihung verkündet werden, gibt es weitere Spezialkategorien, deren Gewinnerinnen und Gewinner bereits feststehen.

 

Den Theaterpreis des DSP erhält die Schauspielerin Nicole Heesters für ihre Solo-Performance in „Marias Testament“. Als Patin des Theaterpreises vergibt die Schauspielerin Katharina Abt in diesem Jahr den im vergangenen Jahr ins Leben gerufenen Preis. Die oder der Patin oder Pate wechselt jährlich und zeichnet eine Kollegin oder einen Kollegen aus, die oder der ihm ein besonderes, nachhaltig inspirierendes Theatererlebnis beschert hat.

Katharina Abt: „Die Wahl auf die diesjährige Preisträgerin ist im doppelten Sinne eine Heimkehr für mich: mit ihr kehrte ich nicht nur an die herbstlichen Anfänge meiner Suche zurück, nein, sie bedeutet für mich auch eine Rückkehr zu meinen Anfängen als Schauspielerin. Ich habe diese tolle Kollegin seit meiner Schauspielschulzeit tief verehrt, durfte auch einmal selbst mit ihr auf der Bühne stehen und ihre einzigartige Kollegialität erfahren. Sie ist eine Inspiration für uns alle, da sie in keinem Lebensalter je aufgehört hat zu suchen.“

 

Ebenfalls seit 2019 im Preisreigen des DSP ist der Synchronpreis ‚Die Stimme’. Aus Vorschlägen der in der Sektion ‚Sprache’ des BFFS organisierten Sprecherinnen und Sprecher hat die aus Marika von Radvanyi, Marieke Oeffinger, Heike Schrötter, Dirk Stollberg und Robin Brosch bestehende Jury ‚Die Stimme’ an Joachim Kerzel vergeben. Der Schauspieler, Synchron-, Hörspiel- und Off-Sprecher leiht u.a. Jack Nicholson, Dustin Hoffman, Dennis Hopper, Robert Wagner, Harvey Keitel, Jean Reno und Anthony Hopkins seine Stimme.

Aus der Begründung der Jury: „Joachim Kerzels prägnante, einzigartige und dennoch extrem wandelbare und anpassungsfähige Stimme ist niemals auf ihren Eigenklang bedacht – ganz im Gegenteil: Kerzel schöpft die Kraft, Wucht und Zartheit seiner Stimme aus dem gegenteiligen Prozess, nämlich dem extrem aufmerksamen ZUHÖREN. Und hier nur von bloßem Hineinhören zu sprechen, griffe viel zu kurz: Er nimmt mit all seinen Sinnen das Spiel seines zu synchronisierenden Schauspielers (und der Partner!) wahr und kommt über diese hohe Konzentration und Aufmerksamkeit seinen Charakteren so nah, dass er förmlich mit ihnen verschmilzt, ohne sich jemals damit zu begnügen, wie sie zu „klingen“. Hier findet also in jedem einzelnen Take ein schauspielerischer Prozess auf höchstem Niveau statt. 

 

Der Ensemblepreis des DSP geht in diesem Jahr an die Casterinnen Simone Bär, Phillis Dayanir und Johanna Hellwig sowie ihr Ensemble von „Kids Run“ (Regie & Drehbuch: Barbara Ott).

Dazu der BFFS: „Sozialwohnungen, Plattenbau, gekachelte Fluren. Arbeit auf dem Bau, die drohende Kündigung und der ewige Kampf um Geld. Mittendrin eine Familie in prekärem Patchwork. Ein Vater und seine drei Kinder, zwei Mütter, der neue Liebhaber, die Tagesmutter, Freunde, Kollegen. Das ist das Ensemble von „Kids Run“, einem dramatischen Film über den Kampf mit sich selbst und das Glück der Kinder, zusammengestellt von der Casterin Simone Bär (…). Es ist zu spüren, wie sich das Ensemble in dieser unbeständigen Welt gegenseitig stützt und eine Geschichte erzählt, die keine Anklage gegen Ungerechtigkeit ist, sondern gleichzeitig kühl und zugewandt eine Alltagsrealität beschreibt, in der Freunde und Bekannte, und manchmal auch schlichtweg Hoffnung, alles ist.“

 

Mit dem Ehrenpreis Inspiration zeichnet der Vorstand des BFFS eine Persönlichkeit oder Institution aus, die durch ihre Leistung in besonderer Weise die Schauspielkunst ermöglicht und gefördert hat. 2020 erhält das Dresdner Kabarett Die Herkuleskeule die Ehrenauszeichnung des BFFS.

Aus der Begründung des BFFS: „Zeitgeist ist ein deutsches Wort, das auch im englischsprachigen Raum verwendet wird, um eine Atmosphäre zu beschreiben, der man sich nicht entziehen kann. Immer wieder stehen wir vor ihm und klagen mit Goethes Zauberlehrling: ‚die ich rief, die Geister, werd ich nun nicht los’. Und wenn wir Glück haben, kommt der alte Hexenmeister und macht aus ihnen mit ein paar gezielten Pointen wieder nützliche Besen. Das Kabarett ‚Die Herkuleskeule’, gegründet 1961 von Manfred Schubert, eine der dienstältesten Kabarettbühnen Gesamtdeutschlands, ist ein solcher Hexenmeister und leistet seit fast 60 Jahren einem breiten Publikum diesen Befreiungsdienst, die Menschen zurücktreten und auf ihre Realität mit neuen Augen blicken zu lassen. Schon in der DDR, dann über die Wende hinweg bis zu unserem, von neuen und alten Geisterbesen geplagten Zeitgeist wird sie nicht müde, ihren unterhaltsamen Exorzismus zu betreiben, auch wenn der eine oder andere Besen dann mal garstig in der Vorstellung pöbelt.“

 

Die Verleihung des Deutschen Schauspielpreises 2020 findet am 11. September in der Berliner Veranstaltungslocation und dem Restaurant Spindler & Klatt statt. Corona-bedingt findet der DSP in disem Jahr in Form eines gesetzten Essens statt, bei dem alle erforderlichen Hygiene- und Abstandsregeln eingehalten werden.

 

Über den Deutschen Schauspielpreis:

Der Deutsche Schauspielpreis wurde vom Bundesverband Schauspiel e.V. (BFFS) ins Leben gerufen und während der Berlinale 2012 zum ersten Mal verliehen. Die Preisverleihung ist eine Non-Profit-Veranstaltung, die nur durch ein breites ehrenamtliches Engagement der Schauspielerinnen und Schauspieler, zahlreicher Freunde und Unterstützer, Förderer und Sponsoren ermöglicht wird. https://www.schauspielpreis.com

 

Über den Bundesverband Schauspiel e.V. (BFFS): 

BFFS steht für Bühne, Film, Fernsehen, Sprache. Gegründet 2006 ist der BFFS als Verband und Gewerkschaft mit seinen über 3.600 Schauspielerinnen und Schauspielern inzwischen die größte nationale Schauspielerorganisation und die mitgliederstärkste Berufsvertretung der deutschen Film-, Fernseh- und Theaterlandschaft. Der BFFS vertritt die berufsständischen sowie die gewerkschaftlichen Interessen der Schauspielerinnen und Schauspieler in Deutschland. Er will die kulturellen, gesellschaftlichen, politischen, rechtlichen, tariflichen und sozialen Rahmenbedingungen verbessern bzw. schaffen, die sowohl den einzigartigen Schauspielberuf schützen, bewahren und fördern als auch die besondere Lebens- und Erwerbsituation der Künstlerinnen und Künstler berücksichtigen, die diesen Schauspielberuf ausüben.

 

Wir danken den Sponsoren und Partnern: AUDI AG, TikTok, GVL, OJESH, Getränke Hoffmann, KAURI CAB, Projekt Zukunft, eine Initiative der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe, Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di, BOSE, pad concept, HEYMERADER, GILKA, Berlina Shot Manufaktur.

Dieter Mann erhält den DSP-Ehrenpreis

Der Schauspieler und langjährige Intendant des Deutschen Theaters Dieter Mann erhält bei der Verleihung des Deutschen Schauspielpreises 2020 am 11. September für sein schauspielerisches Schaffen und sein Engagement für den Berufsstand den Ehrenpreis Lebenswerk des Bundesverbands Schauspiel BFFS. Er steht damit in einer Reihe mit Christine Schorn (Ehrenpreisträgerin 2019), Peter Simonischek (2018), Hanna Schygulla (2017), Armin Mueller-Stahl (2016), Rolf Hoppe (2015), Senta Berger (2014), Götz George (2013) und Katharina Thalbach (2012).

 

Über den Ehrenpreis Lebenswerk entscheidet der Vorstand des BFFS nach Vorschlägen der Jury des Deutschen Schauspielpreises und der BFFS-Mitglieder.

 

Aus der Begründung: „Dieter Mann ist ein Schauspieler, wie es nur noch wenige gibt. Seine Liebe zur Genauigkeit und zum Denken macht ihn zum Publikumsliebling. Er spielt sensibel, ernst, präzise, unaufgeregt und analytisch – im Theater genauso wie im Film, Fernsehen oder Hörfunk. Mit künstlerischer Konzentration baut Dieter Mann raumgreifende Charaktere. Er gibt ihnen nie zu viel, aber auch nie zu wenig….

Stets ist seine starke, kluge Persönlichkeit in seinen Gestalten lebendig. Er münzt die charmante, helle Schnoddrigkeit des Berliners, den vitalen, gesunden Ehrgeiz des Arbeiters und die leidenschaftliche Vernünftigkeit des Intellektuellen um in schauspielerische Impulse – ob für die ehrliche Liebenswürdigkeit und robuste Arroganz des Tempelherrn, für die tänzerische Eleganz des Luftgeistes Ariel, für die listige, witzige Leichtigkeit des Kellners Jean, ob als Demetrius in Shakespears „Sommernachtstraum“, als Staatssekretär in Goethes „Torquato Tasso“ oder als Lopachin in Tschechows „Kirschgarten“…

Zurecht wurde ihm die sehr seltene Ehrenmitgliedschaft des Deutschen Theaters in Berlin verliehen: diesem hielt er jahrzehntelang die Treue und trug als Intendant wesentlichen Verdienst daran, dass sich das Deutsche Theater im wiedervereinten Deutschland etablieren konnte. Dieter Mann ist und bleibt ein sowohl am Theater, als auch im Kino, Fernsehen und Hörspiel geschätzter Kollege, der über den Tellerrand seiner eigenen Karriere hinwegsah, Verantwortung für ein ganzes Theater übernahm, für seine Überzeugungen einstand und für sie kämpfte. Dieter Mann ist und bleibt ein Vorbild.“

 

Die Laudatio auf Dieter Mann hält der Journalist und Autor Hans-Dieter Schütt, der in Dieter Manns ‚Schöne Vorstellung – Eine Autobiographie in Gesprächen’ der Gesprächspartner war.

 

Die Verleihung des Deutschen Schauspielpreises 2020 findet am 11. September in der Berliner Veranstaltungslocation und dem Restaurant Spindler & Klatt statt.

 

Über den Deutschen Schauspielpreis:

Der Deutsche Schauspielpreis wurde vom Bundesverband Schauspiel e.V. (BFFS) ins Leben gerufen und während der Berlinale 2012 zum ersten Mal verliehen. Die Preisverleihung ist eine Non-Profit-Veranstaltung, die nur durch ein breites ehrenamtliches Engagement der Schauspielerinnen und Schauspieler, zahlreicher Freunde und Unterstützer, Förderer und Sponsoren ermöglicht wird. https://www.schauspielpreis.com

 

Über den Bundesverband Schauspiel e.V. (BFFS): 

BFFS steht für Bühne, Film, Fernsehen, Sprache. Gegründet 2006 ist der BFFS als Verband und Gewerkschaft mit seinen über 3.600 Schauspielerinnen und Schauspielern inzwischen die größte nationale Schauspielerorganisation und die mitgliederstärkste Berufsvertretung der deutschen Film-, Fernseh- und Theaterlandschaft. Der BFFS vertritt die berufsständischen sowie die gewerkschaftlichen Interessen der Schauspielerinnen und Schauspieler in Deutschland. Er will die kulturellen, gesellschaftlichen, politischen, rechtlichen, tariflichen und sozialen Rahmenbedingungen verbessern bzw. schaffen, die sowohl den einzigartigen Schauspielberuf schützen, bewahren und fördern als auch die besondere Lebens- und Erwerbsituation der Künstlerinnen und Künstler berücksichtigen, die diesen Schauspielberuf ausüben.

 

Wir danken den Sponsoren und Partnern: AUDI AG, TikTok, GVL, OJESH, Getränke Hoffmann, KAURI CAB, Projekt Zukunft, eine Initiative der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe, Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di, BOSE, pad concept, HEYMERADER, GILKA, Berlina Shot Manufaktur.

Foto: Ron Marzok

20. Filmkunstmesse Leipzig: Ein Forum für die Branche 

Vom 14. bis 18. September 2020 findet die 20. Filmkunstmesse Leipzig statt. Sie ist damit das erste Branchenevent in Deutschland, das seit Ausbruch der Corona-Pandemie wieder live und vor Ort stattfindet.

 
„Mit der Filmkunstmesse wollen wir einen Beitrag dazu leisten, den Kinomarkt anzukurbeln“, so der Vorsitzende Christian Bräuer. „Die Herausforderungen für alle MarktteilnehmerInnen sind derzeit immens. Hier soll die Filmkunstmesse die Möglichkeit zum gemeinsamen Austausch geben, wie wir den Herausforderungen begegnen. Genau so wie Filmfestivals, lebt auch die Filmkunstmesse von der persönlichen Begegnung. Und auch wenn die Herausforderungen der Corona-Pandemie für die Branche natürlich die zentralen Themen sein werden, ist es auch Zeit, dass wir wieder stärker über Filme reden und gemeinsam darüber nachdenken, wie wir diese am Besten unserem Publikum vermitteln!“

 
„Wir bringen die Branche zusammen, ohne uns zu nahe zu kommen“, erklärt Organisator und AG Kino – Gilde Geschäftsführer Felix Bruder. „Wir freuen uns, dass die Verleiher mit 58 eingereichten Filmen ein positives Signal für den Markt setzen und erwarten um die 600 FachbesucherInnen in Leipzig.“

 
Seminare und Panels:
 
Zwei hochkarätige Panels ordnen die Situation politisch und international ein:

 
Dienstag, 15. September, 14:30 Uhr:
Paneldiskussion: „Kollaps oder Chance: Welche Weichen müssen jetzt für den Film und das Kino in Deutschland für die Zeit mit und nach Corona gestellt werden?“
Ein Zurück zum „business as usual“ scheint nur schwer vorstellbar. Zu groß sind die Verwerfungen der letzten Monate. Wie soll es jetzt weitergehen mit der FFA, dem FFG und den Förderprogrammen? Wieviel Geld steht zur Verfügung und wofür wird es gebraucht?
DiskutantInnen:
Peter Dinges, Vorstand der FFA
Gitta Connemann, stv. Fraktionsvorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion
Michael Kölmel, Geschäftsführer Weltkino
Martin Rabanus, Filmpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion (angefragt)
Christian Bräuer, Erster Vorsitzender, AG Kino – Gilde
Moderation: Ulrich Höcherl, Blickpunkt Film
Livestream auf filmkunstmesse.de
 

Mittwoch, 16. September, 16:30 Uhr:
Internationales Panel: „Neustart der Filmindustrie: Wie hat sich die Corona-Krise international ausgewirkt?“
Wie verändert sich der Markt weltweit, europäisch und in Deutschland? Welche Konzentrationsprozesse finden statt?
DiskutantInnen:
Daniela Elstner, Geschäftsführerin Unifrance
Sabine Verheyen, Vors. Kulturausschuss Europaparlament
Carlo Chatrian, Direktor der Berlinale
Lucia Recalde, Chefin MEDIA Programms (angefragt)
Christian Bräuer, erster Vorsitzender der AG Kino – Gilde
Moderation: Hanns Georg Rodek, Journalist, Die Welt
Livestream auf filmkunstmesse.de
 

Die Themen der Seminarangebote bei der diesjährigen Filmkunstmesse sind vorwärtsgerichtet und geben den teilnehmenden KinobetreiberInnen wichtige Informationen und Impulse.
 

– Förderprogramme für Kinos in der Corona-Krise: Ein Überblick für Kinobetreiber
Zukunftsprogramme, FFA-Förderungen, BKM Neustartprogramm, Überbrückungshilfen und Ländermittel. Wir geben einen Überblick, was gegenwärtig an Hilfsprogrammen vorliegt. BetreiberInnen können ihre Erfahrungen berichten.
Livestream auf filmkunstmesse.de
 

– Digitales Kundenmanagement: Neue Impulse durch Corona?!
Das Thema „Nachverfolgung“ ist in Corona-Zeiten essentiell. Die Kassensysteme passen sich entsprechend an und der Online-Verkauf wird gestärkt. Was bedeutet das für die digitale Kundenansprache? Welchen Mehrwert können die Systeme für Betrieb und KundInnen schaffen?
Vorstellung von Praxisbeispielen im Umgang mit digitalem Ticketing und Kundeninformation.
Livestream auf filmkunstmesse.de
 

– Kino wieder sichtbar machen: Wie die Vernetzung von lokalem Marketing, Branchenkampagnen und Filmwerbung gelingen kann.
Dieser Workshop bringt VertreterInnen der gesamten Filmbranche zusammen und will Ansätze erarbeiten, wie das Kino insgesamt wieder ins Bewusstsein des Publikums gerückt werden kann.
 

– Innovative Programmgestaltung in Zeiten der Corona-Krise
Der unüberschaubaren Flut von Filmen auf den Streamingplattformen kann das Kino ein gut kuratiertes Programm entgegensetzen. Doch Programm und potentielles Publikum müssen zusammenpassen, um erfolgreich zu sein. Zudem werden derzeit vermehrt Filmstarts verschoben oder ganz abgesagt und Repertoire rückt in den Fokus. Wir wollen erfolgreiche Strategien besprechen.
 

Zahlen – Daten – Fakten: 

Teil 1: Die Programmkinostudie 2019
Traditionell und auch in diesem Jahr wirft Frank Völkert (FFA) einen Blick auf die Zahlen der Programmkinos in Deutschland 2019.

 
Teil 2: Wege aus der Krise: Was sagen die Zahlen national und international? 
Die Filmstarts wirbeln durcheinander. Die Platzkapazitäten in den Kinos sind massiv eingeschränkt. Wie wirkt sich das alles auf das Box-Office aus und welche Vorhersagen kann man für die Zukunft treffen?
Bernd Zickert (Comscore München) präsentiert aktuelle Marktzahlen.
Livestream auf filmkunstmesse.de
 

Die Zukunftsprojekte der AG Kino – Gilde:
 

Kino:Natürlich – Vorstellung guter Praxisbeispiele
Arthouse Kinos sind Vorreiter wenn es darum geht, nachhaltiger zu wirtschaften und dies auch gegenüber den KundInnen zu vertreten. Wir zeigen Praxisbeispiele und sprechen über Möglichkeiten.
Moderation: Projektkoordinatorin Susanne Lösch
Livestream auf filmkunstmesse.de
 

Landkinos reloaded (Netzwerk für Landkinos)
Seit April baut die AG Kino – Gilde das Netzwerk für Landkinos auf und erstmals findet ein persönliches Treffen der InteressentInnen statt. Bei diesem Treffen wird die neue Online-Plattform präsentiert, die zukünftig dem zentralen Austausch innerhalb des Netzwerks dienen wird. Außerdem sind aufgrund der Corona-Krise neue Themen und Herausforderungen für die Kinos entstanden. In einem freien Gespräch sollen neue Ideen gesammelt sowie aktuelle Schwerpunkte für die Zusammenarbeit festgelegt werden.
Moderation: Julian Gorsanski
Livestream auf filmkunstmesse.de

 

Fokus junges Publikum:
 

„Cooles Kino“ – Wie machen wir der jungen Generation Lust auf das Erlebnis Kino?
Vorstellung eines neuen Praxisleitfadens für Kinobetreiber von Vision Kino:
Was sind die Schritte zum Erfolg? sowie Mehr als nur Schulkino: Wie man die Erfahrungen aus der Schulkinoarbeit in den Alltag übertragen kann.
Livestream auf filmkunstmesse.de
 

Filmupdate – Vorstellung aktueller Kinder- und Jugendfilmprojekte
Im Rahmen des traditionellen Updates stellen wir Filme und FilmemacherInnen vor und sprechen über Herausbringungsstrategien.
 

Fokus Diversität:
 

female spirit – weibliche Filme sichtbar machen
Kurzpräsentation von Filmprojekten in Anwesenheit der Regisseurinnen.
In Zusammenarbeit mit dem Kinofrauenstammtisch Berlin-Brandenburg und Pro Quote Film geben wir Regisseurinnen die Gelegenheit, ihre aktuellen Filmprojekte dem Fachpublikum der Filmkunstmesse vorzustellen – hier kommen Filmemacherinnen, KinobetreiberInnen und VerleiherInnen direkt miteinander ins Gespräch.
 

Öffentliche Podiumsdiskussion. Fokus Vielfalt: Das Gesellschaftsbild im Film – Deutschland hat viele Gesichter.  Aber sind die auch im Kino zu sehen?
Die Geschichten, die uns Filme erzählen und die Menschen, die sie machen beeinflussen unser Bild von der Gesellschaft. Doch wie steht es um die Vielfalt vor und hinter der Kamera? Welchen Beitrag müssen Filme leisten, damit eine offene Gesellschaft nicht als Gefahr, sondern als Chance wahrgenommen wird?
DiskutantInnen:
Burhan Qurbani, Regisseur, Berlin Alexanderplatz
Faraz Shariat, Regisseur, Futur Drei, Gewinner Teddy Award bei der Berlinale
Elisabeth Prommer, Institut für Medienforschung, Rostock
N.N.
Moderation: Hatice Akyün
 

Die meisten Seminare und auch die Panels werden live ins Internet übertragen und sind im Anschluss als Aufzeichnung online frei verfügbar.
 

Das Filmprogramm 2020:
 
Das Filmprogramm der Filmkunstmesse Leipzig bietet für FachbesucherInnen wieder einen weitgehenden Überblick über das Arthouse-Angebot und die Highlights der kommenden Monate: Eröffnungsfilm ist Julia von Heinz‘ UND MORGEN DIE GANZE WELT (Alamode), der unmittelbar zuvor im Wettbewerb von Venedig seine Premiere feiert. Ebenfalls frisch aus Venedig kommt Uberto Pasolinis NOWHERE SPECIAL (Piffl Medien). FRÜHLING IN PARIS (MFA+) von Suzanne Lindon war Bestandteil der offiziellen Auswahl von Cannes 2020 und wird auf den Festivals von Toronto und San Sebastian laufen. Die Komödie DIE DIGITAL NAIVEN – DAS INTERNET VERGISST DICH NIE (X Verleih) von Benoît Delépine und Gustave Kervern, wurde auf der Berlinale 2020 mit einem Silbernen Bären ausgezeichnet.
 

Auf dem Programm stehen zudem Viggo Mortensens Regiedebüt FALLING (Prokino) und neue Arbeiten von Thomas Vinterberg (ANOTHER ROUND (AT), Weltkino), Johannes Naber (CURVEBALL – WIR MACHEN DIE WAHRHEIT, Filmwelt), Sönke Wortmann (CONTRA, Constantin), Icíar Bollaín (ROSAS WEDDING, Piffl Medien) und Tate Taylor (BREAKING NEWS IN YUBA COUNTY, Constantin). Gespannt sein darf man auch auf Marcus H. Rosenmüllers Verfilmung der Karikaturen von Manfred Deix in ROTZBUB (Pandora).
 

Im Jahr 2020 ist die Filmkunstmesse mehr denn je auch ein Ort für Entdeckungen. Kandidaten für den Arthouse-Geheimtipp der nächsten Monate könnten die lakonische Hamburger Komödie COUP (R: Sven O. Hill, Salto Film) sein, Andrew Ahns sensibler Nachbarschaftsfilm DRIVEWAYS (Tobis), Jerry Rothwells berührender THE REASON I JUMP (DCM), der auf dem Sundance Festival den Publikumspreis für den besten Dokfilm bekam, oder Fernanda Valadez‘ Debüt WAS GESCHAH MIT BUS 670?, das in Sundance den Publikumspreis und den Preis für das beste Drehbuch erhielt.
 

Nicht zu vernachlässigen auch der Dokumentarfilm: Mit GUNDA (Berlinale Encounters, Filmwelt) ist Victor Kossakovskys Schwarzweiß-Porträt eines Hausschweins zu sehen, in YOUTH UNSTOPPABLE (AT) (bjf e.V.) filmte die kanadische Aktivistin Slater Jewell-Kemker die Jugendbewegung gegen den Klimawandel über 11 Jahre lang aus einer Innenperspektive – sie selbst ist bei Drehbeginn 15 Jahre alt, und im kontroversen GEFANGEN IM NETZ (R: Barbora Chalupová, Vít Klusák, Filmwelt) geben sich zehn junge Schauspielerinnen im Internet als 12-jährige Mädchen aus und nehmen Kontakt zu Männern auf.
 

Kurzfilme: SHORT TIGER
In Zusammenarbeit mit der AG Kurzfilm und der FFA werden die fünf Gewinnerfilme des Short Tiger Awards jeweils vor einem Film im öffentlichen Programm gezeigt. Die Filme sind maximal fünf Minuten lang und sollen so in ihrem „natürlichen Element“ als Vorfilm zu erleben sein.
 

Rahmenprogramm:

 
Die Verleihung der Programmpreise Mitteldeutschland am Dienstag wird in diesem Jahr nur im kleinen Kreis in den Salles de Pologne stattfinden. An Stelle eines großen Empfangs laden wir alle FachbesucherInnen ein, sich auf dem Richard Wagner Platz (unweit der Passage Kinos) zwanglos open air zu begegnen. Dort werden Food-Trucks und ein Getränkestand bereit stehen.
 

Die Gilde Filmpreisverleihung wird wieder am Donnerstag im Täubchenthal stattfinden. Die Preisträger werden im Saal anwesend sein und Tom Schilling wird mit seinen Jazz Kids für die musikalische Umrahmung sorgen. Alle FachbesucherInnen können die Verleihung im großen Außenbereich bei Essen und Getränken auf Bildschirmen live verfolgen. Über die Empore ist auch ein Zugang in den Saal möglich. Die Abstandsregeln werden allerdings auch hier umgesetzt.
 
 
Die Filmkunstmesse in Corona-Zeiten:
 

„Jede Besucherin und jeder Besucher muss sich darüber im klaren sein, dass es keine Filmkunstmesse ‚wie immer‘ sein wird“, macht Felix Bruder deutlich. „Für jedes Kino und jeden Ort gelten die entsprechenden Abstands- und Hygieneauflagen. Wir bitten schon jetzt alle BesucherInnen, diese auch einzuhalten und die Regeln selbstverantwortlich zu beachten.“
 

Die Filmkunstmesse ist mit ihren vielen Spielorten dezentral organisiert. Die Screenings finden dieses Jahr in den Passage Kinos, der Schauburg und dem CineStar Leipzig statt. Die Seminare konzentrieren sich auf die Handelsbörse und die neue „Tagungslounge“ (Katharinenstr. 6, Leipzig).
 

Gemeinsam mit dem Counter im ANA ArtHotel gibt es somit viele Orte, an denen sich die BesucherInnen begegnen können, ohne dass es zu größeren Ansammlungen kommt.
 

Zentrales Ticketsystem:
Gemeinsam mit Kinomarkt Deutschland bieten wir für alle Veranstaltungen, also Screenings, Seminare und den Gilde Filmpreis ein Ticketsystem an. Die FachbesucherInnen bekommen ihr Badge dieses Jahr bereits vor der Filmkunstmesse mit der Post zugeschickt. Sie können sich dann über filmkunstmesse.de online ihr Programm zusammenstellen und Tickets buchen. So stellen wir für alle Veranstaltungen die Nachverfolgbarkeit sicher. Es wird trotzdem möglich sein, vor Ort noch spontan Filme und Veranstaltungen zu besuchen, solange das Platzkontingent nicht erschöpft ist. Notwendig ist aber immer das Badge zur Identifizierung!
 

Mehr Screening-Termine:
Aufgrund der geringeren Kapazitäten im Saal, werden fast alle Filme dreimal gezeigt. Dies eröffnet allen TeilnehmerInnen die maximale Flexibilität in der persönlichen Programmgestaltung.

 
Online Angebote:
Da auch in der Handelsbörse und anderen Veranstaltungsorten die Kapazitäten beschränkt sind, werden viele Seminare und Panels online aufgezeichnet und übertragen. Sie sind dann über filmkunstmesse.de verfolgbar und auch später noch abrufbar.
 
Online-Plattform CINANDO:
Wir arbeiten erstmals mit der Plattform des Marché du Film in Cannes zusammen. Einige VerleiherInnen werden ihre Filme dort für 10 Tage rund um die Filmkunstmesse online zeigen.
 

Wir danken unseren Förderern und Sponsoren:
 
Mitteldeutsche Medienförderung MDM
Bundesbeauftragte für Kultur und Medien BKM
Filmförderungsanstalt FFA
Unserem Schirmherrn, Oberbürgermeister Burkhard Jung, und der Stadt Leipzig
 

Eclair
Comscore
Compeso
Kinomarkt Deutschland e.G.
Art Hotel ANA Symphonie Leipzig
 

www.filmkunstmesse.de

RISE | Visual Effects Studios eröffnet Studio in London

RISE | Visual Effects Studios, eines der führenden Visual Effects Häuser Europas, wird im September ein neues Studio in London eröffnen. RISE Visual Effects Studios unterhält bislang Büros in Berlin, München, Stuttgart und Köln.

 

Lara Lom wird das Büro als Managing Director und Executive Producerin in London leiten. Die Schweizerin studierte in London und den USA und war bereits für VFX-Unternehmen in London, Boston und Berlin tätig. Die VFX zu Filmen wie Avengers: Infinity War und Avengers: Endgame entstanden unter ihrer Mitarbeit.

 

Lara Lom: “Ich glaube, es gab noch nie eine bessere Zeit als die zweite Hälfte 2020, um RISE nach Großbritannien zu bringen. Klar, der Markt hat einige schwere Schläge durch die Covid-19 Pandemie einstecken müssen. Aber jetzt schaut eben auch die gesamte Filmindustrie auf die VFX-Unternehmen, die dabei helfen sollen, das Geschäft wieder ins Rollen zu bringen und dabei für die Crews optimale Sicherheitsstandards zu gewährleisten. London ist Heimat der unterschiedlichsten und kreativsten Talente der Welt. Und die Stadt ist seit vielen Jahren Speerspitze unserer Branche, wenn es um neue und zukunftsweisende Entwicklungen geht, die zeigen, wohin sich die Filmindustrie bewegen wird.“

 

Florian Gellinger, Mitgründer von RISE und Executive Producer der vier Studios in Deutschland ergänzt: “Wir freuen uns sehr darüber, Lara an Bord zu haben. Sie ist seit fast einem Jahr für uns in London tätig und teilt die Leidenschaft für das, wofür wir stehen. Wir haben schon lange davon geträumt, in London ein Studio zu eröffnen, dort Talente zu versammeln und einen Raum zu schaffen in dem wir einen echten kreativen Austausch leben können. Die VFX-Studios in London gehören zu den besten der Welt. Sie inspirieren uns, seit wir RISE gestartet haben. Es wird uns eine Freude sein, demnächst mit ihnen gemeinsam an spannenden Projekten zu arbeiten.“

 

Im Londoner Studio wird RISE – wie auch in den deutschen Niederlassungen – ihre international anerkannte Kompetenz, komplizierte und raffinierte VFX-Sequenzen mit rechenintensiven Simulationen und großen fotorealistischen Environments anzubieten, die eher untypisch sind für mittelgroße Studios wie RISE.

VFXDie Umbauarbeiten im Büro im Londoner Stadtteil Holborn sind fast abgeschlossen. Die Eröffnung ist für Mitte/Ende September geplant. Die Studioeinrichtung wird alle Kernelemente eines digitalen Produktions-Hubs aufweisen: Einen state-of-the-art Screening Raum, beste Besprechungsmöglichkeiten, Platz für 50 artists und Schnitteditoren und als Hommage an die legendären Zeiten des VFX in SoHo einen Original englischen Pub für den Pint Bier nach der Arbeit.

 

Über RISE | Visual Effects Studios:

RISE | Visual Effects Studios wurde 2007 von Sven Pannicke, Robert Pinnow, Markus Degen und Florian Gellinger in Berlin gegründet. Das Unternehmen beschäftigt an seinen Standorten in Berlin, Köln, München und Stuttgart bis zu 280 artists. Jeder Standort bietet wettbewerbsfähige Fördermöglichkeiten von bis zu 45 % auf VFX-Arbeiten. RISE ist im weltweiten Vergleich ein mittelgroßes Unternehmen, das aber zu einem der zentralen Player in der internationalen Filmlandschaft geworden ist und High End VFX für eine große Bandbreite an Kunden umsetzt. Das Unternehmen ist seit dem ersten Captain America-Film Teil der Marvel-Familie (Avengers: Endgame, Avengers: Infinity War, Black Panther, Doctor Strange, Guardians of the Galaxy, …) aber auch „partner in crime“ für Regisseure wie Tom Tykwer (Babylon Berlin, A Hologram for the King, Cloud Atlas), Matthew Vaughn’s The King’s Man, Tim Burton (Dumbo), Guy Ritchie (The Man from U.N.C.L.E.), Gore Verbinski (A Cure for Wellness), von Netflix (Stranger Things, Dark), Sony Pictures (The Dark Tower) oder HBO (Westworld, Lovecraft Country). Inzwischen produziert RISE auch erfolgreich Animationsfilme (Richard the Stork, Dragon Rider). RISE’ Produktionsfirma RISE PICTURES entwickelt eigene Inhalte und co-produziert Filme und Serien für ein internationales Publikum. Zuletzt entstand die internationale Co-Produktion Stowaway von Regisseur Joe Penna mit den Oscar-Nominees Anna Kendrick und Toni Colette sowie Daniel Dae Kim und Shamier Anderson in den Hauptrollen.

 

www.risefx.com

 

DIE STIMME DES REGENWALDES ab 22. Oktober im Kino

Vom Aussteiger zum Aktivisten – die wahre Geschichte des Umweltaktivisten Bruno Manser erzählt in beeindruckenden und paradiesischen Kinobildern vom Schweizer Ethnologen, der in den Achtziger Jahren das Paradies sucht und es im Urwald von Borneo beim indigenen Nomadenvolk der Penan findet. Eine Begegnung, die sein Leben für immer verändern sollte. Denn die Dschungelidylle und der Lebensraum der letzten verbliebenen Urwaldnomaden wird durch massive Abholzungsarbeiten bedroht, nachdem 1987 die malaysische Regierung große Teile des Regenwaldes und des Penan-Gebietes zur Rodung frei gegeben hat. Bruno Manser gelingt es, alle Penan-Stämme zu einem vereinten, friedlichen Kampf gegen die Tropenholzindustrie zu mobilisieren. Fortan setzt er sich für das massiv bedrohte Volk ein, ein Kampf, der an David gegen Goliath erinnert und der Bruno Manser schließlich wieder raus aus dem geliebten Regenwald zurück mitten in den politischen Dschungel der Wirtschaftsinteressen und politischen Ränkeschmiede führen soll und der bis heute andauert. Doch dann verschwindet Bruno Manser plötzlich. Und auch fast zwanzig Jahre später ist die Gefährdung des Regenwaldes in Borneo immer noch hochaktuell.

 

Der Camino Filmverleih bringt DIE STIMME DES REGENWALDES, der bereits in der Schweiz fast 200.000 Zuschauer ins Kino lockte, am 22. Oktober 2020 deutschlandweit auf die große Leinwand. Als Eröffnungsfilm des Zürich Film Festival 2019 feierte der Kinofilm Weltpremiere und erhielt den Science Film Award. Hauptdarsteller Sven Schelker wurde dort für seine Darstellung des Bruno Manser als Bester Schauspieler ausgezeichnet und später auch am Schweizer Filmpreis als „Bester Darsteller“ geehrt.

 

KURZINHALT

1984: Auf der Suche nach einer Erfahrung jenseits der Oberflächlichkeit der modernen Zivilisation reist Bruno Manser in den Dschungel von Borneo und findet sie beim nomadischen Stamm der Penan. Die Begegnung verändert sein Leben für immer. Als die Penan von massiver Abholzung bedroht werden, nimmt Manser den Kampf gegen die Waldzerstörung mit einem Mut und einem Willen auf, die ihn zu einem der berühmtesten und glaubwürdigsten Umweltschützer seiner Zeit machen.

 

PRESSENOTIZ

In DIE STIMME DES REGENWALDES erzählt Drehbuchautor und Regisseur Niklaus Hilber die wahre Geschichte des Schweizer Umweltaktivisten Bruno Manser und seinem unermüdlichen Kampf für die Erhaltung des Lebensraums der Penan, den Ureinwohnern im malaysischen Regenwald. Über ein Jahr bereitete sich Schauspieler Sven Schelker auf die Rolle des Bruno Manser vor. Er lernte die Sprache der Penan und näherte sich in mehreren längeren Aufenthalten im Urwald von Borneo dem Leben und der Lebensweise des Nomadenvolkes an. Insgesamt dreizehn Wochen drehte Regisseur Niklaus Hilber zusammen mit seinem Team mitten im indonesischen Dschungel. Zum Cast gehören auch zahlreiche Penan, die zum Teil Bruno Manser noch persönlich erlebt haben, und auf diese Weise Gelegenheit erhielten ihre eigene Geschichte zu erzählen. In atemberaubenden Bildern von Kameramann Matthias Reisser und mit einem gefühlvollen Soundtrack von Oscarpreisträger Gabriel Yared präsentiert der Spielfilm die Schönheit und die Bedeutung des Regenwaldes und offenbart gleichzeitig die Schattenseiten der Globalisierung und des Kapitalismus und welchen Preis billiges Tropenholz tatsächlich hat.

 

DIE STIMME DES REGENWALDES – DIE WAHRE GESCHICHTE DES BRUNO MANSER ist eine Produktion der A Film Company GmbH in Koproduktion mit Das Kollektiv GmbH und SRF Schweizer Radio und Fernsehen und Teleclub mit Unterstützung des Bundesamtes für Kultur (BAK), SWISSLOS-FONDS Basel-Stadt, SWISLOS-FONDS  Basel Land, Christoph Merian Stiftung, G+B Schwyzer Stiftung, IWC Filmmaker Award, Suissimage Kulturfonds, Jacqueline Spengler Stiftung / Focal Stage Pool und Fondation Ombrie. Die Herausbringung wird von der MFG Filmförderung und SWISS Films gefördert.

 

Der Camino Filmverleih wird den Film am 22. Oktober 2020 in die deutschen Kinos bringen.

 

Weitere Informationen finden Sie unter: www.stimmedesregenwaldes.de

 

Das gesamte Pressematerial finden Sie in Kürze hier: www.filmpresskit.de

„Jews with many Views“ beim 26. Jüdischen Filmfestival

Vom 6. bis zum 13. September 2020 öffnet sich der Vorhang für die nunmehr 26. Ausgabe des Jüdischen Filmfestivals Berlin & Brandenburg (JFBB). Acht Tage lang präsentiert das JFBB als eines der größten und ältesten jüdischen Filmfestivals Europas und das einzige seiner Art in Deutschland insgesamt 44 nationale und internationale Spielfilme, Dokumentarfilme, Kurzfilme und Serien mit jüdisch-israelischer Thematik. Weiterlesen

UFA Filmnächte im Jubiläumsjahr digital

Erstmals finden die UFA Filmnächte aus gegebenem Anlass ausschließlich im Netz und nicht mit tausenden Gästen auf der Berliner Museumsinsel statt. Sie stehen damit im zehnten Jahr ihres Bestehens nicht nur den Berlinern, sondern Stummfilmfans in aller Welt offen. Vom 20. bis zum 22. August 2020 präsentieren Bertelsmann und UFA im Rahmen der digitalen Culture@Bertelsmann-Reihe die Jubiläumsausgabe der UFA Filmnächte mit drei frühen Meisterwerken der Kinogeschichte, jeweils exklusiv musikalisch untermalt. Zu sehen sind die Filme per Livestream auf der Website sowie auf dem YouTube- und Facebook-Kanal von Bertelsmann.

 

Der Bertelsmann-Vorstandsvorsitzende Thomas Rabe erklärte: „Stummfilme haben auch nach einem Jahrhundert nichts von ihrer Faszination und inspirierenden Kraft eingebüßt. Mit den digitalen UFA Filmnächten wollen wir diese Kunstform auch in Zeiten räumlicher Distanz lebendig halten. Ausgewählte Meisterwerke des Weimarer Kinoskommen als Livestream zu den Menschen nach Hause und werden damit neu im öffentlichen Bewusstsein verankert.“

 

Nico Hofmann, CEO UFA, ergänzte: „Gerade in der aktuell außergewöhnlichen Situation freut es mich sehr, dass wir auch mit der diesjährigen zehnten Ausgabe der UFA Filmnächte eine Möglichkeit gefunden haben, der herausragenden Stummfilmkunst der 1920er Jahre eine publikumswirksame Plattform zu geben: Zum ersten Mal wird das Highlight des Berliner Kultursommers sogar weltweit digital erlebbar – eine echte Bereicherung in schwierigen Zeiten.“

 

Die digitalen UFA Filmnächte finden bei Bertelsmann auf YouTube (www.youtube.de/bertelsmann), Facebook (www.facebook.com/Bertelsmann) und auf der Website (www.bertelsmann.de/culturedigital) sowie auf www.ufa-filmnaechte.de statt. Sie werden außerdem auf der Website von radioeins (www.radioeins.de/livestream) eingebettet.

 

Das Programm im Überblick:

Donnerstag, 20. August 2020, Filmbeginn: 21:00 Uhr

FRAU IM MOND (1929), Regie: Fritz Lang

Mit Gerda Maurus, Willy Fritsch, Klaus Pohl, Gustav von Wangenheim, Fritz Rasp

Produktion: Fritz Lang Film für Ufa, Länge: 156 Min.

Musik: Jeff Mills mit seiner musikalischen Interpretation

 

Freitag, 21. August 2019, Filmbeginn: 21:00 Uhr

MENSCHEN AM SONNTAG (1929/1930), Regie: Robert Siodmak, Edgar G. Ulmer

Drehbuch: Billie Wilder, Robert Siodmak

Kamera: Eugen Schüfftan, Fred Zinnemann

Mit Erwin Splettstößer, Brigitte Borchert, Wolfgang von Waltershausen u.a.

Produktion: Seymour Nebenzahl, Länge: 74 Min.

Musik: DJ Raphaël Marionneau

 

Samstag, 22. August 2020, Filmbeginn: 21:00 Uhr

DIE ABENTEUER DES PRINZEN ACHMED (1926), Regie und Drehbuch: Lotte Reiniger

Produktion: Louis Hagen, Länge: 65 Min.

Musik: Trioglyzerin

 

Die digitalen UFA Filmnächte sind Teil der Reihe „Culture@Bertelsmann goes digital“. Dort gehen die kulturellen Aktivitäten von Bertelsmann auch in Zeiten der Corona-bedingten Einschränkungen weiter. Geplant sind bis zum Herbst vielfältige Streaming-Angebote, Live-Übertragungen und interaktive Projekte rund um Musik, Filme und Literatur. Auch Rückblicke auf frühere Projekte wie Konzerte, Lesungen und Ausstellungen werden auf demYouTube-Kanal, der Website und dem Facebook-Kanal von Bertelsmann präsentiert. In den sozialen Medien sind die Kulturaktionen unter dem Hashtag #BertelsmannCultureDigital zu finden. Mehr auf www.bertelsmann.de/culturedigital.

 

Die UFA Filmnächte werden unterstützt von der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung, radioeins (rbb) ist Medienpartner.

 

Sichere Kulturorte –
 Berlin passt die Abstandsregeln im Kino an

Die Neuregelung in Berlin sieht Abstandsauflagen vor, die sich in vielen europäischen Ländern wie etwa Österreich, der Schweiz, Frankreich, der Niederlande, Dänemark, Finnland, Polen und der Ukraine bewährt haben. In der Praxis bedeuten sie, dass zwischen Personen bzw. Personengruppen ein Sitzplatz frei bleiben muss. Mit dem neuen Hygiene-Rahmenkonzept, das in den kommenden Tagen in Kraft treten soll, wird den Berliner Kinos eine Saalauslastung von bis zu zwei Dritteln ermöglicht.

 

„Die verantwortungsvolle Reduzierung des Mindestabstands im Kinosaal in Berlin ist ein wichtiges Signal für die gesamte Branche,“ so Christian Bräuer, Vorsitzender des Filmkunsttheaterverbands AG Kino – Gilde. „Wir danken Senatskanzleichef Christian Gaebler, dem Berliner Senat und dem Medienausschuss des Abgeordnetenhauses für den intensiven Austausch und die sachliche Auseinandersetzung mit dem Ort Kino. Mit der Anpassung wird anerkannt, dass Kinos über geeignete räumliche, organisatorische und technische Gegebenheiten verfügen, um Hygieneauflagen sehr gut umzusetzen.“

 

Nach Nordrhein-Westfalen und Sachsen reduziert mit Berlin damit nun das dritte Bundesland die Abstandsauflagen am Sitzplatz. „Entscheidend ist, dass nun zügig in allen Bundesländern vergleichbare Regelungen umgesetzt werden, um den Kinomarkt in Deutschland sicher ankurbeln zu können und für die Verleiher größere Filmstarts attraktiv zu machen. Idealerweise kommen wir mittelfristig zu bundeseinheitlichen Regelungen zurück,“ so Bräuer. „Die Kinos haben nach der Wiedereröffnung bewiesen, dass sie um ihre Pflicht wissen, die behördlichen Auflagen sorgfältig und gewissenhaft zum Schutz der Gäste und der Beschäftigten umzusetzen.“

 

Das Publikum erkennt das Engagement der Arthouse-Kinos während der Krise und im Zuge der Wiedereröffnung an. Obwohl die Saalkapazität angesichts der Abstandsauflagen bislang nur etwa ein Fünftel der verfügbaren Plätze beträgt, erreichten sie im Juli mit klug kuratierten Programmen und vielen Events immerhin ein Besucherniveau von rund 50 % des Vorjahres. „Unser Dank gilt daher unserem Publikum, das uns mit Gutscheinverkäufen und Spenden während der Schließung solidarisch unterstützt hat und nun wiederkommt.“, so Bräuer.

 

Die Berliner Kinos und mit ihnen die meisten Filmkunsttheater im gesamten Bundesgebiet eröffneten wieder am 2. Juli 2020. Zur Kinopremiere von Christian Petzolds UNDINE mit der bei der Berlinale mit dem Silbernen Bären ausgezeichneten Hauptdarstellerin Paula Beer kam an dem Tag auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in den Delphi Filmpalast in Berlin. Der Film erreichte inzwischen schon über 75.000 Besucher. Für Produktion und Verleih ein großer Erfolg angesichts der Rahmenbedingungen.

 

Mit der Neuregelung der Abstandsauflagen wird auch den Filmverleihern eine positive Perspektive geboten, ihre Filme wieder Erfolg versprechend in die Kinos zu bringen. Die Bereitschaft, bei reduzierten Abstandsauflagen auch wieder Filme mit größerem Produktions- und Marketingbudget zu starten, ist bei vielen Verleihern vorhanden. Diese Starts sind auch nötig, um insgesamt wieder zu einer besseren Wirtschaftlichkeit der Film- und Kinobranche zu kommen.

 

„Bis zur vollkommenen Rückkehr zur Normalität bleibt aber noch ein langer Weg, zumal weiterhin kaum Vermietungs- und Werbeerlöse erzielt werden. In dieser Phase sind die Filmkunsttheater mit ihrem hohen gesellschaftlichen Engagement und Geschäftsmodellen an der Schnittstelle von Kultur und Wirtschaft weiter auf Unterstützung angewiesen,“ so Bräuer abschließend.

20. Filmkunstmesse: Noch ein Monat bis zum Anmeldeschluss

Vom 14. bis 18. September findet die 20. Filmkunstmesse Leipzig als das erste zentrale Branchenevent seit Beginn der Corona-Pandemie physisch und unter strenger Einhaltung der dann geltenden Hygiene- und Abstandsregeln statt. Angemeldet wurden bisland 55 Filme, die in den Passage Kinos, der Schauburg und dem CineStar Leipzig gezeigt werden. Darunter namhafte Filmemacher*innen, Highlights der Berlinale und Beiträge aus Venedig. Die Verleiher setzen damit in diesen unsicheren Zeiten ein positives Signal für den Markt  Über 200 Kinobetreiber*innen und Branchenvertreter*innen haben sich schon angemeldet. Die veranstaltende AG Kino-Gilde e.V. rechnet insgesamt mit etwa 600 Akkreditierten und Gästen. Neben den Screenings soll der Blick mit hochkarätigen Panels und Seminaren in die Zukunft gerichtet und Strategien aus der Krise besprochen werden. Darüber hinaus bietet die Filmkunstmesse in diesem Jahr ein Rahmenprogramm, das Austausch und Begegnung in sicherem Umfeld ermöglicht.

Fachbesucher*innen haben bis 31. August die Möglichkeit, sich online zu akkreditieren: https://registrierung.filmkunstmesse.de/messebesucher

Seminare über Folgen, Chancen und Herausforderungen der Corona-Pandemie u.v.m.
Das Seminarprogramm der Filmkunstmesse beschäftigt sich mit den großen Verwerfungen durch die Corona Pandemie und wirft aus unterschiedlichen Perspektiven einen Blick auf die aktuelle Situation.

Das Panel „Kollaps oder Chance: Welche Weichen müssen für den Film und das Kino in Deutschland für die Zeit mit und nach Corona gestellt werden?“ erörtert insbesondere die Situation in Deutschland. Die Lage weltweit, die unmittelbar die Herausbringungsstrategien der Majors und die Auswertungsfenster in Deutschland betrifft, nimmt das internationale Panel unter der Überschrift „Neustart der Filmindustrie: Wie hat sich die Corona-Krise international ausgewirkt?“ in den Blick.

Im vielfältigen Seminarprogramm geht es aber auch um digitales Kundenmanagement, um innovative Programmgestaltung sowie um Zahlen, Daten und Fakten der internationalen Marktentwicklung, um Kino für die junge Generation, um das Netzwerk für Landkinos und um Nachhaltigkeit im Kino.

Außerdem beschäftigt sich das Programm mit Fallstricken im Social Media Bereich, gibt einen Überblick über die derzeitigen Förderprogramme für Kinos, bietet eine öffentliche Podiumsdiskussion zum Thema „Diversität im Film“ und schafft mit „Female Spirit“ ein Forum zum Netzwerken für Kino- und Filmemacherinnen.

Sicheres Rahmenprogramm mit zwei Preisverleihungen
Die MDM-Programmpreisverleihung am Dienstag, 15. September findet im kleineren Rahmen mit allen Preisträger*innen in den Salles de Pologne statt. Gleichzeitig haben alle Messebesucher*innen die Möglichkeit, sich Open Air auf dem nahe gelegenen Richard Wagner Platz zu treffen. Food Trucks und Getränkestände versorgen die Gäste.

Die Gilde Filmpreisverleihung findet am Donnerstag, 17. September im Täubchenthal statt. Auch wenn die Kapazitäten im Saal begrenzt sind, können alle Messebesucher*innen die Verleihung vor Ort im großen Außenbereich mit Food Trucks und Getränken live auf dem Bildschirm verfolgen.

Digitale Angebote zur Filmkunstmesse / Zusammenarbeit mit Cinando
Corona-bedingt sind in diesem Jahr die Platzkapazitäten in den Kinosälen und bei den Seminaren begrenzt. Deshalb werden viele Panels auch online übertragen. Wichtige Neuerung ist auch die Zusammenarbeit mit der Online-Sichtungsplattform Cinando: Sie ermöglicht es Verleihern, ihre Filme zusätzlich zum Screening in einem der Kinos noch 10 Tage lang allen akkreditierten Fachbesucher*innen online zugänglich zu machen.

Mit einem zentralen Ticketsystem unterstützt von der Kinomarkt Deutschland e.G. wird die Nachverfolgbarkeit aller Besucher*innen gewährleistet und die Platzkapazitäten optimal genutzt. Das Ticketsystem erlaubt es den Teilnehmer*innen,  ihr*sein  persönliches Programm individuell zu planen.

www.filmkunstmesse.de

Sequel zu Latte Igel

Die Abenteuerreise des frechen Igelmädchens Latte geht in die nächste Runde. In Deutschland kam „Latte Igel und der magische Wasserstein“, der auf dem erfolgreichen Kinderbuch des finnisch-schwedischen Autors Sebastian Lybeck basiert und im Thienemann Verlag erschienen ist, am 25. Dezember 2019 in die Kinos und lockte rund 230.000 Zuschauer*innen vor die Leinwand.

 

Nun soll es einen zweiten Teil geben, der Ende 2021 in die Umsetzung gehen soll. Produziert wird das Sequel von Dreamin’ Dolphin Film (München) und Eagle Eye Filmproduktion(Ludwigsburg). Für die Regie zeichnet erneut Regina Welker verantwortlich, die gemeinsam mit Nina Wells auch die Regie beim ersten Teil führte. Das Drehbuch schreibt Jesper Møller. Koch Media wird wieder den deutschen Verleih übernehmen, Sola Media steht ebenfalls für den Weltvertrieb in den Startlöchern. Der Film entsteht in Zusammenarbeit mit Sebastian Lybeck und dem Thienemann Verlag.

 

Die Suche des Igelmädchens nach dem magischen Wasserstein war nicht nur ein lokaler Erfolg sondern auch weltweit ein Renner. Der Film im Weltvertrieb von Sola Media lief bereits erfolgreich in Frankreich, Russland, Ungarn, Holland, Norwegen, Rumänien, Türkei, in den Arabischen Emiraten und in Vietnam in den Kinos, demnächst startet er auch in Dänemark und Polen. Die deutsch-belgische Koproduktion ist überdies seit 31. Juli bei Netfix in den englischsprachigen Territorien sowie in Lateinamerika und in verschiedenen asiatischen Ländern abrufbar.

„Wir freuen uns auf das nächste große Abenteuer unseres tapferen Igel-Mädchens. Die weltweite Resonanz und die Tatsache, dass Latte Igel nun auch auf Netflix einem Millionenpublikum zugänglich gemacht wird, ist ein wunderbarer Erfolg. Wir gehen mit einem starken Rückenwind in die Produktion des 2. Teils.“, sagt die Produzentin des Films Lilian Klages, Dreamin’ Dolphin Film.

 

In der deutschen Ausgabe leihen Luisa Wietzorek, Henning Baum und Timur Bartels den Hauptfiguren des Films ihre Stimmen. Für die englische Version „Latte and the magic waterstone“ konnten unter anderem die US-Stars Ashley Bornacin („Spy Kids: Mission Critical“, „Camp WWE“) und Danny Fehsenfeld („The Young & The Restless“, „How to get away with murder“) gewonnen werden.

 

Latte Igel und der magische Wasserstein“ (Prädikat: Besonders Wertvoll) ist eine deutsch-belgische Koproduktion von Dreamin’ Dolphin Film (München), Eagle Eye Filmproduktion (Ludwigsburg) und Grid Animation (Belgien). Produzent*innen sind Lilian Klages und Thomas G. Müller, Koproduzenten sind Mark Mertens und Jan Goossen. Das Drehbuch stammt von Andrea Deppert und Martin Behnke (ITFS Drehbuchpreis 2014). Regie führten Regina Welker und Nina Wels. Der Film ist im Verleih von Koch Media und im Vertrieb von Studiocanal. World Sales: Sola Media. Der Film wurde gefördert von MFG Baden-Württemberg, Mitteldeutsche Medienförderung, Film- und Medienstiftung NRW, Filmförderungsanstalt (FFA), Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM), DFFF.

 

About Dreamin’ Dolphin Film GmbH:
Dreamin’ Dolphin Film mit Sitz in München wurde 2004 von der Produzentin Lilian Klages, dem Medienanwalt Thomas G. Müller und dem Produzenten Joachim Hellinger gegründet. Das Unternehmen realisiert Animationsformate – ob animierte Spielfilme oder Fernsehserien – für den internationalen Markt. Dreamin’ Dolphin Film und ihre Schwesterunternehmen Eagle Eye Film und Zooper Film in Deutschland und Parka Pictures in Dänemark zeichnen sich durch langjährige und starke Verbindungen und Partnerschaften auf der ganzen Welt aus.

 

Filmografie:
„Latte Igel und der magische Wasserstein“ (2019) in Koproduktion mit Grid Animation, „Die sagenhaften Vier (Marnies Welt) (2018), Associate Producer, eine Produktion der Scopas Film in Koproduktion mit Grid Animation, „The Dolphin, Story of a dreamer“ (2009), eine Ko-Produktion zwischen Dreamin’ Dolphin Film, Dolphin Films und Passworld

 

In Finanzierung:
„Elli – Ungeheuer Geheim“ nach dem gleichnamigen Buch von Klaus Baumgart. Eine Koproduktion von Zooper Film, Dreamin Dolphin Fim (DE), Carpe Diem Kanada und Belga Film (BE). Gefördert durch MFG Baden-Württemberg, FFF BayernAnimationsdrehbuch Preis Nominierung 2019

 

In Entwicklung:
„Little Miss Santa“, Feature Film /Animation in Entwicklung, Projektentwicklungsförderung FFF-Bayern, „Granny Samurai, the Monkey King and I“, created and written by John Chambers, Regie: Jesper Møller,, Feature Film /Animation Drehbuch und Projektentwicklungsförderung Kuratorium Junger Deutscher Film, Animationsdrehbuch Preis Nominierung 2019

Deutscher Fairnesspreis geht an ‚Born in Evin’

Am 11. September werden im Berliner Club Spindler & Klatt die Deutschen Schauspielpreise vergeben. Neben acht Kategorien und weiteren Spezialpreisen wird dann auch der Deutsche Fairnesspreis verliehen, ein im vergangenen Jahr ins Leben gerufener Gemeinschaftspreis des BFFS und der ver.di FilmUnion. Der Preis würdigt jährlich eine Produktion, die auf besondere Weise zu einem von den Vorständen der beiden Verbände festgelegten Thema zu gesellschaftlicher Fairness beiträgt.

 

Eine aus Mitgliedern der Filmverbände und ver.di bestehende Jury – Ursula Höf (ver.di), ChrisTine Urspruch (BFFS), Robin Pohle (bvft – Bundesvereinigung Filmton), Jens Bartram (BVM – Bundesvereinigung Maskenbild) und Christian Lex (VDD – Verband Deutscher Drehbuchautoren) – hat aus den Einreichungen der Verbände für den Deutschen Fairnesspreis 2020 zum diesjährigen Thema ‚Streitkultur’ Maryam Zarees Dokumentarfilm „Born in Evin“ ausgewählt. Den Preis übergibt Christian Rickerts, Staatssekretär der Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe gemeinsam mit den Jurymitgliedern Ursula Höf und ChrisTine Urspruch.

 

Die Begründung der Jury: „Sich in der Sache zu streiten, um das beste Ergebnis zu ringen, ist Kern unserer freiheitlichen, liberalen und aufgeklärten Gesellschaft. Doch Konflikte entgleiten immer häufiger. Es gelingt uns oft nicht, bei der Sachebene zu bleiben. Absichtlich oder unbewusst tragen wir unsere seelischen Abgründe in den Streit. Das Gegenüber drückt Knöpfe, die reflexhafte emotionale Abwehrreaktionen verursachen, welche nichts mit dem Moment zu tun haben. Wir sind schließlich verletzt, entnervt, überfordert, arrogant, enttäuscht. Kurz – irgendwann setzen wir uns nicht mehr mit Argumenten auseinander, sondern reagieren auf die Reaktionen des Gegenübers, und die Worte werden zu Waffen, während in der Sache Sprachlosigkeit herrscht. Die schlimmste Form der Auseinandersetzung ist der Tod derselben. Maryam Zaree macht es sich nicht so leicht. Sie tut exemplarisch das, was wir alle tun sollten. Sie traut sich, ihre seelischen Narben anzusehen. Geboren in Evin, einem iranischen Gefängnis und einem der schlimmsten Orte der Welt, holt sich Zaree mit ihrem Mut aus der Sprachlosigkeit heraus und Stück für Stück ihre Freiheit zurück. Für Sie. Für uns. Ausgehend von der privaten Frage nach der eigenen Geschichte weitet sie ihren und unseren Blick auf die politischen Zusammenhänge. Maryam Zaree trifft auf viele kluge und politisch aktive Frauen, die nicht schweigen und sie einbetten in eine große Solidarität. „Born in Evin“ ist ein Film, der Mut macht, die Wut auf den tief in uns sitzenden Schmerz nicht anderen an den Kopf zu werfen, sondern in die Eigenverantwortung und den konstruktiven Streit zu gehen. Maryam Zaree hat mit diesem Dokumentarfilm einen wunderbar aufgebauten, tief zu Herzen gehenden und inspirierenden Film gemacht. Danke dafür und danke für alle Filme, die hoffentlich noch kommen werden.“
 

 

Über den Deutschen Schauspielpreis:
Der Deutsche Schauspielpreis wurde vom Bundesverband Schauspiel e.V. (BFFS) ins Leben gerufen und während der Berlinale 2012 zum ersten Mal verliehen. Die Preisverleihung ist eine Non-Profit-Veranstaltung, die nur durch ein breites ehrenamtliches Engagement der Schauspielerinnen und Schauspieler, zahlreicher Freunde und Unterstützer, Förderer und Sponsoren ermöglicht wird.
https://www.schauspielpreis.com
 

 

Über den Bundesverband Schauspiel e.V. (BFFS): 
BFFS steht für Bühne, Film, Fernsehen, Sprache. Gegründet 2006 ist der BFFS als Verband und Gewerkschaft mit seinen über 3.600 Schauspielerinnen und Schauspielern inzwischen die größte nationale Schauspielerorganisation und die mitgliederstärkste Berufsvertretung der deutschen Film-, Fernseh- und Theaterlandschaft. Der BFFS vertritt die berufsständischen sowie die gewerkschaftlichen Interessen der Schauspielerinnen und Schauspieler in Deutschland. Er will die kulturellen, gesellschaftlichen, politischen, rechtlichen, tariflichen und sozialen Rahmenbedingungen verbessern bzw. schaffen, die sowohl den einzigartigen Schauspielberuf schützen, bewahren und fördern als auch die besondere Lebens- und Erwerbsituation der Künstlerinnen und Künstler berücksichtigen, die diesen Schauspielberuf ausüben.
 

 

Über die ver.di FilmUnion:
In der ver.di FilmUnion organisieren sich Filmschaffende aus allen Gewerken der Branche, um sich zu vernetzen, ihre Interessen gemeinsam zu vertreten und um die Arbeits- und Entgeltbedingungen am Set stetig zu verbessern. Gemeinsam mit dem BFFS verhandelt die FilmUnion in ver.di den für Film- und Fernsehproduktionen greifenden Tarifvertrag TV FFS. Mit der knapp zwei Millionen Mitgliedern starken Gesamtorganisation ver.di im Rücken gilt für die FilmUnion: „Alle Filmschaffenden. Eine Gewerkschaft. Gemeinsam erreichen wir mehr.“
 

Wir danken den Sponsoren und Partnern: AUDI AG, TikTok, GVL, OJESH, Getränke Hoffmann, KAURI CAB, Projekt Zukunft, eine Initiative der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe, Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di, BOSE, pad concept, HEYMERADER, GILKA, Berlina Shot Manufaktur.

Letzte Klappe für Weydemann – Produktion „Schoko“ (AT)

Nach insgesamt 31 Drehtagen in zwei Blöcken ist “Schoko” (AT), die aktuelle Produktion der Weydemann Bros., im Kasten. Drehstart war bereits im August vergangenen Jahres in Leipzig. Nach einer Unterbrechung der Dreharbeiten wegen eines Versicherungsfalls sollten die ausstehenden Szenen ursprünglich im April 2020 gedreht werden, Corona-bedingt konnte der Film aber erst ab dem 14. Juli fortgesetzt werden. Am vergangenen Samstag fiel schließlich die goldene Klappe für “Schoko“ (AT).

 

“Schoko“ (AT) ist der Debütfilm von Autorin und Regisseurin Sarah Blaßkiewitz. In den Hauptrollen sind Haley Louise Jones (bekannt aus der Sat.1-Serie „Einstein), Lorna Ishema („Rampensau“, „You are wanted“), Anne Haug („Die fruchtbaren Jahre sind vorbei“, „Männer zeigen Filme und Frauen ihre Brüste“) und Maximilian Brauer („Wir waren Könige“, „Tempel“)  sowie Anneke Kim Sarnau („Polizeiruf“) zu sehen.

 

Der Film greift mit dem Thema ‘Alltagsrassismus’ eine hochaktuelle Debatte auf. Die afrodeutsche Ivie (Haley Louise Jones), von ihren Freunden „Schoko“ genannt, wohnt mit ihrer besten Freundin Anne (Anne Haug) in Leipzig und arbeitet übergangsweise im Solarium ihres Ex-Freundes Ingo (Maximilian Brauer) während sie noch auf der Suche nach einer festen Anstellung als Lehrerin ist. Plötzlich steht ihre, ihr bis dahin unbekannte, Berliner Halbschwester Naomi (Lorna Ishema) vor der Tür und konfrontiert sie mit dem Tod des gemeinsamen Vaters und dessen anstehender Beerdigung im Senegal. Während die Schwestern sich langsam kennenlernen, stellt Ivie zunehmend nicht nur ihren Spitznamen, sondern auch ihr Selbstbild in Frage.

 

Produziert wird „Schoko“ (AT) von der Weydemann Bros. GmbH in Zusammenarbeit mit ZDF Das kleine Fernsehspiel und gefördert von der Mitteldeutschen Medienförderung und der nordmedia. Das Drehbuch von Sarah Blaßkiewitz entstand mit Unterstützung des Kuratoriums junger deutscher Film.

 

2019 gewann Weydemann Bros. mit ersten Ausschnitten von „Schoko“ beim Tallinn Black Nights Film Festival den renommierten Baltic Event Works in Progress Award. Und beim in diesem Jahr erstmalig virtuellen Marché du Film des Filmfestivals in Cannes lud German Films die Produzenten in ihre Reihe ‘Producers present upcoming films from Germany’ ein, in der sie “Schoko” (AT) mit einem ersten Teaser der internationalen Branche präsentierten.

 

Am 2. Juli öffnen in Berlin und Brandenburg endlich wieder die Kinos

Mit aktuellen Filmneuheiten wie Christian Petzolds Berlinale Wettbewerbsbeitrag UNDINE oder DIE SCHÖNSTEN JAHRE EINES LEBENS, der neue Film von Claude Lelouch, in der er nach über 50 Jahren Anouk Aimée und Jean-Louis Trintignant wieder gemeinsam auf die Leinwand bringt oder das kolumbianische Drama MONOS – ZWISCHEN HIMMEL UND HÖLLE, dass einer jugendlichen Guerilla-Truppe in den Bergen Kolumbiens folgt, eröffnen die Berliner und Brandenburger Kinos wieder ihre Häuser. Am 16. Juli folgt die zeitgemäße Neuverfilmung des Alfred Döblin-Romans BERLIN ALEXANDERPLATZ und am 12. August Christopher Nolans langerwarteter Sci-Fi Thriller TENET.

Seit dem 14. März waren die Kinos bundesweit Corona-bedingt geschlossen. Nun öffnen sie in Berlin und Brandenburg unter sogfältiger Berücksichtigung der vorgegeben Abstandsregelungen und Hygienekonzepte wieder. Die behördlichen Abstandsauflagen zwischen nicht zusammengehörenden Personengruppen werden in den Kinosälen durch intelligente Platzbelegung sichergestellt. Die Besucher werden zudem gebeten, ihre Karten online zu erwerben. Außerdem sind die Anfangszeiten so entzerrt, dass sich nicht zu viele Personen gleichzeitig in den Foyers aufhalten. Die Reinigungs- und Lüftungszyklen der Säle und Sanitäreinrichtungen werden erhöht und Desinfektionsmittel in ausreichenden Mengen zur Verfügung gestellt. Die Mund-Nasen-Bedeckung, die im Übrigen beim Bewegen im Kino obligatorisch ist, kann am Sitzplatz im Saal abgenommen werden.

Christian Bräuer, Vorsitzender der AG Kino-Gilde: „Wir freuen uns sehr, dass es endlich wieder losgeht und wir dem Publikum die besten Filme aus aller Welt präsentieren können. Wir haben die Zeit genutzt, um die notwendigen Maßnahmen zum Schutz unserer Gäste umzusetzen und unsere Kinos noch sicherer zu machen. Unser Dank geht an unsere Mitarbeiter, die hart an einer optimalen Wiedereröffnung arbeiten, an unser Publikum, das uns in den vergangenen Monaten mit Gutscheinkäufen, Spenden und Liebeserklärungen so fantastisch unterstützt hat und an den Berliner Senat, den Medienausschuss im Abgeordnetenhaus, das Medienboard sowie an Kulturstaatsministerin Monika Grütters, die immer eng an der Branche das ihre getan haben, um uns in den schweren letzten Monaten zu unterstützen.“

www.agkino.de

JFBB 2020: Jews with many Views

Die 26. Ausgabe des Jüdischen Filmfestivals Berlin & Brandenburg findet vom 6. bis 13. September deutschlandweit online und im Kino in Berlin und Brandenburg statt.

 

Aufgrund der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie ist das Festivalprogramm erstmalig größtenteils auch digital zugänglich. Das JFBB nutzt hierfür die renommierte Streaming-Plattform ‚Festival Scope‘, auf der alle digital angebotenen Festivalfilme gegen eine kleine Gebühr zu sehen sein werden. Alle Filme, unabhängig davon, ob sie gestreamt oder im Kino aufgeführt werden, werden durch Filmeinführungen und -gespräche kontextualisiert.

 

Nicola Galliner, Leiterin des JFBB: „Für uns ist dieser Gang ins Digitale nicht nur ein notwendiger Schritt wegen Corona, sondern gleichzeitig auch die große Chance, ein Publikum überregional in ganz Deutschland zu erreichen und eine einzigartige Gelegenheit, unser anspruchsvolles und vielseitiges Programm erstmalig über den sonst geographisch begrenzten Rahmen eines analogen Festivals hinaus zu zeigen. Nicht zuletzt angesichts des immer weiter ansteigenden Antisemitismus in Deutschland können wir so jüdisches Leben in alle Teile Deutschlands bringen und damit gleichzeitig engagiert und entschlossen gegen jegliche Formen von Antisemitismus und stereotype Zuschreibungen eintreten und vorgehen.“

 

Zu den diesjährigen Highlights des Festivals zählt der Eröffnungsfilm INCITEMENT (ISR 2019), in dem der israelische Regisseur Yaron Zilberman die reale Geschichte des Attentats auf den israelischen Ministerpräsidenten Yitzhak Rabin am 4. November 1995 und dessen Genese aus der Perspektive des Täters erzählt. Mit Originalbildern beleuchtet Zilberman die sich immer weiter zuspitzende sozio-politische Situation vor dem Attentat, die Zerrissenheit der israelischen Bevölkerung in Hinblick auf den damaligen Friedensprozess und zeichnet die verschiedenen Einflüsse auf den Täter vor dem Attentat nach. Dieses jährt sich in diesem Jahr zum 25. Mal und hat bis heute nichts an seiner traumatischen Wirkung auf die israelische Bevölkerung und den Friedensprozess im Nahen Osten verloren.

 

INCITEMENT hat den Ophir Award (Israel) in der Kategorie best picture gewonnen und wurde von Israel als Beitrag für die Oscars vorgeschlagen. Der Film feiert beim JFBB seine Deutschlandpremiere.

 

Ihre Weltpremiere im Rahmen des JFBB feiert die romantische Komödie KISS ME KOSHER (DEU 2020). Der temporeiche Culture-Clash der israelischen Regisseurin und Autorin Shirel Peleg über Liebe, Vorurteile und verrückte Familien vereint ein israelisch-deutsches Starensemble und liefert, frei von gesellschaftlichen oder religiösen Konventionen, einen Feel Good-Film im besten Sinne.

 

Neben den beiden kurz vorgestellten Filmen bietet das Festival auch in diesem Jahr eine große Bandbreite facettenreicher Einblicke in die Vielfalt jüdischen Lebens und Israels. Das internationale Programm des diesjährigen JFBB umfasst insgesamt elf Spielfilme, fünfzehn Dokumentarfilme, zwei Serien und drei Kurzfilmprogramme aus acht Ländern. Ausgewählte Filme werden analog in zahlreichen Kinos in Berlin und Brandenburg aufgeführt, darunter das Cinema Paris, Delphi Lux, Filmkunst 66, Hackesche Höfe Kino, City Kino Wedding und das Filmmuseum Potsdam.

 

Das Jüdische Filmfestival Berlin & Brandenburg ist seit über einem Vierteljahrhundert das größte Forum für den jüdischen und israelischen Film in Deutschland. Es gewährt mit aktuellen Filmen tiefe Einblicke in Diversität und Facettenreichtum jüdischen Lebens in Deutschland, Israel und in der ganzen Welt. Das Festival greift dazu immer wieder hochaktuelle und gesellschaftlich relevante Themen auf. Es hält die Erinnerung an die Shoa wach und engagiert sich dabei aktiv gegen offenen und versteckten Antisemitismus.

 

Weitere Programminfos folgen im Laufe des Sommers auf www.jfbb.de.
Folgen Sie dem JFFB auf Facebook: www.facebook.com/jffberlin

 

Pressekontakt
SteinbrennerMüller Kommunikation
Kristian Müller & Dr. Kathrin Steinbrenner
mail@steinbrennermueller.de
Telefon: 030 / 4737 2191

Die Gewinner des ersten „gamesweekdigital: Dev Booster“ 


The Red Solstice 2: Survivors“ von Iron Ward j.d.o.o. aus Kroatien und „Grid Fight“ von Playtra Games aus Großbritannien sind heute Abend am Ende des live-gestreamten Finales zu den Gewinnern des ersten „gamesweekdigital: Dev Booster“ gekürt worden. Das taktische Echtzeit-Strategiespiel „The Solstice 2: Survivors“ hat dabei am Ende in einer K.O.-Runde das taktische Action-Game „Grid Fight“ knapp besiegt und belegt damit den 1. Platz. Das Finale wurde live aus der neuen Esports-Arena LVL World of Gaming in Berlin übertragen und konnte auf Twitch unter www.twitch.tv/gamesweekberlin verfolgt werden. Moderiert wurde die finale Ausscheidung von Melly ‚m3lly’ Balgün und von Patrick Wolter von Nerd over News (Allyance Network).

Der Finalrunde vorangegangen waren das B2B-Finale am 24. Juni und die Vorausscheidungen am 15. und 16. Juni. In der ersten Runde nahmen 32 Spiele aus 15 Ländern weltweit – von Australien über Kanada und Chile, bis zu Rumänien, Kroatien und Dänemark u.v.m. – teil, aus denen wiederum acht Teams für die beiden Finalrunden ausgewählt wurden. Im auf den Businessaspekt (Vermarktung, Geschäftsmodell, Vertrieb etc.) der Spiele fokussierten B2B-Finale  am 24. Juni gingen „The Red Solstice 2: Survivors“ vom kroatischen Entwickler Iron Ward, j.d.o.o., „First Class Trouble“, vom dänischen Studio Invisible Walls und „Unbound: Worlds Apart“ von Alien Pixel Studios aus Rumänien als Top 3 Games hervor. Alle teilnehmenden Spiele können auf Steam angesehen werden: https://store.steampowered.com/sale/gamesweekdigital.

Nach der coronabedingten Verschiebung der im April geplanten gamesweekberlin rief der Berliner Veranstalter Booster Space das neue Online-Pitchingformat „gamesweekdigital: Dev Booster“, das internationale Spieleentwickler_innen, Publisher, Expert_innen sowie Investor_innen und Medienvertreter_innen zusammenbringt, ins Leben.

„Wir sind begeistert vom positiven Feedback auf unseren ersten digitalen Dev Booster!“ so Michael Liebe, CEO von Booster Space. „Uns war klar, dass Videospielentwickler_innen gerade in der aktuellen Situation die Möglichkeit brauchen, ihre aktuellen Projekte einem breiten Fachpublikum und einer begeisterungsfähigen Community vorzustellen und dadurch weiter voranzutreiben. Dass das neue Format soviel Zuspruch erhielt, freut uns umso mehr. Die Qualität und die Internationalität der beteiligten Entwicklerstudio sowie der Einsatz der Mentor_innen und Juror_innen hat uns überwältigt. Der Dev Booster ist damit ein Format, das wir definitiv fortführen werden.“

Die aufgrund von Covid-19 verschobene gamesweekberlin PRO X wird voraussichtlich am 29. Oktober als Hybrid Event stattfinden. Updates dazu werden hier veröffentlicht https://www.gamesweekberlin.com/

Alle Top 8 Teilnehmer_innen erhalten ein Dev Booster Zertifikat, Mentoring, Experten_innen-Feedback, Preisgeld aus dem symbolischen Gewinner-Preistopf, einen Werbebanner auf Eurogamer,  und weitere Beratung. Der erste Gewinner erhält eine Xbox 1 Konsole, 2000 Tencent Cloud Dollar, kostenlosen Ausstellungsfläche bei einem Booster Space Event, einen Marketing Insight Test von GlobalTopRound auf der Plattform G.Round, die Integration auf der neuen Plattform Scill PLAY und zwei GameFairy Collector’s Boxen. Der zweite Gewinner erhält ebenfalls kostenlosen Ausstellungsraum bei einem Booster Space Event sowie eine Game Fairy Collector’s Box.

Mit dabei als Mentor_innen und Juror_innen waren Nico Baletta (devcom),  André Bernhardt (Indie Advisor), Thomas Bidaux (ICO Partners), Valentina Birke (Indie Arena Booth), Oscar Clark (Fundamentally Games), Anya Combs (Kickstarter), Jason della Rocca (Game Industry Entrepreneur), Kate Edwards (Global Game Jam), Christian Fonnesbech (Leverage), Dawid Hallmann (Webedia Gaming),  Rebecca Lautner (Landfall Games), Odile Limpach (SpielFabrique), Pontus Mähler (Global Top Round), Dieter Marchsreiter (Marchsreiter Communication), Fawzi Mesmar (EA Dice). Rebecca Owen (DDM), Michael Schade (Rockfish Game), Philomena Schwab (Gründerin, Strayfawn Studios), Mark Val (Microsoft), Bertrand Vernizeau (Game Seer), Christopher Wulf (Those Awesome Guys).

Booster Space, die Veranstalter des „gamesweekdigital: Dev Booster“, möchten ihren Unterstützer_innen und Sponsor_innen danken, die die Realisierung des Veranstaltungsformats maßgeblich unterstützt haben, allen voran dem Medienboard Berlin-Brandenburg.

Alle Partner:
Medienboard Berlin-Brandenburg (Funding Partner), Xsolla (Lead Sponsor), Mediennetzwerk NRW, webedia, allyance und Mein-MMO (Media and Event Partner), Tencent Cloud (Prize Sponsor), Xbox (Prize Sponsor), Games Bavaria (Support Sponsor), GameFairy (Prize Sponsor), SCILL PLAY (Prize Sponsor), Kickstarter (Event Partner), MeetToMatch (Event Partner), Spielfabrique (Event Partner), LVL (Event Partner), Twitch (Event Partner), Steam (Event Partner), Eurogamer.de (Media Partner and Prize Sponsor), Global Top Round (Event Partner and Prize Sponsor), Landfall (Event Partner), EA Dice (Event Partner), Marchsreiter Communications (Event Partner), ICO Partners (Event Partner), Game Seer (Event Partner), Fundamentally Games (Event Partner), GIC (Network Partner), IGDA Finland (Network Partner), games:net berlinbrandenburg (Network Partner), devGAMM (Network Partner), European Games BizDev Gaterhing (Network Partner), gamesindustry.biz (Media Partner), GamesMarkt (Media Partner), Eventbrite (Ticketing Partner).

www.gamesweekdigital.com
www.gamesweekberlin.com

Die besten Hörfilme 2020 stehen fest!

Der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) hat gestern die Preisträgerinnen und Preisträger des 18. Deutschen Hörfilmpreises 2020 bekannt gegeben. Nachdem die Gala im März Corona-bedingt abgesagt werden musste, gingen die ADele-Trophäen für die beste Audiodeskription (AD) per Post an die Teams. Weiterlesen

DEUTSCHER SCHAUSPIELPREIS 2020: Die Nominierten

Die Nominierungsjury des DEUTSCHEN SCHAUSPIELPREISES 2020, die Schauspielerinnen und Schauspieler Wanja MuesPetra ZieserHarriet KrachtPeter ZimmermannUlrike Lodwig, Dela Dabulamanzi und Jörg Schüttauf, haben nach Sichtung der relevanten deutschsprachigen Kino-, Fernseh- und Streamingproduktionen, die zwischen April 2019 und März 2020 in Deutschland zur Ausstrahlung kamen oder ihre Kinopremiere feierten, ihre Entscheidung gefällt: Weiterlesen

Wir sehen uns in Leipzig!

20. Filmkunstmesse findet statt und beginnt schon am Montag, 14.09.2020! Filmanmeldung und Akkreditierung für die Messe vom 14. bis 18.09. ab sofort möglich. 

Die Filmkunstmesse findet wie geplant im Jubiläumsjahr statt. Nach der Absage des EU-China-Gipfels in Leipzig beginnt die 20. Filmkunstmesse wie üblich am Montag(14.09.2020) und dauert wie geplant bis Freitag (18.09.2020). Um die Screenings zu entzerren, werden Freitag bis 16:00 Uhr Filme gezeigt und am Abend ein „Best-Off“ organisiert. Weiterlesen

CICAE startet internationale Kampagne „Zurück ins Kino“.

Der internationale Verband der Arthouse-Kinos (CICAE) hat in Zusammenarbeit mit der deutschen Initiative „#ZurückInsKino“ eine internationale Social-Media-Kampagne unter dem Namen „#BackToCinema“ gestartet. Die Aktion besteht aus Motiven, die speziell für die Verwendung auf Facebook-Profilbildern und anderen sozialen Medien erstellt wurden und den Satz „Back to Cinema“ enthalten, nicht nur auf Englisch, sondern auch in mehreren anderen Sprachen. Weiterlesen

VTFF sieht Chancen und Aufgaben im Konjunkturpaket

Das neue Paket der Bundesregierung für Krisenbewältigung, Konjunktur und Zukunft mit den darin vorgesehenen Kulturhilfen des BKM soll den Neustart auch für die Filmwirtschaft unterstützen. Voraussetzung für jedes kreative audiovisuelle Schaffen ist eine ebenso solide wie innovative technische Infrastruktur. Für deren Überleben und Weiterentwicklung hat der VTFF einige Ideen und Vorschläge.

 

Das neue große Hilfs- und Konjunkturpaket der Bundesregierung betrachtet der VTFF vor allem mit Wertschätzung und Hoffnung, da es hohe Summen für verschiedene Maßnahmen bereitstellt, deren Chancen auch die film- und fernsehtechnischen Dienstleister entgegensehen. In dieser ohnehin prekären Branche haben viele Unternehmen durch den Stillstand der letzten Monate große Umsatzeinbußen erfahren und sind damit auf die jetzt angekündigten Überbrückungsmittel angewiesen.

 

Dass die Kultur- und Kreativwirtschaft und damit auch die Filmbranche gut ausgestattet wird, ist lobenswert und richtig, da dies zwar ein diversifizierter, aber im Ganzen ein sehr umsatz- und beschäftigungsstarker Sektor mit großer gesellschaftlicher Relevanz ist.

 

Am wichtigsten ist es, die Voraussetzungen zu schaffen, dass die Film- und Fernsehproduktion in allen Bereichen wieder Fahrt aufnehmen kann, also Risiken abzusichern, notwendige und praktikable Schutzmaßnahmen zu ergreifen und die erforderlichen Mehraufwände fair und angemessen einzukalkulieren.

 

Stabilisierende und konjunkturfördernde Mittel hält der VTFF auch in weiteren Bereichen für wesentlich und sinnvoll: So sollte die Förderung der Digitalisierung des Filmerbes gesichert oder sogar ausgebaut werden, da damit gleichzeitig Filmklassiker gerettet und zugänglich gemacht und sonst brachliegende Produktionskapazitäten am Laufen gehalten werden können.

 

Um die geforderte Entwicklung einer klimafreundlichen Filmwirtschaft voran zu bringen, sollten Investitionen in nachhaltige Produktionstechnik unterstützt werden. Ebenso der jetzt vorgenommene Ausbau von Soft- und Hardware für Remote-Arbeitswege, der auch in Zukunft zu effizienteren Produktionsprozessen beitragen kann. Neben den aktuellen Maßnahmen sollte bedacht werden, dass es Bereiche wie die Postproduktion gibt, deren größter Einbruch erst noch kommt. Außerdem sollten einige der Finanzierungs- und Förderbedingungen beim Neustart auf den Prüfstand gestellt werden, um unseren Produktionsstandort und dessen technische Infrastruktur voran zu bringen.

 

„Der VTFF schätzt das neue Konjunkturpaket der Bundesregierung und den Einsatz des BKM für die Kultur- und Filmwirtschaft und hofft, dass die konkrete Umsetzung den technischen Dienstleistern nicht nur das Überleben ermöglicht, sondern sie in ihren kreativen und innovativen Leistungen stärkt.“ sagt VTFF Vorstandsvorsitzender Stefan Hoff. „Die Unternehmen wollen mit Ideen, Elan und Zuversicht durch die Krise hindurch gehen und sollten darin von der Politik mit den richtigen Maßnahmen ermutigt und unterstützt werden.“

Starkes Bekenntnis zur Kultur

Die AG Kino – Gilde, der Verband der Filmkunsttheater, begrüßt den Beschluss der Bundesregierung, im Zuge des Konjunktur- und Krisenbewältigungspakets auch ein umfassendes Programm zur Stärkung der Kulturinfrastruktur aufzulegen.

 

Die Bundesregierung stellt bis zu 250 Mio. Euro für pandemiebedingte Investitionen in Kultureinrichtungen wie Kulturzentren oder Musikclubs, Theater, Kinos, Messen oder Literaturhäuser zur Erhaltung und Stärkung der Kulturlandschaft zur Verfügung.

 

„Mit diesem starken Bekenntnis zur Kultur leistet die Bundesregierung einen bedeutenden Beitrag zur Sicherung der kulturellen Vielfalt,“ so Christian Bräuer, Vorsitzender des Verbands. „Gemeinsam mit Theatern, Musikclubs, Literaturhäusern und vielen weiteren Kulturorten tragen die Kinos maßgeblich dazu bei, den Werken von Kulturschaffenden eine Öffentlichkeit zu geben und damit zu deren Sichtbarkeit und gesellschaftlichen Relevanz beizutragen.“ Bräuer weiter: „Mit der Gefährdung der kulturellen Infrastruktur durch die Maßnahmen zur Bekämpfung des Covid 19 Virus sind nicht nur diese Orte, sondern in der Folge auch Künstler und Kunstformen in ihrer vielfältigen Ausprägung bedroht. Der Beschluss des Koalitionsausschusses ist die erfreuliche Anerkennung der hohen gesellschaftlichen Relevanz von Kultur.“

 

Die vergangenen Monate haben noch einmal mehr verdeutlicht, dass die Kinos Herzkammer und Rückgrat der Filmwirtschaft sind. Nur durch den Erhalt dieser flächendeckenden kulturellen Infrastruktur wird die Film- und Programmvielfalt gesichert. Seit der staatlich angeordneten Schließung liefen bei den Kinos die hohen Grundkosten weiter. Auch nach der Wiedereröffnung der Filmtheater ist abzusehen, dass es noch lange dauert, bis diese zu einem Normalbetrieb zurückkehren können. Insbesondere die hohen Abstandsauflagen beeinträchtigen massiv die Wirtschaftlichkeit. Zudem müssen sie jetzt in Sicherheitsmaßnahmen investieren.

 

Dem Filmbereich soll mit einem zielgerichteten Impulsprogramm geholfen werden und damit insbesondere Kinos unterstützt und Mehrbedarfe bei 
Filmproduktion und Verleih finanziert werden.

 

„Wir sind sehr froh, dass die Bundesregierung den Kinos damit eine echte wirtschaftliche Perspektive auch für die kommenden schwierigen Monate eröffnet,“ so Bräuer. „Unser Dank gilt der gesamten Bundesregierung, ganz besonders Kulturstaatsministerin Monika Grütters sowie dem Kulturausschuss des Deutschen Bundestags.“

 

„Kinovielfalt sichert Programmvielfalt!“ so der Verbandsvorsitzende Christian Bräuer. „Viele Kinos setzen sich bundesweit in ihrer Nachbarschaft auch für künstlerisch besondere Filme ein und machen diese Werke für ein breites Publikum sichtbar. Mit dem Wegbrechen der Kinos würden wir eine ganze Kunstform, den deutschen und internationalen Arthouse-Film, verlieren.“

 

 

Deutscher Hörfilmpreis 2020: Online-Verleihung am 17. Juni ab 18 Uhr 

Die am 17. März 2020 geplante Gala zur Verleihung des Deutschen Hörfilmpreises musste aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt werden. Um den herausragenden Hörfilmproduktionen dieses Jahres dennoch die verdiente Anerkennung zukommen zu lassen, wird der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) nun drei Monate später die Preisträgerinnen und Preisträger mit einer Online-Verleihung feiern:

Am Mittwoch, 17. Juni 2020 werden ab 18 Uhr unter www.deutscher-hoerfilmpreis.de die diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträger der ADeles für die besten Hörfilmfassungen in den Kategorien Kino, TV, Dokumentation und Kinder-/Jugendfilm und für den Publikumspreis sowie den Sonderpreis der Jury bekannt gegeben.

„Wir freuen uns, die Preisträgerinnen und Preisträger am 17. Juni online zu ihren hervorragenden Audiodeskriptionen beglückwünschen zu dürfen. Wir erleben gerade jetzt, wie wichtig Teilhabe und Barrierefreiheit für blinde und sehbehinderte Menschen im kulturellen Bereich sind. Die Audiodeskription ist einer ihrer Eckpfeiler. In den letzten Wochen haben wir mehr Hörfilme gesehen als je zuvor. Sie haben uns über die harten Kontaktbeschränkungen hinweggeholfen und uns schöne Filmmomente geschenkt“, so DBSV-Präsident Klaus Hahn.
 
An der Online-Verleihung werden prominente Gäste teilnehmen, darunter die Schauspielerinnen Bibiana BeglauTeresa HarderPetra Schmidt-Schaller, die Schauspieler Daniel DonskoyRoman KnižkaPeter Simonischek und Robert Stadlober, die Regisseurin Waad al-Kateab, die Produzentin Dr. Alice Brauner, Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages Claudia Roth, der Bundesbehindertenbeauftragte Jürgen Dusel und der Musiker Thees Uhlmann. Die Online-Verleihung wird moderiert von Steven Gätjen

Aktuelle Infos unter: www.deutscher-hoerfilmpreis.de

Hörfilme ermöglichen es blinden und sehbehinderten Menschen, Filme als Ganzes wahrzunehmen und zu genießen. Diese Filme sind mit einer Audiodeskription (AD) versehen, die in knappen Worten zentrale Elemente der Handlung sowie Gestik, Mimik und Dekor beschreibt. In Anlehnung an diesen Begriff wird die beim Hörfilmpreis vergebene Trophäe auch „ADele“ genannt. Die Bildbeschreibungen sind in den Dialogpausen zu hören.

Der Deutsche Hörfilmpreis wird seit 2002 vom DBSV verliehen und von der Aktion Mensch unterstützt. Hauptsponsoren sind Pfizer Deutschland und Novartis Pharma GmbH.

Besuchen Sie den Deutschen Hörfilmpreis auch auf facebook! 
www.facebook.com/Deutscher.Hoerfilmpreis

AG Kino begrüßt erleichterten Zugang zum Zukunftsprogramm

Der Verband der Filmkunsttheater AG Kino – Gilde sieht in der Ankündigung von Kulturstaatsministerin Monika Grütters, die Investitionszuschüsse für Kinos aus dem Zukunftsprogramm zu erleichtern, ein wichtiges Signal, um die Filmtheater für die Zeit nach der Corona-Krise fit zu machen.

„Wir sind sehr dankbar für diese massive Erleichterung, die es den Kinos in der Fläche und Kulturorten in den Städten ermöglicht, auch in diesem schwierigen Jahr zu investieren,“ so der Vorsitzende des Verbands, Christian Bräuer. „Der Bedarf an Investitionen, der schon vor der Krise bestand, ist jetzt noch viel größer geworden. Daher ist das nun äußerst pragmatisch modifzierte Zukunftsprogramm ein bedeutender Pfeiler zur Sicherung eines vielfältigen Kinomarkts.“
 

Der erhöhte Zuschussanteil von 80% ermöglicht es den Kinos, nicht nur in Maßnahmen zur Umsetzung der Schutzkonzepte zu investieren, sondern auch dringende Investitionen in Technik, digitale Infrastruktur und Kundenansprache zu tätigen. Die Entkopplung von einer zwingenden Kofinanzierung der Länder gibt damit auch den Kinos eine Chance, in deren Regionen bislang keine Länderkofinanzierung vorgesehen war.
 

Hinsichtlich des kommenden Jahres wendet sich der Vorstand der AG Kino – Gilde an alle Länder, ab 2021 entsprechende Kofinanzierungsprogramme vorzusehen. Die Modernisierung der Filmtheater ist eine kontinuierliche Aufgabe – nicht zuletzt auch weil die technische Entwicklung sowie der Bedarf an ökologischer Erneuerung, Barrierefreiheit und Sicherheitsmaßnahmen immer dynamischer werden. „Wir brauchen daher ein nachhaltig angelegtes Programm, um die Programm- und Kinovielfalt in Deutschland dauerhaft zu sichern,“ so Bräuer.
 

Kurzfristig setzt sich der Verband für die Etablierung von bundesweit einheitlichen Hygiene- und Abstandsregelungen ein, die den Gesundheitsschutz sowie die praktischen Gegebenheiten und die Wirtschaftlichkeit des Kinobetriebes in Einklang bringen, damit ab Juli wieder einheitlich die Kinos öffnen. „Zudem brauchen wir einen Kinoinfrastrukturfonds, der den Kinos die notwendige Unterstützung sichert, so lange angesichts der Sicherheitsauflagen nur eine reduzierte Platzkapazität möglich ist,“ betont Bräuer.

AG Kino – Gilde empfiehlt 2. Juli als Eröffnungstag

Der Verband der Filmkunsttheater AG Kino – Gilde empfiehlt seinen 370 Mitgliedskinos, unabhängig vom Flickenteppich unterschiedlicher Öffnungsdaten in den einzelnen Bundesländern eine Wiedereröffnung zum 2. Juli anzustreben.

„Das sind jetzt noch gut sechs Wochen in denen wir Hygienekonzepte umsetzen, nötige Umbauten vornehmen sowie Filme disponieren und vorbereiten können“, so der Verbandsvorsitzende Christian Bräuer. „Die Arthouse-Kinos in ganz Deutschland sind bereit, Anfang Juli neuen Filmen einen bestmöglichen bundesweiten Start zu ermöglichen. Wir werden gemeinsam mit den Verleihern ein vielfältiges Programm gestalten und den Menschen wieder ein besonderes kulturelles Erlebnis sowie ein weiteres Stück Normalität ermöglichen.“

Mit Blick auf diese Terminempfehlung appelliert der Vorstand der AG Kino – Gilde an alle Länder, eine Öffnung zum 2. Juli 2020 zu ermöglichen und dies bald zu kommunizieren. Zugleich sollte die Kulturministerkonferenz kurzfristig über ein gemeinsames Hygiene- und Abstandskonzept für Kinos auf Basis des Entwurfs der Verbände AG Kino – Gilde und HDF Kino entscheiden, das den Gesundheitsschutz sowie die praktischen Gegebenheiten und die Wirtschaftlichkeit des Kinobetriebes in Einklang bringt.

„Die Frage nach den Bedingungen für eine Öffnung ist ebenso bedeutend wie der Termin selbst“, erklärt Bräuer. „Bei 1,50 Meter Abstand in alle Richtungen können Kinos oft nur eine Auslastung von 25 bis 30 % erreichen. Im Kino sitzt man nebeneinander, schaut nach vorne und redet nicht während des Films. Deshalb ist im Zusammenspiel mit sehr guter Hygiene, intelligenter Sitzplatzverteilung und Kontaktverfolgung ein geringerer Abstand vertretbar. Eine zu geringe Auslastung beeinträchtigt nicht nur die Wirtschaftlichkeit der Kinos und führt mitunter zu nicht gewollten Preiserhöhungen, sie reduziert ganz massiv auch die Programmvielfalt. Natürlich erkennen wir an, dass es eine Reihe von weiterreichenden Überlegungen zur öffentlichen Gesundheit gibt, die bedeuten, dass dies möglicherweise nicht sofort realisierbar ist.“

 

Der Vorstand der AG Kino – Gilde bedauert, dass es der Branche nicht gelungen ist, einen gemeinsamen Wiedereröffnungstermin zu kommunizieren. Die Empfehlung orientiert sich an den wirtschaftlichen Notwendigkeiten zahlreicher Filmkunsttheater und gewerblicher Kinos. Natürlich kann jedes Kino früher in Abstimmung mit den lokalen Auflagen öffnen.

 

„Mit UNDINE und BERLIN ALEXANDERPLATZ stehen zwei hochkarätige deutsche Produktionen aus dem diesjährigen Berlinale-Wettbewerb in den Startlöchern, die nach Wiedereröffnung zeitlich abgestimmt in die Kinos kommen“, so Bräuer.“ Dennoch reicht eine nationale Perspektive allein nicht aus: „Internationale Filme werden erst dann hierzulande starten, wenn es auch international wieder so etwas wie einen Markt gibt“, erläutert Bräuer.

 

Hier zeichnet sich die Signalwirkung für die globale Kinobranche von Christopher Nolans TENET deutlich ab, dessen weltweiter Start für Mitte Juli geplant ist. So hat die globale Kinokette AMC bereits im April TENET als bevorzugten Punkt zur Wiedereröffnung in den USA genannt – übrigens auch für Regionen wie Texas, wo ein Kinobetrieb bereits heute behördlich wieder erlaubt ist. In Großbritannien strebt die Branche eine Wiedereröffnung der Kinos zum 4. Juli an, in Frankreich steht der 1. Juli zur Disposition.

„Auch wenn Kinos wieder geöffnet sind, ist es deutlich, dass sie weiterhin Unterstützung benötigen, bis das Geschäft wieder ein annähernd normales Niveau erreicht hat,“ so Bräuer abschließend.

 

AG Kino – Gilde setzt Projekt „Kino:Natürlich“ fort

Unterstützung für einen nachhaltigen und klimaschonenden Kinobetrieb zu geben, steht auch zukünftig im Zentrum des von der AG Kino – Gilde e.V. durchgeführten Projekts „Kino:Natürlich“. Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit sowie das Umweltbundesamt (BUA) fördern das seit 2018 laufende Projekt für weitere zwei Jahre. Weiterlesen

Erhöhung des Kinoprogrammpreises 2020 ist bedeutendes Signal

Der Verband der Filmkunsttheater AG Kino – Gilde dankt Kulturstaatsministerin Prof. Monika Grütters für die Entscheidung, die Kinos, die in den letzten drei Jahren Kinoprogrammpreise der Bundesregierung erhalten haben, mit einem Sonderpreis in Höhe von 5 Mio. Euro zu unterstützen sowie Weiterlesen

Filmwirtschaftliche Infrastruktur in Not

VTFF bittet Kulturstaatsministerin Monika Grütters um Unterstützung

Bei der Verleihung des Deutschen Filmpreises vergangenen Freitag waren Mitglieder des Verbandes Technischer Betriebe für Film & Fernsehen (VTFF) in mehreren Preiskategorien involviert. Dies hat einmal mehr gezeigt: ohne technisch-kreative Dienstleistung kein Filmschaffen. Jetzt kämpfen diese investitionsintensiven mittelständischen Unternehmen um ihre Existenz. Daher hat der VTFF in einem Brief an Staatsministerin Monika Grütters die Notwendigkeit nach Hilfen für die Produktionsdienstleister unterstrichen und dafür Mittel aus dem DFFF II vorgeschlagen.

Erstmals wurde vergangenen Freitag bei der Verleihung des Deutschen Filmpreises eine Auszeichnung für „Beste Visuelle Effekte und Animation“ vergeben. Der Preis ging an Jan Stoltz und Claudius Urban von VTFF-Mitglied Trixter, die die VFX und Animation für Dani Levys „Die Känguru-Chroniken“ verantworteten. Die vielfach ausgezeichnete Produktion „Systemsprenger“ von Nora Fingscheidt erhielt u.a. die Lola für die „Beste Tongestaltung“. VTFF-Mitglied Rotor Film war für die Bild- und Soundpostproduktion verantwortlich und ihr Mitarbeiter Gregor Bonse im Team der Preisträger. Das Unternehmen hat darüber hinaus die Bildpostproduktion für „Berlin Alexanderplatz“ umgesetzt und damit zu dem mit der Lola für ‚Beste Kamera/Bildgestaltung’ ausgezeichneten Look beigetragen. Das Kostümhaus Theaterkunst, ebenfalls VTFF Mitglied, hat den für das ‚Beste Kostümbild’ ausgezeichneten Film „Lindenberg! Mach dein Ding“ sowie zahlreiche weitere mit der Lola gekürte und nominierte Filme ausgestattet.

„Wir gratulieren allen Preisträgern und freuen uns über die Mitwirkung und die Anerkennung unserer Mitglieder. Hinter den ausgezeichneten Filmen sowie hinter dem gesamten Filmschaffen steht eine hervorragende technisch-kreative Infrastruktur mit zahlreichen Unternehmen, die mit großem Aufwand für Expertise, Geräte, Studios und andere Ausrüstung sorgen und damit die materielle Grundlage der Filmwirtschaft bilden.“ so der Vorstandsvorsitzende Stefan Hoff, „Diese ist jetzt in großer Gefahr, da diese Betriebe kaum noch Umsätze, hohe Fixkosten und wenig Rücklagen haben, aber von den bisherigen Hilfsmaßnahmen kaum berührt werden.“

In einem Schreiben an die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien Prof. Monika Grütters macht der VTFF daher erneut auf die prekäre Lage seiner Mitgliedsunternehmen aufmerksam und schlägt vor, zur akuten Unterstützung dieses Branchensegments die Mittel des DFFF II in Betracht zu ziehen, die explizit für die Produktionsdienstleister vorgesehen sind. Da in anderen Bereichen die Umwidmung von Projektmitteln vorgenommen oder erwogen wird, könnte dies in solch ungewöhnlichen Zeiten auch hier möglich sein.

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Der Verband Technischer Betriebe für Film und Fernsehen e.V. ist die Interessenvertretung und das Netzwerk für die technisch-kreativen Dienstleister in der Produktion von Film, Fernsehen und neuem audiovisuellem Content in Deutschland.

Kick off von „gamesweekdigital: Dev Booster“!

Einreichungen für das neue Online-Pitchingformat der gamesweekberlin-Veranstalter für Spieleentwickler_innen sind ab sofort möglich

Berlin, 29. April 2020: „gamesweekdigital: Dev Booster“ ist das neue Online-Pitchingformat der Macher der gamesweekberlin, das internationale Spieleentwickler_innen mit einer begeisterungsfähigen Community von Spieler_innen sowie zukünftigen Geschäftspartner_innen Weiterlesen

Acht Deutsche Filmpreise für „Systemsprenger“

Systemsprenger, das Wunder der Berlinale 2019 (Die Welt) und gleich zehnfach für Goldene Lolas nominiert, wurde am gestrigen Abend bei der Verleihung des Deutschen Filmpreises mit acht Lolas ausgezeichnet.

 

Neben der Auszeichnung als „Bester Spielfilm“ mit der Lola in Gold für die Produzenten Peter Hartwig und Jonas und Jakob Weydemann wurde Regisseurin Nora Fingscheidt als „Beste Regisseurin“ geehrt. Sie erhielt zudem eine Goldene Lola für ihr „Bestes Drehbuch“. Die erst elfjährige Helena Zengel wurde als „Beste Hauptdarstellerin“ ausgezeichnet. Albrecht Schuch erhielt eine Lola als „Bester Hauptdarsteller“. Für ihre schauspielerische Leistung in Systemsprenger waren sowohl Gabriela Maria Schmeide als auch Lisa Hagmeister als „Beste weibliche Nebenrolle“ nominiert, die Goldene Lola erhielt Gabriela Maria Schmeide. Stephan Bechinger und Julia Kovalenko zeichnete die Akademie für den Schnitt des Films aus und Corinna Zink, Jonathan Schorr, Dominik Leube, Oscar Stiebitz und Gregor Bonse für die Tongestaltung.

 

„Wir sind sehr glücklich über die Preise und gratulieren vor allem den ausgezeichneten Teammitgliedern. Sie haben in ihren Rollen und mit ihrer Kunst, den Film zu dem gemacht, was er ist. Der Erfolg zeigt, wie essentiell eine klare Haltung beim Filmemachen ist. Das dies vom Zuschauer und von den vielen wunderbaren Kolleginnen und Kollegen der Deutschen Filmakademie so sehr anerkannt wurde, gibt uns Kraft und Motivation in diesen ja für uns alle nicht leichten Zeiten und für die nächsten Projekte, die wir sicher irgendwann auch wieder umsetzen dürfen“, so Jonas Weydemann.

 

Systemsprenger feierte seit seiner Weltpremiere im Wettbewerb der Berlinale 2019 (Silberner Bär ‚Alfred Bauer Preis‘ und Preis der Leserjury der Berliner Morgenpost) zahlreiche Festivalteilnahmen und internationale Auszeichnungen. Seit dem Kinostart in Deutschland am 19. September 2019 im Verleih von Port-au-Prince Pictures sahen bereits 630.000 Kinobesucher die Produktion von kineo und Weydemann Bros. in Co- Produktion mit Oma Inge Film und dem ZDF / Das kleine Fernsehspiel.

 

Zum Inhalt: Pflegefamilie, Wohngruppe, Sonderschule: Egal, wo Benni hinkommt, sie fliegt sofort wieder raus. Die wilde Neunjährige ist das, was man im Jugendamt einen „Systemsprenger“ nennt. Dabei will Benni nur eines: Liebe, Geborgenheit und wieder bei Mama wohnen! Doch Bianca hat Angst vor ihrer unberechenbaren Tochter. Als es keinen Platz mehr für Benni zu geben scheint und keine Lösung mehr in Sicht ist, versucht der Anti-Gewalttrainer Micha, sie aus der Spirale von Wut und Gewalt zu befreien., versucht

 

Gefördert wurde Systemsprenger von BKM, Filmförderung Hamburg Schleswig- Holstein, Medienboard Berlin-Brandenburg, nordmedia, Kuratorium junger Deutscher Film und DFFF Deutscher Filmförderfonds.

 

Kinos in der Corona-Krise

Wiedereröffnung mit Hygieneregeln ist nicht nur möglich, sondern sinnvoll!

 

Für die Kinos in Deutschland standen und stehen Sicherheit und Gesundheit von Anfang an im Mittelpunkt. Als sozialer Ort sind wir uns unserer Verantwortung voll und ganz bewusst. Bereits vor der behördlichen Schließung haben Kinos mit Abstandsregelungen, verstärkten Hygienemaßnahmen und zeitlich abgestimmten Programmen die Infektionsgefahren auf eigene Kosten minimiert.

 

Wiedereröffnung mit Abstand und Augenmaß

 

Um die kulturelle Grundversorgung zu erhalten und die wirtschaftliche Perspektive der Kinos zu sichern, ist ein Fahrplan der Landesregierungen und des Bundes zur zeitnahen Wiedereröffnung der Kinos erforderlich.

 

Wie wenige andere Kulturorte können Kinos dabei die Einhaltung von Mindestabständen durch gezielte Maßnahmen einfach umsetzen, beispielsweise durch das gezielte Blockieren von buchbaren Plätzen bei der Sitzplatzauswahl, gesteigerten Desinfektionsmaßnahmen und einem Fokus auf das Verkaufen von Online-Tickets. Ein entsprechender Hygieneplan auf der Basis infektiologischer Erkenntnisse wurde von den Kinoverbänden erstellt und der Politik vorgelegt.

 

„Wir sind überzeugt, dass ein solcher mit Auflagen versehener Betrieb nicht nur einen Kahlschlag in der Kinolandschaft verhindert, sondern auch langfristig die Akzeptanz für hohe Infektionsschutzauflagen in der Bevölkerung erhält,“ so der Vorsitzende der AG Kino – Gilde, Dr. Christian Bräuer.

 

Kino ist Kultur – Kultur ist unverzichtbar

 

Kino ist der einfachste Weg, aus dem Alltag für wenige Stunden auszubrechen und in andere Welten einzutauchen. Insbesondere zur Corona-Zeit ist dies wichtiger denn je, damit die erschwerten Lebensbedingungen erträglich werden. „In einer Zeit, in der wir Freunde nicht sehen, keine Festivals besuchen, uns nicht in Biergärten treffen und nicht in den Urlaub fahren, kann das Kino uns zumindest für zwei Stunden die Möglichkeit geben, ein Stück Normalität wiederzuerlangen,“ so Bräuer weiter.

 

Kunst und Kultur genießen in Deutschland zu Recht Verfassungsrang. Sie sind nicht nur ein Grundrecht, sondern auch ein Grundbedürfnis der Menschen. Gerade weil die Freiheitsrechte massiv beschränkt sind, muss sich die Politik überlegen, welche Ventile sie schafft, um den sozialen Frieden in einer schwierigen Situation dauerhaft zu sichern.

 

Den Filmkunstkinos kommt hier eine besonders wichtige Rolle zu. Sie sind zentrale Kulturorte für ihre Nachbarschaft und bringen anspruchsvolle europäische und internationale Filme zu den Menschen.

 

Die Kinos fallen bislang zwischen epidemiologischen und rein wirtschaftlichen Überlegungen durch alle Raster. Und zwar sowohl in Bezug auf finanzielle Hilfen, als auch im Hinblick auf eine Perspektive zur Wiedereröffnung.

 

Kulturellen Kahlschlag vermeiden, Arbeitsplätze sichern

 

Viele Kulturorte – und dazu zählen Kinos – sind durch die Corona-Krise in ihrer Existenz bedroht. Eine repräsentative Branchenumfrage hat ergeben, dass 50% aller Kinobetriebe bei einer Schließung von weiteren zwei Monaten von Insolvenz bedroht sind. Das entspricht etwa 600 Betrieben! Wenn diese Orte jetzt von der Landkarte verschwinden, werden sie unwiederbringlich verloren sein. Zu befürchten ist eine kulturelle Verödung in der Fläche wie in den Städten.

 

Die deutschen Kinos sind – anders als in vielen anderen Ländern – überwiegend durch den Mittelstand geprägt. Viele von ihnen sind Familienbetriebe, bei denen sich Minijobber und Studierende ihr Gehalt verdienen – Gruppen, die explizit nicht ins Kurzarbeitergeld eingeschlossen wurden und daher besonders leiden.

 

Kinos sind der Motor der deutschen Filmwirtschaft. Mit ihnen sind nicht nur die Existenzen zahlreicher Arbeitsplätze im Kino verbunden, sondern auch die von Lieferant*innen, Produzent*innen und Filmschaffenden.

 

Wenn die Hälfte der Kinos durch die Corona-Krise stirbt, stirbt damit im nächsten Schritt der Großteil der deutschen Filmbranche. Denn, wie jetzt sehr drastisch zu sehen ist, macht das Kino immer noch einen extrem wichtigen Teil an den Erlösen aus. Insbesondere für den kulturell anspruchsvollen Film, der nicht Algorithmen oder Profitmaximierungen folgt, könnte dies das dauerhafte Aus als Kunstform bedeuten. So unterstützen auch die Filmverleiher die in der AG Verleih zusammengeschlossen sind eine baldige Wiedereröffnung der Kinos: „Jedes Filmkunstkino ist wichtig, damit sich die Filme rechnen, die den Mut haben, kritisch und bissig und kulturell wertvoll zu sein“, so der Vorstandsvorsitzende der AG Verleih, Björn Hoffmann. Gerade die Filme, die morgen beim Deutschen Filmpreis im Mittelpunkt stehen, wie „Systemsprenger“, „Berlin-Alexanderplatz“ oder „Undine“ werden erst durch das Kino sichtbar.

 

Auch die Verleiher haben sich auf verschiedene Szenarien für eine Wiedereröffnung vorbereitet. Björn Hoffmann erläutert: „Eine große Auswahl an attraktiven Filmen, die aufgrund der Schließung kaum ausgewertet werden konnten, steht zu besonderen Konditionen sofort zur Verfügung. Darüber hinaus sind wir in der Lage, auch sehr kurzfristig neue, starke Filme zu liefern und mit den notwendigen Marketingmaßnahmen zu begleiten. Die vorliegenden Sicherheitskonzepte sind überzeugend und werden sicher auch beim Publikum Vertrauen schaffen. Aktuelle Umfragen bestätigen die Sehnsucht des Publikums nach dem Erlebnis Kino, und wir hoffen, dass die Sehnsucht bald wieder gestillt werden kann.“

 

Um den Motor der deutschen Filmwirtschaft wieder zum Laufen zu bringen, wird auch eine Anschubfinanzierung nötig sein, um gemeinsam mit den Verleihern ein attraktives Programm aus aktuellen Filmen, Filmen die bereits im Kino angelaufen waren und Filmklassikern anzubieten. „Hier vertrauen wir sehr auf die Kreativität der Kinobetreiber*innen. Jedoch rufen wir alle regionalen Filmförderer auf, diesen notwendigen Kraftakt der Kinos zu unterstützen,“ appelliert Bräuer. 

 

Wir erwarten deshalb jetzt konkret:

 

  1. Soforthilfen

            zum Erhalt des Kulturort Kino und zur Abwendung eines Kinosterbens!

 

  1. Einen Fahrplan zur Wiedereröffnung

            mit dem Ziel, dass Kinos spätestens im Juli wieder ihre Türe öffnen können!

 

  1. Eine Starthilfe für die Kinobranche

            in der Phase der Wiedereröffnung mit begrenzten Kapazitäten!

 

Die Kinos in Deutschland werden ihren Beitrag leisten, um den Menschen so sicher wie möglich ein von den Grundrechten garantiertes kulturelles und soziales Angebot zu machen.

Themis mit erster Evaluation ihrer Arbeit

Am 1. Oktober 2018 startete Themis, die Vertrauensstelle gegen sexuelle Belästigung und Gewalt in der Film-, Fernseh- und Theaterbranche. Nun, 1 1/2 Jahre später legt die Beratungsstelle Ergebnisse einer ersten Evaluation vor.

 

So wurden der Themis Vertrauensstelle in der Zeit vom 1. Oktober 2018 bis zum 31. März 2020 insgesamt 255 Fälle von sexueller Belästigung am Arbeitsplatz mitgeteilt. Die Beraterinnen, eine Psychologin und eine Juristin jeweils in Teilzeit, führten im Evaluationszeitraum über 500 Beratungsgespräche.

 

Kulturstaatsministerin Monika Grütters: „Das Ausmaß sexueller Belästigung und Gewalt im Kultur- und Medienbereich ist erschreckend. Mein Dank gilt allen Themis-Mitarbeiterinnen, die den Betroffenen zur Seite stehen. Ich war von Anfang an davon überzeugt, dass wir eine unabhängige Vertrauensstelle für diese Branchen brauchen. Aus diesem Grund ist mein Haus für die Anschubfinanzierung der Themis in Vorleistung gegangen und hat die Entwicklung dann intensiv begleitet. Dass wir damit ganz offensichtlich den richtigen Weg eingeschlagen haben, belegen die nun vorgelegten Daten zweifelsfrei. Meine Schlussfolgerung ist ganz klar: Wir brauchen einen grundlegenden Kulturwandel in allen Kreativbranchen! Deshalb ist es wichtig, dass sich noch mehr Verbände der Themis anschließen.“

 

Eva Hubert, Vorstand Themis Vertrauensstelle: „Die hohe Zahl an Anrufen zeigt, dass Themis in den von ihr betreuten Branchen ein hohes Maß an Vertrauen besitzt. Uns ist es gelungen, ein niedrigschwelliges Beratungsangebot aufzusetzen, mit dem wir sachkundige und branchenspezifische Unterstützung anbieten und Betroffenen helfen, eigenverantwortlich und selbstbestimmt Entscheidungen für den für sie richtigen Umgang mit dem Vorfall zu treffen. Dennoch ist in der Branche noch viel Arbeit zu tun, um einen echten Kulturwandel anzuschieben.“

 

Horst Brendel, Vorstand Themis Vertrauensstelle, ergänzt: „Im ersten Jahr der Themis Vertrauensstelle haben es nur sechs Betroffene gewagt eine Beschwerde an den Arbeitgeber zu richten, bis März 2020 waren es neun Beschwerden. Wir haben es in der Branche also immer noch mit einer Kultur des Schweigens zu tun. Wirkliche Änderungen erreichen wir aber nur, wenn Frauen und Männer auf die Vorfälle bei ihren Arbeitgeber*innen aufmerksam machen und eine Verhaltensänderung einfordern. Wir verstehen uns aber auch als Partner der Unternehmen und Institutionen der Kulturbranche und bieten Expertise zu Themen wie die Umsetzung des AGG, geeignete Präventionsangebote und Best Practice-Umgang mit spezifischen Situationen an.“

 

Die Evaluation bestätigte noch einmal deutlich, dass von sexueller Belästigung und Gewalt überwiegend Frauen betroffen sind. Die Anzahl der bei der Themis Vertrauensstelle gemeldeten Übergriffe an Frauen überwog mit über 85% deutlich. Umgekehrt gingen Belästigungen oder Missbräuche in so gut wie allen Fällen von Männern und nur in Ausnahmen von Frauen sowie in fast 80% der geschilderten Belästigungssituationen von Vorgesetzten oder höhergestellten Personen aus.

 

Die gemeldeten Fälle waren in ihrer Mehrheit aktuell und lagen zum Zeitpunkt ihrer Meldung nicht länger als 2 Jahre zurück. Nur in Einzelfällen wurden Übergriffe gemeldet, die vor über 5 Jahre stattfanden.
 

Der Vertrauensstelle hatte mit einer großen Bandbreite von sexuellen Belästigungen und Gewalt zu tun. Die Mehrzahl der Fälle waren verbale und non-verbale sexuelle Belästigungen, wonach laut Allgemeinem Gleichbehandlungsgesetz (AGG) beispielsweise dauerhafte sexualisierte Anmachen, Beleidigungen mit sexuellem Inhalt, taxierende Blicke, zweideutige Gesten oder Posen, sexistische Bilder am Arbeitsplatz oder auch Androhungen beruflicher Nachteile bei sexueller Verweigerung gehören. In etwa zwei Fünftel der Fälle ging es um körperliche sexuelle Belästigungen, wie unerwünschte Berührungen, sexuelle Nötigung und körperliche Gewalt bis hin zu Vergewaltigungen.
 

Unabhängig vom objektiven Schweregrad der Belästigung ist das individuelle Erleben sehr unterschiedlich. Das Credo der Themis Vertrauensstelle wird es deshalb auch weiterhin sein, mit großer Sorgfalt und Ernst allen Fällen gleichermaßen Beachtung zu schenken.

 

Über Themis Vertrauensstelle gegen sexuelle Belästigung und Gewalt e.V.:
Themis Vertrauensstelle gegen sexuelle Belästigung und Gewalt wurde von siebzehn Brancheneinrichtungen der Film-, Fernseh- und Theaterbranche gegründet. Dazu gehören ARD, ZDF, Bundesverband Casting, Bundesverband Regie, Bundesverband Schauspiel, Bundesvereinigung Maskenbild, Deutsche Akademie für Fernsehen, Deutsche Filmakademie, Deutscher Bühnenverein, Interessenverband Synchronschauspieler, Pro Quote Film, Verband der Agenturen, Verband Deutscher Nachwuchsagenturen, Produzentenverband, Allianz Deutscher Produzenten – Film & Fernsehen, Verband Privater Medien, Ver.di.

Namenspatin ist die griechische Göttin Themis; sie tritt für Gerechtigkeit und gesellschaftlichen Zusammenhalt ein.
 
Finanziert wird die Vertrauensstelle durch Beiträge öffentlich-rechtlicher und privater Fernsehsender, der Allianz Deutscher Produzenten, der Verwertungsgesellschaft der Film- und Fernsehproduzenten und dem Deutschen Bühnenverein. Die Vertrauensstelle Themis erhält öffentliche Förderung von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, Prof. Monika Grütters.

Arthouse-Charts aus besseren Zeiten

Der südkoreanische Film „Parasite“ von Bong Joon-ho, der seit seinem Start im Oktober in den Arthousekinos zu sehen ist und dank des Oscar-Gewinns noch einmal richtig durchstarten konnte, führt auch die Arthouse-Charts im ersten Quartal 2020 an. Auf Platz 2 dann gleich eine deutsche Produktion, nämlich Caroline Links „Als Hitler das rosa Kaninchen stahl“. Überhaupt ist zu bemerken, dass von den Top 10 gleich 5 Titel aus Deutschland sind, neben dem „Rosa Kaninchen“ noch „Lindenberg. Mach dein Ding!“ auf Platz 5, die Doku „Das geheime Leben der Bäume“ auf Platz 7, die gerade erst (stark) angelaufenen „Känguru-Chroniken“ auf Rang 8 und die Seniorenkomödie „Enkel für Anfänger“ auf Rang 10.

Diese beeindruckende, von ComScore ermittelte Liste stammt aus einer Zeit, als die Kinowelt noch in Ordnung war, bis dann im März die Corona-Vorsicht beim Publikum einzog und ab Mitte März endgültig alle Kinos schließen mussten. Entsprechend dramatisch ist der Besucherrückgang zum Vorjahr von rund 22 Prozent.

„Die Arthouse-Charts zeigen eindrucksvoll die Kraft des Kinos als Herzkammer für Filme. Werke wie von Bong Joon-ho oder Caroline Link entfalten ihre ganze Kraft nur auf der großen Leinwand,“ so Christian Bräuer, Vorsitzender der AG Kino – Gilde. „Gesundheit geht vor, aber wirtschaftlich ist die Schließung für die Kinos natürlich katastrophal. Wir brauchen dringend Hilfsmaßnahmen, die sich gezielt an die Kinos richten, die an der Schnittstelle zwischen Kultur und Wirtschaft ein hohes gesellschaftliches Engagement erbringen,“ erläutert Bräuer. „Zudem hoffen wir, unter Beachtung aller gebotener Sicherheitsvorkehrungen bald wieder die Türen öffnen zu können. Kultur ist kein Luxusgut, sondern die Hefe im Teig einer lebendigen demokratischen Gesellschaft.“

Die Top 10 der Arthouse-Kinos 1. Quartal 2020:

1. Parasite (Gesamtmarkt:13.)

2. Als Hitler das rosa Kaninchen stahl (10.)

3. Knives Out (6.)

4. Little Women (17.)

5. Lindenberg. Mach den Ding! (12.)

6. 1917 (8.)

7. Das geheime Leben der Bäume (21.)

8. Die Känguru-Chroniken (14.)

9. Jojo Rabbit (27.)

10. Enkel für Anfänger (16.)

Kinocoach nimmt Arbeit auf

Der Startschuss für das Projekt Netzwerk für Landkinos fällt in eine denkbar schwierige Zeit für die Kinos und ist deshalb umso wichtiger! Am 1. April hat Julian Gorsanski als Koordinator die Arbeit im Home Office aufgenommen. Denn in der aktuell schwierigen Lage ist der Grundgedanke des Netzwerks besonders wichtig: Landkinos erhalten über das Netzwerk die Möglichkeit, sich gegenseitig auszutauschen, um damit sowohl personelle als auch Wissensressourcen zu bündeln.

 

Im ersten Schritt geht es darum, interessierte Kinos für die Netzwerkarbeit zu begeistern. Dabei richtet sich das Projekt schwerpunktmäßig an Kinos in Städten bis zu 60.000 EinwohnerInnen oder kleinere Kinos bis zu 10 MitarbeiterInnen. Die Mitarbeit im Netzwerk ist dabei ausdrücklich unabhängig von der Verbandszugehörigkeit. Interessenten können sich ab sofort unter folgendem Link in einen Newsletter eintragen und erhalten dann regelmäßig weitere Infos: http://eepurl.com/gYe_dr

 

Der thematische Schwerpunkt in den ersten Wochen wird natürlich die Bewältigung der Corona-Krise sein. Wie steht es um Soforthilfen und Fördermittel? Welche Ideen haben Kinos vor Ort? Was ist rechtlich zu beachten? Dazu werden regelmäßige Video-Konferenzen angeboten. Infos der Verbände werden gebündelt.

 

Langfristig werden folgende Bereiche gemeinsam im Netzwerk thematisiert und bearbeitet:

 

Wirtschaftlichkeit (z.B. Wareneinkauf, Preisgestaltung, Unternehmensvergleiche)

Programmgestaltung und Disposition (Verhandlungen mit Verleihern, Filmreihen etc.)

Marketing (Offline- und Online-Kampagnen)

Technik (Präsentation und Beratung zu neuen Trends)

Weiterbildung (Fortbildungsmöglichkeiten, Nachwuchsförderung)

 

Der Austausch findet sowohl auf einer Online-Plattform als auch bei regelmäßigen nationalen und regionalen Treffen statt. Diese Treffen werden ergänzt durch Fachgespräche mit Experten aus der Branche sowie gegenseitigen Kinobesuchen. Des Weiteren sollen bei diesen Treffen gemeinsame Ideen erarbeitet werden, welche anschließend Anwendung in der Praxis der Kinos finden können.

 

Als Koordinator für das Netzwerk steht Julian Gorsanski für Fragen und erste Ideen zur Verfügung und ist unter gorsanski@agkino.de erreichbar.

Verbände fordern Verbot von Dreharbeiten

Die Corona-Pandemie fordert einschneidende Maßnahmen von uns allen. Die Regelungen hinsichtlich der Durchführung, Verschiebung und des Abbruchs von Dreharbeiten für fiktionale Kino- und Fernsehproduktionen sind jedoch bundesweit lückenhaft und bieten für die Betroffenen und Beteiligten keinen verbindlichen rechtlichen Rahmen.
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Produktionstechnik im freien Fall

Dreharbeiten sind abgebrochen, Produktionen verschoben, Veranstaltungen abgesagt, Kinos geschlossen – die Folgen der Coronakrise führen auch bei den technisch-kreativen Dienstleistern, die im Verband Technischer Betriebe für Film & Fernsehen (VTFF) organisiert sind, zu existenzgefährdenden Umsatzeinbußen. Der Verband erachtet die Unterstützung für die personal- und investitionsintensiven Unternehmen durch weitere Hilfsmaßnahmen als unerlässlich. Weiterlesen

Deutscher Hörfilmpreis 2020: Livestream am 17. März abgesagt

In der vergangenen Woche musste die für den 17. März geplante Gala aus Anlass des Deutschen Hörfilmpreises abgesagt werden. Der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) kündigte daraufhin eine Veranstaltung ohne Publikum an, die im Internet per Livestream übertragen werden sollte.

Diese geplante Online-Verleihung muss nun leider ebenfalls abgesagt werden. Durch die „Verordnung zur Eindämmung des Coronavirus in Berlin“ vom vergangenen Samstag sind Veranstaltungen mit mehr als 50 Personen untersagt. Weil die Übertragung per Livestream ein umfangreiches Team erfordert, muss die Verleihung jetzt ganz ausfallen.

„Wir bedauern diese weitere Absage zutiefst. Es tut uns besonders für die Preisträger leid, die zumindest per Livestream die Würdigung erhalten sollten, die ihnen für ihre herausragenden Hörfilmfassungen zusteht“, sagt DBSV-Präsident Klaus Hahn. „Aber nun steht die Überwindung der Corona-Krise im Vordergrund und wir wünschen allen beste Gesundheit.“

Die Gewinner des 18. Deutschen Hörfilmpreises werden ihre jeweilige „ADele“ in einem anderen Rahmen erhalten. Weitere Informationen folgen, sobald die Lage wieder eine gesicherte Planung zulässt.

Aktuelle Infos unter: www.deutscher-hoerfilmpreis.de

 

Neue Daten für die gamesweekberlin 2020

Um der weiteren Ausbreitung des neuartigen Coronaviruses Sars-CoV-2 entgegenzuwirken, wird die gamesweekberlin 2020 verschoben. Darunter fallen die Veranstaltungen der Businessplattform PRO X – das sind die Fachveranstaltung für Spieleentwickler_innen QUO VADIS game development & business conference, die Talent- und Recruitmentplattform Womenize! Games & Tech, das Opening Breakfast sowie der German Esports Summit und das Matchmaking Dinner. Diese Events finden voraussichtlich am 29.-30. Oktober 2020 in Kooperation mit der EGX Berlin (30.10.-1.11.2020) statt. Die Fachkonferenz der Stiftung Digitale Spielekultur wird auf den 28. Oktober verschoben; auch der APITs Day wird verschoben, ein neues Datum wird noch bekannt gegeben. Die PLAY X mit dem Gamefest für Spielefans entfällt vorerst. Das A MAZE. / Berlin Festival der ART X findet vom 22.-25. Juli statt.

Die Veranstalter_innen folgen damit auch dem Erlass der Berliner Gesundheitsverwaltung, dass Veranstaltungen ab 1.000 Personen bis zum Ende der Osterferien untersagt sind.

Bereits gekaufte Tickets für das Gamefest werden zurückerstattet. PRO X Tickets behalten ihre Gültigkeit für die Veranstaltung im Oktober oder werden erstattet. Mehr dazu unter www.gamesweekberlin.com/faq.

„Da das Wohl unserer Besucher_innen an oberster Stelle steht, haben wir uns entschlossen, die PRO X zu verschieben. Das wachsende Risiko einer Infektion mit dem Coronavirus hat uns die letzten Wochen intensiv beschäftigt. Umso schöner ist es, dass wir nicht einfach absagen müssen, sondern die gesamte PRO X nun in Kooperation mit der EGX Berlin durchführen können! Unabhängig von der aktuellen Situation sind wir überzeugt, aus der Kombination von gamesweekberlin PRO X und EGX Berlin ein noch besseres Leistungspaket für unsere Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf die Beine stellen zu können. Wir freuen uns darauf, weitere Details in den nächsten Wochen zu kommunizieren“, so Michael Liebe, Leiter der gamesweekberlin und CEO des Veranstalters Booster Space.

Die Veranstalter_innen der gamesweekberlin bedanken sich bei allen Unterstützer_innen und Förder_innen – allen voran beim Medienboard Berlin-Brandenburg, das sie bei der Suche nach einer guten Lösung für die Veranstaltung unterstützt hat.

FAQ und weitere Informationen finden sich auf www.gamesweekberlin.com.

Pressekontakt:
Dr. Kathrin Steinbrenner, SteinbrennerMüller Kommunikation
mail@steinbrennermueller.de, Telefon: 030 47372191

Die gamesweekberlin 2020 Partner & Sponsoren:
gefördert vom Medienboard Berlin-Brandenburg

Sponsoren der Dachmarke gamesweekberlin: Eventbrite, Kickstarter, Myer’s Hotel, Razer, Riot Berlin, Stratosphere Games, Wooga, Xbox
Partner Events: Opening Breakfast, QUO VADIS – game development & business conference, Womenize! Games and Tech, Gamefest, A MAZE. / Berlin, EGX Berlin, German Esports Summit, Matchmaking Dinner, Fachkonferenz der Stiftung digitale Spielekultur, Green Breakfast
Event Partner und Veranstalter: Booster Space, A MAZE., FACTORY-C, Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen, Freaks 4U Gaming, MeetToMatch, Cozydunes
Netzwerk Partner: games:net berlinbrandenburg, media:net berlinbrandenburg, game Verband, Institut Francais Deutschland
Offizieller Ticketing Partner: Eventbrite

Deutscher Hörfilmpreis: Sonderpreis für Filmklassiker „Schindlers Liste“

In sieben Tagen findet in Berlin die 18. Verleihung des Deutschen Hörfilmpreises statt. Erstmalig wird in diesem Jahr bereits vor der festlichen Gala ein Gewinner bekanntgegeben: Der Sonderpreis der Jury geht an Universal Pictures Germany für die herausragende Audiodeskription von „Schindlers Liste“.

 

Die Hörfilmfassung von Steven Spielbergs Filmklassiker entstand auf Initiative der Deutschen Hörfilm gGmbH anlässlich der Wiederaufführung 2019. Zum Audiodeskriptions-Team gehörten Silja Korn, Susanne Linzer und Holger Stiesy (Filmbeschreibung), Gabi Brennecke (Tonregie), Volker Pannes und David Rusitschka (Ton), Martina Wiemers (Produktionsleitung) und die Sprecherin Marina Behnke.

 

Die Jury des Deutschen Hörfilmpreises zeichnet dieses Jahr Hörfilmfassungen in den Kategorien Kino, TV, Dokumentation und Kinder-/Jugendfilm aus. Der Vorsitzende Hans-Joachim Krahl wird dabei von zwei blinden Jury-Mitgliedern unterstützt – Verena Bentele, Präsidentin des Sozialverbandes VDK, und DBSV-Präsidiumsmitglied Peter Brass. Zur Jury gehören zudem die Produzentin, Regisseurin und Schauspielerin Feo Aladag, die Produzentin Dr. Alice Brauner, Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth, die Schauspielerin und Regisseurin Brigitte Grothum, der Schauspieler Roman Knižka, der Journalist Lars-Olav Beier und Reinhard Glawe von der Bert Mettmann Stiftung.

 

Viele Filmklassiker aus dem Filmerbe werden mit einer barrierefreien Fassung ausgestattet, weil das eine der Voraussetzungen für die Förderung von Digitalisierungsmaßnahmen ist. Die Ergebnisse sind von sehr unterschiedlicher Qualität, wie die Einreichungen aus dem Filmerbe gezeigt haben. Mit der Verleihung ihres Sonderpreises an die herausragende Hörfilmfassung von ‚Schindlers Liste‘ appelliert die Jury an die Produzentinnen und Produzenten von barrierefreien Fassungen des Filmerbes, eine Qualität zu gewährleisten, die allen Filmfans einen gleichberechtigten Zugang zu den Klassikern der Filmgeschichte ermöglicht.

 

Seit 2002 verschafft der Deutsche Hörfilmpreis den Anliegen der blinden und sehbehinderten Menschen eine Öffentlichkeit und trägt dazu bei, dass das Angebot an Hörfilmproduktionen auf dem deutschen Markt kontinuierlich wächst. Angesichts dieser erfreulichen Entwicklung setzt sich der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) mit Nachdruck für eine hohe Qualität der Hörfilme ein. Der Deutsche Hörfilmpreis wird am Dienstag, dem 17. März 2020, in Berlin verliehen. Die Preisverleihung findet im Rahmen einer festlichen Gala in der Hauptstadtrepräsentanz der Deutschen Telekom statt. Moderator des Abends ist wieder Filmexperte Steven Gätjen.

 

Hörfilme ermöglichen es blinden und sehbehinderten Menschen, Filme als Ganzes wahrzunehmen und zu genießen. Diese Filme sind mit einer Audiodeskription (AD) versehen, die in knappen Worten zentrale Elemente der Handlung sowie Gestik, Mimik und Dekor beschreibt. In Anlehnung an diesen Begriff wird die beim Hörfilmpreis vergebene Trophäe auch „ADele“ genannt. Die Bildbeschreibungen sind in den Dialogpausen zu hören.

 

Der Deutsche Hörfilmpreis wird vom DBSV verliehen und von der Aktion Mensch unterstützt. Hauptsponsoren sind Pfizer Deutschland und Novartis Pharma GmbH.

 

Weitere Informationen unter www.deutscher-hoerfilmpreis.de

 

Besuchen Sie den Deutschen Hörfilmpreis auch auf facebook! www.facebook.com/Deutscher.Hoerfilmpreis

 

Sonderpreis für Schindlers Liste – Auszug aus der Begründung der Jury des Deutschen Hörfilmpreises:
(…) Die Erstellung der Audiodeskription von „Schindlers Liste“ war äußerst anspruchsvoll. Der Film spannt einen weiten Bogen, der komplexe zeitgeschichtliche Prozesse und die bewegten Schicksale zahlreicher Protagonisten in einer kunstvoll sich entfaltenden Dramaturgie verbindet. Menschen stehen im Mittelpunkt, Täter wie Opfer. Durch sie öffnet der Film seine Zuschauer für das Unerträgliche und Unvorstellbare des Holocaust. In diesem Sinne fokussiert die Audiodeskription auf die präzise Deskription von Handlungen und ihren Motiven. Sie lotet seelische Nuancen ebenso aus wie die Wucht der Gewalt- und Massenszenen. Historische Details werden präzise vermittelt, die Verortungen in den komplex orchestrierten Nebenhandlungen sind stets auf Augenhöhe mit der Narration. So können durch die Audiodeskription blinde und sehbehinderte Menschen „Schindlers Liste“ so erleben, wie er auch sechs Millionen sehende Zuschauer erreicht hat: Als einen zutiefst erschütternden Film, der uns nicht vergessen lässt, was der Mensch ist und sein kann.

Bedeutendes Signal für den Film- und Kinostandort

Der Verband der Arthouse-Kinos AG Kino – Gilde begrüßt den Startschuss für eine Investitionsoffensive in die Kinos in Deutschland. „Der Start des Zukunftsprogramms Kino ist ein bedeutendes Signal für den Film- und Kinostandort Deutschland“, so der Verbandsvorsitzende Dr. Christian Bräuer. „Wir sind froh über dieses klare Bekenntnis zum Kulturort Kino und danken der Kulturstaatsministerin Prof. Monika Grütters und den Kulturpolitiker*innen des Bundestages, dass sie dieses wichtige Programm nun realisiert haben.“

 

Aus Sicht des Verbandes ist das Förderprogramm nicht nur eine Investition in die Zukunft der Kinos, sondern auch in den Erfolg des deutschen Films. „Auch im digitalen Zeitalter sind die Kinos die Herzkammer eines Films. Hier erhalten sie Sichtbarkeit und gesellschaftlichen Mehrwert. Dies begründet den Erfolg für die weiteren Auswertungsmedien.“ Erst jüngst hat eine Studie von Ernst & Young gezeigt, dass Filme, die vorher im Kino zu sehen waren, häufiger gestreamt werden. Filme wie SYSTEMSPRENGER oder TONI ERDMANN sind dafür augenfällige Beweise. „Gerade für unabhängige Filmemacher*innen ist der Start im Kino unverändert die beste Chance, ihre Werke einem breiten Publikum zu zeigen. Kinos bereichern damit nicht nur ihre Nachbarschaft, sondern stärken auch nachhaltig die filmkulturelle Vielfallt.“

 

Der Vorstand unterstützt die zweigleisige Ausrichtung auf Kinos in der Fläche sowie Filmtheater mit einem besonders vielfältigen Programm und einem hohen Anteil deutscher und europäischer Filme. „Mit dem Zukunftsprogramm Kino erkennt die Bundesregierung an, dass sowohl die kulturelle Grundversorgung im ländlichen Raum als auch die Sichtbarkeit von kulturell anspruchsvollen Filmen gleichermaßen wichtige gesellschaftliche Anliegen sind. Das freut uns natürlich sehr,“ ergänzt der Vorsitzende.

 

Mit dem Zukunftsprogramm Kino werden ab  09. März 2020 traditionelle Kinos in kleinen und mittleren Orten sowie Arthousekinos bei der Modernisierung durch die Bundesregierung unterstützt. „Dieses Programm wird der mittelständisch geprägten Kinolandschaft in Deutschland großen Schub verleihen. Wichtig ist allerdings, dass alle Bundesländer nun in gleicher Weise mitziehen, damit die Kinos endlich in die Lage versetzt werden, ihren Investitionsstau abzubauen,“ so Bräuer.

 

Der Verband setzt sich außerdem noch für ein korrespondierendes Förderprogramm für Kinodenkmäler ein, damit auch die Leuchttürme der Filmkultur erhalten bleiben. Die Förderhöchstgrenzen sind nicht auf die Größenordnungen dieser für den Kulturort Kino ikonographischen Bauwerke ausgelegt.

Das Projekt Kino:Natürlich geht in die 2. Runde

Das Projekt Kino:Natürlich der AG Kino – Gilde wird ab 1. Mai 2020 für weitere zwei Jahre über die Verbändeförderung des Umweltbundesamtes gefördert. Mit dem Projekt unterstützt die AG Kino Kinobetriebe dabei in ihren energie- und ressourcenintensiven Arbeitsabläufen nachhaltiger zu werden, aber auch durch ihr Filmprogramm Nachhaltigkeitsthemen beim Publikum sichtbarer zu machen.

 

Nachdem das Projekt in den ersten zwei Jahren wesentliche Handlungsfelder herausgearbeitet, die Homepage www.kinonatürlich.de mit zahlreichen Tipps und Infos auf den Weg gebracht und gemeinsam mit Referenzkinos Maßnahmen konkret umgesetzt hat, geht es in der 2. Phase unter dem Motto „entwickeln und verbreitern“ darum, gute Praxisbeispiele in den unterschiedlichen Handlungsfeldern wie Abfallvermeidung, Ressourcenverbrauch, Filmprogramm und Mobilität in die Fläche zu tragen.

 

„Kino:Natürlich und die Projektkoordinatorin Korina Gutsche haben in den letzten zwei Jahren einen wichtigen Beitrag geleistet, um Nachhaltigkeit als Thema auch in der Kinobranche zu verankern“, so AG Kino – Gilde Geschäftsführer Felix Bruder. „Jetzt geht es darum, vorhandene Ideen zu verbreiten und neue Projekte vor Ort im Kinoalltag umzusetzen. Dabei werden wir eng mit der Initiative „Grünes Kino“ der FFA und anderen Projekten wie dem hessischen Nachhaltigkeitspreis für Kinos zusammenarbeiten und potentielle Synergien nutzen.“

 

Bei einem Treffen der Verbandsmitglieder zum Projekt Kino:Natü