Archiv der Kategorie: Allgemein

Themis: Prävention und Information mit Leitfaden und Webinaren

Themis, die Vertrauensstelle gegen sexuelle Belästigung und Gewalt in der Film-, Fernseh- und Theaterbranche legt erstmalig einen Leitfaden auf, der  verantwortlichen Leitungsebenen und internen Ansprechpersonen in Unternehmen oder Institutionen der Kultur- und Medienbranche Empfehlungen zur Vorgehensweise, Gesprächsführung und Aufklärung in Fällen sexueller Belästigung und Gewalt an die Hand gibt. Der Leitfaden beleuchtet zudem in übersichtlicher Form die Hintergründe sexueller Belästigung und reflektiert problematische Mythen.

 

Führungskräfte und Personalverantwortliche aus dem kulturellen Sektor – von Produzent*in bis Intendant*in – werden mit dem Leitfaden in ihrer Handlungsfähigkeit im Belästigungsfall gestärkt und können bei Beschwerden souverän reagieren.

 

Der Leitfaden steht ab sofort auf der Website der Vertrauensstelle zum Download bereit – https://themis-vertrauensstelle.de/.

 

Außerdem wurde der Leitfaden an die Teilnehmer der ebenfalls erstmalig von Themis durchgeführten Präventions-Webinare zum Themenbereich ‚sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz Kulturbranche’ ausgegeben.

 

Die zielgruppenspezifisch konzipierten Webinare – je zwei für Arbeitnehmer*innen und Arbeitgeber*innen sowie eins für Personen am Karrierebeginn/in der Ausbildung/im Studium – sollen einen Einstieg ins Thema geben und beleuchten sowohl rechtliche als auch psychologische Aspekte im Umgang mit sexueller Belästigung am Arbeitsplatz.

 

Der erste Durchlauf im November/Dezember war schnell ausgebucht und auch für den zweiten Durchlauf im Februar 2021 gibt es bereits eine Warteliste. Themis plant angesichts der großen Nachfrage, die Seminarreihe im nächsten Jahr regelmäßig anzubieten sowie nach der Evaluation der Webinare auch weitere zielgruppenspezifische Publikationen.

 

Themis Vorstand Eva Hubert: „Die Themis gibt es jetzt seit etwas über 2 Jahren und der Beratungsbedarf wächst mit der zunehmenden Bekanntheit der Themis und ihrer Angebote nach wie vor. Entsprechend augenfällig ist auch der Bedarf nach guten innerbetrieblichen Strukturen und befähigten Ansprechpartnern für Betroffene sowie nach Prävention. Gute Leitfäden und Webinare sind ausgesprochen geeignete Instrumente um beide Aspekte zu fördern, weshalb wir sie zusätzlich zur Beratung, unserer eigentlichen und ursprünglichen Aufgabe, nun anbieten. Ich kann mich nur bei den beiden Beraterinnen bedanken, die sich mit großem Engagement der ausgezeichneten Umsetzung der neuen Angebote gewidmet haben“.

DAS NEUE EVANGELIUM: Digitaler Filmstart mit Beteiligung der Kinos

PORT AU PRINCE PICTURES startet DAS NEUE EVANGELIUM von Milo Rau am 17. Dezember 2020 digital. Aufgrund der Verlängerung des Lockdowns der Bundesregierung zur Bekämpfung der Corona-Pandemie, werden neben anderen Kultureinrichtungen auch die Kinos weiter geschlossen bleiben.

 

Um aber dennoch einen Beitrag für die Kultur- und Filmlandschaft zu leisten, hat der Filmverleih Port au Prince Pictures beschlossen, den Film DAS NEUE EVANGELIUM von Milo Rau am 17. Dezember auch im Lockdown zu starten: Als sogenannte digitale Kinoauswertung und mit Beteiligung der Kinos, die konkret und unmittelbar an den Streaming-Umsätzen beteiligt werden.

 

„Mit DAS NEUE EVANGELIUM starten wir einen hochpolitischen Film, der thematisch offenkundig in diese Zeit gehört. Die Entscheidung, den Filmstart nicht zu verschieben, sondern den Film in jedem Fall digital und unter Beteiligung der Kinos zugänglich zu machen, hat also gewichtige inhaltliche Gründe. Außerdem wollen wir zeigen, dass auch in Lockdown-Zeiten neue Filme mit relevanten Themen erfolgreich starten können und wir wollen mit dem Film dazu beitragen, dass das Kino in diesen auch für die Kinos schweren Monaten nicht gänzlich aus den Köpfen seiner Fans verschwindet“, erklärt Jan Krüger von Port au Prince Pictures.

 

Und so funktioniert es: Unter http://www.dasneueevangelium.de/ erwirbt der Zuschauer sein Online-Kinoticket und wählt gleichzeitig ein Kino aus, das er am Erlös beteiligen möchte. Dieses Kino erhält dann 30% des Preises eines digitalen Tickets. Der Film DAS NEUE EVANGELIUM ist nach Bezahlung und anschließender Aktivierung der Ticket-ID 24 Stunden streambar. Zusätzlich wird als Bonusmaterial ein Q&A mit Regisseur Milo Rau und dem Hauptdarsteller und Politaktivisten Yvan Sagnet abrufbar sein.

So wird Port au Prince Pictures an dem geplanten und langfristig vorbereiteten Filmstart festhalten.

 

Der Vorverkauf ist ab 01. Dezember 2020 möglich.
Die Preise für die digitale Auswertung:

Einzelticket: 9,99 Euro
Ab 20 Karten bei Gruppen: 7,99 Euro
Ab 50 Karten für Gruppen: 5,99 Euro

 

DAS NEUE EVANGELIUM
Ein Film von MILO RAU mit YVAN SAGNET als Jesus
Digitale Kinoauswertung: 17. Dezember 2020
2020 | Länge: 107 Minuten

 

Regisseur Milo Rau inszeniert in der süditalienischen Stadt Matera, in der sowohl Pier Paolo Pasolini als auch Mel Gibson ihre legendären Filme über das Leben Jesus’ gedreht haben, DAS NEUE EVANGELIUM. Gemeinsam mit dem Politaktivisten Yvan Sagnet schafft er einen hochpolitischen Jesus-Film, in dem biblische Erzählung und verzweifelte Revolte ineinanderfließen. Entstanden ist ein hybrider Film: eine Verschmelzung von Dokumentarfilm, Spielfilm, politischer Aktionskunst und Passionsspiel. DAS NEUE EVANGELIUM ist ein Manifest für die Opfer des westlichen Kapitalismus das angesichts der europäischen Flüchtlingskrise und der weltweiten Black Lives Matter-Bewegung aktueller nicht sein könnte. Ein authentisch politisches wie auch theatralisches und filmisches neues Evangelium für das 21. Jahrhundert.

 

DAS NEUE EVANGELIUM feierte eine vielbeachtete Weltpremiere beim diesjährigen Filmfestival in Venedig und lief im diesjährigen Wettbewerb der IDFA (International Documentary Filmfestival Amsterdam). Port au Prince Pictures startet den Film am 17. Dezember 2020.

 

DAS NEUE EVANGELIUM ist eine Produktion von Fruitmarket, Langfilm & IIPM – International Institute of Political Murder in Koproduktion mit SRF Schweizer Radio und Fernsehen / SRG SSR, ZDF in Kooperation mit ARTE in Zusammenarbeit mit Fondazione Matera Basilicata 2019, Consorzio Teatri Uniti di Basilicata and Teatro di Roma. Unterstützt durch Film- und Medienstiftung NRW, Bundesamt für Kultur (BAK), Zürcher Filmstiftung, DFFF – Deutscher Filmförderfonds, Kanton St. Gallen Kulturförderung / Swisslos, BKM – Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, Volkart Stiftung, Suissimage Kulturfonds.

 

Weitere Informationen finden Sie unter: www.dasneueevangelium-film.de

 

STÖRFAKTOR NACHWUCHS 2020: „So jung und schon so gestresst!“

Das Online-Event des Alumnivereins der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF am 01. Dezember 2020 um 17 Uhr richtet sich an den Filmnachwuchs, Alumni aber auch an alle interessierten etablierten Film- und Medienschaffenden. Es geht um ein (Tabu)-Thema, das alle – jung und alt gleichermaßen – kennen und jede*n angeht, unabhängig davon, ob betroffen oder nicht.

 

In Großbritannien wurde im Februar 2020 die Studie The Looking Glass zum Thema „Mental health in the UK film, TV and cinema industry” veröffentlicht. Die Studie ergab den erschreckenden Befund, dass 87 Prozent der Menschen, die im britischen Film- und Fernsehgeschäft arbeiten, ein psychisches Gesundheitsproblem haben oder hatten.

 

Wie sieht es aber in Deutschland aus. Sind wir stressfrei? Oder gehört das einfach zur Branche? Wie geht es Studierenden der Filmuni und haben Alumni und erfahrene Filmemacher*innen den Umgang mit Stress und Überlastung besser drauf und welche Tipps und Tricks können sie teilen?

 

Als Gäste zugesagt haben Regisseurin Julia von Heinz, Regisseur Chris Miera, Christina Barandun, Expertin im nachhaltig kreativen Kulturbereich und Benedikt Saggel, Student der Filmuni. Die Moderatorin Boussa Thiam wird das Gespräch leiten.

 

Das Gespräch mit dem Panel wird im Verlauf der Veranstaltung in eine moderierte Diskussion mit den Zuschauer*innen übergehen.

 

STÖRFAKTOR NACHWUCHS 2020 – „So jung und schon so gestresst!“ ist eine Zoom-Veranstaltung und findet am 01. Dezember von 17.00 – 18.15 Uhr statt.

 

Der Zugang ist ohne vorherige Anmeldung möglich. Zoom-Link: https://us02web.zoom.us/j/84307324258, Meeting-ID: 843 0732 4258, Kenncode: i27?#^

 

Die Veranstaltung steht in einer Reihe von Events des Alumnivereins der Filmuniversität Babelsberg mit der Studierende und die Filmbranche miteinander ins Gespräch kommen sollen. 2017 startete die Reihe mit der Paneldiskussion „Mach doch mal was Frisches!“

 

2018 folgte unter dem Titel „Störfaktor Nachwuchs“ ein Gespräch zwischen Regisseurin Aelrun Goette als Gastgeberin und der Redakteurin Sabine Rollberg. Rückblick hier.

 

 

 

 

8. Urheberrechtskonferenz: Die Urheber stärken, die Richtlinie umsetzen

Im Mittelpunkt der heutigen und zum ersten Mal ausschließlich digitalen Urheberrechtskonferenz stand der Referentenentwurf des Justizministeriums zur Umsetzung der EU-Richtlinie zum Urheberrecht. Deutlich wurde, dass statt Polarisierung gemeinsamer Gestaltungswille gefragt und vorhanden ist. Weiterlesen

Macht und Ohnmacht der Urheber

Am 16. November, von 10 – 15.00 Uhr, findet die 8. Urheberrechtskonferenz der Initiative Urheberrecht statt, zum ersten Mal ausschließlich online. Im Mittelpunkt steht der Referentenentwurf des Justizministeriums zur Umsetzung der EU-Richtlinie zum Urheberrecht in der Plattformwirtschaft.

 

Trotz der aktuellen Einschränkungen wird es auch in diesem Jahr eine Konferenz zur Entwicklung und zu den Perspektiven des Urheberrechts geben und damit erneut das bundesweit einzigartige öffentliche Gesprächsforum zum Thema. Die Referent:innen und Panelisten werden live oder per Videobotschaft zugeschaltet, das Publikum wird online teilnehmen und die Möglichkeit zu Fragen und Anmerkungen haben.

 

„Die Coronakrise hat die besondere Betroffenheit und Fragilität der künstlerischen Berufsausübung offengelegt. Sie unterstreicht noch einmal die hohe Bedeutung der Stabilisierung der beruflichen und sozialen Situation der professionellen Kreativen – und damit auch die Notwendigkeit, ein faires Urheberrecht zu schaffen“, so der Sprecher der Initiative Urheberrecht Prof. Dr. Gerhard Pfennig. „Die Konferenz wird sich im Kern genau darum drehen. Denn nach den bisher bekannten Planungen wird der Bundestag noch dieses Jahr die Umsetzung der europäischen DSM-Richtlinie in deutsches Recht beraten.“

 

Die Konferenz der Initiative Urheberrecht adressiert die wesentlichen Eckpunkte des Entwurfs. Diskutiert wird mit Expert:innen aus der Urheberechtswissenschaft, mit Politiker:innen und Vertreter:innen aus der Kultur- bzw. Medienwirtschaft sowie Urheber:innen und Künstler-:innen über die vorgeschlagene Umsetzung der DSM-Richtlinie, auch über Reformen des Urhebervertragsrechts oder die Verbindung von Netz- und Urheberrechtspolitik.

 

Für das Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz wird der Parlamentarische Staatssekretär Christian Lange sprechen; für die Seite der Kreativen macht der Regisseur Wim Wenders einen Aufschlag

 

Überhaupt liefern bei dieser Konferenz vor allem Urheber:innen, Künstler:innen und Vertreter:innen der Kulturwirtschaft Diskussionsbeiträge, darunter Singer-Songwriterin Michelle Leonhard, Roman- und Drehbuchautor Mario Giordano, Regisseur Jobst Oetzmann, Komponist Micki Meuser und Übersetzerin Patricia Klobusiczky. Der Journalist Prof. Frank Überall (HMKW Hochschule) und Matthias Hornschuh (Komponist) werden moderieren.

Die Politik wird vertreten durch die MdBs Ansgar Heveling (CDU) und Tabea Rößner (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) sowie einem Abgeordneten der SPD. Sie sprechen über die politischen Herausforderungen rund um die Sicherung eines tauglichen Rechtsrahmens für Urheber:innen und Rechteinhaber. Christian Gaebler, Chef der Senatskanzlei Berlin, eröffnet die Konferenz mit dem Grußwort eines wichtigen beteiligten Bundeslandes.

 

Hochkarätige Wissenschaftler:innen und Fachjurist:innen, darunter Prof. Dr. Axel Metzger (Humboldt Universität), der die Keynote aus der Sicht der Wissenschaft halten wird, aber auch Dr. Tobias Holzmüller, Justitiar der GEMA, Dr. Anke Schierholz, Justitiarin der VG Bild- Kunst, Katharina Winter, Justitiarin S. Fischer Verlage, Martin Madej, Plattform- und Urheberrechtsexperte des Bundesverbands der Verbraucherzentralen oder der Gastgeber Prof. Dr. Gerhard Pfennig, Sprecher der Initiative Urheberrecht, erläutern ihre Perspektiven für die Umsetzung der EU-Urheberrechtsrichtlinien in deutsches Recht.

 

Die Teilnahme via Livestream wird am Tag der Veranstaltung online ermöglicht unter dem Reiter „Livestream“ auf der Konferenz-Website.

 

Das vollständige Konferenzprogramm, Informationen zu allen Referenten und Anmeldung unter: https://2020.konferenz-urheberrecht.de/de 

5. Europäischer Kinotag in Deutschland am 10. Januar 2021

Über 700 Kinos weltweit luden für kommenden Sonntag, 08. November 2020, unter dem Motto „Dein Ticket durch Europa“ zur cineastischen Europareise. Aufgrund des Lockdowns verlegen die allein in Deutschland knapp 200 teilnehmenden Kinos ihr Fest für den Europäischen Arthousefilm auf den 10. Januar und damit auf die Zeit nach Weihnachten und den Jahreswechsel. „Wir lassen uns die Hoffnung nicht nehmen“, so der AG Kino – Gilde Geschäftsführer Felix Bruder. „Mit der Kraft des Kinos nehmen wir die Menschen mit auf eine Reise durch Europa in Zeiten, in denen man selbst nicht reisen kann.“

 

„Trotz funktionierender Hygienekonzepte und weltweit keiner bisher nachgewiesenen Ansteckung im Kino mussten wir leider, wie so viele andere Kultureinrichtungen, am Montag unsere Türen schließen. Wir sind aber fest davon überzeugt, dass wir zum Jahresauftakt wieder für unsere Besucher da sein können und wollen Ihnen gleich zu Beginn etwas besonders bieten. Wir haben uns in den vergangenen Monaten als verantwortungsvolle und zuverlässige Kulturanbieter bewährt, und werden das auch zum neugesetzten Termin wieder sein“, so der Präsident des internationalen Arthouse-Kinoverbands CICAE, Christian Bräuer, der die Initiative 2016 ins Leben rief.

 

In Deutschland macht sich Regisseurin Caroline Link als künstlerische Patin für den Kinotag stark, auf europäischer Ebene die polnische Regisseurin Agnieszka Holland und der belgisch-französischen Regisseur Lucas Belvaux. Kulturstaatsministerin Monika Grütters hat ebenso wie Sabine Verheyen, Vorsitzende des Ausschusses für Kultur und Bildung (CULT) des Europäischen Parlaments die Schirmherrschaft übernommen.

 

Beim Europäischen Kinotag zeigen Kinos in ganz Europa und auch Amerika, Kanada, Südamerika, Nordafrika und dem nahen Osten spezielle Previews, Klassiker und Highlights des europäischen Films, die in diesem Jahr unter dem Motto „Dein Ticket durch Europa“ kuratiert sind. In Rahmenveranstaltungen und Gesprächen etwa mit Filmemachern, Schauspielern oder Protagonisten von Dokumentarfilmen können die Besucher gemeinsam den Kulturort Kino erleben. Viele Kinos bieten auch Programme für Kinder und Jugendliche. Das Angebot konzentriert sich dabei nicht nur auf Ballungszentren. Gerade auch Kinos in kleinen Städten und im ländlichen Raum beteiligen sich. Bei aller Unterschiedlichkeit der Einzelevents in den Kinos vereint alle, dass sie für Europa Flagge zeigen und die Fahne des Kinos hoch halten.

 

Kinos können sich auch weiterhin für die Teilnahme anmelden unter www.kinotag.eu

Games, Twitch und Rekorde für digitale gamesweekberlin PRO X

Am vergangenen Freitag ist die erste digitale Ausgabe der Business- und Development-Plattform gamesweekberlin PRO X erfolgreich zu Ende gegangen. Drei Tage lang trafen sich Spielefans, Spieleentwickler_innen und Publisher unter anderem auf Twitch, Discord und Zoom. An den drei Konferenztagen verzeichneten die Veranstalter regen Zuspruch bei der Nutzung ihrer Online-Kanäle. Besonders hervorzuheben sind die 200.000 Aufrufe auf Twitch.tv/gamesweekberlin, mit mehr als 6.000 gleichzeitigen Zuschauer_innen. Wenn es so weitergeht, ist die Millionen-Marke in greifbarer Nähe, denn bis zum heutigen Tag konnte die Event-Reihe insgesamt mehr als 500.000 Professionals und Fans mit ihrem Live-Streaming-Kanal erreichen. Die gamesweekberlin und zahlreiche der Events werden vom Medienboard Berlin-Brandenburg gefördert.

 

„Wir freuen uns, dass die gamesweekberlin PRO X es geschafft hat, auch online die Community der internationalen Spieleentwickler_innen erfolgreich zusammenzubringen“, so Michael Liebe, Head of gamesweekberlin und CEO von Booster Space. „Dank der großen Anstrengungen im Team und Seite an Seite mit unseren Partnern ist es gelungen, bestehende Formate nicht nur neu zu denken und mit spannenden Features zu erweitern, sondern sogar neue Sub-Events der gamesweekberlin PRO X hinzuzufügen. Nicht nur die Teilnahme an den einzelnen Vorträgen und Workshops mittels Video-Conferencing – das für die meisten von uns ja schon zum Arbeitsalltag gehört – hat gut geklappt. Auch die Einbindung von Discord als virtuelle Konferenz-Lobby war eine Bereicherung, und natürlich zum wiederholten Male die Koordination von Business-Meetings mit MeetToMatch. Mit über 100.000 Views am zweiten Konferenztag alleine haben wir für uns neue Rekorde aufgestellt.“

 

Eröffnet wurde die gamesweekberlin am Mittwoch mit dem von Melek Balgün moderierten Opening Breakfast mit einer internationalen Keynote von Rami Ismail, spannenden Talks von Jens Hilgers (BITKRAFT) und Chris Hana sowie Odile Limpach und politischen Ansprachen, unter anderem von Dorothee Bär, Staatsministerin für Digitales, Michael Müller, Regierender Bürgermeister von Berlin, und Lars Klingbeil, Generalsekretär der SPD. An diesem und den beiden nächsten Tagen folgte das Programm der QUO VADIS game development & business conference, inklusive PRO X: Tabletop Games Focus und Career Day, die Talent- und Recruitmentplattform Womenize! Games & Tech, der GERMAN ESPORTS SUMMIT, der PRO X: Dev Booster und das Matchmaking Dinner.

 

Die vielfältigen Themen der QUO VADIS gaben einen Einblick, wie Spiele entwickelt und finanziert werden. Aktuelle Themen wie Remote Team Management, Player Retention, Crowdfunding oder prozedurales Game-Design wurden in lebhaft diskutierten Webinaren und Workshops verhandelt. Auch auf dem Twitch-Kanal der gamesweekberlin wurden eifrig getalked, kommentiert und natürlich gespielt. Ein Reichweiten-Highlight war die Diskussionsrunde der “Games-Philosophen” Richard Bartle, Jesper Juul und Sebastian Möring, bei der sie sich mit der Frage auseinandersetzten, ob Game-Developer letztlich nicht doch göttergleich seien.

 

Beim Online-Pitching Format PRO X: Dev Booster, das im Juni erstmals stattfand, wurden am Ende des live-gestreamten Finales am Freitagnachmittag das quirlige Indie-Game „You Suck at Parking“ von Happy Vulcano aus Belgien von der Fachjury und dem Publikum zum Gewinner gekürt. Das Finale wurde live auf Twitch unter www.twitch.tv/gamesweekberlin übertragen. Moderiert wurde die finale Ausscheidung von Mitgliedern des Developer- und Streamer-Kollektivs Die Indiestrolche.

 

Die 6. Ausgabe der Talent- und Recruiting Plattform Womenize! Games & Tech widmete sich neben der wachsenden Bedeutung von Soft Skills, Crowdfunding und Sustainability auch der Frage, wie Serious Games sensible Themen wie sexuelle Traumata, PTSD oder mentale Gesundheit hilfreich begleiten und flankieren können. Natasha Skult, IGDA Finnland sowie Gründerin und CEO MiTale Ltd: “Die diesjährige Ausgabe von Womenize war absolut fantastisch und hatte sehr bewegende Themen auf der Agenda. Besonders gefallen hat mir die Keynote von Drussila Hollanda-Grönberg von Supercell und die anschließende Roundtable-Diskussion. ein wirklich bereicherndes Event. Gratulation an die Organisatorinnen”.

 

Der zweitägige GERMAN ESPORTS SUMMIT – GES20 stand unter dem Motto „E-Sport & Nachhaltigkeit“. Dabei ging es auch um die Frage, wie bisher Erreichtes bewahrt werden kann und welche Herausforderungen den E-Sport zukünftig erwarten – sowohl wirtschaftlich als auch gesellschaftlich.

 

Auch auf Networking und Parties musste nicht verzichtet werden. Am Donnerstag der gamesweekberlin traten Spielefans in einer Online-Version des beliebten Pub-Quiz “Seitenquiz”  gegeneinander an und testeten ihr Gaming-Wissen. Einen lauten und knallharten Abschluss fand die gamesweekberlin bei der LOUD X, einem auf Twitch gestreamten Live-Konzert dreier Heavy Metal-Bands.

 

Ein großes Dankeschön der gamesweekberlin geht an alle Partner, Sponsoren sowie an alle Helfer_innen, ohne deren Zutun die Vielzahl von Angeboten diesen Erfolg nicht hätte auf die Beine gestellt werden können

 

Die nächste Ausgabe ist für Herbst 2021 angesetzt, aber aufgrund der aktuellen Situation stehen der Termin und Format für die gamesweekberlin 2021 noch nicht fest.

Alle Informationen unter: www.gamesweekberlin.com

 

Pressekontakt:
SteinbrennerMüller Kommunikation
Dr. Kathrin Steinbrenner
E-Mail: mail@steinbrennermueller.de
Telefon: 030 47372191

Die gamesweekberlin PRO X Partner & Sponsoren:

gefördert vom Medienboard Berlin-Brandenburg

Sponsoren der gamesweekberlin PRO X: Kickstarter, Riot Berlin, Wooga, xsolla, Ubisoft Berlin, InnoGames, Xbox, SAE Institute, Wargaming Mobile, Brehm v. Moers, E-Sport Hub Sachsen-Anhalt, game Verband, game esports, AVM, Games Bavaria, SCILL Play, Tencent Cloud, GameFairy, Myer’s Hotel, Eventbrite
Partner Events: Opening Breakfast, QUO VADIS – game development & business conference, Womenize! Games & Tech, German Esports Summit, Matchmaking (Dinner)*, LOUD X
Event Partner und Veranstalter: Booster Space, MeetToMatch, FACTORY-C, Freaks 4U Gaming, Twitch, A MAZE, IGDA Finland, Cozydunes
Netzwerk Partner: games:net berlinbrandenburg, Institut Francais Deutschland, Digital Dragons, Mediennetzwerk NRW, Film Festival Cologne, GIC – Games Industry Conference, Ludicious, 80.lv, PANDA, Dutch Game Garden, She Works!, devcom, GDBAY, Games & XR Mitteldeutschland, Crazy Labs, DevGAMM!, Game Connection Europe, Israel Mobile Summit, Reboot, Fem Devs Meetup, Women in Games

Offizieller Ticketing Partner: Eventbrite

DAS NEUE EVANGELIUM: Kinostart trotz Lockdown

Aufgrund der aktuellen Beschlüsse der Bundesregierung zur Bekämpfung der Corona-Pandemie, werden ab Montag die Kinos wieder schließen. Geplante Kinostarts fallen deshalb aus. Zunächst sind die Maßnahmen bis Ende des Monats terminiert, aber niemand kann mit Gewissheit sagen, wie es im Dezember weiter geht. 
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RISE to the Top

Mit „Jim Knopf und die Wilde 13“ und „Drachenreiter“ führen gleich zwei Filme mit VFX / Animation der RISE | Visual Effects Studios die aktuellen deutschen Kinocharts an,   „Drachenreiter“ ist zugleich die erste Koproduktion.“

 

Während Warners „Jim Knopf und die Wilde 13“ auch am dritten Wochenende im Kinoeinsatz mit beinahe 110.000 Zuschauern den ersten Platz in den Kinocharts einnahm, stieg das Animationsabenteuer „Drachenreiter“ im Verleih der Constantin mit über 90.000 verkauften Tickets auf Platz Zwei ein.

 

RISE, führendes visual effects Unternehmen in Deutschland, ist bei beiden Filmen maßgeblich involviert.

 

Gleich eine Doppelrolle nimmt RISE bei dem internationalen Animationsgroßprojekt „Drachenreiter“ der Constantin Film ein. Über RISE PICTURES, den Produktionsarm von RISE, fungiert das Unternehmen als Koproduzent. Gleichzeitig übernahm RISE in München einen großen Teil der umfangreichen Animationsarbeiten. So wurde im Münchner Studio in etwas mehr als 2,5 Jahren nicht nur animiert, sondern sämtliche Locations für den Film mit insgesamt mehr als 1.200 einzelnen Elementen am Computer erschaffen und auch alle Charaktere finalisiert. Weiterhin wurden in München bei RISE für die Hälfte des Films sämtliche Bilder erzeugt (lighting/shading/rendering), mit VFX versehen und final zusammengefügt (compositing).

 

Ulrich Schwarz, Produzent & Head of Production RISE PICTURES dazu: „Die intensive Zusammenarbeit mit der Constantin Film und der Erfolg an der Kinokasse in diesem herausforderndem Umfeld beweist, dass die im deutschen Filmmarkt einmalige Verzahnung von RISE PICTURES als kreativer und finanzieller Produktionspartner und RISE I Visual Effects Studios als international anerkanntes VFX- und Animations-Studio, ein unikales und werthaltiges Modell ist. In dieser Form sind wir auch bei anderen Live-Action & Animationsfilm-Projekten bereits als Partner für in- und ausländische Produzenten aktiv, wie bspw. für die internationale Sci-Fi Produktion „Stowaway“. „Drachenreiter“ ist aber die erste Produktion aus der Firmengründungsphase der RISE PICTURES, die nun in der Kinoauswertung ist.“

 

In ihrem Stuttgarter Office realisierte RISE für „Jim Knopf und die Wilde 13“ mit 200 aufwendigen VFX Shots den größten Teil der digital hergestellten Bildwelten des Films. Neben dem Flug über den Wolken und der Gurumusch Insel erstellte das Team die wohl technisch aufwendigste Sequenz des Films, eine von einem Taifun umtoste Pirateninsel und deren Versinken im Meer. RISE löste dabei ein Versprechen an den Regisseur Dennis Gansel ein: das beste digitale Wasser, das er je gesehen hat. RISE war gemeinsam mit den VFX Unternehmen Trixter, ScanlineVFX, Chimney und Mackevision für die VFX zuständig.

 

„Der unter den aktuellen Bedingungen sensationelle Erfolg der beiden Filme zeigt, dass wir in Deutschland Kino, VFX und Animation auf hohem, internationalem Niveau herstellen können und damit ein breites Publikum finden. Sowohl auf Seiten der Produzenten, in diesem Fall Rat Pack, Constantin Film und RISE PICTURES, als auch bei VFX und Animation durch RISE|Visual Effects Studios“. so Sven Pannicke, Managing Director RISE I Visual Effects Studios und RISE PICTURES.

Kuhle Wampe: digitale Premiere und als Mediabook im Handel

Die in Zusammenarbeit mit Bertolt Brecht und Hanns Eisler entstandene Regiearbeit von Slatan Dudow wurde kurz nach der Uraufführung von den Nazis verboten und gilt bis heute als einer der wichtigen Meilensteine des Politischen Films. Er spielt in weiten Teilen auf dem Campingplatz „Kuhle Wampe“, den es heute noch in Schmöckwitz gibt.

 

Am 27. Oktober wird KUHLE WAMPE als digitale Premiere das Filmerbe-Festival „Film Restored“ der Deutschen Kinemathek eröffnen. Der 27. Oktober ist gleichzeitig der UNESCO-Welttag des audiovisuellen Erbes.

 

Am 30. Oktober komm das hochwertige Mediabook von KUHLE WAMPE in den Handel. 

 

KUHLE WAMPE wurde 1932 in Moskau mit einer Laufzeit von 80 Minuten uraufgeführt. Aufgrund seiner politischen Aussage wurde er in Deutschland verboten. Eine um vier Minuten gekürzte Fassung passierte dann doch die Zensur und wurde am 30. Mai 1932 in Berlin uraufgeführt, doch im März 1933 verbot die Zensurbehörde, die bereits den Nazis stand, den Film endgültig. Mit einem Drehbuch von Bertolt Brecht und Ernst Ottwalt gilt er als Meilenstein des politischen Kinos.

 

Mit der digitalen Premiere von Kuhle Wampe,einem Klassiker des politischen Films,wird das Festival am 27.Oktober, dem UNESCO-Welttag des audiovisuellen Erbes, eröffnet. Die in Zusammenarbeit mit Bertolt Brecht und Hanns Eisler entstandene Regiearbeit von Slatan Dudowwurdekurz nach der Uraufführung von den Nazis verboten. Dank der Zusammenarbeit zwischen Deutscher Kinemathek, British Film Institute und Cinémathèque suisse konnte die Premierenfassung von1932 rekonstruiert werden.

 

Mehr Informationen zum Film: 

KUHLE WAMPE – ODER WEM GEHÖRT DIE WELT? gilt als Meilenstein des politischen Kinos und als einer der wenigen eindeutig kommunistischen Filme der Weimarer Republik. Regie führte Slatan DudowBertolt Brechts Handschrift, der zusammen mit Ernst Ottwald für das Drehbuch verantwortlich war, ist bei dem „Proletarischen Film“ deutlich zu erkennen. Und nicht zuletzt hat Altmeister Hanns Eisler die Musik komponiert und Günther Krampf die Kamera geführt. Jetzt bringt Atlas Film die Erstveröffentlichung der Restaurierung von der Deutschen Kinemathek in Zusammenarbeit mit dem British Film Institute National Archive, der Cinémathèque Suisse und Praesens-Film aus dem Jahr 2020 heraus. Die restaurierte Fassung überzeugt mit einer deutlichen Steigerung der Bild- und Tonqualität und lässt den Film in neuem Glanz erstrahlen.

 

INHALT  Berlin 1931. Vater Bönike und sein Sohn sind arbeitslos, wie Millionen andere. Tochter Anni hat zwar eine schlecht bezahlte Anstellung in einer Fabrik, aber als ihr Bruder sich verzweifelt das Leben nimmt, muss die Familie ihre Wohnung räumen. Ihre Zuflucht ist die Gartenkolonie „Kuhle Wampe“ vor den Toren Berlins. Als Anni von ihrem Freund Fritz schwanger wird, drängen ihre Eltern auf Heirat. Nach der Verlobung wird Anni klar, dass Fritz nicht zu seinem Heiratsversprechen steht. Sie trennt sich von ihm und lässt das Kind abtreiben. Unterstützung findet sie bei ihren Freunden aus der kommunistischen Jugend. Fritz steht Annis politischen Ansichten skeptisch gegenüber, kommt aber auf einem kommunistischen Sportfest wieder mit ihr zusammen. Auf der Rückfahrt vom Fest kommt es zu einem politischen Disput in der S-Bahn, in der bürgerliche Ansichten und Kampfeswillen der Arbeiterjugend noch einmal aufeinanderprallen.

DAS NEUE EVANGELIUM

Ein Film von MILO RAU mit Politaktivist YVAN SAGNET als Jesus

 

Kinostart: 17. Dezember 2020 
Digitale Kinoauswertung: 27. Dezember 2020
2020 | Länge: 107 Minuten

 

PRESSEVORFÜHRUNGEN finden an folgenden Terminen statt: 
27. Oktober 2020 – 10:00 Uhr – Filmkunst 66, Berlin 
29. Oktober 2020 – 10:00 Uhr – Abaton, Hamburg

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Von Göttern, Geld und Geschichten

Finanzierung, Storytelling, Worldbuilding als Schwerpunkte der gamesweekberlin PRO X 2020 vom 28.-30. Oktober. Wie erschafft man kreative Welten für Computerspiele, wie funktioniert erfolgreiches Storytelling mit überzeugenden Charakteren, wie lässt sich das ganze finanzieren und wie manage ich ein Entwickler_innen-Team im Home Office? Diese und weitere Fragen rund um das Thema Games beantwortet die gamesweekberlin PRO X, die nächste Woche vom 28.-30. Oktober zur digitalen Ausgabe der Business- und Developmentplattform lädt. Die gamesweekberlin arbeitet in ihrer Online-Ausgabe mit dem Live-Streaming-Videoportal Twitch und den Indiestrolchen, einem Kollektiv aus Spieleentwickler_innen und Streamer_innen, zusammen. Sie präsentieren exklusiv für die gamesweekberlin bei Twitch in acht frei zugänglichen Sessions Let’s Plays von ausgewählten Spielen. Tickets zu Live-Workshops, Business Meetings und persönlichen Networking Events via Zoom und Discord gibt es unter www.gamesweekberlin.com. Die gamesweekberlin und zahlreiche ihrer Events werden vom Medienboard Berlin-Brandenburg gefördert.

 

Herzstück der gamesweekberlin PRO X 2020 ist die dreitägige Fachkonferenz QUO VADIS – game development & business conference, die sich in diesem Jahr den Schwerpunkten Finanzierung und Förderung von Games, Storytelling und dem Erschaffen von kreative Welten widmet. Das sind die Highlights:

 

Der britische Autor, Spieleentwickler und -forscher Dr. Richard A. Bartle, ausgezeichnet mit dem „GDC online Game Legend“ Award, wurde als Ko-Autor der ersten virtuellen Welt MUD im Jahr 1978 zum Wegbereiter der heutigen Online-Rollenspiele. In seinem Vortrag „Why Developers are Gods“ (28. Oktober, 12.00-13.00 Uhr) spricht er über das schöpferische Potential von Spieleentwickler_innen, die mit ihrer Arbeit göttergleich mythische Welten mit Götter, Titanen und Helden erschaffen.

 

Wütende griechische Götter, nordische Sagengestalten und heroische Titanen sind Helden, auf die Entwicklerstudios beim Kreieren eines Spiels zurückgreifen. „Mythology, cultural heritage and fiction in games“ (29. Oktober, 16.00-18.00 Uhr, Zoom) ist Titel der Debatte mit Allan Cudicio (Twin Drums, Berlin), Jussi (Elo Tapani) Autio (Resistance Game, Finnland), Vasiliki Tsiftsian & Marinos Boyko Phelivanoy (GO HEROES, Griechenland), Luke Crane (Kickstarter, USA). Doch was gilt es zu beachten, welche Freiheiten und Grenzen gilt es zu beachten, um kulturelles Erbe respektvoll zu behandeln?

 

„Endless Storytelling – Are Mobile Games Interactive Soap Operas?“ (28. Oktober, 16.00-17.00 Uhr) ist Thema der bei Twitch gestreamten Debatte mi Rebecca Hawick (Wooga, Deutschland), Jonas Baur (Talpa, Deutschland) und der freien Autorin Leticia Milano darüber, was eine gute Geschichte ausmacht, wie man sie schreibt und wie sich eine Geschichte ähnlich einer Soap Opera planen und vorantreiben lässt.

 

Dem Thema Finanzierung und Förderung von Games widmen sich mehrere Veranstaltungen der gamesweekberlin: Unter der Überschrift „Creative money-how to finance your next game“ (28. Oktober, 14.00-16.00 Uhr, Zoom) debattieren Jens Hilgers (BITKRAFT, Deutschland), Bertrand Vernizeau (Game Seer Venture Partners, Deutschland), Petter Henriksson (Landfall Games, Schweden), Pere Rius (Lince Works, Spanien), Ina Göring (game – Verband der deutschen Games-Branche) und Michael Liebe (Booster Space, Kickstarter Deutschland) über verschiedene Möglichkeiten und Wege der Finanzierung – seien es öffentliche Institutionen, private Investoren, Crowdfunding oder Venture Capital. Darüber hinaus beschäftigen sich auch die „GamesCapitalBerlin Financing Masterclass“ (29. Oktober, 10.00-12.30 Uhr), der Workshop „Die Bundesförderung im Detail” (29. Oktober, 13.00-16.00 Uhr) und die Focus Session „Attention, Retention! How Games Can Manage Their Long Term Success“ (29. Oktober, 10.00-12.00 Uhr) intensiv mit der Finanzierung und Förderung von Computerspielen – von der Idee bis zum Release.

 

Prozedural generierte Spielewelten sind längst Bestandteil der Spielentwicklung. Arbeiten wie die Kreation von Dungeons, Texturen, Dialogen, Musiken oder ganzen Welten werden inzwischen von Algorithmen übernommen. „Procedural Game Design“ (28. Oktober, 16.00-18.00 Uhr) ist Thema der Focus Session u.a. mit Riad Djemili (Maschinen-Menschen, Deutschland) und Philippe Pasquier (Simon Fraser University’s School of Interactive Arts and Technology, Kanada).

 

 

Home Office ist seit der Corona-Pandemie zur Selbstverständlichkeit geworden. Doch wie lässt sich ein Team von Spieleentwickler_innen remote organisieren und führen? Das Panel „Remote Team Management“ (29. Oktober, 14.00-16.00 Uhr) mit Marina Ivanović (Kolibri Games), Jehanne Rousseau (Spiders Games, Frankreich), Fawzi Mesmar (EA Dice, Schweden) und Sebastian Winkler (shoutr labs, Deutschland) debattiert während der Krise gemachte Erfahrungen und wie sich diese neue Arbeitskultur integrieren und auch zukünftig umsetzen lässt.

 

Ja, es gibt sie noch – oder wieder! Brettspiele, Kartenspiele und viele hybride Spiele finden ihren Weg zurück in die Wohnzimmer von Spielefans. Erstmals lädt die gamesweekberlin zum „Table Top Games Roundtable“ (29. Oktober, 15.00-16.00 Uhr) mit Anya Combs und Jonathan Ritter-Roderick (Kickstarter, USA) und Besime Uyanik (Ion Game Design, Schweden). Bei Crowdfunding Kampagnen sind Table Top Games sehr erfolgreich. Die gamesweekberlin lädt zum Ideen- und Meinungsaustausch an den runden Tisch.

 

Schwerpunkte der Talent- und Recruitmentplatform Womenize! Games & Tech sind neben der wachsenden Bedeutung von Soft Skills, Crowdfunding & Sustainability auch mit die Frage, wie Serious Games sensible Thematiken wie sexuelle Traumata, PTSD oder mentale Gesundheit hilfreich begleiten und flankieren können. Sprecher_innen sind u.a. Drussila Hollanda-Grönberg (Supercell), Karoliina Korppoo (10th Muse), Antonia Bartning (Pitch your Green Idea), Maxi Gräff (Microsoft), Jean Leggett (One More Story Games), Rae Grimm (GamePro) und viele mehr.

 

Der zweitägige GERMAN ESPORTS SUMMIT – GES20 steht unter dem Motto „E-Sport & Nachhaltigkeit“. Er diskutiert u.a. die Frage, wie bisher Erreichtes bewahrt werden kann und welche Herausforderungen den E-Sport zukünftig erwarten – sowohl wirtschaftlich als auch gesellschaftlich. Als Sprecher_innen erwartet werden u.a. Dennis Gehlen (TaKeTV), Christopher Flato (ESL Gaming), Katharina Spinner (eSport Rhein-Neckar) und die Sprecher_innen der Jugendorganisationen ausgewählter Bundestagsparteien.

 

Die gamesweekberlin 2020 bündelt die folgenden Veranstaltungen: das Opening Breakfast (28. Oktober), QUO VADIS game development & business conference (28.-30. Oktober) mit PRO X: Tabletop Games Focus und Career Day (30. Oktober), die Talent- und Recruitmentplattform Womenize! Games & Tech (29. Oktober), den GERMAN ESPORTS SUMMIT (28.-29. Oktober), den PRO X: Dev Booster (28.-30. Oktober) und das Matchmaking Dinner (29. Oktober).

 

Die gamesweekberlin 2020 war ursprünglich für April geplant und wurde coronabedingt verschoben. Im Juli veranstaltete der gamesweekberlin-Veranstalter Booster Space erstmals das Online-Pitchingformat gamesweekdigital: Dev Booster, bei dem Spieleentwickler_innen ihr Projekt vor Publisher, Branchenexpert_innen sowie Investor_innen und Medienvertreter_innen präsentierten.

Die Publikumsveranstaltung PLAY X mit dem Gamefest für Spielefans entfällt aufgrund der Corona-Pandemie.

Mehr unter www.gamesweekberlin.com

Sichere Kulturorte stärken – Kinos unterstützen

Die deutschen Filmkunsttheater fordern die Politik in Bund und Ländern auf, differenzierte Infektionsschutzmaßnahmen zu treffen statt sichere Orte der Zusammenkunft abzustrafen.

 

„Auch wir Kinobetreibende betrachten die gegenwärtige Entwicklung mit großer Sorge. Sicherheit und Gesundheit gehen vor und als sozialer Kulturort sind wir uns unserer Verantwortung voll und ganz bewusst,“ so Christian Bräuer, Vorsitzender der AG Kino – Gilde, „doch Verschärfungen wie Sperrstunden, Maskenpflicht auch bei gesicherter Einhaltung des Mindestabstands am Sitzplatz und teilweise auch Verzehrverbote, wie wir sie in einigen Bundesländern und Kommunen beobachten, sind weder sachlich nachvollziehbar noch verhältnismäßig.“ Menschen sind soziale Wesen, die gemeinsam etwas erleben wollen. Aus Sicht des Verbands der Filmkunsttheater ist es zielführender, die Orte zu stärken, an denen dies kontrolliert und unter strengen Auflagen und mit Nachverfolgbarkeit möglich ist.

 

„Seit der Wiedereröffnung haben die Kinobetreibenden sich als zuverlässige und verantwortungsbewusste Kulturanbieter bewährt,“ so Bräuer. „Mit ausgeklügelten und den zuständigen staatlichen Stellen abgestimmten Hygienekonzepten haben sie zahlreiche effektive Maßnahmen zum Schutz von Personal und Gästen ergriffen.“

 

Weltweite Analyse: Kinos als sichere Orte

Tatsächlich hat eine Analyse des Branchenexperten Patrick von Sychowski für das Portal CelluloidJunkie weltweit keinen einzigen Fall nachweisen können, in dem ein Kino zu einem Infektionsherd geworden ist (https://celluloidjunkie.com/2020/10/19/cj-analysis-the-number-of-covid-19-outbreaks-traced-to-cinemas-is-zero/).

 

„Die Entscheidung darüber, ob Kinos geschlossen bleiben müssen oder wieder öffnen dürfen, ist oftmals eher eine politische als eine wissenschaftliche. Trotz der Tatsache, dass bislang in keiner Spielstätte ein Ausbruch nachgewiesen werden konnte. Ganz im Gegensatz zu eindeutig nachgewiesenen COVID-19-Übertragungen in Kirchen, Restaurants, Nachtclubs, Bars, Coffee-Shops und sogar im Weißen Haus“, so von Sychowski (Übersetzungen: AG Kino).

 

In Südkorea wurden die Kinos etwa seit Beginn der Pandemie nie geschlossen. Ein umfangreiches Kontaktverfolgungssystem hat eine Analyse ermöglicht, welche Orte zu Infektionsherden wurden. Kinos sind hier nicht dabei, anders als Kirchen, Restaurants und Coffee Shops. „Es gab 49 Personen, die eine Kinovorstellung besucht hatten und bei denen später eine Infektion nachgewiesen wurde. Insgesamt wurden während dieses Zeitraums 31,5 Millionen Kinotickets verkauft. Dennoch scheint niemand von diesen 49 infizierten Gästen das Virus auf andere Besucher oder das Kinopersonal übertragen zu haben.

 

Von Sychowski zieht als Fazit: „Alle Indizien sprechen dafür, dass Kinos zu den sichersten Innenbereichen im Hinblick auf COVID-19-Infektionen zählen, sofern alle notwendigen Vorkehrungen getroffen wurden und Auflagen eingehalten werden.“

 

Zu den Hygienekonzepten von Kinos auf der ganzen Welt gehören u.a. neben der Reduzierung von Kapazitäten, dem Einhalten von Abständen zwischen Gästegruppen, der Entzerrung von Vorstellungszeiten auch die Optimierung an Lüftungsanlagen, damit ein mehrfacher Austausch der gesamten Saalluft während einer Vorstellung gewährleistet ist.

 

Da Kinos die Ticketeinnahmen mit Filmemachern und Verleihern teilen, ist der Verkauf von Snacks und Getränken für sie überlebenswichtig. Regelungen wie das Verzehrverbot am Platz schaden den Kinos wirtschaftlich enorm. Gerade weil Kinos noch bessere räumliche Grundbedingungen bieten als die meisten Restaurants, macht ein Verzehrverbot im Kino keinen Sinn. „Es ist nicht zu vermitteln, warum der Verzehr von Popcorn am Sitzplatz im durchlüfteten Kinosaal verboten aber das Speisen im Restaurant erlaubt ist“, so Christian Bräuer.

 

Kinos stärken statt abstrafen

Aktuell ist die gesamte Filmbranche paralysiert. Studios und Filmverleiher verschieben angesichts der geringen Auslastung Filmstarts und investieren nicht oder kaum in das Marketing rund um die Herausbringung ihrer Filme. Allein durch die Verunsicherung der vergangenen Tage wurden erneut Filme verschoben.

 

Ungeachtet dessen bieten die Arthousekinos seit dem bundesweiten Start am 2. Juli ein exzellentes Programm und gestalten mit hohem Sicherheitsaufwand vielfältige Events, um die Aufmerksamkeit des Publikums für die Filme zu gewinnen. Dabei werden sie insbesondere von vielen unabhängigen Verleihern unterstützt, die mit ihren Filmen trotz der im Augenblick alles andere als optimalen Bedingungen zum kulturellen Leben beitragen.

 

Dies geht in der aktuellen Situation aber nicht ohne Unterstützung. Mit einer maximalen Auslastung von etwa einem Fünftel können die Filmtheater nicht viel länger bestehen. Von daher ist es essenziell notwendig, dass zielgerichtete Förderprogramme von Bund und Ländern den Erhalt sowie die filmkulturelle Arbeit der Kinos während der Corona- Pandemie weiter unterstützten.

 

www.agkino.de

Die Stimme des Regenwaldes ab 22. Oktober im Kino

Heute in 2 Wochen startet DIE STIMME DES REGENWALDES von Regisseur Niklaus Hilber in den deutschen Kinos. Vom Aussteiger zum Aktivisten – die wahre Geschichte des Umweltaktivisten Bruno Manser erzählt in beeindruckenden und paradiesischen Kinobildern vom Schweizer Ethnologen, der in den Achtziger Jahren das Paradies sucht und es im Urwald von Borneo beim indigenen Nomadenvolk der Penan findet. Als die Penan von massiver Abholzung bedroht werden, nimmt Manser den Kampf gegen die Waldzerstörung mit einem Mut und einem Willen auf, die ihn zu einem der berühmtesten und glaubwürdigsten mweltschützer seiner Zeit machen.

 

Camino Filmverleih bringt DIE STIMME DES REGENWALDES, der bereits in der Schweiz fast 200.000 Zuschauer ins Kino lockte, am 22. Oktober 2020 deutschlandweit auf die große Leinwand. Als Eröffnungsfilm des Zürich Film Festivals feierte er seine Weltpremiere und erhielt dort den Science Film Award / Eye On Science. Hauptdarsteller Sven Schelker wurde dort für seine Darstellung des Bruno Manser als Bester Schauspieler ausgezeichnet und später auch am Schweizer Filmpreis als „Bester Darsteller“ geehrt.

 

www.stimmedesregenwaldes.de

Tinkertank kuratiert die Code Week Baden-Württemberg

Die Code Week Germany vom 10. bis 25. Oktober und damit auch die Code Week Baden-Württemberg stehen in den Startlöchern. Organisiert und kuratiert wird die südwestdeutsche Ausgabe der Code Week vom Ludwigsburger Kreativlabor Tinkertank, einer Initative der Berliner Interactive Media Foundation gGmbH. Die 2013 gegründete Kreativagentur ist eine gemeinnützige Organisation, die gesellschaftlich relevante Themen aus Technologie, Ökologie, Kunst und Gesundheit in zeitgemäße Formaten und Ausdrucksformen umsetzt. Los geht es am Samstag, 10. Oktober um 10:00 Uhr, mit einem gemeinsamen bundesweiten virtuellen Eröffnungsevent auf https://codeweek.de/.

 

Die Eröffnung wird live aus dem Studio des Kreativlabors und Code Week Baden-Württemberg-Koordinators Tinkertank in Ludwigsburg gesendet. Die Initiatoren der Code Week Germany sowie alle weiteren regionalen deutschen Code Weeks – Hamburg, Berlin, Bonn-Rhein-Sieg und Jena – schalten sich dazu. Gemeinsam gestalten sie ein Programm, in dem Astronautinnen, gleich mehrere Fernsehtürme und clevere IoT-Devices eine Rolle spielen. Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut MdL, Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau des Landes Baden-Württemberg, ist Schirmfrau für die Code Week Baden-Württemberg. Sie richtet sich per Videobotschaft an das Publikum. Zudem wird der Oberbürgermeister von Ludwigsburg, Dr. Matthias Knecht, persönlich vor Ort sein und den Start-Buzzer drücken.

 

Bislang bieten über 30 Initiativen, Institutionen und Personen aus ganz Baden-Württemberg mehr als 80 Einzelveranstaltungen an – und es kommen täglich mehr dazu. Ob CO2-Ampeln, Apps, Augmented und Virtual Reality, Mini-Roboter, Game Controller aus Schrott, Kunst mit Code, Modellierung einer Viruspandemie, Webseiten erstellen oder 3D-Druck, ob programmieren, experimentieren, tüfteln, spielen oder bauen – das Programm der Code Week Baden-Württemberg bietet etwas für Interessierte jeder Altersstufe, mit und ohne Vorerfahrung: https://bw.codeweek.de/das-programm-2020. Und da etwa die Hälfte davon Online-Angebote sind, hat auch jede und jeder die Chance, von zuhause mitzumachen.

 

Jasmin Mertikat, Projektleiterin von Tinkertank, Kuratorin der Code Week Baden-Württemberg und Moderatorin der Eröffnungsveranstaltung: „Baden-Württemberg hat so vielseitige und wertvolle Coding- und Making-Angebote, und ich freue mich, dass die Code Week ein Ort ist, an dem das so deutlich wird! Da ist wirklich für jeden etwas dabei! Wir danken schon jetzt allen, die mitmachen, und wünschen Teilnehmenden und Anbietern eine tolle Zeit!”

 

Nach wie vor können sich Initiativen, Schulen, Hochschulen, Unternehmen, Organisationen, Jugendhäuser, Bibliotheken, kulturelle Institutionen und auch engagierte Einzelpersonen mit ihren On- oder Offline-Veranstaltungen anmelden. Zur Event-Anmeldung geht es hier: https://bw.codeweek.de/workshop-organisieren. Hier finden sich auch zahlreiche Informationen und Tipps für die Ideenfindung, Planung, Umsetzung und finanzielle Unterstützungsmöglichkeiten.

 

 

 

Pressekontakt Tinkertank / Code Week Baden-Württemberg:

Nora Hieronymus

E-Mail: presse.bw@codeweek.de

Telefon: 07141 – 64 96 315, Mobil: 0170 – 90 492 90

 

Pressekontakt Interactive Media Foundation gGmbH:

SteinbrennerMüller Kommunikation

Dr. Kathrin Steinbrenner & Kristian Müller

E-Mail: mail@steinbrennermueller.de

Telefon: +49 (0)30 4737 2191

 

 

Über die Code Week:

Die Code Week Baden-Württemberg findet im Rahmen der europaweiten Code Week statt, die seit 2013 als Graswurzelbewegung und offene Veranstaltungsreihe in zehntausenden Einzelveranstaltungen Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen die Freude an Technik, Kreativität undTeamwork vermittelt hat. Nach dem Erfolg der 2016 etablierten Code Week Hamburg wird nun auch das Land der Tüftler und Denker ein eigenes Regio Hub durchführen und damit die Gelegenheit nutzen, die zahlreichen bundesweiten Initiativen zu unterstützen und Innovationsgeist und Erfindungsreichtum zu fördern.

 

Die Code Week Baden-Württemberg wird gefördert von der Vector Stiftung (www.vector-stiftung.de) und koordiniert von dem Kreativlabor Tinkertank in Ludwigsburg (www.tinkertank.de), einer Initiative der Interactive Media Foundation gGmbH (www.interactivemedia-foundation.com). Weitere Infos zur Code Week Baden-Württemberg: www.bw.codeweek.de

 

Über Tinkertank:

Tinkertank ist ein mobiles und stationäres Kreativlabor, das als Initiative der Interactive Media Foundation 2013 ins Leben gerufen wurde – mit dem Ziel, Menschen zu kreativen und selbstorganisierten Prozessen der Lösungsfindung zu befähigen und das im Kontext von Technologie, Handwerk, Kultur, Wissenschaft und Digitalisierung. Mehr als 600 Menschen erreicht Tinkertank jährlich mit Workshops und Sommercamps für Kinder und Jugendliche, online in Digitalräumen, mit Kreativseminaren für Unternehmen und Unternehmungen, die ländlichen Regionen mit der “Mobile Maker Zone” und mit Schulungen zu Mentoren und Mentorinnen.

Weitere Infos: www.tinkertank.de

 

Über die Interactive Media Foundation gGmbH:

Die Interactive Media Foundation (IMF) ist eine gemeinnützige Organisation mit Hauptsitz in Berlin. Sie wurde 2013 gegründet. Die IMF vereint umfassende Expertisen in den Bereichen Konzept, Storytelling, Film, Digitales und Produktion und experimentiert mit zeitgemäßen Formaten und Ausdrucksformen, um gesellschaftlich relevante Themen aus Kunst, Technik, Gesundheit und Ökologie publikumswirksam umzusetzen.

 

Treibende Kraft ist dabei, mit den Inhalten die jeweiligen spezifischen Zielgruppen optimal zu erreichen. Dazu sucht und testet die IMF unterschiedliche, neue und etablierte, interaktive und digitale Ausdrucksformen, die das jeweilige Thema intellektuell und emotional transportieren. Die international vielfach ausgezeichneten Produktionen werden in Schulen und Beratungseinrichtungen eingesetzt, aber auch weltweit auf Medienkunst- und Film-Festivals sowie in zahlreichen kulturellen Institutionen gezeigt.

Weitere Infos: www.interactivemedia-foundation.com

 

Die ersten Deutschen im All – Systemgegner und Freunde

Es ist eine bis dato nicht erzählte deutsch-deutsche Geschichte im Kalten Krieg und im Wettlauf der beiden Supermächte um die Macht im All. Der DDR-Bürger Sigmund Jähn flog 1978 als Kosmonaut und erster Deutscher in den Weltraum. Unter großer Geheimhaltung und zur Überraschung der westlichen Kollegen. Fünf Jahre später folgte ihm Ulf Merbold mit den Amerikanern im Space Shuttle. Für den politischen Systemkampf interessierte sich keiner der beiden Raumfahrer. Im Gegenteil: Was die beiden Astronauten einte, war nicht nur die gemeinsame Erfahrung, wie sich die Wahrnehmung auf die Welt durch den Raumflug veränderte, sondern ihre gemeinsame Heimat, das Vogtland. Doch ihre Gemeinsamkeit trennte sie auch gleichzeitig: Ulf Merbold wurde vor dem Mauerbau zum Republikflüchtling, Sigmund Jähn lebte eine linientreue DDR Vita, bis hin zum NVA Offizier. Dennoch wurden sie Freunde und setzten sich über alle trennenden Grenzen hinweg, auch gegen geltende Vorgaben. Sie flogen trotz des anhaltenden Kalten Kriegs gemeinsam über die Zugspitze und erlebten zusammen den Mauerfall.

 

Aus dieser Geschichte, die die Berliner Filmproduzentin Nicola Graef („Neo Rauch. Gefährten und Begleiter“) zusammen mit dem Autor Florian Huber für die ARD als Dokumentation erzählte (Wettlauf ins All. Zwei Deutsche erobern den Kosmos, 3. Oktober 2020 um 16:45 Uhr, ARD), sowie als 90-minütigen Dokumentarfilm für den MDR (Sigmund Jähn. Ein Vogtländer fürs All, 27. Dezember 2020 um 20:15 Uhr im MDR) entwickelt sie nun mit ihrer Produktionsfirma LFiction die mehrteilige fiktionale Miniserie „Schwerelos“ (AT). Die Drehbuchautorin und Regisseurin Christine Hartmann (Charité III), der Spiegel Bestseller Autor und Filmemacher Florian Huber und der Drehbuchautor und Grimme Preisträger Stephan Falk arbeiten derzeit im Writers Room an den Drehbüchern.

 

Ulf Merbold wirkt als Berater mit und freut sich „auf eine Weitererzählung meiner Geschichte und der meines verstorbenen Freundes Sigmund Jähn. Auf unglaubliche Weise hat uns die gemeinsame Leidenschaft fürs Fliegen zusammengebracht. Die Erfahrung, aus dem All auf diese Grenzenlosigkeit der Erde zu blicken, kann man nur mit sehr wenigen Menschen teilen. Dass uns der Mauerfall beide bei einem Kongress in Riad ereilte und wir zusammen vor dem Fernseher saßen, werde ich nie vergessen. Wir haben zwei völlig verschiedene Leben gelebt, die DDR hat mir alles verbaut und Sigmund alles ermöglicht und trotzdem haben wir am Ende für die jeweils ehemaligen Klassenfeinde zusammengearbeitet.“ Ulf Merbold ermöglichte dem ehemaligen Offizier der NVA Jähn den Wiedereinstieg in das internationale Raumfahrtprogramm als Berater der ESA.

 

„Wir hatten das große Glück in den letzten Wochen vor seinem Tod noch mit Sigmund Jähn drehen zu können. Eine ganz besondere Persönlichkeit, von der wir nicht ahnten, welche Kraft in seiner Biografie steckte und wie eng und herzlich die Verbindung zu Ulf Merbold war. Es ist bis dato eine weitestgehend unbekannte Geschichte aus der Zeit des geteilten Deutschland, die von der Stärke einer Freundschaft über alle politischen Grenzen hinweg,  von Freiheit und von Leidenschaft erzählt. Emotional, packend und spannend. Was könnte sich besser eignen, einen Film aus dem Stoff des echten Lebens zu machen“, sagt Produzentin Nicola Graef, die mit diesem Projekt erstmals fiktional arbeitet.

 

 

Interactive Media Foundation ist Partner des Human Rights Film Festival

Heute Abend startet das Human Rights Film Festival (30. September – 10. Oktober), das vom ehemaligen Generalsekretär der UNO Ban Ki-moon und der Friedensnobelpreisträgerin Nadia Murad als Schirmherrin des Festivals eröffnet wird.  Weiterlesen

gamesweekberlin vom 28 bis 30. Oktober

Vom 28.-30. Oktober 2020 lädt die gamesweekberlin 2020 zur digitalen Business- und Developmentplattform PRO X: Das sind das Opening Breakfast (28. Oktober), die Fachveranstaltung für Spieleentwickler_innen QUO VADIS game development & business conference (28.-30. Oktober) mit dem neuen PRO X: Tabletop Games Focus und dem erstmals stattfinden Career Day (30. Oktober), die Talent- und Recruitmentplattform Womenize! Games & Tech (29. Oktober), der GERMAN ESPORTS SUMMIT (28.-29. Oktober), der PRO X: Dev Booster (28.-30. Oktober) und dem Matchmaking Dinner. Die Formate für Fachbesucher_innen der gamesweekberlin finden in diesem Jahr alle digital statt und werden u.a. hier gestreamt: www.twitch.tv/gamesweekberlin (Eröffnung, QUO VADIS, Womenize!, Dev Booster). Der GERMAN ESPORTS SUMMIT wird hier gestreamt: www.twitch.tv/esportbund. Der Twitch-Stream der gamesweekberlin PRO X wird gehostet und moderiert von den Indiestrolchen, einem Kollektiv von Streamer_innen, die zugleich auch Spiele-Entwickler_innen sind.

 

Die physische Schaltzentrale der virtuellen gamesweekberlin befindet sich bei Freaks 4U Gaming in Berlin, von dort werden die Keynotes, Talks, Paneldiskussionen gesendet, teils auch per Twitch gestreamt und die internationalen Sprecher_innen und Visionär_innen digital verbunden. Tickets für die Veranstaltungen gibt es unter www.gamesweekberlin.com. Die gamesweekberlin und zahlreiche der Events werden vom Medienboard Berlin-Brandenburg gefördert.
 

Die PRO X ist die Businessplattform der gamesweekberlin, die alle B2B-Veranstaltungen bündelt. Eröffnet wird sie am Mittwoch, 28. Oktober mit dem Opening Breakfast u.a. mit einer Keynote von Rami Ismail, Mitgründer des Entwicklerstudios Vlambeer, politischen Videogrussworten von Dorothee Bär, Staatsministerin und Beauftragte der Bundesregierung für Digitalisierung, von Berlins Regierendem Bürgermeister Michael Müller sowie von Lars Klingbeil, SPD-Generalsekretär und einem Fireside Chat mit Bitkraft. Michael Liebe, Gründer der gamesweekberlin und CEO von Booster Space, der veranstaltenden Agentur von QUO VADIS, Womenize! und Dev Booster, begrüßt gemeinsam mit Helge Jürgens, Geschäftsführer Medienboard Berlin-Brandenburg und Moderatorin Melek “m3lly” Balgün die Zuschauer_innen und gibt einen Ausblick auf die diesjährige Veranstaltung. Die Eröffnung wird organisiert von Freaks 4U Gaming in Kooperation mit FACTORY-C.

 

Bei der im Anschluss stattfindenden dreitägigen Fachkonferenz QUO VADIS, dem Herzstück der gamesweekberlin, werden unter anderem Richard Bartle, der Pate der Online-Rollenspiele, Jehanne Rousseau, Geschäftsführerin des erfolgreichen französischen Spieleentwickler-Studios Spiders, Bertrand Vernizeau, CEO und Venture Partner von Game Seer Ventures, Christian Fonnesbech, der Narrative Director von Deck13 Interactive, Rebecca Harwick, Chefautorin bei Wooga und viele mehr erwartet.

 

Als Add-on der QUO VADIS Konferenz ist der PRO X: Tabletop Games Special Focus neu dabei. Am 28. und 29. Oktober bietet das Team von Booster Space Talks, Workshops und Matchmaking für die Macher von Brettspielen. Erstmals findet im Rahmen der QUO VADIS auch der Career Day am 30. Oktober statt: Einen Tag lang bietet der Career Day in Zusammenarbeit mit MeetToMatch eine exklusiv zugängliche Online Recruiting- und Matchmaking-Plattform, bei der ausgewählte Firmen, die aktuell auf der Suche nach neuen Mitarbeiter_innen sind mit Jobsuchenden vernetzt werden. QUO VADIS wird veranstaltet von Booster Space.
 

Die Talent- und Recruitmentplatform Womenize! Games & Tech setzt sich in diesem Jahr neben Crowdfunding & Sustainability auch damit auseinander, wie Serious Games sensible Thematiken wie sexuelle Traumata, PTSD oder mentale Gesundheit hilfreich begleiten und flankieren können. Womenize! wird von Booster Space organisiert.
 

Der zweitägige GERMAN ESPORTS SUMMIT – GES20 am 28. und 29. Oktober findet bereits zum dritten Mal im Rahmen der gamesweekberlin statt. In diesem Jahr steht er unter dem Motto „Nachhaltigkeit“ und setzt folgende Themenschwerpunkte: E-Sport und Gaming während Corona, Diversity im E-Sport, E-Sport, ein Wahlkampfthema, E-Sport in Europa. Er  diskutiert außerdem die Frage, wie bisher Erreichtes bewahrt werden kann und welche Herausforderungen den E-Sport zukünftig erwarten – sowohl wirtschaftlich als auch gesellschaftlich. Der Summit ist eine Veranstaltung des ESBD – eSport-Bund Deutschland.
 

Nach der erfolgreichen Premiere des neuen Online-Pitchingformats Dev Booster im Juni, geht der PRO X: Dev Booster im Rahmen der gamesweekberlin vom 28.-30. Oktober in eine zweite Runde und bietet erneut Spieleentwickler_innen die Gelegenheit, ihr aktuelles Spiel vor Branchenexpert_innen und Investor_innen zu präsentieren. Der/Die Gewinner_in erhalten ein Preisgeld, freie Eventzugänge und Mentoring durch erfahrene Branchenprofis. Dev Booster ist eine Veranstaltung von Booster Space.
 

Das Matchmaking Dinner vom games:net berlinbrandenburg bringt auch in diesem Jahr – unter Einhaltung aller Hygiene- und Abstandsregeln – die unterschiedlichsten Akteur*innen der Gamesbranche und angrenzenden Branche zusammen.
 

Die gamesweekberlin 2020 war ursprünglich für April geplant und wurde coronabedingt verschoben. Im Juli veranstaltete der gamesweekberlin-Veranstalter Booster Space erstmals das Online-Pitchingformat gamesweekdigital: Dev Booster, bei dem Spieleentwickler_innen ihr Projekt vor Publisher, Branchenexpert_innen sowie Investor_innen und Medienvertreter_innen präsentierten.
 

Die Publikumsveranstaltung PLAY X mit dem Gamefest für Spielefans entfällt aufgrund der Corona-Pandemie.
 

Mehr unter www.gamesweekberlin.com.

 

Die gamesweekberlin 2020 Partner & Sponsoren:
gefördert vom Medienboard Berlin-Brandenburg
 

Sponsoren der gamesweekberlin: Kickstarter, Riot Berlin, Wooga, Ubisoft Berlin, InnoGames, Xbox, SAE Institute, Wargaming Mobile, Brehm v. Moers, E-Sport Hub Sachsen-Anhalt, game Verband, AVM, Myer’s Hotel, Eventbrite
 

Partner Events: Opening Breakfast, QUO VADIS – game development & business conference, Womenize! Games and Tech, German Esports Summit, Matchmaking Dinner
 

Event Partner und Veranstalter: Booster Space, MeetToMatch, FACTORY-C, Freaks 4U Gaming, Twitch, A MAZE, IGDA Finland, Cozydunes
 

Netzwerk Partner: games:net berlinbrandenburg, media:net berlinbrandenburg, Institut Francais Deutschland, Digital Dragons, Mediennetzwerk NRW, Film Festival Cologne, GIC – Games Industry Conference, Ludicious, PANDA, She Works!, Games & XR Mitteldeutschland, Crazy Labs, DevGAMM!, Game Connection Europe, Israel Mobile Summit, Reboot, Fem Devs Meetup, Digital Dragons
 

Offizieller Ticketing Partner: Eventbrite

Themis unterstützt Studie des Bundeskanzleramts

Im Auftrag der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) und in fachlicher Zusammenarbeit mit der Themis Vertrauensstelle führt das Referat ‚wirksam regieren‘ im Bundeskanzleramt ein Projekt durch, um Betroffene von sexueller Belästigung und Gewalt in der Wahrnehmung ihrer Rechte zu unterstützen und die Inanspruchnahme von Beschwerdestellen nach §13 AGG zu erleichtern. Weiterlesen

NIEMAND IST BEI DEN KÄLBERN im Dreh

Idylle und Landlust? Damit räumt Alina Herbings Debütroman Niemand ist bei den Kälbern, der aktuell für das Kino verfilmt wird, gnadenlos auf. Nach dem Drehbuch und unter der Regie von Sabrina Sarabi, die 2019 mit Prélude ihr vielbeachtetes Langfilmdebut gab, laufen derzeit die Dreharbeiten auf dem Land in Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein sowie in Hamburg.

 

Der Anti-Film zur hippen Landlust-Bewegung blickt auf die brutale Realität, die die Provinz auch zu bieten hat. Wie die mit dem Friedrich-Hölderlin-Förderpreis 2017 ausgezeichnete Buchvorlage erzählt der Film von der Weite, die einengt, von der Idylle, die erschlägt und vom Aufwachsen in Einsamkeit. Gedreht wird seit dem 12. August und bis voraussichtlich zum 5. Oktober. Die Kamera führt Max Preiss, der auch schon bei Prélude für eindringliche Bilder sorgte. In den Hauptrollen sind Saskia Rosendahl, Rick Okon und Godehard Giese zu sehen. Produziert wird der Film von Weydemann Bros., die mit Sabrina Sarabi bereits Prélude realisiert haben und die zuletzt mit Systemsprenger (u.a. 8 Deutsche Filmpreise, Silberner Bär) große Erfolge feiern konnten. Die Montage übernimmt Heike Parplies (u.a. Toni Erdmann), die Musik wird komponiert von John Gürtler (u.a. Systemsprenger, Auszeichnung mit dem Europäischen Filmpreis 2019 für Musik).

 

Zum Inhalt:

Hochsommer in der Mecklenburgischen Provinz. Fünf Häuser, eine Bushaltestelle, Kühe und ringsum nichts als Felder. Christin, 24, (Saskia Rosendahl) lebt auf dem Bauernhof ihres langjährigen Freundes Jan, 25 (Rick Okon). Die Aufbruchsstimmung der Nachwendejahre, die ihre Kindheit prägten, ist dahin und auch in ihrer Beziehung gibt es längst keine Liebe mehr. Ihr Vater säuft. Den Kirsch hat auch Christin immer griffbereit unterm Autositz. Unter der flirrenden Hitze des Sommers scheint die Zeit stillzustehen und Christin will nur noch weg. Nur wie und wohin weiß sie selbst nicht so genau. Da taucht Windkraftingenieur Klaus, 46, (Godehard Giese) aus Hamburg auf…

 

Produziert wird Niemand ist bei den Kälbern von Weydemann Bros., mit Förderung der BKM, der Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein, Film- und Medienstiftung NRW, Filmförderung Mecklenburg-Vorpommern und dem DFFF. Koproduzenten sind WDR und Arte. Filmwelt wird den Film 2021 in die Kinos bringen.

 

Im Bild v.l.n.r.: Regisseurin Sabrina Sarabi, Helge Albers, FFHSH, Produzent Jonas Weydemann mit dem Hauptcast Saskia Rosendahl, Rick Okon und Godehard Giese.

Code Week Baden-Württemberg – Erste Veranstaltungen online

In großen Schritten rückt die europaweite Code Week und damit auch die Code Week Baden- Württemberg 2020 näher. Vom 10. bis 25. Oktober 2020 bieten zahlreiche Veranstaltungen, Workshops, Vorträge und Hackathons im gesamten Südwesten Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen die Möglichkeit, spielerisch digitale und technische Kompetenzen zu erlangen.

 

Die ersten Veranstaltungen sind bereits auf https://bw.codeweek.de/das-programm-2020 online gegangen – etwa zu den Themen Webseiten mit HTML erstellen, Programmieren mit Java und Scratch, Lego- und Bienenroboter, Arduino, Calliope und Augmented Reality, u. a. in Stuttgart, Ludwigsburg, Karlsruhe, Bad Mergentheim, Schorndorf oder Aalen, aber auch virtuell. Und nach wie vor können sich Initiativen, Schulen, Hochschulen, Unternehmen, Organisationen, Jugendhäuser, Bibliotheken, kulturelle Institutionen wie Museen, aber auch engagierte Einzelpersonen aus ganz Baden- Württemberg mit ihren Veranstaltungen anmelden. Selbstverständlich können die Veranstaltungen auch virtuell angeboten werden. Zur Event-Anmeldung geht es hier: https://bw.codeweek.de/workshop-organisieren. Hier finden sich auch zahlreiche Informationen und Tipps für die Ideenfindung, Planung, Umsetzung und finanzielle Unterstützungsmöglichkeiten.

 

Als Schirmfrau fungiert Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut MdL, Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau des Landes Baden-Württemberg. „Die Code Week ist etwas ganz Einzigartiges. Sie ist eine hervorragende Möglichkeit, Menschen aller Altersgruppen für die Bedeutung digitaler Kompetenzen zu sensibilisieren und insbesondere Kindern und Jugendlichen zu vermitteln, wie viel Spaß Programmieren machen kann,“ so die Ministerin. „Die vergangenen Monate haben uns nachhaltig gezeigt, wie wichtig digitale Kompetenzen und Online-Angebote sind, um unseren Alltag in Schule, Beruf und Freizeit erfolgreich gestalten zu können. Daher freue ich mich besonders, dass im Oktober 2020 erstmals auch eine Code Week in vielen Städten Baden-Württembergs stattfindet. Mein herzlicher Dank gilt der Initiative Tinkertank, die mit großem Engagement das umfangreiche Veranstaltungsprogramm koordiniert, sowie der Vector Stiftung, die die vielfältigen Online- und sonstigen Aktivitäten großzügig finanziell unterstützt.“

 

Gefördert wird die Code Week Baden-Württemberg von der Vector Stiftung. „Digitale Skills werden immer wichtiger. Nicht nur im Privatleben, sondern auch in der Schule und im Büro. Coding ist eine der wichtigen „Fremdsprachen“ der Zukunft,“ erläutert Edith Wolf, Vorständin der Vector Stiftung das Engagement. „Wenn Baden-Württemberg Innovation Leader sein will, brauchen wir mehr Jugendliche, die auch diese „Fremdsprache“ fließend beherrschen. Uns ist das Ausprobieren wichtig, denn es rückt das Verstehen und den Bezug zum Alltag in den Mittelpunkt.“

 

Eröffnet wird die Code Week in Deutschland am 10. Oktober 2020, 10:00 Uhr mit einem gemeinsamen virtuellen Kick-Off aller regionalen Code Week-Chapter – neben Baden-Württemberg auch Hamburg sowie die ebenfalls 2020 neu etablierten Regio Hubs Bonn-Rhein-Sieg, Berlin und Jena. Die Veranstaltung wird online auf https://www.codeweek.de/ zu sehen sein.

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VTFF-Mitgliederversammlung 2020

Die erste virtuelle Mitgliederversammlung des VTFF stand ganz im Zeichen des Überlebens während der Corona-Pandemie und der damit verbundenen Schutzmaßnahmen. Es wurde deutlich, wie hart die filmtechnischen Dienstleister getroffen sind, wie kompetent, engagiert und kreativ sie trotzdem ihre Unternehmen und ihre Mitarbeiter*innen durch die Krise führen und wie wichtig staatliche Hilfen immer noch sind.

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20. Filmkunstmesse Leipzig erfolgreich beendet

Die Jubiläumsausgabe der Filmkunstmesse Leipzig ist heute erfolgreich und sicher zu Ende gegangen, was angesichts der aktuellen Situation mehr als nur eine gute Nachricht ist.

 

Mit einem detaillierten Hygienekonzept und der Disziplin der am Ende über 800! Fachbesucher*innen konnte die Veranstaltung zeigen, dass Filmfestivals auch in Corona Zeiten real vor Ort stattfinden können. Unter den Besucher*innen fanden sich über 400 Kinobetreiber*innen, über 100 Verleihvertreter*innen und rund 300 Gäste aus der Filmbranche und Politik.

 

Die AG Kino – Gilde als Veranstalter setzte auf die Begegnung in Leipzig, entwickelte aber auch digitale Angebote, um möglichst viele Menschen, die nicht kommen konnten, einzubeziehen. So wurden die wesentlichen Panels und Keynotes, darunter auch der Besuch von Kulturstaatsministerin Monika Grütters, ins Internet übertragen. Sie sind weiterhin unter www.filmkunstmesse.de als Aufzeichnung abrufbar.

 

Fast 60 Filme wurden von ihren Verleihern der Kinobranche in über 100 Screenings präsentiert. Zahlreiche Gäste, darunter Regisseur*innen wie Sönke Wortmann, Julia von Heinz, Burhan Qurbani oder Jim Rakete, Schauspieler*innen wie Marla Emde (UND MORGEN DIE GANZE WELT) oder August Diehl (PLAN A) ließen es sich nicht nehmen, ihre Filme persönlich vorzustellen. Auf der Marktplattform CINANDO stehen über 20 Filme noch bis zum 24. September für die Fachbesucher*innen zur Verfügung.

 

„Die Filmkunstmesse hat in einer schwierigen Zeit eine unglaublich positive Energie freigesetzt,“ so Felix Bruder, Geschäftsführer der AG Kino – Gilde. „Die Menschen haben gespürt, dass sie mit ihren Problemen nicht alleine sind und nehmen neue Impulse mit nach Hause. Auch wir haben mit den digitalen Angeboten, den dezentral organisierten Veranstaltungen und einem neuen Online-Ticketing System für die Fachbesucher Impulse bekommen, die wir sicher auch in Zukunft weiterentwickeln.“

 

Die 21. Filmkunstmesse Leipzig findet vom 20. bis 24. September 2021 statt.

Die Gilde Filmpreise 2020

Seit 1977 vergeben die deutschen Filmkunsttheater den Gilde Filmpreis. Mit dieser traditionsreichen Auszeichnung wollen sich die Kinobetreiber bei den Filmschaffenden und Verleihern bedanken, die mit außergewöhnlichen Produktionen und packenden Geschichten die Zuschauer begeistern. Die Jury besteht aus Mitgliedern und dem Vorstand der AG Kino – Gilde.
 

Der Gilde-Filmpreis 2020 wurde am Donnerstag, den 17. September im Rahmen der 20. Filmkunstmesse Leipzig in der Eventlocation Täubchenthal verliehen. Es ist eine der ersten Preisverleihungen, die wieder live vor Ort  und mit Publikum stattfand.
 
 

Die Gewinner in diesem Jahr:

 
Bester Film (national)
UNDINE
Regie: Christian Petzold, Verleih: Piffl Medien
 

Bester Film (international)
NEVER, RARELY, SOMETIMES, ALWAYS (NIEMALS SELTEN MANCHMAL IMMER)
Regie: Eliza Hittmann, Verleih: Universal Pictures Germany
 

Bester Dokumentarfilm
SCHLINGENSIEF – IN DAS SCHWEIGEN HINEINSCHREIEN
Regie: Bettina Böhler, Verleih: Weltkino Filmverleih
 

Bester Film (Junges Kino)
FUTUR DREI
Regie: Faraz Shariat, Verleih: Edition Salzgeber
 

Bester Kinderfilm
MEINE FREUNDIN CONNI –  GEHEIMNIS UM KATER MAU
Regie: Ansgar Niebuhr, Verleih: Wild Bunch Germany


Der Publikumspreis der Filmkunstmesse gestiftet von ARRI Media.
 
ex aequo
 

WOMAN
Regie: Anastasia Mikova und Yann Arthus-Bertrand, Verleih: Mindjazz Pictures
 

und

 
CONTRA
Regie: Sönke Wortmann, Verleih: Constantin Film Verleih

„Unsere Geschichte ist ein europäisches Anliegen“

Mit der festlichen Verleihung des M100 Media Award an den ungarischen Journalisten und ehemaligen index.hu-Chefredakteur Sczabols Dull ging heute Abend die internationale Medienkonferenz M100 Sanssouci Colloquium im Raffaelsaal des Orangerieschlosses in Potsdam zu Ende.

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Kinobranche braucht Abstandsregeln mit Augenmaß

Anlässlich der 20. Filmkunstmesse Leipzig, bei der zum ersten Mal seit langem über 700 Kinobetreiber, Filmverleiher und Filmschaffende aus ganz Deutschland zusammenkommen, tritt die Kinobranche für Abstandsregelungen mit Augenmaß für die Kinos in Deutschland ein.

 

In einer Erklärung heißt es:

 

Wir appellieren an die Politik, die Abstandsregeln bundesweit auf einen Sitzplatz zwischen Besuchergruppen zu reduzieren, ohne Maskenpflicht am Platz während des Films.

 

Wir bitten die Verantwortlichen in der Politik, mit den Abstandsregeln die Grundlage für die Wiederbelebung des Kinomarkts in Deutschland mit seinen über 1.400 mittelständischen Betrieben zu schaffen. Andernfalls wird die Filmwirtschaft insgesamt großen Schaden nehmen. Die mittelständischen deutschen und europäischen Produzent*innen und Verleiher*innen werden von Algorythmus-getriebenen Großproduktionen verdrängt und die kulturelle Vielfalt bleibt auf der Strecke.

 

Die Bundesländer Sachsen und Nordrhein-Westfalen haben eine solche Regelung umgesetzt. Auch in vielen unserer Nachbarländer gelten diese Abstandsregelungen. Ebenso verliefen die Festspiele in Salzburg nach unserer Kenntnis ohne Zwischenfälle. Es ist kein einziger Fall weltweit bekannt, in dem sich jemand im Kino infiziert hätte.“

 

„Es muss allen Beteiligten klar sein, dass auch mit einer Auslastung um 50% noch kein wirtschaftlicher Kinobetrieb möglich ist,“ so der Vorsitzende der AG Kino – Gilde Christian Bräuer. „Deshalb brauchen wir flankierend Förderprogramme, die den Kulturort Kino nachhaltig sichern.“

 

Hier geht es zur Leipziger_Erklaerung

Sesame Workshop beruft Stefan Kastenmüller zum General Manager Europa

Sesame Workshop, die unabhängige Nonprofit Media- und Bildungs-Organisation hinter der Sesamstraße, beruft Stefan Kastenmüller in die neugeschaffene Position des General Manager Europa.

 

Kastenmüller wird für die Entwicklung und Implementierung einer langfristigen strategischen Vision des gemeinnützigen Unternehmens in Europa verantwortlich zeichnen. Die internationale Kultmarke setzt damit ein starkes Zeichen für den Ausbau ihres Bildungsprogramms für Kinder in Europa und für ein langfristig angelegtes Engagement auf dem europäischen Markt. Damit investiert Sesame Workshop zum ersten mal in lokale Teams in Europa, was zugleich der Beginn eines andauernden Engagements mit dem Ziel ist, Wachstum für Marke und Geschäft zu generieren.

 

Kastenmüller verantwortet den weiteren Aufbau der Marken von Sesame Workshop sowie alle Geschäftsbereiche. Im Fokus stehen dabei die Akquise und das Management von Partnerschaften in den Kernbereichen Consumer Products, Content Produktion und -vertrieb, Bildungs- und Sprachprogramme sowie der Ausbau von bildungsorientierter Unterhaltung. Darüber hinaus wird er mit seinem Team aktuelle Themen rund um die Bildung von Kindern identifizieren, die in den europäischen Kernmärkten relevant sind und entsprechende Programme mit regionalen Partnern und Sponsoren entwickeln. Dabei werden die Charaktere der Sesamstraße ebenso einbezogen, wie bestehenden Bildungsprogramme und ganzheitliche Lernansätze für Kinder im Vorschulalter. Er wird seine Funktion als GM Europe über seine Beratungsfirma Nautilus Consulting GmbH ausführen.

 

„Stefan verfügt über 25 Jahre Erfahrung im Markenaufbau und Business Development für einige der weltweit bekanntesten Marken sowohl im analogen als auch im digitalen Bereich“, so Ed Wells, Senior Vice President und Head of International Media and Education, Sesame Workshop. „Mit dem Ausbau unserer internationalen Expansionsstrategie mit Fokus auf Europa wird Stefan Kastenmüller mit seiner Expertise und Leidenschaft für Kinderinhalte dabei helfen, dass Kinder in der kommenden Generation in der ganzen Region klüger, stärker und netter aufwachsen.“

 

„Ich bin mit der Sesamstraße groß geworden“, ergänzt Kastenmüller. „Für mich ist ein Traum wahr geworden, für Sesame Workshop zu arbeiten, einer Organisation, deren Mission es ist, Kinder mithilfe beliebtester Charaktere wie Elmo und einmaligen TV Shows zu inspirieren, sie weiterzubilden und dabei gleichzeitig zu unterhalten.

 

Vor seiner Tätigkeit für Sesame Workshop zeichnete Kastenmüller bei der WWE als Senior Vice President und General Manager EMEA für sämtliche Geschäftsfelder wie Content Media Distribution, OTT network, live Events, Consumer Products, Sponsorship und digital verantwortlich. Darüber hinaus war er lange Jahre in leitenden Positionen für Medienunternehmen wie Viacom’s MTV Europe, Ringier AG, UFA GmbH (Fremantle /RTL Group), und Disney TV Channel Networks – Jetix Europe tätig.

Kastenmüller hat einen Abschluss der Universität Bayreuth und lebt in München.

 

About Sesame Workshop
Sesame Workshop is the nonprofit educational organization behind Sesame Street, the pioneering television show that has been reaching and teaching children since 1969. Today, Sesame Workshop is an innovative force for change, with a mission to help kids everywhere grow smarter, stronger, and kinder. We’re present in more than 150 countries, serving vulnerable children through a wide range of media, formal education, and philanthropically funded social impact programs, each grounded in rigorous research and tailored to the needs and cultures of the communities we serve. For more information, please visit www.sesameworkshop.org.

Morgen starten M100 Konferenz und Preisverleihung

Von Potsdam aus werden morgen rund 100 geladene Expert*innen aus der ganzen Welt digital in hochkarätig besetzten Diskussionsrunden miteinander verbunden, um gemeinsam an Strategien zur Sicherung von Journalismus und demokratischer Öffentlichkeit zu arbeiten. Am Abend erhält der ungarische Journalist Szabolcs Dull den M100 Media Award. Vizekanzler und Finanzminister Olaf Scholz hält die politische Hauptrede. Věra Jourová, Vizepräsidentin der EU-Kommission, eröffnet die Preisverleihung. Laudatorin ist Dunja Mijatovic, Menschenrechtskommissarin des Europarats. Die Verleihung wird live auf www.m100potsdam.org übertragen.
NEUSTART: Shaping the Post-Covid Media Order“ lautet der Titel der diesjährigen internationalen Medienkonferenz M100 Sanssouci Colloquium, die erstmals als Digitalkonferenz stattfindet. Die Eröffnungsrede hält Timothy Garton Ash, Professor für Europäische Studien an der Universität Oxford. Entlang der Dimensionen Wirtschaft, Politik und Gesellschaft wird in parallel stattfindenden, exklusiven Roundtablediskussionen darüber diskutiert, wie Europas Medienlandschaft Herausforderungen wie Fake News, der Dominanz großer Plattformen, Finanzierungsschwierigkeiten und gesellschaftlicher Polarisierung begegnen und sich zukunftsfest aufstellen kann. Zu den Referenten zählen u.a. Neera Tanden, die Präsidentin des Center for American Progress, Jim Egan, CEO von BBC Global News, sowie der Politikwissenschafler und Buchautor Yascha Mounk. In einer finalen Plenardiskussion „The Path Ahead“, eingeleitet durch einen Impuls des US-amerikanischen Aktivisten Cory Doctorow, werden die strategischen Implikationen aller Roundtable schließlich zusammengetragen. Hier finden Sie die Agenda.
Im Rahmen des M100 Young European Journalists Workshops wurden im Vorfeld der Konferenz Szenarien für die europäische Medienlandschaft 2030 entwickelt. Die wichtigsten Erkenntnisse werden zur Einführung vorgestellt, so dass sich beim Colloquium auf die daraus ergebenden strategischen Implikationen konzentriert werden kann: Was muss geschehen, damit wir 2030 in Europa pluralistische, resiliente Informationsökosysteme und starke, unabhängige Medien haben?
Im Anschluss an die Konferenz findet die festliche Verleihung des M100 Media Award im Raffaelsaal des Orangerieschlosses in Potsdam statt. Diese wird live auf http://www.m100postdam.org und beim M100-Medienpartner rbb inforadio gestreamt. Die Auszeichnung steht für Verdienste um den Schutz der freien Meinungsäußerung und die Vertiefung der Demokratie. Mit der Preisvergabe an den ehemaligen index.hu-Chefredakteur Szabolcs Dull, solidarisiert sich der M100-Beirat ausdrücklich mit seinem Eintreten für das Grundrecht der Pressefreiheit und seinen Kampf gegen außerredaktionelle Einmischung.
Im Rahmen der Preisverleihung wird erstmals auch eine Paneldiskussion zum Thema “The end of World as we know it?“ stattfinden. Vizekanzler Olaf Scholz, die russisch-US-amerikanischen Autorin Masha Gessen, die Direktorin von SVT in Schweden Hannah Stjärne, die ehemalige Piraten-Politikerin Marina Weisband und der Autor John Kampfner werden gemeinsam über Medien und Demokratie in Zeiten der Pandemie sprechen.

Interviews und Beiträge einzelner Konferenzteilnehmer*innen wie die M100-Artikelserie oder die M100 Special Talksmit dem Hong Kong Aktivisten Nathan Law oder der philippinischen Journalistin Maria Ressa finden sich schon heute auf dem M100 Konferenz-Blog.M100 ist eine Initiative von Potsdam Media International e.V., die in konzeptioneller Zusammenarbeit mit dem Institut für Medien- und Kommunikationspolitik stattfindet und von der Stadt Potsdam hauptfinanziert wird. Weitere Förderer sind das medienboard Berlin-Brandenburg, National Endowment for Democracy (NED), die Friedrich Naumann Stiftung, das Auswärtige Amt, das Bundespresseamt und das Land Brandenburg. Sponsor ist medienlabor. Kooperationspartner sind die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten, Reporter ohne Grenzen (RoG) und der Verband Deutscher Zeitungsverleger (VDZ). Medienpartner ist rbb inforadio.

Weitere Informationen: http://www.m100potsdam.org
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Filmkunstmesse Leipzig real und vor Ort eröffnet

Gestern Abend wurde in Leipzig die 20. Filmkunstmesse als erster realer Branchenevent in Deutschland seit langem eröffnet. Zum Auftakt der Veranstaltung, die Fachbesucher-Screenings mit einem öffentlichen Festivalprogramm kombiniert, präsentierte Regisseur Sönke Wortmann seinen neuen Film CONTRA mit Christoph-Maria Herbst und Nilam Farooq (geplanter Kinostart: 14. Januar 2021). Regisseurin Julia von Heinz ist mit ihren Film UND MORGEN DIE GANZE WELT zu Gast, der jüngst beim Filmfestival in Venedig seine Weltpremiere feierte.
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Gershon-Klein-Filmpreise beim JFBB vergeben 

Das erste hybrid stattfindende Jüdische Film Festival Berlin & Brandenburg (JFBB), beim dem das Festivalprogramm teils digital zugänglich, teils im Kino zu sehen war, ist gestern Abend erfolgreich zu Ende gegangen. Damit stehen auch die Preisträger*innen der im Rahmen der 26. Ausgabe des wichtigsten Jüdischen Filmfestivals in Deutschland vergebenen Gershon-Klein-Filmpreise fest. Traditionell werden die Preise in drei Kategorien vergeben: THE END OF LOVE wurde mit dem Preis „Beste Regie Spielfilm“ (dotiert mit 3.000 Euro), MASEL TOV COCKTAIL als „Bester Nachwuchsfilm“ (2.000 Euro) und KISS ME KOSHER mit der „Empfehlung für den besten deutschen Film mit jüdischer Thematik“ (2.000 Euro) ausgezeichnet. Die mit insgesamt 7.000 Euro dotieren Preise werden von der Familie Klein gestiftet.

 
Die Kritiker*innenjury des 26. Jüdischen Filmfestivals Berlin & Brandenburg, die in diesem Jahr aus den renommierten Filmjournalist*innen Dr. Cosima Lutz, Bert Rebhandl und Alexander Soyez bestand, vergab die Auszeichnung „Beste Regie Spielfilm“ an die israelische Regisseurin Keren Ben Rafael für ihren Film THE END OF LOVE.

 
Aus der Begründung: „Was passiert mit Menschen, wenn sie einander dauerhaft nur virtuell begegnen? Die israelische Regisseurin Keren Ben Rafael beantwortet diese Frage so einfach wie radikal: THE END OF LOVE, entstanden noch vor der Pandemie, erzählt vom Auseinanderdriften des Paares Julie und Yuval durchweg aus der Perspektive von Skype-Telefonaten zwischen Paris und Tel Aviv. (…) Indem die Regisseurin diese Dynamik zugleich zum visuellen Konzept erhebt, entwickelt sich THE END OF LOVE bis zu seinem perfide unspektakulären Horror-Finale zu einem alle psychologischen Register ziehenden, transnationalen Kammerspiel.“

 
Der Preis für den „Besten Nachwuchsfilm“ ging an MASEL TOV COCKTAIL von Arkadij Khaet und Mickey Paatzsch. Die Preisträger wurden von Festivaldirektorin Nicola Galliner und der Kultur- und Literaturwissenschaftlerin Dr. Eva Lezzi ausgewählt. Arkadij Khaet nahm den Preis persönlich bei der Vorführung seines Films am Finaltag des Festivals entgegen.

 
Aus der Begründung: „Ebenso humorvoll wie raffiniert zeigt MASEL TOV COCKTAIL den Alltag eines jüdischen Jugendlichen, dessen Familie in den 1990er Jahren aus der ehemaligen Sowjetunion nach Deutschland migriert ist. Der Film spielt mit Zuschauererwartungen, blendet Kommentare ein, zeigt den Leerlauf deutscher Erinnerungskulturen und dekonstruiert Klischees über Juden – auch solche, die im Medium Film selbst verbreitet sind. Als charmanter und augenzwinkernder Dima führt der mehrfach ausgezeichnete Hauptdarsteller Alexander Wertmann durchs Geschehen. Die Faust jedoch, die den Mitschüler und Neonazi ins Gesicht trifft, sitzt perfekt.“


Die Empfehlung für den besten deutschen Film mit jüdischer Thematik vergibt ein jährlich wechselndes Ehrengremium. In diesem Jahr bestand es aus der Moderatorin und Autorin Amelie Fried und ihrem Ehemann, dem Drehbuchautor und Schriftsteller Peter Probst. Sie zeichneten KISS ME KOSHER von Shirel Peleg aus. Der Film feierte im Rahmen des JFBB seine Weltpremiere und ist am 10. September bundesweit in den Kinos gestartet.

 
Aus der Begründung: „Wir wissen aus eigener Erfahrung wie schwierig es sein kann, jüdische Themen in deutschen Filmen zu zeigen, noch dazu in einer Komödie. KISS ME KOSHER von Shirel Peleg finden wir überaus gelungen. Er ist herrlich unverkrampft, von großer Wärme und durchaus auch mit scharfer Ironie. Und er lässt kein Thema aus, nicht die Liebe zwischen zwei Frauen, nicht die heimliche Liebe der Großmutter zu einem Palästinenser, nicht die Siedlerthematik und auch nicht die Shoa. Besonders mögen wir das tolle Schauspielerensemble, aber gleichzeitig auch die Leichtigkeit und Ernsthaftigkeit, mit der der Film erzählt ist.“
 
Gewidmet sind die Preise dem 1999 im Alter von 79 Jahren verstorbenen Gerhard Klein. In Berlin war Klein eine „Kinolegende“. Das Zehlendorfer Filmkunstkino Capitol Dahlem ist seine Schöpfung und wurde nach seiner Gründung 1956 drei Jahrzehnte lang zu einer Institution mitten im West-Berliner Studentenviertel. Als Kinderdarsteller hatte Klein, aus einer gutbürgerlichen jüdischen Berliner Familie stammend, selbst vor der Kamera und auf der Bühne gestanden. Er war u.a. der Professor in Erich Kästners Bühnenfassung von EMIL UND DIE DETEKTIVE und spielte in Max Ophüls’ erstem Tonfilm DANN SCHON LIEBER LEBERTRAN eine Hauptrolle. 1933 traf ihn das Berufsverbot der Nazis. 1939 gelang ihm die Flucht nach Palästina, wo er in einem Kibbuz arbeitete und das noch heute bestehende avantgardistische Cameri Theater in Tel Aviv mitbegründete. Seine Eltern sah er nie wieder. 1952 kehrte Klein nach Deutschland zurück. Für seine anspruchsvolle Programmgestaltung im Capitol Dahlem erhielt er mehrere Auszeichnungen, u.a. das Bundesverdienstkreuz am Bande.

 
Das Jüdische Filmfestival Berlin & Brandenburg ist seit über einem Vierteljahrhundert das größte Forum für den jüdischen und israelischen Film in Deutschland. Es gewährt mit aktuellen Filmen tiefe Einblicke in Diversität und Facettenreichtum jüdischen Lebens in Deutschland, Israel und in der ganzen Welt. Das Festival greift dazu immer wieder hochaktuelle und gesellschaftlich relevante Themen auf. Es hält die Erinnerung an die Shoa wach und engagiert sich dabei aktiv gegen offenen und versteckten Antisemitismus.
 

www.jfbb.de
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Olaf Scholz und Věra Jourová beim M100 Media Award

Potsdam, 11.September 2020. Anlässlich der Verleihung des M100 Media Award im Rahmen des M100 Sanssouci Colloquium in Potsdam hält Vizekanzler und Finanzminister Olaf Scholz am Abend des 17. September die politische Hauptrede. Věra Jourová, Vizepräsidentin der EU-Kommission, eröffnet die Preisverleihung. Laudatorin ist Dunja Mijatovic, Menschenrechtskommissarin des Europarats. Die Verleihung wird live im Internet übertragen.

Die Verleihung des internationalen M100 Media Award am 17. September von 18.00 – 20.00 Uhr im Raffaelsaal des Potsdamer Orangerieschlosses ist der festliche Abschluss der internationalen Medienkonferenz M100 Sanssouci Colloquium, die am Nachmittag unter der Überschrift „NEUSTART: Shaping the Post-Covid Media Order“ stattfindet. Mit der Vergabe des renommierten Preises an den ungarischen Journalisten und ehemaligen index.hu-Chefredakteur Szabolcs Dull, solidarisiert sich der M100-Beirat ausdrücklich mit seinem Eintreten für das Grundrecht der Pressefreiheit und seinen Kampf gegen außerredaktionelle Einmischung.

Věra Jourová, die Vizepräsidentin der EU-Kommission, die auch in einer Solidaritätsbotschaft an die Mitarbeiter*innen von index.hu die Bedeutung von Medienfreiheit und Pluralismus für die Demokratie und für Europa unterstrich, wird die Preisverleihung eröffnen. In ihrer Rede wird die für „Werte und Transparenz“ zuständige tschechische EU-Kommissarin Bezug auf Europas zukünftige Medienordnung nehmen.

In der politischen Hauptrede des Abends von Vizekanzler und Finanzminister Olaf Scholz geht es um die zentrale Bedeutung von Pressefreiheit, die Notwendigkeit, Qualitätsjournalismus zu schützen und die Herausforderungen, die durch Covid-19 für den Journalismus entstanden sind.

Im Rahmen der Preisverleihung wird erstmals auch eine Paneldiskussion zum Thema “The end of World as we know it?“ stattfinden. Vizekanzler Olaf Scholz, die russisch-US-amerikanischen Autorin Masha Gessen, die Direktorin von SVT in Schweden Hannah Stjärne, die ehemalige Piraten-Politikerin Marina Weisband und der Autor John Kampfner werden gemeinsam über Medien und Demokratie in Zeiten der Pandemie sprechen.

Die Preisverleihung wird live auf YouTube, auf der M100 Startseite und beim M100 Medienpartner rbb inforadio gestreamt.

Interviews und Beiträge einzelner Konferenzteilnehmer*innen finden sich schon heute auf dem M100 Konferenz-Blog.

Seit 2005 wird der M100 Media Award an Persönlichkeiten verliehen, die durch ihr Schaffen in Europa und der Welt Spuren hinterlassen haben. Die Auszeichnung steht für Verdienste um den Schutz der freien Meinungsäußerung und die Vertiefung der Demokratie sowie für besondere Leistungen um die europäische Verständigung und Kommunikation. Bisherige Preisträger sind unter anderem Bob Geldof, Hans-Dietrich Genscher, der dänische Karikaturist Kurt Westergaard, Vitali Klitschko, Erdem Gündüz, „The Standing Man“, das französische Satiremagazin Charlie Hebdo, der italienische Schriftsteller Roberto Saviano, die russische Journalistin Natalja Sindejewa, der Journalist Deniz Yücel sowie im letzten Jahr die schottische Premierministerin Nicola Sturgeon.

M100 ist eine Initiative von Potsdam Media International e.V., die in konzeptioneller Zusammenarbeit mit dem Institut für Medien- und Kommunikationspolitik stattfindet und von der Stadt Potsdam hauptfinanziert wird. Weitere Förderer sind das medienboard Berlin-Brandenburg, National Endowment for Democracy (NED), die Friedrich Naumann Stiftung, das Auswärtige Amt, das Bundespresseamt und das Land Brandenburg. Sponsor ist medienlabor. Kooperationspartner sind die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten, Reporter ohne Grenzen (RoG) und der Verband Deutscher Zeitungsverleger (VDZ). Medienpartner ist rbb inforadio.

Countdown zum DEUTSCHEN SCHAUSPIELPREIS

Am morgigen Freitag, den 11. September, feiern Schauspielerinnen und Schauspieler beim DEUTSCHEN SCHAUSPIELPREIS 2020 (DSP) wieder ihre Kolleginnen und Kollegen: Schauspielerinnen und Schauspieler, die in Film- und TV-Produktionen des vergangenen Jahres, auf der Bühne oder im Synchronstudio inspiriert und berührt haben. Verliehen werden Preise in neun Kategorien außerdem der Theaterpreis, der Synchronpreis ‚Die Stimme’, der Deutsche Fairnesspreis, der sich in diesem Jahr dem Thema ‚Streitkultur’ widmet, sowie der Ehrenpreis Lebenswerk und der Ehrenpreis Inspiration. Weiterlesen

Stabübergabe beim Berliner Kostümhaus Theaterkunst

Nach 30 Jahren Tätigkeit bei der Theaterkunst GmbH wechselt die alleinige Geschäftsführerin Susanne Franke zum 01. Januar 2021 in den Beirat des 1907 gegründeten traditionsreichen Berliner Kostümhauses. 20 Jahre war sie in der Geschäftsführung tätig. Sie übergibt ihr Amt an Andrea Peters. Mit ihr hat das Unternehmen eine erfahrene und sehr gut vernetzte Geschäftsführerin gewinnen können, mit mehr als 30 Jahren Berufserfahrung in der Medienbranche.

Mit der strategischen Neuausrichtung des renommierten Unternehmens, der kontinuierlichen Erweiterung des Kostümangebotes und des konzentrierten Ausbaus des Standortes Berlin hat sich die Theaterkunst GmbH unter der Geschäftsführung von Susanne Franke und dem kaufmännischen Geschäftsführer Kai Hütsch seit 2001 zum führenden Kostümhaus in Deutschland entwickelt.

Im Jahr 2007 initiierte und konzipierte Susanne Franke zum 100jährigen Firmenjubiläum gemeinsam mit der Deutschen Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen eine Ausstellung mit Kostümen zu 100 Jahre nationaler und internationaler Filmgeschichte. Teile der einmaligen Kostümsammlung gelten inzwischen als nationales Kulturgut. Mit Ankäufen und Übernahmen von Kostümfundi beispielsweise vom NDR, Sender Freies Berlin, Studio Hamburg und ZDF Hamburg wurde die Sammlung auf inzwischen rund 10 Millionen Kostümteile erweitert.

In den Jahren als alleinige Geschäftsführerin konzentrierte sich Susanne Franke auf die Ausrichtung des Unternehmens auf den internationalen Markt, eröffnete neben dem Standort Berlin auch Niederlassungen in Budapest, Köln und Warschau und baute kontinuierlich das digitale Angebot in Form des sogenannten Theaterkunst-Showrooms aus. Dort erhält man in unterschiedlichen virtuell zugänglichen Ansichten einen Einblick in Qualität, Vielfalt und Umfang des einzigartigen Kostümfundus.

Theaterkunst Gesellschafterin und Eigentümerin Kerstin Giulini betont: „30 Jahre lang hat sich Susanne Franke im operativen Geschäft mit unermüdlichem, professionellem und hochmotiviertem Einsatz für die Theaterkunst engagiert. Sie ist maßgeblich für den strategischen Ausbau des Unternehmens und seine starke Position im deutschen und europäischen Markt verantwortlich. Vielen Dank an Frau Franke für diese großartige Leistung! Gut, dass sie der Theaterkunst weiterhin mit ihrem großen Fachwissen und ihrer Expertise als Beirätin erhalten bleibt. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit der neuen Geschäftsführerin Andrea Peters, die sich unter anderem der internationalen Ausrichtung der Theaterkunst widmen wird.“

Susanne Franke: „Nach 30 Jahren im operativen Geschäft möchte ich nun als Beirätin meine Erfahrungen in die Theaterkunst einbringen und dem Unternehmen somit verbunden bleiben. Es war eine einzigartige Gelegenheit, als Geschäftsführerin die Weiterentwicklung des Unternehmens aktiv gestalten zu können. Unsere Kundinnen und Kunden für Kostüm zu begeistern und mit meinem großartigen Team individuelle Lösungen für jede Anfrage und Herausforderung zu finden, hat mir großen Spaß gemacht. Ich freue mich, Andrea Peters ein gut bestelltes Haus zu übergeben und sehe dem Austausch und neuen Impulsen für die Theaterkunst entgegen.“

Andrea Peters: „Ich freue mich sehr, zukünftig Deutschlands größtes Kostümhaus zu leiten. Aufbauend auf dem großen Erfahrungsschatz des Theaterkunst-Teams wollen wir neue Märkte erschließen, unsere Kundinnen und Kunden im In- und Ausland weiterhin bei ihren Produktionen begleiten und die Chancen des erhöhten Bedarfs an Content für ein weiteres Wachstum des Unternehmens, insbesondere auch im Online-Bereich, nutzen.

Andrea Peters, Vorstandsvorsitzende des media:net berlinbrandenburg, das sich unter ihrer Leitung zum wichtigsten Netzwerk der Medien- und Digitalwirtschaft in der Hauptstadtregion entwickelt hat, verlässt nach 13 Jahren zum Jahresende das Netzwerk.

Die privat geführte Theaterkunst GmbH, das 1907 gegründete Kostümhaus für Film-, Fernseh-, Werbung- und Bühnenausstattung, wurde zum Jahresbeginn 2018 wieder in private Hände übergeben. Das renommierte, international tätige Unternehmen mit einer Sammlung von rund 10 Millionen Kostümteilen auf einer Fläche von 8.000 qm hat von Klassikern wie Fritz Langs METROPOLIS, Josef von Sternbergs DER BLAUE ENGEL über internationale Produktionen wie DER VORLESER mit Kate Winslet, OPERATION WALKÜRE – DAS STAUFFENBERG ATTENTAT mit Tom Cruise, THE HUNGER GAMES: MOCKING JAY mit Jennifer Lawrence oder Filme wie Maren Ades vielfach ausgezeichneten TONI ERDMANN, Fatih Akins Golden Globe Gewinner AUS DEM NICHTS, den Oscar-Gewinner DAS LEBEN DER ANDEREN, Terrence Malicks Cannes-Gewinner EIN VERBORGENES LEBEN bis hin zu Erfolgsserien wie HOMELAND, BABYLON BERLIN oder DARK bereits viele tausende von Filmen ausgestattet. Als kreativer Dienstleister bietet das Unternehmen seinen Kunden von der Beratung und Recherche bis zur Anfertigung, Vermietung und Verkauf individuellen Service aus einer Hand – alles rund um das Kostüm.

Weitere Informationen über das Unternehmen finden Sie auf www.theaterkunst.de und auf www.facebook.com/theaterkunst.
Pressekontakt:
SteinbrennerMüller Kommunikation
Dr. Kathrin Steinbrenner
Telefon: 030 4737 2191
Email: mail@steinbrennermueller.de
www.steinbrennermueller.de

Szabolcs Dull erhält den M100 Media Award 2020

Die internationale Medienkonferenz M100 Sanssouci Colloquium zeichnet Szabolcs Dull, den ehemaligen Chefredakteur des größten ungarischen Nachrichtenportals index.hu, für sein Eintreten für Medienfreiheit und unabhängigen Journalismus mit dem M100 Media Award aus. Laudatorin des im Juli entlassenen Journalisten ist die Menschenrechtskommissarin des Europarats Dunja Mijatović.

Mit der Verleihung des internationalen M100 Media Awards am Abend des 17. September im Raffaelsaal in der Orangerie des Potsdamer Schlosses Sanssouci solidarisiert sich der M100-Beirat ausdrücklich mit dem 36-jährigen Journalisten, seinem Eintreten für das Grundrecht der Pressefreiheit und seinen Kampf gegen außerredaktionelle Einmischung.

Die Laudatio hält die Menschenrechtskommissarin des Europarates und ehemalige OSZE-Beauftragte für die Freiheit der Medien Dunja Mijatović: „Jedes Mal, wenn die Unabhängigkeit von Journalisten untergraben wird, wird die Demokratie untergraben. Deshalb müssen wir aufstehen, um Journalisten wie Szabolcs Dull vor unangemessenen Eingriffen in ihre Arbeit zu schützen.“

Der Potsdamer Oberbürgermeister und Vorsitzende des M100-Beirats Mike Schubert erklärt: „Dulls Entlassung und die aktuell gegen ihn laufende Hetzkampagne regierungsnaher Medien sind ein Fanal für den gefährdeten Zustand der Medienfreiheit in Ungarn und darüber hinaus.“

Statements des M100 Beirats:

Astrid Frohloff, TV-Moderatorin und Journalistin beim rbb Fernsehen: „Szabolcs Dull ist das jüngste prominente Opfer der Einflussnahme des ungarischen Premierministers Victor Orban auf die dortige Presse. Immer wieder hatte Dull öffentlich kritisiert, dass das Medium zunehmend Angriffen der ungarischen Regierung ausgesetzt war. Die Folge: Dull wurde gefeuert. Mit dem M100 Award wird Szabolcs Dull verdient für sein couragiertes Eintreten für die Unabhängigkeit der Presse ausgezeichnet.“

Sabine Schicketanz, Chefredakteurin der Potsdamer Neuesten Nachrichten: „Als dieser Chefredakteur gefeuert wurde, weil sein Medium der Regierenden im Orban-Ungarn zu unbequem wurde, weil er sich nicht verbiegen wollte, kündigte auch das Gros der 100-köpfigen Redaktion. Weil er aufrecht für Demokratie und Pressefreiheit steht, stehen dafür viele andere auch. Ein Vorbild.“

Christian Rainer, Chefredakteur und Herausgeber des österreichischen Nachrichtenmagazins profil: „Mit Ungarn bedroht eine Diktatur im Mantel einer Demokratie das westliche Europa und seine Werte. Mit Viktor Orbán sitzt ein Autokrat gleichberechtigt mit frei gewählten Demokraten am Tisch der Europäischen Union. Szabolcs Dull und index.hu haben bis zuletzt Widerstand geleistet gegen die Unterdrückung der Meinungsfreiheit und die Ausschaltung der freien Presse, wie sie in Ungarn und anderen osteuropäischen Staaten seit Jahren systematisch betrieben werden.”

Kai Diekmann, Gründer von Storymachine: „Jahrelang waren Szabolcs Dull und seine Redaktion eines der wichtigsten Bollwerke gegen den Verlust von Presse- und Meinungsfreiheit in Ungarn. Index war eines reichweitenstärksten unabhängigen Medien Ungarns. Mit der Entlassung Dulls und seiner Redaktion ist ein weiterer Schritt getan, Ungarn zu einem Land der offensichtlichen Unfreiheit zu machen. Das ist im 30. Jahr der Wiedervereinigung, an dessen Zustandekommen Ungarn durch die Öffnung seiner Grenzen einen bedeuteten Anteil hat, nicht zu verstehen. Vor allem, dass das mitten in Europa, durch ein Mitglied der Europäischen Union, ohne sichtbare Konsequenzen durch die EU möglich ist.“

Stephan-Andreas Casdorff, Herausgeber des Tagesspiegels: „Ungarn – das traumschöne Land, das den Weg zu Europas friedlicher Vereinigung und zur Demokratie geöffnet hat, darf nicht einem Albtraum überlassen werden. Die Ungarn haben anderes, besseres verdient als entgrenzte Politik und neu ausgerollten Stacheldraht. Wer in dem Sinn den tyrannischen Tendenzen entgegentritt, hat den Preis allemal verdient.”

Leonard Novy, der Direktor des Instituts für Medien- und Kommunikationspolitik (IfM):
„Medienfreiheit war stets ein prekäres Gut. Um zu erkennen, dass das, was wir lange als demokratische Normalität betrachtet haben, auch in der EU keine Selbstverständlichkeit ist, muss man nicht mehr in die Geschichtsbücher schauen. Es ist schockierend, wie ein Autokrat wie Viktor Orban mitten in Europa ungehindert gegen die unabhängige Presse vorgeht. Umso unterstützenswerter ist es, wenn sich mutige Journalisten unter Inkaufnahme großer Risiken der Aushöhlung der Demokratie entgegenstellen. Szabolcs Dull hat den vielen Journalisten, die auch mitten in Europa ihren Job verlieren, nur weil sie ihn machen, ein Gesicht gegeben.“

Der M100 Media Award wird seit 2005 jährlich im Rahmen der internationalen Medienkonferenz M100 Sanssouci Colloquium an Persönlichkeiten vergeben, die „Fußspuren“ in der Welt hinterlassen haben und sich für Demokratie, europäische Verständigung und Meinungs- und Pressefreiheit einsetzen. Bisherige Preisträger sind unter anderem Bob Geldof, Hans-Dietrich Genscher, der dänische Karikaturist Kurt Westergaard, Vitali Klitschko, Erdem Gündüz, „The Standing Man“, das französische Satiremagazin Charlie Hebdo, der italienische Schriftsteller Roberto Saviano, die russische Journalistin Natalja Sindejewa, der Journalist Deniz Yücel sowie im letzten Jahr die schottische Premierministerin Nicola Sturgeon.

M100 ist eine Initiative von Potsdam Media International e.V., die in konzeptioneller Zusammenarbeit mit dem Institut für Medien- und Kommunikationspolitik stattfindet und von der Stadt Potsdam hauptfinanziert wird. Weitere Förderer sind das Medienboard Berlin-Brandenburg, National Endowment for Democracy (NED), die Friedrich Naumann Stiftung, das Auswärtige Amt, das Bundespresseamt und das Land Brandenburg. Sponsor ist medienlabor. Kooperationspartner sind die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten, Reporter ohne Grenzen (RoG) und der Verband Deutscher Zeitungsverleger (VDZ).

Weitere Informationen: www.m100potsdam.org

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#M100SC.

Pressekontakt:
SteinbrennerMüller Kommunikation
Dr. Kathrin Steinbrenner / Kristian Müller
Tel. 030 4737 2191
Mail: mail@steinbrennermueller.de

Trotz Corona für die Medienfreiheit: M100 am 17.9.

Unter dem Titel „NEUSTART: Shaping the Post-Covid Media Order“ diskutieren am Donnerstagnachmittag, 17. September Chefredakteur*innen, Politiker*innen und Wissenschaftler*innen bei der internationalen Medienkonferenz M100 Sanssouci Colloquium über die Folgen der Coronakrise auf Journalismus, Medienfreiheit und Demokratie in Europa. In der hybrid stattfindenden Konferenz soll eine erste Bilanz zur Rolle und Leistung des Journalismus während der Corona-Pandemie gezogen werden. Vor allem aber geht es um die Frage, welche Öffentlichkeiten unsere Gesellschaften in Zukunft prägen werden – und was wir heute dafür tun können, diese zu gestalten.

Das M100 Sanssouci Colloquium, eines der führenden internationalen Medientreffen für Demokratie und Pressefreiheit, wird in diesem Jahr in überwiegend digitaler Form umgesetzt: Von der Potsdamer Villa Arnim aus werden rund 100 geladene M100-Teilnehmer*innen aus der ganzen Welt in hochkarätig besetzten, interaktiven Diskussionsrunden miteinander verbunden.

Den festlichen Abschluss der Konferenz bildet die live auf YouTube übertragene Verleihung des M100 Media Award, die in diesem Jahr unter Einhaltung aller notwendigen Hygiene- und Abstandsregelungen, im Raffaelsaal des Orangerieschlosses im Schloss Sanssouci stattfindet. Mit dem „Preis der europäischen Presse“ wird eine Persönlichkeit für herausragende Verdienste um den Schutz der Medienfreiheit und demokratischer Werte ausgezeichnet.

„Gerade angesichts der Ungewissheit rund um Corona und die Folgen war es uns wichtig, M100 als Forum für Analyse, Vordenken und Debatte rund um Medienfreiheit und Demokratie durchzuführen. Wir freuen uns sehr, dafür eine innovative Lösung gefunden zu haben“, so der Vorsitzende des M100-Beirats und Potsdamer Oberbürgermeister Mike Schubert.

„Covid19 markiert eine historische Zäsur. Ein ‚Weiter so‘ – so viel ist gewiss – wird es nicht geben. Das gilt auch für Medien und Journalismus, die ihre Bedeutung einmal mehr unter Beweis gestellt habe, aber gleichzeitig von den wirtschaftlichen Folgen der Pandemie schwer getroffen wurden“, betont Beiratsmitglied Leonard Novy (Institut für Medien- und Kommunikationspolitik), der den Fachdialog kuratiert.

Ziel der Veranstalter*innen ist es, den seit 2005 jährlich stattfindenden Austausch zwischen Vordenker*innen und Entscheidungsträger*innen aus Medien, Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft ins Digitale zu übertragen. Virtuell sollen Szenarien und Strategien zur Sicherung eines pluralen, unabhängigen und resilienten Mediensystems erarbeitet werden.

Die Konferenz wird vom Brandenburger Ministerpräsidenten Dietmar Woidke und dem Potsdamer Oberbürgermeister Mike Schubert eröffnet. Zugesagt haben u.a. Timothy Garton Ash, Professor of European Studies an der Oxford University, der US-amerikanische Aktivist und Journalist Cory Doctorow, die russisch-US-amerikanische Autorin Masha Gessen, Jim Egan, Chief Executive Officer von BBC Global News, Matthew Kaminski, Chefredakteur von POLITICO, Tanit Koch, Chefredakteurin der Zentralredaktion der Mediengruppe RTL, Dunja Mijatovic, Menschenrechtskommissarin des Europarats, der Politikwissenschaftler Yascha Mounk, Associate Professor of the Practice of International Affairs, Johns Hopkins University, der ehemalige CDU-Generalsekretär Ruprecht Polenz und die Publizistin und ehemalige Piraten- Politikerin Marina Weisband.

Seit 27. August bis 17. September findet darüberhinaus erneut der M100 Young European Journalists Workshop statt, bei dem sich Nachwuchsjournalist*innen unter dem Titel “The local-global nexus: Exploring new strategies for local journalism in the post-covid era” mit der Zukunft von (Lokal-) Journalismus in einer globalen Welt entlang der Dimensionen Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Innovation beschäftigen.
Die coronabedingten Veranstaltungsregeln wie Mindestanzahl an Teilnehmer*innen und Abstandsgebot werden dabei streng eingehalten. M100 stimmt sich dabei eng mit der Stadt Potsdam und den lokalen Gesundheitseinrichtungen ab.

M100 ist eine Initiative von Potsdam Media International e.V., die in konzeptioneller Zusammenarbeit mit dem Institut für Medien- und Kommunikationspolitik stattfindet und von der Stadt Potsdam hauptfinanziert wird. Weitere Förderer sind das medienboard Berlin-Brandenburg, National Endowment for Democracy (NED), die Friedrich Naumann Stiftung, das Auswärtige Amt, das Bundespresseamt und das Land Brandenburg. Kooperationspartner sind die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten, Reporter ohne Grenzen (RoG) und der Verband Deutscher Zeitungsverleger (VDZ). Sponsor ist medienlabor.

Weitere Informationen: www.m100potsdam.org

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DSP gibt weitere Preisträger*innen bekannt

In zwei Wochen, am Freitag, 11. September 2020, werden in Berlin die Deutschen Schauspielpreise (DSP) des Bundesverbands Schauspiel BFFS vergeben. Neben den acht Kategorien, die erst am Abend der Verleihung verkündet werden, gibt es weitere Spezialkategorien, deren Gewinnerinnen und Gewinner bereits feststehen.

 

Den Theaterpreis des DSP erhält die Schauspielerin Nicole Heesters für ihre Solo-Performance in „Marias Testament“. Als Patin des Theaterpreises vergibt die Schauspielerin Katharina Abt in diesem Jahr den im vergangenen Jahr ins Leben gerufenen Preis. Die oder der Patin oder Pate wechselt jährlich und zeichnet eine Kollegin oder einen Kollegen aus, die oder der ihm ein besonderes, nachhaltig inspirierendes Theatererlebnis beschert hat.

Katharina Abt: „Die Wahl auf die diesjährige Preisträgerin ist im doppelten Sinne eine Heimkehr für mich: mit ihr kehrte ich nicht nur an die herbstlichen Anfänge meiner Suche zurück, nein, sie bedeutet für mich auch eine Rückkehr zu meinen Anfängen als Schauspielerin. Ich habe diese tolle Kollegin seit meiner Schauspielschulzeit tief verehrt, durfte auch einmal selbst mit ihr auf der Bühne stehen und ihre einzigartige Kollegialität erfahren. Sie ist eine Inspiration für uns alle, da sie in keinem Lebensalter je aufgehört hat zu suchen.“

 

Ebenfalls seit 2019 im Preisreigen des DSP ist der Synchronpreis ‚Die Stimme’. Aus Vorschlägen der in der Sektion ‚Sprache’ des BFFS organisierten Sprecherinnen und Sprecher hat die aus Marika von Radvanyi, Marieke Oeffinger, Heike Schrötter, Dirk Stollberg und Robin Brosch bestehende Jury ‚Die Stimme’ an Joachim Kerzel vergeben. Der Schauspieler, Synchron-, Hörspiel- und Off-Sprecher leiht u.a. Jack Nicholson, Dustin Hoffman, Dennis Hopper, Robert Wagner, Harvey Keitel, Jean Reno und Anthony Hopkins seine Stimme.

Aus der Begründung der Jury: „Joachim Kerzels prägnante, einzigartige und dennoch extrem wandelbare und anpassungsfähige Stimme ist niemals auf ihren Eigenklang bedacht – ganz im Gegenteil: Kerzel schöpft die Kraft, Wucht und Zartheit seiner Stimme aus dem gegenteiligen Prozess, nämlich dem extrem aufmerksamen ZUHÖREN. Und hier nur von bloßem Hineinhören zu sprechen, griffe viel zu kurz: Er nimmt mit all seinen Sinnen das Spiel seines zu synchronisierenden Schauspielers (und der Partner!) wahr und kommt über diese hohe Konzentration und Aufmerksamkeit seinen Charakteren so nah, dass er förmlich mit ihnen verschmilzt, ohne sich jemals damit zu begnügen, wie sie zu „klingen“. Hier findet also in jedem einzelnen Take ein schauspielerischer Prozess auf höchstem Niveau statt. 

 

Der Ensemblepreis des DSP geht in diesem Jahr an die Casterinnen Simone Bär, Phillis Dayanir und Johanna Hellwig sowie ihr Ensemble von „Kids Run“ (Regie & Drehbuch: Barbara Ott).

Dazu der BFFS: „Sozialwohnungen, Plattenbau, gekachelte Fluren. Arbeit auf dem Bau, die drohende Kündigung und der ewige Kampf um Geld. Mittendrin eine Familie in prekärem Patchwork. Ein Vater und seine drei Kinder, zwei Mütter, der neue Liebhaber, die Tagesmutter, Freunde, Kollegen. Das ist das Ensemble von „Kids Run“, einem dramatischen Film über den Kampf mit sich selbst und das Glück der Kinder, zusammengestellt von der Casterin Simone Bär (…). Es ist zu spüren, wie sich das Ensemble in dieser unbeständigen Welt gegenseitig stützt und eine Geschichte erzählt, die keine Anklage gegen Ungerechtigkeit ist, sondern gleichzeitig kühl und zugewandt eine Alltagsrealität beschreibt, in der Freunde und Bekannte, und manchmal auch schlichtweg Hoffnung, alles ist.“

 

Mit dem Ehrenpreis Inspiration zeichnet der Vorstand des BFFS eine Persönlichkeit oder Institution aus, die durch ihre Leistung in besonderer Weise die Schauspielkunst ermöglicht und gefördert hat. 2020 erhält das Dresdner Kabarett Die Herkuleskeule die Ehrenauszeichnung des BFFS.

Aus der Begründung des BFFS: „Zeitgeist ist ein deutsches Wort, das auch im englischsprachigen Raum verwendet wird, um eine Atmosphäre zu beschreiben, der man sich nicht entziehen kann. Immer wieder stehen wir vor ihm und klagen mit Goethes Zauberlehrling: ‚die ich rief, die Geister, werd ich nun nicht los’. Und wenn wir Glück haben, kommt der alte Hexenmeister und macht aus ihnen mit ein paar gezielten Pointen wieder nützliche Besen. Das Kabarett ‚Die Herkuleskeule’, gegründet 1961 von Manfred Schubert, eine der dienstältesten Kabarettbühnen Gesamtdeutschlands, ist ein solcher Hexenmeister und leistet seit fast 60 Jahren einem breiten Publikum diesen Befreiungsdienst, die Menschen zurücktreten und auf ihre Realität mit neuen Augen blicken zu lassen. Schon in der DDR, dann über die Wende hinweg bis zu unserem, von neuen und alten Geisterbesen geplagten Zeitgeist wird sie nicht müde, ihren unterhaltsamen Exorzismus zu betreiben, auch wenn der eine oder andere Besen dann mal garstig in der Vorstellung pöbelt.“

 

Die Verleihung des Deutschen Schauspielpreises 2020 findet am 11. September in der Berliner Veranstaltungslocation und dem Restaurant Spindler & Klatt statt. Corona-bedingt findet der DSP in disem Jahr in Form eines gesetzten Essens statt, bei dem alle erforderlichen Hygiene- und Abstandsregeln eingehalten werden.

 

Über den Deutschen Schauspielpreis:

Der Deutsche Schauspielpreis wurde vom Bundesverband Schauspiel e.V. (BFFS) ins Leben gerufen und während der Berlinale 2012 zum ersten Mal verliehen. Die Preisverleihung ist eine Non-Profit-Veranstaltung, die nur durch ein breites ehrenamtliches Engagement der Schauspielerinnen und Schauspieler, zahlreicher Freunde und Unterstützer, Förderer und Sponsoren ermöglicht wird. https://www.schauspielpreis.com

 

Über den Bundesverband Schauspiel e.V. (BFFS): 

BFFS steht für Bühne, Film, Fernsehen, Sprache. Gegründet 2006 ist der BFFS als Verband und Gewerkschaft mit seinen über 3.600 Schauspielerinnen und Schauspielern inzwischen die größte nationale Schauspielerorganisation und die mitgliederstärkste Berufsvertretung der deutschen Film-, Fernseh- und Theaterlandschaft. Der BFFS vertritt die berufsständischen sowie die gewerkschaftlichen Interessen der Schauspielerinnen und Schauspieler in Deutschland. Er will die kulturellen, gesellschaftlichen, politischen, rechtlichen, tariflichen und sozialen Rahmenbedingungen verbessern bzw. schaffen, die sowohl den einzigartigen Schauspielberuf schützen, bewahren und fördern als auch die besondere Lebens- und Erwerbsituation der Künstlerinnen und Künstler berücksichtigen, die diesen Schauspielberuf ausüben.

 

Wir danken den Sponsoren und Partnern: AUDI AG, TikTok, GVL, OJESH, Getränke Hoffmann, KAURI CAB, Projekt Zukunft, eine Initiative der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe, Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di, BOSE, pad concept, HEYMERADER, GILKA, Berlina Shot Manufaktur.

Dieter Mann erhält den DSP-Ehrenpreis

Der Schauspieler und langjährige Intendant des Deutschen Theaters Dieter Mann erhält bei der Verleihung des Deutschen Schauspielpreises 2020 am 11. September für sein schauspielerisches Schaffen und sein Engagement für den Berufsstand den Ehrenpreis Lebenswerk des Bundesverbands Schauspiel BFFS. Er steht damit in einer Reihe mit Christine Schorn (Ehrenpreisträgerin 2019), Peter Simonischek (2018), Hanna Schygulla (2017), Armin Mueller-Stahl (2016), Rolf Hoppe (2015), Senta Berger (2014), Götz George (2013) und Katharina Thalbach (2012).

 

Über den Ehrenpreis Lebenswerk entscheidet der Vorstand des BFFS nach Vorschlägen der Jury des Deutschen Schauspielpreises und der BFFS-Mitglieder.

 

Aus der Begründung: „Dieter Mann ist ein Schauspieler, wie es nur noch wenige gibt. Seine Liebe zur Genauigkeit und zum Denken macht ihn zum Publikumsliebling. Er spielt sensibel, ernst, präzise, unaufgeregt und analytisch – im Theater genauso wie im Film, Fernsehen oder Hörfunk. Mit künstlerischer Konzentration baut Dieter Mann raumgreifende Charaktere. Er gibt ihnen nie zu viel, aber auch nie zu wenig….

Stets ist seine starke, kluge Persönlichkeit in seinen Gestalten lebendig. Er münzt die charmante, helle Schnoddrigkeit des Berliners, den vitalen, gesunden Ehrgeiz des Arbeiters und die leidenschaftliche Vernünftigkeit des Intellektuellen um in schauspielerische Impulse – ob für die ehrliche Liebenswürdigkeit und robuste Arroganz des Tempelherrn, für die tänzerische Eleganz des Luftgeistes Ariel, für die listige, witzige Leichtigkeit des Kellners Jean, ob als Demetrius in Shakespears „Sommernachtstraum“, als Staatssekretär in Goethes „Torquato Tasso“ oder als Lopachin in Tschechows „Kirschgarten“…

Zurecht wurde ihm die sehr seltene Ehrenmitgliedschaft des Deutschen Theaters in Berlin verliehen: diesem hielt er jahrzehntelang die Treue und trug als Intendant wesentlichen Verdienst daran, dass sich das Deutsche Theater im wiedervereinten Deutschland etablieren konnte. Dieter Mann ist und bleibt ein sowohl am Theater, als auch im Kino, Fernsehen und Hörspiel geschätzter Kollege, der über den Tellerrand seiner eigenen Karriere hinwegsah, Verantwortung für ein ganzes Theater übernahm, für seine Überzeugungen einstand und für sie kämpfte. Dieter Mann ist und bleibt ein Vorbild.“

 

Die Laudatio auf Dieter Mann hält der Journalist und Autor Hans-Dieter Schütt, der in Dieter Manns ‚Schöne Vorstellung – Eine Autobiographie in Gesprächen’ der Gesprächspartner war.

 

Die Verleihung des Deutschen Schauspielpreises 2020 findet am 11. September in der Berliner Veranstaltungslocation und dem Restaurant Spindler & Klatt statt.

 

Über den Deutschen Schauspielpreis:

Der Deutsche Schauspielpreis wurde vom Bundesverband Schauspiel e.V. (BFFS) ins Leben gerufen und während der Berlinale 2012 zum ersten Mal verliehen. Die Preisverleihung ist eine Non-Profit-Veranstaltung, die nur durch ein breites ehrenamtliches Engagement der Schauspielerinnen und Schauspieler, zahlreicher Freunde und Unterstützer, Förderer und Sponsoren ermöglicht wird. https://www.schauspielpreis.com

 

Über den Bundesverband Schauspiel e.V. (BFFS): 

BFFS steht für Bühne, Film, Fernsehen, Sprache. Gegründet 2006 ist der BFFS als Verband und Gewerkschaft mit seinen über 3.600 Schauspielerinnen und Schauspielern inzwischen die größte nationale Schauspielerorganisation und die mitgliederstärkste Berufsvertretung der deutschen Film-, Fernseh- und Theaterlandschaft. Der BFFS vertritt die berufsständischen sowie die gewerkschaftlichen Interessen der Schauspielerinnen und Schauspieler in Deutschland. Er will die kulturellen, gesellschaftlichen, politischen, rechtlichen, tariflichen und sozialen Rahmenbedingungen verbessern bzw. schaffen, die sowohl den einzigartigen Schauspielberuf schützen, bewahren und fördern als auch die besondere Lebens- und Erwerbsituation der Künstlerinnen und Künstler berücksichtigen, die diesen Schauspielberuf ausüben.

 

Wir danken den Sponsoren und Partnern: AUDI AG, TikTok, GVL, OJESH, Getränke Hoffmann, KAURI CAB, Projekt Zukunft, eine Initiative der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe, Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di, BOSE, pad concept, HEYMERADER, GILKA, Berlina Shot Manufaktur.

Foto: Ron Marzok

20. Filmkunstmesse Leipzig: Ein Forum für die Branche 

Vom 14. bis 18. September 2020 findet die 20. Filmkunstmesse Leipzig statt. Sie ist damit das erste Branchenevent in Deutschland, das seit Ausbruch der Corona-Pandemie wieder live und vor Ort stattfindet.

 
„Mit der Filmkunstmesse wollen wir einen Beitrag dazu leisten, den Kinomarkt anzukurbeln“, so der Vorsitzende Christian Bräuer. „Die Herausforderungen für alle MarktteilnehmerInnen sind derzeit immens. Hier soll die Filmkunstmesse die Möglichkeit zum gemeinsamen Austausch geben, wie wir den Herausforderungen begegnen. Genau so wie Filmfestivals, lebt auch die Filmkunstmesse von der persönlichen Begegnung. Und auch wenn die Herausforderungen der Corona-Pandemie für die Branche natürlich die zentralen Themen sein werden, ist es auch Zeit, dass wir wieder stärker über Filme reden und gemeinsam darüber nachdenken, wie wir diese am Besten unserem Publikum vermitteln!“

 
„Wir bringen die Branche zusammen, ohne uns zu nahe zu kommen“, erklärt Organisator und AG Kino – Gilde Geschäftsführer Felix Bruder. „Wir freuen uns, dass die Verleiher mit 58 eingereichten Filmen ein positives Signal für den Markt setzen und erwarten um die 600 FachbesucherInnen in Leipzig.“

 
Seminare und Panels:
 
Zwei hochkarätige Panels ordnen die Situation politisch und international ein:

 
Dienstag, 15. September, 14:30 Uhr:
Paneldiskussion: „Kollaps oder Chance: Welche Weichen müssen jetzt für den Film und das Kino in Deutschland für die Zeit mit und nach Corona gestellt werden?“
Ein Zurück zum „business as usual“ scheint nur schwer vorstellbar. Zu groß sind die Verwerfungen der letzten Monate. Wie soll es jetzt weitergehen mit der FFA, dem FFG und den Förderprogrammen? Wieviel Geld steht zur Verfügung und wofür wird es gebraucht?
DiskutantInnen:
Peter Dinges, Vorstand der FFA
Gitta Connemann, stv. Fraktionsvorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion
Michael Kölmel, Geschäftsführer Weltkino
Martin Rabanus, Filmpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion (angefragt)
Christian Bräuer, Erster Vorsitzender, AG Kino – Gilde
Moderation: Ulrich Höcherl, Blickpunkt Film
Livestream auf filmkunstmesse.de
 

Mittwoch, 16. September, 16:30 Uhr:
Internationales Panel: „Neustart der Filmindustrie: Wie hat sich die Corona-Krise international ausgewirkt?“
Wie verändert sich der Markt weltweit, europäisch und in Deutschland? Welche Konzentrationsprozesse finden statt?
DiskutantInnen:
Daniela Elstner, Geschäftsführerin Unifrance
Sabine Verheyen, Vors. Kulturausschuss Europaparlament
Carlo Chatrian, Direktor der Berlinale
Lucia Recalde, Chefin MEDIA Programms (angefragt)
Christian Bräuer, erster Vorsitzender der AG Kino – Gilde
Moderation: Hanns Georg Rodek, Journalist, Die Welt
Livestream auf filmkunstmesse.de
 

Die Themen der Seminarangebote bei der diesjährigen Filmkunstmesse sind vorwärtsgerichtet und geben den teilnehmenden KinobetreiberInnen wichtige Informationen und Impulse.
 

– Förderprogramme für Kinos in der Corona-Krise: Ein Überblick für Kinobetreiber
Zukunftsprogramme, FFA-Förderungen, BKM Neustartprogramm, Überbrückungshilfen und Ländermittel. Wir geben einen Überblick, was gegenwärtig an Hilfsprogrammen vorliegt. BetreiberInnen können ihre Erfahrungen berichten.
Livestream auf filmkunstmesse.de
 

– Digitales Kundenmanagement: Neue Impulse durch Corona?!
Das Thema „Nachverfolgung“ ist in Corona-Zeiten essentiell. Die Kassensysteme passen sich entsprechend an und der Online-Verkauf wird gestärkt. Was bedeutet das für die digitale Kundenansprache? Welchen Mehrwert können die Systeme für Betrieb und KundInnen schaffen?
Vorstellung von Praxisbeispielen im Umgang mit digitalem Ticketing und Kundeninformation.
Livestream auf filmkunstmesse.de
 

– Kino wieder sichtbar machen: Wie die Vernetzung von lokalem Marketing, Branchenkampagnen und Filmwerbung gelingen kann.
Dieser Workshop bringt VertreterInnen der gesamten Filmbranche zusammen und will Ansätze erarbeiten, wie das Kino insgesamt wieder ins Bewusstsein des Publikums gerückt werden kann.
 

– Innovative Programmgestaltung in Zeiten der Corona-Krise
Der unüberschaubaren Flut von Filmen auf den Streamingplattformen kann das Kino ein gut kuratiertes Programm entgegensetzen. Doch Programm und potentielles Publikum müssen zusammenpassen, um erfolgreich zu sein. Zudem werden derzeit vermehrt Filmstarts verschoben oder ganz abgesagt und Repertoire rückt in den Fokus. Wir wollen erfolgreiche Strategien besprechen.
 

Zahlen – Daten – Fakten: 

Teil 1: Die Programmkinostudie 2019
Traditionell und auch in diesem Jahr wirft Frank Völkert (FFA) einen Blick auf die Zahlen der Programmkinos in Deutschland 2019.

 
Teil 2: Wege aus der Krise: Was sagen die Zahlen national und international? 
Die Filmstarts wirbeln durcheinander. Die Platzkapazitäten in den Kinos sind massiv eingeschränkt. Wie wirkt sich das alles auf das Box-Office aus und welche Vorhersagen kann man für die Zukunft treffen?
Bernd Zickert (Comscore München) präsentiert aktuelle Marktzahlen.
Livestream auf filmkunstmesse.de
 

Die Zukunftsprojekte der AG Kino – Gilde:
 

Kino:Natürlich – Vorstellung guter Praxisbeispiele
Arthouse Kinos sind Vorreiter wenn es darum geht, nachhaltiger zu wirtschaften und dies auch gegenüber den KundInnen zu vertreten. Wir zeigen Praxisbeispiele und sprechen über Möglichkeiten.
Moderation: Projektkoordinatorin Susanne Lösch
Livestream auf filmkunstmesse.de
 

Landkinos reloaded (Netzwerk für Landkinos)
Seit April baut die AG Kino – Gilde das Netzwerk für Landkinos auf und erstmals findet ein persönliches Treffen der InteressentInnen statt. Bei diesem Treffen wird die neue Online-Plattform präsentiert, die zukünftig dem zentralen Austausch innerhalb des Netzwerks dienen wird. Außerdem sind aufgrund der Corona-Krise neue Themen und Herausforderungen für die Kinos entstanden. In einem freien Gespräch sollen neue Ideen gesammelt sowie aktuelle Schwerpunkte für die Zusammenarbeit festgelegt werden.
Moderation: Julian Gorsanski
Livestream auf filmkunstmesse.de

 

Fokus junges Publikum:
 

„Cooles Kino“ – Wie machen wir der jungen Generation Lust auf das Erlebnis Kino?
Vorstellung eines neuen Praxisleitfadens für Kinobetreiber von Vision Kino:
Was sind die Schritte zum Erfolg? sowie Mehr als nur Schulkino: Wie man die Erfahrungen aus der Schulkinoarbeit in den Alltag übertragen kann.
Livestream auf filmkunstmesse.de
 

Filmupdate – Vorstellung aktueller Kinder- und Jugendfilmprojekte
Im Rahmen des traditionellen Updates stellen wir Filme und FilmemacherInnen vor und sprechen über Herausbringungsstrategien.
 

Fokus Diversität:
 

female spirit – weibliche Filme sichtbar machen
Kurzpräsentation von Filmprojekten in Anwesenheit der Regisseurinnen.
In Zusammenarbeit mit dem Kinofrauenstammtisch Berlin-Brandenburg und Pro Quote Film geben wir Regisseurinnen die Gelegenheit, ihre aktuellen Filmprojekte dem Fachpublikum der Filmkunstmesse vorzustellen – hier kommen Filmemacherinnen, KinobetreiberInnen und VerleiherInnen direkt miteinander ins Gespräch.
 

Öffentliche Podiumsdiskussion. Fokus Vielfalt: Das Gesellschaftsbild im Film – Deutschland hat viele Gesichter.  Aber sind die auch im Kino zu sehen?
Die Geschichten, die uns Filme erzählen und die Menschen, die sie machen beeinflussen unser Bild von der Gesellschaft. Doch wie steht es um die Vielfalt vor und hinter der Kamera? Welchen Beitrag müssen Filme leisten, damit eine offene Gesellschaft nicht als Gefahr, sondern als Chance wahrgenommen wird?
DiskutantInnen:
Burhan Qurbani, Regisseur, Berlin Alexanderplatz
Faraz Shariat, Regisseur, Futur Drei, Gewinner Teddy Award bei der Berlinale
Elisabeth Prommer, Institut für Medienforschung, Rostock
N.N.
Moderation: Hatice Akyün
 

Die meisten Seminare und auch die Panels werden live ins Internet übertragen und sind im Anschluss als Aufzeichnung online frei verfügbar.
 

Das Filmprogramm 2020:
 
Das Filmprogramm der Filmkunstmesse Leipzig bietet für FachbesucherInnen wieder einen weitgehenden Überblick über das Arthouse-Angebot und die Highlights der kommenden Monate: Eröffnungsfilm ist Julia von Heinz‘ UND MORGEN DIE GANZE WELT (Alamode), der unmittelbar zuvor im Wettbewerb von Venedig seine Premiere feiert. Ebenfalls frisch aus Venedig kommt Uberto Pasolinis NOWHERE SPECIAL (Piffl Medien). FRÜHLING IN PARIS (MFA+) von Suzanne Lindon war Bestandteil der offiziellen Auswahl von Cannes 2020 und wird auf den Festivals von Toronto und San Sebastian laufen. Die Komödie DIE DIGITAL NAIVEN – DAS INTERNET VERGISST DICH NIE (X Verleih) von Benoît Delépine und Gustave Kervern, wurde auf der Berlinale 2020 mit einem Silbernen Bären ausgezeichnet.
 

Auf dem Programm stehen zudem Viggo Mortensens Regiedebüt FALLING (Prokino) und neue Arbeiten von Thomas Vinterberg (ANOTHER ROUND (AT), Weltkino), Johannes Naber (CURVEBALL – WIR MACHEN DIE WAHRHEIT, Filmwelt), Sönke Wortmann (CONTRA, Constantin), Icíar Bollaín (ROSAS WEDDING, Piffl Medien) und Tate Taylor (BREAKING NEWS IN YUBA COUNTY, Constantin). Gespannt sein darf man auch auf Marcus H. Rosenmüllers Verfilmung der Karikaturen von Manfred Deix in ROTZBUB (Pandora).
 

Im Jahr 2020 ist die Filmkunstmesse mehr denn je auch ein Ort für Entdeckungen. Kandidaten für den Arthouse-Geheimtipp der nächsten Monate könnten die lakonische Hamburger Komödie COUP (R: Sven O. Hill, Salto Film) sein, Andrew Ahns sensibler Nachbarschaftsfilm DRIVEWAYS (Tobis), Jerry Rothwells berührender THE REASON I JUMP (DCM), der auf dem Sundance Festival den Publikumspreis für den besten Dokfilm bekam, oder Fernanda Valadez‘ Debüt WAS GESCHAH MIT BUS 670?, das in Sundance den Publikumspreis und den Preis für das beste Drehbuch erhielt.
 

Nicht zu vernachlässigen auch der Dokumentarfilm: Mit GUNDA (Berlinale Encounters, Filmwelt) ist Victor Kossakovskys Schwarzweiß-Porträt eines Hausschweins zu sehen, in YOUTH UNSTOPPABLE (AT) (bjf e.V.) filmte die kanadische Aktivistin Slater Jewell-Kemker die Jugendbewegung gegen den Klimawandel über 11 Jahre lang aus einer Innenperspektive – sie selbst ist bei Drehbeginn 15 Jahre alt, und im kontroversen GEFANGEN IM NETZ (R: Barbora Chalupová, Vít Klusák, Filmwelt) geben sich zehn junge Schauspielerinnen im Internet als 12-jährige Mädchen aus und nehmen Kontakt zu Männern auf.
 

Kurzfilme: SHORT TIGER
In Zusammenarbeit mit der AG Kurzfilm und der FFA werden die fünf Gewinnerfilme des Short Tiger Awards jeweils vor einem Film im öffentlichen Programm gezeigt. Die Filme sind maximal fünf Minuten lang und sollen so in ihrem „natürlichen Element“ als Vorfilm zu erleben sein.
 

Rahmenprogramm:

 
Die Verleihung der Programmpreise Mitteldeutschland am Dienstag wird in diesem Jahr nur im kleinen Kreis in den Salles de Pologne stattfinden. An Stelle eines großen Empfangs laden wir alle FachbesucherInnen ein, sich auf dem Richard Wagner Platz (unweit der Passage Kinos) zwanglos open air zu begegnen. Dort werden Food-Trucks und ein Getränkestand bereit stehen.
 

Die Gilde Filmpreisverleihung wird wieder am Donnerstag im Täubchenthal stattfinden. Die Preisträger werden im Saal anwesend sein und Tom Schilling wird mit seinen Jazz Kids für die musikalische Umrahmung sorgen. Alle FachbesucherInnen können die Verleihung im großen Außenbereich bei Essen und Getränken auf Bildschirmen live verfolgen. Über die Empore ist auch ein Zugang in den Saal möglich. Die Abstandsregeln werden allerdings auch hier umgesetzt.
 
 
Die Filmkunstmesse in Corona-Zeiten:
 

„Jede Besucherin und jeder Besucher muss sich darüber im klaren sein, dass es keine Filmkunstmesse ‚wie immer‘ sein wird“, macht Felix Bruder deutlich. „Für jedes Kino und jeden Ort gelten die entsprechenden Abstands- und Hygieneauflagen. Wir bitten schon jetzt alle BesucherInnen, diese auch einzuhalten und die Regeln selbstverantwortlich zu beachten.“
 

Die Filmkunstmesse ist mit ihren vielen Spielorten dezentral organisiert. Die Screenings finden dieses Jahr in den Passage Kinos, der Schauburg und dem CineStar Leipzig statt. Die Seminare konzentrieren sich auf die Handelsbörse und die neue „Tagungslounge“ (Katharinenstr. 6, Leipzig).
 

Gemeinsam mit dem Counter im ANA ArtHotel gibt es somit viele Orte, an denen sich die BesucherInnen begegnen können, ohne dass es zu größeren Ansammlungen kommt.
 

Zentrales Ticketsystem:
Gemeinsam mit Kinomarkt Deutschland bieten wir für alle Veranstaltungen, also Screenings, Seminare und den Gilde Filmpreis ein Ticketsystem an. Die FachbesucherInnen bekommen ihr Badge dieses Jahr bereits vor der Filmkunstmesse mit der Post zugeschickt. Sie können sich dann über filmkunstmesse.de online ihr Programm zusammenstellen und Tickets buchen. So stellen wir für alle Veranstaltungen die Nachverfolgbarkeit sicher. Es wird trotzdem möglich sein, vor Ort noch spontan Filme und Veranstaltungen zu besuchen, solange das Platzkontingent nicht erschöpft ist. Notwendig ist aber immer das Badge zur Identifizierung!
 

Mehr Screening-Termine:
Aufgrund der geringeren Kapazitäten im Saal, werden fast alle Filme dreimal gezeigt. Dies eröffnet allen TeilnehmerInnen die maximale Flexibilität in der persönlichen Programmgestaltung.

 
Online Angebote:
Da auch in der Handelsbörse und anderen Veranstaltungsorten die Kapazitäten beschränkt sind, werden viele Seminare und Panels online aufgezeichnet und übertragen. Sie sind dann über filmkunstmesse.de verfolgbar und auch später noch abrufbar.
 
Online-Plattform CINANDO:
Wir arbeiten erstmals mit der Plattform des Marché du Film in Cannes zusammen. Einige VerleiherInnen werden ihre Filme dort für 10 Tage rund um die Filmkunstmesse online zeigen.
 

Wir danken unseren Förderern und Sponsoren:
 
Mitteldeutsche Medienförderung MDM
Bundesbeauftragte für Kultur und Medien BKM
Filmförderungsanstalt FFA
Unserem Schirmherrn, Oberbürgermeister Burkhard Jung, und der Stadt Leipzig
 

Eclair
Comscore
Compeso
Kinomarkt Deutschland e.G.
Art Hotel ANA Symphonie Leipzig
 

www.filmkunstmesse.de

RISE | Visual Effects Studios eröffnet Studio in London

RISE | Visual Effects Studios, eines der führenden Visual Effects Häuser Europas, wird im September ein neues Studio in London eröffnen. RISE Visual Effects Studios unterhält bislang Büros in Berlin, München, Stuttgart und Köln.

 

Lara Lom wird das Büro als Managing Director und Executive Producerin in London leiten. Die Schweizerin studierte in London und den USA und war bereits für VFX-Unternehmen in London, Boston und Berlin tätig. Die VFX zu Filmen wie Avengers: Infinity War und Avengers: Endgame entstanden unter ihrer Mitarbeit.

 

Lara Lom: “Ich glaube, es gab noch nie eine bessere Zeit als die zweite Hälfte 2020, um RISE nach Großbritannien zu bringen. Klar, der Markt hat einige schwere Schläge durch die Covid-19 Pandemie einstecken müssen. Aber jetzt schaut eben auch die gesamte Filmindustrie auf die VFX-Unternehmen, die dabei helfen sollen, das Geschäft wieder ins Rollen zu bringen und dabei für die Crews optimale Sicherheitsstandards zu gewährleisten. London ist Heimat der unterschiedlichsten und kreativsten Talente der Welt. Und die Stadt ist seit vielen Jahren Speerspitze unserer Branche, wenn es um neue und zukunftsweisende Entwicklungen geht, die zeigen, wohin sich die Filmindustrie bewegen wird.“

 

Florian Gellinger, Mitgründer von RISE und Executive Producer der vier Studios in Deutschland ergänzt: “Wir freuen uns sehr darüber, Lara an Bord zu haben. Sie ist seit fast einem Jahr für uns in London tätig und teilt die Leidenschaft für das, wofür wir stehen. Wir haben schon lange davon geträumt, in London ein Studio zu eröffnen, dort Talente zu versammeln und einen Raum zu schaffen in dem wir einen echten kreativen Austausch leben können. Die VFX-Studios in London gehören zu den besten der Welt. Sie inspirieren uns, seit wir RISE gestartet haben. Es wird uns eine Freude sein, demnächst mit ihnen gemeinsam an spannenden Projekten zu arbeiten.“

 

Im Londoner Studio wird RISE – wie auch in den deutschen Niederlassungen – ihre international anerkannte Kompetenz, komplizierte und raffinierte VFX-Sequenzen mit rechenintensiven Simulationen und großen fotorealistischen Environments anzubieten, die eher untypisch sind für mittelgroße Studios wie RISE.

VFXDie Umbauarbeiten im Büro im Londoner Stadtteil Holborn sind fast abgeschlossen. Die Eröffnung ist für Mitte/Ende September geplant. Die Studioeinrichtung wird alle Kernelemente eines digitalen Produktions-Hubs aufweisen: Einen state-of-the-art Screening Raum, beste Besprechungsmöglichkeiten, Platz für 50 artists und Schnitteditoren und als Hommage an die legendären Zeiten des VFX in SoHo einen Original englischen Pub für den Pint Bier nach der Arbeit.

 

Über RISE | Visual Effects Studios:

RISE | Visual Effects Studios wurde 2007 von Sven Pannicke, Robert Pinnow, Markus Degen und Florian Gellinger in Berlin gegründet. Das Unternehmen beschäftigt an seinen Standorten in Berlin, Köln, München und Stuttgart bis zu 280 artists. Jeder Standort bietet wettbewerbsfähige Fördermöglichkeiten von bis zu 45 % auf VFX-Arbeiten. RISE ist im weltweiten Vergleich ein mittelgroßes Unternehmen, das aber zu einem der zentralen Player in der internationalen Filmlandschaft geworden ist und High End VFX für eine große Bandbreite an Kunden umsetzt. Das Unternehmen ist seit dem ersten Captain America-Film Teil der Marvel-Familie (Avengers: Endgame, Avengers: Infinity War, Black Panther, Doctor Strange, Guardians of the Galaxy, …) aber auch „partner in crime“ für Regisseure wie Tom Tykwer (Babylon Berlin, A Hologram for the King, Cloud Atlas), Matthew Vaughn’s The King’s Man, Tim Burton (Dumbo), Guy Ritchie (The Man from U.N.C.L.E.), Gore Verbinski (A Cure for Wellness), von Netflix (Stranger Things, Dark), Sony Pictures (The Dark Tower) oder HBO (Westworld, Lovecraft Country). Inzwischen produziert RISE auch erfolgreich Animationsfilme (Richard the Stork, Dragon Rider). RISE’ Produktionsfirma RISE PICTURES entwickelt eigene Inhalte und co-produziert Filme und Serien für ein internationales Publikum. Zuletzt entstand die internationale Co-Produktion Stowaway von Regisseur Joe Penna mit den Oscar-Nominees Anna Kendrick und Toni Colette sowie Daniel Dae Kim und Shamier Anderson in den Hauptrollen.

 

www.risefx.com

 

DIE STIMME DES REGENWALDES ab 22. Oktober im Kino

Vom Aussteiger zum Aktivisten – die wahre Geschichte des Umweltaktivisten Bruno Manser erzählt in beeindruckenden und paradiesischen Kinobildern vom Schweizer Ethnologen, der in den Achtziger Jahren das Paradies sucht und es im Urwald von Borneo beim indigenen Nomadenvolk der Penan findet. Eine Begegnung, die sein Leben für immer verändern sollte. Denn die Dschungelidylle und der Lebensraum der letzten verbliebenen Urwaldnomaden wird durch massive Abholzungsarbeiten bedroht, nachdem 1987 die malaysische Regierung große Teile des Regenwaldes und des Penan-Gebietes zur Rodung frei gegeben hat. Bruno Manser gelingt es, alle Penan-Stämme zu einem vereinten, friedlichen Kampf gegen die Tropenholzindustrie zu mobilisieren. Fortan setzt er sich für das massiv bedrohte Volk ein, ein Kampf, der an David gegen Goliath erinnert und der Bruno Manser schließlich wieder raus aus dem geliebten Regenwald zurück mitten in den politischen Dschungel der Wirtschaftsinteressen und politischen Ränkeschmiede führen soll und der bis heute andauert. Doch dann verschwindet Bruno Manser plötzlich. Und auch fast zwanzig Jahre später ist die Gefährdung des Regenwaldes in Borneo immer noch hochaktuell.

 

Der Camino Filmverleih bringt DIE STIMME DES REGENWALDES, der bereits in der Schweiz fast 200.000 Zuschauer ins Kino lockte, am 22. Oktober 2020 deutschlandweit auf die große Leinwand. Als Eröffnungsfilm des Zürich Film Festival 2019 feierte der Kinofilm Weltpremiere und erhielt den Science Film Award. Hauptdarsteller Sven Schelker wurde dort für seine Darstellung des Bruno Manser als Bester Schauspieler ausgezeichnet und später auch am Schweizer Filmpreis als „Bester Darsteller“ geehrt.

 

KURZINHALT

1984: Auf der Suche nach einer Erfahrung jenseits der Oberflächlichkeit der modernen Zivilisation reist Bruno Manser in den Dschungel von Borneo und findet sie beim nomadischen Stamm der Penan. Die Begegnung verändert sein Leben für immer. Als die Penan von massiver Abholzung bedroht werden, nimmt Manser den Kampf gegen die Waldzerstörung mit einem Mut und einem Willen auf, die ihn zu einem der berühmtesten und glaubwürdigsten Umweltschützer seiner Zeit machen.

 

PRESSENOTIZ

In DIE STIMME DES REGENWALDES erzählt Drehbuchautor und Regisseur Niklaus Hilber die wahre Geschichte des Schweizer Umweltaktivisten Bruno Manser und seinem unermüdlichen Kampf für die Erhaltung des Lebensraums der Penan, den Ureinwohnern im malaysischen Regenwald. Über ein Jahr bereitete sich Schauspieler Sven Schelker auf die Rolle des Bruno Manser vor. Er lernte die Sprache der Penan und näherte sich in mehreren längeren Aufenthalten im Urwald von Borneo dem Leben und der Lebensweise des Nomadenvolkes an. Insgesamt dreizehn Wochen drehte Regisseur Niklaus Hilber zusammen mit seinem Team mitten im indonesischen Dschungel. Zum Cast gehören auch zahlreiche Penan, die zum Teil Bruno Manser noch persönlich erlebt haben, und auf diese Weise Gelegenheit erhielten ihre eigene Geschichte zu erzählen. In atemberaubenden Bildern von Kameramann Matthias Reisser und mit einem gefühlvollen Soundtrack von Oscarpreisträger Gabriel Yared präsentiert der Spielfilm die Schönheit und die Bedeutung des Regenwaldes und offenbart gleichzeitig die Schattenseiten der Globalisierung und des Kapitalismus und welchen Preis billiges Tropenholz tatsächlich hat.

 

DIE STIMME DES REGENWALDES – DIE WAHRE GESCHICHTE DES BRUNO MANSER ist eine Produktion der A Film Company GmbH in Koproduktion mit Das Kollektiv GmbH und SRF Schweizer Radio und Fernsehen und Teleclub mit Unterstützung des Bundesamtes für Kultur (BAK), SWISSLOS-FONDS Basel-Stadt, SWISLOS-FONDS  Basel Land, Christoph Merian Stiftung, G+B Schwyzer Stiftung, IWC Filmmaker Award, Suissimage Kulturfonds, Jacqueline Spengler Stiftung / Focal Stage Pool und Fondation Ombrie. Die Herausbringung wird von der MFG Filmförderung und SWISS Films gefördert.

 

Der Camino Filmverleih wird den Film am 22. Oktober 2020 in die deutschen Kinos bringen.

 

Weitere Informationen finden Sie unter: www.stimmedesregenwaldes.de

 

Das gesamte Pressematerial finden Sie in Kürze hier: www.filmpresskit.de

„Jews with many Views“ beim 26. Jüdischen Filmfestival

Vom 6. bis zum 13. September 2020 öffnet sich der Vorhang für die nunmehr 26. Ausgabe des Jüdischen Filmfestivals Berlin & Brandenburg (JFBB). Acht Tage lang präsentiert das JFBB als eines der größten und ältesten jüdischen Filmfestivals Europas und das einzige seiner Art in Deutschland insgesamt 44 nationale und internationale Spielfilme, Dokumentarfilme, Kurzfilme und Serien mit jüdisch-israelischer Thematik. Weiterlesen

UFA Filmnächte im Jubiläumsjahr digital

Erstmals finden die UFA Filmnächte aus gegebenem Anlass ausschließlich im Netz und nicht mit tausenden Gästen auf der Berliner Museumsinsel statt. Sie stehen damit im zehnten Jahr ihres Bestehens nicht nur den Berlinern, sondern Stummfilmfans in aller Welt offen. Vom 20. bis zum 22. August 2020 präsentieren Bertelsmann und UFA im Rahmen der digitalen Culture@Bertelsmann-Reihe die Jubiläumsausgabe der UFA Filmnächte mit drei frühen Meisterwerken der Kinogeschichte, jeweils exklusiv musikalisch untermalt. Zu sehen sind die Filme per Livestream auf der Website sowie auf dem YouTube- und Facebook-Kanal von Bertelsmann.

 

Der Bertelsmann-Vorstandsvorsitzende Thomas Rabe erklärte: „Stummfilme haben auch nach einem Jahrhundert nichts von ihrer Faszination und inspirierenden Kraft eingebüßt. Mit den digitalen UFA Filmnächten wollen wir diese Kunstform auch in Zeiten räumlicher Distanz lebendig halten. Ausgewählte Meisterwerke des Weimarer Kinoskommen als Livestream zu den Menschen nach Hause und werden damit neu im öffentlichen Bewusstsein verankert.“

 

Nico Hofmann, CEO UFA, ergänzte: „Gerade in der aktuell außergewöhnlichen Situation freut es mich sehr, dass wir auch mit der diesjährigen zehnten Ausgabe der UFA Filmnächte eine Möglichkeit gefunden haben, der herausragenden Stummfilmkunst der 1920er Jahre eine publikumswirksame Plattform zu geben: Zum ersten Mal wird das Highlight des Berliner Kultursommers sogar weltweit digital erlebbar – eine echte Bereicherung in schwierigen Zeiten.“

 

Die digitalen UFA Filmnächte finden bei Bertelsmann auf YouTube (www.youtube.de/bertelsmann), Facebook (www.facebook.com/Bertelsmann) und auf der Website (www.bertelsmann.de/culturedigital) sowie auf www.ufa-filmnaechte.de statt. Sie werden außerdem auf der Website von radioeins (www.radioeins.de/livestream) eingebettet.

 

Das Programm im Überblick:

Donnerstag, 20. August 2020, Filmbeginn: 21:00 Uhr

FRAU IM MOND (1929), Regie: Fritz Lang

Mit Gerda Maurus, Willy Fritsch, Klaus Pohl, Gustav von Wangenheim, Fritz Rasp

Produktion: Fritz Lang Film für Ufa, Länge: 156 Min.

Musik: Jeff Mills mit seiner musikalischen Interpretation

 

Freitag, 21. August 2019, Filmbeginn: 21:00 Uhr

MENSCHEN AM SONNTAG (1929/1930), Regie: Robert Siodmak, Edgar G. Ulmer

Drehbuch: Billie Wilder, Robert Siodmak

Kamera: Eugen Schüfftan, Fred Zinnemann

Mit Erwin Splettstößer, Brigitte Borchert, Wolfgang von Waltershausen u.a.

Produktion: Seymour Nebenzahl, Länge: 74 Min.

Musik: DJ Raphaël Marionneau

 

Samstag, 22. August 2020, Filmbeginn: 21:00 Uhr

DIE ABENTEUER DES PRINZEN ACHMED (1926), Regie und Drehbuch: Lotte Reiniger

Produktion: Louis Hagen, Länge: 65 Min.

Musik: Trioglyzerin

 

Die digitalen UFA Filmnächte sind Teil der Reihe „Culture@Bertelsmann goes digital“. Dort gehen die kulturellen Aktivitäten von Bertelsmann auch in Zeiten der Corona-bedingten Einschränkungen weiter. Geplant sind bis zum Herbst vielfältige Streaming-Angebote, Live-Übertragungen und interaktive Projekte rund um Musik, Filme und Literatur. Auch Rückblicke auf frühere Projekte wie Konzerte, Lesungen und Ausstellungen werden auf demYouTube-Kanal, der Website und dem Facebook-Kanal von Bertelsmann präsentiert. In den sozialen Medien sind die Kulturaktionen unter dem Hashtag #BertelsmannCultureDigital zu finden. Mehr auf www.bertelsmann.de/culturedigital.

 

Die UFA Filmnächte werden unterstützt von der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung, radioeins (rbb) ist Medienpartner.

 

Sichere Kulturorte –
 Berlin passt die Abstandsregeln im Kino an

Die Neuregelung in Berlin sieht Abstandsauflagen vor, die sich in vielen europäischen Ländern wie etwa Österreich, der Schweiz, Frankreich, der Niederlande, Dänemark, Finnland, Polen und der Ukraine bewährt haben. In der Praxis bedeuten sie, dass zwischen Personen bzw. Personengruppen ein Sitzplatz frei bleiben muss. Mit dem neuen Hygiene-Rahmenkonzept, das in den kommenden Tagen in Kraft treten soll, wird den Berliner Kinos eine Saalauslastung von bis zu zwei Dritteln ermöglicht.

 

„Die verantwortungsvolle Reduzierung des Mindestabstands im Kinosaal in Berlin ist ein wichtiges Signal für die gesamte Branche,“ so Christian Bräuer, Vorsitzender des Filmkunsttheaterverbands AG Kino – Gilde. „Wir danken Senatskanzleichef Christian Gaebler, dem Berliner Senat und dem Medienausschuss des Abgeordnetenhauses für den intensiven Austausch und die sachliche Auseinandersetzung mit dem Ort Kino. Mit der Anpassung wird anerkannt, dass Kinos über geeignete räumliche, organisatorische und technische Gegebenheiten verfügen, um Hygieneauflagen sehr gut umzusetzen.“

 

Nach Nordrhein-Westfalen und Sachsen reduziert mit Berlin damit nun das dritte Bundesland die Abstandsauflagen am Sitzplatz. „Entscheidend ist, dass nun zügig in allen Bundesländern vergleichbare Regelungen umgesetzt werden, um den Kinomarkt in Deutschland sicher ankurbeln zu können und für die Verleiher größere Filmstarts attraktiv zu machen. Idealerweise kommen wir mittelfristig zu bundeseinheitlichen Regelungen zurück,“ so Bräuer. „Die Kinos haben nach der Wiedereröffnung bewiesen, dass sie um ihre Pflicht wissen, die behördlichen Auflagen sorgfältig und gewissenhaft zum Schutz der Gäste und der Beschäftigten umzusetzen.“

 

Das Publikum erkennt das Engagement der Arthouse-Kinos während der Krise und im Zuge der Wiedereröffnung an. Obwohl die Saalkapazität angesichts der Abstandsauflagen bislang nur etwa ein Fünftel der verfügbaren Plätze beträgt, erreichten sie im Juli mit klug kuratierten Programmen und vielen Events immerhin ein Besucherniveau von rund 50 % des Vorjahres. „Unser Dank gilt daher unserem Publikum, das uns mit Gutscheinverkäufen und Spenden während der Schließung solidarisch unterstützt hat und nun wiederkommt.“, so Bräuer.

 

Die Berliner Kinos und mit ihnen die meisten Filmkunsttheater im gesamten Bundesgebiet eröffneten wieder am 2. Juli 2020. Zur Kinopremiere von Christian Petzolds UNDINE mit der bei der Berlinale mit dem Silbernen Bären ausgezeichneten Hauptdarstellerin Paula Beer kam an dem Tag auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in den Delphi Filmpalast in Berlin. Der Film erreichte inzwischen schon über 75.000 Besucher. Für Produktion und Verleih ein großer Erfolg angesichts der Rahmenbedingungen.

 

Mit der Neuregelung der Abstandsauflagen wird auch den Filmverleihern eine positive Perspektive geboten, ihre Filme wieder Erfolg versprechend in die Kinos zu bringen. Die Bereitschaft, bei reduzierten Abstandsauflagen auch wieder Filme mit größerem Produktions- und Marketingbudget zu starten, ist bei vielen Verleihern vorhanden. Diese Starts sind auch nötig, um insgesamt wieder zu einer besseren Wirtschaftlichkeit der Film- und Kinobranche zu kommen.

 

„Bis zur vollkommenen Rückkehr zur Normalität bleibt aber noch ein langer Weg, zumal weiterhin kaum Vermietungs- und Werbeerlöse erzielt werden. In dieser Phase sind die Filmkunsttheater mit ihrem hohen gesellschaftlichen Engagement und Geschäftsmodellen an der Schnittstelle von Kultur und Wirtschaft weiter auf Unterstützung angewiesen,“ so Bräuer abschließend.

20. Filmkunstmesse: Noch ein Monat bis zum Anmeldeschluss

Vom 14. bis 18. September findet die 20. Filmkunstmesse Leipzig als das erste zentrale Branchenevent seit Beginn der Corona-Pandemie physisch und unter strenger Einhaltung der dann geltenden Hygiene- und Abstandsregeln statt. Angemeldet wurden bisland 55 Filme, die in den Passage Kinos, der Schauburg und dem CineStar Leipzig gezeigt werden. Darunter namhafte Filmemacher*innen, Highlights der Berlinale und Beiträge aus Venedig. Die Verleiher setzen damit in diesen unsicheren Zeiten ein positives Signal für den Markt  Über 200 Kinobetreiber*innen und Branchenvertreter*innen haben sich schon angemeldet. Die veranstaltende AG Kino-Gilde e.V. rechnet insgesamt mit etwa 600 Akkreditierten und Gästen. Neben den Screenings soll der Blick mit hochkarätigen Panels und Seminaren in die Zukunft gerichtet und Strategien aus der Krise besprochen werden. Darüber hinaus bietet die Filmkunstmesse in diesem Jahr ein Rahmenprogramm, das Austausch und Begegnung in sicherem Umfeld ermöglicht.

Fachbesucher*innen haben bis 31. August die Möglichkeit, sich online zu akkreditieren: https://registrierung.filmkunstmesse.de/messebesucher

Seminare über Folgen, Chancen und Herausforderungen der Corona-Pandemie u.v.m.
Das Seminarprogramm der Filmkunstmesse beschäftigt sich mit den großen Verwerfungen durch die Corona Pandemie und wirft aus unterschiedlichen Perspektiven einen Blick auf die aktuelle Situation.

Das Panel „Kollaps oder Chance: Welche Weichen müssen für den Film und das Kino in Deutschland für die Zeit mit und nach Corona gestellt werden?“ erörtert insbesondere die Situation in Deutschland. Die Lage weltweit, die unmittelbar die Herausbringungsstrategien der Majors und die Auswertungsfenster in Deutschland betrifft, nimmt das internationale Panel unter der Überschrift „Neustart der Filmindustrie: Wie hat sich die Corona-Krise international ausgewirkt?“ in den Blick.

Im vielfältigen Seminarprogramm geht es aber auch um digitales Kundenmanagement, um innovative Programmgestaltung sowie um Zahlen, Daten und Fakten der internationalen Marktentwicklung, um Kino für die junge Generation, um das Netzwerk für Landkinos und um Nachhaltigkeit im Kino.

Außerdem beschäftigt sich das Programm mit Fallstricken im Social Media Bereich, gibt einen Überblick über die derzeitigen Förderprogramme für Kinos, bietet eine öffentliche Podiumsdiskussion zum Thema „Diversität im Film“ und schafft mit „Female Spirit“ ein Forum zum Netzwerken für Kino- und Filmemacherinnen.

Sicheres Rahmenprogramm mit zwei Preisverleihungen
Die MDM-Programmpreisverleihung am Dienstag, 15. September findet im kleineren Rahmen mit allen Preisträger*innen in den Salles de Pologne statt. Gleichzeitig haben alle Messebesucher*innen die Möglichkeit, sich Open Air auf dem nahe gelegenen Richard Wagner Platz zu treffen. Food Trucks und Getränkestände versorgen die Gäste.

Die Gilde Filmpreisverleihung findet am Donnerstag, 17. September im Täubchenthal statt. Auch wenn die Kapazitäten im Saal begrenzt sind, können alle Messebesucher*innen die Verleihung vor Ort im großen Außenbereich mit Food Trucks und Getränken live auf dem Bildschirm verfolgen.

Digitale Angebote zur Filmkunstmesse / Zusammenarbeit mit Cinando
Corona-bedingt sind in diesem Jahr die Platzkapazitäten in den Kinosälen und bei den Seminaren begrenzt. Deshalb werden viele Panels auch online übertragen. Wichtige Neuerung ist auch die Zusammenarbeit mit der Online-Sichtungsplattform Cinando: Sie ermöglicht es Verleihern, ihre Filme zusätzlich zum Screening in einem der Kinos noch 10 Tage lang allen akkreditierten Fachbesucher*innen online zugänglich zu machen.

Mit einem zentralen Ticketsystem unterstützt von der Kinomarkt Deutschland e.G. wird die Nachverfolgbarkeit aller Besucher*innen gewährleistet und die Platzkapazitäten optimal genutzt. Das Ticketsystem erlaubt es den Teilnehmer*innen,  ihr*sein  persönliches Programm individuell zu planen.

www.filmkunstmesse.de

Sequel zu Latte Igel

Die Abenteuerreise des frechen Igelmädchens Latte geht in die nächste Runde. In Deutschland kam „Latte Igel und der magische Wasserstein“, der auf dem erfolgreichen Kinderbuch des finnisch-schwedischen Autors Sebastian Lybeck basiert und im Thienemann Verlag erschienen ist, am 25. Dezember 2019 in die Kinos und lockte rund 230.000 Zuschauer*innen vor die Leinwand.

 

Nun soll es einen zweiten Teil geben, der Ende 2021 in die Umsetzung gehen soll. Produziert wird das Sequel von Dreamin’ Dolphin Film (München) und Eagle Eye Filmproduktion(Ludwigsburg). Für die Regie zeichnet erneut Regina Welker verantwortlich, die gemeinsam mit Nina Wells auch die Regie beim ersten Teil führte. Das Drehbuch schreibt Jesper Møller. Koch Media wird wieder den deutschen Verleih übernehmen, Sola Media steht ebenfalls für den Weltvertrieb in den Startlöchern. Der Film entsteht in Zusammenarbeit mit Sebastian Lybeck und dem Thienemann Verlag.

 

Die Suche des Igelmädchens nach dem magischen Wasserstein war nicht nur ein lokaler Erfolg sondern auch weltweit ein Renner. Der Film im Weltvertrieb von Sola Media lief bereits erfolgreich in Frankreich, Russland, Ungarn, Holland, Norwegen, Rumänien, Türkei, in den Arabischen Emiraten und in Vietnam in den Kinos, demnächst startet er auch in Dänemark und Polen. Die deutsch-belgische Koproduktion ist überdies seit 31. Juli bei Netfix in den englischsprachigen Territorien sowie in Lateinamerika und in verschiedenen asiatischen Ländern abrufbar.

„Wir freuen uns auf das nächste große Abenteuer unseres tapferen Igel-Mädchens. Die weltweite Resonanz und die Tatsache, dass Latte Igel nun auch auf Netflix einem Millionenpublikum zugänglich gemacht wird, ist ein wunderbarer Erfolg. Wir gehen mit einem starken Rückenwind in die Produktion des 2. Teils.“, sagt die Produzentin des Films Lilian Klages, Dreamin’ Dolphin Film.

 

In der deutschen Ausgabe leihen Luisa Wietzorek, Henning Baum und Timur Bartels den Hauptfiguren des Films ihre Stimmen. Für die englische Version „Latte and the magic waterstone“ konnten unter anderem die US-Stars Ashley Bornacin („Spy Kids: Mission Critical“, „Camp WWE“) und Danny Fehsenfeld („The Young & The Restless“, „How to get away with murder“) gewonnen werden.

 

Latte Igel und der magische Wasserstein“ (Prädikat: Besonders Wertvoll) ist eine deutsch-belgische Koproduktion von Dreamin’ Dolphin Film (München), Eagle Eye Filmproduktion (Ludwigsburg) und Grid Animation (Belgien). Produzent*innen sind Lilian Klages und Thomas G. Müller, Koproduzenten sind Mark Mertens und Jan Goossen. Das Drehbuch stammt von Andrea Deppert und Martin Behnke (ITFS Drehbuchpreis 2014). Regie führten Regina Welker und Nina Wels. Der Film ist im Verleih von Koch Media und im Vertrieb von Studiocanal. World Sales: Sola Media. Der Film wurde gefördert von MFG Baden-Württemberg, Mitteldeutsche Medienförderung, Film- und Medienstiftung NRW, Filmförderungsanstalt (FFA), Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM), DFFF.

 

About Dreamin’ Dolphin Film GmbH:
Dreamin’ Dolphin Film mit Sitz in München wurde 2004 von der Produzentin Lilian Klages, dem Medienanwalt Thomas G. Müller und dem Produzenten Joachim Hellinger gegründet. Das Unternehmen realisiert Animationsformate – ob animierte Spielfilme oder Fernsehserien – für den internationalen Markt. Dreamin’ Dolphin Film und ihre Schwesterunternehmen Eagle Eye Film und Zooper Film in Deutschland und Parka Pictures in Dänemark zeichnen sich durch langjährige und starke Verbindungen und Partnerschaften auf der ganzen Welt aus.

 

Filmografie:
„Latte Igel und der magische Wasserstein“ (2019) in Koproduktion mit Grid Animation, „Die sagenhaften Vier (Marnies Welt) (2018), Associate Producer, eine Produktion der Scopas Film in Koproduktion mit Grid Animation, „The Dolphin, Story of a dreamer“ (2009), eine Ko-Produktion zwischen Dreamin’ Dolphin Film, Dolphin Films und Passworld

 

In Finanzierung:
„Elli – Ungeheuer Geheim“ nach dem gleichnamigen Buch von Klaus Baumgart. Eine Koproduktion von Zooper Film, Dreamin Dolphin Fim (DE), Carpe Diem Kanada und Belga Film (BE). Gefördert durch MFG Baden-Württemberg, FFF BayernAnimationsdrehbuch Preis Nominierung 2019

 

In Entwicklung:
„Little Miss Santa“, Feature Film /Animation in Entwicklung, Projektentwicklungsförderung FFF-Bayern, „Granny Samurai, the Monkey King and I“, created and written by John Chambers, Regie: Jesper Møller,, Feature Film /Animation Drehbuch und Projektentwicklungsförderung Kuratorium Junger Deutscher Film, Animationsdrehbuch Preis Nominierung 2019

Deutscher Fairnesspreis geht an ‚Born in Evin’

Am 11. September werden im Berliner Club Spindler & Klatt die Deutschen Schauspielpreise vergeben. Neben acht Kategorien und weiteren Spezialpreisen wird dann auch der Deutsche Fairnesspreis verliehen, ein im vergangenen Jahr ins Leben gerufener Gemeinschaftspreis des BFFS und der ver.di FilmUnion. Der Preis würdigt jährlich eine Produktion, die auf besondere Weise zu einem von den Vorständen der beiden Verbände festgelegten Thema zu gesellschaftlicher Fairness beiträgt.

 

Eine aus Mitgliedern der Filmverbände und ver.di bestehende Jury – Ursula Höf (ver.di), ChrisTine Urspruch (BFFS), Robin Pohle (bvft – Bundesvereinigung Filmton), Jens Bartram (BVM – Bundesvereinigung Maskenbild) und Christian Lex (VDD – Verband Deutscher Drehbuchautoren) – hat aus den Einreichungen der Verbände für den Deutschen Fairnesspreis 2020 zum diesjährigen Thema ‚Streitkultur’ Maryam Zarees Dokumentarfilm „Born in Evin“ ausgewählt. Den Preis übergibt Christian Rickerts, Staatssekretär der Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe gemeinsam mit den Jurymitgliedern Ursula Höf und ChrisTine Urspruch.

 

Die Begründung der Jury: „Sich in der Sache zu streiten, um das beste Ergebnis zu ringen, ist Kern unserer freiheitlichen, liberalen und aufgeklärten Gesellschaft. Doch Konflikte entgleiten immer häufiger. Es gelingt uns oft nicht, bei der Sachebene zu bleiben. Absichtlich oder unbewusst tragen wir unsere seelischen Abgründe in den Streit. Das Gegenüber drückt Knöpfe, die reflexhafte emotionale Abwehrreaktionen verursachen, welche nichts mit dem Moment zu tun haben. Wir sind schließlich verletzt, entnervt, überfordert, arrogant, enttäuscht. Kurz – irgendwann setzen wir uns nicht mehr mit Argumenten auseinander, sondern reagieren auf die Reaktionen des Gegenübers, und die Worte werden zu Waffen, während in der Sache Sprachlosigkeit herrscht. Die schlimmste Form der Auseinandersetzung ist der Tod derselben. Maryam Zaree macht es sich nicht so leicht. Sie tut exemplarisch das, was wir alle tun sollten. Sie traut sich, ihre seelischen Narben anzusehen. Geboren in Evin, einem iranischen Gefängnis und einem der schlimmsten Orte der Welt, holt sich Zaree mit ihrem Mut aus der Sprachlosigkeit heraus und Stück für Stück ihre Freiheit zurück. Für Sie. Für uns. Ausgehend von der privaten Frage nach der eigenen Geschichte weitet sie ihren und unseren Blick auf die politischen Zusammenhänge. Maryam Zaree trifft auf viele kluge und politisch aktive Frauen, die nicht schweigen und sie einbetten in eine große Solidarität. „Born in Evin“ ist ein Film, der Mut macht, die Wut auf den tief in uns sitzenden Schmerz nicht anderen an den Kopf zu werfen, sondern in die Eigenverantwortung und den konstruktiven Streit zu gehen. Maryam Zaree hat mit diesem Dokumentarfilm einen wunderbar aufgebauten, tief zu Herzen gehenden und inspirierenden Film gemacht. Danke dafür und danke für alle Filme, die hoffentlich noch kommen werden.“
 

 

Über den Deutschen Schauspielpreis:
Der Deutsche Schauspielpreis wurde vom Bundesverband Schauspiel e.V. (BFFS) ins Leben gerufen und während der Berlinale 2012 zum ersten Mal verliehen. Die Preisverleihung ist eine Non-Profit-Veranstaltung, die nur durch ein breites ehrenamtliches Engagement der Schauspielerinnen und Schauspieler, zahlreicher Freunde und Unterstützer, Förderer und Sponsoren ermöglicht wird.
https://www.schauspielpreis.com
 

 

Über den Bundesverband Schauspiel e.V. (BFFS): 
BFFS steht für Bühne, Film, Fernsehen, Sprache. Gegründet 2006 ist der BFFS als Verband und Gewerkschaft mit seinen über 3.600 Schauspielerinnen und Schauspielern inzwischen die größte nationale Schauspielerorganisation und die mitgliederstärkste Berufsvertretung der deutschen Film-, Fernseh- und Theaterlandschaft. Der BFFS vertritt die berufsständischen sowie die gewerkschaftlichen Interessen der Schauspielerinnen und Schauspieler in Deutschland. Er will die kulturellen, gesellschaftlichen, politischen, rechtlichen, tariflichen und sozialen Rahmenbedingungen verbessern bzw. schaffen, die sowohl den einzigartigen Schauspielberuf schützen, bewahren und fördern als auch die besondere Lebens- und Erwerbsituation der Künstlerinnen und Künstler berücksichtigen, die diesen Schauspielberuf ausüben.
 

 

Über die ver.di FilmUnion:
In der ver.di FilmUnion organisieren sich Filmschaffende aus allen Gewerken der Branche, um sich zu vernetzen, ihre Interessen gemeinsam zu vertreten und um die Arbeits- und Entgeltbedingungen am Set stetig zu verbessern. Gemeinsam mit dem BFFS verhandelt die FilmUnion in ver.di den für Film- und Fernsehproduktionen greifenden Tarifvertrag TV FFS. Mit der knapp zwei Millionen Mitgliedern starken Gesamtorganisation ver.di im Rücken gilt für die FilmUnion: „Alle Filmschaffenden. Eine Gewerkschaft. Gemeinsam erreichen wir mehr.“
 

Wir danken den Sponsoren und Partnern: AUDI AG, TikTok, GVL, OJESH, Getränke Hoffmann, KAURI CAB, Projekt Zukunft, eine Initiative der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe, Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di, BOSE, pad concept, HEYMERADER, GILKA, Berlina Shot Manufaktur.

Letzte Klappe für Weydemann – Produktion „Schoko“ (AT)

Nach insgesamt 31 Drehtagen in zwei Blöcken ist “Schoko” (AT), die aktuelle Produktion der Weydemann Bros., im Kasten. Drehstart war bereits im August vergangenen Jahres in Leipzig. Nach einer Unterbrechung der Dreharbeiten wegen eines Versicherungsfalls sollten die ausstehenden Szenen ursprünglich im April 2020 gedreht werden, Corona-bedingt konnte der Film aber erst ab dem 14. Juli fortgesetzt werden. Am vergangenen Samstag fiel schließlich die goldene Klappe für “Schoko“ (AT).

 

“Schoko“ (AT) ist der Debütfilm von Autorin und Regisseurin Sarah Blaßkiewitz. In den Hauptrollen sind Haley Louise Jones (bekannt aus der Sat.1-Serie „Einstein), Lorna Ishema („Rampensau“, „You are wanted“), Anne Haug („Die fruchtbaren Jahre sind vorbei“, „Männer zeigen Filme und Frauen ihre Brüste“) und Maximilian Brauer („Wir waren Könige“, „Tempel“)  sowie Anneke Kim Sarnau („Polizeiruf“) zu sehen.

 

Der Film greift mit dem Thema ‘Alltagsrassismus’ eine hochaktuelle Debatte auf. Die afrodeutsche Ivie (Haley Louise Jones), von ihren Freunden „Schoko“ genannt, wohnt mit ihrer besten Freundin Anne (Anne Haug) in Leipzig und arbeitet übergangsweise im Solarium ihres Ex-Freundes Ingo (Maximilian Brauer) während sie noch auf der Suche nach einer festen Anstellung als Lehrerin ist. Plötzlich steht ihre, ihr bis dahin unbekannte, Berliner Halbschwester Naomi (Lorna Ishema) vor der Tür und konfrontiert sie mit dem Tod des gemeinsamen Vaters und dessen anstehender Beerdigung im Senegal. Während die Schwestern sich langsam kennenlernen, stellt Ivie zunehmend nicht nur ihren Spitznamen, sondern auch ihr Selbstbild in Frage.

 

Produziert wird „Schoko“ (AT) von der Weydemann Bros. GmbH in Zusammenarbeit mit ZDF Das kleine Fernsehspiel und gefördert von der Mitteldeutschen Medienförderung und der nordmedia. Das Drehbuch von Sarah Blaßkiewitz entstand mit Unterstützung des Kuratoriums junger deutscher Film.

 

2019 gewann Weydemann Bros. mit ersten Ausschnitten von „Schoko“ beim Tallinn Black Nights Film Festival den renommierten Baltic Event Works in Progress Award. Und beim in diesem Jahr erstmalig virtuellen Marché du Film des Filmfestivals in Cannes lud German Films die Produzenten in ihre Reihe ‘Producers present upcoming films from Germany’ ein, in der sie “Schoko” (AT) mit einem ersten Teaser der internationalen Branche präsentierten.

 

Am 2. Juli öffnen in Berlin und Brandenburg endlich wieder die Kinos

Mit aktuellen Filmneuheiten wie Christian Petzolds Berlinale Wettbewerbsbeitrag UNDINE oder DIE SCHÖNSTEN JAHRE EINES LEBENS, der neue Film von Claude Lelouch, in der er nach über 50 Jahren Anouk Aimée und Jean-Louis Trintignant wieder gemeinsam auf die Leinwand bringt oder das kolumbianische Drama MONOS – ZWISCHEN HIMMEL UND HÖLLE, dass einer jugendlichen Guerilla-Truppe in den Bergen Kolumbiens folgt, eröffnen die Berliner und Brandenburger Kinos wieder ihre Häuser. Am 16. Juli folgt die zeitgemäße Neuverfilmung des Alfred Döblin-Romans BERLIN ALEXANDERPLATZ und am 12. August Christopher Nolans langerwarteter Sci-Fi Thriller TENET.

Seit dem 14. März waren die Kinos bundesweit Corona-bedingt geschlossen. Nun öffnen sie in Berlin und Brandenburg unter sogfältiger Berücksichtigung der vorgegeben Abstandsregelungen und Hygienekonzepte wieder. Die behördlichen Abstandsauflagen zwischen nicht zusammengehörenden Personengruppen werden in den Kinosälen durch intelligente Platzbelegung sichergestellt. Die Besucher werden zudem gebeten, ihre Karten online zu erwerben. Außerdem sind die Anfangszeiten so entzerrt, dass sich nicht zu viele Personen gleichzeitig in den Foyers aufhalten. Die Reinigungs- und Lüftungszyklen der Säle und Sanitäreinrichtungen werden erhöht und Desinfektionsmittel in ausreichenden Mengen zur Verfügung gestellt. Die Mund-Nasen-Bedeckung, die im Übrigen beim Bewegen im Kino obligatorisch ist, kann am Sitzplatz im Saal abgenommen werden.

Christian Bräuer, Vorsitzender der AG Kino-Gilde: „Wir freuen uns sehr, dass es endlich wieder losgeht und wir dem Publikum die besten Filme aus aller Welt präsentieren können. Wir haben die Zeit genutzt, um die notwendigen Maßnahmen zum Schutz unserer Gäste umzusetzen und unsere Kinos noch sicherer zu machen. Unser Dank geht an unsere Mitarbeiter, die hart an einer optimalen Wiedereröffnung arbeiten, an unser Publikum, das uns in den vergangenen Monaten mit Gutscheinkäufen, Spenden und Liebeserklärungen so fantastisch unterstützt hat und an den Berliner Senat, den Medienausschuss im Abgeordnetenhaus, das Medienboard sowie an Kulturstaatsministerin Monika Grütters, die immer eng an der Branche das ihre getan haben, um uns in den schweren letzten Monaten zu unterstützen.“

www.agkino.de

JFBB 2020: Jews with many Views

Die 26. Ausgabe des Jüdischen Filmfestivals Berlin & Brandenburg findet vom 6. bis 13. September deutschlandweit online und im Kino in Berlin und Brandenburg statt.

 

Aufgrund der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie ist das Festivalprogramm erstmalig größtenteils auch digital zugänglich. Das JFBB nutzt hierfür die renommierte Streaming-Plattform ‚Festival Scope‘, auf der alle digital angebotenen Festivalfilme gegen eine kleine Gebühr zu sehen sein werden. Alle Filme, unabhängig davon, ob sie gestreamt oder im Kino aufgeführt werden, werden durch Filmeinführungen und -gespräche kontextualisiert.

 

Nicola Galliner, Leiterin des JFBB: „Für uns ist dieser Gang ins Digitale nicht nur ein notwendiger Schritt wegen Corona, sondern gleichzeitig auch die große Chance, ein Publikum überregional in ganz Deutschland zu erreichen und eine einzigartige Gelegenheit, unser anspruchsvolles und vielseitiges Programm erstmalig über den sonst geographisch begrenzten Rahmen eines analogen Festivals hinaus zu zeigen. Nicht zuletzt angesichts des immer weiter ansteigenden Antisemitismus in Deutschland können wir so jüdisches Leben in alle Teile Deutschlands bringen und damit gleichzeitig engagiert und entschlossen gegen jegliche Formen von Antisemitismus und stereotype Zuschreibungen eintreten und vorgehen.“

 

Zu den diesjährigen Highlights des Festivals zählt der Eröffnungsfilm INCITEMENT (ISR 2019), in dem der israelische Regisseur Yaron Zilberman die reale Geschichte des Attentats auf den israelischen Ministerpräsidenten Yitzhak Rabin am 4. November 1995 und dessen Genese aus der Perspektive des Täters erzählt. Mit Originalbildern beleuchtet Zilberman die sich immer weiter zuspitzende sozio-politische Situation vor dem Attentat, die Zerrissenheit der israelischen Bevölkerung in Hinblick auf den damaligen Friedensprozess und zeichnet die verschiedenen Einflüsse auf den Täter vor dem Attentat nach. Dieses jährt sich in diesem Jahr zum 25. Mal und hat bis heute nichts an seiner traumatischen Wirkung auf die israelische Bevölkerung und den Friedensprozess im Nahen Osten verloren.

 

INCITEMENT hat den Ophir Award (Israel) in der Kategorie best picture gewonnen und wurde von Israel als Beitrag für die Oscars vorgeschlagen. Der Film feiert beim JFBB seine Deutschlandpremiere.

 

Ihre Weltpremiere im Rahmen des JFBB feiert die romantische Komödie KISS ME KOSHER (DEU 2020). Der temporeiche Culture-Clash der israelischen Regisseurin und Autorin Shirel Peleg über Liebe, Vorurteile und verrückte Familien vereint ein israelisch-deutsches Starensemble und liefert, frei von gesellschaftlichen oder religiösen Konventionen, einen Feel Good-Film im besten Sinne.

 

Neben den beiden kurz vorgestellten Filmen bietet das Festival auch in diesem Jahr eine große Bandbreite facettenreicher Einblicke in die Vielfalt jüdischen Lebens und Israels. Das internationale Programm des diesjährigen JFBB umfasst insgesamt elf Spielfilme, fünfzehn Dokumentarfilme, zwei Serien und drei Kurzfilmprogramme aus acht Ländern. Ausgewählte Filme werden analog in zahlreichen Kinos in Berlin und Brandenburg aufgeführt, darunter das Cinema Paris, Delphi Lux, Filmkunst 66, Hackesche Höfe Kino, City Kino Wedding und das Filmmuseum Potsdam.

 

Das Jüdische Filmfestival Berlin & Brandenburg ist seit über einem Vierteljahrhundert das größte Forum für den jüdischen und israelischen Film in Deutschland. Es gewährt mit aktuellen Filmen tiefe Einblicke in Diversität und Facettenreichtum jüdischen Lebens in Deutschland, Israel und in der ganzen Welt. Das Festival greift dazu immer wieder hochaktuelle und gesellschaftlich relevante Themen auf. Es hält die Erinnerung an die Shoa wach und engagiert sich dabei aktiv gegen offenen und versteckten Antisemitismus.

 

Weitere Programminfos folgen im Laufe des Sommers auf www.jfbb.de.
Folgen Sie dem JFFB auf Facebook: www.facebook.com/jffberlin

 

Pressekontakt
SteinbrennerMüller Kommunikation
Kristian Müller & Dr. Kathrin Steinbrenner
mail@steinbrennermueller.de
Telefon: 030 / 4737 2191

Die Gewinner des ersten „gamesweekdigital: Dev Booster“ 


The Red Solstice 2: Survivors“ von Iron Ward j.d.o.o. aus Kroatien und „Grid Fight“ von Playtra Games aus Großbritannien sind heute Abend am Ende des live-gestreamten Finales zu den Gewinnern des ersten „gamesweekdigital: Dev Booster“ gekürt worden. Das taktische Echtzeit-Strategiespiel „The Solstice 2: Survivors“ hat dabei am Ende in einer K.O.-Runde das taktische Action-Game „Grid Fight“ knapp besiegt und belegt damit den 1. Platz. Das Finale wurde live aus der neuen Esports-Arena LVL World of Gaming in Berlin übertragen und konnte auf Twitch unter www.twitch.tv/gamesweekberlin verfolgt werden. Moderiert wurde die finale Ausscheidung von Melly ‚m3lly’ Balgün und von Patrick Wolter von Nerd over News (Allyance Network).

Der Finalrunde vorangegangen waren das B2B-Finale am 24. Juni und die Vorausscheidungen am 15. und 16. Juni. In der ersten Runde nahmen 32 Spiele aus 15 Ländern weltweit – von Australien über Kanada und Chile, bis zu Rumänien, Kroatien und Dänemark u.v.m. – teil, aus denen wiederum acht Teams für die beiden Finalrunden ausgewählt wurden. Im auf den Businessaspekt (Vermarktung, Geschäftsmodell, Vertrieb etc.) der Spiele fokussierten B2B-Finale  am 24. Juni gingen „The Red Solstice 2: Survivors“ vom kroatischen Entwickler Iron Ward, j.d.o.o., „First Class Trouble“, vom dänischen Studio Invisible Walls und „Unbound: Worlds Apart“ von Alien Pixel Studios aus Rumänien als Top 3 Games hervor. Alle teilnehmenden Spiele können auf Steam angesehen werden: https://store.steampowered.com/sale/gamesweekdigital.

Nach der coronabedingten Verschiebung der im April geplanten gamesweekberlin rief der Berliner Veranstalter Booster Space das neue Online-Pitchingformat „gamesweekdigital: Dev Booster“, das internationale Spieleentwickler_innen, Publisher, Expert_innen sowie Investor_innen und Medienvertreter_innen zusammenbringt, ins Leben.

„Wir sind begeistert vom positiven Feedback auf unseren ersten digitalen Dev Booster!“ so Michael Liebe, CEO von Booster Space. „Uns war klar, dass Videospielentwickler_innen gerade in der aktuellen Situation die Möglichkeit brauchen, ihre aktuellen Projekte einem breiten Fachpublikum und einer begeisterungsfähigen Community vorzustellen und dadurch weiter voranzutreiben. Dass das neue Format soviel Zuspruch erhielt, freut uns umso mehr. Die Qualität und die Internationalität der beteiligten Entwicklerstudio sowie der Einsatz der Mentor_innen und Juror_innen hat uns überwältigt. Der Dev Booster ist damit ein Format, das wir definitiv fortführen werden.“

Die aufgrund von Covid-19 verschobene gamesweekberlin PRO X wird voraussichtlich am 29. Oktober als Hybrid Event stattfinden. Updates dazu werden hier veröffentlicht https://www.gamesweekberlin.com/

Alle Top 8 Teilnehmer_innen erhalten ein Dev Booster Zertifikat, Mentoring, Experten_innen-Feedback, Preisgeld aus dem symbolischen Gewinner-Preistopf, einen Werbebanner auf Eurogamer,  und weitere Beratung. Der erste Gewinner erhält eine Xbox 1 Konsole, 2000 Tencent Cloud Dollar, kostenlosen Ausstellungsfläche bei einem Booster Space Event, einen Marketing Insight Test von GlobalTopRound auf der Plattform G.Round, die Integration auf der neuen Plattform Scill PLAY und zwei GameFairy Collector’s Boxen. Der zweite Gewinner erhält ebenfalls kostenlosen Ausstellungsraum bei einem Booster Space Event sowie eine Game Fairy Collector’s Box.

Mit dabei als Mentor_innen und Juror_innen waren Nico Baletta (devcom),  André Bernhardt (Indie Advisor), Thomas Bidaux (ICO Partners), Valentina Birke (Indie Arena Booth), Oscar Clark (Fundamentally Games), Anya Combs (Kickstarter), Jason della Rocca (Game Industry Entrepreneur), Kate Edwards (Global Game Jam), Christian Fonnesbech (Leverage), Dawid Hallmann (Webedia Gaming),  Rebecca Lautner (Landfall Games), Odile Limpach (SpielFabrique), Pontus Mähler (Global Top Round), Dieter Marchsreiter (Marchsreiter Communication), Fawzi Mesmar (EA Dice). Rebecca Owen (DDM), Michael Schade (Rockfish Game), Philomena Schwab (Gründerin, Strayfawn Studios), Mark Val (Microsoft), Bertrand Vernizeau (Game Seer), Christopher Wulf (Those Awesome Guys).

Booster Space, die Veranstalter des „gamesweekdigital: Dev Booster“, möchten ihren Unterstützer_innen und Sponsor_innen danken, die die Realisierung des Veranstaltungsformats maßgeblich unterstützt haben, allen voran dem Medienboard Berlin-Brandenburg.

Alle Partner:
Medienboard Berlin-Brandenburg (Funding Partner), Xsolla (Lead Sponsor), Mediennetzwerk NRW, webedia, allyance und Mein-MMO (Media and Event Partner), Tencent Cloud (Prize Sponsor), Xbox (Prize Sponsor), Games Bavaria (Support Sponsor), GameFairy (Prize Sponsor), SCILL PLAY (Prize Sponsor), Kickstarter (Event Partner), MeetToMatch (Event Partner), Spielfabrique (Event Partner), LVL (Event Partner), Twitch (Event Partner), Steam (Event Partner), Eurogamer.de (Media Partner and Prize Sponsor), Global Top Round (Event Partner and Prize Sponsor), Landfall (Event Partner), EA Dice (Event Partner), Marchsreiter Communications (Event Partner), ICO Partners (Event Partner), Game Seer (Event Partner), Fundamentally Games (Event Partner), GIC (Network Partner), IGDA Finland (Network Partner), games:net berlinbrandenburg (Network Partner), devGAMM (Network Partner), European Games BizDev Gaterhing (Network Partner), gamesindustry.biz (Media Partner), GamesMarkt (Media Partner), Eventbrite (Ticketing Partner).

www.gamesweekdigital.com
www.gamesweekberlin.com

Die besten Hörfilme 2020 stehen fest!

Der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) hat gestern die Preisträgerinnen und Preisträger des 18. Deutschen Hörfilmpreises 2020 bekannt gegeben. Nachdem die Gala im März Corona-bedingt abgesagt werden musste, gingen die ADele-Trophäen für die beste Audiodeskription (AD) per Post an die Teams. Weiterlesen

DEUTSCHER SCHAUSPIELPREIS 2020: Die Nominierten

Die Nominierungsjury des DEUTSCHEN SCHAUSPIELPREISES 2020, die Schauspielerinnen und Schauspieler Wanja MuesPetra ZieserHarriet KrachtPeter ZimmermannUlrike Lodwig, Dela Dabulamanzi und Jörg Schüttauf, haben nach Sichtung der relevanten deutschsprachigen Kino-, Fernseh- und Streamingproduktionen, die zwischen April 2019 und März 2020 in Deutschland zur Ausstrahlung kamen oder ihre Kinopremiere feierten, ihre Entscheidung gefällt: Weiterlesen

Wir sehen uns in Leipzig!

20. Filmkunstmesse findet statt und beginnt schon am Montag, 14.09.2020! Filmanmeldung und Akkreditierung für die Messe vom 14. bis 18.09. ab sofort möglich. 

Die Filmkunstmesse findet wie geplant im Jubiläumsjahr statt. Nach der Absage des EU-China-Gipfels in Leipzig beginnt die 20. Filmkunstmesse wie üblich am Montag(14.09.2020) und dauert wie geplant bis Freitag (18.09.2020). Um die Screenings zu entzerren, werden Freitag bis 16:00 Uhr Filme gezeigt und am Abend ein „Best-Off“ organisiert. Weiterlesen

CICAE startet internationale Kampagne „Zurück ins Kino“.

Der internationale Verband der Arthouse-Kinos (CICAE) hat in Zusammenarbeit mit der deutschen Initiative „#ZurückInsKino“ eine internationale Social-Media-Kampagne unter dem Namen „#BackToCinema“ gestartet. Die Aktion besteht aus Motiven, die speziell für die Verwendung auf Facebook-Profilbildern und anderen sozialen Medien erstellt wurden und den Satz „Back to Cinema“ enthalten, nicht nur auf Englisch, sondern auch in mehreren anderen Sprachen. Weiterlesen

VTFF sieht Chancen und Aufgaben im Konjunkturpaket

Das neue Paket der Bundesregierung für Krisenbewältigung, Konjunktur und Zukunft mit den darin vorgesehenen Kulturhilfen des BKM soll den Neustart auch für die Filmwirtschaft unterstützen. Voraussetzung für jedes kreative audiovisuelle Schaffen ist eine ebenso solide wie innovative technische Infrastruktur. Für deren Überleben und Weiterentwicklung hat der VTFF einige Ideen und Vorschläge.

 

Das neue große Hilfs- und Konjunkturpaket der Bundesregierung betrachtet der VTFF vor allem mit Wertschätzung und Hoffnung, da es hohe Summen für verschiedene Maßnahmen bereitstellt, deren Chancen auch die film- und fernsehtechnischen Dienstleister entgegensehen. In dieser ohnehin prekären Branche haben viele Unternehmen durch den Stillstand der letzten Monate große Umsatzeinbußen erfahren und sind damit auf die jetzt angekündigten Überbrückungsmittel angewiesen.

 

Dass die Kultur- und Kreativwirtschaft und damit auch die Filmbranche gut ausgestattet wird, ist lobenswert und richtig, da dies zwar ein diversifizierter, aber im Ganzen ein sehr umsatz- und beschäftigungsstarker Sektor mit großer gesellschaftlicher Relevanz ist.

 

Am wichtigsten ist es, die Voraussetzungen zu schaffen, dass die Film- und Fernsehproduktion in allen Bereichen wieder Fahrt aufnehmen kann, also Risiken abzusichern, notwendige und praktikable Schutzmaßnahmen zu ergreifen und die erforderlichen Mehraufwände fair und angemessen einzukalkulieren.

 

Stabilisierende und konjunkturfördernde Mittel hält der VTFF auch in weiteren Bereichen für wesentlich und sinnvoll: So sollte die Förderung der Digitalisierung des Filmerbes gesichert oder sogar ausgebaut werden, da damit gleichzeitig Filmklassiker gerettet und zugänglich gemacht und sonst brachliegende Produktionskapazitäten am Laufen gehalten werden können.

 

Um die geforderte Entwicklung einer klimafreundlichen Filmwirtschaft voran zu bringen, sollten Investitionen in nachhaltige Produktionstechnik unterstützt werden. Ebenso der jetzt vorgenommene Ausbau von Soft- und Hardware für Remote-Arbeitswege, der auch in Zukunft zu effizienteren Produktionsprozessen beitragen kann. Neben den aktuellen Maßnahmen sollte bedacht werden, dass es Bereiche wie die Postproduktion gibt, deren größter Einbruch erst noch kommt. Außerdem sollten einige der Finanzierungs- und Förderbedingungen beim Neustart auf den Prüfstand gestellt werden, um unseren Produktionsstandort und dessen technische Infrastruktur voran zu bringen.

 

„Der VTFF schätzt das neue Konjunkturpaket der Bundesregierung und den Einsatz des BKM für die Kultur- und Filmwirtschaft und hofft, dass die konkrete Umsetzung den technischen Dienstleistern nicht nur das Überleben ermöglicht, sondern sie in ihren kreativen und innovativen Leistungen stärkt.“ sagt VTFF Vorstandsvorsitzender Stefan Hoff. „Die Unternehmen wollen mit Ideen, Elan und Zuversicht durch die Krise hindurch gehen und sollten darin von der Politik mit den richtigen Maßnahmen ermutigt und unterstützt werden.“

Starkes Bekenntnis zur Kultur

Die AG Kino – Gilde, der Verband der Filmkunsttheater, begrüßt den Beschluss der Bundesregierung, im Zuge des Konjunktur- und Krisenbewältigungspakets auch ein umfassendes Programm zur Stärkung der Kulturinfrastruktur aufzulegen.

 

Die Bundesregierung stellt bis zu 250 Mio. Euro für pandemiebedingte Investitionen in Kultureinrichtungen wie Kulturzentren oder Musikclubs, Theater, Kinos, Messen oder Literaturhäuser zur Erhaltung und Stärkung der Kulturlandschaft zur Verfügung.

 

„Mit diesem starken Bekenntnis zur Kultur leistet die Bundesregierung einen bedeutenden Beitrag zur Sicherung der kulturellen Vielfalt,“ so Christian Bräuer, Vorsitzender des Verbands. „Gemeinsam mit Theatern, Musikclubs, Literaturhäusern und vielen weiteren Kulturorten tragen die Kinos maßgeblich dazu bei, den Werken von Kulturschaffenden eine Öffentlichkeit zu geben und damit zu deren Sichtbarkeit und gesellschaftlichen Relevanz beizutragen.“ Bräuer weiter: „Mit der Gefährdung der kulturellen Infrastruktur durch die Maßnahmen zur Bekämpfung des Covid 19 Virus sind nicht nur diese Orte, sondern in der Folge auch Künstler und Kunstformen in ihrer vielfältigen Ausprägung bedroht. Der Beschluss des Koalitionsausschusses ist die erfreuliche Anerkennung der hohen gesellschaftlichen Relevanz von Kultur.“

 

Die vergangenen Monate haben noch einmal mehr verdeutlicht, dass die Kinos Herzkammer und Rückgrat der Filmwirtschaft sind. Nur durch den Erhalt dieser flächendeckenden kulturellen Infrastruktur wird die Film- und Programmvielfalt gesichert. Seit der staatlich angeordneten Schließung liefen bei den Kinos die hohen Grundkosten weiter. Auch nach der Wiedereröffnung der Filmtheater ist abzusehen, dass es noch lange dauert, bis diese zu einem Normalbetrieb zurückkehren können. Insbesondere die hohen Abstandsauflagen beeinträchtigen massiv die Wirtschaftlichkeit. Zudem müssen sie jetzt in Sicherheitsmaßnahmen investieren.

 

Dem Filmbereich soll mit einem zielgerichteten Impulsprogramm geholfen werden und damit insbesondere Kinos unterstützt und Mehrbedarfe bei 
Filmproduktion und Verleih finanziert werden.

 

„Wir sind sehr froh, dass die Bundesregierung den Kinos damit eine echte wirtschaftliche Perspektive auch für die kommenden schwierigen Monate eröffnet,“ so Bräuer. „Unser Dank gilt der gesamten Bundesregierung, ganz besonders Kulturstaatsministerin Monika Grütters sowie dem Kulturausschuss des Deutschen Bundestags.“

 

„Kinovielfalt sichert Programmvielfalt!“ so der Verbandsvorsitzende Christian Bräuer. „Viele Kinos setzen sich bundesweit in ihrer Nachbarschaft auch für künstlerisch besondere Filme ein und machen diese Werke für ein breites Publikum sichtbar. Mit dem Wegbrechen der Kinos würden wir eine ganze Kunstform, den deutschen und internationalen Arthouse-Film, verlieren.“

 

 

Deutscher Hörfilmpreis 2020: Online-Verleihung am 17. Juni ab 18 Uhr 

Die am 17. März 2020 geplante Gala zur Verleihung des Deutschen Hörfilmpreises musste aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt werden. Um den herausragenden Hörfilmproduktionen dieses Jahres dennoch die verdiente Anerkennung zukommen zu lassen, wird der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) nun drei Monate später die Preisträgerinnen und Preisträger mit einer Online-Verleihung feiern:

Am Mittwoch, 17. Juni 2020 werden ab 18 Uhr unter www.deutscher-hoerfilmpreis.de die diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträger der ADeles für die besten Hörfilmfassungen in den Kategorien Kino, TV, Dokumentation und Kinder-/Jugendfilm und für den Publikumspreis sowie den Sonderpreis der Jury bekannt gegeben.

„Wir freuen uns, die Preisträgerinnen und Preisträger am 17. Juni online zu ihren hervorragenden Audiodeskriptionen beglückwünschen zu dürfen. Wir erleben gerade jetzt, wie wichtig Teilhabe und Barrierefreiheit für blinde und sehbehinderte Menschen im kulturellen Bereich sind. Die Audiodeskription ist einer ihrer Eckpfeiler. In den letzten Wochen haben wir mehr Hörfilme gesehen als je zuvor. Sie haben uns über die harten Kontaktbeschränkungen hinweggeholfen und uns schöne Filmmomente geschenkt“, so DBSV-Präsident Klaus Hahn.
 
An der Online-Verleihung werden prominente Gäste teilnehmen, darunter die Schauspielerinnen Bibiana BeglauTeresa HarderPetra Schmidt-Schaller, die Schauspieler Daniel DonskoyRoman KnižkaPeter Simonischek und Robert Stadlober, die Regisseurin Waad al-Kateab, die Produzentin Dr. Alice Brauner, Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages Claudia Roth, der Bundesbehindertenbeauftragte Jürgen Dusel und der Musiker Thees Uhlmann. Die Online-Verleihung wird moderiert von Steven Gätjen

Aktuelle Infos unter: www.deutscher-hoerfilmpreis.de

Hörfilme ermöglichen es blinden und sehbehinderten Menschen, Filme als Ganzes wahrzunehmen und zu genießen. Diese Filme sind mit einer Audiodeskription (AD) versehen, die in knappen Worten zentrale Elemente der Handlung sowie Gestik, Mimik und Dekor beschreibt. In Anlehnung an diesen Begriff wird die beim Hörfilmpreis vergebene Trophäe auch „ADele“ genannt. Die Bildbeschreibungen sind in den Dialogpausen zu hören.

Der Deutsche Hörfilmpreis wird seit 2002 vom DBSV verliehen und von der Aktion Mensch unterstützt. Hauptsponsoren sind Pfizer Deutschland und Novartis Pharma GmbH.

Besuchen Sie den Deutschen Hörfilmpreis auch auf facebook! 
www.facebook.com/Deutscher.Hoerfilmpreis

AG Kino begrüßt erleichterten Zugang zum Zukunftsprogramm

Der Verband der Filmkunsttheater AG Kino – Gilde sieht in der Ankündigung von Kulturstaatsministerin Monika Grütters, die Investitionszuschüsse für Kinos aus dem Zukunftsprogramm zu erleichtern, ein wichtiges Signal, um die Filmtheater für die Zeit nach der Corona-Krise fit zu machen.

„Wir sind sehr dankbar für diese massive Erleichterung, die es den Kinos in der Fläche und Kulturorten in den Städten ermöglicht, auch in diesem schwierigen Jahr zu investieren,“ so der Vorsitzende des Verbands, Christian Bräuer. „Der Bedarf an Investitionen, der schon vor der Krise bestand, ist jetzt noch viel größer geworden. Daher ist das nun äußerst pragmatisch modifzierte Zukunftsprogramm ein bedeutender Pfeiler zur Sicherung eines vielfältigen Kinomarkts.“
 

Der erhöhte Zuschussanteil von 80% ermöglicht es den Kinos, nicht nur in Maßnahmen zur Umsetzung der Schutzkonzepte zu investieren, sondern auch dringende Investitionen in Technik, digitale Infrastruktur und Kundenansprache zu tätigen. Die Entkopplung von einer zwingenden Kofinanzierung der Länder gibt damit auch den Kinos eine Chance, in deren Regionen bislang keine Länderkofinanzierung vorgesehen war.
 

Hinsichtlich des kommenden Jahres wendet sich der Vorstand der AG Kino – Gilde an alle Länder, ab 2021 entsprechende Kofinanzierungsprogramme vorzusehen. Die Modernisierung der Filmtheater ist eine kontinuierliche Aufgabe – nicht zuletzt auch weil die technische Entwicklung sowie der Bedarf an ökologischer Erneuerung, Barrierefreiheit und Sicherheitsmaßnahmen immer dynamischer werden. „Wir brauchen daher ein nachhaltig angelegtes Programm, um die Programm- und Kinovielfalt in Deutschland dauerhaft zu sichern,“ so Bräuer.
 

Kurzfristig setzt sich der Verband für die Etablierung von bundesweit einheitlichen Hygiene- und Abstandsregelungen ein, die den Gesundheitsschutz sowie die praktischen Gegebenheiten und die Wirtschaftlichkeit des Kinobetriebes in Einklang bringen, damit ab Juli wieder einheitlich die Kinos öffnen. „Zudem brauchen wir einen Kinoinfrastrukturfonds, der den Kinos die notwendige Unterstützung sichert, so lange angesichts der Sicherheitsauflagen nur eine reduzierte Platzkapazität möglich ist,“ betont Bräuer.

AG Kino – Gilde empfiehlt 2. Juli als Eröffnungstag

Der Verband der Filmkunsttheater AG Kino – Gilde empfiehlt seinen 370 Mitgliedskinos, unabhängig vom Flickenteppich unterschiedlicher Öffnungsdaten in den einzelnen Bundesländern eine Wiedereröffnung zum 2. Juli anzustreben.

„Das sind jetzt noch gut sechs Wochen in denen wir Hygienekonzepte umsetzen, nötige Umbauten vornehmen sowie Filme disponieren und vorbereiten können“, so der Verbandsvorsitzende Christian Bräuer. „Die Arthouse-Kinos in ganz Deutschland sind bereit, Anfang Juli neuen Filmen einen bestmöglichen bundesweiten Start zu ermöglichen. Wir werden gemeinsam mit den Verleihern ein vielfältiges Programm gestalten und den Menschen wieder ein besonderes kulturelles Erlebnis sowie ein weiteres Stück Normalität ermöglichen.“

Mit Blick auf diese Terminempfehlung appelliert der Vorstand der AG Kino – Gilde an alle Länder, eine Öffnung zum 2. Juli 2020 zu ermöglichen und dies bald zu kommunizieren. Zugleich sollte die Kulturministerkonferenz kurzfristig über ein gemeinsames Hygiene- und Abstandskonzept für Kinos auf Basis des Entwurfs der Verbände AG Kino – Gilde und HDF Kino entscheiden, das den Gesundheitsschutz sowie die praktischen Gegebenheiten und die Wirtschaftlichkeit des Kinobetriebes in Einklang bringt.

„Die Frage nach den Bedingungen für eine Öffnung ist ebenso bedeutend wie der Termin selbst“, erklärt Bräuer. „Bei 1,50 Meter Abstand in alle Richtungen können Kinos oft nur eine Auslastung von 25 bis 30 % erreichen. Im Kino sitzt man nebeneinander, schaut nach vorne und redet nicht während des Films. Deshalb ist im Zusammenspiel mit sehr guter Hygiene, intelligenter Sitzplatzverteilung und Kontaktverfolgung ein geringerer Abstand vertretbar. Eine zu geringe Auslastung beeinträchtigt nicht nur die Wirtschaftlichkeit der Kinos und führt mitunter zu nicht gewollten Preiserhöhungen, sie reduziert ganz massiv auch die Programmvielfalt. Natürlich erkennen wir an, dass es eine Reihe von weiterreichenden Überlegungen zur öffentlichen Gesundheit gibt, die bedeuten, dass dies möglicherweise nicht sofort realisierbar ist.“

 

Der Vorstand der AG Kino – Gilde bedauert, dass es der Branche nicht gelungen ist, einen gemeinsamen Wiedereröffnungstermin zu kommunizieren. Die Empfehlung orientiert sich an den wirtschaftlichen Notwendigkeiten zahlreicher Filmkunsttheater und gewerblicher Kinos. Natürlich kann jedes Kino früher in Abstimmung mit den lokalen Auflagen öffnen.

 

„Mit UNDINE und BERLIN ALEXANDERPLATZ stehen zwei hochkarätige deutsche Produktionen aus dem diesjährigen Berlinale-Wettbewerb in den Startlöchern, die nach Wiedereröffnung zeitlich abgestimmt in die Kinos kommen“, so Bräuer.“ Dennoch reicht eine nationale Perspektive allein nicht aus: „Internationale Filme werden erst dann hierzulande starten, wenn es auch international wieder so etwas wie einen Markt gibt“, erläutert Bräuer.

 

Hier zeichnet sich die Signalwirkung für die globale Kinobranche von Christopher Nolans TENET deutlich ab, dessen weltweiter Start für Mitte Juli geplant ist. So hat die globale Kinokette AMC bereits im April TENET als bevorzugten Punkt zur Wiedereröffnung in den USA genannt – übrigens auch für Regionen wie Texas, wo ein Kinobetrieb bereits heute behördlich wieder erlaubt ist. In Großbritannien strebt die Branche eine Wiedereröffnung der Kinos zum 4. Juli an, in Frankreich steht der 1. Juli zur Disposition.

„Auch wenn Kinos wieder geöffnet sind, ist es deutlich, dass sie weiterhin Unterstützung benötigen, bis das Geschäft wieder ein annähernd normales Niveau erreicht hat,“ so Bräuer abschließend.

 

AG Kino – Gilde setzt Projekt „Kino:Natürlich“ fort

Unterstützung für einen nachhaltigen und klimaschonenden Kinobetrieb zu geben, steht auch zukünftig im Zentrum des von der AG Kino – Gilde e.V. durchgeführten Projekts „Kino:Natürlich“. Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit sowie das Umweltbundesamt (BUA) fördern das seit 2018 laufende Projekt für weitere zwei Jahre. Weiterlesen

Erhöhung des Kinoprogrammpreises 2020 ist bedeutendes Signal

Der Verband der Filmkunsttheater AG Kino – Gilde dankt Kulturstaatsministerin Prof. Monika Grütters für die Entscheidung, die Kinos, die in den letzten drei Jahren Kinoprogrammpreise der Bundesregierung erhalten haben, mit einem Sonderpreis in Höhe von 5 Mio. Euro zu unterstützen sowie Weiterlesen

Filmwirtschaftliche Infrastruktur in Not

VTFF bittet Kulturstaatsministerin Monika Grütters um Unterstützung

Bei der Verleihung des Deutschen Filmpreises vergangenen Freitag waren Mitglieder des Verbandes Technischer Betriebe für Film & Fernsehen (VTFF) in mehreren Preiskategorien involviert. Dies hat einmal mehr gezeigt: ohne technisch-kreative Dienstleistung kein Filmschaffen. Jetzt kämpfen diese investitionsintensiven mittelständischen Unternehmen um ihre Existenz. Daher hat der VTFF in einem Brief an Staatsministerin Monika Grütters die Notwendigkeit nach Hilfen für die Produktionsdienstleister unterstrichen und dafür Mittel aus dem DFFF II vorgeschlagen.

Erstmals wurde vergangenen Freitag bei der Verleihung des Deutschen Filmpreises eine Auszeichnung für „Beste Visuelle Effekte und Animation“ vergeben. Der Preis ging an Jan Stoltz und Claudius Urban von VTFF-Mitglied Trixter, die die VFX und Animation für Dani Levys „Die Känguru-Chroniken“ verantworteten. Die vielfach ausgezeichnete Produktion „Systemsprenger“ von Nora Fingscheidt erhielt u.a. die Lola für die „Beste Tongestaltung“. VTFF-Mitglied Rotor Film war für die Bild- und Soundpostproduktion verantwortlich und ihr Mitarbeiter Gregor Bonse im Team der Preisträger. Das Unternehmen hat darüber hinaus die Bildpostproduktion für „Berlin Alexanderplatz“ umgesetzt und damit zu dem mit der Lola für ‚Beste Kamera/Bildgestaltung’ ausgezeichneten Look beigetragen. Das Kostümhaus Theaterkunst, ebenfalls VTFF Mitglied, hat den für das ‚Beste Kostümbild’ ausgezeichneten Film „Lindenberg! Mach dein Ding“ sowie zahlreiche weitere mit der Lola gekürte und nominierte Filme ausgestattet.

„Wir gratulieren allen Preisträgern und freuen uns über die Mitwirkung und die Anerkennung unserer Mitglieder. Hinter den ausgezeichneten Filmen sowie hinter dem gesamten Filmschaffen steht eine hervorragende technisch-kreative Infrastruktur mit zahlreichen Unternehmen, die mit großem Aufwand für Expertise, Geräte, Studios und andere Ausrüstung sorgen und damit die materielle Grundlage der Filmwirtschaft bilden.“ so der Vorstandsvorsitzende Stefan Hoff, „Diese ist jetzt in großer Gefahr, da diese Betriebe kaum noch Umsätze, hohe Fixkosten und wenig Rücklagen haben, aber von den bisherigen Hilfsmaßnahmen kaum berührt werden.“

In einem Schreiben an die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien Prof. Monika Grütters macht der VTFF daher erneut auf die prekäre Lage seiner Mitgliedsunternehmen aufmerksam und schlägt vor, zur akuten Unterstützung dieses Branchensegments die Mittel des DFFF II in Betracht zu ziehen, die explizit für die Produktionsdienstleister vorgesehen sind. Da in anderen Bereichen die Umwidmung von Projektmitteln vorgenommen oder erwogen wird, könnte dies in solch ungewöhnlichen Zeiten auch hier möglich sein.

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Der Verband Technischer Betriebe für Film und Fernsehen e.V. ist die Interessenvertretung und das Netzwerk für die technisch-kreativen Dienstleister in der Produktion von Film, Fernsehen und neuem audiovisuellem Content in Deutschland.

Kick off von „gamesweekdigital: Dev Booster“!

Einreichungen für das neue Online-Pitchingformat der gamesweekberlin-Veranstalter für Spieleentwickler_innen sind ab sofort möglich

Berlin, 29. April 2020: „gamesweekdigital: Dev Booster“ ist das neue Online-Pitchingformat der Macher der gamesweekberlin, das internationale Spieleentwickler_innen mit einer begeisterungsfähigen Community von Spieler_innen sowie zukünftigen Geschäftspartner_innen Weiterlesen

Acht Deutsche Filmpreise für „Systemsprenger“

Systemsprenger, das Wunder der Berlinale 2019 (Die Welt) und gleich zehnfach für Goldene Lolas nominiert, wurde am gestrigen Abend bei der Verleihung des Deutschen Filmpreises mit acht Lolas ausgezeichnet.

 

Neben der Auszeichnung als „Bester Spielfilm“ mit der Lola in Gold für die Produzenten Peter Hartwig und Jonas und Jakob Weydemann wurde Regisseurin Nora Fingscheidt als „Beste Regisseurin“ geehrt. Sie erhielt zudem eine Goldene Lola für ihr „Bestes Drehbuch“. Die erst elfjährige Helena Zengel wurde als „Beste Hauptdarstellerin“ ausgezeichnet. Albrecht Schuch erhielt eine Lola als „Bester Hauptdarsteller“. Für ihre schauspielerische Leistung in Systemsprenger waren sowohl Gabriela Maria Schmeide als auch Lisa Hagmeister als „Beste weibliche Nebenrolle“ nominiert, die Goldene Lola erhielt Gabriela Maria Schmeide. Stephan Bechinger und Julia Kovalenko zeichnete die Akademie für den Schnitt des Films aus und Corinna Zink, Jonathan Schorr, Dominik Leube, Oscar Stiebitz und Gregor Bonse für die Tongestaltung.

 

„Wir sind sehr glücklich über die Preise und gratulieren vor allem den ausgezeichneten Teammitgliedern. Sie haben in ihren Rollen und mit ihrer Kunst, den Film zu dem gemacht, was er ist. Der Erfolg zeigt, wie essentiell eine klare Haltung beim Filmemachen ist. Das dies vom Zuschauer und von den vielen wunderbaren Kolleginnen und Kollegen der Deutschen Filmakademie so sehr anerkannt wurde, gibt uns Kraft und Motivation in diesen ja für uns alle nicht leichten Zeiten und für die nächsten Projekte, die wir sicher irgendwann auch wieder umsetzen dürfen“, so Jonas Weydemann.

 

Systemsprenger feierte seit seiner Weltpremiere im Wettbewerb der Berlinale 2019 (Silberner Bär ‚Alfred Bauer Preis‘ und Preis der Leserjury der Berliner Morgenpost) zahlreiche Festivalteilnahmen und internationale Auszeichnungen. Seit dem Kinostart in Deutschland am 19. September 2019 im Verleih von Port-au-Prince Pictures sahen bereits 630.000 Kinobesucher die Produktion von kineo und Weydemann Bros. in Co- Produktion mit Oma Inge Film und dem ZDF / Das kleine Fernsehspiel.

 

Zum Inhalt: Pflegefamilie, Wohngruppe, Sonderschule: Egal, wo Benni hinkommt, sie fliegt sofort wieder raus. Die wilde Neunjährige ist das, was man im Jugendamt einen „Systemsprenger“ nennt. Dabei will Benni nur eines: Liebe, Geborgenheit und wieder bei Mama wohnen! Doch Bianca hat Angst vor ihrer unberechenbaren Tochter. Als es keinen Platz mehr für Benni zu geben scheint und keine Lösung mehr in Sicht ist, versucht der Anti-Gewalttrainer Micha, sie aus der Spirale von Wut und Gewalt zu befreien., versucht

 

Gefördert wurde Systemsprenger von BKM, Filmförderung Hamburg Schleswig- Holstein, Medienboard Berlin-Brandenburg, nordmedia, Kuratorium junger Deutscher Film und DFFF Deutscher Filmförderfonds.

 

Kinos in der Corona-Krise

Wiedereröffnung mit Hygieneregeln ist nicht nur möglich, sondern sinnvoll!

 

Für die Kinos in Deutschland standen und stehen Sicherheit und Gesundheit von Anfang an im Mittelpunkt. Als sozialer Ort sind wir uns unserer Verantwortung voll und ganz bewusst. Bereits vor der behördlichen Schließung haben Kinos mit Abstandsregelungen, verstärkten Hygienemaßnahmen und zeitlich abgestimmten Programmen die Infektionsgefahren auf eigene Kosten minimiert.

 

Wiedereröffnung mit Abstand und Augenmaß

 

Um die kulturelle Grundversorgung zu erhalten und die wirtschaftliche Perspektive der Kinos zu sichern, ist ein Fahrplan der Landesregierungen und des Bundes zur zeitnahen Wiedereröffnung der Kinos erforderlich.

 

Wie wenige andere Kulturorte können Kinos dabei die Einhaltung von Mindestabständen durch gezielte Maßnahmen einfach umsetzen, beispielsweise durch das gezielte Blockieren von buchbaren Plätzen bei der Sitzplatzauswahl, gesteigerten Desinfektionsmaßnahmen und einem Fokus auf das Verkaufen von Online-Tickets. Ein entsprechender Hygieneplan auf der Basis infektiologischer Erkenntnisse wurde von den Kinoverbänden erstellt und der Politik vorgelegt.

 

„Wir sind überzeugt, dass ein solcher mit Auflagen versehener Betrieb nicht nur einen Kahlschlag in der Kinolandschaft verhindert, sondern auch langfristig die Akzeptanz für hohe Infektionsschutzauflagen in der Bevölkerung erhält,“ so der Vorsitzende der AG Kino – Gilde, Dr. Christian Bräuer.

 

Kino ist Kultur – Kultur ist unverzichtbar

 

Kino ist der einfachste Weg, aus dem Alltag für wenige Stunden auszubrechen und in andere Welten einzutauchen. Insbesondere zur Corona-Zeit ist dies wichtiger denn je, damit die erschwerten Lebensbedingungen erträglich werden. „In einer Zeit, in der wir Freunde nicht sehen, keine Festivals besuchen, uns nicht in Biergärten treffen und nicht in den Urlaub fahren, kann das Kino uns zumindest für zwei Stunden die Möglichkeit geben, ein Stück Normalität wiederzuerlangen,“ so Bräuer weiter.

 

Kunst und Kultur genießen in Deutschland zu Recht Verfassungsrang. Sie sind nicht nur ein Grundrecht, sondern auch ein Grundbedürfnis der Menschen. Gerade weil die Freiheitsrechte massiv beschränkt sind, muss sich die Politik überlegen, welche Ventile sie schafft, um den sozialen Frieden in einer schwierigen Situation dauerhaft zu sichern.

 

Den Filmkunstkinos kommt hier eine besonders wichtige Rolle zu. Sie sind zentrale Kulturorte für ihre Nachbarschaft und bringen anspruchsvolle europäische und internationale Filme zu den Menschen.

 

Die Kinos fallen bislang zwischen epidemiologischen und rein wirtschaftlichen Überlegungen durch alle Raster. Und zwar sowohl in Bezug auf finanzielle Hilfen, als auch im Hinblick auf eine Perspektive zur Wiedereröffnung.

 

Kulturellen Kahlschlag vermeiden, Arbeitsplätze sichern

 

Viele Kulturorte – und dazu zählen Kinos – sind durch die Corona-Krise in ihrer Existenz bedroht. Eine repräsentative Branchenumfrage hat ergeben, dass 50% aller Kinobetriebe bei einer Schließung von weiteren zwei Monaten von Insolvenz bedroht sind. Das entspricht etwa 600 Betrieben! Wenn diese Orte jetzt von der Landkarte verschwinden, werden sie unwiederbringlich verloren sein. Zu befürchten ist eine kulturelle Verödung in der Fläche wie in den Städten.

 

Die deutschen Kinos sind – anders als in vielen anderen Ländern – überwiegend durch den Mittelstand geprägt. Viele von ihnen sind Familienbetriebe, bei denen sich Minijobber und Studierende ihr Gehalt verdienen – Gruppen, die explizit nicht ins Kurzarbeitergeld eingeschlossen wurden und daher besonders leiden.

 

Kinos sind der Motor der deutschen Filmwirtschaft. Mit ihnen sind nicht nur die Existenzen zahlreicher Arbeitsplätze im Kino verbunden, sondern auch die von Lieferant*innen, Produzent*innen und Filmschaffenden.

 

Wenn die Hälfte der Kinos durch die Corona-Krise stirbt, stirbt damit im nächsten Schritt der Großteil der deutschen Filmbranche. Denn, wie jetzt sehr drastisch zu sehen ist, macht das Kino immer noch einen extrem wichtigen Teil an den Erlösen aus. Insbesondere für den kulturell anspruchsvollen Film, der nicht Algorithmen oder Profitmaximierungen folgt, könnte dies das dauerhafte Aus als Kunstform bedeuten. So unterstützen auch die Filmverleiher die in der AG Verleih zusammengeschlossen sind eine baldige Wiedereröffnung der Kinos: „Jedes Filmkunstkino ist wichtig, damit sich die Filme rechnen, die den Mut haben, kritisch und bissig und kulturell wertvoll zu sein“, so der Vorstandsvorsitzende der AG Verleih, Björn Hoffmann. Gerade die Filme, die morgen beim Deutschen Filmpreis im Mittelpunkt stehen, wie „Systemsprenger“, „Berlin-Alexanderplatz“ oder „Undine“ werden erst durch das Kino sichtbar.

 

Auch die Verleiher haben sich auf verschiedene Szenarien für eine Wiedereröffnung vorbereitet. Björn Hoffmann erläutert: „Eine große Auswahl an attraktiven Filmen, die aufgrund der Schließung kaum ausgewertet werden konnten, steht zu besonderen Konditionen sofort zur Verfügung. Darüber hinaus sind wir in der Lage, auch sehr kurzfristig neue, starke Filme zu liefern und mit den notwendigen Marketingmaßnahmen zu begleiten. Die vorliegenden Sicherheitskonzepte sind überzeugend und werden sicher auch beim Publikum Vertrauen schaffen. Aktuelle Umfragen bestätigen die Sehnsucht des Publikums nach dem Erlebnis Kino, und wir hoffen, dass die Sehnsucht bald wieder gestillt werden kann.“

 

Um den Motor der deutschen Filmwirtschaft wieder zum Laufen zu bringen, wird auch eine Anschubfinanzierung nötig sein, um gemeinsam mit den Verleihern ein attraktives Programm aus aktuellen Filmen, Filmen die bereits im Kino angelaufen waren und Filmklassikern anzubieten. „Hier vertrauen wir sehr auf die Kreativität der Kinobetreiber*innen. Jedoch rufen wir alle regionalen Filmförderer auf, diesen notwendigen Kraftakt der Kinos zu unterstützen,“ appelliert Bräuer. 

 

Wir erwarten deshalb jetzt konkret:

 

  1. Soforthilfen

            zum Erhalt des Kulturort Kino und zur Abwendung eines Kinosterbens!

 

  1. Einen Fahrplan zur Wiedereröffnung

            mit dem Ziel, dass Kinos spätestens im Juli wieder ihre Türe öffnen können!

 

  1. Eine Starthilfe für die Kinobranche

            in der Phase der Wiedereröffnung mit begrenzten Kapazitäten!

 

Die Kinos in Deutschland werden ihren Beitrag leisten, um den Menschen so sicher wie möglich ein von den Grundrechten garantiertes kulturelles und soziales Angebot zu machen.

Themis mit erster Evaluation ihrer Arbeit

Am 1. Oktober 2018 startete Themis, die Vertrauensstelle gegen sexuelle Belästigung und Gewalt in der Film-, Fernseh- und Theaterbranche. Nun, 1 1/2 Jahre später legt die Beratungsstelle Ergebnisse einer ersten Evaluation vor.

 

So wurden der Themis Vertrauensstelle in der Zeit vom 1. Oktober 2018 bis zum 31. März 2020 insgesamt 255 Fälle von sexueller Belästigung am Arbeitsplatz mitgeteilt. Die Beraterinnen, eine Psychologin und eine Juristin jeweils in Teilzeit, führten im Evaluationszeitraum über 500 Beratungsgespräche.

 

Kulturstaatsministerin Monika Grütters: „Das Ausmaß sexueller Belästigung und Gewalt im Kultur- und Medienbereich ist erschreckend. Mein Dank gilt allen Themis-Mitarbeiterinnen, die den Betroffenen zur Seite stehen. Ich war von Anfang an davon überzeugt, dass wir eine unabhängige Vertrauensstelle für diese Branchen brauchen. Aus diesem Grund ist mein Haus für die Anschubfinanzierung der Themis in Vorleistung gegangen und hat die Entwicklung dann intensiv begleitet. Dass wir damit ganz offensichtlich den richtigen Weg eingeschlagen haben, belegen die nun vorgelegten Daten zweifelsfrei. Meine Schlussfolgerung ist ganz klar: Wir brauchen einen grundlegenden Kulturwandel in allen Kreativbranchen! Deshalb ist es wichtig, dass sich noch mehr Verbände der Themis anschließen.“

 

Eva Hubert, Vorstand Themis Vertrauensstelle: „Die hohe Zahl an Anrufen zeigt, dass Themis in den von ihr betreuten Branchen ein hohes Maß an Vertrauen besitzt. Uns ist es gelungen, ein niedrigschwelliges Beratungsangebot aufzusetzen, mit dem wir sachkundige und branchenspezifische Unterstützung anbieten und Betroffenen helfen, eigenverantwortlich und selbstbestimmt Entscheidungen für den für sie richtigen Umgang mit dem Vorfall zu treffen. Dennoch ist in der Branche noch viel Arbeit zu tun, um einen echten Kulturwandel anzuschieben.“

 

Horst Brendel, Vorstand Themis Vertrauensstelle, ergänzt: „Im ersten Jahr der Themis Vertrauensstelle haben es nur sechs Betroffene gewagt eine Beschwerde an den Arbeitgeber zu richten, bis März 2020 waren es neun Beschwerden. Wir haben es in der Branche also immer noch mit einer Kultur des Schweigens zu tun. Wirkliche Änderungen erreichen wir aber nur, wenn Frauen und Männer auf die Vorfälle bei ihren Arbeitgeber*innen aufmerksam machen und eine Verhaltensänderung einfordern. Wir verstehen uns aber auch als Partner der Unternehmen und Institutionen der Kulturbranche und bieten Expertise zu Themen wie die Umsetzung des AGG, geeignete Präventionsangebote und Best Practice-Umgang mit spezifischen Situationen an.“

 

Die Evaluation bestätigte noch einmal deutlich, dass von sexueller Belästigung und Gewalt überwiegend Frauen betroffen sind. Die Anzahl der bei der Themis Vertrauensstelle gemeldeten Übergriffe an Frauen überwog mit über 85% deutlich. Umgekehrt gingen Belästigungen oder Missbräuche in so gut wie allen Fällen von Männern und nur in Ausnahmen von Frauen sowie in fast 80% der geschilderten Belästigungssituationen von Vorgesetzten oder höhergestellten Personen aus.

 

Die gemeldeten Fälle waren in ihrer Mehrheit aktuell und lagen zum Zeitpunkt ihrer Meldung nicht länger als 2 Jahre zurück. Nur in Einzelfällen wurden Übergriffe gemeldet, die vor über 5 Jahre stattfanden.
 

Der Vertrauensstelle hatte mit einer großen Bandbreite von sexuellen Belästigungen und Gewalt zu tun. Die Mehrzahl der Fälle waren verbale und non-verbale sexuelle Belästigungen, wonach laut Allgemeinem Gleichbehandlungsgesetz (AGG) beispielsweise dauerhafte sexualisierte Anmachen, Beleidigungen mit sexuellem Inhalt, taxierende Blicke, zweideutige Gesten oder Posen, sexistische Bilder am Arbeitsplatz oder auch Androhungen beruflicher Nachteile bei sexueller Verweigerung gehören. In etwa zwei Fünftel der Fälle ging es um körperliche sexuelle Belästigungen, wie unerwünschte Berührungen, sexuelle Nötigung und körperliche Gewalt bis hin zu Vergewaltigungen.
 

Unabhängig vom objektiven Schweregrad der Belästigung ist das individuelle Erleben sehr unterschiedlich. Das Credo der Themis Vertrauensstelle wird es deshalb auch weiterhin sein, mit großer Sorgfalt und Ernst allen Fällen gleichermaßen Beachtung zu schenken.

 

Über Themis Vertrauensstelle gegen sexuelle Belästigung und Gewalt e.V.:
Themis Vertrauensstelle gegen sexuelle Belästigung und Gewalt wurde von siebzehn Brancheneinrichtungen der Film-, Fernseh- und Theaterbranche gegründet. Dazu gehören ARD, ZDF, Bundesverband Casting, Bundesverband Regie, Bundesverband Schauspiel, Bundesvereinigung Maskenbild, Deutsche Akademie für Fernsehen, Deutsche Filmakademie, Deutscher Bühnenverein, Interessenverband Synchronschauspieler, Pro Quote Film, Verband der Agenturen, Verband Deutscher Nachwuchsagenturen, Produzentenverband, Allianz Deutscher Produzenten – Film & Fernsehen, Verband Privater Medien, Ver.di.

Namenspatin ist die griechische Göttin Themis; sie tritt für Gerechtigkeit und gesellschaftlichen Zusammenhalt ein.
 
Finanziert wird die Vertrauensstelle durch Beiträge öffentlich-rechtlicher und privater Fernsehsender, der Allianz Deutscher Produzenten, der Verwertungsgesellschaft der Film- und Fernsehproduzenten und dem Deutschen Bühnenverein. Die Vertrauensstelle Themis erhält öffentliche Förderung von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, Prof. Monika Grütters.

Arthouse-Charts aus besseren Zeiten

Der südkoreanische Film „Parasite“ von Bong Joon-ho, der seit seinem Start im Oktober in den Arthousekinos zu sehen ist und dank des Oscar-Gewinns noch einmal richtig durchstarten konnte, führt auch die Arthouse-Charts im ersten Quartal 2020 an. Auf Platz 2 dann gleich eine deutsche Produktion, nämlich Caroline Links „Als Hitler das rosa Kaninchen stahl“. Überhaupt ist zu bemerken, dass von den Top 10 gleich 5 Titel aus Deutschland sind, neben dem „Rosa Kaninchen“ noch „Lindenberg. Mach dein Ding!“ auf Platz 5, die Doku „Das geheime Leben der Bäume“ auf Platz 7, die gerade erst (stark) angelaufenen „Känguru-Chroniken“ auf Rang 8 und die Seniorenkomödie „Enkel für Anfänger“ auf Rang 10.

Diese beeindruckende, von ComScore ermittelte Liste stammt aus einer Zeit, als die Kinowelt noch in Ordnung war, bis dann im März die Corona-Vorsicht beim Publikum einzog und ab Mitte März endgültig alle Kinos schließen mussten. Entsprechend dramatisch ist der Besucherrückgang zum Vorjahr von rund 22 Prozent.

„Die Arthouse-Charts zeigen eindrucksvoll die Kraft des Kinos als Herzkammer für Filme. Werke wie von Bong Joon-ho oder Caroline Link entfalten ihre ganze Kraft nur auf der großen Leinwand,“ so Christian Bräuer, Vorsitzender der AG Kino – Gilde. „Gesundheit geht vor, aber wirtschaftlich ist die Schließung für die Kinos natürlich katastrophal. Wir brauchen dringend Hilfsmaßnahmen, die sich gezielt an die Kinos richten, die an der Schnittstelle zwischen Kultur und Wirtschaft ein hohes gesellschaftliches Engagement erbringen,“ erläutert Bräuer. „Zudem hoffen wir, unter Beachtung aller gebotener Sicherheitsvorkehrungen bald wieder die Türen öffnen zu können. Kultur ist kein Luxusgut, sondern die Hefe im Teig einer lebendigen demokratischen Gesellschaft.“

Die Top 10 der Arthouse-Kinos 1. Quartal 2020:

1. Parasite (Gesamtmarkt:13.)

2. Als Hitler das rosa Kaninchen stahl (10.)

3. Knives Out (6.)

4. Little Women (17.)

5. Lindenberg. Mach den Ding! (12.)

6. 1917 (8.)

7. Das geheime Leben der Bäume (21.)

8. Die Känguru-Chroniken (14.)

9. Jojo Rabbit (27.)

10. Enkel für Anfänger (16.)

Kinocoach nimmt Arbeit auf

Der Startschuss für das Projekt Netzwerk für Landkinos fällt in eine denkbar schwierige Zeit für die Kinos und ist deshalb umso wichtiger! Am 1. April hat Julian Gorsanski als Koordinator die Arbeit im Home Office aufgenommen. Denn in der aktuell schwierigen Lage ist der Grundgedanke des Netzwerks besonders wichtig: Landkinos erhalten über das Netzwerk die Möglichkeit, sich gegenseitig auszutauschen, um damit sowohl personelle als auch Wissensressourcen zu bündeln.

 

Im ersten Schritt geht es darum, interessierte Kinos für die Netzwerkarbeit zu begeistern. Dabei richtet sich das Projekt schwerpunktmäßig an Kinos in Städten bis zu 60.000 EinwohnerInnen oder kleinere Kinos bis zu 10 MitarbeiterInnen. Die Mitarbeit im Netzwerk ist dabei ausdrücklich unabhängig von der Verbandszugehörigkeit. Interessenten können sich ab sofort unter folgendem Link in einen Newsletter eintragen und erhalten dann regelmäßig weitere Infos: http://eepurl.com/gYe_dr

 

Der thematische Schwerpunkt in den ersten Wochen wird natürlich die Bewältigung der Corona-Krise sein. Wie steht es um Soforthilfen und Fördermittel? Welche Ideen haben Kinos vor Ort? Was ist rechtlich zu beachten? Dazu werden regelmäßige Video-Konferenzen angeboten. Infos der Verbände werden gebündelt.

 

Langfristig werden folgende Bereiche gemeinsam im Netzwerk thematisiert und bearbeitet:

 

Wirtschaftlichkeit (z.B. Wareneinkauf, Preisgestaltung, Unternehmensvergleiche)

Programmgestaltung und Disposition (Verhandlungen mit Verleihern, Filmreihen etc.)

Marketing (Offline- und Online-Kampagnen)

Technik (Präsentation und Beratung zu neuen Trends)

Weiterbildung (Fortbildungsmöglichkeiten, Nachwuchsförderung)

 

Der Austausch findet sowohl auf einer Online-Plattform als auch bei regelmäßigen nationalen und regionalen Treffen statt. Diese Treffen werden ergänzt durch Fachgespräche mit Experten aus der Branche sowie gegenseitigen Kinobesuchen. Des Weiteren sollen bei diesen Treffen gemeinsame Ideen erarbeitet werden, welche anschließend Anwendung in der Praxis der Kinos finden können.

 

Als Koordinator für das Netzwerk steht Julian Gorsanski für Fragen und erste Ideen zur Verfügung und ist unter gorsanski@agkino.de erreichbar.

Verbände fordern Verbot von Dreharbeiten

Die Corona-Pandemie fordert einschneidende Maßnahmen von uns allen. Die Regelungen hinsichtlich der Durchführung, Verschiebung und des Abbruchs von Dreharbeiten für fiktionale Kino- und Fernsehproduktionen sind jedoch bundesweit lückenhaft und bieten für die Betroffenen und Beteiligten keinen verbindlichen rechtlichen Rahmen.
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Produktionstechnik im freien Fall

Dreharbeiten sind abgebrochen, Produktionen verschoben, Veranstaltungen abgesagt, Kinos geschlossen – die Folgen der Coronakrise führen auch bei den technisch-kreativen Dienstleistern, die im Verband Technischer Betriebe für Film & Fernsehen (VTFF) organisiert sind, zu existenzgefährdenden Umsatzeinbußen. Der Verband erachtet die Unterstützung für die personal- und investitionsintensiven Unternehmen durch weitere Hilfsmaßnahmen als unerlässlich. Weiterlesen

Deutscher Hörfilmpreis 2020: Livestream am 17. März abgesagt

In der vergangenen Woche musste die für den 17. März geplante Gala aus Anlass des Deutschen Hörfilmpreises abgesagt werden. Der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) kündigte daraufhin eine Veranstaltung ohne Publikum an, die im Internet per Livestream übertragen werden sollte.

Diese geplante Online-Verleihung muss nun leider ebenfalls abgesagt werden. Durch die „Verordnung zur Eindämmung des Coronavirus in Berlin“ vom vergangenen Samstag sind Veranstaltungen mit mehr als 50 Personen untersagt. Weil die Übertragung per Livestream ein umfangreiches Team erfordert, muss die Verleihung jetzt ganz ausfallen.

„Wir bedauern diese weitere Absage zutiefst. Es tut uns besonders für die Preisträger leid, die zumindest per Livestream die Würdigung erhalten sollten, die ihnen für ihre herausragenden Hörfilmfassungen zusteht“, sagt DBSV-Präsident Klaus Hahn. „Aber nun steht die Überwindung der Corona-Krise im Vordergrund und wir wünschen allen beste Gesundheit.“

Die Gewinner des 18. Deutschen Hörfilmpreises werden ihre jeweilige „ADele“ in einem anderen Rahmen erhalten. Weitere Informationen folgen, sobald die Lage wieder eine gesicherte Planung zulässt.

Aktuelle Infos unter: www.deutscher-hoerfilmpreis.de

 

Neue Daten für die gamesweekberlin 2020

Um der weiteren Ausbreitung des neuartigen Coronaviruses Sars-CoV-2 entgegenzuwirken, wird die gamesweekberlin 2020 verschoben. Darunter fallen die Veranstaltungen der Businessplattform PRO X – das sind die Fachveranstaltung für Spieleentwickler_innen QUO VADIS game development & business conference, die Talent- und Recruitmentplattform Womenize! Games & Tech, das Opening Breakfast sowie der German Esports Summit und das Matchmaking Dinner. Diese Events finden voraussichtlich am 29.-30. Oktober 2020 in Kooperation mit der EGX Berlin (30.10.-1.11.2020) statt. Die Fachkonferenz der Stiftung Digitale Spielekultur wird auf den 28. Oktober verschoben; auch der APITs Day wird verschoben, ein neues Datum wird noch bekannt gegeben. Die PLAY X mit dem Gamefest für Spielefans entfällt vorerst. Das A MAZE. / Berlin Festival der ART X findet vom 22.-25. Juli statt.

Die Veranstalter_innen folgen damit auch dem Erlass der Berliner Gesundheitsverwaltung, dass Veranstaltungen ab 1.000 Personen bis zum Ende der Osterferien untersagt sind.

Bereits gekaufte Tickets für das Gamefest werden zurückerstattet. PRO X Tickets behalten ihre Gültigkeit für die Veranstaltung im Oktober oder werden erstattet. Mehr dazu unter www.gamesweekberlin.com/faq.

„Da das Wohl unserer Besucher_innen an oberster Stelle steht, haben wir uns entschlossen, die PRO X zu verschieben. Das wachsende Risiko einer Infektion mit dem Coronavirus hat uns die letzten Wochen intensiv beschäftigt. Umso schöner ist es, dass wir nicht einfach absagen müssen, sondern die gesamte PRO X nun in Kooperation mit der EGX Berlin durchführen können! Unabhängig von der aktuellen Situation sind wir überzeugt, aus der Kombination von gamesweekberlin PRO X und EGX Berlin ein noch besseres Leistungspaket für unsere Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf die Beine stellen zu können. Wir freuen uns darauf, weitere Details in den nächsten Wochen zu kommunizieren“, so Michael Liebe, Leiter der gamesweekberlin und CEO des Veranstalters Booster Space.

Die Veranstalter_innen der gamesweekberlin bedanken sich bei allen Unterstützer_innen und Förder_innen – allen voran beim Medienboard Berlin-Brandenburg, das sie bei der Suche nach einer guten Lösung für die Veranstaltung unterstützt hat.

FAQ und weitere Informationen finden sich auf www.gamesweekberlin.com.

Pressekontakt:
Dr. Kathrin Steinbrenner, SteinbrennerMüller Kommunikation
mail@steinbrennermueller.de, Telefon: 030 47372191

Die gamesweekberlin 2020 Partner & Sponsoren:
gefördert vom Medienboard Berlin-Brandenburg

Sponsoren der Dachmarke gamesweekberlin: Eventbrite, Kickstarter, Myer’s Hotel, Razer, Riot Berlin, Stratosphere Games, Wooga, Xbox
Partner Events: Opening Breakfast, QUO VADIS – game development & business conference, Womenize! Games and Tech, Gamefest, A MAZE. / Berlin, EGX Berlin, German Esports Summit, Matchmaking Dinner, Fachkonferenz der Stiftung digitale Spielekultur, Green Breakfast
Event Partner und Veranstalter: Booster Space, A MAZE., FACTORY-C, Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen, Freaks 4U Gaming, MeetToMatch, Cozydunes
Netzwerk Partner: games:net berlinbrandenburg, media:net berlinbrandenburg, game Verband, Institut Francais Deutschland
Offizieller Ticketing Partner: Eventbrite

Deutscher Hörfilmpreis: Sonderpreis für Filmklassiker „Schindlers Liste“

In sieben Tagen findet in Berlin die 18. Verleihung des Deutschen Hörfilmpreises statt. Erstmalig wird in diesem Jahr bereits vor der festlichen Gala ein Gewinner bekanntgegeben: Der Sonderpreis der Jury geht an Universal Pictures Germany für die herausragende Audiodeskription von „Schindlers Liste“.

 

Die Hörfilmfassung von Steven Spielbergs Filmklassiker entstand auf Initiative der Deutschen Hörfilm gGmbH anlässlich der Wiederaufführung 2019. Zum Audiodeskriptions-Team gehörten Silja Korn, Susanne Linzer und Holger Stiesy (Filmbeschreibung), Gabi Brennecke (Tonregie), Volker Pannes und David Rusitschka (Ton), Martina Wiemers (Produktionsleitung) und die Sprecherin Marina Behnke.

 

Die Jury des Deutschen Hörfilmpreises zeichnet dieses Jahr Hörfilmfassungen in den Kategorien Kino, TV, Dokumentation und Kinder-/Jugendfilm aus. Der Vorsitzende Hans-Joachim Krahl wird dabei von zwei blinden Jury-Mitgliedern unterstützt – Verena Bentele, Präsidentin des Sozialverbandes VDK, und DBSV-Präsidiumsmitglied Peter Brass. Zur Jury gehören zudem die Produzentin, Regisseurin und Schauspielerin Feo Aladag, die Produzentin Dr. Alice Brauner, Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth, die Schauspielerin und Regisseurin Brigitte Grothum, der Schauspieler Roman Knižka, der Journalist Lars-Olav Beier und Reinhard Glawe von der Bert Mettmann Stiftung.

 

Viele Filmklassiker aus dem Filmerbe werden mit einer barrierefreien Fassung ausgestattet, weil das eine der Voraussetzungen für die Förderung von Digitalisierungsmaßnahmen ist. Die Ergebnisse sind von sehr unterschiedlicher Qualität, wie die Einreichungen aus dem Filmerbe gezeigt haben. Mit der Verleihung ihres Sonderpreises an die herausragende Hörfilmfassung von ‚Schindlers Liste‘ appelliert die Jury an die Produzentinnen und Produzenten von barrierefreien Fassungen des Filmerbes, eine Qualität zu gewährleisten, die allen Filmfans einen gleichberechtigten Zugang zu den Klassikern der Filmgeschichte ermöglicht.

 

Seit 2002 verschafft der Deutsche Hörfilmpreis den Anliegen der blinden und sehbehinderten Menschen eine Öffentlichkeit und trägt dazu bei, dass das Angebot an Hörfilmproduktionen auf dem deutschen Markt kontinuierlich wächst. Angesichts dieser erfreulichen Entwicklung setzt sich der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) mit Nachdruck für eine hohe Qualität der Hörfilme ein. Der Deutsche Hörfilmpreis wird am Dienstag, dem 17. März 2020, in Berlin verliehen. Die Preisverleihung findet im Rahmen einer festlichen Gala in der Hauptstadtrepräsentanz der Deutschen Telekom statt. Moderator des Abends ist wieder Filmexperte Steven Gätjen.

 

Hörfilme ermöglichen es blinden und sehbehinderten Menschen, Filme als Ganzes wahrzunehmen und zu genießen. Diese Filme sind mit einer Audiodeskription (AD) versehen, die in knappen Worten zentrale Elemente der Handlung sowie Gestik, Mimik und Dekor beschreibt. In Anlehnung an diesen Begriff wird die beim Hörfilmpreis vergebene Trophäe auch „ADele“ genannt. Die Bildbeschreibungen sind in den Dialogpausen zu hören.

 

Der Deutsche Hörfilmpreis wird vom DBSV verliehen und von der Aktion Mensch unterstützt. Hauptsponsoren sind Pfizer Deutschland und Novartis Pharma GmbH.

 

Weitere Informationen unter www.deutscher-hoerfilmpreis.de

 

Besuchen Sie den Deutschen Hörfilmpreis auch auf facebook! www.facebook.com/Deutscher.Hoerfilmpreis

 

Sonderpreis für Schindlers Liste – Auszug aus der Begründung der Jury des Deutschen Hörfilmpreises:
(…) Die Erstellung der Audiodeskription von „Schindlers Liste“ war äußerst anspruchsvoll. Der Film spannt einen weiten Bogen, der komplexe zeitgeschichtliche Prozesse und die bewegten Schicksale zahlreicher Protagonisten in einer kunstvoll sich entfaltenden Dramaturgie verbindet. Menschen stehen im Mittelpunkt, Täter wie Opfer. Durch sie öffnet der Film seine Zuschauer für das Unerträgliche und Unvorstellbare des Holocaust. In diesem Sinne fokussiert die Audiodeskription auf die präzise Deskription von Handlungen und ihren Motiven. Sie lotet seelische Nuancen ebenso aus wie die Wucht der Gewalt- und Massenszenen. Historische Details werden präzise vermittelt, die Verortungen in den komplex orchestrierten Nebenhandlungen sind stets auf Augenhöhe mit der Narration. So können durch die Audiodeskription blinde und sehbehinderte Menschen „Schindlers Liste“ so erleben, wie er auch sechs Millionen sehende Zuschauer erreicht hat: Als einen zutiefst erschütternden Film, der uns nicht vergessen lässt, was der Mensch ist und sein kann.

Bedeutendes Signal für den Film- und Kinostandort

Der Verband der Arthouse-Kinos AG Kino – Gilde begrüßt den Startschuss für eine Investitionsoffensive in die Kinos in Deutschland. „Der Start des Zukunftsprogramms Kino ist ein bedeutendes Signal für den Film- und Kinostandort Deutschland“, so der Verbandsvorsitzende Dr. Christian Bräuer. „Wir sind froh über dieses klare Bekenntnis zum Kulturort Kino und danken der Kulturstaatsministerin Prof. Monika Grütters und den Kulturpolitiker*innen des Bundestages, dass sie dieses wichtige Programm nun realisiert haben.“

 

Aus Sicht des Verbandes ist das Förderprogramm nicht nur eine Investition in die Zukunft der Kinos, sondern auch in den Erfolg des deutschen Films. „Auch im digitalen Zeitalter sind die Kinos die Herzkammer eines Films. Hier erhalten sie Sichtbarkeit und gesellschaftlichen Mehrwert. Dies begründet den Erfolg für die weiteren Auswertungsmedien.“ Erst jüngst hat eine Studie von Ernst & Young gezeigt, dass Filme, die vorher im Kino zu sehen waren, häufiger gestreamt werden. Filme wie SYSTEMSPRENGER oder TONI ERDMANN sind dafür augenfällige Beweise. „Gerade für unabhängige Filmemacher*innen ist der Start im Kino unverändert die beste Chance, ihre Werke einem breiten Publikum zu zeigen. Kinos bereichern damit nicht nur ihre Nachbarschaft, sondern stärken auch nachhaltig die filmkulturelle Vielfallt.“

 

Der Vorstand unterstützt die zweigleisige Ausrichtung auf Kinos in der Fläche sowie Filmtheater mit einem besonders vielfältigen Programm und einem hohen Anteil deutscher und europäischer Filme. „Mit dem Zukunftsprogramm Kino erkennt die Bundesregierung an, dass sowohl die kulturelle Grundversorgung im ländlichen Raum als auch die Sichtbarkeit von kulturell anspruchsvollen Filmen gleichermaßen wichtige gesellschaftliche Anliegen sind. Das freut uns natürlich sehr,“ ergänzt der Vorsitzende.

 

Mit dem Zukunftsprogramm Kino werden ab  09. März 2020 traditionelle Kinos in kleinen und mittleren Orten sowie Arthousekinos bei der Modernisierung durch die Bundesregierung unterstützt. „Dieses Programm wird der mittelständisch geprägten Kinolandschaft in Deutschland großen Schub verleihen. Wichtig ist allerdings, dass alle Bundesländer nun in gleicher Weise mitziehen, damit die Kinos endlich in die Lage versetzt werden, ihren Investitionsstau abzubauen,“ so Bräuer.

 

Der Verband setzt sich außerdem noch für ein korrespondierendes Förderprogramm für Kinodenkmäler ein, damit auch die Leuchttürme der Filmkultur erhalten bleiben. Die Förderhöchstgrenzen sind nicht auf die Größenordnungen dieser für den Kulturort Kino ikonographischen Bauwerke ausgelegt.

Das Projekt Kino:Natürlich geht in die 2. Runde

Das Projekt Kino:Natürlich der AG Kino – Gilde wird ab 1. Mai 2020 für weitere zwei Jahre über die Verbändeförderung des Umweltbundesamtes gefördert. Mit dem Projekt unterstützt die AG Kino Kinobetriebe dabei in ihren energie- und ressourcenintensiven Arbeitsabläufen nachhaltiger zu werden, aber auch durch ihr Filmprogramm Nachhaltigkeitsthemen beim Publikum sichtbarer zu machen.

 

Nachdem das Projekt in den ersten zwei Jahren wesentliche Handlungsfelder herausgearbeitet, die Homepage www.kinonatürlich.de mit zahlreichen Tipps und Infos auf den Weg gebracht und gemeinsam mit Referenzkinos Maßnahmen konkret umgesetzt hat, geht es in der 2. Phase unter dem Motto „entwickeln und verbreitern“ darum, gute Praxisbeispiele in den unterschiedlichen Handlungsfeldern wie Abfallvermeidung, Ressourcenverbrauch, Filmprogramm und Mobilität in die Fläche zu tragen.

 

„Kino:Natürlich und die Projektkoordinatorin Korina Gutsche haben in den letzten zwei Jahren einen wichtigen Beitrag geleistet, um Nachhaltigkeit als Thema auch in der Kinobranche zu verankern“, so AG Kino – Gilde Geschäftsführer Felix Bruder. „Jetzt geht es darum, vorhandene Ideen zu verbreiten und neue Projekte vor Ort im Kinoalltag umzusetzen. Dabei werden wir eng mit der Initiative „Grünes Kino“ der FFA und anderen Projekten wie dem hessischen Nachhaltigkeitspreis für Kinos zusammenarbeiten und potentielle Synergien nutzen.“

 

Bei einem Treffen der Verbandsmitglieder zum Projekt Kino:Natürlich während der Berlinale zeigte sich, dass vor allem Arthouse-Kinos einen hohen Anspruch an ihr Nachhaltigkeitsmanagement haben und hier auch Vorreiter sein wollen.

 

Für die Fortsetzung des Projekts sucht der Verband eine neue Projektkoordination, die nach Möglichkeit Erfahrung aus dem Kinobetrieb mitbringen sollte.

 

Let’s play, Berlin! gamesweekberlin 17.-25. April

Spielespaß, Spieleentwicklung und Kunst mit Spielen bei der gamesweekberlin vom 17. bis 25. April 2020 / PLAY X, PRO X und ART X geben der Woche Struktur und Orientierung.

Nach Ostern ist Berlin erneut deutsche Spielehauptstadt! Von Freitag, 17. April bis Samstag, 25. April richtet sich die gamesweekberlin mit zahlreichen Veranstaltungen an deutsche und internationale Fachbesucher_innen und an Spielefans jeden Alters. Die neun Tage fokussieren sich auf drei zentrale Themensäulen mit entsprechenden Zielgruppen: PLAY X – for fun, PRO X – for business und ART X – for inspiration. Gespielt wird beim Gamefest, dort gibt es Turniere, Cosplay und zahlreiche Spielemöglichkeiten für die ganze Familie. In den Keynotes, Talks, Paneldiskussionen und Workshops der Fachevents werden internationale Sprecher_innen und Visionär_innnen aus der ganzen Welt erwartet, die Trends und neue Entwicklungen der Branche diskutieren. Die zentrale Eventlocation der gamesweekberlin ist auch in diesem Jahr die Kulturbrauerei im Prenzlauer Berg, wo die meisten Veranstaltungen stattfinden. Die gamesweekberlin und die im folgenden aufgeführten Veranstaltungen werden vom Medienboard Berlin-Brandenburg gefördert.

 

„Die drei Säulen PRO X, PLAY X und ART X geben der gamesweekberlin eine neue Struktur und den Besucher__innen eine klare Orientierung. Das X steht hierbei für ‘Experience’ und soll das zentrale Merkmal der gamesweekberlin werden. Berlin ist eine großartige Stadt, um Trends, Themen und Menschen zu verbinden und die Kulturbrauerei bietet eine hervorragende Erlebnisfläche“, so Michael Liebe, Leiter der gamesweekberlin und CEO des Veranstalters Booster Space. „Die gamesweekberlin verbindet durch die unterschiedlichen Zielgruppen der drei Säulen die Bereiche Wirtschaft, Technologie und Kultur und bietet den Vertreter_innern dieser Branchen die Gelegenheit voneinander zu lernen, sich auszutauschen, Geschäftspartner_innen zu finden und vielleicht sogar gemeinsame Projekte und Ideen zu entwickeln!“

 

Los geht es am 17. April mit der PLAY X, dem Gamefest für die ganze Familie. Von Freitag, 17. April bis Sonntag, 19. April bietet es Spielespaß pur mit internationalen Blockbustern, kreativen Indie-Titeln, Retro-Klassikern, VR- und Brettspielen, neuen, noch nicht veröffentlichten Games, Local-Multiplayer-Games, mit Held_innen der Szene, Influencer_innen, Musik-Acts, Cosplayer_innen, Live-Gaming, Let’s Plays, Turnieren und vielem mehr.

 

Kern der Woche bildet die PRO X, die Businessplattform der gamesweekberlin, welche die B2B-Veranstaltungen der Woche bündelt. Eröffnet wird sie am Montag, 20. April mit dem Opening Breakfast. Im Anschluss folgen am 20. und 21. April die QUO VADIS development & business conference, die Fachveranstaltung für Spieleentwickler_innen, die Talent- und Recruitmentplattform Womenize! Games & Tech am 21. April, die Fachkonferenz der Stiftung Digitale Spielekultur am 22. April sowie ein Matchmaking Dinner und die Developer Party am 20. April (beide nur auf Einladung). Erwartet werden unter anderem Jehanne Rousseau, Geschäftsführerin des erfolgreichen französischen Spieleentwickler-Studios Spiders, Mária Rakušanová, verantwortlich für Platform Partnerships und Content Acquisition bei HTC VIVE, Rebecca Harwick, Chefautorin bei Wooga, die kanadisch-amerikanische feministische Medienkritikerin und Bloggerin Anita Sarkeesian und viele mehr.

 

Die ART X präsentiert das 9. Internationale A MAZE./Berlin Festival in seiner neuen Location im Neuzeit Ost. Das Festival richtet sich an die interessierte Öffentlichkeit und Fachbesucher_innen gleichermaßen. Es fokussiert sich auf Spielekunst und -kultur mit einer einzigartigen interaktiven Games- und Playful Media-Ausstellung, inspirierenden Talks und Workshops sowie Musik-Performances von Kreativen aus aller Welt.

 

Alle Informationen und Presseakkreditierung unter www.gamesweekberlin.com.

 

Pressekontakt:

Dr. Kathrin Steinbrenner

SteinbrennerMüller Kommunikation

mail@steinbrennermueller.de

Telefon: 030 47372191

 

 

Die gamesweekberlin 2020 Partner & Sponsoren:

gefördert vom Medienboard Berlin-Brandenburg

 

Sponsoren der Dachmarke gamesweekberlin: Eventbrite, Kickstarter, Myer’s Hotel, Razer, Riot Berlin, Stratosphere Games, Wooga, Xbox

Partner Events: Opening Breakfast, QUO VADIS – game development & business conference, Gamefest, Womenize! Games and Tech, A MAZE. / Berlin, Matchmaking Dinner, Fachkonferenz der Stiftung digitale Spielekultur, Green Breakfast

Event Partner und Veranstalter: Booster Space, A MAZE., Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen, Freaks 4U Gaming, MeetToMatch, Cozydunes

Netzwerk Partner: games:net berlinbrandenburg, media:net berlinbrandenburg, game Verband, Institut Francais Deutschland

Offizieller Ticketing Partner: Eventbrite

Thees Uhlmann live beim Deutschen Hörfilmpreis 2020

Für die Verleihung des 18. Deutschen Hörfilmpreises hat sich ein besonderer musikalischer Gast angekündigt: Thees Uhlmann wird Songs aus seinem neuen Album „Junkies und Scientologen“ präsentieren.

 

Der gebürtige Niedersachse wurde als Sänger der Indie-Rock-Band Tomte bekannt, startete dann eine Solokarriere und brachte die Alben „Thees Uhlmann“ und „#2“ heraus. Nun ist nach fast sechs Jahren sein drittes Album erschienen – nicht explizit politisch, aber sehr persönlich und aktuell. Seine durchweg deutschsprachigen Texte sind gewohnt pointiert, humorvoll, poetisch und immer ein wenig melancholisch. Die Musik dazu ist mal rockig, mal zart, manchmal wird sie nur von einem Klavier getragen.

 

Auch als Autor ist Thees Uhlmann seit einigen Jahren erfolgreich. Sein Debütroman „Sophia, der Tod und ich“ landete auf der Spiegel Bestsellerliste. Uhlmann ist zudem Sprecher der Hörbuchausgaben seiner Werke.

 

Der Deutsche Hörfilmpreis wird am Dienstag, dem 17. März 2020, vom Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband e.V. (DBSV) in Berlin verliehen. Die festliche Gala findet in der Hauptstadtrepräsentanz der Deutschen Telekom statt. Moderator des Abends ist wieder Filmexperte Steven Gätjen.

 

Hörfilme ermöglichen es blinden und sehbehinderten Menschen, Filme als Ganzes wahrzunehmen und zu genießen. Diese Filme sind mit einer Audiodeskription (AD) versehen, die in knappen Worten zentrale Elemente der Handlung sowie Gestik, Mimik und Dekor beschreibt. In Anlehnung an diesen Begriff wird die beim Hörfilmpreis vergebene Trophäe auch „ADele“ genannt. Die Bildbeschreibungen sind in den Dialogpausen zu hören.

 

Der Deutsche Hörfilmpreis wird seit 2002 vom DBSV verliehen und von der Aktion Mensch unterstützt. Hauptsponsoren sind Pfizer Deutschland und Novartis Pharma GmbH.

 

Weitere Informationen unter www.deutscher-hoerfilmpreis.de

 

Besuchen Sie den Deutschen Hörfilmpreis auch auf facebook! www.facebook.com/Deutscher.Hoerfilmpreis

 

 

Pressekontakt:

SteinbrennerMüller Kommunikation

Linienstraße 213, 10119 Berlin

Jasmin Knich

Fon: 030 / 47 37 – 2189

E-Mail: mail@steinbrennermueller.de

 

Kontakt:

Deutscher Hörfilmpreis

c/o Deutscher Blinden- und Sehbehindertenverband e.V. (DBSV)

Claudia Schaffer/ Projektleitung Deutscher Hörfilmpreis

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Gilde Filmpreise bei der Berlinale vergeben

Zum 31. Mal vergab der Arthouse-Kinoverband AG Kino – Gilde e.V. den Gilde Filmpreis für den besten Film im internationalen Wettbewerb der Berlinale. Dieser etablierte Arthouse-Kinopreis wird zum 70. Jubiläum der Berlinale erweitert um einem Preis, der das junge Zielpublikum im Blick hat. Zum ersten Mal zeichnen junge Kinoleute, die engagiert und jahresumfassend Filmvermittlung in ihren Kinos umsetzen, als AG Kino – Gilde 14plus Jury den besten Film in der Sektion Generation 14plus aus.
 

Der Gilde Filmpreis für den besten Film im Wettbewerb der Berlinale geht an: SHEYTAN VOJUD NADARAD – THERE IS NO EVIL – ES GIBT KEIN BÖSES von Mohammad Rasoulof.
 
Die Jury begründet ihre Entscheidung wie folgt: Der Film war der für uns überraschendste und kurzweiligste Film des diesjährigen Wettbewerbs. Mit Freude verleihen wir den Gilde-Filmpreis für den besten Film im Wettbewerb der 70. Internationalen Filmfestspiele an Mohammad Rasoulof und das gesamte Filmteam für ihren Film THERE IS NO EVIL – ES GIBT KEIN BÖSES. Der Film erfüllt, was wir am Kino lieben: Kraftvoll, emotional und zutiefst menschlich erzählt uns der Film Geschichten, die uns zeigen, was einen Menschen ausmacht und sensibilisiert uns, unser Leben in dieser Welt zu reflektieren. Politisch und ethisch weitet der Film den Blick in eine uns fremde Welt. Herausragend sind die Darstellungen der Schauspieler*innen, die trotz der Repressalien des Regimes stets nach ihrem Glück und ihrer Freiheit suchen.

 
Als bester Film in der Sektion Generation 14plus erhält den Gilde Filmpreis JUMBO von Zoé Wittock.
 
Aus der Begründung der Jury: Der Film schafft es, eine authentische, bildgewaltige und dennoch sehr intime Liebesgeschichte zwischen Mensch und Maschine auf die Leinwand zu bringen. Er fordert das Publikum heraus, eine breitere Perspektive einzunehmen und das Verständnis von Liebe neu zu überdenken. Gleichzeitig ermutigt er die Zuschauer*innen, eigene Gefühle zuzulassen, sich, wenn nötig, über gesellschaftliche Normen hinwegzusetzen und die eigene Identität zu leben. Eine Achterbahnfahrt der Gefühle verpackt in poetischen, dynamischen und leuchtenden Bildern, das ist Jugendkino, das uns flasht und begeistert.

Der Preis für den besten Film der Sektion Generation 14plus ist verbunden mit einer Finanzierung für die Erstellung deutscher Untertitel oder einer Audiodeskription und wird gemeinsam von der verleihenden AG Kino Gilde 14plus-Jury und VISION KINO – Netzwerk für Film- und Medienkompetenz, dem Finanzier des Preises, übergeben.

„Gute Filme für ein junges Publikum sind die Basis für unsere Kinokulturarbeit und unsere Zukunft“, so Vorstandsmitglied Petra Rockenfeller. „Mit der neuen AG Kino – Gilde 14plus-Jury wollen wir internationale und nationale Filme mit jugendaffinen Themen jenseits des Mainstreams sichtbarer machen.“
 

„Der Generation 14plus-Wettbewerb versammelt eine Vielzahl künstlerisch herausragender Produktionen, die Jugendliche ganz direkt ansprechen, außerhalb der Berlinale aber nur selten den Weg auf die deutsche Kinoleinwand finden“, erläutert Leopold Grün, Geschäftsführer der VISION KINO, das Engagement. „Mit unserem Preis möchten wir gerade auch Verleihern einen Anreiz bieten, die Zielgruppe der Jugendlichen mit ambitionierten Stoffen für das Kino zu begeistern.“

 

Die Jury für den Gilde Filmpreis für den Wettbewerb der Berlinale 2020 bestand aus:
Petra Rockenfeller (Lichtburg Filmpalast, Oberhausen), Vorsitzende
Miriam Pfeiffer (Kinobar Prager Frühling, Leipzig)
Christopher Bausch (Harmonie Kinos Frankfurt/M. und Casino Aschaffenburg)

 

Die Jury für die Sektion GENERATION 14plus 2020 bestand aus:
Nina Heise (Lichtburg Filmpalast, Oberhausen)
Marcel Danner (Yorck Kinogruppe, Berlin)
Anna Friederike Wittkowski (Lichtburg Filmpalast, Oberhausen)

Goldene Lola für „Meinen Hass bekommt ihr nicht“

Deutscher Drehbuchpreis im Rahmen des Empfangs der Drehbuchautoren bei der Berlinale vor über 800 Gästen vergeben

Beim Empfang des Verbandes Deutscher Drehbuchautoren (VDD) anlässlich der gestern gestarteten 70. Berlinale überreichte die Staatsministerin für Kultur und Medien, Monika Grütters, am heutigen Abend die Goldene Lola 2020 für das beste unverfilmte Drehbuch an Jan Braren, Marc Blöbaum und Kilian Riedhof für „Meinen Hass bekommt ihr nicht“ nach dem Roman „Vous n’aurez pas ma haine“ von Antoine Leiris.

 

Die renommierte Auszeichnung ist der wichtigste und höchstdotierte Preis für Drehbuchautoren in Deutschland.

 

Aus der Begründung der Jury:Mit außergewöhnlichem Feingespür schaffen es die drei Autoren, den Geist der Vorlage zu erhalten. Seine Würde. Seine Zartheit. Und damit auch seine unvergleichliche kostbare Botschaft.“

Der Preis wird seit 1988 für das beste unverfilmte Drehbuch verliehen und ist mit 10.000 € dotiert sowie mit einem Anspruch auf Förderung von bis zu 20.000 € für die Realisation des Drehbuches. Eine Prämie von je 5.000 € geht an Ariane und Frank Zeller, die für ihr Drehbuch „Fluchten“ nominiert waren, sowie an Bettina Gundermann und Pascal Nothdurft für „Sie glauben an Engel, Herr Drowak?”.

 

Die Staatsministerin für Kultur und Medien Monika Grütters betonte:

„Den Drehbuchautorinnen und Drehbuchautoren gelingt die große Kunst, ihren Ideenreichtum in spannende und bewegende Geschichten zu verwandeln. Mit Fantasie, erzählerischem Talent und fesselnder Sprache schaffen sie das Fundament filmischen Erzählens. Um den Zuschauer in den Bann der Geschichte zu ziehen, muss ein gutes Drehbuch eindringliche Bilder heraufbeschwören – und diese film- und serientauglich umsetzen. So sind die Drehbuchautorinnen und –autoren auch filmische Architekten, die mit ihrem handwerklichen Können und ihrer erzählerischen Präzision einen entscheidenden Anteil am Gelingen eines Films haben.“

 

Sebastian Andrae, geschäftsführender Vorstand des VDD und Moderator der Preisverleihung ergänzt: „Mit ‚Meinen Hass bekommt ihr nicht’ hat die Jury ein Drehbuch ausgezeichnet, das auf traurige Weise nicht besser in diese Tage passen könnte. Die Frage, ob man überhaupt politische Filme schreiben und drehen kann, ohne dass die Gefahr besteht, dass sie vom Zeitgeschehen überholt werden würden, stellt sich offenbar nicht mehr. Wer gesellschaftlich relevanten Kinofilm will, Drehbücher mit Haltung, muss die Autorinnen und Autoren stärken. Der Deutsche Drehbuchpreis, der unsere Leidenschaft für das Kino feiert, ist ein guter Ausdruck dafür.“

 

Die Preisverleihung und der anschließende Empfang in der Landesvertretung Rheinland-Pfalz waren mit mehr als 800 Gästen, davon die meisten Autorinnen und Autoren, ausgebucht.

 

Die Berliner Sängerin und Songwriterin Masha Qrella und Band begleiteten die Verleihung musikalisch mit einer Verbindung aus Indie-Pop und Gedichten von Thomas Brasch.

 

Die Veranstaltung ist eine Kooperation zwischen dem Verband Deutscher Drehbuchautoren, der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM), dem Krimifestival TATORT EIFEL und der Landesvertretung Rheinland-Pfalz sowie Audible, dem führenden Produzenten und Anbieter von Hörbüchern, Hörspielen und Podcasts.

 

Pressekontakt:

Kristian Müller,

SteinbrennerMüller Kommunikation,

mail@steinbrennermueller.de, 030 47372192

 

Über den Verband Deutscher Drehbuchautoren:

Der VDD vertritt die Interessen der Drehbuchautoren gegenüber den Sendern, der

Filmförderung, der Branche sowie Öffentlichkeit und Politik – national wie international. Der VDD verhandelt gemeinsame Vergütungsregeln mit den Sendern und Produzenten und setzt sich ein für verbesserte (urheber-) rechtliche Rahmenbedingungen, für eine effektive Filmförderung, für einen Paradigmenwechsel in der Stoffentwicklung für Kino und TV, für mehr Einfluss der Autoren auch in der Realisierungsphase ihrer Werke. Kostenlose Rechtsberatung, Honorarempfehlungen und ein weites Netzwerk in der Branche sind weitere Vorteile, von denen Mitglieder, aber auch Sender, Produzenten und Politiker profitieren.

 

www.drehbuchautoren.de

www.facebook.com/vdd.drehbuch

twitter.com/vdd_drehbuch

 

kinofüralle.de – barrierefreies Kinoprogramm

Pünktlich zur Berlinale startet das barrierefreie Kinoprogramm auf www.kinofüralle.de. Der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband e.V. (DBSV) bietet auf dieser Plattform umfassende Informationen zu barrierefreien Filmen und Kinos.

Barrierefreie Filmfassungen verfügen über Bildbeschreibungen, die „Audiodeskription“ (AD) genannt werden, und Weiterlesen

Vertrauensstelle Themis veröffentlicht erste Studie

Welche Rolle spielen Grenzen im zwischenmenschlichen und professionellen Umgang in der Film-, Fernseh- und Bühnenbranche? Welche Erfahrungen machen Kulturschaffende mit Grenzverletzungen und Belästigung, wie reagieren sie darauf? Welche Hürden und Befürchtungen hindern sie daran, Unterstützung zu suchen und sich zu wehren? Weiterlesen

Erstmalig zwei Gilde-Jurys bei der Berlinale 2020

Zum 31. Mal sendet der Arthouse-Kinoverband AG Kino – Gilde e.V. eine Jury aus engagierten Kinobetreiber*innen zum Wettbewerb der Berlinale. Zum ersten Mal wird es außerdem eine Jury des Arthouse-Verbands für die Sektion GENERATION 14+ geben.

 

Filme im Kino zu erleben! Dafür steht die Berlinale seit 70 Jahren. Arthouse-Kinobetreiber*innen auf der ganzen Welt bringen die Festivalfilme auf die große Leinwand und damit einem breiten Publikum näher. Seit über 30 Jahren vergibt eine Jury der AG Kino – Gilde e.V. den Gilde Filmpreis für den besten Film im Wettbewerb. In diesem Jahr übernimmt mit Petra Rockenfeller eine der renommiertesten Kinomacherinnen Deutschlands den Jury-Vorsitz. Ihr zur Seite stehen Christopher Bausch und Miriam Pfeiffer, die ebenfalls für ihre engagierte Kinoarbeit regelmäßig mit Spitzenpreisen ausgezeichnet werden.

 

Für den Vorsitzenden der AG Kino – Gilde, Christian Bräuer ist die enge Zusammenarbeit der Kinos mit der Berlinale ein wichtiges Anliegen. „Unsere Jurys und die damit verbundenen Filmpreise sind ein bedeutendes Bindeglied zwischen der Berlinale und den Filmkunstkinos,“ so Bräuer. „Unsere Mission ist es, die ausgezeichneten Werke auch nach dem Festival einem breiten Publikum auf der großen Leinwand zu präsentieren.“

 

Zum ersten Mal wird es in Zusammenarbeit mit der Berlinale auch eine Kino-Jury für die Sektion GENERATION 14+ geben, da dem Arthouse-Verband die Sichtbarkeit von Kinder- und Jugendfilmen jenseits der großen Hollywood Studios besonders am Herzen liegt.

 

„Wir Kinobetreiber sind die ‚Spürnase für unserer Publikum’“, so die diesjährige Jury-Vorsitzende und AG Kino–Vorstand Petra Rockenfeller aus Oberhausen. „Engagiertes Kino heißt Filmprogramm zu kuratieren und mit Filmvermittlung zu kombinieren, um durch das Filmerleben das Kino zu einem besonderen Kulturort zu machen.“ Die Berlinale sei die ideale Plattform, um diese Filme zu entdecken und die Gilde Filmpreise leisten einen Beitrag, um außergewöhnliche Filme in der Branche und beim Publikum vor Kinostart schon bekannter zu machen.

Die Jury für den Wettbewerb der Berlinale 2020 besteht aus:

 

Petra Rockenfeller (Lichtburg Filmpalast, Oberhausen), Vorsitzende

 

Miriam Pfeiffer (Kinobar Prager Frühling, Leipzig)

 

Christopher Bausch (Harmonie Kinos Frankfurt/M. und Casino Aschaffenburg)

 

Die Jury für die Sektion GENERATION 14+ 2020 besteht aus jungen Kinomitarbeiter*innen, die in ihren jeweiligen Häusern das Kinder- und Jugendfilmprogramm mit kuratieren und Aktionen rund um die Filmvermittlung koordinieren.

 

Nina Heise (Lichtburg Filmpalast, Oberhausen)

 

Marcel Danner (Yorck Kinogruppe, Berlin)

 

Anna Friederike Wittkowski (Lichtburg Filmpalast, Oberhausen)

 

 

Word up! Empfang des VDD und Deutscher Drehbuchpreis

Der Verband Deutscher Drehbuchautoren (VDD) lädt am ersten Freitag der Berlinale, in diesem Jahr am 21. Februar 2020, zusammen mit seinen Kooperationspartnern wieder zum Empfang in die Vertretung des Landes Rheinland Pfalz beim Bund. In schöner Tradition beginnt der Abend mit der feierlichen Verleihung des Deutschen Drehbuchpreises. Die Erzähltalente, Hoffnungsträger des deutschen Kinofilms – nirgendwo sonst stehen sie während der Festivalzeit im Fokus wie hier.

 

Feiern und Netzwerken: Über 600 Gäste aus der Filmbranche werden zum Empfang des VDD  erwartet, der sich  als zentrale Projektplattform etabliert hat.

 

Höhepunkt des Abends ist die Verleihung des Deutschen Drehbuchpreises. Überreicht wird die Goldene Lola von Prof. Monika Grütters, Staatsministerin für Kultur und Medien.

 

Moderiert wird die Preisverleihung wieder von Sebastian Andrae, Drehbuchautor, Serien-Creator (u. a. „Magda macht das schon“) und VDD-Vorstand.

 

Die Berliner Sängerin und Songwriterin Masha Qrella und Band begleiten die Verleihung musikalisch und verbinden dabei Indie-Pop mit Gedichten von Thomas Brasch.

 

Für den Deutschen Drehbuchpreis  sind nominiert:

 

„Fluchten“ von Ariane und Frank Zeller

 

„Sie glauben an Engel, Herr Drowak?” von Bettina Gundermann und Pascal Nothdurft

 

„Meinen Hass bekommt ihr nicht“ von Jan Braren, Marc Blöbaum und Kilian Riedhoff  (nach dem Roman „Vous n’aurez pa ma haine“ von Antoine Leiris)

 

Mit dem Deutschen Drehbuchpreis zeichnet die BKM herausragende Leistungen auf dem Gebiet der filmischen Erzählung aus. Er ist die wichtigste und höchstdotierte nationale Auszeichnung für Drehbuchautorinnen und -autoren. Mit der Nominierung ist eine Prämie von 5.000 Euro verbunden. Der Drehbuchpreis in Gold ist mit  10.000 Euro dotiert. Darüber hinaus ist es dem Preisträger auf Antrag möglich, über die Preisprämie hinaus Förderhilfen von bis zu 20.000 Euro für die Fortentwicklung des ausgezeichneten Drehbuchs zu erhalten.

 

In der Jury entschieden in diesem Jahr Jane Ainscough (Drehbuchautorin), Jens Becker (Drehbuchautor und Professor für Drehbuch, Filmuniversität Babelsberg), Florian Eichinger (Regisseur, Drehbuchautor und Filmproduzent), Eva Maria Fahmüller (Dramaturgin), Sven Poser (Drehbuchautor) und Heide Schwochow (Drehbuchautorin).

 

Die Veranstaltung ist eine Kooperation zwischen dem Verband Deutscher Drehbuchautoren mit der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM), dem Krimifestival TATORT EIFEL und der Landesvertretung Rheinland-Pfalz sowie Audible, dem führenden Produzenten und Anbieter von Hörbüchern, Hörspielen und Podcasts.

 

Über den Verband Deutscher Drehbuchautoren

Der VDD vertritt die Interessen der Drehbuchautoren gegenüber den Sendern, der Filmförderung, der Branche sowie Öffentlichkeit und Politik – national wie international. Der VDD verhandelt gemeinsame Vergütungsregeln mit den Sendern und Produzenten und setzt sich unter anderem aktiv für verbesserte (urheber)rechtliche Rahmenbedingungen ein, für eine effektive Filmförderung, für einen Paradigmenwechsel in der Stoffentwicklung für Kino und TV, für mehr Einfluss der Autoren auch in der Realisierungsphase ihrer Werke. Kostenlose Rechtsberatung, Honorarempfehlungen und ein weites Netzwerk in der Branche sind weitere Vorteile, von denen Mitglieder, aber auch Sender, Produzenten und Politiker profitieren.

 

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Arthouse-Charts 2019: Zuwächse bei Besuchern und Umsatz

Peter Farrellys GREEN BOOK führt die Arthouse-Charts 2019 an. Auf Platz zwei folgt knapp dahinter Caroline Links liebevoll gestaltete Verfilmung des gleichnamigen Buchs von Hape Kerkeling DER JUNGE MUSS AN DIE FRISCHE LUFT. Der Gewinner des Goldenen Löwen in Venedig, JOKER von Todd Phillips liegt an der dritten Stelle. Weiterlesen

Erster „ADele-Tag“ bringt herausragende Hörfilme ins Kino!

Erster „ADele-Tag“ bringt herausragende Hörfilme ins Kino!

 

Erstmals lädt der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband e. V. (DBSV) im Vorfeld der Preisverleihung des Deutschen Hörfilmpreises zum ADele-Tag ein. Am Samstag, 18. Januar 2020 bietet sich im Kino in der KulturBrauerei Berlin die Möglichkeit, fünf der für den Deutschen Hörfilmpreis 2020 nominierten Filme in barrierefreier Fassung auf der großen Leinwand zu erleben. Teilweise ist die Filmbeschreibung („Audiodeskription“ oder kurz „AD“ genannt) im Saal zu hören, teilweise wird sie über die App GRETA geliefert. Parallel wird auch eine Untertitelung angeboten. Am ADele-Tag können so gleich fünf herausragende Hörfilme mit AD und Untertiteln im Kino genossen werden.

Der ADele-Tag richtet sich an blinde, sehbehinderte und hörbehinderte Kinofans. Der Eintritt ist nach vorheriger Anmeldung (siehe unten) frei.

 

Das Programm:

ADele-Tag am 18. Januar 2020

im CineStar Kino in der KulturBrauerei Berlin (Schönhauser Allee 36, 10435 Berlin)

11.30 Uhr: Der König der Löwen – über App GRETA

14.00 Uhr: Crescendo #makemusicnotwar – offene AD und UT

16.00 Uhr: Ich war noch niemals in New York – über App GRETA

19.30 Uhr: Lara – offene AD und UT

21.30 Uhr: Nur eine Frau – über App GRETA

23.30 Uhr Ende der Veranstaltung

Änderungen vorbehalten

 

Und so geht’s / Wichtige Informationen:  Die Karten werden nach Anmeldung für den jeweiligen Film und nach Verfügbarkeit in Zusammenarbeit mit dem Allgemeinen Blinden- und Sehbehindertenverein Berlin gegr. 1874 e. V. vergeben. 

 

Wichtiger Hinweis: Auch Begleitpersonen benötigen eine Karte. Der Eintritt ist frei.

Bitte im Vorfeld die App GRETA und die jeweiligen Audiodeskriptionen bzw. Untertitel auf das Smartphone herunterladen und Kopfhörer mitbringen. 

Anmeldung: Tel.: 030 895 88-0, E-Mail: info@hoerfilm.info

 

Der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband e. V. (DBSV) verleiht seit 2002 jährlich in Berlin den Deutschen Hörfilmpreis. In Anlehnung an den Begriff Audiodeskription (AD) wird der Preis auch „ADele“ genannt. Bei der Verleihung am 17. März 2020 werden herausragende Hörfilm-Produktionen in den vier Kategorien Kino, TV, Dokumentation und Kinder-/Jugendfilm ausgezeichnet.

 

Der ADele-Tag findet mit freundlicher Unterstützung von Pfizer Deutschland statt. Der Deutsche Hörfilmpreis wird von der Aktion Mensch unterstützt. Hauptsponsoren sind Pfizer Deutschland und Novartis Pharma GmbH.

 

Weitere Informationen unter www.deutscher-hoerfilmpreis.de

16 Filme nominiert für den Deutschen Hörfilmpreis 2020!

Der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband e. V. (DBSV) hat heute die Nominierungen für die Verleihung des Deutschen Hörfilmpreises am 17. März 2020 bekannt gegeben. Der Preis, in Anlehnung an den Begriff Audiodeskription (AD) auch „ADele“ genannt, wird für herausragende Hörfilm-Produktionen in den vier Kategorien Kino, TV, Dokumentation und Kinder-/Jugendfilm verliehen.

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Freiwillige Selbstverpflichtung zur nachhaltigen Filmproduktion

Der Produzentenverband, kreatives und wirtschaftliches Netzwerk von mehr als 100 unabhängigen Filmproduzent*innen in Deutschland, nimmt sich der Thematik „nachhaltige Filmproduktion“ als eine der Kernaufgaben des Verbandes an.

 

Mitglieder des Verbands haben deshalb eine „Freiwillige Selbstverpflichtung zur nachhaltigen Filmproduktion durch Vermeidung, Reduktion und Kompensation“ mit proaktiven Maßnahmen verfasst. Weiterlesen

Open-Air Kinobetreiber nehmen Vermarktung in Angriff

Zwei im Open-Air-Kino-Bereich tätige Unternehmen haben sich zusammengetan, um die eigene Branche zu stärken: Die PAN GmbH aus Dresden, Veranstalter der Filmnächte am Elbufer, der Filmnächte Scheibenholz (Leipzig) und der Filmnächte Krabatmühle (Hoyerswerda), sowie die NEOVAUDE GmbH aus Dortmund, die hinter Projekten wie dem PSD Bank Kino im Westfalenpark steckt, haben zusammen den Vermarkter SUPER8 gegründet. 


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7. Urheberrechtskonferenz in Berlin

Mit einem Lied, eindrucksvoll vorgetragen von der international erfolgreichen beninisch-französischen Singer-Songwriterin Angélique Kidjo und Vize-Präsidentin der International Confederation of Societies of Authors and Composers (CISAC), des weltweit führenden Netzwerks von Autorengesellschaften, startete die 7. Urheberrechtskonferenz der Initiative Urheberrecht an diesem Montag in der Akademie der Künste Weiterlesen

1 Mio. Menschen erinnern, feiern und diskutieren

Heute klingt die stadtweite Festivalwoche „30 Jahre Friedliche Revolution – Mauerfall“ bei schönstem Herbstwetter aus. In den vergangenen sieben Tagen haben eine Million Menschen anlässlich des 30. Jubiläums der Friedlichen Revolution und des Mauerfalls die zahlreichen Angebote, sich zu erinnern, zu feiern, mitzumachen und zu diskutieren überaus rege angenommen, trotz des eher regnerischem Novemberwetters. Weiterlesen

Große Bühnenshow zu 30 Jahre Mauerfall

Die bereits auf Hochtouren laufende Festivalwoche „30 Jahre Friedliche Revolution – Mauerfall“ findet ihren Höhepunkt am 9. November mit einer Bühnenshow vor dem Brandenburger Tor, die das bedeutendste Ereignis der jüngeren Berliner, deutschen und europäischen Geschichte feiert: den Fall der Mauer. Die circa zweistündige crossmediale Inszenierung erzählt von einem Teil der deutschen Freiheitsgeschichte. Die Zuschauer*innen erwartet Weiterlesen

Aufbau der Kunstinstallation „Visions in Motion“

Heute stiegen die Botschaften der Kunstinstallation „Visions in Motion“am Brandenburger Tor in die Luft. Gemeinsam mit Moritz van Dülmen und Simone Leimbach, Geschäftsführer und Projektleiterin von Kulturprojekte Berlin gab der Künstler Patrick Shearn von Poetic Kinetics einen ersten Einblick der schwebenden Installation. Im Rahmen der Feierlichkeiten zum 30. Jubiläum der Friedlichen Revolution und des Mauerfalls werden Weiterlesen

EU-Urheberrechtsrichtlinie – und jetzt?

Am 11. November veranstaltet die Initiative Urheberrecht in der Akademie der Künste am Pariser Platz in Berlin ihre inzwischen siebte Konferenz zur Entwicklung und zu den Perspektiven des Urheberrechts und bietet damit wieder bundesweit das zentrale öffentliche Gesprächsforum zum Thema.

 

Hauptthema der Keynotes und der Diskussionen von und mit Urheber*innen aus verschiedenen künstlerischen Genres, der Politik sowie Expert*innen aus Rechtspraxis und Rechtswissenschaften und Vertreter*innen der Kulturwirtschaft wird die anstehende Umsetzung der EU-Urheberrechtsrichtlinie sein. Es geht aber auch um die konkreten Schritte, die vor allem die Akteur*innen der Kulturszene von Netz- und Urheberrechtspolitik in der Umsetzung der Richtlinie erwarten.

 

Prof. Dr. Gerhard Pfennig, Sprecher der Initiative Urheberrecht stellt in seinem Einführungsvortrag „Die Bedeutung der DSM-Richtlinie für die Urheber und Künstler“ dar: „ Diese Richtlinie eröffnet viele neue Möglichkeiten für kulturelle und wissenschaftliche Institutionen, die besseren und schnelleren Zugang zu Werken erwarten. Sie verändert grundlegend das Verhältnis von Nutzern der Plattformen zu Urhebern und Rechtsinhabern, denn sie entlastet die Nutzer und nimmt die Plattformen in die Pflicht, den Rechtserwerb zu regeln. Schließlich erleichtert sie die Rechtsverwaltung im Internet und schafft europaweit neue Regelungen für Verträge zwischen Urhebern, Künstlern und der Kulturwirtschaft. Wir wollen über diese Chancen reden, nicht alten Streit erneuern.“

 

Die Staatsministerin für Kultur und Medien Prof. Monika Grütters (MdB) hält die politische Hauptrede des Tages.

 

Sprechen wird auch die international erfolgreiche beninisch-französische Singer-Songwriterin Angélique Kidjo. Die Vize-Präsidentin der International Confederation of Societies of Authors and Composers (CISAC), des weltweit führenden Netzwerks von Autorengesellschaften, wird in ihrer Keynote den Blick der internationalen Künstlergemeinschaft auf das Thema Autorenrechte spiegeln und die Hoffnungen und Erwartungen, die global damit verbunden sind, beleuchten. Der Weltstar ist neben dem Engagement bei der CISAC auch Goodwill-Botschafterin für UNICEF und OXFAM und unterstützt mit ihrer eigenen Stiftung die Ausbildung von Mädchen in Afrika.

 

Mit einer weiteren Keynote ergänzt Bestseller-Autorin Nina George die europäische Sicht. Die Autorin kämpft neben ihrer international erfolgreichen künstlerischen Tätigkeit seit vielen Jahren für die Rechte ihrer Kolleginnen und Kollegen. Die aktuelle Präsidentin der European Writers’ Guild (EWC) gründete bereits 2011 die Initiative „Ja zum Urheberrecht“ und initiierte 2016 das Netzwerk Autorenrechte, dem sich inzwischen 12 Autorenverbände angeschlossen haben. Sie ist überdies in der Initiative Urheberrecht aktiv.

 

Diskussionsbeiträge liefern bei dieser Konferenz vor allem Urheber*innen, Künstler*innen und Vertreter*innen der Kulturwirtschaft, darunter die vielfach ausgezeichnete Jazzmusikerin und Komponistin Pat Appleton, der Schauspieler und Vorstand des Bundesverbands Schauspiel (BFFS) Hans Werner Meyer, Lena Falkenhagen, Bundesvorsitzende des Verbandes deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller, die Drehbuchautorin, Regisseurin und derzeitige Präsidentin der Federation of Screenwriters of Europe (FSE) Dr. Carolin Otto, Sylvia Willkomm vom Deutschen Museumsbund, die Verlegerin Dr. Susanne Schüssler sowie der Musiker und Komponist Dr. Ralf Weigand, u.a. Aufsichtsratsvorsitzender der GEMA.

 

Hochkarätige Wissenschaftler und Fachjuristen, darunter Prof. Dr. Bernd Holznagel, Universität Münster, Prof. Dr. Karl-Nikolaus Peifer, Universität Köln oder Rechtsanwalt Ralf Bolwin sowie Dr. Robert Staats von der VG Wort und Dr. Urban Pappi von der VG Bild-Kunst erläutern ihre Perspektiven für die Umsetzung der EU-Urheberrechtsrichtlinie in deutsches Recht und erörtern medienpolitische und verfassungsrechtliche Aspekte der Werknutzung auf Plattformen.

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien in Hamburg, blickt auf die politischen Implikationen des Themas und spricht zu den politischen Herausforderungen rund um die Sicherung des Rechtsrahmens für Urheber*innen.

 

Das vollständige Konferenzprogramm und Informationen zu allen Referenten finden Sie unter https://2019.konferenz-urheberrecht.de/

 

Über die Initiative Urheberrecht:

In der Initiative Urheberrecht arbeiten über 35 deutsche Verbände und Gewerkschaften zusammen, die die Interessen von insgesamt rund 140.000 deutschen Urheber*innen und ausübenden Künstler*innen vertreten.

 

„30 Jahre Friedliche Revolution – Mauerfall“

Anlässlich des 30. Jubiläums der Friedlichen Revolution und des Mauerfalls lädt Berlin vom 4. bis zum 10. November mit einer stadtweiten Festivalwoche ein, sich zu erinnern, zu feiern, mitzumachen und zu diskutieren. An sieben Originalschauplätzen der Friedlichen Revolution verwandelt sich Berlin sieben Tage lang in ein großes Open-Air-Ausstellungs- und Veranstaltungsgelände.

Mit über 200 Veranstaltungen, sieben Open-Air-Ausstellungen, 3D-Videoprojektionen an Häuserfassaden, 30.000 im Himmel schwebenden Botschaften als Teil einer Kunstinstallation,Augmented Reality-Projekten sowie der Bühnenshow am Abend des 9. November am Brandenburger Tor erinnern die Feierlichkeiten auf vielfältigste Weise an die Menschen, die 1989 in der DDR der SED-Diktatur mutig die Stirn boten, auf die Straße gingen und mit einer friedlichen Revolution die Mauer zu Fall brachten. Zugleich gedenken sie der Opfer des tödlichen Grenzregimes und aller anderen Opfer der kommunistischen Diktatur.  

 

Klaus Lederer, Senator für Kultur und Europa: „Es ist sehr beeindruckend, dass so viele und vor allem so unterschiedliche Akteur*innen der Berliner Kulturszene sich an dem umfangreichen Programm der Berliner Festivalwoche beteiligen. Von der subversiven DDR-Punkband bis zur ehrwürdigen Staatskapelle ist nicht nur ein überaus spannendes Programm entstanden, sondern auch eines, was sich durch eine Vielfalt an Stimmen und eine Vielfalt an Themen auszeichnet. Ich freue mich auf eine spannende Festivalwoche für ein breites Publikum in der ganzen Stadt!“


Die Festivalwoche steht ganz im Zeichen der vielfältigen Auseinandersetzung mit den Ereignissen von 1989/90, die Bühnenshow am 9. November vor dem Brandenburger Tor feiert das bedeutendste Ereignis der jüngeren Berliner, deutschen und europäischen Geschichte: den Fall der Mauer. Engagierte Menschen von damals und heute gestalten die circa zweistündige crossmediale Inszenierung, welche musikalische Acts, Schauspiel- und Lichtperformances und einGespräch mit Bürgerrechtler*innen zu einer Erzählung über einen Teil der deutschen Freiheitsgeschichte verbindet. Eröffnet wird die Bühnenshow mit einer Begrüßung des Regierenden Bürgermeisters von Berlin Michael Müller, gefolgt von Ansprachen des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier sowie Marianne Birthler, Bürgerrechtlerin und ehemaligen Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik.

 

Die Staatskapelle Berlin unter der Leitung von Daniel Barenboim, Anna Loos, Trettmann, Dirk Michaelis, Zugezogen Maskulin und Die Zöllner sind die Musik-Künstler*innen, die vor einem imposanten Videodome als zentraler Projektionsfläche auftreten. Die Bühnenshow unter der Regie von Sven Sören Beyer vom Berliner Künstlernetzwerk phase7 performing.arts wird von WestBam mit einer After-Show-Party in die Europäische Clubnacht hinübergeleitet, die in 27 Berliner und in 27 europäischen Clubs stattfindet.

 

„2014 haben wir bei unserer LICHTGRENZE den Schwerpunkt auf die Teilung Berlins und die Überwindung der Mauer gelegt. Dieses Jahr wollen wir den Blick erweitern und auf die Orte der Protestbewegungen und Demonstrationen, auf die Schauplätze der Friedlichen Revolution lenken. Genau dort feiern wir gemeinsam den Mut der Menschen und ihren Einsatz für Demokratie, Freiheit und Menschenrechte. Das machen wir mit 200 Veranstaltungen und Ausstellungen an 7 Tagen an 7 Orten in ganz Berlin – mit einem großen gemeinsamen Höhepunkt am 9. November am Brandenburger Tor“,so Moritz van Dülmen, der als Geschäftsführer der Kulturprojekte Berlin GmbH nach 2009 und 2014 wieder die Feierlichkeiten für den Berliner Senat verantwortet.

 

Bewegt vom Wind, werden ab dem 4. November am Brandenburger Tor 30.000 Wünsche, Hoffnungen und Ideen auf Bändern von 30.000 Menschen als Teil der Kunstinstallation „Visions in Motion“ von Patrick Shearn, Poetic Kinetics,über der Straße des 17. Juni schweben. In Anlehnung an die Transparente, die bei den Demonstrationen der Friedlichen Revolution getragen wurden, setzten sich Zehntausende in den vergangenen Monaten bei Workshops, Veranstaltungen und Aktionen in Schulen, Kirchen, auf der Straße wie auf Festivals mit dem Thema auseinander und hinterließen unter der Überschrift „Deine Vision im Himmel über Berlin“ ihre Botschaften. Aus den teils reflektierenden, verschiedenfarbigen Bändern entsteht die handgefertigte Kunstinstallation, ein sogenanntes Skynet im typischen Stil des Künstlers, welches sich scheinbar schwerelos vom Lindenrondell aus rund 150 Meter weit auf der Straße des 17. Juni in den Himmel spannt. In seiner rechteckigen Form ist die Installation an die ehemalige Mauer angelehnt, dabei aber durchlässig und ständig in Bewegung.

 

Sieben Open-Air-Ausstellungen beleuchten an der Gethsemanekirche, dem Alexanderplatz, dem Brandenburger Tor, dem Kurfürstendamm, der Stasi-Zentrale, dem Schlossplatz und der East Side Gallery die Ereignisse von 1989/90 an originalen Schauplätzen der Friedlichen Revolution und liefern zugleich das thematische Fundament für die künstlerische Auseinandersetzung in Form von großflächigen
3D-Videoprojektionen.

 

Täglich nach Einbruch der Dunkelheit versetzen historische Filmaufnahmen kombiniert mit eindrucksvollen Licht- und Soundeffekten die Besucher*innen in die Atmosphäre der Jahre 1989 und 1990. So macht etwa die 15-minütige Story auf dem Alexanderplatz am Alexanderhaus die Forderungen Hunderttausender Demonstrant*innen erlebbar, die hier am 4. November 1989 selbstbewusst der SED-Führung entgegen traten. Am Humboldt Forum wird die historische Fassade des ehemaligen Palasts der Republik wieder sichtbar und die wichtigen Stationen und Ereignisse auf dem Weg zu einer demokratischen DDR beleuchtet. Über 200 Veranstaltungen greifen unterschiedlichste Themenschwerpunkte auf und schlagen die Brücke in die Gegenwart – vom Punkrock-Konzert in der Stasi-Zentrale, Poetry Slams an der East Side Gallery über Zeitzeug*innengespräche am Breitscheidplatz bis zu Theaterperformances auf dem Alexanderplatz.

 

Besucher*innen können mit der Augmented-Reality-App MauAR und den Augmented-Reality-Stories via Facebook Messenger virtuell in die Geschichte eintauchen. So beantwortet die App MauAR zum Beispiel die Frage „Wo stand die Mauer?“, indem sie die Berliner Mauer auf ihrer einstigen Länge von etwa 160 Kilometern visualisiert, und in interaktiven Geschichten vom Leben mit der Mauer in Ost und West erzählt. In fünf Sonder-Episoden werden darüber hinaus anlässlich der Festivalwoche die Geschehnisse der Friedlichen Revolution an Originalschauplätzen nacherzählt. An allen Festivalorten gibt es zudem die Möglichkeit über 30 Augmented-Reality-Storys zu erleben, die in Kooperation mit Facebook und ZDF digital entwickelt wurden. Nach dem Scannen des QR-Codes per Facebook Messenger begleitet man dort unter anderem „Mauerspechte“ am Brandenburger Tor.

 

Ein Gesamtprojekt der Kulturprojekte Berlin GmbH im Auftrag der Senatsverwaltung für Kultur und Europa. In Kooperation mit dem Berliner Beauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, der Stiftung Berliner Mauer, der Robert-Havemann-Gesellschaft und vielen weiteren Partner*innen, gefördert von der Senatsverwaltung für Kultur und Europa sowie unterstützt von H&M und der Berliner Sparkasse. Außerdem: Wall GmbH und STRÖER, Stromnetz Berlin GmbH und Berliner Wasserbetriebe.

 

Neue Führungsspitze bei Talpa Germany Fiction

Seit 1. Oktober leiten die Produzenten Joke Kromschröder und Jonas Baur die Talpa Germany Fiction. Sie werden gemeinsam die fiktionale Tochterfirma der Talpa Germany in die Zukunft führen. Dabei setzen die beiden erfahrenen Fernsehmacher auch weiterhin auf außergewöhnliche Programmfarben und Innovationen in den Development-Prozessen.

 

Karsten Roeder, Geschäftsführer von Talpa Germany und Talpa Germany Fiction zum neuen Führungsteam. „Ich freue mich sehr, die Verantwortung für unsere fiktionalen Projekte in die Hände von Joke und Jonas zu legen. Mit ihrer Erfahrung und Kreativität werden wir in diesem Bereich auch weiterhin überraschend und erfolgreich sein.“

 

Jonas Baur: „Ich durfte den besonderen Spirit der Talpa schon in der Zusammenarbeit der letzten Monate kennenlernen. Der enge Austausch unter Kolleginnen und Kollegen, die ständige Suche nach dem Besonderen, die große Produktionserfahrung – das ist das perfekte Klima für Jokes und meine Ideen.“

 

Joke Kromschröder: „Unter dem Schirm der weltweit agierenden Talpa Global fühle ich mich außerordentlich wohl. Hier werden Jonas und mir Freiräume geboten, die in der Produktionslandschaft einzigartig sind, die es uns erlauben, unverwechselbare Programme zu gestalten. Programme, die den Zuschauer abholen, ihn fesseln, ihn zum lachen, zum weinen bringen – die ihn einfach ernst nehmen.“

 

Die Talpa Germany Fiction GmbH ist eine hundertprozentige Tochter der Talpa Germany GmbH & Co. KG, eine der führenden Entertainmentproduzenten in Deutschland. Zum Portfolio zählen u.a. „The Voice of Germany“ (ProSiebenSat.1), „Paradise Hotel“ (TVnow) oder „Mit 80 Jahren um die Welt“ (ZDF). Seit 2016 produziert das Unternehmen für den deutschen Markt erfolgreich fiktionale Programme, darunter Formate wie die RTL-Serie „Jenny – echt gerecht!“, „Milk & Honey“ für Vox oder die u.a. mit dem Deutschen Fernsehpreis ausgezeichnete Kultserie „Jerks“.

 

Joke Kromschröder wechselte im Frühjahr 2019 von der Saxonia Media, wo er als Produzent der Erfolgsserie „In aller Freundschaft“ tätig war, zur Talpa. Zuvor war er unter anderem für die mecom fiction („Johanna und der Buschpilot“, „Paul Grüninger“ etc.) und die Monaco Film („Der Ermittler“, „Der Kriminalist“ etc.) als Produzent und Gesch.ftsführer tätig.

 

Jonas Baur, seit April 2018 bei Talpa dabei, hat seine beruflichen Wurzeln bei der UFA, unter anderem als Story Editor von „Verliebt in Berlin“. Zuletzt verantwortete er dort als Executive Producer u.a. den Aufbau der Light Fiction Abteilung. Bei Talpa betreute Jonas Baur die 2. Staffel der RTL Primetime-Serie „Jenny“ sowie den Mystery-Thriller „Schattenmoor“ für ProSieben.

Weydemann Bros. gewinnen beim Zürich Film Festival

Beim 15. Zürich Film Festival gewinnen die Weydemann Bros. Produktionen „Systemsprenger“ von Autorin und Regisseurin Nora Fingscheidt den Preis für den Besten Film im Wettbewerb ‚Fokus Deutschland, Österreich, Schweiz‘ und „Zu weit weg“ von Autorin Susanne Finken und Regisseurin Sarah Winkenstette den ‚Kinderjury-Preis‘ für den Besten Kinderfilm.

 

„Systemsprenger“ ist eine Produktion von kineo Filmproduktion und Weydemann Bros. in Koproduktion mit Oma Inge Film und ZDF Das kleine Fernsehspiel und unterstützt von der Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein, nordmedia, Medienboard Berlin-Brandenburg, Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, Kuratorium junger Deutscher Film und DFFF. Der Film ist offizieller deutscher Kandidat für die Oscars 2020, läuft seit 19. September deutschlandweit im Verleih von Port-au-Prince in den Kinos und konnte bereits über 175.000 Besucher begeistern.

 

„Zu weit weg“ ist eine Produktion von Weydemann Bros. in Koproduktion mit Orange Roughy Filmproduktion und NDR und unterstützt von der Film- und Medienstiftung NRW, der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, Kuratorium junger Deutscher Film, Creative Europe und DFFF. Der Film wird seine Deutschlandpremiere am 11. Oktober beim Kinderfilmfestival Schlingel feiern und am 12. März 2020 im Verleih von Farbfilm in den deutschen Kinos starten.

 

Die Produktionsfirma Weydemann Bros. feierte in diesem Jahr bereits eine Reihe internationaler Festivalerfolge: „Systemsprenger“ wurde mit dem Silbernen Bär ‚Alfred-Bauer-Preis‘ im Wettbewerb der Berlinale ausgezeichnet und gewann insgesamt bereits über 20 Preise auf nationalen und internationalen Festivals. Beim Internationalen Filmfestival in Cannes standen die Weydemann Bros. als ‚Producers to Watch 2019’ des internationalen Kinomagazins Variety im Augenmerk der weltweiten Filmbranche. Beim Molodist Filmfestival in Kiew gewann „Zu weit weg“ den Preis für den Besten Kinderfilm. Darüber hinaus feierten 2019 die Weydemann Bros.-Produktionen „Prélude“ (Filmfest München) von Sabrina Sarabi und „Der Geburtstag“ (Filmfestival Shanghai) von Carlos A. Morelli ihre Premieren.

 

Jakob Weydemann: „Wir freuen uns sehr, dass unsere Filme „Systemsprenger“ und „Zu weit weg“ sowohl die Erwachsenen-Jury als auch die Kinder-Jury begeistern konnten, das ist eine fantastische Bestätigung der Bandbreite unserer Arbeit. Das Filmfestival in Zürich gewinnt nach unserer Wahrnehmung eine immer bedeutendere Rolle unter den großen Festivals weltweit, weshalb uns die Auszeichnung mit gleich zwei Preisen für zwei Filme besonders glücklich macht. Wir gratulieren allen Beteiligten zu diesem Erfolg.“

FKM Leipzig erfolgreich zu Ende gegangen

Die inzwischen 19. Filmkunstmesse Leipzig ist heute, erneut mit einem Besucherrekord, zu Ende gegangen. Den insgesamt über 1.150 Fachbesuchern wurde seit Montag ein hochkarätiges und vielfältiges Filmprogramm geboten. Insgesamt waren 73 Filme in über  150 Vorstellungen zu sehen, darunter als Eröffnungsfilm Richard Linklaters BERNADETTE mit Cate Blanchett in der Titelrolle, Robert Eggers DER LEUCHTTURM mit Willem Dafoe und Robert Pattinson oder SORRY WE MISSED YOU von Ken Loach. Auch der deutsche Film präsentierte sich mit lang erwarteten Highlights. So musste für die Vorführung von Jan-Ole Gersters LARA aufgrund des Andrangs ein weiterer Saal zur Verfügung gestellt werden. Erstmalig auf der großen Leinwand liefen zudem das Filmmusical ICH WAR NOCH NIEMALS IN NEW YORK von Philipp Stölzl und das Biopic LINDENBERG! MACH DEIN DING von Hermine Huntgeburth 

Im Rahmen der 1. Kinotage Leipzig waren über 20 der Filme, die in Deutschland noch nicht in den Kinos gestartet sind, auch für die filminteressierte Öffentlichkeit zugänglich. Fast 2.000 LeipzigerInnen und ihre Gäste nutzten die Gelegenheit, jeden Abend exklusive Filmpremieren, zum Teil in Anwesenheit der Regisseure und ihrer Stars, wie Jan-Ole Gerster, Corinna Harfouch und Tom Schilling (LARA), Max Simonischek (ZWINGLI) oder Daniel Donskoy (CRESECENDO #makemusicnotwar) zu erleben.

 

Für die Branche ist die Filmkunstmesse Leipzig immer auch Forum der Begegnung und des Austauschs. So warb Ulrich Matthes, Schauspieler und Präsident der Deutschen Filmakademie in seiner eindrücklichen Keynote beim politischen Panel der 19. Filmkunstmesse Leipzig für das Kino: „Kinos sind Schulen der Empathie“.  In der anschließenden Diskussion mit Simone Baumann, German Films, Mariette Rissenbeek, Berlinale, Paul Steinschulte, Universal, Jan Ole Püschel, BKM, und Christian Bräuer, AG Kino,  betonten alle, sich in politisch durchaus schwierigen Zeiten für eine Stärkung des Kulturortes Kino einzusetzen und damit auch einen Beitrag für eine offene Gesellschaft zu leisten.

 

Die AG Kino – Gilde als Veranstalter hatte neben den Filmvorführungen auch wieder ein umfangreiches Seminar- und Workshopprogramm erarbeitet. Die Themen reichten von Angeboten für Kinder und Jugendliche im Kino über die bessere Vernetzung untereinander und mit den Verleihern bis hin zu allen Aspekten des Marketings. Gerade im Bereich der digitalen Kundenkommunikation und beim Thema Klimaschutz und Nachhaltigkeit machten die Kinos ihre Innovationskraft deutlich. Das Abschlussseminar zum Projekt „Kino:Natürlich!“, das vom Bundesumweltamt gefördert wird, zeigte, wie Kinos ganz praktisch Maßnahmen zum Umweltschutz umsetzen können. Auch die Filmkunstmesse selbst wurde mit einer Reihe von Maßnahmen nachhaltiger und umweltfreundlicher.

 

Bei allen Gesprächen und Filmvorführungen sorgen die Rahmenveranstaltungen bei der Filmkunstmesse immer auch für zahlreiche Networking-Gelegenheiten. So bei der Verleihung der MDM-Kinoprogrammpreise am Dienstag, dem Empfang der Verleiher am Mittwoch oder bei der 42. Verleihung der Gilde Filmpreise am Donnerstag. Dort ging der Preis in der Kategorie „Bester Film national“ an Jan-Ole Gersters Film LARA. Der Regisseur nahm die Auszeichnung gemeinsam mit den Hauptdarstellern Corinna Harfouch und Tom Schilling sowie dem Verleiherteam von StudioCanal und Produzent Marcos Kantis persönlich entgegen.

Die nächste Filmkunstmesse Leipzig findet vom 14. bis 18. September 2020 statt.

LARA und PARASITE unter den Gewinnern des Gilde Filmpreises

Seit 1977 vergeben die deutschen Filmkunsttheater den Gilde Filmpreis. Mit dieser traditionsreichen Auszeichnung wollen sich die Kinobetreiber bei den Filmschaffenden und Verleihern bedanken, die mit außergewöhnlichen Produktionen und packenden Geschichten die Zuschauer begeistern. Der Gilde Filmpreis 2019 wurde im Rahmen der 19. Filmkunstmesse Leipzig im Täubchenthal verliehen. Die Jury besteht aus Mitgliedern und dem Vorstand der AG Kino – Gilde.
 
Als Bester Spielfilm international wurde der Eröffnungsfilm der 1. Kinotage Leipzig ausgezeichnet, das Premierenfestival im Rahmen der Filmkunstmesse Leipzig. PARASITE von Bong Joon-Ho ist, so Kinobetreiber und Jurymitglied Matthias Elwardt in seiner Laudatio, „alles: Politisch und unterhaltsam, klug und überraschend, böse und lustig. Eine Geschichte aus einem fernen Land , die aber auch in Leipzig spielen könnte. Eine großartige Kinoerfahrung, die unser Publikum begeistern wird.“
 
Der Preis in der Kategorie „national“ ging an LARA von Jan-Ole Gerster. Der Regisseur nahm den Preis selbst und in Begleitung der Hauptdarsteller des Films Corinna Harfouch und Tom Schilling entgegen, die ihren Film zuvor in den Passage Kinos dem begeisterten Leipziger Publikum im Rahmen der 1. Kinotage Leipzig vorgestellt hatten.
 
Als Gewinner des besten Dokumentarfilms wurde ANDERSWO – ALLEIN IN AFRIKA von Anselm Pahnke von den Kinobetreibern geehrt. Ein Film über Anselms abenteuerliche Fahrradtour von 15.000 Kilometern durch 15 Länder in 414 Tagen. Der Filmemacher nahm den Preis persönlich entgegen.

Die Auszeichnung für den Besten Kinderfilm ging an MEIN LOTTALEBEN – ALLES BINGO MIT FLAMINGO von Neele Leana Vollmar.

 

Bester Jugendfilm wurde BOOKSMART von Olivia Wilde. Mit dieser Auszeichnung sollen Filme geehrt werden, die besonders junge Menschen im Alter von 16 – 24 Jahren ansprechen und so einen wichtigen Beitrag dazu leisten, diese Zielgruppe fürs Kino zu begeistern.

 

Den Preis der Jugendjury (in Zusammenarbeit mit der Filmbewertung FBW und dotiert mit 2.000 Euro) erhielt FOR SAMA von WAAD AL-KATEAB, die in einer Langzeitdokumentation ihr Leben im bürgerkriegszerstörten Aleppo festhielt.
 
Den Publikumspreis der Filmkunstmesse gestiftet von ARRI Media erhielt JENSEITS DES SICHTBAREN – HILMA AF KLIMT von Salina Dyrschka. Das Biopic über die Künstlerin, die 100 Jahre vor Kandinsky oder Mondrian bereits über 1.000 abstrakte Kunstwerke schuf, begeisterte das Leipziger Publikum so sehr, dass der Film von den Zuschauern ausschließlich die Bestnote erhielt und so am Ende die Publikumswertung gewann.
 
Schließlich zeichneten die in der AG Kino – Gilde Deutscher Filmkunsttheater organisierten Kinobetreiber den ehemaligen Direktor der Internationalen Filmfestspiele Berlin, Dieter Kosslick, mit dem Ehrenpreis des Gilde Filmpreises für seine Verdienste um das Arthouse Kino aus. Er ist nach Bernd Neumann, Detlef Roßmann und Adrian Kutter der vierte Ehrenpreisträger des Gilde Filmpreises. Christian Bräuer, Vorstand der AG Info – Gilde hielt die Laudatio.

 

Die Verleihung der Gilde Filmpreise vor über 500 Gästen aus der Filmwelt ist der traditionelle Höhepunkt der jährlichen Filmkunstmesse Leipzig, die in diesem Jahr mit über 1.100 Akkreditierten, Kinobetreiber*innen, Verleiher*innen, Produzent*innen und andere Branchenteilnehmer*innen, noch einmal kräftig zulegte.

 

Gershon-Klein-Filmpreise stehen fest

Die Preisträger*innen der im Rahmen des gestern zu Ende gegangenen Jüdischen Filmfestivals Berlin & Brandenburg (JFBB) vergebenen Gershon-Klein-Filmpreise stehen fest: FIG TREE wurde mit dem Preis „Beste Regie Spielfilm“ (3.000 Euro), M mit „Beste Regie Dokumentarfilm“ (2.000 Euro) und CRESCENDO #Makemusicnotwar mit der „Empfehlung für den besten deutschen Film mit jüdischer Thematik“ (2.000 Euro) ausgezeichnet. Die mit insgesamt 7.000 € dotieren Preise werden traditionell von der Familie Klein gestiftet.

 

Die Kritikerinnenjury des 25. Jüdischen Filmfestivals Berlin & Brandenburg, die in diesem Jahr aus den renommierten Filmjournalistinnen Hannah Pilarczyk, Kira Taszman und Jenny Zylka sowie Marlyn Vinig bestand, vergab die Auszeichnung „Beste Regie Spielfilm“ an die israelische Regisseurin Aäläm-Wärqe Davidian für ihren Film FIG TREE.

 

Aus ihrer Begründung: „Bereits mit ihrem Debütfilm erweist sich Aäläm-Wärqe Davidian als vollendete Erzählerin, der es gelingt, Liebesgeschichte, Coming-of-Age und die Schrecken des äthiopischen Bürgerkriegs auszubalancieren. FIG TREE ist ein ebenso politischer wie poetischer Film – und zutiefst persönlich.“

 

Die Radio Eins Hörerjury vergab den Preis für die „Beste Regie Dokumentarfilm“ an den Film M von Regisseurin Yolande Zaubermann.

 

Aus der Begründung: „Yolande Zaubermann nimmt uns mit ihrem dichten Porträt des jungen israelischen Schauspielers und Kantors ‚M’ (Menachem Lang) auf eine hochemotionale filmische Reise direkt in das Herz der Finsternis, deren Intensität an manchen Stellen kaum aushaltbar erscheint…. Wir werden Zeuge zahlreicher intimster Gespräche über Vergewaltigungen im Kindesalter. (…) Man merkt, dass Menachem in der Musik und der Spiritualität zu Hause ist, obwohl er glaubte, diese Welt für immer verlassen zu haben. (…) Offenheit und Reden helfen. Reformen helfen. Ein optimistischer Film!

 

Die Empfehlung für den besten deutschen Film mit jüdischer Thematik hat das diesjährige Ehrengremium, die Rabbinerin Gesa Ederberg und der Rabbiner Nils Ederberg. für den von Alice Brauner produzierten Film CRESCENDO #Makemusicnotwar von Dror Zahavi ausgesprochen. Mit dem Film eröffnete auch die diesjährige Jubiläums-Ausgabe des JFBB.

 

Nicola Galliner, Leiterin und Gründerin des JFBB: „Mein ausdrücklicher Dank geht an die Jurys, die eine auch aus meiner Sicht ausgezeichnete Wahl getroffen haben. Wir haben eine mitreißende Jubiläumsausgabe des Festivals gefeiert, mit zahlreichen Gästen, die die Vorführungen mit Filmgesprächen ungemein bereicherten. 25 Jahre sind rum, 2020 geht es los mit den nächsten 25 Jahren. Ich freue mich drauf!“

 

Gewidmet sind die Preise dem 1999 im Alter von 79 Jahren verstorbenen Gerhard Klein. In Berlin war Klein eine „Kinolegende“. Das Zehlendorfer Filmkunstkino Capitol Dahlem ist seine Schöpfung und wurde nach seiner Gründung 1956 drei Jahrzehnte lang zu einer Institution mitten im West-Berliner Studentenviertel. Als Kinderdarsteller hatte Klein, aus einer gutbürgerlichen jüdischen Berliner Familie stammend, selbst vor der Kamera und auf der Bühne gestanden. Er war u.a. der Professor in Erich Kästners Bühnenfassung von Emil und die Detektive und spielte in Max Ophüls’ erstem Tonfilm Dann schon lieber Lebertran eine Hauptrolle. 1933 traf ihn das Berufsverbot der Nazis. 1939 gelang ihm die Flucht nach Palästina, wo er in einem Kibbuz arbeitete und das noch heute bestehende avantgardistische Teatron Kameri in Tel Aviv mitbegründete. Seine Eltern sah er nie wieder. 1952 kehrte Klein nach Deutschland zurück. Für seine anspruchsvolle Programmgestaltung im Capitol Dahlem erhielt er mehrere Auszeichnungen u.a. das Bundesverdienstkreuz am Bande.

 

Vom 8. – 17. September lud das JFBB zum runden Geburtstag: Das größte Forum für den jüdischen und israelischen Film in Deutschland feierte in diesem Jahr unter dem Motto CELEBRATION sein 25-jähriges Jubiläum. Im Jahr 1995 startete das Festival mit acht Filmen, heute im Jahr 2019 präsentierte sich das JFBB mit über 50 Filmen aus 14 Ländern und fast 60 Gästen größer und vielfältiger als zuvor und erlaubte erneut einen filmischen Einblick in die Vielfalt und Diversität jüdischen Lebens auf der ganzen Welt.

Zum Jubiläum erschien auch das Buch CELEBRATION – 25 Jahre Jüdisches Filmfestival Berlin & Brandenburg. Darin lassen Wegbegleiter*innen die Festivalgeschichte Revue passieren. Filmwissenschaftler*innen und –kritiker*innen befassen sich mit einzelnen Filmen und ihrem Beitrag zur Filmgeschichte und untersuchen vielfältige Aspekte des jüdischen Filmschaffens. Denn auch nach 25 Jahren bleibt die Frage aktuell, die schon bei Gründung des Festivals im Raum stand: Was macht einen Film jüdisch?
Dt. / Eng., Hardcover, 352 Seiten, 24,00 €, ISBN: 978-3-95808-239-7

Das komplette Festivalprogramm des JFBB finden Sie online unter: www.jfbb.de

Folgen Sie dem JFBB auf Facebook: www.facebook.com/jffberlin

Foto: Camino Filmverleih

M100 setzt ein Zeichen gegen den Brexit

Nicola Sturgeon erhält M100 Media Award. Mit der festlichen Verleihung des M100 Media Award an Nicola Sturgeon, Erste Ministerin Schottlands, ist heute Abend die internationale Medienkonferenz M100 Sanssouci Colloquium in der Orangerie von Potsdam glanzvoll zu Ende gegangen. Potsdams Oberbürgermeister und M100-Beiratsvorsitzender Mike Schubert überreichte Nicola Sturgeon die renommierte Auszeichnung. Die Erste Ministerin erhielt den M100 Media Award für ihr leidenschaftliches Eintreten gegen den Brexit und ihr Engagement für den Zusammenhalt der Europäischen Union.

 

Die politische Hauptrede des Abends hielt Bundestagspräsident Dr. Wolfgang Schäuble. Er unterstrich die Wichtigkeit, Europa als identitätsstiftendes Gemeinschaftsprojekt sichtbar und begreifbar zu machen, in der gleichzeitig Raum bliebe für das jeweils mitgebrachte Selbstgefühl der Einzelstaaten. „Es braucht am Ende eine europäische Öffentlichkeit, die im Spannungsverhältnis von Einheit und Vielfalt beides ermöglicht: der Vielfalt Raum zu geben und dennoch einen Fokus auf das Gemeinsame zu ermöglichen.“ Schäuble betonte weiter, dass er davon überzeugt sei, dass die Zukunft von einer Generation gestaltet werden würde, die europäischer und kosmopolitischer sei als alle vorherigen.

 

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet hob in seiner Laudatio hervor: „Nicola Sturgeon steht für ein Europa, das seinen Bürgerinnen und Bürgern nützt und Sicherheit in einer unruhigen Welt verschafft, weil unsere Länder zusammenarbeiten. Nicola Sturgeon steht dafür mit ihrer klaren Haltung und ihrem unermüdlichen pro-europäischen Engagement.“ Der M100 Media Award sei daher, so Laschet, nicht nur ein Zeichen der Dankbarkeit und Anerkennung für ihren Einsatz für Europa, sondern auch ein Versprechen für die Zukunft: „Wir werden auch nach dem Brexit eng und vertrauensvoll zusammenarbeiten.“

 

In ihrer Dankesrede unterstrich Nicola Sturgeon die Stärken der europäischen Gemeinschaft in den zurückliegenden Jahren: „Sei es in der Stärkung des Handels, des Umwelt- und Verbraucherschutzes und der Arbeitnehmerrechte – was die EU erreicht hat, ist beeindruckend. Natürlich müssen wir uns den Defiziten der EU stellen, aber viel mehr noch können wir ihre Erfolge feiern. Und wir sollten immer daran erinnern, dass die EU vor allem ein Friedensprojekt ist.“ Die Erste Ministerin betonte insbesondere die Vorbildfunktion der EU in Sachen Kooperation und Solidarität in einer Zeit, in der die internationale Ordnung bedroht sei: „In einer Zeit, in der Stimmen der Intoleranz und des Protektionismus auf dem Vormarsch sind, scheinen so fundamentale Werte wie friedliches und demokratisches Zusammenwirken kostbarer und gleichzeitig zerbrechlicher denn je. Die Europäische Union ist nicht perfekt. Aber keine andere Organisation auf diesem Kontinent hat mehr für Wohlstand, Freiheit, Demokratie und Menschenrechte getan.“

 

M100-Erklärung

15 Jahre nach Gründung der Veranstaltung veröffentlicht der M100-Beirat angesichts anti-demokratischer Entwicklungen und der zunehmenden Einschränkung der Pressefreiheit in Europa erstmals eine „M100-Erklärung“. In sechs Punkten bezieht sie Stellung gegen die zunehmende Bedrohung der Pressefreit, gegen die gezielte Delegitimierung kritischer Medien und für den öffentlichen Diskurs, für Demokratie und für einen starken, unabhängigen Qualitätsjournalismus in Europa (M100-Erklärung im Wortlaut im Anhang).

 

Internationale Medienkonferenz M100 Sanssouci Colloquium

Am Vormittag diskutierten rund 70 Journalist*innen, Wissenschaftler*innen und Politiker*innen unter der Überschrift „From Pipedream to Reality – Democracy and the European Public Sphere“ über aktuelle Entwicklungen in Europa und ihre Auswirkungen auf Demokratie, Presse- und Meinungsfreiheit vor dem Hintergrund eines bevorstehenden Brexits.

 

Nach der Begrüßung durch Prof. Dr. Jörg Steinbach, Minister für Wirtschaft und Energie des Landes Brandenburg, eröffnete Prof. Saskia Sassen (Columbia University, USA) die Konferenz mit einem soziologischen Blick auf aktuelle Herausforderungen der EU. Bei den anschließenden Round-Table Diskussionen ging es in der ersten Session um Europa als Kommunikationsraum und die Rolle der Medien bei der Überwindung der aktuellen Verständigungskrise. In der zweiten Session wurde die Lage der Pressefreiheit in Europa und Wege, um den Schutz dieser auszubauen diskutiert. Zuletzt stand die Zukunftsfähigkeit der Medien sowie aktuelle Rahmenbedingungen für Medieninnovation im Mittelpunkt.

 

M100 Young European Journalists

Im Vorfeld der Konferenz fand vom 9. – 18. September der diesjährige M100 Young European Journalists Workshop statt, der sich dem Thema “Lesen in der digitalen Welt – Innovativer Journalismus” widmete. Ein inhaltlich vielseitiges Programm erwartete die 24 jungen Journalist*innen, die aus dreizehn Ländern Europas, der Östlichen Partnerschaft sowie Russland angereist waren. Der achttägige Workshop begann mit einer Einführung in das an Bedeutung zunehmende Mobile Reporting und behandelte anschließend digitale Innovationen und Werkzeuge im Journalismus, digitale Rechte, die Rolle künstlicher Intelligenz in den Medien sowie den aktuellen Stand der Journalismusforschung. Um den fachlichen Input direkt anzuwenden, entwickelten die jungen Teilnehmer*innen während des Workshops auch eigene digitale Projekte, welche zum Abschluss des mehrtägigen Trainings erfolgreich vor einer Jury gepitcht wurden.

 

M100 ist eine Initiative von Potsdam Media International e.V. und wird von der Stadt Potsdam hauptfinanziert. Weitere Förderer sind das Auswärtige Amt, Medienboard Berlin-Brandenburg, das Presse- und Informationsamt der Bundesregierung, die Friedrich Naumann Stiftung und National Endowment for Democracy. Sponsoren sind Facebook und United Europe e.V. Kooperationspartner sind die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten, Reporter ohne Grenzen (RoG) und der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ).

Weitere Informationen: www.m100potsdam.org

Foto: Hannes Jung

Das sind die Gewinner des DSP 2019

Die Gewinnerinnen und Gewinner des DEUTSCHEN SCHAUSPIELPREISES 2019, der heute Abend im Rahmen einer festlichen Gala im Berliner Zoo Palast vor über 800 Gästen verliehen wurde, stehen fest. Ausgerichtet wird der DEUTSCHE SCHAUSPIELPREIS vom Bundesverband Schauspiel (BFFS) und der Agentur La Maison VSF.

Die Preisträgerinnen und Preisträger DEUTSCHER SCHAUSPIELPREIS 2019:

  • Schauspielerin Hauptrolle: Valerie Pachner in „Der Boden unter den Füßen“
  • Schauspieler Hauptrolle: Rainer Bock in „Atlas“
  • Schauspielerin Nebenrolle: Eva Weißenborn in „Gundermann“
  • Schauspieler Nebenrolle: Golo Euler in „Tatort: Unter Kriegern“
  • Schauspielerin in einer komödiantischen Rolle: Ursula Werner in „Der Junge muss an die frische Luft“
    Schauspieler in einer komödiantischen Rolle: Bjarne Mädel in „Der Tatortreiniger“
  • Starker Auftritt: Barbara Krabbe in „Der goldene Handschuh“
  • Nachwuchspreis: Lena Urzendowsky in „Der große Rudolph“

Bereits bekannt waren folgende Preisträgerinnen und Preisträger:

  • Ensemble-Preis: Casterin Eva Roth und das Ensemble von „Murer – Anatomie    eines Prozesses“
  • Deutscher Schauspielpreis „Theater“: Angela Winkler in „Drei Schwestern“,
         Deutsches Theater Berlin
  • Deutscher Schauspielpreis „Die Stimme“: Christin Marquitan
  • Deutscher Fairnesspreis: Die TV-Serie „Dr. Klein

 

Außerdem verlieh der Vorstand des BFFS aus Vorschlägen der Jury und der BFFS-Mitglieder zwei Ehrenpreise:

  •  Ehrenpreis Inspiration: Helga Trüpel, die Laudatio hielt der
         Vorsitzende der Grünen Robert Habeck.
  • Ehrenpreis Lebenswerk: Christine Schorn, der Filmjournalist Knut Elstermann laudatierte.

 

Die Verleihung des Deutschen Schauspielpreises 2019 fand im Berliner Zoo Palast statt. Zum Vorempfang trafen sich die Nominierten und Laudatorinnen und Laudatoren im Hotel am Steinplatz, die Aftershow-Party stieg im BIKINI BERLIN.

 

Audi City Berlin unterstützte erneut als Platinumpartner den DSP 2019. KAURI CAB förderte den Nachwuchspreis. Weitere Sponsoren und Förderer waren: GVL, Pad Concept, ver.di, BIKINI BERLIN, HEYMERADER, Senat Berlin, Hotel am Steinplatz und Teufel. Medienpartner waren: BUNTE, Blickpunkt:Film sowie casting network.

 

Kinos ehren Dieter Kosslick

Die AG Kino – Gilde e.V. der Verband der unabhängigen Kinobetreiber zeichnet den langjährigen Leiter der Berlinale Dieter Kosslick bei der diesjährigen Verleihung der Gilde Filmpreise am 19. September in Leipzig mit dem Ehrenpreis aus.

„Das Kino kann Dieter Kosslick gar nicht genug danken. Schon vor seiner Zeit als Dompteur der Goldenen und Silbernen Bären hat er mit Innovation und Tatkraft Kino und Filmkultur gefördert. Als Mitbegründer der EFDO legte er mit anderen zusammen den Grundstein für das für die europäische Filmwirtschaft so wichtige und erfolgreiche MEDIA-Programm. Und als Geschäftsführer der Filmstiftung NRW schuf er ein noch heute vorbildliches Konzept der Kinoförderung“, so der Vorsitzende der AG Kino – Gilde, Christian Bräuer. Und weiter: „Doch mit der Berlinale hat er sich und uns ein bleibendes Vermächtnis geschaffen: Denn mit Sympathie, Witz, Tiefgang und Herzlichkeit hat er die Berlinale zum größten Schaufester in die Welt des Films in Deutschland entwickelt. Die Berlinale zeigt wie in einem Brennglas, welch gemeinschaftsstiftende Kraft dem Kulturort Kino im gemeinsamen Erleben vor der großen Leinwand und in der gesellschaftlichen Auseinandersetzung mit dem Gesehenen inne wohnt.“ 

Angefangen bei der Kulturellen Filmförderung in Hamburg über die Mitbegründung der EFDO, dem Vorgängerprojekt des heutigen Media-Programms, bis zum Geschäftsführer der Film- und Medienstiftung NRW hat Dieter Kosslick zahlreiche Filme ermöglicht, Karrieren begleitet und das Kino in den Mittelpunkt gestellt. Projekte wie der Erhalt der Lichtburg Essen, Deutschlands größtem Kinosaal, sind ihm mit zu verdanken. Als Direktor von 18 Berlinalen zwischen 2001 und 2019 krönte er sein filmisches Schaffen.
 
Er ist nach Staatsminister a.D. Bernd Neumann und den Kinobetreibern Detlef Roßmann und Adrian Kutter der vierte Ehrenpreisträger des Gilde Filmpreises.

Countdown zum DEUTSCHEN SCHAUSPIELPREIS

Morgen, am Freitag, den 13. September, feiern Schauspielerinnen und Schauspieler beim diesjährigen DEUTSCHEN SCHAUSPIELPREIS im Zoo Palast wieder ihre Kolleg*innen: Schauspielerinnen und Schauspieler, die in Film- und TV-Produktionen des vergangenen Jahres, auf der Bühne oder im Synchronstudio inspiriert und berührt haben. Verliehen werden Preise in neun Kategorien, darunter der Nachwuchspreis, den das Unternehmen KAURI CAB mit 5.000 Euro dotiert hat, außerdem der Theaterpreis, der Synchronpreis ‚Die Stimme’, der Deutsche Fairnesspreis, der sich in diesem Jahr dem Thema ‚Diversität’ widmet, sowie der Ehrenpreis Lebenswerk und der Ehrenpreis Inspiration.

 
Als Laudatorinnen und Laudatoren für die Preiskategorien stehen Jonathan Berlin (Laudator für Schauspielerin in einer Nebenrolle), Minh-Khai Phan-Thi (Schauspieler in einer Nebenrolle), Ken Duken (Schauspielerin in einer Hauptrolle), Iris Berben (Schauspieler in einer Hauptrolle), Robert Stadlober (Schauspielerin in einer komödiantischen Rolle), Katharina Marie Schubert (Schauspieler in einer komödiantischen Rolle), Katy Karrenbauer (Starker Auftritt), Luise Befort (Nachwuchspreis) und Katja Weitzenböck (Ensemble) fest. Zu Angela Winkler, die in diesem Jahr den Theaterpreis des DSP erhält, laudatiert der diesjährige Pate des Theaterpreises Ulrich Matthes, für den Synchronpreis ‚Die Stimme’, der an Christin Marquitan geht, wird Heike Schrötter die Laudatio halten. Den von BFFS und Verdi neu geschaffenen Deutschen Fairnesspreis, der an die Serie „Dr. Klein“ geht, wird Christian Rickerts, Staatssekretär der Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft präsentieren. Für die Ehrenpreisträgerin ‚Lebenswerk’ Christine Schorn spricht der Radiojournalist Knut Elstermann und zu Helga Trüpel, die den Ehrenpreis Inspiration erhält, laudatiert der Vorsitzende der Grünen Robert Habeck.
 

Nadine Heidenreich, Schauspielerin, Sängerin und Moderatorin sowie der Schauspieler und Comedian Cem Ali Gültekin werden durch den Abend führen. 
 

Die Uni Bigband Berlin, eine der erfolgreichsten und traditionsreichsten Bigbands der Stadt, wird in voller 17-köpfiger Besetzung die Preisverleihung in Schwingung versetzen.
 

Hans-Werner Meyer, Schauspieler, Vorstand des BFFS und Mitglied des künstlerischen Gestaltungsteams des DEUTSCHEN SCHAUSPIELPREISES: „Morgen geht es endlich los. Wir feiern zum achten Mal die Arbeit unserer Kolleginnen und Kollegen. Die Vorbereitungen dauern das ganze Jahr, aber wenn an dem Abend wieder Schauspieler von Schauspielern geehrt werden, wenn sich die Kolleginnen und Kollegen wieder als Teil einer großen Familie fühlen, wenn spürbar wird, welchen Wert der Schauspielberuf hat und warum wir uns für die Verbesserung unserer Arbeitsbedingungen einsetzen, dann war es wieder die Mühe wert. Ein großer Dank geht an die vielen Schauspielkolleginnen und -kollegen, die als Organisatoren hinter den Kulissen, als Helfer und Unterstützer oder auch als Moderatoren und Laudatoren so viel Zeit, Spaß und Herz einbringen.“

Die Verleihung des DEUTSCHEN SCHAUSPIELPREISES 2019 findet am 13. September im Berliner Zoo Palast statt. Zum Vorempfang treffen sich die Nominierten und Laudatorinnen und Laudatoren im Hotel am Steinplatz, die Aftershow-Party steigt im BIKINI BERLIN.

Audi City Berlin unterstützt erneut als Platinumpartner den DSP 2019. KAURI CAB fördert den Nachwuchspreis. Weitere Sponsoren und Förderer sind: GVL, Pad Concept, ver.di, BIKINI BERLIN, HEYMERADER, Senat Berlin, Hotel am Steinplatz und Teufel. Medienpartner sind: BUNTE, Blickpunkt:Film sowie casting network.

Über den DEUTSCHEN SCHAUSPIELPREIS:
Der DEUTSCHE SCHAUSPIELPREIS wurde vom Bundesverband Schauspiel e.V. (BFFS) ins Leben gerufen und während der Berlinale 2012 zum ersten Mal verliehen. Die Preisverleihung ist eine Non-Profit-Veranstaltung, die nur durch ein breites ehrenamtliches Engagement der Schauspielerinnen und Schauspieler, zahlreicher Freunde und Unterstützer, Förderer und Sponsoren ermöglicht wird.
https://www.schauspielpreis.com

Über den Bundesverband Schauspiel e.V. (BFFS):
BFFS steht für Bühne, Film, Fernsehen, Sprache. Gegründet 2006 ist der BFFS als Verband und Gewerkschaft mit seinen über 3.400 Schauspielerinnen und Schauspielern inzwischen die größte nationale Schauspielerorganisation und die mitgliederstärkste Berufsvertretung der deutschen Film-, Fernseh- und Theaterlandschaft. Der BFFS vertritt die berufsständischen sowie die gewerkschaftlichen Interessen der Schauspielerinnen und Schauspieler in Deutschland. Er will die kulturellen, gesellschaftlichen, politischen, rechtlichen, tariflichen und sozialen Rahmenbedingungen verbessern bzw. schaffen, die sowohl den einzigartigen Schauspielberuf schützen, bewahren und fördern als auch die besondere Lebens- und Erwerbssituation der Künstlerinnen und Künstler berücksichtigen, die diesen Schauspielberuf ausüben.

Ensemblepreis für “Murer – Anatomie eines Prozesses”

Am 13. September wird im Berliner Zoo-Palast der Deutsche Schauspielpreis 2019 vergeben. Während am Abend noch die Nominierten in 8 Kategorien den Entscheidungen entgegenfiebern, u.a. dem von KAURI CAB fördert den Nachwuchspreis, steht der Gewinner des renommierten Ensemblepreises bereits fest.

 

Der Ensemblepreis geht an den österreichisch- luxemburgischem Kinofilm „Murer – Anatomie eines Prozesses“.

 

Die Auszeichnung erhält stellvertretend für das gesamte Team die Casterin Eva Roth. Eva Roth ist eine der meistbeschäftigten Casterinnen Österreichs und zeichnete etwa für die Besetzung der vielfach ausgezeichneten Serie „M – Eine Stadt sucht einen Mörder“ (Gerhard Liebmann ist für seinen Beitrag in „M“ beim DSP in der Kategorie „Starker Auftritt“ nominiert) oder Josef Harders „Wilde Maus“ verantwortlich.

Die Jury des Deutschen Schauspielpreise, bestehend aus den Schauspielerinnen und Schauspielern Marcus Off, Aglaia Szyszkowitz, Katja Weitzenböck, Anne Weinknecht, Anton Rattinger, Sheri Hagen und Hans-Jochen Wagner begründet ihre Entscheidung so (Auszug): „Ein Gerichtssaal. Die Justiz, die Geschworenen, die Opfer, die Täter, die Presse, die Zuschauenden. Das ist das Ensemble von ‚Murer – Anatomie eines Prozesses’. Mit großer Ernsthaftigkeit, Authentizität und emotionaler Durchlässigkeit stellt es sich der Verantwortung gegenüber den Persönlichkeiten, die es vielsprachig spielt… Wir sehen Menschen, die kämpfen oder mit ihrem inneren Kampf berühren. Das zieht uns tief in die Geschichte hinein und ist mitunter schwer zu ertragen…

Gleichzeitig ist zu spüren, wie sich das Ensemble gegenseitig stützt, das Erzählen dieser ungeheuerlichen Geschichte gemeinsam annimmt. In dieser Gemeinsamkeit liegt die große, auch tröstliche Kraft dieses Ensembles.

Wir sind beeindruckt und inspiriert von dieser Leistung in einem wichtigen Film gegen das Vergessen.“

 

„Murer – Anatomie eines Prozesses“ erzählt die Geschichte des Prozesses gegen den angesehenen steirischen Politiker und Großbauern Franz Murer, der als einer der Hauptverantwortlichen für die Tötung der Juden in Vilnius zwischen 1941 und 1943 gilt. Aufgrund der juristischen Intervention von Simon Wiesenthal wird Murer 1962 dafür vor Gericht gestellt. Überlebende des Holocaust reisen an, um gegen ihn auszusagen. Trotz der erdrückenden Beweislage endet der Prozess 1963 mit einem Freispruch.

 

Die Verleihung des Deutschen Schauspielpreises 2019 findet am 13. September im Berliner Zoo Palast statt. Zum Vorempfang treffen sich die Nominierten und Laudatorinnen und Laudatoren im Hotel am Steinplatz, die Aftershow-Party steigt im BIKINI BERLIN.

 

Audi City Berlin unterstützt erneut als Platinumpartner den DSP 2019. KAURI CAB fördert denNachwuchspreis. Weitere Sponsoren und Förderer sind: GVL, Pad Concept, ver.di, BIKINI BERLIN, HEYMERADER, Senat Berlin, Hotel am Steinplatz und Teufel. Medienpartner sind: BUNTE, Blickpunkt:Film sowie casting network.

 

JFBB eröffnet

Gestern Abend wurde im Potsdamer Hans Otto Theater die 25. Ausgabe des Jüdischen Filmfestivals Berlin & Brandenburg (8.-17. September) vor rund 500 Gästen feierlich eröffnet. Dror Zahavis Film CRESCENDO – #MAKEMUSICNOTWAR über ein israelisch-palästinensisches Jugendorchesters, das als Zeichen der Annäherung ins Leben gerufen wird, gab den Startschuss für zehn prall gefüllte Festivaltage mit mehr als 50 Filmen und 60 Gästen, mit Einführungen, Talks und Diskussionen an insgesamt 14 Spielorten in Berlin und Brandenburg.

 

Unter den Gästen am Sonntagabend waren das CRESCENDO-Filmteam mit Regisseur Dror Zahavi, den Schauspieler*innen Peter Simonischek, Daniel Donskoy, Bibiane Beglau sowie Produzentin Dr. Alice Brauner. Weitere Gäste waren der Brandenburger Staatssekretär Thomas Kralinski, Christian Gaebler (Chef der Senatskanzlei Berlin), Charlotte Knobloch (Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern), der Sänger und Musiker Max Raabe, die Autorin Adriana Altaras, die Schauspieler*innen Susan Sideropoulos, Sila Sahin, Harald Schrott, Frank Leo Schröder und viele mehr.

 

Celebration! Ein Vierteljahrhundert Jüdisches Filmfestival Berlin & Brandenburg als Buch

 

Das Jüdische Filmfestival Berlin & Brandenburg (JFBB) ist das größte Forum für den jüdischen und israelischen Film in Deutschland und feiert in diesem Jahr unter dem Motto „Celebration!“ sein 25-jähriges Jubiläum. In den vergangenen Jahren wurden beim JFBB insgesamt rund 720 Filme aus 47 Ländern gezeigt. Anlässlich des Jubiläums publiziert das JFBB dank der Unterstützung durch das Auswärtige Amt die Sonderpublikation „Celebration!“ mit Beiträgen und Fotos aus 25 bunten und spannenden Festivaljahren. Das Buch wird im Rahmen des Festivals am 10. September um 19 Uhr im Delphi Lux Kino vorgestellt.

 

Umfassendes Programm mit spannenden Gästen

 

Die Besucher*innen des diesjährigen JFBB erwartet ein umfassendes Programm mit Spielfilmen, Kurzfilmen, Dokumentationen einer Serie, zahlreichen Premieren und vielen spannenden Gästen.

 

Erwartet werden unter anderem die Schauspieler*innen Eva Mattes („Papier-Brigade: Die Shoah und die Bücher von Vilna“), Hanna Schygulla („Abrahams Gold“), Kara Schröder („Frau Stern“), die Regisseur*innen Michal Aviad („Working Woman“),Aäläm-Wärque Davidian („Fig Tree“), Avner Faingulernt („In the Desert“), Lex Gillespie („The Mamboniks“), Michael Idov („The Humorist“), Anna Konik („Under a placid sky“), Yair Lev („You Only Die Twice“), Ulrike Ottinger („Exil Shanghai“), Davis Simanis („The Mover“), Shawn Snyder („To Dust“), Michael Verhoeven („Menschliches Versagen“), Daniel Wachsmann („Acre Dreams“), Yolande Zauberman („M“), die Autorinnen Eva Lezzi, Adriana Altaras und viele mehr.

 

Die Bandbreite im Jubiläumsjahr des Festivals ist sehr breit gefächert und umspannt historische, politische, religiöse und gesellschaftliche Themen: Sei es ein authentisches Drama über eine jüdische Familie in Äthiopien, eine überdrehte Comedy-Serie über ein schwules US-Paar und seinen Adoptivsohn, die Geschichte jüdischer Tanzbegeisterter im Mambofieber, das turbulente WG-Leben palästinensischer Frauen, eine Mutter, die sich gegen sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz wehrt, eine Tragikomödie über einen orthodoxen Witwer, eine Hommage an Produzent Artur Brauner und viele weitere Highlights.

 

Ausgewählte Highlights aus dem Programm des 25. JFBB

Hommage an Artur Brauner (1918-2019): MORITURI, Regie: Eugen York

Spielfilm, DE 1947/48, deu OF, 09.09. 18 Uhr, Eva Lichtspiele. Der zweite Film Artur Brauners und einer der ersten Filme, die sich mit dem Holocaust auseinandersetzten.

 

M, Regie: Yolande Zauberman

Dokumentarfilm, Berliner Premiere, IL/FR 2018, heb OmeU, 11.09., 19 Uhr, Hackesche Höfe Kino. Yolande Zaubermans ausgezeichneter Film über sexuellen Missbrauch in einer orthodoxen Gemeinde zeigt das Problem als globales Thema.

 

THE BAR MITZVAH, Regie Eytan Fox

Serie, Deutschlandpremiere, heb OmeU, 11.09., 21 Uhr, Delphi LUX. Herrlich überdrehte Comedy über ein schwules US-Paar, das mit Adoptivsohn zur Bar Mitzvah-Feier nach Israel kommt und in die Arme einer durchgeknallten „Reiseführerin“ gerät

 

FIG TREE, Regie: Aäläm-Wärque Davidian

Israel 2018, Spielfilm, Deutschlandpremiere, aramäisch/hebräisch mit eng. UT, 12.09., 19 Uhr, Delphi LUX. Authentisches, bewegendes Drama über eine jüdische Familie in Äthiopien, die vor dem Bürgerkrieg nach Israel fliehen will und ein junges Mädchen, das alles versucht, um ihre Jugendliebe zu retten.

 

NO PROMISED LAND, Regie: Raphael Bondy

CH 2019, Spielfilm, Deutschlandpremiere, eng/heb OmeU, 10.09., 17.30 Uhr, fsk. Vor dem Hintergrund landesweiter Demonstrationen kämpfen junge äthiopische Jüdinnen und Juden für ihre Rechte.

 

THE MAMBONIKS, Regie: Lex Gillespie

US 2019, Dokumentarfilm, Europapremiere, eng OF, 13.09., 19 Uhr, Hackesche Höfe Kino, 17.09., 20 Uhr, Filmtheater am Friedrichshain. Mitreißend erzählt THE MAMBONIKS die Geschichte jüdischer Tanzbegeisterter in den USA, die in den 1950er Jahren das kubanische Mambo-Fieber an die Ostküste brachten.

 

THE LAST RESORT, Regie: Dennis Scholl und Kareem Tabsch

USA 2018, Dokumentarfilm, Europapremiere, eng OF, 13.09., 18 Uhr, Filmkunst 66. Die Fotografen Andy Sweet und Gary Monroe fotografierten 10 Jahre lang in der jüdischen Community von Miami und haben mit ihrem fotografischen Werk, den jüdischen Bewohner*innen und Besucher*innen ein Denkmal gesetzt.

 

TO DUST, Regie: Shawn Snyder

USA 2018, Spielfilm, Deutsche Festivalpremiere, eng. OF, 14.09., 21 Uhr, Delphi LUX, 15.09., 20 Uhr, Filmtheater am Friedrichshain. In dieser makabren und zutiefst menschlichen Tragikomödie sucht ein orthodoxer Witwer (Géza Röhrig, SON OF SAUL) nach dem Tod seiner Frau nach letzten Antworten.

 

IN BETWEEN, Regie: Maysaloun Hamoud

IL/FR 2016, Spielfilm, ara/heb OmeU, 13.09., 19 Uhr, City Kino Wedding, 14.09., 18 Uhr, Filmkunst 66. WG-Leben in Tel Aviv: Drei palästinensische Frauen meistern ihr turbulentes Leben zwischen Tradition und Freiheit.

 

WORKING WOMAN, Regie: Michal Aviad

IL 2018, Spielfilm, Deutschlandpremiere, heb OmeU, 15.09., 20 Uhr, Delphi LUX. Orna, berufstätig und Mutter dreier Kinder, wehrt sich gegen sexuelle Belästigung und Machtmissbrauch am Arbeitsplatz.

 

ABRAHAMS GOLD, Regie: Jörg Graser

DE 1989, Spielfilm, deu OF, 14.09., 18 Uhr, Filmkunst 66. Ausweglosigkeit der Vergangenheitsbewältigung – moralisches Heimatfilm-Drama um ehemaligen KZ-Wärter

 

Die Gershon-Klein-Filmpreise

Mit insgesamt 7.000 € sind die Gershon-Klein-Filmpreise dotiert, die im Rahmen des JFBB vergeben werden. Gestiftet von der Familie Klein werden sie an erfolgreiche Filmregisseur*innen verliehen. Der Preis für den „Besten Spielfilm“ (dotiert mit 3.000 Euro) vergibt eine Jury aus vier international anerkannten FilmkritikerinnenHannah Pilarczyk, Marlyn Vinig, Kira Taszman und Jenni Zylka. Ein Ehrengremium bestehend aus Rabbinerin Gesa Ederberg und Rabbiner Nils Ederberg vergibt die „Empfehlung für den besten deutschen Film mit jüdischer Thematik“ (dotiert mit 2.000 Euro). Der „Publikums-Regiepreis“ (dotiert mit 2.000 Euro) wird von der Hörerjury von radioeins bestimmt.

 

Das gesamte Programm finden Sie unter www.jfbb.de

 

Folgen Sie dem JFBB auf Facebook: www.facebook.com/jffberlin

 

Neun Tage Vielfalt bei der bauhauswoche berlin

Berlin feierte mit der bauhauswoche berlin in der vergangenen Woche das 100-jährige Gründungsjubiläum, einer der bis heute bedeutendsten Kunst- und Designschulen der Welt und 10.000 Besucher*innen feierten mit.

 

Herzstück und Ausgangspunkt der bauhauswoche berlin war das Festivalzentrumauf der Mittelinsel des Ernst-Reuter-Platzes. Das bauhaus reuse, ein gläserner Pavillon aus wiederverwendeten Fensterelementen des Bauhausgebäudes in Dessau, beheimatete die täglichen und stets gut besuchten Vorträgeund Workshops, Symposien, Radioabende, Buchvorstellungen, Filmscreenings,Performances und künstlerische Interventionen. Ein Highlight war die Eröffnung am 30. August, bei der die zahlreich erschienenen neugierigen Besucher*innen die Mittelinsel für sich entdeckten. Die große „Charleston & Swing“ Abschlussparty gestern Abend verließen viele als neue Bauhaus-Fans. Das bauhaus reuse  bleibt auch nach Abschluss der bauhauswoche berlin in Nutzung, denn die zukunftsgeraeusche GbR und der Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf betreiben den Pavillon als Stadtlabor weiter.

 

Zum umfangreichen Festivalprogramm gehörte auch eine Schaufensterausstellung aus 16 Bildcollagen in Ladengeschäften in der Kantstraße, um den Savignyplatz und in der Potsdamer Straße. Nach Aussage vieler Ladenbetreiber stießen die Bilder, die vom Leben und Lernen am Bauhaus, von den Werkstätten, von Designideen und Produkten aber auch von den drei Direktoren Walter Gropius, Hannes Meyer und Ludwig Mies van der Rohe erzählen, auf großes Interesse und zahlreiche Nachfragen sowohl bei Kunden als auch bei Passanten. Bei den dazu angebotenen Führungen konnten Interessierte noch tiefer in die künstlerische Auseinandersetzung mit der Bauhausgeschichte einsteigen.

 

Die Filmreihe Bauhaus und Film lockte zahlreiche Cineasten zum Open-Air-Kino mit spannenden Filmgesprächen in den spätsommerlichen Garten des Palais Podewil. Die Zuschauer*innen sahen in der von Filmproduzent Joachim von Vietinghoff und Christina M. Schachtschabel kuratierten Reihe sehr unterschiedliche Bezüge zu den Ideen und Visionen des Bauhauses auf der großen Leinwand. Bauhaus und Film präsentierte an sechs Abenden in einmaliger Atmosphäre Filme aus den frühen Jahren des Kinos bis zu noch nicht ausgestrahlten hochaktuellen TV-Produktionen.

Sportlich wurde es bei der Velonotte. Mehrere hundert Fahrradfahrer*innen nahmen am vergangenen Samstag an der abendlichen Architektur-Entdeckungsfahrt unter dem Motto „Bauhaus ABC“ teil. Sie führte unter der Leitung von Architekt*innen und Historiker*innen auf einer 16 Kilometer langen Tour zur Neuen Nationalgalerie, dann zum Hansaviertel und über den Ernst-Reuter-Platz zur Gustav Adolf Kirche bis zur Siemensstadt; jeweils ausgewählte Orte des Bauhauses und der Moderne während gleichzeitig erstaunliches über die Avantgarde-Schule, die Bauherren der Zeit und ihre Erben zu erfahren war.

 

Das Ende der bauhauswoche berlin ist aber längst noch nicht das Ende der Feierlichkeiten zu 100 Jahre Bauhaus. So eröffnete am Donnerstag die Jubiläumsausstellung original bauhaus des Bauhaus-Archivs / Museum für Gestaltungin der Berlinischen Galerie mit über 3.000 Besucher*innen. Wie der Ausstellungstitel bereits verrät, zeigt die Ausstellung Bauhaus-Originale – berühmte, bekannte und vergessene – und erzählt die Geschichten hinter den Exponaten. Die Ausstellung läuft noch bis Ende Januar 2020.

 

Die bauhauswoche berlin ist Teil der bundesweiten Aktivitäten unter dem Dach von 100 jahre bauhaus und nähert sich gemeinsam mit zahlreichen Berliner Kulturinstitutionen, Museen und Projekten unter der Überschrift 100 jahre bauhaus in berlin dem Thema aus unterschiedlichsten Perspektiven.


Gefördert von der Senatsverwaltung für Kultur und Europa verantwortet Kulturprojekte Berlin die Koordination und Kommunikation von 100 jahre bauhaus in berlin und organisiert die bauhauswoche berlin 2019.
Medienpartner sind Berliner Morgenpost, radioeins, tip berlin, ZITTY und AskHelmut.

 

Weitere Informationen

bauhaus100.berlin/de/bauhauswoche
bauhaus100.de/programm
facebook.com/bauhauswocheberlin

Nicola Sturgeon erhält M100 Media Award

Die internationale Medienkonferenz M100 Sanssouci Colloquium zeichnet Nicola Sturgeon, die Erste Ministerin Schottlands, für ihr Eintreten gegen den Brexit und ihr Engagement für den Zusammenhalt der Europäischen Union mit dem M100 Media Award aus. Laudator der britisch-schottischen Politikerin mit eindeutig pro-europäischer Haltung ist Armin Laschet, Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen. Die Hauptrede hält Bundestagspräsident Dr. Wolfgang Schäuble.

 

Mit der Verleihung des diesjährigen M100 Media Award am 17. September in der Orangerie von Schloss Sanssouci in Potsdam stellt sich der M100 Beirat ausdrücklich hinter Nicola Sturgeons verantwortungsethisches Eintreten gegen einen Brexit und verleiht seinem Wunsch nach nachhaltig engen Beziehungen zwischen Großbritannien und der Europäischen Union im Dienste des europäischen Einigungsprozesses Ausdruck.

Mit Boris Johnson als Premierminister droht ein No-Deal-Brexit. Die größte britische Oppositionspartei Labour und ihr Chef Jeremy Corbyn haben keinen eindeutigen Brexit-Kurs. In den gegenwärtigen chaotischen, politischen Zeiten für Großbritannien und Schottland hebt sich Sturgeon als Politikerin mit eindeutig pro-europäischer Haltung ab.

Im Zuge innerbritischer Angelegenheiten und Wahlkampagnen wie dem schottischen Unabhängigkeitsreferendum 2014 hat sich Sturgeon als eine starke und leidenschaftliche Pro-Europäerin und Demokratin behauptet, ohne die Regeln eines faktengeleiteten demokratischen Diskurses zu missachten oder in plumpen Populismus zu verfallen.

Die Laudatio auf Nicola Sturgeon hält der Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen, Armin Laschet: „Nicola Sturgeon ist eine wichtige Stimme der Vernunft in einer Zeit, in der die politische Diskussion leider zu oft von Unsachlichkeit und kurzfristigem Denken geprägt ist. Als überzeugte Europäerin sendet Nicola Sturgeon starke Signale des Zusammenhalts und der politischen Räson von Schottland aus nach Europa und in die Welt. Sie steht für die Stärke der Regionen und die wachsende Bedeutung regionaler Zusammenarbeit in Europa. Mit dem M100 Media Award wird ihr Engagement für ein geeintes Europa zu Recht gewürdigt.“

 

Der Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Potsdam, Mike Schubert, betont als Vorsitzender des M100 Beirats: „Nicola Sturgeon ist eine starke Politikerin und leidenschaftliche Europäerin. Sie hat nicht nur die Fahne Schottlands hochgehalten, sondern in schwieriger Zeit den Brexit-Protagonisten die Stirn geboten. Dafür gilt meine ganze Hochachtung. Ihre Stimme wird wahrgenommen, wenn es um die Frage der europäischen Identität geht. Sie ist eine würdige Preisträgerin.“

 

Kein anderer Landesteil Großbritanniens hat mit so überwältigender Mehrheit gegen den Brexit gestimmt wie Schottland – das ist vor allem der Verdienst Nicola Sturgeons, die um den Wert des Friedensprojektes Europäische Union weiß und sich mit aller Macht gegen die populistische Leave-Kampagne gestemmt hat und weiter stemmt!“, begründet der M100-Beirat Kai Diekmann, Gründer von Storymachine, die diesjährige Entscheidung.

 

M100-Beirätin Astrid Frohloff, TV-Moderatorin und Journalistin beim rbb Fernsehen, über die Auszeichung: „Sie legt sich gerne an mit mächtigen Gegnern: ‚Ich bin bereit, Premierminister‘, schrieb Nicola Sturgeon an die Adresse Boris Johnsons gewandt unter ein Foto, auf dem sie lachend eine Wikingeraxt schwingt. Eine Szene, die viel aussagt über die schottische Regierungschefin. Mit Mut und Scharfsinn stemmt sie sich gegen den Brexit. Sie ist das Gesicht der schottischen Unabhängigkeitsbewegung. Ihre Fangemeinde ist groß. Beim EU-Referendum 2016 stimmte Schottland FÜR den Verbleib in der EU. Mit großer Beharrlichkeit wehrt die schottische Regierungschefin seitdem Angriffe der Brexiteers ab. Dass sie sich für einen Verbleib in der EU stark macht, dafür gebührt ihr Anerkennung und Dank. Europa braucht unerschrockene Politiker wie sie.“

 

Nicola Sturgeon sei eine „Stimme der Vernunft in einer völlig überhitzten und selbstzerstörerischen Debatte“,begründet M100-Beirat Mathias Müller von Blumencron, Chefredakteur des Tagesspiegels, die Preisvergabe.

 

M100-Beirat Christoph Lanz, Head of Board von Thomson Media, betont die Relevanz der Auszeichnung im Jubiläumsjahr von M100: Überzeugend, leidenschaftlich, vernunftbetont und pragmatisch: Nicola Sturgeon vereint alle diese Eigenschaften in ihrer Person. Sie ist nicht nur eine der populärsten politischen Köpfe Europas, sondern eine großartige Stimme für ein geeintes Europa. M100 ist stolz auf diese Preisträgerin im 15. Jahr des Bestehens des M100 Sanssouci Colloquium.

 

„Sturgeon ist eine engagierte Kämpferin für ihre nationale Sache und Europäerin zugleich. Und dies nicht allein aus strategischem Kalkül heraus, sondern aus Überzeugung. Vor allem ist sie eine leidenschaftliche Demokratin. Somit steht sie, unabhängig vom Ausgang der schottischen Unabhängigkeitsbestrebungen, beispielhaft für das, was die EU ausmacht“, meint M100-Beirat Dr. Leonard Novy, Direktor des Instituts für Medien- und Kommunikationspolitik.

 

M100-Beirat Stephan-Andreas Casdorff, Herausgeber des Tagesspiegels, würdigt die besondere Haltung Sturgeons: „Diese Schottin spart an nichts, nicht an Engagement für Europa, nicht an Mut, Brexiteers ihre Grenzen aufzuzeigen. Eine ausgezeichnete Haltung. Brave heart – wem das nicht imponiert!“

 

Der M100 Media Award wird seit 2005 jährlich im Rahmen der internationalen Medienkonferenz M100 Sanssouci Colloquium an Persönlichkeiten vergeben, die „Fußspuren“ in der Welt hinterlassen haben und sich für Demokratie, europäische Verständigung und Meinungs- und Pressefreiheit einsetzen. Bisherige Preisträger sind unter anderem Bob Geldof, Hans-Dietrich Genscher, der dänische Karikaturist Kurt Westergaard, Vitali Klitschko, Erdem Gündüz, „The Standing Man“, das französische Satiremagazin Charlie Hebdo, der italienische Schriftsteller Roberto Saviano, die russische Journalistin Natalja Sindejewa und im vergangenen Jahr der türkische Journalist Deniz Yücel.

 

M100 ist eine Initiative von Potsdam Media International e.V. und wird von der Stadt Potsdam hauptfinanziert. Weitere Förderer sind das Auswärtige Amt, medienboard Berlin-Brandenburg, das Presse- und Informationsamt der Bundesregierung, die Friedrich Naumann Stiftung und National Endowment for Democracy. Sponsoren sind Facebook und United Europe e.V. Kooperationspartner sind die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten, Reporter ohne Grenzen (RoG) und der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ).

 

Über 40.000 Besucher bei der Langen Nacht 2019

Die Lange Nacht der Museen war in diesem Jahr überaus erfolgreich. Über 40.000 Besucher*innen folgten der Einladung der 75 an der 39. Ausgabe beteiligten Berliner Museen. „Zusammen macht eine solche Veranstaltung nicht nur mehr Spaß, sie ist auch erfolgreicher“, so Moritz van Dülmen, Geschäftsführer von Kulturprojekte Berlin, über die Gemeinschaftsleistung der Berliner Museen in Zusammenarbeit mit seinem Haus.

 

Kultursenator Klaus Lederer gab auf der imposanten Freitreppe der James-Simon-Galerie um 18 Uhr bei strahlendem Sonnenschein den Startschuss. Anschließend diente die Treppe als Bühne für die Tänzer*innen des Landesjugendballetts der Staatlichen Ballettschule Berlin. Sie tanzten zu den Klängen von Karl Jenkins‘ berühmter Streichersuite „Palladio“, gespielt vom Kammerensemble des Musikgymnasiums Carl Philipp Emanuel Bach.

 

Dann strömten die Besucher*innen in die Häuser auf der Museumsinsel. 9.700 Besucher*innen wollten die Nofretete im Neuen Museum sehen, 6.600 das Ischtartor im Pergamonmuseum, 6.000 das Pergamon-Panorama von Yadegar Asisi.

 

Meist besuchtes Haus war erneut das Museum für Naturkunde Berlin. 10.500 Besucher*innen erkundeten die gigantischen Dinosaurierskelette, seltenen Steine und uralten Meteoriten. Großen Andrang gab es auch wieder im Deutschen Spionagemuseum (8.500), Deutschen Historischen Museum (8.300) und Deutschen Technikmuseum (6.900). Auch die erstmalig teilnehmenden Häuser weckten großes Interesse: das PalaisPopulaire (2.200) im ehemaligen Prinzessinnenpalais feierte in einer großen Ausstellung den „Summer of Love“ 1967, und in der Neuen Synagoge Berlin – Centrum Judaicum (2.300) drehte sich in dieser Nacht alles um Buchstaben. Aber auch kleinere Häuser hatten großen Zulauf, wie das Anne Frank Zentrum, dessen neue Dauerausstellung über 1.000 Besucher*innen anzog. 

 

Zu einem der inhaltlichen Schwerpunkte der 39. Langen Nacht wurde das weltweit gefeierte 100-jährige Gründungsjubiläum des Bauhauses, sei es mit VR-Erlebnissen, die durch die Säle des Dessauer Bauhauses führten, oder etwas realer „Bauhaus zum Anfassen“, bei dem im Kulturforum Bauhaus-Möbelklassiker auf Bequemlichkeit und Ästhetik geprüft werden konnten. Auch im Bauhaus-Fieber: die Königliche Porzellan-Manufaktur Berlin, die eine Sonderausstellung zum Thema präsentierte.

 

Die Aktivitäten rund um das Bauhaus-Jubiläum läuteten die bauhauswoche berlin ein, mit der die Stadt noch bis zum 8. September das Jubiläum begeht. Geboten werden zahlreiche Lesungen, Filmvorführungen, Radiolounges, Vorträge, Workshops und eine Party im Festivalzentrum im bauhaus reuse auf dem Ernst-Reuter-Platz, eine Schaufensterausstellung, Yoga auf ausgesuchten Dachterrassen der Stadt und eine Velonotte durch Berlin.

 

Die nächste Lange Nacht der Museen findet am 29. August 2020 statt.

 

Die Lange Nacht der Museen ist eine Gemeinschaftsveranstaltung der Berliner Museen mit der Kulturprojekte Berlin GmbH. Die Lange Nacht der Museen wird unterstützt von der Berliner Sparkasse, UBER Deutschland und JUMP by Uber, AMERON Berlin ABION Spreebogen, von BVG, S-Bahn Berlin und Mihai. Medienpartner: Berliner Zeitung, taz, rbb 88.8, rbb Kultur, tip Berlin, ZITTY, ExBerliner, Yorck Kinogruppe und HIMBEER.

 

Wir danken der Wall GmbH, Mit Vergnügen Berlin, Ask Helmut, Byte FM, Landesjugendballett Berlin, Musikgymnasium Carl Philipp Emanuel Bach, Tiny Foundation, Digital in Berlin, Claire Chen, Neue Heimat, Berliner Brandstifter.

 

Aktuelle Informationen erhalten Sie außerdem hier:
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Twitter: @lndmberlin / #LNDMberlin
Instagram: @lndmberlin / #LNDMberlin

Schulfilmreihen der AG Kino – Gilde gehen in ihre neue Saison

Seit vielen Jahren gehören Cinéfête und BRITFILMS zum Lehrplan Tausender deutscher Lehrer*innen und ihrer Schulklassen. Zwischen dem 1. September 2019 und dem 31. Juli 2020 findet ihre neue Saison statt. Ihr Ziel ist, Schüler*innen zwischen 6 und 18 Jahren internationale Filmkunst in zwei der wichtigsten Fremdsprachen nahe zu bringen und den Unterricht an den Kulturort Kino zu verlegen.

 

Organisiert von der AG Kino – Gilde in Kooperation mit dem Institut Français sowie der Französischen Botschaft in Deutschland kann die Cinéfête auf eine 20 Jahre lange Tradition zurückblicken. Im kommenden Jahrgang warten erneut spannende, lustige und aufregende Filme auf das junge Publikum. Darunter ​WALLAY​, die Geschichte eines Migrantensohns, der seine Wurzeln entdeckt, der bezaubernde neue Animationsfilm des Regisseurs Michel Ocelot ​DILILI À PARIS und das zeitgenössische Familiendrama ​AMANDA​, das bei den Filmfestspielen in Venedig 2018 zu den Geheimtipps zählte.

 

Die 13. BRITFILMS-Staffel setzt sich mit den Erwartungen auseinander, die die Gesellschaft ans Individuum hat, sei es auf Grund von Geschlecht, Alter, Herkunft oder Aussehen. Dafür wurden einige Filmhighlights der letzten Jahre ausgewählt, die erstmals in Deutschland im Kino zu sehen sein werden. Filme wie ​MID90S​, ​GOD HELP THE GIRL und ​KIDS IN LOVEerzählen von den großen Fragen und Sorgen junger Leben, dem Drang nach Orientierung in einer turbulenten Welt und nicht zuletzt von der unvergleichlichen Kraft von Freundschaft und Gemeinsamkeit.

 

Wie gewohnt wird es für jeden Film ausführliches pädagogisches Zusatzmaterial geben, das die Vor- und Nachbereitung im Unterricht strukturiert. Neu ist in diesem Jahr die Möglichkeit für Lehrer*innen, direkt auf den Webseiten der Schulfilmreihen Termine in ihren Wunschkinos anzufragen.

 

Beide Reihen sind für alle deutschen Kinos einsetzbar und eignen sich perfekt zum Einstieg oder zur Vertiefung von Schulkinoarbeit.

Weitere Informationen zu Programm und Organisation:

www.cinefete.de​ / ​www.britfilms.de

 

Ansprechpartner:
Timo Löhndorf
030 257 608 44
loehndorf@agkino.de

CICAE fordert von Festivals einheitliche Regeln

Herausbringung im Kino muss Bedingung für Wettbewerbsteilnahme sein!

 

Festivals nehmen eine wichtige Rolle für Sichtbarkeit des Mediums Film ein. Sie kuratieren die Vielfalt globalen Filmschaffens. In ihren Wettbewerben bekommen kleine, bisher ungehörte Stimmen die gleiche große Bühne wie etablierte Werke von großen Namen.

 

“Die Wettbewerbe von Filmfestivals sollten ein fairer Ort für alle Arten von Film sein, ganz besonders wenn sie mit öffentlichen Geldern gefördert werden“, so Christian Bräuer, Präsident der CICAE. „Es ist schwer nachvollziehbar, warum Big Tech-Unternehmen von den gleichen Regeln freigestellt werden sollen, denen Studios, Produzent*innen und Kinos seit Jahrzehnten folgen. Ganz besonders beunruhigt es uns, dass das Filmfestival Venedig vorbehaltlos einen Streamingdienst umgarnt, dessen Ziel von seinen eigenen Partnern als ‚Weltherrschaft‘ beschrieben wird.“

 

Die besondere Stellung von Filmfestivals in der Welt bringt eine ganz eigene Verantwortung mit sich. Denn wenn es Festivals gelingt, im Programm die richtigen Impulse zu setzen, ermöglichen sie Filmen ein langes Leben und eine vielfältige Wahrnehmung weit über den Premierenabend hinaus – sie verteidigen damit auch das Filmschaffen in bedrohlichen Zeiten.

 

Die globale Filmindustrie verändert sich dramatisch. Seit einigen Jahren findet eine Konzentration von Marktmacht statt, wie es sie noch nie zuvor gegeben hat. Es liegt im Interesse von uns allen, die Vielfalt des Filmschaffens zu erhalten. Wenn wenige Großkonzerne die Art und Weise dominieren, wie Filme gemacht und gesehen werden, verlieren wir alle als Publikum. Die „Diktatur des Algorithmus“, wie Alejandro G. Iñárritu sie unlängst in einem Interview nannte, ist eine reale Gefahr für kulturelle Vielfalt.

 

Um Vielfalt für die Produktion und Rezeption von Filmen zu erhalten, müssen Festivals klare und einheitliche Regeln für große und kleine Player gleichermaßen schaffen und auf deren Einhaltung drängen.

 

„Eine dieser Regeln muss das Bestehen auf einer ordentlichen Kinoauswertung für alle Filme in Wettbewerben sein. Kino ist nicht nur aus technischen Gründen der beste Ort, um einen Film zu erleben. Das Kino ermöglicht Filmen, aus vielfältigen Perspektiven vermarktet, gesehen und diskutiert zu werden“, so Christian Bräuer.

 

Kinos sind kulturelle Herzkammern für ihr Publikum vor Ort. Sie ermöglichen es Menschen, einen Film gemeinsam zu erleben, zu besprechen und zu diskutieren. Ob ein kleiner Filmclub oder ein prestigeträchtiges Arthouse-Kino: sie geben Filmen eine in der echten Welt verwurzelte, unerreichte Form von Sichtbarkeit und machen sie allen zugänglich, unabhängig von einem Abonnementstatus. Auf Plattformen allein verschwinden Filme, die vom Algorithmus als nicht nützlich eingestuft werden, schnell von der Bildfläche.

 

Dabei geht es gar nicht darum, Streaming an sich auszuschließen. Streaming ist eine großartige Art und Weise, Filme und Serien in die eigenen vier Wände bringen, auch wenn es natürlich kein Vergleich zum gemeinsamen Kinoerlebnis bietet. „Wir freuen uns über jedes Streaming-Unternehmen, das seinen Filmen einen echten Kinostart ermöglichen will“, so Christian Bräuer. „Aber jede neue Partnerschaft muss auf den gleichen Werten basieren, wie sie die Kinos mit großen Studios sowie unabhängigen Filmschaffenden und Verleihern über Jahrzehnte aufgebaut haben.“

 

Festivals sollten zudem klare Regeln und Ziele setzen, um die Vielfalt ihres Programms zu erhöhen. Die CICAE fordert deshalb alle Filmfestivals auf, nicht nur den „50×50 by 2020 Pledge“ für Geschlechtergerechtigkeit zu unterzeichnen, sondern auch konstant zu hinterfragen, ob genug für dessen Einhaltung getan wird. Worte allein reichen nicht, wenn keine Taten folgen. Es ist beschämend, wenn Festivalsektionen mehr Filme vom gleichen Streaming-Unternehmen ins Programm aufnehmen, als von weiblichen Regisseurinnen.

 

Der Internationale Arthouse Verband CICAE ist ein gemeinnütziger Zusammenschluss von Filmtheatern, mit dem Ziel, kulturelle Vielfalt im Kino und bei Festivals zu stärken. Er wurde 1955 von den nationalen Verbänden in Deutschland, Frankreich, den Niederlanden und der Schweiz gegründet. Heute zählt er mehr als 2.000 Mitglieder und 4.000 Leinwände in 44 Ländern. Er vertritt 9 nationale und regionale Verbände, 61 Einzelkinos, 14 Fesativals und 4 außerordentliche Mitglieder.

Dr. Christian Bräuer ist Präsident der CICAE, Vorsitzender des deutschen Arthouse-Verbands AG Kino – Gilde und Geschäftsführer der Yorck Kinogruppe, die in Berlin 14 Filmkunsttheater und eine Freiluftkino betreibt.  

DSP gibt weitere Preisträger*innen bekannt

Theaterpreis an Angela Winkler
Synchronpreis „Die Stimme“ an Christin Marquitan
Fairnesspreis an die Serie „Dr. Klein“
Ehrenpreis Inspiration an Helga Trüpel

 

Am 13. September werden im Berliner Zoo Palast die Deutschen Schauspielpreise (DSP) vergeben. Neben acht Kategorien, für die die Mitglieder des Bundesverbands Schauspiel BFFS die Preisträgerinnen und Preisträger bestimmen, und die erst am Abend der Verleihung verkündet werden, gibt es weitere Spezialkategorien, deren Gewinnerinnen und Gewinner bereits feststehen. Darunter gleich drei in diesem Jahr neu eingeführte Preise.

 

Den erstmalig im Rahmen des DSP vergebenen Theaterpreis des DSP erhält die Schauspielerin Angela Winkler. Als Pate des Theaterpreises vergibt der Schauspieler und Präsident der Deutschen Filmakademie Ulrich Matthes in diesem Jahr den Preis. Der vom BFFS-Vorstand ausgesuchte Pate wechselt jährlich und zeichnet aus seiner persönlichen Sicht heraus eine Kollegin oder einen Kollegen aus, die oder der ihm ein besonderes, nachhaltig inspirierendes Theatererlebnis beschert hat. Ulrich Matthes zu seiner Preisträgerin: „Angela Winkler ist als Irina, die jüngste der ‚Drei Schwestern’ im Deutschen Theater das freie Radikal dieser Aufführung. Alterslos, jung im Herzen, leuchtend von Erfahrung“.

Angela Winkler ist einer der großen Stars der deutschsprachigen Bühne. Sie feierte ihre ersten großen Erfolge beim Film – mit der Hauptrolle in Volker Schlöndorffs „Die verlorene Ehre der Katharina Blum“ oder als Mutter von Oskar Matzerath in „Die Blechtrommel“. Ihre künstlerische Heimat aber ist die Bühne, auf der sie u.a. in Berlin am Berliner Ensemble, am Deutschen Theater und an der Schaubühne und in Wien am Burgtheater Publikum und Kritik gleichermaßen begeistert.
 
Ebenfalls neu im Preisreigen des DSP ist der Synchronpreis „Die Stimme“. Nachdem der BFFS sich im letzten Jahr mit dem InteressenVerband Synchronschauspieler zusammenschloss, wird nun der Deutsche Schauspielpreis um den Spezialpreis für Synchron ergänzt. Aus Vorschlägen der in der Sektion ‚Sprache’ des BFFS organisierten Sprecherinnen und Sprecher hat die aus Beate Gerlach, Hilke Flickenschildt, Maria Koschny, Frank Röth und Patrick Baehr bestehende Jury erstmalig ‚Die Stimme’ vergeben. Die erste ‚Stimme’  geht an die Synchronschauspielerin Christin MarquitanTill Vögler, im BFFS Vorstand Repräsentant „Sprache/Synchron“: „Christin Marquitan ist eine ausgezeichnete Wahl, die die erste Jury für den neuen Synchronpreis „Die Stimme“ getroffen hat. Mit dem Preis vollziehen wir in einem weiteren Schritt den Zusammenschluss des BFFS mit dem InteressenVerband Synchronschauspiel – es ist schön, diesen Aspekt schauspielerischer Leistungen nunmehr im Rahmen des DSP würdigen zu können“.
 
Die Schauspielerin und Opernsängerin Christin Marquitan synchronisiert u.a. Salma Hayek, Monica Belluci, Sema Ormond, Famke Jansen oder Toni Colette.
 
Dritter neuer Preis des DSP ist der Deutsche Fairnesspreis, ein Gemeinschaftspreis des BFFS und der ver.di FilmUnion. Er würdigt jährlich eine Produktion, die auf preiswürdige Weise zu einem von den Vorständen der beiden Verbände festgelegten Thema zu gesellschaftlicher Fairness beitragen. Eine aus Mitgliedern der Filmverbände bestehende Jury (Simone Wagner (BFFS), Tina Fritsche (ver.di), Stephanie Maile (BVC), Sheri Hagen (PQF) und Christian Lex (VDD)), hat aus den Einreichungen für den Deutschen Fairnesspreis 2019 zum diesjährigen Thema Diversität die Serie „Dr. Klein“ ausgewählt. Aus der Begründung der Jury: „Als die Serie ‚Dr. Klein’ im Oktober 2014 in das bundesdeutsche TV-Programm hereinbrach, betrat sie ziemliches Neuland. Das Team um Headautor und Executive Producer Torsten Lenkeit hatte sich auf die Fahnen geschrieben, viel zu selten abgebildete Lebensbereiche ins Licht der abendlichen Aufmerksamkeit zu schieben. Hinter der titelgebenden, von Christine Urspruch gespielten, kleinwüchsigen Ärztin Klein, versammelten sich alle möglichen Ethnien, verschiedene Sexualpräferenzen, ein dementer Vater und viele mehr bislang im Fernsehen selten gezeigte Realitäten. Konzipiert für ein breites Publikum, setzte die Serie einen Umgang mit vielleicht sperrigen Themen voraus, wie er eigentlich sein sollte: Selbstverständlich. Von dieser Art selbstverständlicher Erzählungen der verschiedensten Facetten sind wir noch meilenweit entfernt – das zeigt sich nicht zuletzt angesichts der Lücke, die die Absetzung von Dr. Klein hinterlässt.“

 

Bereits eine Preisinstitution des DSP ist neben dem Ehrenpreis Lebenswerk, der dieses Jahr, wie vermeldet, an Christine Schorn geht, der Ehrenpreis Inspiration. Mit ihm zeichnet der Vorstand des BFFS eine Persönlichkeit oder Institution aus, die durch ihre Leistung in besonderer Weise die Schauspielkunst ermöglicht und gefördert hat. 2019 erhält die ehemalige EU-Parlamentarierin und Grünen-Politikerin Helga Trüpel die Ehrenauszeichnung des BFFS. Hans-Werner Meyer, Vorstand des BFFS und Mitausrichter des DSP: „Helga Trüpel hat sich als EU-Parlamentarierin kontinuierlich für die Modernisierung des Urheberrechts eingesetzt und sich weder von Manipulationsversuchen multinationaler Konzerne noch gezielten persönlichen Angriffen im Internet beirren lassen. Sie hat gezeigt, was parlamentarische Demokratie schaffen kann, wenn die gewählten Volksvertreter ihrem Gewissen folgen und Rückgrat beweisen.“ Die promovierte Literaturwissenschaftlerin gehörte dem Bremer Senat als Senatorin für Kultur und Ausländerintegration an und war Abgeordnete der Bremischen Bürgerschaft, zuletzt als Vizepräsidentin des Landtags. 2004 wurde Helga Trüpel in das Europäischen Parlament gewählt und vertrat Bremen dort als Abgeordnete bis zur letzten Europawahl, bei der sie nicht mehr kandidierte. Sie war zuletzt im Europaparlament stellvertretende Vorsitzende des Kultur und Bildungsausschusses und haushaltspolitische Sprecherin der Grünen Fraktion.
 
Die Verleihung des Deutschen Schauspielpreises 2019 findet am 13. September im Berliner Zoo Palast statt. Zum Vorempfang treffen sich die Nominierten und Laudatorinnen und Laudatoren im Hotel am Steinplatz, die Aftershow-Party steigt im BIKINI BERLIN.
 
Audi City Berlin unterstützt erneut als Platinumpartner den DSP 2019. KAURI CAB fördert den Nachwuchspreis. Weitere Sponsoren und Förderer sind: GVL, Pad Concept, ver.di, BIKINI BERLIN, HEYMERADER, Senat Berlin, Hotel am Steinplatz und Teufel. Medienpartner sind: BUNTE, Blickpunkt:Film sowie casting network.
 
 
Über den Deutschen Schauspielpreis:
Der Deutsche Schauspielpreis wurde vom Bundesverband Schauspiel e.V. (BFFS) ins Leben gerufen und während der Berlinale 2012 zum ersten Mal verliehen. Die Preisverleihung ist eine Non-Profit-Veranstaltung, die nur durch ein breites ehrenamtliches Engagement der Schauspielerinnen und Schauspieler, zahlreicher Freunde und Unterstützer, Förderer und Sponsoren ermöglicht wird.
www.schauspielpreis.com
 
Über den Bundesverband Schauspiel e.V. (BFFS):
BFFS steht für Bühne, Film, Fernsehen, Sprache. Gegründet 2006 ist der BFFS als Verband und Gewerkschaft mit seinen über 3.400 Schauspielerinnen und Schauspielern inzwischen die größte nationale Schauspielerorganisation und die mitgliederstärkste Berufsvertretung der deutschen Film-, Fernseh- und Theaterlandschaft. Der BFFS vertritt die berufsständischen sowie die gewerkschaftlichen Interessen der Schauspielerinnen und Schauspieler in Deutschland. Er will die kulturellen, gesellschaftlichen, politischen, rechtlichen, tariflichen und sozialen Rahmenbedingungen verbessern bzw. schaffen, die sowohl den einzigartigen Schauspielberuf schützen, bewahren und fördern als auch die besondere Lebens- und Erwerbsituation der Künstlerinnen und Künstler berücksichtigen, die diesen Schauspielberuf ausüben.

19. Filmkunstmesse Leipzig: Kino bleibt relevant!

Vom 16. bis 20. September 2019 lädt die AG Kino – Gilde zur 19. Filmkunstmesse Leipzig ein. Erwartet werden wieder über 1.000 Fachbesucher, darunter Kinobetreiber, Verleiher, Förderer, Politiker, Journalisten und natürlich Filmemacher und Kreative, die ihre Werke vorstellen. Gezeigt werden 70 Arthouse Filme von 40 Verleihern in voller Länge im Passage Kino, der Schauburg und der Kinobar Prager Frühling. 14 verschiedene Seminar- und Workshopveranstaltungen beschäftigen sich mit aktuellen Branchenthemen.
 
Zur diesjähigen Filmkunstmesse sagt der Vorsitzende der AG Kino – Gilde e.V., Christian Bräuer:
„Wir wollen unserer Branche Unterstützung, Anregung und Ansporn sein, um den Herausforderungen in unserem sich rasch verändernden Markt mit bewährten wie innovativen Ansätzen begegnen zu können. Wir wollen auch mit den Partnern der anderen Gewerke ins Gespräch kommen und darüber debattieren, wo die Chancen liegen und wie unterstützende politische Rahmenbedingungen aussehen sollten. Und natürlich wollen wir das sehen, debattieren und feiern, worum es eigentlich geht: Filme, in all ihren Facetten!“
 
Filmprogramm 2019
Das Cannes Filmfestival ist mit neun Filmen besonders zahlreich vertreten: Unter anderem sind der Gewinner der Goldenen Palme PARASITES (R: Bong Joon-Ho, V: Koch Films), PORTRAIT OF A LADY ON FIRE (R: Céline Sciamma, V: Alamode Film), SORRY WE MISSED YOU (R: Ken Loach, V: NFP marketing & distribution), LES MISÉRABLES (R: Ladj Ly, V: Wild Bunch/Alamode) LITTLE JOE (R: Jessica Hausner , V: X-Verleih) und THE LIGHTHOUSE (R: Robert Eggers, V: Universal Pictures International) zu sehen. Darüber hinaus können sich Fachbesucher auf neue Arbeiten von Hermine Huntgeburth, Philipp Stölzl, Woody Allen, Tom Sommerlatte, Nick Broomfield, Eric Toledano & Olivier Nakache, Nicolas Varnier, Cédric Klapisch, Bill Condon freuen. Zahlreiche Gäste haben sich bereits angekündigt, darunter Erwin Wagenhofer (BUT BEAUTIFUL, V: Pandora), Jan-Ole Gerster (LARA, V: STUDIOCANAL), Norbert Lechner (ZWISCHEN UNS DIE MAUER, V: Alpenrepublik) und Karim Aïnouz (DIE SEHNSUCHT DER SCHWESTERN GUSMAO, V: Piffl Medien).
 
Den brancheninternen Teil der Filmkunstmesse eröffnet am 16.09. um 20:30 Uhr Richard Linklaters neue Komödie BERNADETTE (V: Universum Film) mit Cate Blanchett in der Hauptrolle. Das öffentliche Programm der Filmkunstmesse, die 1. Kinotage Leipzig, werden PARASITES (R: Bong Joon-Ho, V: Koch Films), PFERDE STEHLEN (R: Hans Petter Moland, V: MFA+ FilmDistribution) und  DER GEHEIME ROMAN DES MONSIEUR PICK (R: Rémi Bezançon, V: Neue Visionen) einläuten.
 
Seminare und Workshops:
Das Kino spielt auch im digitalen Zeitalter weiter eine wichtige Rolle, einerseits für die Präsentation von Filmen, aber auch als Kulturort mit gesellschaftlicher Relevanz. All diese Aspekte spiegeln sich in den Veranstaltungen der Filmkunstmesse wieder.
 
Auf dem politischen Panel diskutieren in diesem Jahr Simone Baumann (German Films), Christian Bräuer (AG Kino – Gilde), Jan-Ole Püschel (Abteilungsleiter bei der BKM), Mariette Rissenbeek (Berlinale) und Paul Steinschulte (Universal Germany). Sie werden darüber sprechen, wie Kino, Verleih, Festivals, Promotion und Förderung zusammengreifen müssen, um den Erfolg des Kinofilms in Deutschland  zu stärken.
 
Unter dem Motto „Kinoinvestitionen: Planen – Finanzieren – Realisieren“ werden Kinobetreiber mit Förderern ins Gespräch kommen. Wenn 2020 das Zukunftsprogramm Kino anläuft, gibt es neue Finanzierungsquellen für notwendige Investitionen. Doch die Förderlandschaft muss man als Praktiker erst einmal durchschauen. Auch die Kombination unterschiedlicher Finanzierungsmodule verlangt Kenntnis, Kreativität und konkrete Umsetzungsideen,. Zahlreiche Förderreferent*innen der Länder und der FFA haben ihr Kommen zugesagt.
 
Das Thema Marketing durchzieht die Filmkunstmesse wie ein roter Faden. Ein großer Workshop zur digitalen Kundenansprache wird nicht nur die derzeit auf dem Markt befindlichen Lösungen vorstellen. Gemeinsam mit den Betreibern wird erarbeitet, welche Erwartungen eigentlich an ein modernes Kundenmanagement gestellt werden sollten und was wirklich gebraucht wird, um mehr Menschen als regelmäßige Kunden zu gewinnen.
 
Der Dauerbrenner „Social Media Marketing“ wird unterteilt in eine „Einführung“ für alle, die sich einen Überblick über aktuelle Entwicklungen verschaffen wollen sowie eine „Expertenrunde“ die tiefer in Kampagnen einsteigt.
 
Gemeinsam mit der AG Verleih werden wieder Ideen für das Filmmarketing und die Zusammenarbeit von Verleih und lokalen Kampagnen anhand von Beispielen präsentiert und besprochen.
 
Junges Kino:
Ums junge Publikum geht es vor allem in drei Veranstaltungen. Zum einen werden funktionierende  Praxisbeispiele vorgestellt, die zeigen, wie erfolgreiche Arbeit mit Kindern und Jugendlichen im Kino aussieht. Dabei spielen auch die Schulfilmreihen der AG Kino – Gilde Cinéfête und Britfilms eine Rolle. Die AG Kurzfilm wird medienpädagogische Konzepte für die ganz jungen Besucher vorstellen. Und schließlich bringt AG Kino Vorständin Petra Rockenfeller bei der Präsentation der Kinder und Jugendfilmszene Kinobetreiber und Kinderfilmfestivals zusammen, um über Chancen der Zusammenarbeit zu sprechen.
 
Kino.natürlich
Im Abschlussworkshop des vom Umweltbundesamt geförderten Projektes werden wir das bisher Erreichte darstellen. Förderoptionen vorstellen und einen Ausblick geben.
Als Referenzkinos berichten: 
Casablanca Nürnberg,  Matthias Damm
Nachhaltigkeit bei der Yorck Kinogruppe, Lucie Morvan
Klimabilanz im Kinobetrieb und Status Quo in Hessen, Alexandra von Winning für das Filmbüro Hessen
 
added content = added value
In Sachen alternativ content sschlummert in Deutschland noch einiges Potential. Gemeinsam mit der Event Cinema Association  (ECA) werden erstmals bei der Filmkunstmesse von verschiedenen Verleihern neue Formate vorgestellt. Jan Runge (Vorstand der ECA) wird aber auch Zahlen und Fakten rund um alternativ content in Europa präsentieren. Technikanbieter erklären schließlich die Voraussetzungen für erfolgreiche Live-Screenings.
 
CICAE
Der internationale Arthouse Verband CICAE wird zum ersten Mal eine internationale Runde von Kinobetreibern zusammenbringen. Ein Blick über den Tellerrand birgt die Chance, andere Ansätze in der Programmarbeit oder beim Marketing kennen zu lernen.
 
4. Europäischer Kinotag
Die Eventisierung macht auch vor dem Kino nicht halt. Am Beispiel des Europäischen Kinotages werden Ideen und Konzepte erarbeitet, wie man mit relativ einfachen Mitteln aus einem „ganz normalen Tag“ im Kino einen „Kinotag“ machen kann.
 
Zum ersten Mal: Öffentliche Panel Diskussion im Kino
Mittwoch, 18.09.2019 um 19:00 Uhr im Passage Kino.
Wie politisch ist Kino heute? Welche Rolle spielt der Ort Kino für öffentliche Debatten?
Filme können polarisieren und politisch sein.  Mit seinem Filmprogramm kann ein Kino deshalb auch Stellung beziehen und zur Diskussion anregen. In einer Zeit, in der viele Debatten in sozialen Medien geführt werden, nimmt das Kino als „analoger“, öffentlicher Raum eine besondere Stellung ein. Wie haben die sozialen Medien die Gesprächskultur im öffentlichen Raum Kino verändert? Was erwarten die Besucher von ihrem Kino? Und wie gehen Kinos damit um, plötzlich im Mittelpunkt einer Debatte zu stehen und welche Auswirkung hat das alles auf das Filmprogramm?
Es diskutieren: Karin Leicher, Kinobetreiberin aus HachenburgMaret Wolff, Kinobetreiberin aus ChemnitzNhi Le, Kulturkritikerin, Bloggerin. Moderation: Dr. Ringo Rösener (Filmemacher und Mitarbeiter am Institut für Kulturwissenschaften, Universität Leipzig)
 
Verleihung der Gilde Filmpreise im Täubchenthal Leipzig
Donnerstag, 19.09.2019
Zum 42. Mal vergeben die deutschen Programmkinobetreiber bei einer großen Gala die Gilde Filmpreise in den Kategorien „Bester Spielfilm (national und international)“, „Bester Dokumentarfilm“, „Bester Kinder und Bester Jugendfilm“. Zudem wird der Publikumspreis der Kinotage Leipzig und der Preis der Jugendjury vergeben.
 
Jugendjury:
Zum ersten Mal arbeitet die AG Kino – Gilde mit der Filmbewertungsstelle FBW zusammen und lädt fünf Jugendliche aus ganz Deutschland für fünf Tage nach Leipzig ein, um dort Filme zu sichten und einen eigenen Preis zu vergeben, der im Rahmen der Gilde Filmpreisverleihung vergeben wird.
 
Mit der Jugfendjury, wie auch mit der dauerhaften Verleihung eines Gilde Filmpreises für den besten Jugendfilm (vergangenes Jahr DAS SCHÖNSTE MÄDCHEN DER WELT), will die Filmkunstmesse das jüngere Publikum ansprechen. Auch wenn sie nicht immer in die Zielgruppe vermarktet werden, sind Arthouse Filme und ihre Themen vielfältig, spannend, gesellschaftlich relevant und so auch für die nächste Generation von Filmbegeisterten attraktiv.
 
Kurzfilme: SHORT TIGER
In Zusammenarbeit mit der AG Kurzfilm und der FFA werden die fünf Gewinnerfilme des Short Tiger Awards jeweils vor einem Film im öffentlichen Programm gezeigt. Die Filme sind maximal fünf Minuten lang und sollen so in ihrem „natürlichen Element“ als Vorfilm zu erleben sein.

Museum anders erleben: LANGE NACHT DER MUSEEN

Die Lange Nacht der Museen bietet mit 750 Veranstaltungen ein vielfältiges Programm für alle.

 

  • 75 Museen öffnen ihre Türen von 18-2 Uhr
  • Die Lange Nacht der Museen erreicht auch diejenigen, die sonst selten oder nie ins Museum gehen
  • 54% der Besucher*innen waren 2018 das erste Mal dabei
  • 10 Museums-Neuzugänge bereichern das diesjährige Programm

 

Berlin, 21. August 2019. Wenn Menschen in einer einzigen Nacht von Dr. Motte durch sein Berlin
der 90er geführt werden, bei einer DadaTataZirkussause jonglieren, psychedelische Lichtshows
und Batik-Kleider aus der Flower-Power-Ära bewundern, Kammermusik im Schloss hören,
zu Hip-Hop unter der Synagogenkuppel tanzen, Bauhaus-Designklassiker ausprobieren und einen Flug durchs Weltall machen – dann ist Lange Nacht der Museen. 75 Museen bieten in diesem Jahr ein besonders abwechslungsreiches Programm für alle. Ob treue*r Museumsnachtschwärmer*in oder Neuling, ob Museumsfan oder Museumsmuffel, Senior*in oder Sechsjährige*r: Am Samstag, dem 31. August erfahren Berliner*innen und Gäste aus der ganzen Welt, was für ein reiches Kulturangebot hier allen offensteht. Kultursenator Dr. Klaus Lederer betont die wichtige Funktion des 1997 in Berlin erfundenen Events, die Menschen für Museen zu begeistern:

Die Lange Nacht der Museen erreicht mit ihrem vielfältigen Programm, den besonderen Gästen und Formaten wie Kurzführungen und Mitmachangeboten auch Menschen, die sonst selten oder nie ins Museum gehen. In dieser Nacht mischen sich in allen teilnehmenden Häusern Berliner*innen und Berlin-Besucher*innen, junge Leute und Familien, Museumskenner*innen und Menschen, die erstmals die Museen in ihrer Stadt entdecken.“


Kulturprojekte Berlin entwickelt gemeinsam mit den Museen jedes Jahr ein neues spannendes Programm – mit Erfolg: Die Lange Nacht der Museen verzeichnet nicht nur steigende Publikumszahlen, sondern zählt immer mehr Erst-Besucher*innen zu ihren Gästen: Im Jahr 2018 lag deren Anteil bei 54%. Und nicht nur viele Besucher*innen sind neu dabei: Auch 10 Museen steigen dieses Jahr ins Programm ein und sorgen für noch mehr Vielfalt: Neben Pergamonmuseum. Das Panorama, PalaisPopulaire oder der Neuen Synagoge Berlin – Centrum Judaicum sind auch kleinere dabei wie z.B. Schloss Biesdorf, das Heimatmuseum Zehlendorf oder die Wanderausstellung „Der Krieg und ich“.

 

Ein Neuzugang ist auch die James-Simon-Galerie, auf deren großer Freitreppe die Lange Nacht der Museen um 18 Uhr eröffnet wird. Das Landesjugendballett setzt dabei den Chipperfield-Bau spektakulär in Szene. Neben der James-Simon-Galerie finden sich weitere Besucher*innenzentren am Brandenburger Tor/Straße des 17. Juni und am Potsdamer Platz.

Tickets gelten am Veranstaltungstag nicht nur für den Zugang zu den teilnehmenden Museen, sondern auch für die acht Shuttle-Bus-Linien und für den gesamten öffentlichen Nahverkehr im Tarifbereich Berlin ABC von 15 Uhr bis zum Folgetag um 5 Uhr.

 

Die Tickets gibt es unter www.lange-nacht-der-museen.de, in allen teilnehmenden Museen, an den Verkaufsstellen und Automaten von BVG und S-Bahn Berlin, in den Berlin Tourist Infos und den Hekticket-Filialen Alexanderplatz und Bahnhof Zoo.

 

Aktuelle Informationen erhalten Sie außerdem hier:

Newsletter: www.lange-nacht-der-museen.de/de/newsletter/

Facebook: www.facebook.com/LNDMberlin
Twitter: @lndmberlin / #LNDMberlin
Instagram: @lndmberlin / #LNDMberlin

 

Pressekontakt:

Dr. Kathrin Steinbrenner & Jasmin Knich

SteinbrennerMüller Kommunikation

+49 (0) 30 4737 2189

mail@steinbrennermueller.de

 

Pressekontakt Kulturprojekte Berlin:

Susanne Galle

+49 (0)30 247 49-864

s.galle@kulturprojekte.berlin

 

Die Lange Nacht der Museen ist eine Gemeinschaftsveranstaltung der Berliner Museen mit der Kulturprojekte Berlin GmbH. Die Lange Nacht der Museen wird unterstützt von der
Berliner Sparkasse, UBER Deutschland und JUMP by Uber,
AMERON Berlin ABION Spreebogen, von BVG, S-Bahn Berlin und Mihai. Medienpartner: Berliner Zeitung, taz, rbb 88.8, rbb Kultur, tip Berlin, ZITTY, ExBerliner, Yorck Kinogruppe und HIMBEER.

Wir danken der Wall GmbH, Mit Vergnügen Berlin, Ask Helmut, Byte FM, Landesjugendballett Berlin, Musikgymnasium Carl Philipp Emanuel Bach, Tiny Foundation, Digital in Berlin, Claire Chen, Neue Heimat, Berliner Brandstifter.

European Film Market schafft „EFM Landmark“

Was haben Auckland, Barcelona, Bayern, Finnisch Lappland, Jordanien, Krakau, Lwiw, New York, Oslo, Ruanda, Sardinien, Schottland, Split-Dalmatien, Valparaíso, Wladiwostok, Westkap und Zürich sowie fast 300 andere Städte, Länder und Regionen mit dem Raum Berlin-Brandenburg gemeinsam? Sie alle verfügen über aktive regionale Film Commissions.

 

Innerhalb der letzten 20 Jahre haben sich Film Commissions zunehmend als wichtige Partner für Produzent*innen etabliert und sind zu einem entscheidenden Faktor in der internationalen Filmindustrie geworden. Lokale Expert*innen unterstützen Filmschaffende bei der Planung ihrer Film– oder Serienprojekte, sei es bei der Suche nach dem idealen Drehort oder bei Fragen zu Finanzierung, Koproduktion und Drehmöglichkeiten.

 

Im Jahr 2005 wurde zu diesem Zweck das European Film Commission Network (EUFCN) gegründet. In Kooperation mit dem EUFCN bietet der European Film Market nun mit „EFM Landmark“ (24.-25. Februar 2020) eine neue Plattform, um Produzent*innen und Vertreter*innen von Film Commissions besser zu vernetzen.

 

Im Rahmen einer zweitägigen Veranstaltung im und um den Gropius Bau sowie im Berliner Abgeordnetenhaus, wo auch der Berlinale Co-Production Market stattfindet, bietet „EFM Landmark“ Möglichkeiten für den direkten Austausch und die Kontaktvermittlung.

 

Im Fokus stehen dabei zahlreiche Informationsangebote zu neuesten Trends und verschiedenen Themen wie Steuervorteilen und Änderungen bei der Förderung von Koproduktionen. Darüber hinaus werden Produzent*innen, die noch den passenden Drehort für ihre Filme oder Serien suchen, die besten Locations präsentiert. Ein weiterer wichtiger Aspekt von „EFM Landmark“ ist ein Matchmaking-Angebot.

 

Für die Teilnahme an „EFM Landmark“ ist – wie für alle Events des EFM – ein Market Bagde erforderlich.

 

„‚EFM Landmark‘ bietet eine zusätzliche Plattform für die wachsende Zahl der Produzent*innen beim EFM. Neben der Möglichkeit, sich unter der Woche an den Ständen persönlich mit den Vertreter*innen der Film Commissions zu treffen, liefern die ‚EFM Landmark‘-Veranstaltungen den Produzent*innen und Film Commissions in zwei Tagen einen Überblick darüber, welche Trends und Veränderungen es in der Filmbranche gibt, wer neu dabei ist, wie sich Produktionsvorbereitungen an den richtigen Drehorten beschleunigen und Kooperationen anbahnen lassen“, kündigt EFM-Direktor Matthijs Wouter Knol an.

 

Truls Kontny, Präsident des EUFCN, ergänzt: „Wir freuen uns sehr über diese Zusammenarbeit mit dem EFM. Für unseren Verband und für alle europäischen Film Commissions ist diese Kollaboration von großer Bedeutung. Sie bietet eine großartige Gelegenheit, unseren Fachleuten und ihren Angeboten in den jeweiligen Gebieten mehr Sichtbarkeit zu verschaffen. Es ist extrem wichtig, in einem so großen internationalen Markt einen eigenen Ort zu haben, an dem Branchenvertreter*innen unsere Film Commissions treffen und mehr über unsere Aktivitäten erfahren können. Darüber hinaus ist dieser Ort auch perfekt für die Verleihung unseres dritten European Location Awards – eine Auszeichnung, die das EUFCN jedes Jahr an die beste europäische Location in einem Film oder einer Serie vergibt.“

 

Die Vorbereitungen für „EFM Landmark“ beginnen am 1. Oktober 2019.

 

Weitere Informationen auf www.efm-landmark.com.

 

Festivalwoche zu 30 Jahre friedliche Revolution

Vom 4. bis zum 10. November lädt Berlin im Rahmen der Festivalwoche zum Erinnern, Reflektieren, Diskutieren und Feiern ein. Anlässlich des 30. Jubiläums der Friedlichen Revolution und des Mauerfalls – dem bedeutsamsten Ereignis des Jahres 2019 – ruft der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller, die Menschen auf, sich mit ihren Erinnerungen, Wünschen und Hoffnungen an einer großen Kunstinstallation am Brandenburger Tor zu beteiligen.

Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller: 30 Jahre Mauerfall bietet die Gelegenheit, zurück und nach vorne zu schauen. Wir wollen die Bürgerinnen und Bürger anregen, ihre Erinnerungen und ihre Erwartungen noch einmal in unser aller Gedächtnis zu rufen. Die ernsthafte Auseinandersetzung mit der Zeit seit dem Mauerfall und gleichzeitig das Gedenken an diese historischen Tage sollen hier in Berlin für alle sichtbar werden und alle sollen mitmachen können. Wir wollen Bilder herstellen, die um die Welt gehen, weil wir für unsere Stadt als freie, offene und tolerante Hauptstadt unseres Landes werben wollen. Ich freue mich, wenn Menschen dazu auch über die Generationen hinweg ins Gespräch kommen. Der Wert der Friedlichen Revolution kann so erneut vermittelt werden.

Unter der Überschrift „Deine Vision im Himmel über Berlin“ sind alle dazu eingeladen, ihre Botschaften zu teilen. Im Rahmen einer großangelegten Kunstinstallation am Brandenburger Tor werden ab dem 4. November 30.000 dieser Botschaften über der Straße des 17. Juni schweben. Hunderttausende haben während der Friedlichen Revolution mutig ihre Stimme erhoben und damit zum Fall der Mauer beigetragen. Die Kunstinstallation am Brandenburger Tor von Patrick Shearn, Poetic Kinetics, erinnert an dieses Engagement.

An Originalschauplätzen der Friedlichen Revolution – der Gethsemanekirche, dem Alexanderplatz, dem Brandenburger Tor, dem Kurfürstendamm, der Stasi-Zentrale, dem Schlossplatz und der East Side Gallery transportieren großflächige 3D-Videoprojektionen mit Bildern, Animation und Sound-Effekten die Besucher*innen in die Atmosphäre der Jahre 1989 und 1990.

Sieben Open-Air-Ausstellungen sowie weit über hundert Veranstaltungen laden zum gemeinsamen Erinnern, Mitreden, Austauschen und Reflektieren ein: von Workshops, Filmreihen, Zeitzeug*innengesprächen über Führungen zur Stadtgeschichte und einem Filmprojekt für junge Leute bis zu verschiedensten Konzerten. Beispielsweise werden Patti Smith und Tony Shanahan am 5. November in der Gethsemanekirche auftreten und die Staatskapelle unter Leitung von Daniel Barenboim sowie WestBam werden die Bühnenshow am 9. November vor dem Brandenburger Tor mitgestalten.

„Geschichte lässt sich am besten an Originalschauplätzen erzählen. Um die Friedliche Revolution zu verstehen und das Mauerfall-Jubiläum zu feiern, werden wir die Ereignisse von 1989/90 genau dort erzählen, wo sie passiert sind. An sieben Tagen, an sieben Orten“, so Moritz van Dülmen, der als Geschäftsführer der Kulturprojekte Berlin GmbH nach 2009 und 2014 wieder die Feierlichkeiten für den Berliner Senat verantwortet.

Ab heute steht auch die App MauAR zum Download unter www.mauar.berlin bereit, die durch Augmented Reality die Berliner Mauer originalgetreu visualisiert. Die App vermittelt einen dreidimensionalen Eindruck der Mauer auf ihrer einstigen Länge von etwa 160 Kilometern und bietet so einen digitalen Zugang zu der Auseinandersetzung mit der Teilung der Stadt. Darüber hinaus wird der Schrecken des brutalen Grenzregimes, dem mindestens 140 Menschen zum Opfer fielen, eindrücklich nachvollziehbar.

Ein Gesamtprojekt der Kulturprojekte Berlin GmbH im Auftrag der Senatsverwaltung für Kultur und Europa. In Kooperation mit dem Berliner Beauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, der Stiftung Berliner Mauer, der Robert-Havemann-Gesellschaft und vielen weiteren Partner*innen, gefördert von der Senatsverwaltung für Kultur und Europa sowie unterstützt von H&M und der Berliner Sparkasse.

Weitere Informationen / Further Information
www.mauerfall30.berlin
www.kulturprojekte.berlin
www.facebook.com/mauerfall30
www.instagram.com/mauerfall30
www.twitter.com/mauerfall30

Von Man Ray über Michael Curtiz zu Dominik Graf und Lars Kraume

Ideen und Visionen des Bauhauses auf der großen Leinwand Open Air erleben: Die Filmreihe „Bauhaus und Film“ lädt im Rahmen der bauhauswoche berlin (31. August bis 8. September) zum Open-Air-Kino ins Podewil (Klosterstraße 68, 10179 Berlin). Die von Erfolgsproduzent Joachim von Vietinghoff und Christina M. Schachtschabel (Kunst trifft Kino X Kino trifft Kunst) kuratierte Reihe präsentiert an sechs Tagen ausgewählte Filme und Gespräche mit ausgesuchten Gästen, darunter: Martin Koerber von der Deutschen Kinemathek, Erik Spiekermann, einer der einflussreichsten deutschen Typografen, Publizist Bert Rebhandl und die Regisseure Heinz Emigholz, Dominik Graf, Martin Gressmann, Lars Kraume, Produzent Thomas Kufus sowie die Schauspieler Anna Maria Mühe und August Diehl. Gezeigt werden Werke von Ende der 1920er Jahre bis heute, Filme des Stummfilmpioniers Hans Richter, des Fotografen Man Ray, von Hollywoodregisseur Michael Curtiz bis hin zu Dominik Graf,
Lars Kraume und Heinz Emigholz.

 

Sonntag, 1. September 2019, 20.30 Uhr, HANS RICHTER / MAN RAY

Kurzfilme von Hans Richter (Filmstudie (04:17 min) 1927, Rhythmus 21 (03:03 min) 1921,  Rhythmus 23 (03:21 min) 1923, Inflation (03:21 min) 1928, Zweigroschenzauber (03:00 min), 1928/1929, Alles dreht sich, alles bewegt sich (09:00 min) 1929, Rennsymphonie (05:42 min) 1928) und Kurzfilme von Man Ray (Le Retour à la Raison (03:00 min) 1923, Les Mystères du Château du Dé (19:00 min) 1929, Emak Bakia – Cinépoème (17:00 min) 1926

Begrüßung durch Joachim von Vietinghoff, Produzent und Corinna Scheller, Kulturprojekte Berlin, Einführung durch den Kunsthistoriker und Gestalter Erik Spiekermann und Martin Koerber, Chefarchivar der Deutschen Kinemathek

 

Der 1888 in Berlin geborene deutsche Maler, Grafiker, Autor und Filmkünstler Hans Richter lebte in Berlin, Weimar, Zürich und später in New York. Er beginnt in den 20er Jahren erste abstrakte Filme zu drehen. Richters frühe experimentelle Filmarbeiten markieren die Transformation der Filmkunst aus der zweidimensionalen Grafik und Fotografie. Ab ca. 1927 komponiert er dokumentarische Aufnahmen mit Inszenierungen und ungewöhnlich montierten Doppelbelichtungen zu narrativen Strukturen.

 

Man Ray, 1890 als Emmanuel Radnitzky in Philadelphia geboren, lebte seit 1921 in Paris. Dort entstand unter dem Einfluss der Dada-Bewegung und der vielfältigen modernen Ismen der Zeit sein umfangreiches fotografisches Werk. Auf ihn geht die Erfindung des Fotogramms, auch als Rayographie bezeichnet, zurück. Dabei werden Objekte direkt auf lichtempfindliches Fotopapier oder Film gelegt, diese Technik verwendet er auch in seinen Kurzfilmen. So entstehen abstrakte Kompositionen in Bewegung bis er ähnlich wie Richter mit filmischer Handlung und Darstellern arbeitet. Beide Künstler kannten sich und arbeiteten ab den 40er Jahren auch zusammen.

 

Montag, 2. September, 20.30 Uhr, FEMALE (dt. Titel: DER BOSS IST EINE SCHÖNE FRAU)

Regie: Michael Curtiz, USA 1933, 60 min, Vorführung in Originalfassung Englisch, Vorfilm „Filmstudie“ von Hans Richter, 4:17 min, D 1927

Einführung durch den Filmkritiker und Publizisten Bert Rebhandl

 

Der in Budapest 1886 geborene Regisseur Michael Curtiz brachte mit etwa 35 realisierten (Stumm-)Filmen europäische Filmerfahrungen mit nach Hollywood, bevor er dort 1942 mit „Casablanca“ einen Oscar gewann. In „Female“ zeigt er eine moderne Frau, die selbstbewusste Chefin eines Automobilkonzerns, mit nymphomanischen Zügen. Er konstruiert ein Frauenbild wie es 1933 noch möglich war. Ein Jahr später wurden mit dem sog. „Hays-Code“ Darstellungen von Kriminalität, Sexualität und politisch indizierter Thematik verboten.

 

Dienstag, 3. September, 20.30 Uhr, BICKELS [SOCIALISM]

Regie & Buch: Heinz Emigholz, D/ISR 2015–17, 92 min, Vorfilm „Filmstudie“ von Hans Richter, 4:17 min,
D 1927

Publikumsgespräch mit dem Regisseur Heinz Emigholz

 

Heinz Emigholz erforscht immer wieder aufs Neue das Grenzgebiet zwischen Kunst und Film. Mit diesem Film widmet er sich Samuel Bickels, einem vergessenen Architekten der israelischen Architektur. Geboren 1909 in Galizien emigrierte Bickels später nach Palästina, wo sich im neu entstehenden Staat u.a. mit den Bauhaus-Schülern Ariel Sharon und Erich Mendelsohn eine eigene Architektur der Moderne entwickelte. Die von Bickels entworfenen Gebäude verkörpern die Idee einer sozialen und kulturellen Wechselwirkung. Einige von ihnen werden heute noch genutzt, andere sind verfallen, aber noch immer ist ihre Verbundenheit mit der jeweiligen Umgebung spürbar.

 

Mittwoch, 4. September, 20.30 Uhr, PHILIP ROSENTHAL — DER UNTERNEHMER, DER NICHT AN DEN KAPITALISMUS GLAUBTE

Regie & Buch: Dominik Graf und Martin Gressmann nach einer Idee von Claus Jürgen Pfeiffer, D 2018

60 min, Vorfilm „Filmstudie“ von Hans Richter, 4:17 min, D 1927

Im Gespräch: Regisseur Dominik Graf und Kameramann Martin Gressmann

 

Der Dokumentarfilm zeigt Philip Rosenthal als stilbildenden und weit denkenden Unternehmer, der nach 1945 modernes Design in die Bundesrepublik Deutschland brachte. So ließ er auch Bauhausideen in der Porzellanproduktion einfließen. Er ermöglichte außerdem die beiden letzten und dabei wegweisenden Fabrikbauten von Walter Gropius für die Rosenthal AG in Selb und Amberg 1967 und 1968. Rosenthal war überdies in sozialpolitischer Hinsicht Vorreiter und förderte die Emanzipation seiner Belegschaft durch moderne Kapitalbeteiligung und schaffte ein Arbeits- und integriertes Lebensumfeld, wie man es heute eher von Unternehmen aus dem Silicon Valley kennt.

 

Freitag, 6. September und Samstag, 7. September, 20.30 Uhr, DIE NEUE ZEIT (I+II)

Teile 1–3 (Sa.) und 4–6 (So.) der sechsteiligen ZDF-Serie über das Bauhaus, Regie: Lars Kraume, Produktion: zero one film / Thomas Kufus, D 2019, 6 x 45 min

Gäste: Lars Kraume, Anna Maria Mühe, August Diehl, Thomas Kufus sowie weitere Mitglieder des Filmteams. Die Kopie des berühmten „Afrikanischen Stuhls“ und ein Marcel-Breuer-Modell werden zur Vorführung im Podewil zu besichtigen sein.

 

Die sechsteilige TV-Serie beginnt mit dem Ende des Ersten Weltkrieges und dem Zusammenbruch des Kaiserreiches. In dieser Zeit des Aufruhrs studiert eine junge Frau an der konservativen Kunstakademie in Weimar. Als sie Walter Gropius‘ erste Rede an der neu gegründeten Bauhausschule hört, schreibt sie sich dort begeistert als Studentin ein. Die Serie rahmt ein Interview zwischen der fiktiven Journalistin Branderup und Bauhausgründer Gropius ein. In dem Gespräch konfrontiert sie ihn mit dem Vorwurf, er selbst habe die modernen Ideale des Bauhauses verraten, da die Frauen an seiner Schule nicht gefördert worden seien und er weibliche Talente systematisch unterdrückt habe. In der Retrospektive kommen so all die namenhaften Künstler und Designer zu Wort, die das Bauhaus zu einer einzigartigen Kunstschule machten — Johannes Itten, Oskar Schlemmer, Lyonel Feininger, Gertrud Grunow, László Moholy-Nagy, Paul Klee und Wassily Kandinsky, Marcel Breuer, Gunta Stölzl, Marianne Brandt, Josef und Anni Albers.

 

Alle Filme der Reihe werden im Garten des Podewil (Klosterstraße 68, 10179 Berlin) gezeigt. Beginn ist jeweils um 20.30 Uhr, Filmstart ca. 21 Uhr. Eintrittspreise: Sonntag bis Mittwoch: 8 Euro (ermäßigt 6 Euro), Freitag und Samstag: 12 Euro (ermäßigt 8 Euro).

 

Bei schlechtem Wetter werden die Filme im Foyer des Podewil vorgeführt.

 

Die bauhauswoche berlin ist Teil der bundesweiten Aktivitäten unter dem Dach von 100 jahre bauhausund nähert sich gemeinsam mit zahlreichen Berliner Kulturinstitutionen, Museen und Projekten unter der Überschrift 100 jahre bauhaus in berlin dem Thema aus unterschiedlichsten Perspektiven.

 

Gefördert von der Senatsverwaltung für Kultur und Europa verantwortet Kulturprojekte Berlin die Koordination und Kommunikation von 100 jahre bauhaus in berlin und organisiert die bauhauswoche berlin 2019. Medienpartner sind Berliner Morgenpost, radioeins, tip berlin, ZITTY und AskHelmut. 

 

Weitere Informationen

kulturprojekte.berlin/podewil/veranstaltungen

bauhaus100.berlin/de/bauhauswoche

bauhaus100.de/programm

facebook.com/bauhauswocheberlin

4. Europäischer Kinotag am 13. Oktober 2019

Die deutsche Schauspielerin Sandra Hüller (u.a. TONI ERDMANN, IN DEN GÄNGEN), das belgische Regieduo Jean-Pierre und Luc Dardenne (mehrfache Gewinner der Goldenen Palme in Cannes) sowie Céline Sciamma (Bestes Drehbuch in Cannes 2019 für PORTRAIT OF A LADY ON FIRE) stehen in diesem Jahr Pate für den 4. Europäischen Kinotag, der am 13. Oktober 2019 in über 800 Kinos weltweit den europäischen Film feiert.

Eine weitere besondere Zusammenarbeit entstand mit dem ungarischen Animationsfilmer Milorad Krstic, der bereits in Locarno und bei der Berlinale zu Gast war und in diesem Jahr das Poster und den Look für die Homepage www.kinotag.eu entworfen hat.
 
Der neue Präsident des internationalen Arthouse-Verbands CICAE Christian Bräuer erklärt dazu: „Mit dem Europäischen Kinotag feiern wir die Vielfalt des europäischen Films und unserer Kinos als lokal verankerte, engagierte Kulturorte. Kinos sind die Herzkammer für Filme und geben der 7. Kunst gesellschaftliche Relevanz. Der Europäische Kinotag ist zudem ein klares Bekenntnis zu europäischen Werten und der Freiheit und Unabhängigkeit des Filmemachens.“
 
Am 13. Oktober 2019 laden die unabhängigen Kinos in über 30 Ländern zu besonderen Veranstaltungen mit Filmen zu bestimmten Themen, „Best of“-Reihen, Klassikern, Previews, Filmgesprächen, Kinorundgängen und vielem mehr ein. Inzwischen beteiligen sich auch Kinos aus den Vereinigten Staaten, Kolumbien und dem Iran am Europäischen Kinotag.
 
Alle teilnehmenden Kinos erhalten Informations-, Presse- und Marketingmaterialien und eine Filmliste mit Vorschlägen. Interessierte Arthaus-Kinos können sich unter www.kinotag.eu anmelden.

Christine Schorn erhält den Ehrenpreis des DSP

Die Schauspielerin Christine Schorn erhält bei der Verleihung des Deutschen Schauspielpreises 2019 am 13. September für ihr darstellerisches Schaffen den Ehrenpreis Lebenswerk des Bundesverbands Schauspiel BFFS. Sie steht damit in einer Reihe mit Peter Simonischek (Ehrenpreisträger 2018) Hanna Schygulla (2017), Armin Mueller-Stahl (2016), Rolf Hoppe (2015), Senta Berger (2014), Götz George (2013) und Katharina Thalbach.

 

Über den Ehrenpreis Lebenswerk entscheidet der Vorstand des BFFS nach Vor- schlägen der Jury des Deutschen Schauspielpreises und der BFFS-Mitglieder. Aus der Begründung: „Christine Schorn berührt und bewegt durch ihre unverwechselbare Schauspielkunst – auf der Bühne wie vor der Kamera. Sie spielt leise das Laute und das Leise mit gleichermaßen kraftvoller Intensität. Sie dient ihren Figuren und der Geschichte, die erzählt werden soll. Und doch ist sie immer – unüberhörbar – Christine Schorn. Mit geschlossenen Augen „erkennt“ man sie, wenn man ihre Stimme hört: gedehnte Hast, beiläufige Behäbigkeit, kunstvolle Alltäglichkeit, Mutter, Freundin, Geliebte, Biest und Bittende – erlebtes Leben. Sie ist uneitel und bringt, wenn es gestattet ist und der Wahrheitsfindung dient, ihre Figuren mit zielsicherer Ironie über die Ziellinie in die Welt. Scharfzüngig wie zu Beginn in „Das Leben ist nichts für Feiglinge“, wickelt sie uns Zuschauer durch den hintergründig verborgenen Schmerz um den Finger, ach: um alle zehn Finger. Man kann und will nichts anderes tun als: sie zu lieben. Dank ihrer Kunst hat sie den für viele so schwierigen künstlerischen Spagat zwischen den doppeldeutschen Schauspieltraditionen scheinbar mühelos geschafft. Wenn es denn gelegentlich Mühe gemacht hätte, war diese nicht zu sehen und nicht zu hören.“

 

Die Laudatio auf Christine Schorn hält der Filmkritiker und Radiojournalist Knut Elstermann. Christine Schorn ist vielfach ausgezeichnete Schauspielerin, u.a. mit zwei Deutschen Filmpreisen. 2014 erhielt sie für ihre schauspielerische Leistung in dem Kinofilm „Das Leben ist nicht für Feiglinge“ den Deutschen Schauspielpreis als beste Nebendarstellerin.

 

Die Verleihung des Deutschen Schauspielpreises 2019 findet am 13. September im Berliner Zoo Palast statt. Zum Vorempfang treffen sich die Nominierten und Laudatorinnen und Laudatoren im Hotel am Steinplatz, die Aftershow-Party steigt im BIKINI BERLIN.

75 Museen sind dabei: Vorverkauf für Lange Nacht der Museen hat begonnen

Lange Nacht der Museen startet mit Sparticket-Angebot in den Vorverkauf
– Bis 19. August gibt es das Sparticket für 12 Euro (erm. 10 Euro)
– Ticket gilt auch für Shuttle-Busse und den gesamten öffentlichen Nahverkehr Berlin ABC
– 75 Museen bieten über 750 Veranstaltungen
– Das gesamte Programm ist jetzt online verfügbar

Volles Programm bei der Langen Nacht der Museen am 31. August 2019: Mit einem einzigen Ticket können zwischen 18 Uhr und 2 Uhr über 750 Veranstaltungen in 75 Berliner Museen besucht werden. Der Vorverkauf startet am 5. August und bietet Schnellentschlossenen das Sparticket für 12 Euro (erm. 10 Euro). Ab dem 20. August gibt es das Ticket dann für 18 Euro (erm. 12 Euro). Kinder bis 12 Jahre haben freien Eintritt. Das Ticket gilt am Veranstaltungstag nicht nur für den Zugang zu den teilnehmenden Museen, sondern auch für die acht Shuttle-Bus-Linien und für den gesamten öffentlichen Nahverkehr im Tarifbereich Berlin ABC von 15-5 Uhr.

 

Die Tickets gibt es unter www.lange-nacht-der-museen.de, in allen teilnehmenden Museen, an den Verkaufsstellen und Automaten von BVG und S-Bahn Berlin, in den Berlin Tourist Infos und den Hekticket-Filialen Alexanderplatz und Bahnhof Zoo.

 

Viel Programm braucht viel Struktur: Die neu gestaltete Website der Langen Nacht der Museen bietet neben dem Ticketshop und allen Service-Infos auch eine optimierte Programmübersicht mit vielen Filterfunktionen. Diese erlauben Lange-Nacht-Schwärmer*innen eine gezielte Suche für die persönliche Planung. Aber auch die Orientierung in der Stadt wird erleichtert: Eine neue Funktion zeigt, welche Museen in der Nähe liegen und was in der Nachbarschaft als nächstes beginnt – ob man gerade in Zehlendorf unterwegs ist oder in Friedrichshain. Da die Website für die Nutzung auf dem Smartphone optimiert ist, erhalten die Besucher*innen so neben dem Programmheft und dem Routenplan ein zusätzliches Werkzeug, um bequem den Weg durch das große Angebot zu finden. www.lange-nacht-der-museen.de

 

Die Lange Nacht der Museen ist eine Gemeinschaftsveranstaltung der Berliner Museen mit der Kulturprojekte Berlin GmbH. Die Lange Nacht der Museen wird gefördert von der Berliner Sparkasse und unterstützt von BVG, S-Bahn Berlin und Mihai. Medienpartner: Berliner Zeitung, taz, rbb 88.8, rbb Kultur, tip Berlin, ZITTY, ExBerliner, Yorck Kinogruppe.

 

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Dr. Kathrin Steinbrenner & Jasmin Knich
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Celebration! 25 Jahre Jüdisches Filmfestival Berlin & Brandenburg

Vom 8. -17. September lädt das Jüdische Filmfestival Berlin & Brandenburg (JFBB) zum runden Geburtstag: Das größte Forum für den jüdischen und israelischen Film in Deutschland feiert in diesem Jahr unter dem Motto „Celebration“ sein 25-jähriges Jubiläum. Im Jahr 1995 startete das Festival mit acht Filmen, heute im Jahr 2019 präsentiert sich das JFBB mit über 50 Filmen aus 14 Ländern und fast 60 Gästen sowie diversen Bildungs- und Kulturveranstaltungen größer und vielfältiger als zuvor und reflektiert dabei auch in seiner Jubiläumsausgabe die Vielfalt und Diversität jüdischen Lebens weltweit.

 

In den vergangenen Jahren wurden beim JFBB insgesamt rund 720 Filme aus 47 Ländern gezeigt. Unter den 600 Festivalgästen waren zahlreiche prominente Filmschaffende wie Susanne Bier, deren erster Spielfilm „Freud leaving home“ gemeinsam mit Dani Levys Kurzfilm „Ohne mich“ 1995 das erste JFBB eröffnete, Regisseur*innen wie Jochen Alexander Freydank, David Fisher, Kevin MacDonald, Samuel Maoz, Radu Mihaileanu, Eran Rilkes, Volker Schlöndorff, Schauspieler*innen wie Detlev Buck, Sir Derek Jacobi, Julia Jentsch, Carole Kane, John Turturro sowie zahlreiche Gäste aus Kultur, Politik und den Medien wie Kameramann-Legende Michael Ballhaus, Schriftstellerin Amelie Fried, Michel Friedmann, Schriftsteller Edgar Hilsenrath, Christoph Israel, Günther Jauch, Max Raabe & Palast Orchester, Christiana Rau, die israelische Professorin, Feministin und Friedensaktivistin Alice Shalvi und viele viele mehr.

 

Zahlreiche Festivalpat*innen begleiteten das Jüdische Filmfestival Berlin & Brandenburg, darunter Almila Bagriacik, Iris Berben, Margarita Broich, Sherry Hormann, Jocelyn B. Smith oder Christian Berkel, Thomas Heinze, Mehmet Kurtulus, Richy Müller, Benjamin Sadler, Fahri Yardim und viele mehr.

 

„Wir sind froh und stolz, auf ein Vierteljahrhundert erfolgreiche Festivalgeschichte zurückzublicken! Von Anfang an ging es dem Jüdischen Filmfestival Berlin & Brandenburg darum, den Facettenreichtum des israelischen Alltags und des jüdischen Lebens jenseits von Klischees und Stereotypen zu zeigen und sich gleichzeitig aktiv offenem und verstecktem Antisemitismus zu widersetzen. Die positive Entwicklung des Festivals in den vergangenen 25 Jahren hat den Erfolg unserer Intention bestätigt und damit auch eine kulturelle Lücke in der Hauptstadtregion geschlossen,“ so Gründerin und Festivaldirektorin Nicola Galliner. „Mein Dank geht an alle Wegbegleiter*innen der vergangenen 25 Jahre, mit denen wir gemeinsam das Festival auf- und ausgebaut und zum Botschafter des israelischen und jüdischen Films in Deutschland gemacht haben.“

 

Sonderpublikation „Celebration!“ erscheint am 8. September 2019
Anlässlich des Jubiläums publiziert das JFBB dank der Unterstützung durch das Auswärtige Amt die Sonderpublikation „Celebration!“ mit 24 Beiträgen internationaler Filmwissenschaftler*innen, Filmjournalist*innen, Kulturschaffender und Wegbegleiter*innen inklusive zahlreicher Fotos aus 25 bunten und spannenden Festivaljahren. Das Buch erscheint zum Festival am 8. September, herausgegeben wird es vom Jüdischen Kulturinstitut in Deutschland e.V. und Nicola Galliner. Das Buch wird im Rahmen des Festivals am 10. September vorgestellt.

 

Shani Leiderman ist diesjährige Festivalpatin
Shani Leiderman, gebürtige Israelin und Betreiberin des neueröffneten jüdischen Restaurants Beba im Gropius Bau ist Festivalpatin und das Gesicht der Plakatkampagne der Jubiläumsausgabe. Das Multitalent ist Tänzerin, Theatermacherin und Musikerin und hat nach ihrem Umzug von Amsterdam nach Berlin für das Urban Farming Projekt Infarm gearbeitet, bevor sie sich mit Beba selbständig machte.

 

14 Spielorte für das JFBB Programm
Das JFBB zeigt sein umfassendes Programm an verschiedenen Spielorten in Berlin und Brandenburg. Zentraler Standort des Festivals ist erneut das Delphi Lux im Yva-Bogen, Kantstraße 10, direkt am Bahnhof Zoo. Neben dem Delphi Lux findet das JFBB noch in 13 weiteren Spielorten in Berlin und Brandenburg statt, darunter das Haus der Wannsee-Konferenz und das Fontane Kino in Brandenburg.

 

Hochkarätige Jury für den Gershon Klein Preis
Mit insgesamt 7.000 € sind die Gershon-Klein-Filmpreise dotiert, die im Rahmen des JFBB vergeben werden. Gestiftet von der Familie Klein werden sie an erfolgreiche Filmregisseur*innen verliehen. Der Preis für den „Besten Spielfilm“ vergibt eine Jury aus vier international anerkannten Filmkritikerinnen:
Hannah Pilarczyk ist Redakteurin und Filmkritikerin im Kulturressort von Spiegel Online. Zuvor war sie Redakteurin bei NEON und der taz.
Marlyn Vinig: Die Israelin ist die erste ultra-orthodoxe Filmkritikerin, die für Mainstream Medien schrieb.
Kira Taszman ist freie Filmkritikerin und schreibt u.a. für die taz, Nürnberger Zeitung, Screen International, Jüdische Allgemeine, Filmecho, Neues Deutschland und viele mehr.
Jenni Zylka ist Filmkritikerin und schreibt u.a. für die taz, Spiegel, Der Tagesspiegel, Rolling Stone Magazin, Die Zeit, Frankfurter Allgemeine Zeitung und Frankfurter Rundschau.

 

Das komplette Programm ist ab 14. August online unter: www.jffb.de
Folgen Sie dem JFBB auf Facebook: www.facebook.com/jffberlin

 

Pressekontakt
SteinbrennerMüller Kommunikation
Kristian Müller & Dr. Kathrin Steinbrenner,
mail@steinbrennermueller.de, Telefon: 030 / 4737 2191

Berlin feiert 100 Jahre Bauhaus mit der bauhauswoche berlin

Im Jahr 1919 gründete Walter Gropius das Bauhaus und damit – trotz der nur vierzehnjährigen Existenz – eine der bis heute bedeutendsten Kunst- und Designschulen der Welt. Berlin feiert das hundertjährige Jubiläum mit der bauhauswoche berlin vom 31. August bis 8. September. Mit Ausstellungen, künstlerischen Performances, Installationen, Vorträgen und Workshops, die zum Mitmachen einladen, trägt das Festival die innovativen Gestaltungsideen und sozialen Visionen des Bauhauses in die ganze Stadt. Zum Auftakt der bauhauswoche berlin lädt die 
Lange Nacht der Museen am Samstag, den 31. August, zu einem speziellen Bauhaus-Programm am Kulturforum und vielen weiteren Veranstaltungen zum Thema in den teilnehmenden Museen ein.
 
Herzstück und Ausgangspunkt der bauhauswoche berlin ist das Festivalzentrum auf der Mittelinsel des Ernst-Reuter-Platzes. Das bauhaus reuse ist ein gläserner Pavillon aus wiederverwendeten Fensterelementen des Bauhausgebäudes in Dessau. Dort finden Vorträge und Workshops, Symposien, Radioabende, Buchvorstellungen, Filmscreenings, Performances und künstlerische Interventionen sowie die Eröffnung am 30.8. und die große Abschlussparty am 7.9. statt.

 

Zu den Highlights des kuratierten Festivalprogramms gehören eine Schaufensterausstellung zur Geschichte des Bauhauses in Schaufenstern in der Kantstraße, um den Savignyplatz und in der Potsdamer Straße, Yoga auf Dachterrassen der Bauhausmoderne und ihrer Nachfolger, der Tradition der Bauhaus-Studierenden folgend, eine Open-Air Filmreihe im Garten des Podewils oder die Velonotte, eine abendliche Architektur-Entdeckungsfahrt mit dem Fahrrad. 

 

Die bauhauswoche berlin ist Teil der bundesweiten Aktivitäten unter dem Dach von 100 jahre bauhaus und nähert sich gemeinsam mit zahlreichen Berliner Kulturinstitutionen, Museen und Projekten unter der Überschrift 100 jahre bauhaus in berlin dem Thema aus unterschiedlichsten Perspektiven. 

 

Gefördert von der Senatsverwaltung für Kultur und Europa verantwortet Kulturprojekte Berlin die Koordination und Kommunikation von 100 jahre bauhaus in berlin und organisiert die bauhauswoche berlin 2019.

75 Berliner Museen laden am 31. 08. zur Langen Nacht der Museen

Es ist die schönste Einladung des Sommers: Am 31. August öffnen
75 Museen von 18 Uhr abends bis 2 Uhr morgens ihre Türen und bieten ihren Gästen ein besonderes Programm. Unterhaltsame Kurzführungen, Gespräche mit Zeitzeug*innen, Lesungen mit Schauspieler*innen, Shows, Workshops und Musik von Tango bis Techno machen den abendlichen Museumsbesuch zu einem unvergesslichen Erlebnis.

In der diesjährigen Langen Nacht der Museen sind viele Orte ganz neu zu entdecken. Erstmals nimmt das PalaisPopulaire teil, das den „Summer of Love“ von 1967 mit opulenten Bildern und Straßenmusik feiert. Die Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum lädt prominente Gäste in ihre neue Dauerausstellung, darunter Andrej Hermlin und den Rapper Ben Salomo. Neu dabei ist auch das 30 Meter hohe Panorama von Yadegar Asisi an der Museumsinsel, das faszinierend detailreich einen Tag in der Stadt Pergamon des Jahres 129 n. Chr. schildert.
Die James-Simon-Galerie, das neue Entree zur Museumsinsel, zeigt ihre erste Sonderausstellung zur Geschichte des Abgusses von der Antike bis zur Kunst der Gegenwart. Auf der imposanten Treppe tanzt zur Eröffnung der Langen Nacht der Museen das Landesjugendballett.

Die Lange Nacht der Museen ist dieses Jahr zugleich Auftakt des stadtweiten Festivals bauhauswoche berlin, das sich u.a. mit einer Schaufensterausstellung zur Geschichte des Bauhauses, mit Yoga auf Dachterrassen und einer Open-Air-Filmreihe den Ideen und Wirkungen der berühmten Kunst- und Designschule nähert. In der Langen Nacht kann man sich zum Beispiel in der Königlichen Porzellan-Manufaktur Berlin berühmte Entwürfe von Bauhäusler*innen zeigen lassen, im Werkbundarchiv – Museum der Dinge über die Echtheit von Bauhaus-Lampen streiten oder am Kulturforum testen, ob die Design-Klassiker etwa von Marcel Breuer auch bequem sind.

Alle beteiligten Museen können mit nur einem Ticket besucht werden. Tickets sind ab 5. August erhältlich. Ab 1. August 2019 ist das komplette Programm online abrufbar unter www.lange-nacht-der-museen.de.

Weitere Informationen
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Twitter: @LNDMberlin / Instagram: @lndmberlin / #LNDMberlin

Die Lange Nacht der Museen ist eine Gemeinschaftsveranstaltung der Berliner Museen mit der Kulturprojekte Berlin GmbH. Die Lange Nacht der Museen wird gefördert von der Berliner Sparkasse und unterstützt von BVG, DB, S-Bahn Berlin und Mihai. Medienpartner: Berliner Zeitung, taz, rbb 88.8, rbb Kultur, tip Berlin, ZITTY, ExBerliner, Yorck Kinogruppe.

Dreh der int. Koproduktion STOWAWAY

Auf dem Foto: Anna Kendrick, Shamier Anderson, Regisseur Joe Penna, Daniel Dae Kim und Toni Collette (vorne, v.l.n.r.) sowie Michael Hilscher (Bavaria Studios), Nikolaus Prediger (FFF Bayern), Ulrich Schwarz (Rise Pictures), Christoph Liedke (Wild Bunch Germany), Aram Tertzakian (XYZ Films), Friedhelm Bixschlag (Bavaria Studios) und Jonas Katzenstein (augenschein Filmproduktion; hinten, v.l.n.r.) 

Am 11. Juni ist die erste Klappe des Drehs für den internationalen Science-Fiction-Thriller STOWAWAY gefallen, bis einschließlich 23. Juli wird in Bayern und NRW gedreht. Joe Penna inszeniert den Film und zeichnet zusammen mit Ryan Morrison, der darüber hinaus auch als Editor fungiert, für das Drehbuch verantwortlich. STOWAWAY ist bereits ihr zweites gemeinsames Projekt. Ihr Debütfilm Arctic, mit Hauptdarsteller Mads Mikkelsen, wurde im vergangenen Jahr beim Festival in Cannes in der offiziellen Auswahl präsentiert.

Die Hauptrollen spielen Anna Kendrick (Nur ein kleiner Gefallen, Pitch Perfect), Toni Collette (Die Kunst des Toten Mannes, Hereditary – Das Vermächtnis) – beide Academy Award® nominees –, Daniel Dae Kim (Hawaii Five-O, Lost, Always Be My Maybe) und Shamier Anderson (Zeit für Legenden, Destroyer).

STOWAWAY erzählt von einer Marsmission, bei der ein unentdeckter blinder Passagier (Shamier Anderson) aus Versehen einen irreparablen Schaden an den lebenserhaltenden Systemen des Raumschiffs anrichtet. Angesichts schwindender Ressourcen und eines möglicherweise fatalen Schicksals wiedersetzt sich als einzige die Wissenschaftlerin (Anna Kendrick) der geradezu eiskalten Logik der Kommandantin (Toni Collette) und des Biologen an Bord (Daniel Dae Kim).

augenschein Filmproduktion und RISE PICTURES produzieren mit der amerikanischen XYZ Films den Film in Zusammenarbeit  mit RainMaker Films und Yale Productions. XYZ hat dabei zusätzlich den Weltvertrieb und CCA Media Finance die US-Finanzierung übernommen. Produzenten sind Aram Tertzakian, Nick Spicer, Jonas Katzenstein, Maximilian Leo, Ulrich Schwarz und Clay Pecorin. In der ausführenden Produktion fungieren Philipp Stendebach und Maxime Cottray. Die deutschsprachigen und französischen Auswertungsrechte liegen bei Wild Bunch. Die VFX liegen bei RISE | Visual Effects Studios und werden in München und Köln realisiert. Neben den Bavaria Studios wird auch in den Kölner MMC Studios gedreht werden. Gefördert wird das Projekt vom FFF Bayern, der Film- und Medienstiftung NRW und dem DFFF. Wild Bunch wird den Film 2020 in die Kinos bringen.

 

„Die Büchse der Pandora“ ab 15. November als Mediabook im Handel

DIE BÜCHSE DER PANDORA aus dem Jahr 1929 ist der wohl bekannteste Stummfilm von Regie-Legende Georg Wilhelm Pabst mit Stummfilm-Star Louise Brooks in der Hauptrolle. Die restaurierte Fassung des Films erscheint am 15. November 2019 in der Nero Film Klassiker-Reihe von Atlas Film zum 90-jährigen Jubiläum des Films als hochwertig gestaltetes, limitiertes Mediabook inkl. DVD und Blu-ray. Der Film wird zeitgleich in der HD-Fassung auch als Video on Demand verfügbar sein. Als Vorlage für den Film dienten die Skandal-Dramen „Erdgeist“ und „Die Büchse der Pandora“ von Frank Wedekind.

Restauriert wurde der Film 2009 vom George Eastman House in Zusammenarbeit mit der Cinémathèque Française, der Cineteca Bologna, dem Gosfilmofond of Russia, dem Narodni Filmovy Archiv Prag und der Deutschen Kinemathek. Das Cover des Mediabooks ist dem Originalplakat der Premiere von 1929 nachempfunden.

INHALT
Die verführerische Lulu (Louise Brooks) lebt als Tänzerin von den Zuwendungen der Männer und Frauen, die ihr verfallen. Unter ihren Verehrern ist auch Dr. Schön (Fritz Kortner), ein wohlhabender, einflussreicher Zeitungsherausgeber. Dieser ist allerdings bereits einer Anderen versprochen. Durch einen von Lulu inszenierten Skandal löst sich die Verlobung auf und Dr. Schön sieht sich gezwungen Lulu zu heiraten. Noch in der Hochzeitsnacht kommt es zu einem fürchterlichen Streit, in dessen Verlauf Dr. Schön getötet wird. Lulu wird verhaftet, kann jedoch gemeinsam mit Alwa (Franz Lederer), Dr. Schöns Sohn, aus dem Gerichtssaal fliehen. Ihre Flucht führt sie über Umwege nach London. Hier treibt zu allem Unglück der Frauenmörder Jack the Ripper (Gustav Diessl) sein Unwesen…

Cast & Crew:
Regie: Georg Wilhelm Pabst

Drehbuch: Ladislaus Vajda, nach den Bühnenstücken „Erdgeist“ und „Die Büchse der Pandora“ von Frank Wedekind

Mit: Louise Brooks (Lulu), Fritz Kortner (Dr. Schön), Franz Lederer (Alwa Schön), Carl Goetz (Schigolch) Krafft-Raschig (Rodrigo Quast), Alice Roberts (Gräfin Geschwitz), Daisy d’Ora (Braut Dr. Schöns), Gustav Diessl (Jack the Ripper), Michael von Newlinsky (Marquis Casti-Piani), Siegfried Arno (Inspizient)

Kamera: Günther Krampf

Bauten: Andrej Andrejew, Gottlieb Hesch

Produktion: Nero-Film AG

Restaurierung: 2009 vom George Eastman House in Zusammenarbeit mit Cinémathèque Francaise, Cineteca Bologna, Gosfilmofond of Russia, Narodni Filmovy Archiv Prag und der Deutschen Kinemathek

Restaurierungskonzept: Martin Koerber

Bildbearbeitung: Haghefilm, Amsterdam

Produktionsleitung der Restaurierung: Angela Holm

Musik: Peer Raben (1997)

 

 

AG Kino – Gilde begrüßt den Kinokulturpreis in MV

Der Verband der unabhängigen Filmtheater AG Kino – Gilde freut sich über die Einführung eines Kinokulturpreises in Mecklenburg – Vorpommern. Seit langem setzt sich der Verband in Gesprächen mit der Landesregierung für eine Kinoförderung und einen Kinokulturpreis ein.  Als einziges Bundesland hat Mecklenburg – Vorpommern bislang keine Auszeichnung dieser Art.

„Es zeigt, dass die Landesregierung den Wert des Kulturortes Kino für Regionen und Kommunen anerkennt“, [Kristian 1] so der Vorsitzende der AG Kino – Gilde, Christian Bräuer. Durch den Preis wird ein Anreiz geschaffen, den kulturell anspruchsvollen Film in der Fläche mehr Sichtbarkeit zu geben und so die kulturelle Vielfalt zu stärken. Ein Anliegen, dass auch im Koalitionsvertrag der Bundesregierung formuliert ist.

„Mit 25.000 Euro Preisgeld ist ein Anfang gemacht“, so Bräuer.  Um die Kinos und Filmtheater nachhaltig zu stärken erwartet die AG Kino – Gilde aber auch, dass sich Mecklenburg – Vorpommern an der Kofinanzierung des für 2020 geplanten Zukunftsprogramms der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien beteiligt, das jährlich bis zu 17 Millionen Euro Förderung für Investitionen in Kinos vorsieht.

„Auch im digitalen Zeitalter sind Kinos weiterhin die Herzkmmer für Filme“, so Bräuer. „Sie machen diese sichtbar und geben ihnen Relevanz in der Öffentlichkeit.“

Filmsommer in Südtirol: IDM unterstützt acht Projekte mit 1,93 Mio. Euro

Die Landesregierung Südtirol hat im Rahmen der zweiten von drei Förderrunden 2019 ein Fördervolumen von 1.930.000 Euro für acht Projekte zugesagt. Sechs der acht geförderten Filmvorhaben sind aus Italien, eines aus Deutschland und eines aus Lettland. Die mit Projektförderung unterstützten Projekte generieren insgesamt 94 Drehtage in der Region, der erwartete Südtiroleffekt beträgt über 3,4 Millionen Euro.

800.000 Euro, die höchste Einzelförderung dieses Calls, erhält die römische Produktionsfirma Jean Vigo Italia für „Resilient“, die unglaubliche Kindheitsgeschichte von Mario Capecchi, der es vom Straßenkind in Südtirol – seine amerikanische Mutter war im KZ inhaftiert -, zum Nobelpreisträger für Medizin brachte. Regisseur Roberto Faenza, der auch zusammen mit David Gleeson das Drehbuch geschrieben hat, wird ab September 42 von insgesamt 48 geplanten Drehtagen in Südtirol realisieren, und zwar an zahlreichen Locations, darunter die Franzenfeste, der Salten, die Kaserne Meran oder Schloss Englar Eppan. Der Film soll mit Francesco Giammanco, Lucy Boynton, Sylvia Hoekst, Alessandro Preziosi sowie Hollywoodstar Matt Dillon hochkarätig besetzt werden. Die Produktionsfirma möchte für Mario Capecchi die Ehrenbürgerschaft der Stadt Bozen beantragen.

Das Serienprojekt „Wild Republic“ der Münchner Lailaps Pictures wird mit 500.000 Euro Förderung unterstützt. Nach den Drehbüchern von Jan-Martin Scharf, Arne Nolting und Klaus Wolferstetter setzen die Regisseure Markus Goller und Lennart Ruff die in den Alpen angesiedelte Dramaserie ab Ende August um. “Wild Republic” erzählt die Geschichte einer Gruppe junger Straftäter, die an einem experimentellen Resozialisierungsprogramm teilnehmen. Das Programm erfährt eine dramatische Wendung, als einer der Teilnehmer gewaltsam zu Tode kommt. Die Serie ist bereits von der Telekom Deutschland lizensiert. 25 Drehtage sind im Passeiertal, Timmelstal, im Oberen Vinschgau, Martelltal und in Stilfs eingeplant. Mit an Bord als Südtiroler Serviceproduzenten sind Philipp Moravetz und Lynn Inglese mit ihrer Giafatto Entertainment.

Ebenfalls bereits im August starten in Südtirol die Dreharbeiten zu Lettlands erstem Western. Fenixfilm aus Riga in Koproduktion mit der Furia Film aus Gdynia in Polen dreht den Film „Where the Road leads“ unter anderem am Neves-Stausee und an den Reinbach Wasserfällen. Angesiedelt im späten 19. Jahrhundert, erzählt der Western die Geschichte von Eva, einer 16-jährigen Aristokratin, die am Tag ihrer arrangierten Hochzeit aus dem Haus des Barons flieht, dem sie versprochen ist. Gejagt von den Männern des Barons und der örtlichen Polizei, versucht sie verzweifelt, ihre Freiheit zu bewahren. Das Drehbuch stammt von Matiss Kaza und Ilze Akmentina, Regie führt Matiss Kaza. Die Produktion wird von IDM mit 100.000 Euro unterstützt.

Mit 60.000 Euro geht die höchste Einzelförderung dieses Calls für einen Dokumentarfilm an „The Red House“. Tekla aus Turin produziert gemeinsam mit VIDICOM Media aus Hamburg. Regie führt Francesco Catarinolo. Der Film folgt dem bekannten Südtiroler Abenteurer Robert Peroni nach Grönland, wo er nach zahlreichen gefährlichen Expeditionen bei dem vom Aussterben bedrohten Inuit-Volk der Ivis sesshaft wurde. In Grönland gründete Robert “The Red House” für Ivis, die durch Alkoholismus, Depressionen und Arbeitslosigkeit alles verloren haben. Das Filmprojekt wurde von IDM bereits bei der Produktionsvorbereitung unterstützt.

Schließlich wurde die Fördersumme des 1. Calls für das Projekt „Hilfe, ich habe meine Freunde geschrumpft“ der Südtiroler Produktionsfirma Filmvergnügen bestätigt.

Produktionsvorbereitungsförderung

IDM fördert außerdem mit 25.000 Euro die Produktionsvorbereitung zu „Hohe Mauern – Geschichten aus dem Frauenkloster Säben“. Die Südtiroler Autorinnen und Regisseurinnen Edith Eisenstecken und Evi Oberkofler dokumentieren mit ihrem Film den Alltag in dem 1686 gegründeten Frauenkloster oberhalb des Südtiroler Städtchens Klausen, das derzeit vier Benediktinerinnen beherbergt. Produziert wird der Dokumentarfilm von der neu gegründeten Bozner Produktionsfirma Fain Media GmbH.

20.000 Euro erhält der Dokumentarfilm „After Dive“ – eine Art Roadmovie im Pool – für die Vorbereitung der Produktion. Nach einer Idee von Patrizia Emma Scialpi und Leonardo Guerra Seràgnoli begleitet Regisseurin Patrizia Emma Scialpi die beiden herausragenden Südtiroler Turmspringerinnen und sechsmaligen Europameisterinnen Tania Cagnotto und Francesca Dallapè, die 2016 bei den Olympischen Spielen in Rio eine Silbermedaille gewannen, auf ihrem Weg zu den Spielen 2020 in Tokio.

Und schließlich fördert IDM die Vorbereitung des Dokumentarfilmprojekts „Souvenirs of War“ mit 20.000 Euro. Produziert wird der Film von der Bozner Helios Sustainable Film, Georg Zeller führt Regie. Der Filmemacher zeigt in seinem Film, dass in Bosnien – 25 Jahre nach dem blutigsten Konflikt auf europäischen Boden seit 1945 – der Krieg zu einem Element von Sightseeing geworden ist. Man kann zum Sound von einschlagenden Granaten in Bunkern übernachten oder geführte Wanderungen durch den Wald bei Srebrenica unternehmen, in dem Massenerschießungen stattgefunden haben. Gleichzeitig bieten diese makabren Reiseangebote die Chance, in Kontakt mit den Menschen vor Ort und ihre häufig furchtbare Geschichte zu kommen.

Die Einreichfrist für die letzte Förderrunde 2019 endet am 18. September (Entscheidung bis 6. November).

Aktuelle News auch auf Facebook: www.facebook.com/idmfilmfunding

Pressekontakt:
Dr. Kathrin Steinbrenner & Kristian Müller
SteinbrennerMüller Kommunikation
Telefon: +49 (0)30 47372192
mail@steinbrennermueller.de
www.steinbrennermueller.de

Screenings der Verleiher auf dem Filmfest München

Auch in diesem Jahr nutzen die Filmverleiher 24 Bilder, Alamode Film, NFP marketing & distribution*, Prokino, STUDIOCANAL und Weltkino die Gelegenheit, den Kinobetreibern am Rande des Filmfests München Filme und Ausschnitte aus ihrem kommenden Programm vorzustellen.

Die Screenings finden vom 2. bis 4. Juli in den City Kinos (Sonnenstraße 12, 80331 München) statt.

Die Termine in der Übersicht:

Dienstag, 2. Juli
10.30 bis 14.00 Uhr

 

Alamode Film
Tradeshow & Screening „Nurejew – The White Crow “ von Ralph FiennesAnmeldungen bis zum 24. Juni unter
presse@alamodefilm.de
 
16.00 bis 20.00 Uhr

 

24 Bilder & Partner
Tradeshow in Kooperation mit justbridge, Koch Films, KSM, Little Dream, Port au Prince, Splendid Film, Telepool & weiteren, anschl. Film-Screening.Anmeldungen bis 28. Juni unter
info@24-Bilder.de
 
Mittwoch, 3. Juli
14.30 bis 19.30 Uhr

 

STUDIOCANAL & Prokino
Tradeshow & Screenings „Lara“ von Jan-Ole Gerster sowie „Leid und Herrlichkeit“ von Pedro Almodóvar und ein ÜberraschungsfilmAnmeldung bis zum 28. Juni unter
event@studiocanal.de
 Donnerstag, 4. Juli
11.00 bis 13.30 Uhr

 

Weltkino
Das Weltkino-Team gibt zusammen mit Gästen einen filmischen Ausblick auf das zweite Halbjahr.Anmeldung bis zum 28. Juni unter
event@weltkino.de
14.00 bis 17.00 Uhr

 

NFP marketing & distribution*/Filmwelt Verleihagentur
Tradeshow & Screening 

Weitere Informationen unter kinobrief@NFP.de
Teilnahme nur nach erfolgter Anmeldung

 

Deutscher Schauspielpreis 2019 – Die Nominierten

Die Jury des DEUTSCHEN SCHAUSPIELPREISES 2019, die Schauspielerinnen und Schauspieler Sheri HagenMarcus OffAnton RattingerAglaia SzyszkowitzHans-Jochen WagnerKatja Weitzenböck und Anne Weinknecht, hat nach Sichtung der relevanten deutschsprachigen Kino-, Fernsehfilme und Serien, die zwischen Januar 2018 und März 2019 zur Ausstrahlung kamen oder ihre Kinopremiere feierten, ihre Entscheidung gefällt: In acht Preiskategorien hat sie insgesamt 26 Schauspielerinnen und Schauspieler nominiert.

SCHAUSPIELERIN IN EINER HAUPTROLLE
Susana AbdulMajid – „Jibril“

Judith Hofmann – „Der Unschuldige“
Valerie Pachner – „Der Boden unter den Füßen“

SCHAUSPIELER IN EINER HAUPTROLLE
Rainer Bock– „Atlas“

Hans Löw – „In My Room“
Johannes Zeiler – „Wackersdorf“

SCHAUSPIELERIN IN EINER NEBENROLLE
Adele Neuheuser – „Brecht“

Eva Weißenborn – „Gundermann“
Maryam Zaree  – „Polizeiruf 110 – Tatorte “

SCHAUSPIELER IN EINER NEBENROLLE
Golo Euler – „Tatort: Unter Kriegern“

Joachim Król – „Polizeiruf 110: Das Gespenst der Freiheit“
Martin Wuttke – „Glück ist was für Weicheier“

SCHAUSPIELERIN IN EINER KOMÖDIANTISCHEN ROLLE
Pia Hierzegger – „Der Tatortreiniger: Currywurst“

Hedi Kriegeskotte – „Der Junge muss an die frische Luft“
Ursula Werner – „Der Junge muss an die frische Luft“

SCHAUSPIELER IN EINER KOMÖDIANTISCHEN ROLLE
Bjarne Mädel – „Der Tatortreiniger“

Uwe Ochsenknecht  – „Labaule und Erben“
Thomas Schmauser – „Der große Rudolph“

NACHWUCHS
Jasper Engelhardt – „Polizeiruf 110: Das Gespenst der Freiheit“

Luisa-Céline Gaffron – „Acht Tage“
Thomas Prenn – „Tatort: Damian“
Lena Urzendowsky – „Der große Rudolph“

STARKER AUFTRITT
Eugene Boateng – „Die Protokollantin“

Dela Dabulamanzi – „Druck“
Barbara Krabbe – „Der goldene Handschuh“
Gerhard Liebmann – „M – Eine Stadt sucht einen Mörder“

Die Jury hat überdies einen Preisträger für die Kategorie Ensemble gefunden, der zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben wird. Zusätzlich zu den Preisen in den Jury-Kategorien werden beim DEUTSCHEN SCHAUSPIELPREIS noch der Theaterpreis, der Synchronpreis ‚Die Stimme’, der Deutsche Fairnesspreis, der sich in diesem Jahr dem Thema „Diversität“ widmet, sowie der Ehrenpreis Lebenswerk und der Ehrenpreis Inspiration, mit dem eine Person geehrt wird, die sich in besonderer Weise für den Berufsstand der Schauspieler eingesetzt hat, vergeben.

Die Preisträgerinnen und Preisträger der Jury-Kategorien werden von den Mitgliedern des Bundesverbands Schauspiel (BFFS) per Abstimmung ermittelt und am Abend der Preisverleihung am 13. September 2019 im Rahmen einer feierlichen Gala im Berliner Zoo Palast bekannt gegeben.

Die Nominierungen für den DEUTSCHEN SCHAUSPIELPREIS 2019 wurden heute im Rahmen eines sommerlichen Cocktails im GRACE Restaurant des HOTEL ZOO bekannt gegeben.

Zahlreiche Schauspielerinnen und Schauspieler ließen es sich nicht nehmen, die Bekanntgabe der Nominierungen vor Ort mitzuverfolgen, darunter Mariella Ahrens, Sarah Alles, Verena Altenberger, Natalia Avelon, Eugen Bauder, Bibiana Beglau, Jytte-Merle Böhrnsen, Gesine Cukrowski, Caro Cult,
Cem Ali Gültekin, Roman Knizka, Leslie Malton, Anna-Catrin Märzke, Hans-Werner Meyer, Patrick Mölleken, Minh-Khai Phan-Thi, Tina Ruland, Axel Schreiber, Bärbel Stolz, Johann von Bülow, Anastasia Zampounidis oder Brigitte Zeh.

Über den Deutschen Schauspielpreis:
Der Deutsche Schauspielpreis wurde vom Bundesverband Schauspiel e.V. (BFFS) ins Leben gerufen und während der Berlinale 2012 zum ersten Mal verliehen. Die Preisverleihung ist eine Non-Profit-Veranstaltung, die nur durch ein breites ehrenamtliches Engagement der Schauspielerinnen und Schauspieler, zahlreicher Freunde und Unterstützer, Förderer und Sponsoren ermöglicht wird.

https://www.schauspielpreis.com

Über den Bundesverband Schauspiel e.V. (BFFS):
BFFS steht für Bühne, Film, Fernsehen, Sprache. Gegründet 2006 ist der BFFS als Verband und Gewerkschaft mit seinen über 3.400 Schauspielerinnen und Schauspielern inzwischen die größte nationale Schauspielerorganisation und die mitgliederstärkste Berufsvertretung der deutschen Film-, Fernseh- und Theaterlandschaft. Der BFFS vertritt die berufsständischen sowie die gewerkschaftlichen Interessen der Schauspielerinnen und Schauspieler in Deutschland. Er will die kulturellen, gesellschaftlichen, politischen, rechtlichen, tariflichen und sozialen Rahmenbedingungen verbessern bzw. schaffen, die sowohl den einzigartigen Schauspielberuf schützen, bewahren und fördern als auch die besondere Lebens- und Erwerbsituation der Künstlerinnen und Künstler berücksichtigen, die diesen Schauspielberuf ausüben.

Wir danken denSponsoren und Partnern Audi City Berlin, Hotel Zoo, Event Lobby, St. Antony, BRLO, Vranken Pommery und Dev Crew Berlin.

 

Tür des legendären „Tresor“ in das Humboldt Forum eingezogen

Die Tür des Techno-Clubs Tresor ist heute als erstes Objekt der Berlin Ausstellung in das Humboldt Forum eingezogen. Damit beginnt auch der Aufbau der von Kulturprojekte Berlin und dem Stadtmuseum Berlin gemeinsam realisierten Ausstellung im 1. Obergeschoss des Humboldt Forums, die sich auf 4.000 Quadratmetern dem Beziehungsgeflecht zwischen Berlin und der Welt widmet.
 
„Ich freue mich, dass mit der berühmten Tür aus dem Techno-Club „Tresor“ das erste Exponat in der Berlin Ausstellung angekommen ist. Die Räume im ersten Obergeschoss für die Berlin Ausstellung sind seit März dieses Jahres baulich fertiggestellt und stehen für den Aufbau der Ausstellung bereit. Die Stiftung Humboldt Forum als Bauherrin hat im Übrigen durch zusätzliche Umplanungs- und Baumaßnahmen im südlichen Bereich der Berlin-Fläche große Raumfluchten ermöglicht, die die Kulturprojekte Berlin GmbH nunmehr für eine innovative Ausstellungsplanung nutzen kann. Die Stiftung Humboldt Forum wird auch weiterhin mit allen Berliner Institutionen eng zusammenarbeiten, um Einbau und Logistik für die Ausstellung sicherzustellen. Wir freuen uns auf eine kreative Ausstellung und auf eine gute Zusammenarbeit vor und nach der Eröffnung.“, so HANS-DIETER HEGNER, Bauvorstand Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss.
 
Einst sicherte die 2,30 m hohe Stahltür den Tresorraum im ehemaligen Wertheim, dem im Nationalsozialismus zunächst enteigneten und im Zweiten Weltkrieg schließlich zerstörten Kaufhaus. Nach der Wende wurde der Tresor als weltbekannter Techno-Club zum Sinnbild eines neuen Berlins. 2005 schloss der Tresor seine Tür, das Gelände am Leipziger Platz wurde neu bebaut und das Kellergewölbe abgerissen. Wie kaum ein anderes Exponat steht die Tresortür deshalb für die bewegte Geschichte der Stadt über die vergangenen einhundert Jahre. Die außergewöhnliche Zeitzeugin zählt auch zu den sogenannten Humboldt Forum Highlights, ausgewählten Exponaten, die einen Eindruck von der thematischen Vielfalt erahnen lassen, die künftig im Humboldt Forum zu erleben sein wird.
 
MORITZ VAN DÜLMEN, Geschäftsführer von Kulturprojekte Berlin: „Jetzt legen wir los, das erste Exponat zieht ein! Die Tresortür ist ein außergewöhnlich erzählstarkes Stück Zeitgeschichte, die von den Goldenen Zwanzigern ebenso berichtet wie von Verfolgung und Krieg in den dunkelsten Jahren unserer Stadt, aber auch von der Teilung und nach ihrer Überwindung von der subkulturellen Nutzung plötzlich zugänglicher Orte. Ein Exponat also, mit dem sich exzellent Berlin und seine wechselhafte Geschichte den Berlinerinnen und Berlinern und ihren Gästen aus aller Welt nahebringen lässt. Der Einzug der Tür ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur geplanten Eröffnung der Ausstellung.“
 
Zentrales Thema der Ausstellung ist die Verflechtung der Stadt Berlin mit der Welt. Raumgreifende Installationen, außergewöhnliche Inszenierungen und überraschende Objekte erzählen auf circa 4.000 Quadratmetern von der unverwechselbaren DNA Berlins: von Revolution und Krieg, von Freiraum, Mode und Vergnügen, von Grenzen und Verflechtung. Bis heute ist Berlin in ihrer Geschichte in all diesen Facetten mit der Welt verbunden. Diese Verbindung macht die Ausstellung erlebbar. Es entsteht eine abwechslungsreiche Schau, die eine Vielfalt an Stimmen und Geschichten zusammenbringt.
 
PAUL SPIES, Direktor Stadtmuseum Berlin und Chef-Kurator des Landes Berlin im Humboldt Forum: „Alles ist mit allem verbunden, nur manchmal eben durch Türen getrennt. Wir nutzen die Tresortür allerdings, um zu verbinden. Die Tür steht zwischen den Ausstellungsbereichen „Freiraum“ und „Grenzen“. Freiräume, die die Jahre nach dem Fall der Mauer in Berlin prägten und von denen der wahrscheinlich weltweit bekannteste der Techno-Club „Tresor“ war. Und Grenzen, wie sie die Mauer in Berlin darstellte und unter der die Stahlkammer über Jahrzehnte verschwand. Ich freue mich, dass die Tür nun auf unsere Flächen gezogen ist, ich freue mich aber auch auf die vielen weiteren Exponate und Rauminszenierungen, die ihr in den kommenden Monaten folgen.“

Als das Ende des Techno-Clubs und die Neubebauung des Areals am Leipziger Platz feststand, hatte DIMITRI HEGEMANN, Gründer des Techno-Clubs „Tresor“, eigenständig die Stahltür ausgebaut und gelagert. Jetzt stellt er das geschichtsträchtige Stahlexponat als Leihgabe dem Stadtmuseum Berlin zur Verfügung. Anhand einer umfassenden Fotodokumentation von Dimitri Hegemann wurde für die Ausstellung die Stahltür wieder instand gesetzt. Der Türaufbau mit Stufenverkleidung wurde nachgebaut, um eine solide Aufrichtung zu ermöglichen. Zusammen mit den ebenfalls erhaltenen Schließfächern, die in eine betonverkleidete Wand eingelassen werden, bilden sie heute das erste Exponat der Berlin Ausstellung.
 
Parallel zur Aufstellung der Tür und noch den ganzen Sommer laufen die Vorarbeiten für den Ausstellungseinbau. Ab Herbst folgen die großen Sonderexponate, wie das stereoskopische Kaiserpanorama, die Kugelschalen für den Raum „Vergnügen“ oder die großformatige Weltkugel, die das Zentrum des Eröffnungsraums bilden wird und das Leitmotiv der Ausstellung verkörpert: Berlin und seine Verbindungen mit der Welt. Auch diverse Künstler, darunter Street Artists aus New York, werden auf den Flächen ihre Arbeiten umsetzen. Unmittelbar vor der Eröffnung in 2020 werden die Originalobjekte in Vitrinen eingebracht, um so die Berlin Ausstellung zu komplettieren.
 
Die Berlin Ausstellung im Humboldt Forum entsteht als Koproduktion zwischen Kulturprojekte Berlin und dem Stadtmuseum Berlin. Konzept und Inhalte der Ausstellung werden von einem Team unter Federführung von Paul Spies, Chef-Kurator des Landes Berlin im Humboldt Forum und Direktor des Stadtmuseums Berlin, erarbeitet. Kulturprojekte Berlin realisiert die Produktion der Ausstellung und ist für die Kommunikation verantwortlich.

WEITERE INFORMATIONEN
www.humboldtforum.org/berlin
www.kulturprojekte.berlin/humboldt-forum
www.stadtmuseum.de/humboldt-forum

UFA Filmnächte in Berlin wieder mit großen Meisterwerken des Weimarer Kinos

Kinomagie pur auf der Berliner Museumsinsel: Bertelsmann und UFA präsentieren vom 21. bis zum 23. August 2019 zum neunten Mal die UFA Filmnächte. An drei Abenden werden frühe Meisterwerke der Kinogeschichte unter freiem Himmel, vor spektakulärer Kulisse und begleitet von Live-Musik zu sehen sein.

Die UFA Filmnächte habensich zu einem filmisch-musikalischen Highlight des Berliner Kultursommers mit eigens errichteter Orchesterbühne und Großleinwand im Kolonnadenhof des Weltkulturerbes Museumsinsel entwickelt. Allabendlich werden jeweils knapp 1.000 Gäste ausgewählte Filmkunst aus der Weimarer Zeit in einmaliger architektonisch-historischer Einbettung erleben.

Nach einem Empfang in der Berliner Bertelsmann-Repräsentanz startet das Stummfilmfestival am Mittwoch, 21. August, mit Richard Oswalds EINE TOLLE NACHT. Der lange verschollen geglaubte und im Staatlichen Russischen Filmarchiv Gosfilmofond wiederentdeckte Film aus den Jahren 1926/27 wurde in diesem Jahr digital restauriert. Er wird nun erstmals in der überarbeiteten Fassung gezeigt. Ebenfalls erstmalig wird bei den UFA Filmnächten 2019 die im Auftrag von ZDF/ARTE entstandene Neukomposition der Musik von Frido ter Beek und der international bekannten niederländischen Pianistin Maud Nelissen zu hören sein. Es spielt das Filmorchestra The Sprockets, das bereits bei den UFA Filmnächten 2018 mit seiner Musik zu DIE APACHEN VON PARISdie Zuschauer begeistert hatte. ARTE strahlt den restaurierten Film mit der neuen Musik am 26. August 2019 im Fernsehprogramm aus. Vor Ort wird der Schauspieler Uwe Ochsenknecht als Filmpate in die Stummfilmkomödie und deren historischen Hintergrund einführen.

Am Donnerstag folgt Fritz Langs epochales und technisch weitsichtiges Meisterwerk
FRAU IM MOND.Die Musik zu einem der berühmtesten Ufa-Filme spielt DJ-Legende
Jeff Mills, der dafür seinen bereits für den Film geschaffenen Score noch einmal überarbeitet. Jeff Mills trat bereits 2017 zu METROPOLIS bei denUFA Filmnächten auf. Einen Überblick über die Bedeutung von FRAU IM MOND liefert dem Publikum diesmal der Filmhistoriker und Kurator der UFA Filmnächte Friedemann Beyer.

Am Freitagabend steht – auf einen Monat genau 100 Jahre nach der Premiere als Eröffnungsfilm des Berliner Zoo Palastes – Ernst Lubitschs Revolutionsepos
MADAME DUBARRY auf dem Programm. Die Musik liefernEkkehard Wölk und das Ensemble Ancien Régimemit einer Neukomposition von Ekkehard Wölk. Auch in diesen Film wird Friedemann Beyer einführen.

Das Programm im Überblick:

Mittwoch, 21. August 2019, Einlass: 20:30 Uhr, Filmbeginn: 21:00 Uhr
EINE TOLLE NACHT (1926/27), Regie: Richard Oswald
Mit Ossi Oswalda, Harry Liedtke, HenryBender, Paul Graetz, Kurt Gerron
Produktion: Richard Oswald-Produktion, Länge: 83 Min.
Musik: Neukomposition von Frido ter Beek und Maud Nelissen im Auftrag von ZDF/ARTE. Es spielt das Filmorchestra The Sprockets.

Donnerstag, 22. August 2019, Einlass: 20:30 Uhr, Filmbeginn: 21:00 Uhr
FRAU IM MOND (1929), Regie: Fritz Lang
Mit Gerda Maurus, Willy Fritsch, Klaus Pohl, Gustav von Wangenheim, Fritz Rasp
Produktion: Fritz Lang Film für Ufa, Länge: 156 Min.
Musik: Jeff Mills mit einer neuen musikalischen Interpretation

Freitag, 23. August 2019, Einlass: 20:30 Uhr, Filmbeginn: 21:00 Uhr
MADAME DUBARRY (1919), Regie: Ernst Lubitsch
Mit Pola Negri, Emil Jannings, Reinhold Schünzel, Harry Liedtke, Eduard von Winterstein
Produktion: Paul Davidson Produktions-AG „Union“ (PAGU) für Ufa, Länge: 114 Min.
Musik: Neukomposition von Ekkehard Wölk. Es spielen Ekkehard Wölk und das Ensemble Ancien Régime.

Die UFA Filmnächte von Bertelsmann und UFA finden im September 2019 auch in der Europametropole Brüssel statt.

Bertelsmann engagiert sich seit Jahren auf vielfältige Weise im kulturellen Bereich, national wie international. Die „Culture@Bertelsmann”-Aktivitäten umfassen dabei Ausstellungen, Lesungen und Konzerte, das Literaturformat „Das Blaue Sofa”, aber auch den Einsatz für den Erhalt des europäischen Kulturerbes. So gehört das Mailänder Archivio Storico Ricordi zu Bertelsmann, das eine Fülle einzigartiger Zeugnisse der italienischen Operngeschichte beherbergt. Als Unternehmen mit langer eigener Filmgeschichte setzt sich Bertelsmann auch für die Restaurierung, Digitalisierung und Aufführung bedeutsamer Stummfilme ein.

Die diesjährigen UFA Filmnächte in Berlin finden mit freundlicher Unterstützung von ARTE, der Staatlichen Museen zu Berlin, der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung, der Deutschen Kinemathek, Maz & Movie und Gegenbauer Facility Management statt.
Stroer, radio eins sowie das RBB Kulturradio sind Medienpartner.

Mehr unter www.ufa-filmnaechte.de, auf www.bertelsmann.de oder auf Twitter, Facebook und Instagram unter #UFAFilmnächte

Tickets für die UFA Filmnächte sind ab sofort zum Preis von 15,- Euro inkl. Vorverkaufsgebühr für den ersten und dritten Abend und 20,- Euro inkl. Vorverkaufsgebührfür den zweiten Abend erhältlich.
Online: www.ufa-filmnaechte.de oder www.ticketmaster.de 

Telefonisch: 01806 999 0000 (0,20 EUR/Verbindung aus dt. Festnetz / max. 0,60 Euro/Verbindung aus dt. Mobilfunknetz)

„Der Theaterpreis“ – neue Kategorie beim DSP

Beim diesjährigen Deutschen Schauspielpreis wird es eine eigene Kategorie für das Theaterfach geben. Der Theaterpreis des DSP ist ein Patenpreis, der in jedem Jahr von einer oder einem vom Vorstand des BFFS ausgewählten Patin oder Paten vergeben wird. In diesem Jahr hat der frischgekürte Präsident der Deutschen Filmakademie Ulrich Matthes die Patenschaft übernommen. Er wird am Abend der Preisverleihung am 13. September auch die Laudatio auf die Preisträgerin oder den Preisträger halten.

Hans-Werner Meyer, BFFS-Vorstand und Mitglied des Gestaltungsteams Deutscher Schauspielpreis: „Der BFFS ist inzwischen die Gewerkschaft für alle Schauspieler, egal, ob ihr Betätigungsschwerpunkt Film/Fernsehen ist, Theater oder Synchron. Darum ist es uns wichtig, allen Spielfeldern unserer Kunst die ihnen gebührende Aufmerksamkeit zu geben, also auch dem Theater als dem Ursprung unserer Kunst. Da es aber unmöglich ist, alle relevanten Inszenierungen des Jahres zu sichten, haben wir den Preis als radikal subjektiven Patenpreis ausgestaltet. Wir freuen uns sehr, Ulrich Matthes als Kenner zahlreicher Inszenierungen und neugierigen Beobachter vieler Kolleginnen und Kollegen gewonnen zu haben, seine ganz persönliche Entscheidung zu treffen, wessen Spiel er im vergangenen Jahr als besonders inspirierend empfunden hat.“

Damit wird es beim Deutschen Schauspielpreis 2019 drei neue Preise geben: Neben dem ‚Theaterpreis und den Synchronpreis ‚Die Stimme’ mit dem im Jahr nach der Verschmelzung des Interessenverbands Synchronschauspieler (IVS) und dem BFFS eine Synchronschauspielerin oder ein Synchronschauspieler ausgezeichnet wird, den von BFFS und Verdi ausgelobten ‚Deutschen Fairnesspreis’, der sich in diesem Jahr dem Thema „Diversität“ widmet.

Außerdem werden Preise in den neun klassischen Kategorien vergeben: `Schauspielerin in einer Hauptrolle’, ‚Schauspieler in einer Hauptrolle’, ‚Schauspielerin in einer Nebenrolle’, ‚Schauspieler in einer Nebenrolle’, ‚Schauspielerin in einer komödiantischen Rolle’, ‚Schauspieler in einer komödiantischen Rolle’, ‚Starker Auftritt’, ‚Nachwuchs’ und ‚Ensemble’.

Und schließlich verleiht, wie in den Vorjahren, der Vorstand des BFFS noch den ‚Ehrenpreis Lebenswerk’ und den ‚Ehrenpreis Inspiration’, mit dem eine Person geehrt wird, die sich in besonderer Weise für den Berufsstand der Schauspieler eingesetzt hat.

Die Nominierten zum Deutschen Schauspielpreis werden am 19. Juni im GRACE Restaurant des HOTEL ZOO bekanntgegeben. Die Verleihung des Deutschen Schauspielpreises findet am 13. September im Berliner Zoo Palast statt. Zum Vorempfang treffen sich die Nominierten und Laudatorinnen und Laudatoren im Hotel am Steinplatz, die Aftershow-Party steigt im BIKINI BERLIN.

Über den Deutschen Schauspielpreis:
Der Deutsche Schauspielpreis wurde vom Bundesverband Schauspiel e.V. (BFFS) ins Leben gerufen und während der Berlinale 2012 zum ersten Mal verliehen. Die Preisverleihung ist eine Non-Profit-Veranstaltung, die nur durch ein breites ehrenamtliches Engagement der Schauspielerinnen und Schauspieler, zahlreicher Freunde und Unterstützer, Förderer und Sponsoren ermöglicht wird.

https://www.schauspielpreis.com

Über den Bundesverband Schauspiel e.V. (BFFS):
BFFS steht für Bühne, Film, Fernsehen, Sprache. Gegründet 2006 ist der BFFS als Verband und Gewerkschaft mit seinen über 3.400 Schauspielerinnen und Schauspielern inzwischen die größte nationale Schauspielerorganisation und die mitgliederstärkste Berufsvertretung der deutschen Film-, Fernseh- und Theaterlandschaft. Der BFFS vertritt die berufsständischen sowie die gewerkschaftlichen Interessen der Schauspielerinnen und Schauspieler in Deutschland. Er will die kulturellen, gesellschaftlichen, politischen, rechtlichen, tariflichen und sozialen Rahmenbedingungen verbessern bzw. schaffen, die sowohl den einzigartigen Schauspielberuf schützen, bewahren und fördern als auch die besondere Lebens- und Erwerbsituation der Künstlerinnen und Künstler berücksichtigen, die diesen Schauspielberuf ausüben.

Christian Bräuer neuer CICAE-Präsident

Der internationale Arthouse-Verband CICAE hat an der Spitze einen Generationenwechsel vollzogen. Bei der Mitgliederversammlung während der 72. Filmfestspiele in Cannes wurde Christian Bräuer, Vorsitzender des deutschen Filmkunsttheaterverbands AG Kino – Gilde, zum neuen Präsidenten gewählt. Er folgt Detlef Rossmann, der nach 12 Jahren nicht wieder zur Wahl angetreten war. Detlef Rossmann wurde zum Ehrenpräsident gewählt.

„Das Kino ist die Herzkammer eines Films“

Filmkunsttheater auf der ganzen Welt stehen für kulturelle Vielfalt und bringen globale Themen ins Lokale zu den Menschen. Gerade im digitalen Zeitalter werden Kinos als reale Orte der Begegnung immer wichtiger. „Kinos sind die Herzkammer für Filme,“ so Christian Bräuer. „Auf der großen Leinwand werden Filme zum Leben erweckt und entfalten ihre gesellschaftliche Relevanz durch das gemeinsame Erlebnis.“ Um diese Rolle der Kinos zu stärken, ist die Bildung von Netzwerken wichtig. In vielen Ländern geraten Diversität und eine offene Gesellschaft zunehmend unter Druck. Die CICAE will als Solidargemeinschaft die Arbeit von Filmkunsttheatern als Kulturorte stärken.

Dem neuen Vorstand der CICAE gehören neben dem Präsidenten drei Männer und drei Frauen an:
Christian Bräuer, Präsident (Deutschland)
Francois Aymé, Vize-Präsident (Frankreich)
Domenico Dinoia, Vize-Präsident (Italien)
Mario Fortin, Vize-Präsident (Kanada)
Peggy Johnson, Vize-Präsidentin (USA)
Eva Morsch – Kihn, Generalsekretärin (Frankreich)
Renaud Laville, Schatzmeister (Frankreich)
Mira Staleva (Bulgarien)

Zur Person:
Christian Bräuer ist Geschäftsführer der Yorck Kinogruppe, die in Berlin 11 Filmkunsttheater und ein Freiluftkino betreibt. Er ist seit 2009 Vorsitzender des deutschen Filmkunstkinoverbandes AG Kino – Gilde und vertritt die Interessen der deutschen Kinos im Präsidium der Filmförderungsanstalt FFA. Dort ist er auch Vorsitzender des Ausschusses für Europa und internationale Zusammenarbeit. Dem Vorstand der CICAE gehörte er bisher als Vize-Präsident an.

Mehr als 50.000 Besucher beim Fest der Luftbrücke

Zum Abschluss des großen Fests der Luftbrücke am heutigen Sonntagabend führte die Band of The Royal Armoured Corps, die Marching Band der britischen Armee, die Besucherinnen und Besucher von der Luftbrücken Bühne über das Flughafenvorfeld auf das Tempelhofer Feld.
 
Zuvor erlebten die insgesamt über 50.000 Berlinerinnen und Berliner sowie Gäste aus der ganzen Welt ein abwechslungsreiches Festprogramm anlässlich des 70. Jahrestags des Endes der Berlin-Blockade. Einer der besonders bewegenden Höhepunkte des Fests war der Besuch von Oberst Gail Halvorsen (98). Der legendäre Pilot warf während der Luftbrücke beim Anflug auf Tempelhof an kleinen Fallschirmen befestigte Süßigkeiten für die auf ihn wartenden Kinder ab. Gail Halvorsen war außerdem von 1970 bis 1974 Kommandant des Flughafen Tempelhof.
 
Auf dem Flughafen-Vorfeld schlugen zahlreiche Institutionen die Brücke in die Gegenwart und zeigten, wie humanitäre Hilfe heute funktioniert. In den Hangars 4 und 5 wurde die Luftbrücke auf vielfältige Weise erlebbar gemacht, etwa in einer 70 Meter langen Video- und Soundinstallation oder beim Luftbrücken Talk u.a. mit Zeitzeugen. Die Luftbrücken-Bühne bot den ganzen Tag über Live-Musik aus den Ländern der Alliierten sowie vom Bundespolizeiorchester, dem Stabsmusikkorps der Bundeswehr oder Andrej Hermlin and his Swing Dance Orchestra. Kinder spielten typische Kinderspiele aus der damaligen Zeit, verkleideten sich wie in den fünfziger Jahren und fuhren mit historischen Fahrgeschäften.
 
Eröffnet wurde das Fest vom Regierenden Bürgermeister von Berlin Michael Müller und von Bundesjustizministerin Dr. Katarina Barley. In seinen Eröffnungsworten erinnerte Michael Müller daran, was die Luftbrücke für Berlin bedeutete: „Genau vor 70 Jahren endete die Blockade West-Berlins durch die Sowjetunion. Fast ein Jahr lang waren die über zwei Millionen Menschen in den Westsektoren unserer Stadt in ganz besonderem Maße auf Solidarität und Unterstützung angewiesen. Und die bekamen sie glücklicherweise: Die westlichen Alliierten brachten mit der Luftbrücke unzählige Tonnen an Lebensmitteln und anderen überlebenswichtigen Gütern nach Berlin. Die Versorgung einer so großen Anzahl an Menschen mithilfe von Flugzeugen war eine logistische Meisterleistung. Vor allem war sie aber auch das sichtbare Bekenntnis der westlichen Alliierten, die Freiheit West-Berlins entschlossen zu verteidigen. Gerade auch durch die Luftbrücke wurde Berlin zur Stadt der Freiheit.“
 
Das Land Berlin hatte als Ausrichter des Fests die Tempelhof Projekt GmbH mit Konzeption und Umsetzung beauftragt. Das Fest der Luftbrücke wurde maßgeblich durch die großzügige Förderung der Berliner LOTTO-Stiftung ermöglicht.
Unterstützt wurde das Fest von der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH, der Deutschen Fernsehlotterie, der Wall GmbH und der Lufthansa AG.

Neben den Botschaften der USA, Englands, Frankreichs, Australien, Südafrikas, Kanadas, Neuseelands beteiligten sich 20 Partner an der Programmgestaltung:
Das AlliiertenMuseum, der Sammler Andreas Skala, der Arbeiter Samariter Bund, die Berliner Feuerwehr, die Berliner Polizei, die BronxBerlinConnection, die Bundespolizei, die Bundeswehr, Care Deutschland, die Deutsche Fernsehlotterie, die Deutsche Post, das Deutsche Rotes Kreuz, das Deutsche Technikmuseum, der Internationale Aero-Philatelisten-Club „Otto Lilienthal“, die Johanniter-Unfall-Hilfe, das Luftbrückenmuseum Erinnerungsstätte Luftbrücke Berlin e.V. in Faßberg, das Militärhistorische Museum der Bundeswehr Flugplatz Berlin-Gatow, der Philatelisten-Verband Berlin-Brandenburg, das Technische Hilfswerk und der UNHCR.
 
www.fest-der-luftbruecke.de
www.facebook.de/festderluftbruecke
www.instagram.com/festderluftbruecke

COUNTDOWN:  Noch drei Tage bis zum FEST DER LUFTBRÜCKE

70 Jahre Luftbrücke – am 12. Mai 2019 feiert das Land Berlin das historische Ende der Blockade Berlins mit einem großen Familienfest auf dem Flughafen Tempelhof. Der Regierende Bürgermeister von Berlin Michael Müller wird das Fest auf der Luftbrücken-Bühne eröffnen. Mehr als 50.000 Gäste werden erwartet, die in den Hangars, auf dem Vorfeld des Flughafen Tempelhof und dem Tempelhofer Feld ein Stück deutscher Geschichte hautnah erleben können.
 
„Luftbrücke damals – Luftbrücke heute“ unter diesem Motto wird das Fest eine Brücke in die Gegenwart schlagen: Die Allee der Alliierten mit Zeitzeugen-Porträts aller an der Luftbrücke beteiligten Alliierten erinnert an die historische Leistung, auf der riesigen Aktionsfläche Humanitäre Hilfe heute präsentieren sich Institutionen wie Helfen damals aussah, aber auch heute funktioniert, mit einer eindrucksvollen Ausstellung von historischen und modernen Fluggeräten, Fahrzeugen und Hilfsgerätschaften. 
 
Zum Fest der Luftbrücke öffnet der Flughafen Tempelhof zwei seiner Hangars: In Hangar 4 – Luftbrücke erleben läuft auf einer 70 Meter langen Projektion eine speziell für das Luftbrückenfest erstellte Sound- & Videoinstallation. In Hangar 5 – Luftbrücke begreifen geht es um das konkrete Nacherleben der Luftbrücke und der Berliner Lebenswirklichkeit in dieser Zeit. Original-Exponate, zeittypische Dekors und mediale Installationen visualisieren Logistik und Planung der Luftbrücke, den Alltag unter der Blockade sowie den persönlichen und humanitären Einsatz der Alliierten aber auch zahlloser Berlinerinnen und Berliner. Auf einer Bühne kommen Expertinnen und Experten, Zeitzeuginnen und Zeitzeugen zu Wort und schlagen immer wieder die Brücke in die Gegenwart. 
 
Eine zentrale Rolle haben die alliierten Länder bei der Programmgestaltung für die Luftbrücken-Bühne übernommen. Zur musikalischen Zeitreise lädt u.a. The US Air Forces in Europe Band, The Band of The Royal Armoured Corps aus Großbritannien, das Stabsmusikkorps der Bundeswehr, das Bundespolizeiorchester oder die Big Band The Frogs des Beethoven Gymnasium Berlin. Auch Andrej Hermlin and his Swing Dance Orchestra, die amerikanische Opernsängerin Susan Wheeler Martosko und die südafrikanische Kombo Qadasi + Maqhinga treten auf.
 
Auf einen Blick: 
FEST DER LUFTBRÜCKE 
am 12. Mai 2019 von 12.00 bis 19.00 Uhr
am Flughafen Tempelhof 
ACHTUNG: Zugang nur über das Tempelhofer Feld möglich!

Weitere Informationen zum Programm und den Beteiligten finden Sie unter https://www.fest-der-luftbruecke.de

Das Land Berlin hat als Ausrichter des Festes die Tempelhof Projekt GmbH mit Konzeption und Umsetzung beauftragt. Das Fest der Luftbrücke wird maßgeblich durch die großzügige Förderung der Berliner LOTTO-Stiftung ermöglicht.
Unterstützt wird das Fest von der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH, der Deutschen Fernsehlotterie und der Wall GmbH.
 
Über den Flughafen Tempelhof und die Tempelhof Projekt GmbH:
Der Flughafen Tempelhof ist mit ca. 300.000 m² Bruttogeschossfläche Europas größtes Baudenkmal. Im Gebäude spiegelt sich die Weltgeschichte des 20. Jahrhunderts wider. Der Ort ist untrennbar mit der Fluggeschichte der Welt verbunden. Das Quartier wird in den kommenden Jahren zu einem Experimentierort und neuem Stadtquartier für Kunst, Kultur und Kreativwirtschaft werden: Platz für einzigartige Events und Adresse kreativer, innovativer und gastronomischer Angebote. Es wird touristischer Magnet mit der Öffnung des Towers, der Geschichtsgalerie und des AlliiertenMuseums. Seit 2011 ist die Tempelhof Projekt GmbH im Auftrag der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen des Landes Berlin für den Erhalt, die denkmalgerechte Sanierung, den Betrieb und die Entwicklung des Flughafens verantwortlich. 
 

Fest der Luftbrücke: Feiern und Erinnern am 12. Mai

70 Jahre Luftbrücke – am 12. Mai 2019 feiert das Land Berlin das historische Ende der Blockade Berlins mit einem großen Familienfest auf dem Flughafen Tempelhof. Der Regierende Bürgermeister von Berlin Michael Müller wird das Fest auf der Bühne des Luftbrückenfests eröffnen.

 

Michael Müller, Regierender Bürgermeister von Berlin: „Am 12. Mai feiert Berlin auf den Tag genau 70 Jahre nach dem Ende der sowjetischen Blockade im Jahr 1949 dieses historische Ereignis mit einem großen Fest der Luftbrücke für die ganze Familie und für die ganze Stadt. Es ist eine grandiose Leistung gewesen, die Blockade der Millionenstadt mit friedlichen Mitteln zu brechen. Nicht zuletzt durch den Einsatz der Alliierten für die Freiheit Berlins und die Zusammenarbeit mit den Berlinerinnen und Berlinern dabei sind aus Besatzern Schutzmächte und Freunde geworden.“

 

Den mehr als 50.000 erwarteten Gästen wird durch ein vielfältiges Angebot die Luftbrücke erlebbar gemacht. Dabei schlägt das Fest zum Luftbrückenjubiläum mit der Botschaft, dass Menschlichkeit verbindet, eine Brücke in die Gegenwart.

 

Müller weiter: „Ich lade die Berlinerinnen und Berliner und unsere Gäste aus aller Welt herzlich zum großen Luftbrücken-Fest auf dem Vorfeld des ehemaligen Flughafens Tempelhof ein. Feiern und Erinnern – daran ist das spannende, interessante und vielfältige Programm am authentischen Ort ausgerichtet, das gemeinsam mit vielen Partnern organisiert worden ist. Allen, die mit Engagement und Kreativität daran mitgearbeitet haben, danke ich im Namen des Senats und der ganzen Stadt.“

 

Durch das Tor der Luftbrücke, einer Adaption der Luftbrücken-Denkmäler, die im Original in Frankfurt am Main, Celle und auf dem Platz der Luftbrücke in Berlin stehen, gelangt man über das Tempelhofer Feld auf das Fest der Luftbrücke.

 

Die daran anschließende Allee der Alliierten präsentiert alle an der Luftbrücke beteiligten Alliierten (USA, Großbritannien, Frankreich, Australien, Neuseeland, Südafrika, Kanada) mit Zeitzeugen-Porträts und führt vorbei an schematischen Rosinenbombern mit exemplarischer Ladung der Hilfstransporte.

 

Ebenfalls auf dem Flughafen Vorfeld präsentiert sich auf den riesigen Aktionsflächen Humanitäre Hilfe heute: Institutionen wie das Deutsche Rote Kreuz, das Technische Hilfswerk, der Arbeiter Samariter Bund, die Johanniter-Unfall-Hilfe e.V., aber auch der Der Hohe Kommissar der Vereinten Nationen für Flüchtlinge UNHCR oder Care Deutschland e.V., die Bundeswehr sowie die Bundes- und Berliner Polizei und die Berliner Feuerwehr zeigen vor Ort, wie Helfen damals aussah, aber auch heute funktioniert. Mit einer eindrucksvollen Ausstellung von historischen und modernen Fluggeräten, Fahrzeugen und Hilfsgerätschaften präsentieren sie ihre humanitäre Arbeit gestern und heute.

 

Den an der Luftbrücke beteiligten alliierten Ländern kommt im Festablauf eine zentrale Rolle zu. Das vielseitige Bühnenprogramm mit Live-Musik auf der Bühne der Luftbrücke wird teilweise von den Ländern gestaltet und führt in die damalige Zeit zurück. So kommen The United States Air Forces in Europe Band – The Jazz Ambassadors, die amerikanische Opernsängerin Susan Wheeler Martosko und die südafrikanische Kombo Qadasi + Maqhinga. Den Abschluss des Bühnenprogramms bilden die Pipes & Drums des Royal Armoured Corps aus Großbritannien. Für viel Stimmung werden zudem das Stabsmusikkorps der Bundeswehr, das Bundespolizeiorchester, The Frogs, Big Band Beethoven Gymnasium sowie Andrej Hermlin and his Swing Dance Orchestra sorgen.

 

Anlässlich des Fests der Luftbrücke öffnet der Flughafen Tempelhof auch zwei seiner Hangars. Der Videokünstler Phil Max Schöll und der Sounddesigner Christoph Kozik zeigen in Hangar 4 – Luftbrücke erleben eine speziell für das Luftbrückenfest erstellte Sound- & Videoinstallation. Hierfür wurde unzähliges Archivmaterial überarbeitet und auf einer über 70 Meter langen und den Hangar füllenden Projektion neu zusammengefügt. Im Zusammenspiel von Bild-, Video-, Grafik- und Soundinhalten entsteht ein überwältigendes Panorama über den Einsatz der westlichen Alliierten und den Durchhaltewillen der Westberliner Bevölkerung. Die 12-minütige Installation haben die Künstler mit einem Zitat des damaligen Regierenden Bürgermeisters Ernst Reuter betitelt: „So lange ein Atemzug in uns lebendig ist“.

 

In Hangar 5 – Luftbrücke begreifen geht es um das konkrete Nacherleben der Luftbrücke und der Berliner Lebenswirklichkeit in dieser Zeit. Original-Exponate, zeittypische Dekors und mediale Installationen visualisieren Logistik und Planung der Luftbrücke, den Alltag unter der Blockade sowie den persönlichen und humanitären Einsatz der Alliierten aber auch zahlloser Berlinerinnen und Berliner. Daran beteiligt sind u.a. das AlliiertenMuseum e.V., das Deutsche Technikmuseum, das Luftbrückenmuseum Erinnerungsstätte Luftbrücke Berlin e.V. in Faßberg , das Militärhistorische Museum der Bundeswehr Flugplatz Berlin-Gatow (MHM Gatow), die Deutsche Fernsehlotterie, Care Deutschland e.V. sowie der Internationale Aero-Philatelisten-Club „Otto Lilienthal“ zusammen mit den Philatelisten-Verband Berlin-Brandenburg e.V. und der Deutschen Post AG.

 

Noch nie gezeigte Fotoaufnahmen aus der Zeit der Berlin-Blockade präsentiert Matthias Heisig, der in einer fotografischen Zeitreise seine beeindruckende Sammlung das erste Mal einem breiten Publikum zugänglich machen wird.

 

Auf einer Bühne in Hangar 5 werden zudem Experten und Zeitzeugen von der Zeit der Berlin-Blockade und von den Herausforderungen an das Berliner Leben berichten und immer wieder auch die Brücke in die Gegenwart schlagen.

 

Das Fest der Luftbrücke präsentiert sich als Familienfest und lädt Groß und Klein gleichermaßen zum Erleben und Entdecken ein. Neben zahlreichen Angeboten für Kinder auf der Aktionsfläche wird es einen großzügigen Kinder- & Familien-Bereich geben. Dort können sich Eltern und ihre Kinder mit u.a. historischen Fahrgeschäften vergnügen sowie in künstlerisch angeleiteten Bau-/Bastel- und Gestaltungsworkshops kreativ mit Geschichte auseinandersetzen. In einem „Spiel, Spaß & Zeitgeist“ Bereich können Spiele, wie sie in der Zeit um 1948/49 von Kindern und Jugendlichen gespielt wurden, wieder neu entdeckt werden.

Auf einen Blick:
FEST DER LUFTBRÜCKE
am 12. Mai 2019 von 12 bis 19 Uhr
am Flughafen Tempelhof
ACHTUNG: Zugang nur über das Tempelhofer Feld möglich!

Das Land Berlin hat als Ausrichter des Festes die Tempelhof Projekt GmbH mit Konzeption und Umsetzung beauftragt. Das Fest der Luftbrücke wird maßgeblich durch die großzügige Förderung der Berliner LOTTO-Stiftung ermöglicht.
Unterstützt wird das Fest von der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH, der Deutschen Fernsehlotterie und der Wall GmbH.

Über den Flughafen Tempelhof und die Tempelhof Projekt GmbH:
Der Flughafen Tempelhof ist mit ca. 300.000 m² Bruttogeschossfläche Europas größtes Baudenkmal. Im Gebäude spiegelt sich die Weltgeschichte des 20. Jahrhunderts wider. Der Ort ist untrennbar mit der Fluggeschichte der Welt verbunden.
Das Quartier wird in den kommenden Jahren zu einem Experimentierort und neuem Stadtquartier für Kunst, Kultur und Kreativwirtschaft werden: Platz für einzigartige Events und Adresse kreativer, innovativer und gastronomischer Angebote. Es wird touristischer Magnet mit der Öffnung des Towers, der Geschichtsgalerie und des Alliierten Museums. Seit 2011 ist die Tempelhof Projekt GmbH im Auftrag der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen des Landes Berlin für den Erhalt, die denkmalgerechte Sanierung, den Betrieb und die Entwicklung des Flughafens verantwortlich.

Pressekontakt Fest der Luftbrücke:
SteinbrennerMüller Kommunikation
Jasmin Knich und Kristian Müller
Tel.: +49 30 4737 -2189 und -2192
E-Mail: mail@steinbrennermueller.de

gamesweekberlin 2019 erfolgreich zu Ende gegangen

Am gestrigen Sonntagabend ist die gamesweekberlin (8.-14. April 2019) mit dem Gamefest in der Kulturbrauerei erfolgreich zu Ende gegangen. Eine Woche lang kamen rund 11.000 Besucher_innen zu den Publikums- und Fachveranstaltungen in den zentralen gamesweekberlin-Locations Kulturbrauerei und SEZ Berlin. Insgesamt waren in der vergangenen Woche bei 17 Veranstaltungen mehr als 25.000 Spielefans, Spieleentwickler_innen und -publisher in der Hauptstadt. Die gamesweekberlin, verbindet unter ihrem Dach wirtschaftliche, technologische, kulturelle und künstlerische Aspekte der Computerspielbranche sowie aktuelle Trends und Perspektiven. Das Medienboard Berlin-Brandenburg fördert die gamesweekberlin sowie zahlreiche Einzelveranstaltungen.

 

„Wir freuen uns, dass die gamesweekberlin erneut die unterschiedlichsten Zielgruppen der Branche aus Europa, den USA und Asien erfolgreich zusammengeführt hat. Die neue Base der gamesweekberlin in der Kulturbrauerei, wo zahlreiche Events stattfanden, hat die spezielle Festivalatmosphäre verstärkt und wurde von unseren Gästen sehr gut angenommen. Insbesondere unser Plan mit dem Gamefest ein Event für die ganze Familie anzubieten, ging auf. Am Wochenende kamen mehr als 3.000 Berlinerinnen und Berliner zum gemeinsamen Gaming-Erlebnis in die Kulturbrauerei,“ resümiert Michael Liebe, Head of gamesweekberlin und CEO von Booster Space. „Das Zusammenspiel von Events für die Branche und Events für Spielefans hat auch in diesem Jahr wieder hervorragend funktioniert und die positive Wahrnehmung und Bedeutung von Computerspielen – sei es als Wirtschaftsfaktor, als Kulturgut, als Technologietreiber oder als Unterhaltungsmedium – in der Öffentlichkeit nachhaltig gestärkt. Ein großes Dankeschön an alle Partner, Sponsoren sowie an alle Helferinnen und Helfer, ohne die wir diesen Erfolg nicht hätten auf die Beine stellen können!“

 

Eröffnet wurde die Woche vergangenen Montag mit dem Opening Breakfast in der Kulturbrauerei, dort fanden auch die Core Events QUO VADIS, Womenize! Games & Tech, der GERMAN ESPORTS SUMMIT und das Gamefest statt.

 

Publikumsrenner der gamesweekberlin waren wieder A MAZE./Berlin und das Gamefest. Beim A MAZE./Berlin Festival, ausgezeichnet mit dem Deutschen Computerspielpreis 2019 in der Kategorie „Sonderpreis der Jury“, erwartete die Gäste eine einzigartige Games- und Playful Media-Ausstellung, inspirierende Talks und Workshops sowie ein Abendprogramm mit Performances, Livemusik und DJs in einer neuen Location, dem SEZ in Berlin-Friedrichshain. Zum achten Mal wurden die A MAZE. Awards vergeben und das sind die Gewinner_innen: Most Amazing Game Award: Kassinn (Island) – Huldufugl; Human Human Machine Award: Blabyrinth (Kanada) – Sleeping Beast Games; Digital Moment Award: Consume Me (USA) – Jenny Jiao Hsia & AP Thomson; Long Feature Award: THE LONGING (Deutschland) – Studio Seufz; Explorer Award: Operation Jane Walk (Österreich) – Leonhard Müllner, Robin Klengel; Audience Award: Sticky Cats (Südafrika) – The Bones Brothers; Humble New Talent Award: Iowpolis (Russland) – Maria Fedotova, Danila Yakovlev.

 

Das Gamefest wurde am Freitagabend vom Regierenden Bürgermeister von Berlin, Michael Müller, gemeinsam mit Jan Vapaavuori, Bürgermeister von Helsinki, in der Kulturbrauerei eröffnet. Helsinki und Berlin sind seit 2017 Partner in dem EU-finanzierten Projekt „Baltic Game Industry“, das die Entwicklung der innovativen und leistungsfähigen Spieleindustrie in der Ostseeregion fördert sowie die Internationalisierung und Zusammenarbeit zwischen Ländern und Akteuren stärkt. Bis Sonntagabend kamen zahlreiche Spielefans, Familien und begeisterte Cosplayer_innen zur interaktiven Ausstellung mit Indietiteln, Brettspielen, VR-Abenteuern, Arcade- und Retrokonsolen und der Indie Arena Booth, nahmen teil an der Real-Life-Quest, dem Bühnenprogramm und dem Workshop-Programm zu Medienkompetenz und Karrierechancen.

 

Der GERMAN ESPORTS SUMMIT, der vergangenes Jahr bei der gamesweekberlin Premiere feierte, fokussierte sich unter dem Motto „The Esports Movement“ mit Gästen aus Politik, Sport, Wirtschaft, Medien und Games auf eSport als gesellschaftliche Bewegung und diskutierte über die Entwicklung des eSports in Deutschland – engagiert, ehrlich und zuweilen selbstkritisch. Zusätzlich zu den Gästen vor Ort in der Kulturbrauerei schalteten außerdem 35.000 Zuschauer_innen in die Übertragung des Programms ein, das von Influencern wie Maximilan ‚HandOfBlood‘ Knabe von instinct3 oder von Jona ‚JustJohnny‘ Schmitt von Freaks 4U Gaming gestreamt wurde.

Bereits zum fünften Mal widmete sich das Aktionsprogramm Womenize! Games & Tech (presented by King) der Karriere und Stärkung von Frauen in der Games- und Tech-Branche. Neben den Vorträgen und Paneldiskussionen gab es in diesem Jahr auch zahlreiche praktische Workshops in Sachen HR, Netzwerken und Selbstdarstellung.

 

Neben den bereits erfolgreich bestehenden Veranstaltungen der gamesweekberlin wie der Spieleentwicklerkonferenz QUO VADIS, dem GERMAN ESPORTS SUMMIT, dem Matchmaking Dinner, dem APITs-Day, der Womenize! Games & Tech, A MAZE./Berlin, dem Gamefest mit Seitenquiz, Berlin Games Breakfast, kamen in diesem Jahr neu hinzu: das Opening Breakfast, die Twitch Developer Tour, die Ausstellungen BONUS-LEVEL JAPAN im Computerspielemuseum und RAINBOW ARCADE im Schwulen Museum, Gaymers: LGBT* Gaming Night gamesweekberlin Edition und GameOn – Best of Games IV. Während der gamesweekberlin fanden außerdem die Verleihung des Deutschen Computerspielpreises und die TwitchCon statt.

 

Alle Informationen unter: www.gamesweekberlin.com

Facebook: www.facebook.com/gamesweekberlin/
Instagram: www.instagram.com/gamesweekberlin/
Twitter: www.twitter.com/gamesweekberlin
LinkedIn: www.linkedin.com/showcase/-gamesweekberlin/

Foto (c) gamesweekberlin /Jonas Persson

IDM Script Lab RACCONTI geht in die 8. Ausgabe

RACCONTI, das Script Lab der Südtiroler Filmförderung IDM geht in seine 8 Runde. Für die diesjährige Ausgabe wurde das Konzept komplett neu erarbeitet. Gesucht werden erstmalig Autoren-Duos (Autor*innen oder schreibende Regisseur*innen), die ihre Serienidee mitbringen und in zwei je einwöchigen Workshops und einer Schreibphase dazwischen für den internationalen Markt weiterentwickeln. Am Ende sollen eine Mini-Bibel sowie das Drehbuch für die Pilotfolge der Serie stehen. Die Bewerbungsfrist endet am 31. Mai 2019.

 

Während des Script Labs stehen den Teilnehmer*innen hochkarätige Tutor*innen zur Seite, die bei den Workshops in Einzelgesprächen und in der Gruppe regelmäßig Feedback und Input liefern. Außerdem werden sich die insgesamt drei Teams mit zusammen sechs Autoren untereinander intensiv austauschen. In verschiedenen Masterclasses greifen schließlich internationale Expert*innen Themen auf, die zunehmend bereits bei der Drehbucharbeit mitgedacht werden müssen, wie etwa das Produktionsdesign oder die Zielgruppenansprache.

 

Die zwei Workshops finden von 18. bis 22. September und von 11. bis 15. November 2019 in Klausen, Südtirol, statt. Die Workshop-Sprache ist Englisch. Wie zuletzt RACCONTI #7 beim Series Mania in Lille wird auch RACCONTI #8 mit einem Pitching-Event auf einem internationalen Festival 2020 seinen Abschluss finden. Dort werden die Autoren ihre Stoffe internationalen Branchenvertretern vorstellen.

 

Creative Advisor und Head of Study von RACCONTI #8 ist der italienische Drehbuchautor Nicola Lusuardi. Er berät als Story Editor Sender wie RAI, MEDIASET oder SKY und arbeitete als Script Consultant und Tutor beim TorinoFilmLab, am Biennale College und lehrt am Centro Sperimentale di Cinematografia in Rom. Unterstützt wird er im Projektmanagement von Angelica Cantisani, die u.a.für das TorinoFilmLab und das Netzwerk der Europäischen Film Commissions EUFCN tätig ist.

 

Mehr Infos zu RACCONTI #8 und Details zur Bewerbung finden sich unter:
racconti.idm-suedtirol.com

 

Berlin spielt! gamesweekberlin vom 8.-14. April 2019

Von der Spieleentwicklerkonferenz über Spielekunst, Frauenpower in der Games- und Techbranche, eSports bis zum Gamefest für die ganze Familie. Die Veranstalter_innen und Partner_innen der gamesweekberlin (8.-14. April 2019) stellten heute im Rahmen einer Pressekonferenz das breitgefächerte und umfassende Programm der mit zahlreichen öffentlichen und Branchen-Veranstaltungen vollgepackten zweiten Aprilwoche vor. Mit insgesamt 14 Events, die sich unter der Dachmarke versammeln, ist die gamesweekberlin deutlich gewachsen. Ihr neues Zentrum ist die Kulturbrauerei (Schönhauser Allee 36, Berlin), dort finden zahlreiche Veranstaltungen statt. Die gamesweekberlin, die am kommenden Montagvormittag mit dem Opening Breakfast eröffnet wird, bringt unterschiedliche Zielgruppen der Branche zusammen und verbindet dadurch wirtschaftliche, technologische, kulturelle und künstlerische Aspekte sowie aktuelle Trends und Perspektiven der Computerspielbranche. Rund 15.000 Besucher_innen werden zu den fünf Core-Events QUO VADIS, Womenize! Games & Tech, A MAZE./Berlin, GERMAN ESPORTS SUMMIT und Gamefest sowie den neun weiteren Veranstaltungen der gamesweekberlin 2019 erwartet.

 

Games sind heute nicht mehr ausschließlich ein Jugendmedium, sondern zusätzlich auch Kultur- und Lehrmedium, Innovationstreiber und Therapiemittel sowie Sport. Diese Vielfältigkeit wird laut game-Verband der deutschen Games-Branche auf der gamesweekberlin deutlich und trägt auch dazu bei, dass Games in allen Altersklassen genutzt werden. Von dieser Dynamik profitiert auch der deutsche Gamesmarkt, der 2018 abermals deutlich gewachsen ist – um 9 Prozent auf rund 4,4 Milliarden Euro.

 

Michael Müller, Regierender Bürgermeister von Berlin: „Berlin hat sich im vergangenen Jahrzehnt zu einem führenden Standort der Computerspielebranche in Deutschland entwickelt. Die Berliner Gamesindustrie präsentiert sich mit rund 200 Games-Unternehmen, einer hervorragenden Infrastruktur, zentralen Verbänden, starker Förderung und exzellenten Ausbildungsmöglichkeiten als lebendiger und vielfältiger Standort. Neue Technologien wie VR und AR tragen im großen Maße dazu bei. Im Bereich eSports, einem der am stärksten wachsenden Verwertungszweige der Branche, positioniert sich Berlin außerdem zum international relevanten Standort. Ich wünsche den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der gamesweekberlin interessante Veranstaltungen, gutes Netzwerken, erfolgreiche Geschäfte und eine produktive Zeit in Berlin.“

 

Michael Liebe, CEO Booster Space & Head of gamesweekberlin: „Sieben Tage, mehr als 14 Veranstaltungen unter einem Dach! Das Engagement der Vielzahl an Partner_innen und Veranstalter_innen zeigt, dass das Konzept einen Bedarf deckt, Games Kultur, Wirtschaft und Technologie enger zusammenzubringen. Es zeigt auch, dass Berlin einen attraktiven Standort für die Vielzahl unterschiedlichster Zielgruppen bietet. Diese Entwicklung unterstreicht der wohl wichtigste Trend der Gamesbranche: Computerspiele sind generations-, gender- und nationsübergreifend ein immer wichtiger werdendes Thema. Wir freuen uns auf die größte gamesweekberlin aller Zeiten!“

 

Das Medienboard Berlin-Brandenburg fördert die gamesweekberlin und zahlreiche Einzelveranstaltungen. Mehr Informationen und Tickets unter www.gamesweekberlin.com

 

Eröffnung der gamesweekberlin

Opening Breakfast, 8. April, 10-12 Uhr (Einlass: 9 Uhr)
Kulturbrauerei (Schönhauser Allee 36)

Die gamesweekberlin wird am Montagvormittag, 8. April um 10 Uhr im Palais der Kulturbrauerei mit einer Begrüßung und einer Diskussionsrunde mit Veranstalter_innen, Investor_innen, Förder_innen und Branchenexpert_innen offiziell eröffnet, moderiert von Melek Balgün, ehemalige professionelle Counter-Strike Spielerin sowie eSports-Moderatorin. Im Anschluss lädt das Opening Breakfast zum Networking mit Flying Büffet.

 

Die Core-Events für Branchenbesucher_innen

QUO VADIS, 8.-9. April, ab 10 Uhr (Einlass: 9 Uhr)
Kulturbrauerei (Schönhauser Allee 36)

Europas älteste Spieleentwicklerkonferenz bekommt nach der Übernahme der Marke durch das Berliner Unternehmen Booster Space ein Make-Over. Zwei Tage lang wird auf acht Summits in konzentrierten Keynotes, Talks, Roundtables und Workshops diskutiert und präsentiert. Themen sind u.a. Marketing, Live-Ops, Community-Management, Finanzierung und Funding von Games sowie aktuelle Entwicklertrends für PC und mobile Geräte, innovative Technologien und der Einsatz von Computerspielen im Gesundheitswesen.

Internationale und nationale Sprecher_innen wie die Schauspielerin und Motion Capture Darstellerin Nina Franoszek und Jens Matthies von Machine Games („How to capture a villain – character building with motion capture“), Laura Higgins from Roblox („Civility By Design: Fostering a Community of Confident, Creative and Compassionate Digital Natives“), Lance James von Versus Evil („Learning to Communicate“), Marc Kamps von Birds & Trees („Extensive – expensive: Things to pay attention to while developing evidence based apps in the field of transition medicine“), Are Mack Growen von London Venture Partners („Funding the Dream“), Rafael Miranda von Amazon Alexa („Alexa, press start. – Gaming’s newest frontier“), Alexander Satanowsky von Daimler AG („The unknown gamer: Attracting new user groups and investors“), Nicole Schlautmann von Pfizer („The role of pharma in digital patient support“), Dr. Markus Schlobohm von Techniker Krankenkasse („Digital Health and Games“), Daniel Stammler von Kolibri Games („Start Lean, Learn Fast, Scale Faster – How a small idle game became an international smash hit“), Mark Vallee von Microsoft Azure | Playfab („Designing for Growth with Live Game Operations“), Alexander Willink von Voodoo („Hypercasual – Creating successful games for a casual audience“), Eric Zimmerman von der New York University („My Way of Games Education“) und viele mehr werden dieses Jahr erwartet.

Die künstlerisch-wissenschaftliche Forschungskonferenz zu Computerspielen „Clash of Realities“ diskutiert erstmals bei der QUO VADIS auf einem eigenen Summit den globalen Stand von digitalen Spielen in der Hochschulbildung.

Die QUO VADIS wird vom Medienboard Berlin-Brandenburg gefördert.

 

Womenize! Games and Tech, 10. April 2019, 10–18 Uhr
Kulturbrauerei (Schönhauser Allee 36)

Bereits zum fünften Mal dreht sich bei der Womenize! alles rund um Karriere, Perspektiven und Stärkung von Frauen in der Games- und Tech-Branche. Neben den Vorträgen und Paneldiskussionen gibt es in diesem Jahr auch erstmals Workshops für HR Fachkräfte, darunter einen HR-Workshop mit Aleksandra Zdeb und Tomas Jensen von Wooga („Fostering Diversity in the Game Industry – A case study“) sowie einen Talent Workshop mit Kate Edwards von Geogrify („Don’t Think You Are, Know You Are – Embracing Your Talents“), einen „Portfolio Workshop“ mit Level Designer Klemens Reckfort von Jo-Mei und Concept Artist Sara Han („Polish and Optimize Your Portfolio“) und einen Workshop mit Beraterin Ruth Lemmen („Networking and Self Managment“). Zu den Sprecher_innen gehören u.a. Carolin Wendt von CD Projekt RED („Building Bridges & Putting Out Fires: Community Management in Games“), Rachel Quirico (Event Host Cyber Solution Agency), Rae Grimm (Leiterin GamePro.de) und Martine Spaans (Gründerin Tamalaki).

Womenize! Games and Tech wird vom Medienboard Berlin-Brandenburg gefördert.

 

GERMAN ESPORTS SUMMIT 2019, 11. April, 9.30–21 Uhr
Kulturbrauerei (Schönhauser Allee 36)

Die gamesweekberlin wird zum Zentrum des europäischen eSports. Der GERMAN ESPORTS SUMMIT (GES), die zentrale verbandliche Fachtagung des eSport-Bundes Deutschland (ESBD) mit rund 200 Teilnehmer_innen, findet unter dem Motto „The Esports Movement“ statt. Mit über 30 Speakern und mehr als 16 Talks, Podien und Workshops ist der Summit als europäisches Gipfeltreffen die größte gesellschaftspolitische eSport-Konferenz in Deutschland, zu der Sprecher_innen aus der ganzen Welt erwartet werden.

Neben einem umfangreichen Vortrags- und Panelprogramm bietet der GES ein praxisnahes Workshop-Angebot. Das Programm bietet die Möglichkeit, von führenden Expert_innen aus eSport, Sport, Recht und Wirtschaft zu lernen – und treibt die gesellschaftspolitischen Diskussionen voran. Mit dabei u.a. Britta Dassler (FDP), Natalie Denk (PICAPIPE), Maxi Gräff, (Microsoft), Lars Klingbeil (SPD), Christian Lenz (BIG – Berlin International Gaming), Kalie Moore (The Story Mob), Rachel „Seltzer“ Quirico (CSA), Timo Schädler (Special Olympics Germany), Maren Schulz (game), Margit Stumpp (Bündnis 90/Die Grünen), Lorenzo von Petersdorff (USK) und viele mehr.

Erstmalig wird in diesem Jahr ein umfangreiches Vorkonferenzprogramm durch den ESBD organisiert. Schon am Vortrag finden zwei interne Arbeitstreffen statt: Zunächst vernetzen sich Frauen aus der eSport-Bewegung in einem Networking Breakfast, um gemeinsame Positionen und Strukturen zu entwickeln. Später führt der ESBD circa 15 nationale eSport-Verbände im „European Esports Meeting Berlin“ zusammen, um über die Zukunft der europäischen Integration zu verhandeln.

Der GERMAN ESPORTS SUMMIT wird durch das Medienboard Berlin-Brandenburg unterstützt.

 

Die Core-Events für Spielefans

A MAZE./Berlin 2019, 10.-13. April, 18 Uhr-1 Uhr (Mittwoch), 10 Uhr-Ende (Donnerstag, Freitag), 12 Uhr-Ende (Samstag), SEZ Berlin (Landsberger Allee 77), Eintritt: ab 10€
Kreative und Künstler aus über 35 Ländern werden beim internationalen A MAZE./Berlin Festival erwartet. Das Publikumsfestival fokussiert sich auf Spielekunst und -kultur und präsentiert eine einzigartige Games- und Playful Media-Ausstellung, inspirierende Talks und Workshops sowie ein öffentliches Abendprogramm mit Performances, Livemusik und DJs in einer neuen Location, dem SEZ in Berlin-Friedrichshain. Außerdem werden zum achten Mal die A MAZE. Awards vergeben. 181 Projekte aus 32 Ländern wurden in diesem Jahr eingereicht. 25 Spiele sind in sieben Kategorien nominiert.

Bei den Talks und Workshops werden zahlreiche Indie-Spieleentwickler aus 40 Ländern sprechen, u.a. Simona Maiorano (Italien), Eric Zimmerman (USA), Peter Lee (Südkorea), Niki Smit (NL), Nicole He (USA), Sun Park (Südkorea), Mx. Dietrich Squinkifer (Kanada) und Gwen Foster (Philippinen). Premiere feiern das Mega Game und das ENTER AFRICA Projekt des Goethe-Instituts mit Teilnehmer_innen aus 15 afrikanischen Ländern.

Neben der Ausstellung, die täglich bis 1 Uhr morgens geöffnet ist, ist der Abend gespickt mit musikalischen Highlights und spielerischen Formaten, die die künstlerische Subkultur der Video Games feiern, u.a. mit h-e-x-o-r-c-i-s-m-o-s, Bad Stream, Johannes Knop, Debmaster, Siren’s Carcass, DJ Scotch Egg, T-Raumschmiere, DJ Belec, VJ: Petula Black Sperm, DJ Storno uvm.

 

A MAZE./Berlin wird vom Medienboard Berlin-Brandenburg gefördert.

Gamefest, 12.-14. April, 15-21 Uhr (Freitag), 11-21 Uhr (Samstag), 11–19 Uhr (Sonntag), Kulturbrauerei (Schönhauser Allee 36), Eintritt: ab 6€ (ermäßigt 4€)
Das Gamefest 2019 lädt Familien und Gamer_innen ein, sich auf über 600m² spielend und spielerisch auszutoben. Besondere Gäste am Freitagabend sind Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller, der ein Grußwort an die Besucher_innen des Gamefest richtet und der Bürgermeister von Helsinki Jan Vapaavuori.

Eine interaktive Ausstellung verspricht Spielspaß mit Indietiteln, Brettspielen, VR Abenteuern, Arcade- und Retrokonsolen sowie der Indie Arena Booth. Wieder winken bei einer kniffligen Real-Life Quest attraktive Preise. Das Bühnenprogramm umfasst Interviews, Live Let’s Play, Turniere, Autogrammstunden und Livemusik, u.a. von Violinist Georg Marth, der Games-Musik spielt. Erwartet werden auch die Youtuberin Saftiges Gnu sowie Mikkel Robrahn & Dennis Brammen von PietSmiet (Lesung: „Viggo: A PietSmiet Story“). Am Sonntag erwartet die Besucher_innen ein Turnier des Autorennen-Spiels Wreckfest von THQ Nordic sowie ein Fantreffen des polnischen Studios CD Projekt RED, Entwickler der legendären RPGs „The Witcher“ und „Cyberpunk 2077“.
In Kooperation mit der Games Academy und dem allyance Youtube-Netzwerk finden Workshops über Karrierechancen in der Spielebranche und Medienkompetenzen sowie Workshops für Cosplay-Anfänger statt: „Neu auf Youtube – Wie fange ich an? Welche Fehler sind vermeidbar?“, „Spieleentwicklung – Hands-On. Ein do-it-yourself Blick hinter die Kulissen der Entwicklung von Computerspielen“, „It’s Loki Cosplay. Von der ersten Idee zum eigenen Kostüm“ und mehr. Cosplayer erhalten Eintritt zum ermäßigten Preis.

Das Gamefest wird vom Medienboard Berlin-Brandenburg gefördert.

 

Am 11. April, dem Vorabend des Gamefest, können Gameskenner_innen beim Seitenquiz in der Alten Kantine der Kulturbrauerei ihr Wissen unter Beweis stellen.

 

Weitere Branchenevents
Berlin Games Breakfast 2019: Berliner Kulturbetrieb – (k)ein Platz für Games?!, 5. April, 10-13 Uhr, Abgeordnetenhaus Berlin (Niederkirchnerstr. 5, Raum 376), kostenlos, Anmeldung erforderlich unter https://gruenlink.de/1lf5
Matchmaking Dinner, 8. April, ab 19 Uhr, nur auf Einladung
APITs-Day, 11. April, 9–17 Uhr, Hochschule für Technik und Wirtschaft, Campus Wilhelminenhof (Ernst-Ziesel-Straße)
Twitch Developer Tour, 12. April, 17.30-21 Uhr, betahaus (Rudi-Dutschke-Str. 23)

 

Events für die spielebegeisterte Öffentlichkeit
BONUS-LEVEL JAPAN, 8. April – 8. September, 10–20 Uhr Computerspielemuseum (Karl-Marx-Allee 93a), Eintritt: ab 7€ (ermäßigt ab 5€)
Rainbow Arcade, bis 13. Mai, 14-18 Uhr (Sonntag, Montag, Mittwoch, Freitag), 14-20 Uhr (Donnerstag), 14-19 Uhr (Samstag), Dienstags geschlossen, Schwules Museum (Lützowstr. 73), Eintritt: 7,50€ (ermäßigt 4€)
Gaymers: LGBT* Gaming Night Games Week Edition, 12. April, ab 19 Uhr (Wooga, Saarbrücker Str. 38), Eintritt: frei
GameOn – Best of Games IV, 10. April, 15-23 Uhr, GameOn Berlin (Toeplerstr. 37), Eintritt :15€.

 

Weitere Events während der gamesweekberlin

Deutscher Computerspielpreis 2019, 9. April, Admiralspalast, nur auf Einladung
Rund 700 geladene Gäste werden zur 11. Verleihung des Deutschen Computerspielpreises (DCP) erwartet. In 14 Preiskategorien wetteifern die besten Spiele des Jahres um Preisgelder in Höhe von insgesamt 590.000 Euro. Die Gala wird von Ina Müller moderiert und auf www.deutscher-computerspielpreis.de übertragen. Ausrichter des Preises sind die Bundesregierung – vertreten durch die Staatsministerin für Digitalisierung und das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) – sowie der game-Verband der deutschen Games-Branche. Die Verleihung des DCP wird vom Medienboard Berlin-Brandenburg gefördert.

 

TwitchCon, 13.-14. April, Berlin CityCube
Die TwitchCon in Berlin ist die erste Messe des US-amerikanischen Streaming-Dienstes, die außerhalb der USA stattfindet. Eröffnet wird das Mega-Event mit einer Keynote von Twitch CEO und Mitgründer Emmet Shear.

Alle Informationen unter: www.gamesweekberlin.com

 

Tickets unter: www.gamesweekberlin.com/tickets
Presseakkreditierung unter: www.gamesweekberlin.com/for-press/

Facebook: www.facebook.com/gamesweekberlin/
Instagram: www.instagram.com/gamesweekberlin/
Twitter: www.twitter.com/gamesweekberlin
LinkedIn: www.linkedin.com/showcase/-gamesweekberlin/

Die gamesweekberlin Partner & Sponsoren:

gefördert von Medienboard Berlin-Brandenburg

Sponsoren der Dachmarke gamesweekberlin: game Verband, Tannhaus, Myer’s Hotel, Kickstarter, Microsoft Azure Playfab, UE Germany, Ubisoft BlueByte, Crytek, XMG, Loots, King

Partner Events: Opening Breakfast, QUO VADIS – game development & business conference, Gamefest, Womenize! Games and Tech, A MAZE. / Berlin, GERMAN ESPORTS SUMMIT, Matchmaking Dinner, BONUS-LEVEL JAPAN, Rainbow Arcade, APITs-Day, Gaymers: LGBT* Gaming Night Game On – Best of Game IV, Berlin Games Breakfast, Deutscher Computerspielpreis, Twitch Developer Tour

Event Partner und Veranstalter: Booster Space, ESBD – eSport-Bund Deutschland, Freaks 4U Gaming, Computerspielemuseum, A MAZE., HTW Berlin, Schwules Museum, Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen, game Verband, Factory-C, XMG, GameOn

Netzwerk Partner: games:net berlinbrandenburg, media:net berlinbrandenburg, Gamesmith, Games NRW, Institut Francais Deutschland

Offizieller Ticketing Partner: Eventbrite

Über die gamesweekberlin:
Die gamesweekberlin vom 8.-14. April 2019 ist die zentrale branchenübergreifende Kommunikations- und Networking-Plattform für Computerspielewirtschaft, -entwicklung und -kultur in Europa. Unter ihrem Dach versammelt sie an sieben Tagen mehr als 14 Veranstaltungen für Branchenbesucher_innen und Spielebegeisterte gleichermaßen. Im Jahr 2018 kamen 15.000 internationale und nationale Spieleentwickler_innen, Publisher, Investoren_innen, Vertreter_innen aus Politik, Wirtschaft und Medien sowie Gamer_innen, Fans und Familien nach Berlin. Die gamesweekberlin wurde von Booster Space gegründet und tritt in die Fußstapfen der DGT – Deutsche Gamestage, die das Medienboard Berlin- Brandenburg im Jahr 2007 in Berlin initiiert hat.

Pressekontakt:
SteinbrennerMüller Kommunikation
Dr. Kathrin Steinbrenner & Kristian Müller
Tel. 030 – 4737 2191
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12. Mai 2019: Das FEST DER LUFTBRÜCKE am Flughafen Tempelhof

Vor 70 Jahren, am 12. Mai 1949, endete die Berlin-Blockade. West-Berlin konnte wieder über den Landweg versorgt werden und die legendäre Luftbrücke u.a. der Amerikaner, Briten und Franzosen wurde eingestellt. Das Land Berlin feiert dieses historische Ereignis 70 Jahre danach, am 12. Mai 2019, mit einem großen Fest der Luftbrücke auf dem Vorfeld und in den Hangars des Flughafens Tempelhof. 

 

Der Regierende Bürgermeister von Berlin Michael Müller: „Berlin lädt Gäste aus den Ländern ein, die damals die Luftbrücke auf die Beine gestellt haben, darunter auch eine Anzahl von Veteranen. Darüber hinaus sind alle Menschen, die uns als Touristinnen und Touristen besuchen, und vor allem alle Bürgerinnen und Bürger auf dem großen Berliner Luftbrücken-Fest herzlich willkommen. Wir planen ein vielfältiges Programm für die ganze Familie und für die ganze Stadt. Das Fest bietet Gelegenheit zum fröhlichen Feiern und zum Informieren über die vielen spannenden Einzelheiten des Geschehens vor 70 Jahren. Tempelhof ist als authentischer historischer Ort der Luftbrücke dafür der ideale Platz.“

 

Jutta Heim-Wenzler, Geschäftsführerin der Tempelhof Projekt GmbH: „So wie wir den Flughafen Tempelhof erleben und gestalten, wollen wir auch das für den Flughafen wichtigste historische Ereignis feiern: zukunftsorientiert und dabei die Geschichte bewahrend. Und mit Blick auf die große Menschlichkeit und Solidarität, die aus der Luftbrücke erwuchs. Wir freuen uns über die Gäste aus ganz Berlin und der ganzen Welt.“

 

Den mehr als 50.000 erwarteten Gästen wird durch ein vielfältiges Angebot die Luftbrücke erlebbar gemacht. Gemeinsam mit zahlreichen Institutionen wird durch die Botschaft, dass Menschlichkeit verbindet, eine Brücke in die Gegenwart und Zukunft geschlagen.

 

So vermittelt eine künstlerisch gestaltete audiovisuelle Installation in einem der Hangars Eindrücke aus Film- und Fotoaufnahmen, die durch ein eigenes Sounddesign unterlegt sind. Die Gäste werden sinnlich-emotional in die Vergangenheit zurückversetzt. Stärker informativ und auf konkretes Nacherleben ist das Angebot in einem anderen Hangar ausgerichtet. Dort dokumentieren Original-Exponate, zeittypische Dekors und mediale Installationen Logistik und Planung der Luftbrücke sowie den persönlichen und humanitären Einsatz, der das Überleben der Stadt über fast ein Jahr sicherte.

 

Daran beteiligt sind u.a. AlliiertenMuseum, Militärhistorisches Museum Gatow, Care e.V, Deutsches Technikmuseum, Erinnerungsstätte Luftbrücke Berlin e.V. sowie Deutsche Fernsehlotterie.

 

Den beteiligten alliierten Ländern, insbesondere den USA, Großbritannien und Frankreich, aber auch Südafrika, Neuseeland, Kanada und Australien kommt im Festablauf eine zentrale Rolle zu. Das Bühnenprogramm mit Live-Musik aus diesen Ländern und mit Zeitzeugen-Interviews wird wichtiger Anziehungspunkt sein. Auf dem Vorfeld stellen u.a. Berliner Polizei und Bundespolizei, Berliner Feuerwehr, Bundeswehr, Deutsches Rotes Kreuz, Johanniter, Arbeiter Samariter Bund, Technisches Hilfswerk und das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen UNHCR ihre Arbeit vor. Damit wird die aktuelle Wichtigkeit der Botschaft der verbindenden Kraft der Menschlichkeit unterstrichen. Die beteiligten Akteure bauen durch ihr humanitäres Engagement auch heute Brücken der Menschlichkeit.

 

Das Luftbrücken-Fest findet am 12. Mai 2019 von 12 bis 19 Uhr auf dem Vorfeld und in den Hangars des Flughafens in Tempelhof statt. Der Zugang ist ausschließlich über das Tempelhofer Feld möglich. Das Land Berlin hat als Ausrichter des Festes die Tempelhof Projekt GmbH mit Konzeption und Umsetzung beauftragt. Das Fest wird mit Mitteln der LOTTO-Stiftung Berlin realisiert.

 

Über den Flughafen Tempelhof und die Tempelhof Projekt GmbH:
Der Flughafen Tempelhof ist mit ca. 300.000 m² Bruttogeschossfläche Europas größtes Baudenkmal. Im Gebäude spiegelt sich die Weltgeschichte des 20. Jahrhunderts wider. Der Ort ist untrennbar mit der Fluggeschichte der Welt verbunden.

Das Quartier wird in den kommenden Jahren zu einem Experimentierort und neuem Stadtquartier für Kunst, Kultur und Kreativwirtschaft werden: Platz für einzigartige Events und Adresse kreativer, innovativer und gastronomischer Angebote. Es wird touristischer Magnet mit der Öffnung des Towers, der Geschichtsgalerie und des AlliiertenMuseums.
Seit 2011 ist die Tempelhof Projekt GmbH im Auftrag der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen des Landes Berlin für den Erhalt, die denkmalgerechte Sanierung, den Betrieb und die Entwicklung des Flughafens verantwortlich.

 

Deutscher Hörfilmpreis 2019: Doppelsieg für Ernie und Bert

Der Deutsche Hörfilmpreis 2019 wurde am Dienstagabend in Berlin vom Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) vergeben. In der Kategorie Kino ging die Auszeichnung an das Kriegs-Drama „Der Hauptmann“. Schauspieler Sönke Möhring hielt die Laudatio und überreichte den Preis an Noura Gzara und Klaus-Jörg Kaminski von Eurotape. Auch die Schauspieler Samuel Finzi, Bernd Hölscher und Waldemar Kobus freuten sich über die Auszeichnung. An ihrer Seite stand das Audiodeskriptions-Teamvon Eurotape mit Autorin Doris Würfel und Sprecherin Uta-Maria Torp.

Die vielbeachtete TV-Produktion „Bad Banks“ erhielt die Auszeichnung in der Kategorie TV. Laudator Arndt Schwering-Sohnrey übergab den Preis an Nicola Foltys vom ZDF. Begleitet wurde sie vom Audiodeskriptions-Team der Deutschen Hörfilm gGmbH mit Rahel Barf, Susanne Linzer, Holger Stiesy, Evelyn Sallam, Marina Behnke, Markus Hoffmann, Volker Pannes und Martina Wiemers. Regisseur Christian Schwochow meldete sich per Videobotschaft und bedankte sich auch noch einmal beim Audiodeskriptions-Team.

Die „Sesamstraße“ mit der Folge 2815 „Selbstgemacht schmeckt‘s am besten“ konnte sich in der Kategorie Kinder- und Jugendfilm durchsetzen. Den Preis nahmen Ernie und Bert höchstpersönlich zusammen mit NDR-Intendant Lutz Marmor entgegen. Gemeinsam mit dem Audiodeskriptions-Teamdes NDR, vertreten durch Uschi Heerdegen-Wessel, Leiterin barrierefreie Angebote, Olaf Koop und Stefanie Schruhl, freuten sie sich über die Laudatio von Schauspielerin Marleen Lohse.

 

In der Kategorie Dokumentation ging die ADele für die beste Audiodeskription an „Ein Jahr auf Kihnu“ von Filmemacherin Julia Finkernagel, die den Preis von Schauspielerin Muriel Baumeister überreicht bekam. An ihrer Seite standen Georg Schmolz, Leiter Barrierefreiheit beim MDR,sowie die Filmcrew, vertreten durch Michael Matz, Marius Drachholtz und Christine Herßebroick. Susi Kirsten, Anja Köhler, Marcel Wienands und Michaela Khamis repräsentierten vor Ort das Audiodeskriptions-Team.

 

Aufgrund der besonderen Qualität der Audiodeskription verlieh die Jury zusätzlich den „Sonderpreis der Jury“ an die TV-Filmproduktion „Absturz ins Leben“, eingereicht von arte. Den Preis nahmen Chloé Roux und Naomi Feuerstein von arte entgegen, zusammen mit Olaf Koop, Stefanie Schruhl und Isabella Handke von der Studio Hamburg Synchron GmbH. Die Laudatio verlas Jury-Mitglied Feo Aladag.

 

Zum Abschluss der Preisverleihung wurde der Gewinner des begehrten Publikumspreises bekannt gegeben. In diesem Jahr konnte sich eine Produktion gleich über eine zweite Auszeichnung freuen: Die „Sesamstraße“ beweist, wie wichtig ein gutes Hörfilmangebot vor allem auch für Kinder ist. Das Publikum erlebte eine emotionale Danksagung von Ernie und Bert, die erneut zusammen mit Lutz Marmor und dem Audiodeskriptions-Team des NDR den Preis entgegennahmen, dieses Mal aus den Händen der Schauspielerin Lisa Martinek und des DBSV-Ehrenmitgliedes Renate Reymann.

 

Filmexperte Steven Gätjen führte auch dieses Jahr durch den Abend. Die musikalischen Glanzpunkte der Gala, die erstmals in der Hauptstadtrepräsentanz der Deutschen Telekom stattfand, setzten Tom Schilling & The Jazz Kids. Neben den bereits genannten Gästen waren zahlreiche Prominente aus Film und Fernsehen, Wirtschaft und Politik vertreten, darunter auch die Schauspieler/innen Lutz Blochberg, David Bennent, Kirsten Block, Guido Broscheit, Merle Collet, Dana Golombeck, Sarah Hostettler, Hansjürgen Hürrig, Rebecca Immanuel, Daniel Krauss, Thorsten Merten, Christoph M. Ohrt, Jan Sosniok, Stephanie Stremler, Sina Tkotsch, Eleonore Weisgerber und Anastasia Zampounidis sowie die Regisseure Lars Jessen, Sebastian Schultz und Christian Twente. Zudem waren Kerstin Griese, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Arbeit und Soziales und Jürgen Dusel, der Behindertenbeauftragte der Bundesregierung, unter den Gästen.

 

Die Jury des Deutschen Hörfilmpreises war vertreten durch den Juryvorsitzenden Hans-Joachim Krahl, Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth, Lars-Olav Beier, Verena Bentele, Peter Brass, Dr. Alice Brauner, Reinhard Glawe und Roman Knižka.

 

Hörfilme ermöglichen es blinden und sehbehinderten Menschen, Filme als Ganzes wahrzunehmen und zu genießen. Diese Filme sind mit einer Audiodeskription (AD) versehen, die in knappen Worten zentrale Elemente der Handlung sowie Gestik, Mimik und Dekor beschreibt.In Anlehnung an diesen Begriff wird der Hörfilmpreis auch „ADele“ genannt. DieBildbeschreibungen werden in den Dialogpausen eingesprochen.

 

Der Deutsche Hörfilmpreis wird seit 2002 vom DBSV verliehen und von der Aktion Mensch unterstützt. Hauptsponsoren sind Pfizer Deutschland und Novartis Pharma GmbH. Weitere Sponsoren und Partner sind die Blindenstiftung Deutschland, Optimahl, Renault Retail Group Niederlassung Berlin (RRG), Tolga & Haluk.

 

Informationen und Bilder unter: www.deutscher-hoerfilmpreis.de

Erste Förderklappe 2019: IDM Südtirol vergibt 1,16 Mio Euro

Die Südtiroler Landesregierung hat im Rahmen der ersten von drei Förderrunden 2019 von IDM Film Fund & Commission ein Fördervolumen von 1.164.000 Euro für acht Projekte zugesagt. Sechs der acht geförderten Filmvorhaben sind aus Italien, je eines aus Deutschland und Österreich. Die mit Projektförderung unterstützten Projekte generieren insgesamt 96 Drehtage in der Region.

400.000 Euro, die höchste Einzelförderung dieses Calls, erhält die Südtiroler Produktionsfirma FilmVergnuegen gemeinsam mit Blue Eyes Fiction aus München, der Kölner Karibufilm sowie der Wiener Mini Film für „Hilfe, ich hab meine Freunde geschrumpft“. Sven Unterwaldt führt nach einem Buch von Gerrit Hermans Regie bei dem inzwischen dritten Film aus der erfolgreichen Kinderfilm-Reihe. Die Schauspieler Anja Kling und Oskar Keymer sind wie schon bei „Hilfe, ich hab meine Lehrerin geschrumpft“ und „Hilfe, ich hab meine Eltern geschrumpft“ erneut dabei. Das Produktionsgespann FilmVergnuegen und Blue Eyes arbeitete auch schon bei der ebenfalls IDM-geförderten Kinderfilmproduktion „Sprite Sisters – Vier zauberhafte Schwestern“, die im Winter 2019/2020 ins Kino kommen soll, zusammen.

Noch in der Produktionsvorbereitung befindet sich „Treeline“, dennoch ist das Projekt eines der Highlights dieser Förderrunde. „Treeline“ ist eine überwiegend in Südtirol angesiedelte Thriller-Serie, die von der Münchner Lieblingsfilm unter Headautorin Jana Burbach im IDM Script Lab RACCONTI #7 entwickelt wurde. In der auf sechs Teile angelegten Serie geht es um eine Klinik in den Bergen, „Treeline“, die sich auf Angststörungen spezialisiert hat und in der eine neue rätselhafte Patientin für Aufsehen sorgt. Lieblingsfilm, die auch den vielfach ausgezeichneten Jugendfilm „Amelie rennt“ zu großen Teilen in Südtirol drehte, erhält 64.000 Euro für die Weiterentwicklung ihres ersten Serienprojekts.

Mit 200.00 Euro wird die Produktion eines italienischen Serienstoffs unterstützt. „Vite in Fuga“, eine Geschichte um eine Familie, die in große Gefahr gerät, dadurch aber noch einmal enger zusammenwächst, wird von der Mailänder Paypermoon umgesetzt. Regie führt Luca Ribuoli, der auch für die Regie des italienischen Kinoerfolgs „La mafia uccide solo d’estate“ verantwortlich zeichnete. Drehbeginn für insgesamt 57 Drehtage in Südtirol – über die Hälfte der veranschlagten Drehdauer – ist voraussichtlich im April 2019.

Ebenfalls 200.000 Euro erhält “Effetto Domino”. Alessandro Rossetto – auch Regie – und Caterina Serra erzählen für Jolefilm aus Padua von einem ambitionierten Bauprojekt, das angesichts der stetig wachsenden Anzahl älterer Menschen auf der Welt, verlassene Hotels in Luxusresidenzen für wohlhabende Rentner umwandelt und dabei mit mangelnder finanzieller Unterstützung durch Banken und Investoren umgehen muss. Diego Ribon, Mirko Artuso, Maria Roveran, Roberta Da Soller und Nicoletta Maragno sind für den Hauptcast geplant.

Insgesamt drei Dokumentarfilme erhalten in dieser Runde Förderung: Die Wiener Wega Filmproduktion erhält 55.000 Euro Unterstützung für „Sehnsuchtsort Berg – König Laurin und sein Rosengarten“ von der Südtiroler Autorin und Regisseurin Karin Duregger. Der Bergsteiger und bekannte „Bergphilosoph“ Hanspeter Eisendle entführt den Zuschauer in die Rosengarten-Gruppe und erkundet die Herkunft der Sage um den Zwergenkönig Laurin. Gedreht wird der Film im Mai 2019.

Ebenfalls im Mai ist in Südtirol die erste Klappe für 13 Drehtage zu „My upside down World“ geplant, ein dokumentarisches Biopic über die Extremsportlerin und Weltmeisterin im Eisklettern Angelika Rainer. Der Film thematisiert ihr Leben im Eis, aber vor allen Dingen ihre selbstbestimmte Karriere und ihre Rolle als Frau in der Gesellschaft und in einer männerdominierten Sportart. Die Bozner Albolina Film produziert, die Südtirolerin Elena Goatelli führt Regie. Der Film wird von IDM mit 110.000 Euro unterstützt.

Der Dokumentarfilm „Ancient Reefs” begleitet drei junge Forscher vom National Geography Laboratory in Washington, die u.a. in den Dolomiten das weltweite Sterben der Korallenriffe erforschen. Denn in den Dolomiten lässt sich geologisch viel über die Evolution und Entstehung von Korallenriffen erfahren. Die Bozner Filmproduktion Formasette erhält für ihr Filmvorhaben 110.000 Euro. Regie führt Michele Melani. Drehbeginn ist voraussichtlich im Juni 2019. Sechs Drehtage sind in Südtirol veranschlagt.

„Rispet“ ist neben „Treeline” das zweite Projekt, das Produktionsvorbereitungsförderung erhält. In dem Film der ZeLIG-Absolventin Cecilia Bozza Wolf, die gemeinsam mit Raffaele Pizzatti Sertorelli auch das Drehbuch schreibt, geht es um den Weinbauern Corvaz, der sich nach dramatischen Ereignissen aus der Enge der Dorfgemeinschaft löst. Produziert wird „Rispet” von Stefilm International aus Turin und wird in der Vorbereitungsphase mit 25.000 Euro unterstützt.

Die Einreichfristen für die nächsten beiden Förderrunden 2019 enden am 8. Mai (Entscheidung bis 25. Juni) und am 18. September (Entscheidung bis 6. November).

Pressekontakt:

Dr. Kathrin Steinbrenner und Kristian Müller
SteinbrennerMüller Kommunikation
Telefon: +49 (0)30 47372192,

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Foto: © 2017 Sony Pictures Entertainment Deutschland GmbH | blue eyes | Tom Trambow

INCONTRI #9 – Weitblick für die Filmbranche

Die neunte Ausgabe der IDM Filmkonferenz INCONTRI fand vom 13.-15. März in Schenna statt. Rund 80 geladene Teilnehmer*innen aus Italien, Deutschland, Österreich und der Schweiz diskutierten aktuelle Themen rund um die Zukunft der Film- und TV-Industrie.

Das side-kick Event INCONTRI Focus! eröffnete am 13. März die dreitägige Konferenz. Die zum vierten Mal stattfindende Initiative bringt einen ausgewählten kleinen Kreis von 25 unabhängigen Produzent*innen aus den genannten Ländern zusammen, um einen praxisnahen, länderübergreifenden Dialog zu ermöglichen und das eigene Netzwerk zu erweitern.

So berichtete ein europäisches Förderpanel mit Alessia Sonaglioni, Eurimages, Kristin Holst, FFA, Birgit Oberkofler, IDM, Cristina Priarone, Roma Lazio Film Commission und Andrea Spagna, Cinecittà Luce, von den Herausforderungen für regionale, nationale und europäische Förderinstitutionen, die ihnen eine sich rapide wandelnde Filmindustrie stellt und erörterten gemeinsame Strategien für die Zukunft der Filmförderung.

Anschließend stellten die Produzenten Marta Donzelli, Vivo film und Philipp Kreuzer, maze pictures, ihr aktuelles gemeinsames Projekt „Siberia“ vor. Der in Rom lebende amerikanische Starregisseur Abel Ferrara („Pasolini“, „Bad Lieutenant“) dreht gerade mit Willem Dafoe in Südtirol seinen aktuellen, teilweise durch Kickstarter finanzierten Film „Siberia“ und verlegt dafür die sibirische Tundra in die Südtiroler Region. Ferrara wird noch bis 22. März an verschiedenen Schauplätzen u.a. in Bozen und in den Bergen bei Sterzing drehen.

Den zweiten Tag startete Kai Finke, Netflix. Er beschrieb im Gespräch mit Moderator Torsten Zarges die Serien- und Filmstrategie von Netflix und zwar sowohl was Netflix-Originals betrifft als auch für den Bereich Koproduktionen. „Für Filmschaffende ist es eine spannende Zeit, denn mehr denn je können sie heute mit tollen lokalen Inhalten ein weltweites Publikum erreichen. Selbst außergewöhnliche Ideen und Genre-Stoffe sind interessant für uns und wir werden unser Angebot im Bereich Film made in Europe weiter ausbauen.“ Nach dem Dialog schlossen sich die Produzentin Marta Donzelli, Vivo film, Produzent und Verleiher Andrea Occhipinti, Lucky Red und Beta Cinema-Chef Dirk Schürhoff ihm auf der Bühne an. Moderiert von Hans-Peter Siebenhaar, Korrespondent und „Medienkommissar“ des Handelsblatts, berichteten sie von ihren Erfahrungen in einem immer stärker Plattform-geprägten internationalen Filmvertrieb, in dem gänzlich neue Regeln herrschen.

Bevor den INCONTRI-Teilnehmer*innen die Ergebnisse aus dem letztjährigen Writers’ Room und dem Digital Think Tank des IDM Script Labs RACCONTI präsentiert wurden, entführte das Konferenzprogramm sie weg von den Themen rund um die Filmproduktion hinaus ins All. Die Wissenschaftlerin Dr. Suzanna Randall berichtete von ihrer Mission, die erste deutsche Astronautin im All zu werden.

Der Freitag begann so zukunftsorientiert wie der Vortag endete. Klaus Böhm, Deloitte Consulting, legte Szenarien für die TV- und Filmlandschaft im Jahre 2030 dar, die zwischen großer, die Nutzer überfordernde Plattformvielfalt und der Herrschaft der Inhalte in einer komplett digitalisierten Medienwelt oszillieren wird.

Wieder zurück ins Jetzt führte der bekannte italienische Drehbuchautor, Regisseur und Romanautor Ivan Cotroneo („Ein Kuss“, „Männer al dente“). Er griff in einem Keynotegespräch das Wunder der kreativen Vision auf und wie sie es vom Papier auf den Bildschirm oder die große Leinwand schafft. Er setzte damit gleichzeitig einen Impuls für das abschließende Fachpanel. Unter dem Titel „Zeit ist Geld – Was muss sich in der Drehbuchentwicklung ändern?“ forderten Ivan Cotroneo, Alfonso Cometti, Mediaset, Paola Malanga, Rai Cinema, Sabine de Mardt, Gaumont Germany und die Autorin und Regisseurin Marianne Wendt nicht nur dazu auf, den Autoren mehr Aufmerksamkeit und Wertschätzung zukommen zu lassen, sondern ihnen auch mehr Zeit zur Entwicklung ihrer Stoffe zu geben.

INCONTRI #9 endete am Mittag mit einem gemeinsamen Farewell-Lunch.

Zu den Gästen von INCONTRI #9 zählten zusätzlich zu den o.g. Referenten u.a. Michael Lehmann (Studio Hamburg Produktion Gruppe), Wolf Bauer (UFA), Oliver Vogel (Bavaria Fiction), Marcus Ammon (SKY Deutschland), Annie Brunner (Roxy Film), Lisa Blumenberg (Letterbox), Heinrich Ambrosch (Satel Film), Kristian Costa-Zahn (Endemol Shine Beyond), Simon Amberger (NEUESUPER), Marco Chiemenz (Cattleya), Jakob Weydemann (Weydemann Bros), Veit Heiduschka (Wega Film), Alexander Dumreicher-Ivanceanu (Amour Fou) sowie Ira von Gienanth (Prokino).

Mehr zu INCONTRI unter www.incontri.idm-suedtirol.com

Foto: vorne v.l.n.r.: Birgit Oberkofler, Renate Ranzi und Vera Leonardelli, alle IDM Südtirol, mit den Teilnehmern des Distribution-Panels „Siberia“-Produzentin Marta Donzelli, Vivo Film, (Mitte), Hinten v.l.n.r.: Kai Finke, Netflix, Andrea Occhipinti, Lucky Red und Dirk Schurhoff Beta Cinema mit Moderator Hans-Peter Siebenhaar, Handelsblatt.

Mord auf La Gomera

Ein Thriller vor der eindrucksvollen Kulisse der kanarischen Insel La Gomera
ab 17. Mai digital als Video on demand
ab 5. Juli auf DVD

Über den Film
Die Dinge sind nicht immer so, wie sie scheinen, und oft erweist sich das Offensichtliche als falsch. Sergeant Bevilaqua (Quim Gutiérrez– THREE MANY WEDDINGS) von der Guardia Civil soll einen drei Jahre alten Mordfall auf der Insel La Gomera aufklären. Damals wies alles auf einen bekannten Politiker der Insel hin, der trotz der offensichtlichen Beweise von einem Gericht zunächst freigesprochen wurde. Als Bevilaqua den verwickelten Fall neu aufrollt, stehen er und sein Team mit Virginia Chamorro (Aura Garrido– STOCKHOLM) und Ruth Anglada (Verónica Echegui – SHOOTING STAR 2009) nicht nur unter hohem politischen Druck – die Inselpolizei nimmt die Untersuchung zudem nur mit sichtlichem Widerwillen wieder auf.  Wie lange wird es den Inselbewohnern gelingen, ihre düsteren Geheimnisse zu wahren?
Vor der eindrucksvollen Kulisse der kanarischen Insel La Gomera erzählt Regisseur Andrés Koppel, der selbst auf den Kanaren aufgewachsen ist, eine fesselnde Kriminalgeschichte. Der mehrfach ausgezeichnete und Goya-nominierte Kameramann Álvaro Gutiérrez (MR. KAPLAN, MAL DIA PARA PESCAR, BAJA LAS ESTRELLAS) setzt die beliebte Kanaren-Insel wunderbar in Szene. In Spanien lief der Film Noir erfolgreich auf der großen Leinwand und basiert auf der Romanvorlage „La niebla y la doncella“ des spanischen Bestsellerautors Lorenzo Silva und ist der bereits dritte Teil der beliebten Bevilacqua und Chamorro-Reihe.

Originaltitel: La niebla y la doncella
Produktionsland / Jahr: Spanien / 2017
Regie & Drehbuch: Andrés Koppel
nach dem Roman von: Lorenzo Silva
Darsteller: Quim Gutiérrez (Sargento Bevilaqua)
Verónica Echegui (Ruth Anglada)
Aura Garrido (Virginia Chamorro)
Roberto Álamo  (Teniente Nava)
Marian Álvarez  (Carmen)
Sanny van Heteren (Margarethe von Amsberg)
Cristóbal Pinto (Siso)
Alba Tonini (Desireé)
Genre: Thriller / Crime
FSK: 12
Laufzeit: ca. 99 Min.
Bonusmaterial: Making Of
Laufzeit Bonusmaterial: ca. 13 Min.
Technische Daten zur DVD:
Sprache / Ton: Deutsch DD 5.1/ Spanisch DD 5.1
Bildformat: 16:9 / 2,39:1
Untertitel: Deutsch
Ausstattung / Verpackung: Softbox

gamesweekberlin vom 8.-14. April 2019 / Neuer Ort

  • Mehr als zehn Events an sieben Tagen
  • Von Gamesbusiness, Förderung und Fundraising über eSports und Politik bis hin zu Frauen in der Gamesbranche sowie Spielekultur und Spielekunst
  • Neues gamesweekberlin Zentrum in der Berliner Kulturbrauerei

Sieben Tage lang ist die Hauptstadt Magnet für Spielefans und internationales Fachpublikum. Die Dachmarke gamesweekberlin bündelt erneut mehr als zehn Events, die sich an die spielebegeisterte Öffentlichkeit und ein erfahrenes Fachpublikum gleichermaßen wenden. In diesem Jahr ist die Zentrale der gamesweekberlin erstmals in der Kulturbrauerei im Prenzlauer Berg. Dort finden zahlreiche Events konzentriert an einem Ort statt. Rund 15.000 Besucher_innen werden zur gamesweekberlin 2019 erwartet. Eröffnet wird die gamesweekberlin am Montag, 8. April, durch das Opening Breakfast im Palais der Kulturbrauerei. Moderatorin Melek Balgün führt durch die Veranstaltung, die um 10 Uhr beginnt. Das Opening Breakfast sowie zahlreiche weitere Events unter der Dachmarke werden vom Medienboard Berlin-Brandenburg gefördert. Alle Informationen gibt es hier: www.gamesweekberlin.com.

QUO VADIS, 8.-9. APRIL, Kulturbrauerei (Schönhauser Allee 36, Berlin)


Europas älteste Spieleentwicklerkonferenz bekommt nach der Übernahme der Marke durch das Berliner Unternehmen Booster Space ein Make-Over. Zwei Tage lang werden auf acht Summits in konzentrierten Sessions Themen wie Marketing, Live-Ops, Community-Management, Finanzierung und Funding von Games sowie aktuelle Entwicklertrends, innovative Technologien und der Einsatz von Computerspiele im Gesundheitswesen diskutiert. Und noch eine Premiere: Die bekannte Konferenz Clash of Realities diskutiert auf einem eigenen Summit den globalen Stand von digitalen Spielen in der Hochschulbildung. Die QUO VADIS wird vom Medienboard Berlin-Brandenburg gefördert.

BONUS-LEVEL JAPAN, 8. April – 8. September, Computerspielemuseum (Karl-Marx-Allee 93a, Berlin)

Die Sonderausstellung ‚BONUS-LEVEL JAPAN‘ anlässlich der gamesweekberlin lenkt den Blick auf die Videospielkultur Japans. Im Fokus stehen dabei die Entwicklungsgeschichte der dortigen Spieleindustrie, öffentliche und private Gaming-Kultur sowie die Wechselbeziehung zwischen japanischer Gaming- und Popkultur. Die Ausstellung ist vom Medienboard Berlin-Brandenburg gefördert.

Matchmaking Dinner, 8. April, (Spindler&Klatt), nur auf Einladung

Das exklusive Matchmaking Dinner vernetzt lokale und internationale Entscheider_innen aus der Gamesbranche sowie Politik und Wissenschaft. Die jährliche Veranstaltung der Initiative games:net berlinbrandenburg bringt mehr als 200 Stakeholder_innen aller Bereiche der Branche mit Persönlichkeiten der internationalen Gameskultur zusammen. Das Matchmaking Dinner wird vom Medienboard Berlin-Brandenburg gefördert.

Rainbow Arcade, bis 13. Mai, Schwules Museum (Lützowstr. 73, Berlin)

Zum ersten Mal weltweit wirft ein Museum das Schlaglicht auf die queere Geschichte von Videospielen: Die Ausstellung RAINBOW ARCADE zeigt vielfältige Exponate aus gut 30 Jahren Mediengeschichte, unter anderem spielbare Titel, Konzeptzeichnungen, von Fans selbst geschriebenen Modifikationen und Dokumentationen von Online-Communities.

Womenize! Games and Tech, 10. April 2019, Kulturbrauerei (Schönhauser Allee 36, Berlin)


Bereits zum fünften Mal dreht sich in Talks, Panels und Workshops bei der Womenize! alles rund um Karriere, Perspektiven und Stärkung von Frauen in der Games- und Techbranche. Zu den Sprecher_innen gehören u.a. Carolin Wendt (Community Managerin CD Projekt RED), Rachel Quirico (Event Host Cyber Solution Agency), Rae Grimm (Leiterin GamePro.de) oder Martine Spaans (Gründerin Tamalaki). Womenize! wird vom Medienboard Berlin-Brandenburg gefördert.

A MAZE. / Berlin 2019, 10.-13. April, SEZ Berlin (Landsberger Allee 77, Berlin)

Kreative und Künstler aus über 35 Ländern werden beim internationalen A MAZE./Berlin Festival erwartet. Das Publikumsfestival fokussiert sich auf Spielekunst und -kultur und präsentiert eine einzigartige Games und Playful Media Ausstellung, inspirierende Talks und Workshops sowie ein öffentliches Abendprogramm mit Performances, Livemusik und DJs in einer neuen Location, dem SEZ in Berlin-Friedrichshain. Zum achten Mal werden außerdem die A MAZE. Awards in sechs Kategorien vergeben. Die Veranstaltung wird vom Medienboard Berlin-Brandenburg gefördert.

GERMAN ESPORTS SUMMIT 2019, 11. April, Kulturbrauerei (Schönhauser Allee 36, Berlin)


Der zweite GERMAN ESPORTS SUMMIT, die Fachkonferenz des eSport-Bund Deutschland, führt unter dem Motto „The Esports Movement“ die Debatte um eSport in eine neue Runde. Im Zentrum steht dabei eSport als digitale Sportbewegung, die Millionen Menschen auf der ganzen Welt im Wettbewerb zusammenbringt. Die Bewegung gemeinsam zu entwickeln und seine Potentiale auf allen Ebenen zu entfalten ist erklärtes Ziel der Veranstaltung.

APITs Day, 11. April, Hochschule für Technik und Wirtschaft (Ernst-Ziesel-Straße, Berlin)

Beim APITs Day („Applied Interactive Technologies“) geht es um die Anwendung von Hard- und Softwaretechnologien aus der Gamesbranche in nicht-Unterhaltungskontexten als (APITs)“ Der APITs Day informiert, präsentiert und bietet jede Menge Networking-Möglichkeiten. 

Gamefest, 12.-14. April, Kulturbrauerei (Schönhauser Allee 36, Berlin)


Das Gamefest 2019 lädt Familien und Gamer_innen ein, auf über 600m² zu spielen, zu daddeln und zu zocken. Eine interaktive Ausstellung verspricht Spielspaß mit Indietiteln, Brettspielen, VR Abenteuern, Arcade- und Retrokonsolen sowie der Indie Arena Booth. Das Bühnenprogramm umfasst Interviews, Live Let’s Play, Turniere und Livemusik. Erwartet werden u.a. die Youtuberin Saftiges Gnu sowie Mikkel Robrahn. In Kooperation mit der Games Academy und dem allyance Youtube-Netzwerk finden Workshops statt, die u.a. über Karreierechanchen und Ausbildungsmöglichkeiten in der Spielebranche informieren. Das Gamefest wird vom Medienboard Berlin-Brandenburg gefördert. Am 11. April, dem Vorabend des Gamefests können Gameskenner_innen beim Seitenquiz in der Alten Kantine der Kulturbrauerei ihr Wissen unter Beweis stellen.

Berlin Games Breakfast 2019: Berliner Kulturbetrieb – (k)ein Platz für Games?!

Schon seit Jahrzehnten können Videospiele in Berlin ihr eigenes Leben entwickeln. Mit dem Computerspielemuseum, der Stiftung Digitale Spielekultur und vielen kreativen Videospielen. Die bündnisgrüne Fraktion diskutiert mit ihren Gästen, welche institutionelle Verankerung Videospiele im institutionellen Bereich des Berliner Kulturbetriebes haben und welchen Platz sie einnehmen dürfen und sollen.

Weitere Events während der gamesweekberlin

Deutscher Computerspielpreis 2019, 9. April, Admiralspalast, nur auf Einladung

Rund 700 geladene Gäste werden zur 11. Verleihung des Deutschen Computerspielpreises (DCP) erwartet. In 14 Preiskategorien wetteifern die besten Spiele des Jahres um Preisgelder in Höhe von insgesamt 590.000 Euro. Die Gala wird von Ina Müller moderiert und auf www.deutscher-computerspielpreis.de übertragen. Ausrichter des Preises sind die Bundesregierung – vertreten durch die Staatsministerin für Digitalisierung und das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) – sowie der game – Verband der deutschen Games-Branche. Die Verleihung des DCP wird vom Medienboard Berlin-Brandenburg gefördert.

TwitchCon, 13.-14. April, Berlin CityCube

Die TwitchCon in Berlin ist die erste Messe des US-amerikanischen Straming-Dienstes, die außerhalb der USA stattfindet. Eröffnet wird das Mega-Event mit einer Keynote von Twitch CEO und Mitgründer Emmet Shear.

Alle Informationen unter: www.gamesweekberlin.com

 

Tickets unter: www.gamesweekberlin.com/tickets

Presseakkreditierung unter: www.gamesweekberlin.com/for-press/

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Die gamesweekberlin Partner & Sponsoren:

gefördert von Medienboard Berlin-Brandenburg

Sponsoren der Dachmarke gamesweekberlin: game Verband, Tannhaus, Myer’s Hotel, Kickstarter, PlayFab, UE Germany, Ubisoft BlueByte, Crytek, XMG

Partner Events: Opening Breakfast, QUO VADIS – game development & business conference, BONUS-LEVEL JAPAN, Matchmaking Dinner, Rainbow Arcade, Womenize! Games and Tech, A MAZE. / Berlin, GERMAN ESPORTS SUMMIT, APITs Day, Gamefest, Berlin Games Breakfast, Deutscher Computerspielpreis

Event Partner: ESBD – eSport-Bund Deutschland, Freaks 4U Gaming, Factory-C, Computerspielemuseum, A MAZE. / Berlin, Booster Space, HTW Berlin, Schwules Museum, Fraktion Die Grünen, game Verband

Netzwerk Partner: games:net berlinbrandenburg, media:net berlinbrandenburg, Gamesmith, Global Games Industry Network

Offizieller Ticketing Partner: Eventbrite

Über die gamesweekberlin:

Die gamesweekberlin vom 8.-14. April 2019 ist die zentrale branchenübergreifende Kommunikations- und Networking-Plattform für Computerspielewirtschaft, -entwicklung und -kultur in Europa. Unter ihrem Dach versammelt sie an sieben Tagen mehr als zehn Veranstaltungen für Branchenbesucher und Spielebegeisterte gleichermaßen. Im Jahr 2018 kamen annähernd 15.000 internationale und nationale Spieleentwickler, Publisher, Investoren, Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Medien sowie Gamer, Fans und Familien nach Berlin. Die gamesweekberlin tritt in die Fußstapfen der DGT – Deutsche Gamestage, die das Medienboard Berlin- Brandenburg im Jahr 2007 in Berlin initiiert hat.

Tom Schilling & The Jazz Kids beim Deutschen Hörfilmpreis 2019

Die Gäste des 17. Deutschen Hörfilmpreises können sich auf Tom Schilling freuen, der bei der Gala am 19. März 2019 mit der Band The Jazz Kids seine selbstgeschriebenen Songs präsentieren wird.

Neben seiner schauspielerischen Tätigkeit – wie in dem aktuell für den Deutschen Hörfilmpreis 2019 nominierten Kinofilm „Werk ohne Autor“ – ist Tom Schilling im gleichen Maße Singer-Songwriter. Der beste Beweis dafür: Sein 2017 veröffentlichtes Debütalbum „Vilnius“. Zusammen mit der Band The Jazz Kids macht er Musik, die klingt, als hätte er in seinem Leben nie etwas anderes getan, als deutsche Chansons zu schreiben und um sein Leben zu singen. „Diese Platte ist eine sehr, sehr zarte Pflanze. Die zehn Stücke, die es darauf geschafft haben, sind über einen Zeitraum von elf Jahren entstanden. Es hat bei mir länger gedauert als bei anderen, aber ich musste ja nicht nur die Instrumente erst erlernen, sondern zudem auch meine Rolle und vor allem meine Stimme erst finden“, verrät Tom Schilling. Kennengelernt haben sich er und The Jazz Kids, als er „Oh Boy“ drehte, zu dem die Band die Musik geschrieben hatte.

The Jazz Kids und mit ihnen ihr Produzent Moses Schneider schaffen es, den Kompositionen Tom Schillings ein manchmal scheppernd krachendes und manchmal zärtlich verspieltes Korsett zu verpassen, in welchem spannende Geschichten mit der Musik verschmelzen. Mittlerweile spielen The Jazz Kids gar keinen Jazz mehr, sondern eine etwas existenziellere Musik, die an die frühen Element of Crime, an Weill und Brecht erinnert. Bereits 2017 tourten sie gemeinsam mit Tom Schilling durch Deutschland und begeisterten an 13 Tourstopps mit „… richtiger Musik; eigen, persönlich und schon eher unkommerziell. Alternative Chansons von Musikern, die Tom Waits und Nick Cave bestimmt genauso mögen wie ein wenig Dark Wave ab und an“, so das music webzine be-subjective.de.

Die festliche Preisverleihung des 17. Deutschen Hörfilmpreises findet am Dienstag, den 19. März 2019 erstmals in der Hauptstadtrepräsentanz der Deutschen Telekom in Berlin-Mitte statt. Ausgezeichnet werden Hörfilm-Produktionen in den vier Kategorien Kino, TV, Dokumentation und Kinder- /Jugendfilm, die von einer hochkarätigen Jury ausgewählt wurden. Juryvorsitzender Hans-Joachim Krahl wird hierbei u.a. von den blinden Jury-Mitgliedern Verena Bentele, der Präsidentin des Sozialverbandes VDK, und Peter Brass, DBSV-Präsidiumsmitglied, unterstützt. Zur Jury gehören ebenfalls die Produzentin, Regisseurin und Schauspielerin Feo Aladag, die Produzentin Dr. Alice Brauner, die Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth, die Schauspielerin und Regisseurin Brigitte Grothum, der Schauspieler Roman Knižka und der Journalist Lars-Olav Beier.

Für einen weiteren Preis kann jeder Hörfilmfan aktiv werden: Noch bis zum 12. März 2019 läuft die Wahl zum Publikumspreis unter https://deutscher-hoerfilmpreis.de/publikumspreis.html – abgestimmt werden kann online, per E-Mail oder Postkarte, jeweils mit dem Kennwort „Publikumspreis“. Unter den Einsendern wird eine Einladung zum 17. Deutschen Hörfilmpreis für zwei Personen verlost (inklusive Anreise mit der Deutschen Bahn, 2. Klasse, und einer Übernachtung).

Hörfilme ermöglichen es blinden und sehbehinderten Menschen, Filme als Ganzes wahrzunehmen und zu genießen. Diese Filme sind mit einer Audiodeskription (AD) versehen, die in knappen Worten zentrale Elemente der Handlung sowie Gestik, Mimik und Dekor beschreibt. In Anlehnung an diesen Begriff wird der Hörfilmpreis auch „ADele“ genannt. Die Bildbeschreibungen werden in den Dialogpausen eingesprochen.

Der Deutsche Hörfilmpreis wird seit 2002 vom DBSV verliehen und von der Aktion Mensch unterstützt. Hauptsponsoren sind Pfizer Deutschland und Novartis Pharma GmbH.

Eine detaillierte Übersicht aller nominierten Filme ist auf der Internetseite www.deutscher-hoerfilmpreis.de zu finden.

Deutscher Hörfilmpreis 2019: Wer gewinnt den Publikumspreis?

Der Publikumspreis des Deutschen Hörfilmpreises feiert in diesem Jahr ein Jubiläum: Bereits zum zehnten Mal können blinde, sehbehinderte und natürlich auch sehende Filmfans ihren Lieblingsfilm auswählen. Nominiert sind sechzehn Hörfilmversionen in den vierKategorien Kino, TV, Dokumentation und Kinder-/Jugendfilm.

Die Bandbreite reicht vom Oscar-Kandidaten „Werk ohne Autor“ über den Kinoerfolg „Das schweigende Klassenzimmer“ und den TV-Serien-Hit „Bad Banks“ bis zu einem der erfolgreichsten Dokumentarfilme 2018, „Wildes Herz“. Aber auch die Kinderbuchverfilmung „Die kleine Hexe“ und eine Folge der „Sesamstraße“ stehen zur Wahl. Ab heute können die Hörfilmfans entscheiden, welcher Film über die besten Bildbeschreibungen für blinde und sehbehinderte Menschen verfügt. 2010 wurde der erste Publikumspreis des Deutschen Hörfilmpreises an „Der Vorleser“ verliehen und von Hauptdarsteller David Kross entgegengenommen.

Der Gewinner des Publikumspreises 2019 wird am Dienstag, dem 19. März 2019, bei der festlichen Preisverleihung des 17. Deutschen Hörfilmpreises in der Hauptstadtrepräsentanz der Deutschen Telekom in Berlin verkündet und gemeinsam mit den anderen Preisträgern geehrt.

Und so funktioniert die Abstimmung: Auf der Homepage www.deutscher-hoerfilmpreis.de werden die sechzehn nominierten Beiträge jeweils mit einem kurzen Filmausschnitt mit Audiodeskription vorgestellt. Das Votum kann bis zum 12. März 2019 abgegeben werden – online, per E-Mail oder Postkarte, jeweils mit dem Kennwort „Publikumspreis“. Unter den Einsendern wird eine Einladung zum 17. Deutschen Hörfilmpreis für zwei Personen verlost (inklusive Anreise mit der Deutschen Bahn, 2. Klasse, und einer Übernachtung).

Hörfilme ermöglichen es blinden und sehbehinderten Menschen, Filme als Ganzes wahrzunehmen und zu genießen. Diese Filme sind mit einer Audiodeskription (AD) versehen, die in knappen Worten zentrale Elemente der Handlung sowie Gestik, Mimik und Dekor beschreibt. In Anlehnung an diesen Begriff wird der Hörfilmpreis auch „ADele“ genannt. Die Bildbeschreibungen werden in den Dialogpausen eingesprochen.

Der Deutsche Hörfilmpreis wird seit 2002 vom DBSV verliehen und von der Aktion Mensch unterstützt. Hauptsponsoren sind Pfizer Deutschland und Novartis Pharma GmbH.

Eine detaillierte Übersicht aller nominierten Filme ist auf der Internetseite www.deutscher-hoerfilmpreis.de zu finden.

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Gilde Filmpreis 2019

Der 30. Gilde Filmpreis der AG Kino – Gilde für den besten Film im Wettbewerb der Berlinale 2019 geht an den Film Gospod postoi, imeto i’ e Petrunija / GOD EXISTS, HER NAME IS PETRUNYA von Teona Strugar Mitevska.

Begründung der Jury:
„Die Jury prämiert den Film „God Exists, Her Name Is Petrunya“ von Teona Strugar Mitevska.
Der Film lässt die Zuschauer*innen Zeuge werden, wie sich eine junge, frustrierte Frau, eher intuitiv als geplant, emanzipiert und in einer archaischen, korrupten Provinz Mazedoniens gegen Kirche, Staat und Medien aufbegehrt. Die Regisseurin lässt ihre Hauptfigur auf der Suche nach einem bisschen Glück in der politischen Satire aus ihrer Lethargie erwachen und innerhalb einer Nacht zu einer starken Frau werden, die für ihre Belange kämpft“

In der Jury der AG Kino – Gilde e.V. waren in diesem Jahr Adrian Kutter (Leiter der Biberach Filmfestspiele und Gründer des Gilde Filmpreises), Anna Kruse (Cineplex Gruppe) und Jens Schneiderheinze (langjähriger Leiter der Cinema Filmtheater GmbH in Münster).

30 Jahre Gilde Filmpreis im Wettbewerb der Berlinale
In diesem Jahr feiert die AG Kino – Gilde ein besonderes Jubiläum. Vor 30 Jahren wurde das erste mal ein Preis von einer unabhängigen Jury aus Kinobetreibern, der Gilde Filmpreis für den Wettbewerb der Berlinale verliehen. Das Besondere ist nicht nur die Kontinuität dieses langjährigen Preises. Adrian Kutter, der diese Jury mit ins Leben gerufen hat, ist auch ür den Gilde Filmpreis seit 30 Jahren ununterbrochen als Jurymitglied tätig! Er ist damit wahrscheinlich der am längsten amtierende Juror der Berlinale. Mit dem Jubiläum wird Adrian Kutter seinen Jurysitz zur Verfügung stellen.

„Dafür, aber auch für seine Liebe zum Film, sein untrügliches Gespür für gute Geschichten und seinen Einsatz für das Kino möchten wir uns ganz herzlich bei Adrian Kutter bedanken!“, so Christian Bräuer, Vorsitzender der AG Kino – Gilde e.V..

Hier ein Rückblick auf 30 mit dem Gilde Filmpreis ausgezeichnete Filme:
1990:  DRIVING MISS DAISY (Bruce Beresford)
1991:  THE MIRACLE (Neil Jordan)
1992:  UTZ (George Sluizer)
1993:  MALCOM X (Spike Lee)
1994:  IN THE NAME OF THE FATHER (Jim Sheridan)
1995:  BEFORE SUNRISE (Richard Linklater)
1996:  DEAD MAN WALKING (Tim Robbins)
1997:  GET ON THE BUS (Spike Lee)
1998:  LEFT LUGGAGE (Jeroen Krabbé)
1999:  COOKIE´S FORTUNE (Robert Altman)
2000:  THE HURRICANE (Norman Jewison)
2001:  FINDING FORRESTER (Gus Van Sant)
2002:  MY LIFE WITHOUT ME  (Isabel Coixet)
2003:  HALBE TREPPE (Andreas Dresen) 
2004:  A FOND KISS (Ken Loach)
2005:  ASYLUM (David MacKenzie)
2006:  DER FREIE WILLE (Matthias Glasner)
2007:  HALLAM FOE (David  MacKenzie)
2008:  RESTLESS (Amos Kolleg)
2009:  STURM (Hans Christian Schmid)
2010:  SHARHADA (Burhan Qurbani)
2011:  WER WENN NICHT WIR (Andres Veiel)
2012:  A MOI SEULE (Frédéric Videau)
2013:  GLORIA (Sebastien Lélio)
2014:  BOYHOOD (Richard Linklater)
2015:  VICTORIA (Sebastian Schipper)
2016:  24 WOCHEN (Zohra Berrached)
2017:  THE PARTY (Sally Potter)
2018:  IN DEN GÄNGEN (Thomas Stuber)

Der putzigste Bär der Welt als TV-Serie

STUDIOCANAL, Nickelodeon und der vielfach ausgezeichnete Produzent David Heyman verkünden heute ihre weltweite Zusammenarbeit an einer brandneuen “Paddington” (AT) TV–Serie für Vorschulkinder. Die CG-animierte Serie, die von den Abenteuern von Paddington-Bär erzählt, wird auf Sendern des weltweiten Nickelodeon-Netzwerks ab 2020 zu sehen sein.                          Ergänzend wurden lokale Senderpartner in Frankreich, Kanada, China und Japan gewonnen.

Komplett in 3D animiert, zeigt die neue “Paddington”- Serie den jungen Bären, wie er aus Windsor Gardens an seine Tante Lucy schreibt. Jede Folge beginnt und endet damit, dass er seiner Tante berichtet, was er an dem Tag für Abenteuer erlebt hat und dabei fürs Leben lernt. Die Serie lädt die nächste Generation Kinder ein, Fans des „Paddington“-Universums zu werden – einer Welt voller Wärme, Freundlichkeit, Slapstick, Humor, Spaß und Großzügigkeit.

Die TV-Produktion der Heyday Films und STUDIOCANAL in Zusammenarbeit mit Copyrights ist bereits im Dreh. Die Regie für „Paddington” führt Adam Shaw von Blue Zoo („Go Jetters“, „Digby Dragon“, „Miffy“, „Q Pootle 5“). Jon Foster und James Lamont („Die fantastische Welt von Gumball“, „Cuckoo“, Paddington 1 & 2) entwickelten Paddington zur TV-Serie weiter und schrieben die Drehbücher. Produzenten der mit Spannung erwarteten TV-Serie sind David Heyman (vielfach ausgezeichneter Produzent aller acht Harry- Potter-Filme, Gravity sowie Paddington 1 & 2), Karen Davidsen (früher bei Disney und HIT Entertainment) sowie Simon Quinn (Isle of Dogs, Der fantastische Mr. Fox). Executive Producer der Serie ist Rosie Alison (Der Junge im gestreiften Pyjama, Paddington 1 & 2), Koproduzent ist Rob Silva.

Produzent David Heyman: „Es ist eine große Freude, diesen einmaligen und lebensbejahenden Bären einem komplett neuen Publikum vorstellen zu dürfen. Wir sind begeistert, dass der unnachahmliche Ben Wishaw weiterhin Paddington sprechen wird. Und wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit dem inspirierenden und dynamischen Animationsteam bei Blue Zoo, die mit den Büchern des ausgesprochen talentierten Autorenteams Foster und Lamont arbeiten werden. Gemeinsam mit den Produzenten Karen Davidsen und Simon Quinn stehen wir alle bereit für das nächste glorreiche Paddington-Kapitel.”

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Goldene Lola 2019 für das beste Drehbuch geht an „Blutsauger“

Deutscher Drehbuchpreis im Rahmen des Empfangs der Drehbuchautoren bei der Berlinale vor über 800 Gästen vergeben
 
Beim Empfang des Verbandes Deutscher Drehbuchautoren (VDD) anlässlich der gestern gestarteten 69. Berlinale überreichte die Staatsministerin für Kultur und Medien, Prof. Monika Grütters, am heutigen Abend die Goldene Lola 2019 für das beste unverfilmte Drehbuch an Julian Radlmaier für “Blutsauger“.
 
Die renommierte Auszeichnung ist der wichtigste und höchstdotierte Preis für Drehbuchautoren in Deutschland.

Aus der Begründung der Jury: „Extravagant. Skurril. Saukomisch. Das sind nur drei der Begriffe, die einem bei der Lektüre dieses Drehbuchs in den Sinn kommen. Julian Radlmaiers Komödie um einen falschen russischen Baron und eine echte deutsche Fabrikantentochter, die im Jahr 1926 zusammen einen Vampirfilm an der Ostsee drehen, ist eine mit schillernden Dialogen gespickte Reflexion über eine Klassengesellschaft, an der nur derjenige Teilhabe hat, der buchstäblich zum „Blutsauger“ wird. Dass sich das Werk auch als geistreiche Abhandlung über das Kino selbst, seine Magie und seine Korrumpierbarkeit lesen lässt, macht es zu einem großen Wurf.“

Der Preis wird seit 1988 für das beste unverfilmte Drehbuch verliehen und ist mit 10.000 € dotiert, sowie mit einem Anspruch auf Förderungshilfen von bis zu 20.000 € für die Realisation des Drehbuches. Eine Prämie von je 5.000 € geht an Karen Köhler und Michael Venus, die für ihr Drehbuch „Cowboy & Indianer“ nominiert waren, sowie an Hannes Held und Lisa Bierwirth für „Le Prince“.
 
Die Staatsministerin für Kultur und Medien Prof. Monika Grütters betonte: „Das Gesamtkunstwerk Film hängt ganz wesentlich vom künstlerischen Können und dem versierten Handwerk der Drehbuchautorinnen und Drehbuchautoren ab. Ihre Fantasie, ihr Ideenreichtum und ihre berührenden Geschichten bilden das Fundament filmischen Schaffens – sie liefern das Herzstück des Films. Genau deshalb vergeben wir den Deutschen Drehbuchpreis – die wichtigste und höchst dotierte nationale Auszeichnung für Drehbuchautoren und -autorinnen. Und deshalb rollen wir auch heute im Rahmen der Berlinale wieder den roten Teppich für die begabtesten und kreativsten Köpfe unter ihnen aus.“
 
Sebastian Andrae, geschäftsführender Vorstand des VDD und Moderator der  Preisverleihung: „Die nominierten Drehbücher zeigen es und den anwesenden Autorinnen und Autoren will ich es noch einmal zurufen: Schreiben in Freiheit, Freiheit für das Schreiben ist keine Selbstverständlichkeit. Sie muss erkämpft werden, sie muss verteidigt werden, sie muss aber auch genutzt werden, um für andere einzustehen, denen diese Freiheit nicht mehr gewährt wird.“
 
Die Preisverleihung und der anschließende Empfang in der Landesvertretung Rheinland-Pfalz waren mit mehr als 800 Gästen, davon die meisten Autorinnen und Autoren, ausgebucht.
 
Die Band Theodor Shitstorm mit Desiree Klaeukens und Dietrich Brüggemann begleitete die Verleihung musikalisch.
 
Die Veranstaltung ist eine Kooperation zwischen dem Verband Deutscher Drehbuchautoren, der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM), dem Krimifestival TATORT EIFEL und der Landesvertretung Rheinland-Pfalz.
 
www.drehbuchautoren.de
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twitter.com/vdd_drehbuch

„KINO NATÜRLICH“ geht Online

Unter www.kinonatürlich.de präsentiert die AG KINO-GILDE ein Onlineportal für Kinobetreiber*innen und Interessierte, die sich über aktuelle und generelle Themen rund um Nachhaltigkeit und Umweltschutz im und durch Kinos informieren wollen. Die Webseite ist Teil des Projekts „KINO NATÜRLICH“, das im letzten Frühjahr startete und enthält Angaben zum Mitmachen, eine erste Filmauswahl zu Nachhaltigkeit und Klimaschutz sowie eine ausführliche Serviceseite zu bundesweiten Klimaschutzinitiativen, Berater- und Dienstleister*innen und Finanzierungs- und Förderoptionen.

Ziel des Projektes ist es, den Kinobetrieb ökologisch nachhaltiger zu gestalten, mit konkreten Maßnahmen Treibhausgasemissionen zu reduzieren und die Kinobranche hierfür zu sensibilisieren. Der Verband der deutschen Arthousekinos positioniert sich damit zu den Klimaschutzzielen der Bundesregierung und übernimmt gesamtgesellschaftliche Verantwortung.

Nach einer Bestandserfassung unter den mehr als 300 Mitgliedskinos im Sommer 2018, um zu ermitteln, wer bereits welche Aktivitäten umsetzt bzw. plant, wurden die vier Handlungsfelder „Abfall“, „Ressourcen“, „Film“ und „Mobilität“ formuliert und sechs Referenzkinos bundesweit ausgewählt. Gefördert wird das Engagement der AG Kino – Gilde vom Ministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit und fachlich begleitet vom Umweltbundesamt.

„17 Millionen Besucher*innen schauten im Jahr 2018 Filme in einem Arthousekino und das ist auch relevant fürs Klima. Mit der Webseite machen wir das Engagement des Verbandes transparent und werden bis zum Jahresende unter dem Motto: ‚gemeinsam.praxisnah.innovativ’ mit den Referenzkinos gezielt Maßnahmen prüfen und insbesondere den Service- und Informationsbereich weiterentwickeln“, so die Projektkoordinatorin Korina Gutsche.

Unsere Vision 2030 – Kino 100% natürlich.nachhaltig!“

Berlinale Africa Hub beim EFM

Die afrikanische Filmwirtschaft der Zukunft beim „Berlinale Africa Hub“/ „DocSalon“ & „EFM Producers Hub“ mit Themen zu Diversität und Inklusion

Bereits zum dritten Mal bietet der „Berlinale Africa Hub“, eine Initiative des European Film Market (EFM), ein internationales Forum für Kommunikation und Networking für afrikanische Filmschaffende und Kreative bzw. für