Südtirol ist mit drei Filmen am Lido vertreten

28.07.2016. Mit gleich drei Filmen ist die Südtiroler Filmförderung IDM in diesem Jahr in Venedig vertreten: Amir Naderis „Monte“ wird bei  der 73. Biennale  (31. August bis 10. September 2016) in einem Special Screening außer Konkurrenz gezeigt und Ronny Trockers „Die Einsiedler“ ist in die Reihe „Orizzonti“ eingeladen worden. Cristiano Bortones „Caffé“ wird bei den parallel stattfindenden „Giornate degli Autori“ zu sehen sein. Alle drei Filme feiern ihre Weltpremiere in Venedig und wurden im vergangenen Jahr zu großen Teilen in Südtirol gedreht.

“Dass gleich drei Südtirol-geförderte Filme auf einem internationalen A-Festival vertreten sind, zeigt genauso wie die Tatsache, dass viele unserer Filme Auszeichnungen erhalten, wie sehr bei der Auswahl der unterstützten Projekte auf Qualität geachtet wird”, unterstreicht Christiana Wertz, Leiterin der Filmförderung bei IDM.

Der iranische Regisseur Amir Naderi wurde mit seinem Südtirol-geförderten Film „Monte“ zu einem Special Screening außer Konkurrenz eingeladen. Naderi drehte vergangenen Herbst im Eggental fast vier Wochen lang an einem alpinen Set. Das eindringliche Drama erzählt die Geschichte von Agostino (Andrea Sartoretti), der mit seiner Familie in einer armseligen Hütte in einem verlassenen Dorf am Fuße eines großen Bergmassivs lebt und von dessen Aufbegehren gegen die vorherrschenden Wetterverhältnisse. Die Zivago Media Produktion drehte in Koproduktion mit der italienischen Citrullo International und der US-amerikanischen Produktion Cineric, in Zusammenarbeit mit der Rai und erhielt von IDM 200.000 Euro Produktionsförderung zur Realisierung.

Die Einsiedler (engl. „The Eremites“) vom Südtiroler Regisseur Ronny Trocker ist in Venedig in der internationalen Reihe „Orizzonti“ zu sehen. Der Film wurde ebenfalls vergangenen Herbst in Südtirol im Vinschgau gedreht. Die Berliner zischlermann filmproduktion in Koproduktion mit der österreichischen Golden Girls Filmproduktion & Filmservices erhielten für den Film 20.500 Euro Produktionsvorbereitungsförderung und zusätzlich 320.000 Euro für die Produktion selbst. Das Drama erzählt die Geschichte des Bauernsohns Albert, der sich zwischen dem rauen Leben auf dem abgelegenen elterlichen Bergbauernhof oder einem Leben im Tal entscheiden muss. Der Film ist mit Andreas Lust  und Ingrid Burkhard prominent besetzt.

Bei den parallel zum Festival stattfindenden „Giornate degli Autori“/„Venice Days“ wird „Caffé“ (engl. „Coffee“) von Cristiano Bortone zu sehen sein. Die italienisch-belgisch-chinesische Koproduktion entstand im Sommer 2015 in Rabland, Bozen und Umgebung. Bortone erzählt drei unterschiedliche Geschichten in drei unterschiedlichen Ländern, deren verbindendes Thema Kaffee ist – nach dem Erdöl einer der wichtigsten Rohstoffe der Welt. In den Hauptrollen spielen unter anderem Ennio Fantastichini, Dario Aita und Miriam Dalmazio. Die Produktion setzte bei den Dreharbeiten auf unterschiedliche grüne Maßnahmen, so fuhr das Filmteam mit Bike-Sharing Fahrrädern der Stadt Bozen zur Arbeit, statt Plastikflaschen wurden auffüllbare Trinkflaschen verwendet und die Materialien für den Setbau konnten wiederverwendet oder recycelt werden. Der Film der italienischen Orisa Produzioni in Koproduktion mit der belgischen Savage Film und der chinesischen Road Pictures und China Blue wurde mit 300.000 Euro Produktionsförderung von der Südtiroler Filmförderung gefördert.

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