Noch 4 Tage! Digitale Plattformen – Chancen und Probleme

8.12.2016. In wenigen Tagen, am 12. Dezember 2016 wird die Akademie der Künste am Pariser Platz Schauplatz eines hochkarätig politisch, kreativ und wissenschaftlich besetzten Kongresses zu den Chancen und Problemen digitaler Plattformen. Die Initiative Urheberrecht hat Akteure aus Politik, Wissenschaft, Kunst und Kultur eingeladen, um tragfähige Perspektiven für die sich rasant verändernden Arbeits- und Lebensbedingungen in der Kultur- und Kreativwirtschaft zu diskutieren. Sie nehmen dabei besonders die Entwicklungen und Aktivitäten der Plattformen genauer in den Blick.

Die große Bedeutung, die das Thema für KünstlerInnen und Kreative aller Bereiche hat, vermitteln diese anlässlich der bevorstehenden Konferenz abgegebenen Statements:

Matthias Schweighöfer, Schauspieler und Produzent:

„Die Entwicklung hin zu digitaler Distribution geht bekanntlich rasant voran. Urheber dürfen hier nicht auf der Strecke bleiben – es gibt viel zu tun.“

Rosa Loy und Neo Rauch, Maler:

„Wir achten sehr genau darauf, in welchem Zusammenhang unsere Werke abgebildet werden.  Deswegen erlauben wir keine Nutzungen im Internet ohne technische Sicherung gegen Framing sowie ohne unser Einverständnis.  Wir fordern eine klare gesetzliche Regelung, so dass die Nutzung unserer Werke bzw. die Abbildung unserer Werke nur dann zulässig ist, wenn wir unsere ausdrückliche Zustimmung gegeben haben.“

Ingo Schulze, Schriftsteller:

„Was sind Sie von Beruf?“

„Schriftsteller.“

„Ich meine, was arbeiten Sie?“

„Ich schreibe, Erzählungen, Romane, gelegentlich Artikel oder Essays.“

„Nein, ich meine, wovon leben Sie denn?“

Prof. Dr. Fred Breinersdorfer, Drehbuchautor und Produzent:

„Die Politik – in Berlin wie Brüssel – trägt eine große Verantwortung dafür, dass endlich auch in den digitalen Märkten faire Bedingungen herrschen, allen voran für die Urheber und Künstler, denn ohne uns fängt Kultur und Kunst auch digital erst gar nicht an.“

Julia Neigel, Sängerin:

„Plattformen, die mit Rechten Dritter viel Geld verdienen, müssen auch uns, die Songwriter und Performer, einzeln und separat vergüten. Das gilt für Youtube, ebenso, wie für deren Konkurrenz und Streamingdienste.“

Weitere Statements finden Sie unter http://plattformen-konferenz-2016.de/

Das vollständige Konferenzprogramm und Informationen zu allen ReferentInnen finden Sie unter Programm und ReferentInnen.

Die Konferenz ist bereits ausgebucht, Pressevertreter können sich allerdings noch bei uns akkreditieren.

 

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