Brandenburgs Verdienstorden für Nicola Galliner

13.07.2018. Im Rahmen einer Feierstunde in der Staatskanzlei des Landes Brandenburg hat der Ministerpräsident des Landes Dr. Dietmar Woidke der langjährigen Leiterin des Jüdischen Filmfestivals Berlin & Brandenburg Nicola Galliner den Verdienstorden des Landes Brandenburg verliehen.

Den Orden erhielt Nicola Galliner als Zeichen der Anerkennung und des Dankes für außerordentliche Verdienste um das Land Brandenburg und seine Bevölkerung.

Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke sagte: „Nicola Galliner ist eine unermüdliche Botschafterin jüdischen Lebens in Berlin und Brandenburg. Sie trägt maßgeblich dazu bei, dass die jüdische Kultur in der Region wieder verstärkt sichtbar und erlebbar ist. Das Jüdische Filmfestival ist eine beeindruckende Erfolgsgeschichte und ein großer kultureller Gewinn für die Menschen in der Hauptstadtregion, die mehr erfahren wollen über das Leben von Jüdinnen und Juden in Israel und überall in der Welt jenseits von Nachrichtenbildern und Klischees. Die Auszeichnung mit dem Verdienstorden des Landes Brandenburg ist eine hochverdiente Ehrung!“

Nicola Galliner ist Gründerin und Leiterin des Jüdischen Filmfestivals Berlin & Brandenburg, das in diesem Jahr in seine inzwischen 24. Ausgabe geht. Sie wurde 1950 in London geboren und lebt seit 1969 in Berlin. Bevor sie sich ganz der Organisation und dem Programm des Jüdischen Filmfestivals verschrieb, leitete sie über 20 Jahre die Jüdische Volkshochschule der Jüdischen Gemeinde zu Berlin.

Nicola Galliner zur Auszeichnung: “Es steht durchaus in der Tradition preußischer Toleranz, Juden Orden zu verleihen – daher nehme ich die Auszeichnung sehr gerne an. Das Bundesland Brandenburg hat unser Festival über all die Jahre wunderbar unterstützt. Dafür sind wir sehr dankbar, und eigentlich gebührt dafür auch dem Land ein Orden. Umso mehr freue ich mich auf die festliche Eröffnungsgala im Potsdamer Hans Otto Theater am 26. Juni mit Ministerpräsident Dietmar Woidke als unserem Schirmherren – wie auch auf viele weitere Jahre erfolgreicher Zusammenarbeit.“

Das Jüdische Filmfestival findet in diesem Jahr vom 26. Juni – 5. Juli in Berliner und Brandenburger Kinos statt. So wird bei der Eröffnungsgala am 26. Juni im Hans Otto Theater die Europapremiere des Dokumentarfils ITZHAK über dem Ausnahme-Musiker Itzhak Perlman laufen. Das Filmmuseum Potsdam zeigt am 29. Juni um 19.00 Uhr DAS ALTE GESETZ aus dem Jahr 1923, ein jüngst restauriertes Meisterwerk des Weimarer Kinos, das mit einem neuen Score versehen wurde. Außerdem läuft im Filmmuseum am 30. Juni um 18.00 Uhr GENIALE GÖTTIN – DIE GESCHICHTE DER HEDY LAMARR, ein Dokumentarfilm über den Hollywoodstar österreichisch-jüdischen Herkunft Hedy Lamarr, die nicht nur zum gefeierten Kinostar wurde, sondern auch die Grundlagen für die WLAN- und Bluetooth-Technologie entwickelte. In einer kleinen, ihr gewidmeten Reihe zeigt das Filmmuseum einige ihrer Filme.

Im Thalia Programmkino in Potsdam Babelsberg wird am 1. Juli um 20.00 Uhr THE CAKEMAKER zu sehen sein, ein sinnlicher Film über einen deutschen Kuchenmacher in Jerusalem. Ebenfalls am 1. Juli spielt das Capitol in Königs Wusterhausen GENIALE GÖTTIN – DIE GESCHICHTE DER HEDY LAMARR und im Brandenburger Theater in Brandenburg an der Havel läuft am 3. Juli um 19.00 Uhr DIE UNSICHTBAREN – WIR WOLLEN LEBEN über untergetauchte Berliner Juden im Jahr 1943.

Zusätzlich zum offiziellen Festivalprogramm startet das JFBB in diesem Jahr erstmalig in Brandenburg die Initiative SawIt! Judentum und Israel anders Sehen – anders Verstehen. Das Festival arrangiert dabei Filmvorführungen in Brandenburger Kinos für Schulen und junge Leute mit Filmen aus Israel bzw. Filmen zu jüdischen Themen und Lebenswelten. Der Titel „Sawit“ ist dabei ein Wortspiel aus dem englischen „saw it = sah es“ und dem hebräischen „sawit = ecke , Winkel“.

Das komplette Programm und vertiefende Informationen zum Jüdischen Filmfestival Berlin & Brandenburg finden Sie auf www.jfbb.de.

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