10. Mai 2015

JFFB eröffnet

News

10.05.2015. Glanzvolle Eröffnung des 21. Jüdischen Filmfestivals Berlin & Potsdam. Vor rund 500 Gästen startete am heutigen Sonntagabend die 21. Ausgabe des Jüdischen Filmfestivals Berlin & Potsdam – JFFB (10.-20. Mai 2015). Festivalleiterin Nicola Galliner eröffnete das Festival gemeinsam mit Außenminister Dr. Frank-Walter Steinmeier, Brandenburgs Ministerpräsident und Schirmherr des JFFB Dr. Dietmar Woidke, dem Botschafter Israels Yakov Hadas-Handelsman, sowie mit den beiden Festivalpaten Schauspieler Fahri Yardim und Regisseurin Sherry Hormann im vollbesetzten Potsdamer Hans Otto Theater.Außenminister Dr. Frank-Walter Steinmeier unterstrich in seinem Grußwort: „Dass wir 70 Jahre nach dem Ende der Schreckensherrschaft der Nationalsozialisten, nach dem Menschheitsverbrechen der Shoa, die enge Freundschaft zwischen Deutschland und Israel feiern können, erscheint vielen von uns wahrhaftig wie ein Wunder. Heute sind Israel und Deutschland nicht nur politisch eng verbunden. Mehrere tausend Jugendliche nehmen jedes Jahr an Austauschprogrammen teil, Künstler tauschen ihre Ateliers, kreative Köpfe aus beiden Ländern arbeiten – wie viele von Ihnen hier im Saal – an gemeinsamen Filmen und Projekten. Das Jüdische Filmfestival ist ein wichtiger Teil des lebendigen Austauschs. Es schafft mit seinen Filmen aber noch etwas anderes: Es macht die Menschen hier in Deutschland neugierig auf die vielen Facetten des Judentums, auf seine Traditionen, seine Riten. Und es sendet damit eine wunderbare Botschaft in diesem Jubiläumjahr: Die Botschaft, dass jüdisches Leben blüht, auch hier in Deutschland!“

Brandenburgs Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke, der bereits zum zweiten Mal Schirmherr des Festivals ist, betonte: „Das Jüdische Filmfestival ist ein kulturelles Highlight in Brandenburg und Berlin. Es bringt uns Jahr für Jahr die jüdische Kultur und das jüdische Leben näher. Die diesjährige 21. Ausgabe thematisiert auch große historische Themen: 70 Jahre Kriegsende und 50 Jahre diplomatische Beziehungen zwischen Israel und Deutschland. Es wirft zudem Fragen des Zusammenlebens zwischen Israelis und Palästinensern auf. Das Jüdische Filmfestival bietet Filmkunst, die zum Nachdenken anregt,  die dem Leben den Spiegel vorhält, die uns fremde Welten erschließt. Es hat 70 Jahre nach dem Tag der Befreiung vom Nationalsozialismus mit der Ermordung von Millionen Juden einen festen Platz in der deutsch-jüdischen Gegenwart.“

Botschafter Israels Yakov Hadas-Handelsman: „Innerhalb unserer Beziehungen sorgte und sorgt besonders der kulturelle Austausch immer wieder für neue inspirierende und bereichernde Impulse. Mich freut es sehr, dass das Jüdische Filmfestival Berlin-Potsdam von Anfang an israelische Filme im Programm hatte. So leistet es auch einen Beitrag innerhalb der israelisch-deutschen Kulturbeziehungen.“

Im Anschluss an die Eröffnung wurde Paul Andrew Williams’ packendes Drama „The Eichmann Show“ gezeigt. Die Hauptrollen der BBC 2-Produktion über die mediale Aufbereitung und weltweite Übertragung des aufsehenerregenden Prozesses gegen Adolf Eichmann spielen Martin Freeman („Hobbit“, „Sherlock Holmes“) und Anthony LaPaglia („Without a Trace“).

Unter den Gästen waren außerdem: Albrecht Gerber, Minister für Wirtschaft & Energie des Landes Brandenburg, Ministerpräsident a.D. Matthias Platzeck, der Produzent des Eröffnungsfilms „The Eichmann Show“ Laurence Bowen, die Staatssekretäre Martin Gorholt und Thomas Kralinski, die Schauspielerinnen Isabell Gerschke und Nadja Uhl, der Schauspieler Clemens Schick, Kameramann Michael Ballhaus, Moderator Ulrich Meyer und Regisseur Veit Helmer und viele mehr.

Noch bis Mittwoch, 20. Mai, macht das Festival als größtes und traditionsreichstes Forum für den jüdischen und israelischen Film Deutschlands, in zehn Berliner und Brandenburger Kinos Station. Die Gäste des JFFB erwarten rund 35 Filme in mehr als 50 Aufführungen internationaler Filmemacher, darunter zahlreiche Deutschland- und Weltpremiere.

Highlights des JFFB sind unter anderem Filme über eine New Yorker Hot-Dog-Dynastie („Famous Nathan“), über würdevolles Altern und Sterbehilfe („Am Ende ein Fest“), über Hintergründe des Masturbationsverbotes im jüdisch-orthodoxen Glauben („Sacred Sperm“), über die jüdische Mädchenschule in der Berliner Auguststraße („Ahawah – Die Kinder der Auguststraße“), über einen jüdischen Bäcker, der einen muslimischen Lehrling einstellt („Dough“), über drei ungarische Schach-Großmeisterinnen („The Polgar Variant“), über jüdische Delis in den USA („Deli Man“) oder über Soldatinnen in der Wüste Negev („Zero Motivation“). Erstmals zeigt das JFFB mit „The Honourable Woman“, die erfolgreiche BBC Drama Serie über den Nahostkonflikt mit Maggie Gyllenhaal in der Titelrolle, ein serielles Format im Rahmen des Festivals.

Alle Filme, alle Orte, das ganze Programm: www.jffb.de.
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