Jahresbilanz der Filmförderung Südtirol 2015

11.01.2016. Rund 30 Filme mit insgesamt 530 Drehtagen wurden 2015 in Südtirol realisiert. 21 Spielfilme, Dokumentationen und TV-Serien wurden durch den Südtiroler Filmfonds der BLS für die Produktion oder die Produktionsvorbereitung gefördert. Das Filmjahr 2015 war für die Südtiroler Filmförderung darüber hinaus geprägt von der Teilnahme geförderter Filme an den wichtigsten europäischen Filmfestivals. Überdies baute BLS zahlreiche Initiativen und Plattformen zur Entwicklung des Standorts auf und aus.

„Südtirol hat sich als attraktiver Produktionsstandort für zahlreiche Film- und Fernsehproduktionen auf internationalem Niveau etabliert. Gleichzeitig wächst und professionalisiert sich die Südtiroler Filmwirtschaft. Der Film in Südtirol ist also in allen Belangen auf einem guten Weg. Eine nachhaltige Entwicklung, über die wir uns sehr freuen“, so Christiana Wertz, Head of Film Fund & Commission der Südtiroler Filmförderung.

Dreharbeiten: von Giuseppe Tornatore bis Ralf Huettner

Nach Drehtagen gerechnet, wurde in 2015 insgesamt beinahe 1½ Jahre in Südtirol gedreht. Im Februar entstanden auf dem Ritten Szenen zu Caterina Carones Regiedebüt „Fräulein“, ein Projekt das seine Wurzeln im ersten BLS Script Lab RACCONTI hat und dessen Entwicklung, ebenso wie die Produktion, von der BLS unterstützt wurde.

In Bozen fiel am 1. April des vergangenen Jahres die erste Klappe zu „The Correspondence“, dem neuesten Film des vielfach ausgezeichneten italienischen Regisseurs Giuseppe Tornatore mit Oscar-Preisträger Jeremy Irons und Olga Kurylenko in den Hauptrollen.

Im Juni starteten in Tscherms die Dreharbeiten von „Maikäfer flieg!“, ein Film der österreichischen KGP Filmproduktion. Die Crew um Regisseurin Mirjam Unger drehte einen Großteil des Films in Südtirol. Er kommt am 13. März in die Kinos.

Im September drehte der international erfolgreiche iranische Regisseur Amir Naderi seinen neuen Film „Monte. Die italienische Zivago Media Produktion filmte an 24 Tagen im Hochpustertal.

Ende September öffnete dann die berühmte „Burg Schreckenstein“ ihre Pforten – zumindest im neuen Kinofilm von Regisseur Ralf Huettner, der die Internatsgeschichte für die Münchner Roxy Film in Koproduktion mit Violet Pictures für die große Leinwand verfilmte. 28 von insgesamt 40 Tagen wurde in Südtirol gedreht.

In den Herbst hinein zogen sich auch die Dreharbeiten von „Die Einsiedler“ unter der Regie des Südtirolers Ronny Trocker.

BLS – Stammgast bei den Europäischen Filmfestivals

Die Qualität der Filmförderung zeigt sich auch daran, wie die unterstützen Projekte auf wichtigen Filmfestivals reüssieren. 2015 war in dieser Hinsicht eines der erfolgreichsten Jahre seit Bestehen der Südtiroler Filmförderung. Mit Oliver Hirschbiegels „Elser – Er hätte die Welt verändert“ und Laura Bispuris Spielfilmdebüt „Vergine Giurata“ haben es zwei Filme, die in Südtirol gedreht und von der Südtiroler Filmförderung unterstützt wurden, in den renommierten Wettbewerb der Berlinale geschafft. Die BLS-geförderte US-Produktion „Everest“ eröffnete die Filmfestspiele von Venedig. Und auch beim Filmfest München zeigte sich das Filmland Südtirol mit den zwei Produktionen „Outside the Box“ und „Luis Trenker – Der schmale Grat der Wahrheit“ im Programm. Die Dokumentation „I want to see the Manager“ von Hannes Lang war u.a. beim renommierten Dokumentarfilmfestival CPH:DOX in Kopenhagen zu Gast.

Vernetzen, Konferieren, Weiterbilden

Mit zahlreichen Initiativen setzte die BLS auch 2015 das Ziel der Vernetzung von Filmschaffenden und der Dynamisierung und Professionalisierung der heimischen Filmwirtschaft um. So trafen sich im April rund 70 Persönlichkeiten aus der Film- und Fernsehbranche bei INCONTRI zum jährlichen länderübergreifenden Dialog.

Ausschließlich auf Autoren setzte dagegen das ebenfalls jährliche BLS Script Lab RACCONTI. Bei der vierten Ausgabe waren Drehbuchautoren aus Italien und dem deutschsprachigen Raum eingeladen, um in gemeinsam mit Letterbox Filmproduktion und der italienischen Produktionsfirma Palomar zusammengestellten Writers‘ Rooms, Serienkonzepte zu marktreifen Treatments zu entwickeln. In Rom feierte das Netzwerk RACCONTI ALUMNI seine Premiere. Es verbindet Teilnehmer vergangener RACCONTI Programme sowohl untereinander als auch mit der BLS und Südtirol. Die BLS hat 2015 überdies eine lokale Ausgabe ihres Script Labs RACCONTI gestartet, das ausschließlich Südtiroler Teilnehmern vorbehalten ist. Vier Autoren entwickeln bei RACCONTI Local Talent mit Experten in einem Mentorensystem ein eigenes Drehbuch.

Ebenfalls neu gestartet wurde die Online-Plattform MOV!E IT!. Dort werden künftig Aus- und Weiterbildungsangebote für Südtiroler Filmschaffende der bereits bestehenden Initiative MOV!E IT! Gebündelt und diese weiter ausgebaut.

Und schließlich richtete die BLS auch diesen Herbst wieder PLACES, eine Tour zu Südtiroler Filmlocations, aus und lud Produzenten, Autoren, Regisseure und Herstellungsleiter ein, Südtirol und seine vielfältigen Drehorte kennenzulernen.

 

Für das Jahr 2016 kündigt die Südtiroler Filmförderung folgende Fördertermine an:

27.01. (Entscheidung bis 15.03.)
04.05. (Entscheidung bis 21.06.)
28.09. (Entscheidung bis 15.11.)

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