Isabel Coixet: Ehrenpreisträgerin „Inspiration“ des DSP 2016

10.05.2016. Isabel Coixet, spanisch-katalanische Regisseurin und Drehbuchautorin sowie Präsidentin von EWA, des European Women´s Audiovisual Network, erhält bei der Verleihung des 5. DEUTSCHEN SCHAUSPIELERPREISES 2016 am 20. Mai den „Ehrenpreis Inspiration“. Mit dem „Ehrenpreis Inspiration“ zeichnet der Vorstand des Bundesverbands Schauspiel, BFFS, in jedem Jahr eine Persönlichkeit oder Institution aus, die durch ihre Leistung in besonderer Weise die Schauspielkunst ermöglicht und gefördert hat.

Weniger als 15 % der Fernsehfilme im deutschen Fernsehen werden von Regisseurinnen realisiert, obwohl 42 % der Filmhochschulabsolventen Frauen sind. Von den 62,5 Millionen Euro, die der DFFF im Jahr 2013 vergeben hat, gingen nur knapp 6 Millionen Euro an Produktionen mit Regisseurinnen. Nur einige Daten, die die eklatante Geschlechterungleichheit in der deutschen Filmindustrie widerspiegeln. Isabel Coixet kämpft auf europäischer und internationaler Ebene als Präsidentin der EWA mit großem Engagement leidenschaftlich gegen Ungleichbehandlungen zu Lasten von Frauen im Filmschaffen. Sie ist eine der Initiatorinnen der Debatte, die inzwischen weltweit in der Filmindustrie geführt wird.

Darüber hinaus ist sie eine der erfolgreichsten spanischen Regisseurinnen und Drehbuchautorinnen. Ihr Durchbruch gelang ihr 2003 mit dem Film Mein Leben ohne mich, für das sie auch das Drehbuch verfasste. Bei den Goyas 2006, dem wichtigsten spanischen Filmpreis, dominierte ihr nächster Film Das geheime Leben der Worte und gewann in den Kategorien „Bester Film“, „Beste Regie“, „Bester Produzent“ sowie „Bestes Original-Drehbuch“. Ihr Film Eine Karte der Klänge von Tokio lief 2009 im Wettbewerb der Filmfestspiele von Cannes und Nobody Wants the Night mit Juliette Binoche und Gabriel Byrne eröffnete im letzten Jahr die Berlinale.

Die Laudatio für Isabel Coixet wird ihr damaliger Gastgeber, Dieter Kosslick, Festivaldirektor der Internationalen Filmfestspiele Berlin, halten.

Hans-Werner Meyer, Vorstandsmitglied des BFFS zur Verleihung des „Ehrenpreises Inspiration“: „Isabel Coixet wählt für ihre Filme nicht nur Stoffe, die Frauen aller Altersklassen in komplexen, spannenden, facettenreichen und berührenden Figuren zeigen, sie kämpft auch mit viel Herz, Kraft und Wut gegen das himmelschreiende Ungleichgewicht zwischen Männern und Frauen in der Film- und Fernsehbranche. Dafür möchten wir uns mit dem „Ehrenpreis Inspiration“ bedanken“.

 

Über den DEUTSCHER SCHAUSPIELERPREIS (DSP)

Der DEUTSCHE SCHAUSPIELERPREIS 2016 wird am Freitag, 20. Mai 2016 im Zoo Palast Berlin an Schauspielerinnen und Schauspieler aus dem deutschsprachigen Raum in neun Preiskategorien vergeben. Hinzu kommen die beiden Ehrenpreise „Lebenswerk“ und „Inspiration“ sowie der Sonderpreis „Starker Einsatz“ in Zusammenarbeit mit der ver.di FilmUnion. Der Bundesverband Schauspiel erwartet über 800 Schauspielerinnen und Schauspieler und ihre Gäste zur Preisverleihung.

Mit der Auszeichnung ehrt der Bundesverband Schauspiel e.V. (BFFS) Vorbilder, die sich für die Entwicklung der Schauspielkunst verdient gemacht haben. Es werden Menschen ausgezeichnet, die in besonderer Weise und nachhaltig inspirieren und sich für den deutschen Film als Kulturgut und für die Schauspielkunst einsetzen.

Der DSP spiegelt den besonderen Blickwinkel der Schauspieler und ist initiiert vom BFFS, dem größten Interessenverband der nationalen Film- und Fernsehindustrie.

Über den Bundesverband Schauspiel e.V. (BFFS)

Der BFFS vertritt die Interessen von Schauspielerinnen und Schauspielern in Deutschland. Seit der Gründung im April 2006 stellt der BFFS mit über 2.800 Mitgliedern heute den größten Berufsverband der nationalen Film- und Fernsehindustrie.

Der BFFS arbeitet an einer erfolgreichen – auch im internationalen Kontext konkurrenzfähigen – Film- und Fernsehindustrie mit transparenten und fairen Regeln für alle Beteiligten. In dem Bewusstsein, dass Schauspieler Rückgrat und Gesicht einer wichtigen Branche mit hohem Zukunftspotential sind, pflegt der Bundesverband eine enge Vernetzung mit Politik, Sendern, Produzenten und anderen Filmverbänden.

Zu den Zielen des BFFS zählen die Schaffung fairer Arbeitsbedingungen und verlässlicher sozialer Standards sowie die Förderung, Ermöglichung und der Schutz künstlerischer Qualität in Ausbildung und Produktion.

Partner

GVL Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten, CONSORS BANK by BNP Paribas, Peter Ustinov Stiftung, Kauri CAB Management GmbH, ver.di FilmUnion, Hotel am Steinplatz und Studio Babelsberg.

Medienpartner

Bunte, radio eins, Blickpunkt:Film und Casting Network.

Die Aftershow Party findet im BIKINI BERLIN statt.

Comments are closed.