Geschichten in einer digitalen Welt

12.10.2017. Welche Geschichten können auf welche Weise in einer digitalen Welt erzählt werden? Wie gelangen sie an den Zuschauer? Welche Trends werden das neue digitale Ökosystem „Film“ beherrschen? Und wie produziert man in Zukunft innerhalb dieses Systems und gestaltet die Bilder, die die Zuschauer erwarten? Auf diese und weitere Fragen wird die Babelsberger Technologiekonferenz CHANGING THE PICTURE (CTPiX17) vom 9. – 10. November 2017 Antworten liefern.

Den Start macht die US-amerikanische Filmemacherin Jennifer Hall Lee. Sie nähert sich in ihrer Keynote kritisch dem Einfluss des Technologiewandels auf das Storytelling, bei dem Inhalteproduzenten durchaus bald von Algorithmen ersetzt werden könnten.

Das neue digitale Ökosystem in der Filmproduktion diskutiert anschließend ein internationales Panel. Mit dabei Andy Taylor, CEO und Co-Gründer von Little Dot Studios mit Sitz in London und Los Angeles, einer der weltweit erfolgreichsten Produzenten von Social Media Content. Ebenfalls auf der CTPiX17: Gareth Capon, CEO von Grabyo in London, eine der international führenden Anbieter im Sportbereich für cloud-basierte Bewegtbild-Produktion und Distribution auf Social Media Plattformen. Last but not Least Drew Diamond, Produzent beim Entertainment Technology Center, dem mit Unterstützung von George Lucas gegründeten Media-Thinktank an der University of Southern California.

Apropos Publikum: Es will mehr Drama, mehr Action. Echte und virtuelle Bilder verschmelzen zunehmend auf eine Weise, die für das Publikum nicht mehr voneinander unterscheidbar ist. Was bedeutet das für die Kinematographie heute und in Zukunft? Was sind die neuesten Technologien, die es ermöglichen, ihre kreative Sprache zu erweitern? Dies diskutieren Florian Gellinger, VFX Supervisor bei RISE fx, die aktuell für ihre Arbeit an „Babylon Berlin“ für Furore sorgen, der Kameramann Timo Schäppi („Love Steaks“, „Tiger Girl“, „Eichwald, MdB“) und Kamerafrau Jeanne Lapoirie („Michael Kohlhaas“, „120 Battements par Minute“).

Den spektakulären Abschluss des CTPiX17-Konferenztages bildet der Showcase VR und Film „Wonder Buffalo“. Ex-Black Hawk Besatzungsmitglied und VR Filmemacherin Christine T. Berg gibt eine Antwort auf die von Produzenten heiß diskutierte Frage, wie man in Virtual Reality (VR) eine Geschichte erzählt. „Wonder Buffalo“ ist ein Projekt, das sowohl ein Film als auch ein immersives, virtuelles Realitätserlebnis ist. Im März dieses Jahres wurde die Produktion beim renommierten SXSW-Festival vorgestellt. Christine T. Berg spricht darüber mit Brian Frager, Spezialist für interaktives Storytelling bei Technicolor in Los Angeles..

Am 10. November, nach dem Konferenztag, kann auf der CTPiX17 direkt mit internationalen Experten wie Christine T. Berg oder Drew Diamond in Master Classes gearbeitet und Erfahrungen ausgetauscht werden. Ein Ideation Workshop dreht sich außerdem um die branchenbewegende Suche nach neuen innovativen Geschäftsmodellen für die Filmindustrie.

Die Technologiekonferenz CHANGING THE PICTURE richtet sich an nationale und internationale Teilnehmer aus dem Film-, Fernseh- und Digitalproduktionsbereich. Zu den Besuchern gehören Produzenten ebenso wie Drehbuchautoren, Regisseure, Creative Technologists, Produktionsleiter und Redakteure oder Distributoren, aber auch alle Interessenten aus IT und Industrie. Das Networking und der Austausch zwischen den Teilnehmer ist elementarer Bestandteil beider Konferenztage.

CHANGING THE PICTURE findet am 9. und 10. November 2017 in Potsdam-Babelsberg auf dem Studiogelände statt.

Presseakkreditierungen richten Sie bitte an presse@changingthepicture.com.

 

 

Wie Produzenten an diesem neuen Ökosystem erfolgreich teilhaben, werden Jörg (Produzent) und Anna Winger (Head-Autorin) im Kamingespräch mit Moderatorin Kate Buckley verraten. Sie sind die Macher der international erfolgreichen Serie „Deutschland 83“ (UFA FICTION). Die Fortsetzung, „Deutschland 86“, entsteht derzeit für Amazon Prime Video.

Am Nachmittag will Mark Harrison, Geschäftsführer des internationalen Netzwerks Digital Production Partnership, mit seiner Keynote die Teilnehmer wachrütteln. Er richtet den Blick auf die aus seiner Sicht wirklich relevanten Technologietrends. Und zwar abseits von allerlei technologischen Innovationen, die sich auf das Audiovisuelle richten und von denen sich die Medienbranche zu leicht blenden lasse. Er nimmt Trends und Medientechnologien aus Sicht der Verbraucher ins Visier. Sie beeinflussten den Markt viel stärker, als die Technologie- und Inhalteanbieter, so Mark Harrisons These.

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