GENRENALE5 erfolgreich zu Ende gegangen

17.02.2017. Gestern endete mit der Verleihung der Preise und der Vorführung von Tom Zicklers Fantasy-Komödie „Detective Lorn und die Rache des Pharao“ aus dem Jahr 2002 die erfolgreichste GENRENALE seit Bestehen des Festivals.

Über 3.800 Besucher fanden an erstmals vier Festivaltagen ihren Weg ins Kino Babylon zu den Vorführungen von fast 50 deutschen Genrefilmen und hochkarätigen Branchenevents. Eine Jury, bestehend aus Filmfans, wählte aus den über 40 Kurzfilmen, die bei der GENRENALE liefen, in vier Kategorien Gewinner aus.

Als Bester Genrefilm wurde in diesem Jahr „Die besonderen Fähigkeiten des Herrn Mahler“ von Paul Phillipp ausgezeichnet. Der Mystery-Thriller erzählt eine Geschichte aus der DDR des Jahres 1987. Dem Sonderermittler Mahler werden übersinnliche Fähigkeiten nachgesagt. Die Volkspolizei beauftragt ihn, den Fall des seit Wochen verschwundenen, 6-jährigen Henry Kiefer zu klären, bevor diese Angelegenheit zu politischen Spannungen mit dem Westen führt. Doch dann bringt er etwas ans Licht, das diese Familientragödie erst recht politisch werden lässt… Gestiftet wurde dieser Preis in diesem Jahr erstmalig vom Ludwig Kameraverleih.

Den WTF-Preis, gestiftet vom Software-Hersteller Avid, mit dem die GENRENALE-Jury einen besonders überraschenden und nachhaltig beeindruckenden Film auszeichnet, ging an die Horror-Komödie „Ghostbleeder” von Niklas Coskan. In dem Film geht es um ein Mädchen, ihr Nasenbluten und den Auftrag zu töten.

Die Killer Performance Männlich legte nach Jurymeinung André M. Hennicke für seine Titelrolle in „Die besonderen Fähigkeiten des Herrn Mahler” hin.

Eine Killer Performance Weiblich zeigten Linda Blümchen und Karola Marschhausen in dem Mystery-Thriller „Nona“ von Steffen Hildebrandt.

Neben den Filmvorführungen fanden in diesem Jahr die Businessevents große Aufmerksamkeit bei Filmfans aber auch bei zahlreichen Filmschaffenden, die bei der GENRENALE eine Auszeit von der Berlinale nahmen.
So diskutierten am zweiten Festivaltag beim AVID GENRE PANEL unter dem Titel „Million Eyes on German Genre: Virale Hits als Chance für deutsche Genrefilme“ Filmemacher, die mit ihren Online-Erfolgen wie “Selfie from Hell” mit über 19 Millionen YouTube-Hits, “Darth Maul:Apprentice” mit knapp 12 Millionen Klicks, “R’ha” mit über 3 Millionen Klicks allein auf Vimeo, die Aufmerksamkeit Hollywoods gewinnen konnten, über ihre Erfahrungen mit Hollywood und den Chancen und Unwägbarkeiten des US-amerikanische Filmsystems.

Am Mittwoch folgte die zweite Ausgabe des ARRI GENRE PITCH, die einzige Pit-ching-Plattform, die sich ausschließlich auf Genrestoffe aus dem deutschen Kulturraum fokussiert. Die aus über 100 Einreichungen ausgewählten acht Gewinner, präsentierten ihre Stoffideen live auf der Bühne vor einer Jury, die aus den beiden Erfolgsproduzenten Tom Zickler und Peter Rommel, dem Head of World Sales von ARRI MEDIA, Moritz Hemminger und Oliver Zeller, Förderreferent beim Medienboard Berlin Brandenburg, bestand. Alle acht Stoffe sowie eine zusätzliche Auswahl von weiteren Stoffen werden auf der GENRENALE-Webseite zur Ansicht angeboten.

Und schließlich war Produzent Tom Zickler am Finaltag des Festivals Gast des ersten Werkstattgesprächs bei der GENRENALE, präsentiert von ZDF Enterprises. Tom Zickler, nach Boxoffice sicher einer der erfolgreichsten deutschen Produzenten überhaupt, verantwortete Kinoerfolge wie „Knocking on Heavens Door“ und etliche Til Schweiger-Filmen wie zuletzt „Honig im Kopf“. Er produzierte aber auch mit der Reihe „PLANET B“ kultverdächtige B-Movie Genrefilme, von denen „Detective Lorn und die Rache des Pharao“ am Donnerstagabend in einer bewegenden Tom Zickler – Retrospektive lief.

„Wir sind begeistert von der großartigen Stimmung, der riesigen Nachfrage und dem positiven Feedback, sowohl von Filmemachern, Zuschauern als auch aus der Branche. Wir freuen uns, dass wir uns als die Plattform für deutsche Genrefilme etablieren und das Interesse weiter steigern konnten. Wir sind der Ort, an dem man Filme entdeckt, an denen man sich reiben und über die man diskutieren kann. Wir haben mit der GENRENALE ein Festival geschaffen, an dem sich der deutsche Genrefilm auf Augenhöhe präsentiert und beweist, dass er lebt“, so Paul Andexel zum Abschluss der GENRENALE5.

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