Film- und Kinokongress NRW

17.10.2014. Film- und Kinokongress NRW versammelt die Filmbranche in Köln/„Film und Filmpolitik im digitalen Zeitalter“ ist Leitthema des Kongresses/Verleihung von Kinoprogrammpreis und Herbert Strate-Preis/Nachwuchskonferenz und Filmreihe „Made in NRW”/Mit Medienministerin Angelica Schwall-Düren und FFA-Präsident Bernd Neumann.

Am 4. und 5. November 2014 findet zum vierten Mal der Film- und Kinokongress NRW statt. In hochkarätigen Vorträgen und Expertenrunden geht es um die Zukunftsperspektiven für den Film im digitalen Zeitalter in Deutschland und Europa. Die filmpolitischen Rahmenbedingungen werden ebenso Thema sein, wie Fragen der digitalen Transformation und der Auswertung von Film. Die Veranstaltung, die Fachkongress, die Verleihung derKinoprogrammpreise und die Konferenz Nachwuchs trifft Expertenzu einem kompakten Programm zusammenführt, richtet sich an Filmproduzenten, Kinobetreiber, Verleiher und den filmischen Nachwuchs. Die Film- und Medienstiftung NRW richtet den Kongress im Kölnischen Kunstverein aus.

Dienstag, 4. November

Filmpolitische Rahmenbedingungen und die europäische Perspektive

Der Film- und Kinokongress beginnt am 4. November mit Fokus auf den politischen Rahmenbedingungen, die mit der Novellierung des FFG ab jetzt wieder neu verhandelt werden. Das filmpolitische Grußwort hält Bernd Neumann, Präsident der FFA und Staatsminister a.D. Dr. Thomas Negele vom HDF Kino undJohannes Klingsporn vom Verband der Kinoverleiher diskutieren nach ihren Impulsvorträgen mit den Produzenten Prof. Martin Hagemann, zero film fiction, Claudia Steffen, Pandora Filmproduktion, und mit Jean Pierre Crapet, Content Strategy & Cooperation, Telekom.

„Zuviele Filme für die Leinwand?“

Im Anschluss nähert sich Wilfried Berauer von der Spitzenorganisation der Filmwirtschaft der Frage, wie sich 563 in 2013 gestartete Filme, ein neuer Höchststand, mit der leicht rückläufigen Anzahl von Kinoleinwänden verträgt. Anschließend begeben sich Experten wie Christine Berg, FFA, und der Filmproduzent Christoph Friedel, Pandora, in einer Diskussion auf die Suche nach gemeinsamen Lösungen für die Fragen, die sich für Produzenten, Verleiher und Kinobetreiber aus dieser Menge an Kinostarts ergeben.

„Der europäische Film im digitalen Zeitalter“

Am Nachmittag erweitert der Kongress seinen Blick um die europäische Perspektive. Geleitet wird die Debatte von Rechtsanwalt Dr. Stefan Lütje. Im Mai veröffentlichte die Europäische Kommission ein Strategiepapier mit Vorschlägen, wie Europas Filmbranche den Herausforderungen der Digitalisierung begegnen und die internationale Verbreitung europäischer Filme optimiert werden kann. Susanne Ding von der europäischen Kommission stellt das Papier vor. Ob die bestehenden und geplanten Strategien und Maßnahmen der EU dem europäischen Film tatsächlich helfen, diskutiert im Anschluss Dr. Christian Bräuer, AG Kino, mit dem Wirtschaftswissenschaftler Prof. Dr. Thorsten Hennig-ThurauSusanne Ding, Creative Europe, und der internationalen Finanzexpertin Linda Beath. Ergänzend zur politischen Dimension präsentiert der britische Kinomacher Mark Cosgrove sein Kino­konzept, das einzelnen Filmen mehr Aufmerksamkeit und gleichzeitig den Kinos zusätzliches Geschäft ermöglicht.

Der erste Kongresstag endet mit dem Werkstattgespräch zumHerbert Strate-Preis, der am gleichen Abend im Rahmen desKinoprogrammpreises 2014 vergeben wird. Der Preisträger wird gesondert vermeldet.

Mittwoch, 5. November

Digitale Distribution, Creative Europe, Nachwuchs trifft Experten

Der Morgen des zweiten Kongresstags steht im Zeichen der zukünftigen Filmfinanzierung. Die zunehmende Verbreitung von Kinofilmen und Fernsehfilmen über VoD-Plattformen führt zu veränderten Marktverhältnissen. Diesen müssen das Geschäftsmodell Kinofilm sowie Fernsehfilm folgen. Welche neuen und möglicherweise vom Sender unabhängigeren Lizenzmodelle und Produktionsmöglichkeiten gibt es? Einen ersten Input liefernMartin Borowski und Daniel von Rosenberg vom Kölner Produzentenverband zum Thema: Paradigmenwechsel bei der Fernsehlizenz. Thomas Wierny von der Universität Köln gibt Auskunft über die Diskussion um direkte Haushaltsabgaben für Programme. Nachfolgend erörtern Experten wie Stefan Arndt, welche Veränderungen und vor allem welche konstruktiven Finanzierungsmöglichkeiten es gibt und wie sich die Rechtelage des Produzenten hier einordnet bzw. möglicherweise verändern muss.

Lucia Recalde Langarcia, die frisch gekürte Leiterin von Creative Europe, dem Rahmenprogramm der Europäischen Kommission für die Kultur und die Kreativwirtschaft in Europa, legt in ihrer den Kino- und Filmkongress beschließenden Keynote die Vision der europäischen Kommission von der Zukunft des europäischen Films und der audiovisuellen Kultur in Europa dar.

„Nachwuchs trifft Experten“

Am Nachmittag veranstaltet die Film- und Medienstiftung NRW in Kooperation mit dem Mediengründerzentrum NRW bereits zum 4. Mal die Konferenz Nachwuchs trifft Experten. Hier haben junge Kreative und Unternehmer die Möglichkeit, Experten aus den Bereichen Filmproduktion, TV-Entertainment und -Fiction, Transmedia-TV/Social Media, Web-TV und Games zu befragen. Darunter Branchenhochkaräter wie die Finanzexpertin Linda Beath, die Film- und TV-Produzenten Claudia Steffen und Alexander Bickenbach, Claudia Tronnier (ZDF), Meinolf Zurhorst (Arte) oderdie Gamesspezialistin Odile Limpach.

Made in NRW

Unter der Überschrift Made in NRW gibt es erstmals rund um den Kongress ein Filmprogramm in Kölner Kinos. In anschließenden Filmgesprächen ist Raum für den Diskurs mit den Filmemachern.

Kooperationspartner beim Film- und Kinokongress NRW sind:Creative Europe Desk NRW, film & fernsehproduzentenverband nrw e.V., VFFVmedia e.V., Filmbüro NW e.V. undMediengründerzentrum NRW. Medienpartnerschaft:Blickpunkt:Film.

Das vollständige Programm von Kongress und Filmreihe, alle Referenten sowie Akkreditierungsinformationen unterwww.filmherbst-nrw.de

Foto (c) Heike Herbertz, Film- und Medienstiftung NRW

 

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