Die Verantwortung der Digitalen Plattformen

03.11.2017. Am 20. November veranstaltet die Initiative Urheberrecht in der Akademie der Künste am Pariser Platz in Berlin ihre fünfte Konferenz zur Entwicklung des Urheberrechts im Informationszeitalter und bietet damit wieder ein bundesweit einzigartiges öffentliches Gesprächsforum zum Thema.

Unter dem Titel „Verantwortung der Plattformen gegenüber Urheber*innen und Künstler*innen“ werden Expert*innen den aktuellen Stand der Entwicklung des internationalen Urheberrechts skizzieren und in Keynotes sowie Panels ihre Erkenntnisse und Ansichten austauschen.

Die konkreten Folgen der Digitalisierung für die Kultur- und Kreativwirtschaft sind heute deutlicher als noch vor wenigen Jahren absehbar. Deutsche und europäische Urheberrechtspolitik sind bemüht, einen geeigneten Rechtsrahmen für die Aktivitäten der Plattformen zu entwickeln und damit auch die Arbeits- und Lebensgrundlagen für deutsche und europäische Urheber*innen und Künstler*innen zu prägen. Die ganztägige Konferenz will besonders die Stärkung der Verantwortung der Plattformen und die aktuellen Bemühungen der Politik, dies durchzusetzen, in den Blick nehmen. Im Fokus wird deshalb der internationale Vergleich unterschiedlicher Rechtsrahmen und -systeme sowie der politischen Ansätze stehen; so etwa die deutsche und französische Position oder, vor dem Hintergrund des 20-jährigen Bestehens der US-Urheberrechtsregelung Digital Millennium Copyright Act (DMCA) in 2018, die juristische Verantwortung der Plattformen in den USA. Mittelpunkt der Konferenz wird aber der aktuelle Richtlinienvorschlag der EU sein, für den in diesen Wochen in Brüssel entscheidende Weichen gestellt werden, und dessen Konsequenzen für die Stellung der Urheber*innen und ausübenden Künstler*innen in Europa.

Beiträge liefern Urheber*innen, Künstler*innen und Vertreter*innen der Kulturwirtschaft, darunter die Schriftstellerin Kathrin Röggla  (Akademie der Künste), die slowakische Singer-Songwriterin Jana Kirschner (tbc), der Komponist und Produzent Micki Meuser, der Drehbuchautor Jochen Greve, der Journalist Frank Überall und  der Schauspieler Heinrich Schafmeister sowie Vertreter*innen der Musik-, TV- und Film w und TV-/Film-Wirtschaft. Sie werden zeigen, welche existentielle Rolle das Urheberrecht in deren Tätigkeitsfeldern spielt.

Die MdEPs Petra Kammerevert, Dr. Christian Ehler und Tiemo Wölken sowie Björn Böhning, Chef der Senatskanzlei des Landes Berlin und ein/e Vertreter*in des Deutschen Bundestags erörtern die politischen Spielräume in Brüssel und Berlin.

Hochkarätige, international tätige Jurist*innen, darunter Prof. Dr. Dr. Udo Di Fabio, Universität Bonn, Prof. Jane C. Ginsburg, Columbia University New York, Prof. Dr. jur. Eva Inés Obergfell, Berliner Humboldt-Universität, Anne Le Morvan (Leiterin der Abteilung für Geistiges Eigentum im französischen Kulturministerium) sowie Dr. jur. habil. Agnès Lucas-Schloetter, Ludwig-Maximilians-Universität München und Prof. Dr. jur. Karl-Nikolaus Peifer, Universität Köln, und der Rechtsanwalt Dr. Gernot Schulze, München, liefern wichtige Beiträge. Sie informieren die Teilnehmer*innen über die aktuelle medien- und urheberrechtliche Situation in Deutschland, der EU und auch in den USA.

Mit Andreas Briese von YouTube/Google und Dr. Clemens Trautmann, Deutsche Grammophon, kommen weitere wichtige Akteure der Kulturwirtschaft zu Wort.

Der Sprecher der Initiative Urheberrecht, Prof. Dr. Gerhard Pfennig und Adj. Prof. Dr. Silke von Lewinski, Max Planck Institut für Innovation und Wettbewerb und Präsidentin der ALAI Deutschland, werden jeweils in die einzelnen Themenblöcke einführen.

Die Initiative Urheberrecht veranstaltet die Konferenz in diesem Jahr in Zusammenarbeit mit ALAI Deutschland.

Das vollständige Konferenzprogramm und Informationen zu allen Referenten finden Sie unter http://www.konferenz-urheberrecht-2017.de/de/start. Die Veranstaltung wird auf Deutsch und Englisch durchgeführt, für Simultanübersetzung ist gesorgt.

Wenn Sie Interesse an einer Teilnahme haben oder auch nur für weiterführende Informationen, wenden Sie sich bitte für eine Presseakkreditierung an unsere Presseagentur SteinbrennerMüller Kommunikation. Tel: 030 47372192, mail@steinbrennermueller.de.

Gerne vermitteln wir auch Interviews mit den Referenten und Referentinnen.

 

Über die Initiative Urheberrecht:

In der Initiative Urheberrecht arbeiten über 35 deutsche Verbände und Gewerkschaften zusammen, die die Interessen von insgesamt rund 140.000 Urheber*innen und ausübenden Künstler*innen vertreten.

Über ALAI Deutschland:

Die ALAI Deutschland e.V. ist die Deutsche Landesgruppe der Association Littéraire et Artistique Internationale mit Sitz in Paris, die von Victor Hugo gegründet wurde und weltweit agiert. Ziel der ALAI ist es, für einen angemessenen und internationalen Schutz der Rechte der Urheber*innen einzutreten, sowie die Wissenschaft und Forschung auf dem Gebiet des nationalen und internationalen Urheberrechts zu fördern.

 

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