BKM-Preis Kulturelle Bildung

12.06.2014 Verleihung des „BKM-Preises Kulturelle Bildung“ durch Kulturstaatsministerin Monika Grütters

Bereits zum sechsten Mal wird der „BKM-Preis Kulturelle Bildung“ verliehen. Die Staatsministerin für Kultur und Medien Monika Grütters überreicht den mit insgesamt 95.000 Euro dotierten Preis am Dienstag, 17. Juni 2014 um 18.00 Uhr in der Stiftung Genshagen bei Berlin. Ausgezeichnet werden vor allem Projekte, die Menschen, unabhängig von ihrer finanziellen Lage und sozialen Herkunft, Zugang zu und Teilhabe an, kulturellen Angeboten ermöglichen und damit auch eine Öffnung von Kultureinrichtungen befördern.

Kulturstaatsministerin Monika Grütters: „Bei kultureller Bildung geht es darum, bei Menschen jeden Alters Neugier auf vielfältige Kulturen und ihre Traditionslinien zu wecken, nicht zuletzt bei Kindern und Jugendlichen – sonst wird unser kulturelles Erbe am Ende ohne Erben dastehen. Es geht darum, die ästhetische Urteilsfähigkeit zu schulen – wir alle brauchen einen Kompass, gerade in unserer schnelllebigen, globalisierten Welt. Vor allem aber geht es darum, kulturelle Teilhabe zu ermöglichen. Das ist die gesellschaftliche Dimension, über die wir im Zusammenhang mit Kultureller Bildung reden. Teilhabe am Kulturleben ist eine grundlegende Voraussetzung, um unser gesellschaftliches Zusammenleben mit zu gestalten. Deshalb müssen wir alle Menschen, die dauerhaft in unserem Land leben, in ihrer Lebenswelt abholen – mag diese auch noch so weit weg sein von öffentlich geförderten kulturellen Angeboten.“

Aus einer Vielzahl von Vorschlägen wurden von einer Fachjury zehn bedeutende Projekte nominiert sowie drei Preisträger vorgeschlagen. Die Jury achtete dabei insbesondere auf innovative Ansätze und nachhaltige Wirkung. Mit diesem Preis honoriert die BKM jedes Jahr bundesweit vorbildliche Projekte der künstlerisch-kulturellen Vermittlung und unterstreicht die Bedeutung der Kulturellen Bildung für Deutschland.

Die Preisverleihung ist eingebettet in das Symposium „Kunst der Vermittlung – Vermittlung der Kunst“ (ab 9.00 Uhr) für Akteure und Experten der Kulturellen Bildung. Im Vorfeld der Preisverleihung geben die zehn nominierten Projekte im Schlosspark der Stiftung Einblicke in ihr Schaffen. Im Rahmen des Symposiums sind die Gäste auch zur Präsentation des deutsch-französischen Buches „Das Recht auf Kulturelle Bildung. Ein deutsch-französisches Plädoyer“ (16.00 Uhr) eingeladen.

Die nominierten Projekte im Überblick:

AUF FLÜGELN DER MUSIK
Konzertprogramme für Menschen mit Demenz, Institut für Bildung und Kultur e.V., Remscheid

BRONNBACHER STIPENDIUM
Kulturelle Kompetenz für künftige Führungskräfte, Universität Mannheim/Kulturkreis der deutschen Wirtschaft im BDI e.V.

EIN DORF IM WIDERSTAND
Inszenierung über den Mössinger Generalstreik 1933, Theater Lindenhof, Melchingen

IN FECHENHEIM GEHT DIE SONNE AUF
Innovative Vernetzung aller kulturellen Aktivitäten im Frankfurter Stadtteil Fechenheim, Freies Theaterhaus gGmbH und Kunst für Kinder! e.V., Frankfurt/Main

INKLUSIVE BILDUNG
Das Deutsche Hygiene-Museum als Forum für den Dialog von Menschen mit und ohne Behinderungen, Deutsches Hygiene-Museum, Dresden

KUNST IM INTERRELIGIÖSEN DIALOG
Vertreter unterschiedlicher Religionsgemeinschaften begegnen sich zum Dialog über Kunstwerke aus religiöser Sicht, Hamburger Kunsthalle, Hamburg

NO EDUCATION
Für eine Kunst des Verstehens durch Menschen ohne spezifische Vorkenntnisse, Ruhrtriennale, Gelsenkirchen

STRICH-CODE
Eine Schwarmkunstaktion zum Wa(h)rencharakter von Sexualität und Kunst, Atelier-Dreieck, Gehrden

TAFELTHEATER – Futter für die Seele
Soziokulturelles Theaterprojekt mit Menschen der Tafel in Bruchhausen-Vilsen, Land & Kunst e.V., Asendorf

TUKI – Theater und Kita
Ein neues Kooperationsmodell zwischen Kitas und Theatern, JugendKulturService gGmbH, Berlin

Mehr Details zu den Projekten und weitere Informationen:
www.stiftung-genshagen.de

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