Alpenländische Kooperation

23.03.2015. Die Südtiroler Filmförderung BLS hat gemeinsam mit der HFF München, der ZeLIG Schule für Dokumentarfilm Bozen, der Zürcher Hochschule der Künste und der Filmakademie Wien eine einzigartige Initiative zwischen den vier alpenländischen Filmhochschulen ins Leben gerufen. Ausgewählte Studierende und junge Absolventen bekommen dadurch die Gelegenheit über Ländergrenzen hinweg gemeinsam zu arbeiten und Netzwerke zu flechten.

Startschuss der Kooperation ist ein erster Workshop vom 22. bis 27. März 2015 an dem insgesamt 12 Studierende und Absolventen der vier Filmhochschulen an jeweils 2,5 Tagen in München und in Wien teilnehmen. Sie erhalten dort Input über die Film- und TV-Landschaft der jeweiligen Länder und ihre individuellen Förderstrukturen. Außerdem stehen Case Studies  auf dem Plan. So stellt Philipp Worm, Geschäftsführer und Produzent der Münchner Walker & Worm Film, sein Projekt „Outside the Box“ vor, das im Sommer 2014 in Teilen in Südtirol gedreht wurde. Im Laufe der Workshop-Woche werden außerdem Projektideen für eine Vierländerkoproduktion entwickelt, die am Ende in Wien vor eingeladenen Branchenvertretern gepitcht werden.

Gemeinsame Abendessen oder die Abschlussveranstaltung im großen Saal der Filmakademie Wien sollen die Kontakte der Studierenden untereinander und in die Branche der jeweiligen Länder hinein stärken.

Als Referenten stehen Produzenten wie Philipp Kreuzer (Bavaria Media Italia), Peter Reichenbach (C-Films), Günther Russ (Studio Hamburg), Oliver Neumann (Freibeuter Film), Tommy Priding (Lotus Film) oder Katharina Bogensberger (Allegro Film), Branchenexperten wie Christiana Wertz (BLS) und Julia Rappold (FFF Bayern) sowie Dozenten der beteiligten Hochschulen zur Verfügung.

Prof. Ulrich Limmer, Drehbuchautor, Produzent und Leiter des Studiengangs Produktion und Medienwirtschaft an der HFF München ist Initiator der Hochschul-Zusammenarbeit. In enger Zusammenarbeit mit BLS begeisterte er Heidi Gronauer, seit 25 Jahren Leiterin der Filmschule ZeLIG in Bozen und Verantwortliche des EU-Media-Trainingsprojekts ESoDoc European Social Documentary, Danny Krausz, einer der erfolgreichsten Produzenten Österreichs und Lehrender im Fachbereich „Produktion“ an der Filmakademie Wien, sowie Markus Imboden, Filmregisseur und Drehbuchautor und Leiter des Masterstudiengangs Film an der Züricher HdK und Fillipo Bonacci, ebenfalls ZHdK, für die Idee und stellte mit ihnen gemeinsam die alpenländische Kooperation auf die Beine.

Christiana Wertz, Leiterin der Südtiroler Filmförderung BLS: „Vier Länder bedeuten im Filmbusiness vier unterschiedliche Strukturen und Systeme aber eben auch zusätzliche Chancen und Möglichkeiten, sowohl in produzentischer als auch in erzählerischer Hinsicht. Diese Aufzuzeigen und die Filmstudierenden der alpenländischen Filmhochschulen dabei miteinander ins Gespräch zu bringen, ist der Anspruch unserer Initiative.“

Prof. Ulrich Limmer zur Kooperation: „Deutschland, Österreich, die Schweiz und Südtirol verfügen über funktionierende Film-Förderstrukturen. Geradezu einzigartig auf der Welt ist die Besonderheit der gemeinsamen Sprache über vier Länder hinweg. Die Gründung der „alpenländischen Kooperation“ der Filmhochschulen von München, Wien, Zürich und Bozen ist der Startschuss für eine zukunftsweisende Zusammenarbeit, in der die teilnehmenden Studierenden das gemeinsame Arbeiten an Projekten erlernen und länderübergreifende Netzwerke aufbauen.”

Im nächsten Jahr wird der Workshop in Zürich und Bozen abgehalten.

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