Flucht und Migration im Filmherbst

09.11.2015. „Flucht und Migration“ bilden in diesem Jahr einen inhaltlichen Schwerpunkt im Filmherbst NRW. In ganz NRW beschäftigen sich Festivals und Filmreihen mit dem aktuellen Geschehen und seiner filmischen Verarbeitung. So werden bei zahlreichen Festivals Filme gezeigt, die sich mit dem Verlassen der Heimat oder dem Ankommen in der Fremde auseinandersetzen. Und der Film- und Kinokongress lädt am Dienstag Produzenten, Regisseure und Filmemacher zur Diskussion unter der Überschrift „Flucht und Migration im Film“.

Festivals mit thematischen Schwerpunkten:

  • Cine Cologne (17.-22. November), der Zusammenschluss von vier Kölner Festivals, präsentiert eine eigene Filmreihe unter dem Titel „Aufbruch“. Darunter im Kinderfilmfestival Cinepänz „Kaddisch für einen Freund“ von Leo Khasin und beim exposed Filmfestival „Neuland“, ein Dokumentarfilm über eine Integrationsklasse von Anna Thommen. Das Kurzfilmfestival Köln der Cine Cologne, zeigt fünf Beiträge zum Thema, während sich dieVideonale.scope unter stilistischen Gesichtspunkten dem Thema nähert.
  • Die Duisburger Filmwoche (2.-8. November) hatte ihre Beiträge zum Thema unter den Titel „Ausgänge“ gestellt. U.a. wurden gezeigt: Florian Hoffmanns „Arlette – Mut ist ein Muskel“, Jakob Brossmanns „Lampedusa im Winter“, Josefina Gills „Was die Gezeiten mit sich bringen“ oder Samirs „Iraqi Odyssey“. Im Rahmen des doxs! Festivals, die Kinder- und Jugendsektion der Duisburger Filmwoche, liefen „Unter den Sternen war ich Zuhause“ von Anneloor Heemstra und „Tout á reconstruiere“ von Marine Place.
  • Das schwul-lesbische Filmfest homochrom (13.-18. Oktober) zeigte den Kurzfilm „Chance“.
  • Und schließlich hat auch Blicke, Filmfestival des Ruhrgebiets (25.-29. November), Filme im Programm, die sich mit dem Syrienkrieg auseinandersetzen: „Al Qaryatayn, Syrien vor dem Krieg“ von Andres Rump und „Auf dem Weg“ von Fatih Aydin.

Sondervorstellungen für Flüchtlinge

Gleichzeitig kooperierten und kooperieren zahlreiche Festivals, wie etwa das Kinofest Lünen, das KinderKinoFest Düsseldorf oder das doxs! Festival in Duisburg mit Flucht-, Jugend und Sozialeinrichtungen und arrangieren spezielle Vorführungen für Geflüchtete oder stellen Tickets zur Verfügung.

„Flucht und Migration im Film“ – Diskussion beim Film- und Kinokongress NRW
Der Themenkreis „Flucht, Migration und Integration“ ist schon seit einiger Zeit ein Schwerpunkt im Filmschaffen in NRW und in der Fördertätigkeit der Film- und Medienstiftung NRW. So wurden u.a. Filme wie „Babai“, die Oscareinreichung des Kosovo von Regisseur Visar Morina, oder Luzia Schmids „Zum Glück Deutschland“, eine bewegende Dokumentation über Deutschland als Sehnsuchtsort, gefördert. NRW-Verleiher wie der Kölner Real Fiction Filmverleih, der am 19. November „Riverbanks“ von Panos Karkanevatos bundesweit in die Kinos bringt, beschäftigen sich mit diesem Thema. Ebenso wie NRW-Produzenten: So ist Herbert Schwering und seine Coin Film Koproduzent von „Iraqi Odyssey“, eine beeindruckende irakische Familien- und Fluchtgeschichte, die auf der diesjährigen Berlinale lief und als Schweizer Kandidat ins Oscar-Rennen geht.

Weitere Informationen zum Filmherbst NRW unter www.filmherbst-nrw.de. Das vollständige Programm von Kongress und Konferenz, sowie alle Referenten finden Sie unter www.filmkongress.com

Für weitere Informationen: Film- und Medienstiftung NRW, Tanja Güß, Tel.: 0211-93050-24, presse@filmstiftung.de

 

 

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