25. September 2020

NIEMAND IST BEI DEN KÄLBERN im Dreh

Projekte




Idylle und Landlust? Damit räumt Alina Herbings Debütroman Niemand ist bei den Kälbern, der aktuell für das Kino verfilmt wird, gnadenlos auf. Nach dem Drehbuch und unter der Regie von Sabrina Sarabi, die 2019 mit Prélude ihr vielbeachtetes Langfilmdebut gab, laufen derzeit die Dreharbeiten auf dem Land in Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein sowie in Hamburg.

 

Der Anti-Film zur hippen Landlust-Bewegung blickt auf die brutale Realität, die die Provinz auch zu bieten hat. Wie die mit dem Friedrich-Hölderlin-Förderpreis 2017 ausgezeichnete Buchvorlage erzählt der Film von der Weite, die einengt, von der Idylle, die erschlägt und vom Aufwachsen in Einsamkeit. Gedreht wird seit dem 12. August und bis voraussichtlich zum 5. Oktober. Die Kamera führt Max Preiss, der auch schon bei Prélude für eindringliche Bilder sorgte. In den Hauptrollen sind Saskia Rosendahl, Rick Okon und Godehard Giese zu sehen. Produziert wird der Film von Weydemann Bros., die mit Sabrina Sarabi bereits Prélude realisiert haben und die zuletzt mit Systemsprenger (u.a. 8 Deutsche Filmpreise, Silberner Bär) große Erfolge feiern konnten. Die Montage übernimmt Heike Parplies (u.a. Toni Erdmann), die Musik wird komponiert von John Gürtler (u.a. Systemsprenger, Auszeichnung mit dem Europäischen Filmpreis 2019 für Musik).

 

Zum Inhalt:

Hochsommer in der Mecklenburgischen Provinz. Fünf Häuser, eine Bushaltestelle, Kühe und ringsum nichts als Felder. Christin, 24, (Saskia Rosendahl) lebt auf dem Bauernhof ihres langjährigen Freundes Jan, 25 (Rick Okon). Die Aufbruchsstimmung der Nachwendejahre, die ihre Kindheit prägten, ist dahin und auch in ihrer Beziehung gibt es längst keine Liebe mehr. Ihr Vater säuft. Den Kirsch hat auch Christin immer griffbereit unterm Autositz. Unter der flirrenden Hitze des Sommers scheint die Zeit stillzustehen und Christin will nur noch weg. Nur wie und wohin weiß sie selbst nicht so genau. Da taucht Windkraftingenieur Klaus, 46, (Godehard Giese) aus Hamburg auf…

 

Produziert wird Niemand ist bei den Kälbern von Weydemann Bros., mit Förderung der BKM, der Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein, Film- und Medienstiftung NRW, Filmförderung Mecklenburg-Vorpommern und dem DFFF. Koproduzenten sind WDR und Arte. Filmwelt wird den Film 2021 in die Kinos bringen.

 

Im Bild v.l.n.r.: Regisseurin Sabrina Sarabi, Helge Albers, FFHSH, Produzent Jonas Weydemann mit dem Hauptcast Saskia Rosendahl, Rick Okon und Godehard Giese.



21. September 2020

Code Week Baden-Württemberg – Erste Veranstaltungen online

Projekte




In großen Schritten rückt die europaweite Code Week und damit auch die Code Week Baden- Württemberg 2020 näher. Vom 10. bis 25. Oktober 2020 bieten zahlreiche Veranstaltungen, Workshops, Vorträge und Hackathons im gesamten Südwesten Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen die Möglichkeit, spielerisch digitale und technische Kompetenzen zu erlangen.

 

Die ersten Veranstaltungen sind bereits auf https://bw.codeweek.de/das-programm-2020 online gegangen – etwa zu den Themen Webseiten mit HTML erstellen, Programmieren mit Java und Scratch, Lego- und Bienenroboter, Arduino, Calliope und Augmented Reality, u. a. in Stuttgart, Ludwigsburg, Karlsruhe, Bad Mergentheim, Schorndorf oder Aalen, aber auch virtuell. Und nach wie vor können sich Initiativen, Schulen, Hochschulen, Unternehmen, Organisationen, Jugendhäuser, Bibliotheken, kulturelle Institutionen wie Museen, aber auch engagierte Einzelpersonen aus ganz Baden- Württemberg mit ihren Veranstaltungen anmelden. Selbstverständlich können die Veranstaltungen auch virtuell angeboten werden. Zur Event-Anmeldung geht es hier: https://bw.codeweek.de/workshop-organisieren. Hier finden sich auch zahlreiche Informationen und Tipps für die Ideenfindung, Planung, Umsetzung und finanzielle Unterstützungsmöglichkeiten.

 

Als Schirmfrau fungiert Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut MdL, Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau des Landes Baden-Württemberg. „Die Code Week ist etwas ganz Einzigartiges. Sie ist eine hervorragende Möglichkeit, Menschen aller Altersgruppen für die Bedeutung digitaler Kompetenzen zu sensibilisieren und insbesondere Kindern und Jugendlichen zu vermitteln, wie viel Spaß Programmieren machen kann,“ so die Ministerin. „Die vergangenen Monate haben uns nachhaltig gezeigt, wie wichtig digitale Kompetenzen und Online-Angebote sind, um unseren Alltag in Schule, Beruf und Freizeit erfolgreich gestalten zu können. Daher freue ich mich besonders, dass im Oktober 2020 erstmals auch eine Code Week in vielen Städten Baden-Württembergs stattfindet. Mein herzlicher Dank gilt der Initiative Tinkertank, die mit großem Engagement das umfangreiche Veranstaltungsprogramm koordiniert, sowie der Vector Stiftung, die die vielfältigen Online- und sonstigen Aktivitäten großzügig finanziell unterstützt.“

 

Gefördert wird die Code Week Baden-Württemberg von der Vector Stiftung. „Digitale Skills werden immer wichtiger. Nicht nur im Privatleben, sondern auch in der Schule und im Büro. Coding ist eine der wichtigen „Fremdsprachen“ der Zukunft,“ erläutert Edith Wolf, Vorständin der Vector Stiftung das Engagement. „Wenn Baden-Württemberg Innovation Leader sein will, brauchen wir mehr Jugendliche, die auch diese „Fremdsprache“ fließend beherrschen. Uns ist das Ausprobieren wichtig, denn es rückt das Verstehen und den Bezug zum Alltag in den Mittelpunkt.“

 

Eröffnet wird die Code Week in Deutschland am 10. Oktober 2020, 10:00 Uhr mit einem gemeinsamen virtuellen Kick-Off aller regionalen Code Week-Chapter – neben Baden-Württemberg auch Hamburg sowie die ebenfalls 2020 neu etablierten Regio Hubs Bonn-Rhein-Sieg, Berlin und Jena. Die Veranstaltung wird online auf https://www.codeweek.de/ zu sehen sein.

(mehr …)



21. September 2020

VTFF-Mitgliederversammlung 2020

Projekte




Die erste virtuelle Mitgliederversammlung des VTFF stand ganz im Zeichen des Überlebens während der Corona-Pandemie und der damit verbundenen Schutzmaßnahmen. Es wurde deutlich, wie hart die filmtechnischen Dienstleister getroffen sind, wie kompetent, engagiert und kreativ sie trotzdem ihre Unternehmen und ihre Mitarbeiter*innen durch die Krise führen und wie wichtig staatliche Hilfen immer noch sind.

(mehr …)



18. September 2020

20. Filmkunstmesse Leipzig erfolgreich beendet

Projekte




Die Jubiläumsausgabe der Filmkunstmesse Leipzig ist heute erfolgreich und sicher zu Ende gegangen, was angesichts der aktuellen Situation mehr als nur eine gute Nachricht ist.

 

Mit einem detaillierten Hygienekonzept und der Disziplin der am Ende über 800! Fachbesucher*innen konnte die Veranstaltung zeigen, dass Filmfestivals auch in Corona Zeiten real vor Ort stattfinden können. Unter den Besucher*innen fanden sich über 400 Kinobetreiber*innen, über 100 Verleihvertreter*innen und rund 300 Gäste aus der Filmbranche und Politik.

 

Die AG Kino – Gilde als Veranstalter setzte auf die Begegnung in Leipzig, entwickelte aber auch digitale Angebote, um möglichst viele Menschen, die nicht kommen konnten, einzubeziehen. So wurden die wesentlichen Panels und Keynotes, darunter auch der Besuch von Kulturstaatsministerin Monika Grütters, ins Internet übertragen. Sie sind weiterhin unter www.filmkunstmesse.de als Aufzeichnung abrufbar.

 

Fast 60 Filme wurden von ihren Verleihern der Kinobranche in über 100 Screenings präsentiert. Zahlreiche Gäste, darunter Regisseur*innen wie Sönke Wortmann, Julia von Heinz, Burhan Qurbani oder Jim Rakete, Schauspieler*innen wie Marla Emde (UND MORGEN DIE GANZE WELT) oder August Diehl (PLAN A) ließen es sich nicht nehmen, ihre Filme persönlich vorzustellen. Auf der Marktplattform CINANDO stehen über 20 Filme noch bis zum 24. September für die Fachbesucher*innen zur Verfügung.

 

„Die Filmkunstmesse hat in einer schwierigen Zeit eine unglaublich positive Energie freigesetzt,“ so Felix Bruder, Geschäftsführer der AG Kino – Gilde. „Die Menschen haben gespürt, dass sie mit ihren Problemen nicht alleine sind und nehmen neue Impulse mit nach Hause. Auch wir haben mit den digitalen Angeboten, den dezentral organisierten Veranstaltungen und einem neuen Online-Ticketing System für die Fachbesucher Impulse bekommen, die wir sicher auch in Zukunft weiterentwickeln.“

 

Die 21. Filmkunstmesse Leipzig findet vom 20. bis 24. September 2021 statt.



17. September 2020

Die Gilde Filmpreise 2020

Projekte




Seit 1977 vergeben die deutschen Filmkunsttheater den Gilde Filmpreis. Mit dieser traditionsreichen Auszeichnung wollen sich die Kinobetreiber bei den Filmschaffenden und Verleihern bedanken, die mit außergewöhnlichen Produktionen und packenden Geschichten die Zuschauer begeistern. Die Jury besteht aus Mitgliedern und dem Vorstand der AG Kino – Gilde.
 

Der Gilde-Filmpreis 2020 wurde am Donnerstag, den 17. September im Rahmen der 20. Filmkunstmesse Leipzig in der Eventlocation Täubchenthal verliehen. Es ist eine der ersten Preisverleihungen, die wieder live vor Ort  und mit Publikum stattfand.
 
 

Die Gewinner in diesem Jahr:

 
Bester Film (national)
UNDINE
Regie: Christian Petzold, Verleih: Piffl Medien
 

Bester Film (international)
NEVER, RARELY, SOMETIMES, ALWAYS (NIEMALS SELTEN MANCHMAL IMMER)
Regie: Eliza Hittmann, Verleih: Universal Pictures Germany
 

Bester Dokumentarfilm
SCHLINGENSIEF – IN DAS SCHWEIGEN HINEINSCHREIEN
Regie: Bettina Böhler, Verleih: Weltkino Filmverleih
 

Bester Film (Junges Kino)
FUTUR DREI
Regie: Faraz Shariat, Verleih: Edition Salzgeber
 

Bester Kinderfilm
MEINE FREUNDIN CONNI –  GEHEIMNIS UM KATER MAU
Regie: Ansgar Niebuhr, Verleih: Wild Bunch Germany


Der Publikumspreis der Filmkunstmesse gestiftet von ARRI Media.
 
ex aequo
 

WOMAN
Regie: Anastasia Mikova und Yann Arthus-Bertrand, Verleih: Mindjazz Pictures
 

und

 
CONTRA
Regie: Sönke Wortmann, Verleih: Constantin Film Verleih



17. September 2020

„Unsere Geschichte ist ein europäisches Anliegen“

Projekte




Mit der festlichen Verleihung des M100 Media Award an den ungarischen Journalisten und ehemaligen index.hu-Chefredakteur Sczabols Dull ging heute Abend die internationale Medienkonferenz M100 Sanssouci Colloquium im Raffaelsaal des Orangerieschlosses in Potsdam zu Ende.

(mehr …)



17. September 2020

Kinobranche braucht Abstandsregeln mit Augenmaß

Projekte




Anlässlich der 20. Filmkunstmesse Leipzig, bei der zum ersten Mal seit langem über 700 Kinobetreiber, Filmverleiher und Filmschaffende aus ganz Deutschland zusammenkommen, tritt die Kinobranche für Abstandsregelungen mit Augenmaß für die Kinos in Deutschland ein.

 

In einer Erklärung heißt es:

 

Wir appellieren an die Politik, die Abstandsregeln bundesweit auf einen Sitzplatz zwischen Besuchergruppen zu reduzieren, ohne Maskenpflicht am Platz während des Films.

 

Wir bitten die Verantwortlichen in der Politik, mit den Abstandsregeln die Grundlage für die Wiederbelebung des Kinomarkts in Deutschland mit seinen über 1.400 mittelständischen Betrieben zu schaffen. Andernfalls wird die Filmwirtschaft insgesamt großen Schaden nehmen. Die mittelständischen deutschen und europäischen Produzent*innen und Verleiher*innen werden von Algorythmus-getriebenen Großproduktionen verdrängt und die kulturelle Vielfalt bleibt auf der Strecke.

 

Die Bundesländer Sachsen und Nordrhein-Westfalen haben eine solche Regelung umgesetzt. Auch in vielen unserer Nachbarländer gelten diese Abstandsregelungen. Ebenso verliefen die Festspiele in Salzburg nach unserer Kenntnis ohne Zwischenfälle. Es ist kein einziger Fall weltweit bekannt, in dem sich jemand im Kino infiziert hätte.“

 

„Es muss allen Beteiligten klar sein, dass auch mit einer Auslastung um 50% noch kein wirtschaftlicher Kinobetrieb möglich ist,“ so der Vorsitzende der AG Kino – Gilde Christian Bräuer. „Deshalb brauchen wir flankierend Förderprogramme, die den Kulturort Kino nachhaltig sichern.“

 

Hier geht es zur Leipziger_Erklaerung



16. September 2020

Sesame Workshop beruft Stefan Kastenmüller zum General Manager Europa

Projekte




Sesame Workshop, die unabhängige Nonprofit Media- und Bildungs-Organisation hinter der Sesamstraße, beruft Stefan Kastenmüller in die neugeschaffene Position des General Manager Europa.

 

Kastenmüller wird für die Entwicklung und Implementierung einer langfristigen strategischen Vision des gemeinnützigen Unternehmens in Europa verantwortlich zeichnen. Die internationale Kultmarke setzt damit ein starkes Zeichen für den Ausbau ihres Bildungsprogramms für Kinder in Europa und für ein langfristig angelegtes Engagement auf dem europäischen Markt. Damit investiert Sesame Workshop zum ersten mal in lokale Teams in Europa, was zugleich der Beginn eines andauernden Engagements mit dem Ziel ist, Wachstum für Marke und Geschäft zu generieren.

 

Kastenmüller verantwortet den weiteren Aufbau der Marken von Sesame Workshop sowie alle Geschäftsbereiche. Im Fokus stehen dabei die Akquise und das Management von Partnerschaften in den Kernbereichen Consumer Products, Content Produktion und -vertrieb, Bildungs- und Sprachprogramme sowie der Ausbau von bildungsorientierter Unterhaltung. Darüber hinaus wird er mit seinem Team aktuelle Themen rund um die Bildung von Kindern identifizieren, die in den europäischen Kernmärkten relevant sind und entsprechende Programme mit regionalen Partnern und Sponsoren entwickeln. Dabei werden die Charaktere der Sesamstraße ebenso einbezogen, wie bestehenden Bildungsprogramme und ganzheitliche Lernansätze für Kinder im Vorschulalter. Er wird seine Funktion als GM Europe über seine Beratungsfirma Nautilus Consulting GmbH ausführen.

 

„Stefan verfügt über 25 Jahre Erfahrung im Markenaufbau und Business Development für einige der weltweit bekanntesten Marken sowohl im analogen als auch im digitalen Bereich“, so Ed Wells, Senior Vice President und Head of International Media and Education, Sesame Workshop. „Mit dem Ausbau unserer internationalen Expansionsstrategie mit Fokus auf Europa wird Stefan Kastenmüller mit seiner Expertise und Leidenschaft für Kinderinhalte dabei helfen, dass Kinder in der kommenden Generation in der ganzen Region klüger, stärker und netter aufwachsen.“

 

„Ich bin mit der Sesamstraße groß geworden“, ergänzt Kastenmüller. „Für mich ist ein Traum wahr geworden, für Sesame Workshop zu arbeiten, einer Organisation, deren Mission es ist, Kinder mithilfe beliebtester Charaktere wie Elmo und einmaligen TV Shows zu inspirieren, sie weiterzubilden und dabei gleichzeitig zu unterhalten.

 

Vor seiner Tätigkeit für Sesame Workshop zeichnete Kastenmüller bei der WWE als Senior Vice President und General Manager EMEA für sämtliche Geschäftsfelder wie Content Media Distribution, OTT network, live Events, Consumer Products, Sponsorship und digital verantwortlich. Darüber hinaus war er lange Jahre in leitenden Positionen für Medienunternehmen wie Viacom’s MTV Europe, Ringier AG, UFA GmbH (Fremantle /RTL Group), und Disney TV Channel Networks – Jetix Europe tätig.

Kastenmüller hat einen Abschluss der Universität Bayreuth und lebt in München.

 

About Sesame Workshop
Sesame Workshop is the nonprofit educational organization behind Sesame Street, the pioneering television show that has been reaching and teaching children since 1969. Today, Sesame Workshop is an innovative force for change, with a mission to help kids everywhere grow smarter, stronger, and kinder. We’re present in more than 150 countries, serving vulnerable children through a wide range of media, formal education, and philanthropically funded social impact programs, each grounded in rigorous research and tailored to the needs and cultures of the communities we serve. For more information, please visit www.sesameworkshop.org.



16. September 2020

Morgen starten M100 Konferenz und Preisverleihung

Projekte




Von Potsdam aus werden morgen rund 100 geladene Expert*innen aus der ganzen Welt digital in hochkarätig besetzten Diskussionsrunden miteinander verbunden, um gemeinsam an Strategien zur Sicherung von Journalismus und demokratischer Öffentlichkeit zu arbeiten. Am Abend erhält der ungarische Journalist Szabolcs Dull den M100 Media Award. Vizekanzler und Finanzminister Olaf Scholz hält die politische Hauptrede. Věra Jourová, Vizepräsidentin der EU-Kommission, eröffnet die Preisverleihung. Laudatorin ist Dunja Mijatovic, Menschenrechtskommissarin des Europarats. Die Verleihung wird live auf www.m100potsdam.org übertragen.
NEUSTART: Shaping the Post-Covid Media Order“ lautet der Titel der diesjährigen internationalen Medienkonferenz M100 Sanssouci Colloquium, die erstmals als Digitalkonferenz stattfindet. Die Eröffnungsrede hält Timothy Garton Ash, Professor für Europäische Studien an der Universität Oxford. Entlang der Dimensionen Wirtschaft, Politik und Gesellschaft wird in parallel stattfindenden, exklusiven Roundtablediskussionen darüber diskutiert, wie Europas Medienlandschaft Herausforderungen wie Fake News, der Dominanz großer Plattformen, Finanzierungsschwierigkeiten und gesellschaftlicher Polarisierung begegnen und sich zukunftsfest aufstellen kann. Zu den Referenten zählen u.a. Neera Tanden, die Präsidentin des Center for American Progress, Jim Egan, CEO von BBC Global News, sowie der Politikwissenschafler und Buchautor Yascha Mounk. In einer finalen Plenardiskussion „The Path Ahead“, eingeleitet durch einen Impuls des US-amerikanischen Aktivisten Cory Doctorow, werden die strategischen Implikationen aller Roundtable schließlich zusammengetragen. Hier finden Sie die Agenda.
Im Rahmen des M100 Young European Journalists Workshops wurden im Vorfeld der Konferenz Szenarien für die europäische Medienlandschaft 2030 entwickelt. Die wichtigsten Erkenntnisse werden zur Einführung vorgestellt, so dass sich beim Colloquium auf die daraus ergebenden strategischen Implikationen konzentriert werden kann: Was muss geschehen, damit wir 2030 in Europa pluralistische, resiliente Informationsökosysteme und starke, unabhängige Medien haben?
Im Anschluss an die Konferenz findet die festliche Verleihung des M100 Media Award im Raffaelsaal des Orangerieschlosses in Potsdam statt. Diese wird live auf http://www.m100postdam.org und beim M100-Medienpartner rbb inforadio gestreamt. Die Auszeichnung steht für Verdienste um den Schutz der freien Meinungsäußerung und die Vertiefung der Demokratie. Mit der Preisvergabe an den ehemaligen index.hu-Chefredakteur Szabolcs Dull, solidarisiert sich der M100-Beirat ausdrücklich mit seinem Eintreten für das Grundrecht der Pressefreiheit und seinen Kampf gegen außerredaktionelle Einmischung.
Im Rahmen der Preisverleihung wird erstmals auch eine Paneldiskussion zum Thema “The end of World as we know it?“ stattfinden. Vizekanzler Olaf Scholz, die russisch-US-amerikanischen Autorin Masha Gessen, die Direktorin von SVT in Schweden Hannah Stjärne, die ehemalige Piraten-Politikerin Marina Weisband und der Autor John Kampfner werden gemeinsam über Medien und Demokratie in Zeiten der Pandemie sprechen.

Interviews und Beiträge einzelner Konferenzteilnehmer*innen wie die M100-Artikelserie oder die M100 Special Talksmit dem Hong Kong Aktivisten Nathan Law oder der philippinischen Journalistin Maria Ressa finden sich schon heute auf dem M100 Konferenz-Blog.M100 ist eine Initiative von Potsdam Media International e.V., die in konzeptioneller Zusammenarbeit mit dem Institut für Medien- und Kommunikationspolitik stattfindet und von der Stadt Potsdam hauptfinanziert wird. Weitere Förderer sind das medienboard Berlin-Brandenburg, National Endowment for Democracy (NED), die Friedrich Naumann Stiftung, das Auswärtige Amt, das Bundespresseamt und das Land Brandenburg. Sponsor ist medienlabor. Kooperationspartner sind die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten, Reporter ohne Grenzen (RoG) und der Verband Deutscher Zeitungsverleger (VDZ). Medienpartner ist rbb inforadio.

Weitere Informationen: http://www.m100potsdam.org
Folgen Sie uns auf FacebookTwitter oder Instagram #M100SC #M100MediaAward



15. September 2020

Filmkunstmesse Leipzig real und vor Ort eröffnet

Projekte




Gestern Abend wurde in Leipzig die 20. Filmkunstmesse als erster realer Branchenevent in Deutschland seit langem eröffnet. Zum Auftakt der Veranstaltung, die Fachbesucher-Screenings mit einem öffentlichen Festivalprogramm kombiniert, präsentierte Regisseur Sönke Wortmann seinen neuen Film CONTRA mit Christoph-Maria Herbst und Nilam Farooq (geplanter Kinostart: 14. Januar 2021). Regisseurin Julia von Heinz ist mit ihren Film UND MORGEN DIE GANZE WELT zu Gast, der jüngst beim Filmfestival in Venedig seine Weltpremiere feierte.
  (mehr …)



14. September 2020

Gershon-Klein-Filmpreise beim JFBB vergeben 

Projekte




Das erste hybrid stattfindende Jüdische Film Festival Berlin & Brandenburg (JFBB), beim dem das Festivalprogramm teils digital zugänglich, teils im Kino zu sehen war, ist gestern Abend erfolgreich zu Ende gegangen. Damit stehen auch die Preisträger*innen der im Rahmen der 26. Ausgabe des wichtigsten Jüdischen Filmfestivals in Deutschland vergebenen Gershon-Klein-Filmpreise fest. Traditionell werden die Preise in drei Kategorien vergeben: THE END OF LOVE wurde mit dem Preis „Beste Regie Spielfilm“ (dotiert mit 3.000 Euro), MASEL TOV COCKTAIL als „Bester Nachwuchsfilm“ (2.000 Euro) und KISS ME KOSHER mit der „Empfehlung für den besten deutschen Film mit jüdischer Thematik“ (2.000 Euro) ausgezeichnet. Die mit insgesamt 7.000 Euro dotieren Preise werden von der Familie Klein gestiftet.

 
Die Kritiker*innenjury des 26. Jüdischen Filmfestivals Berlin & Brandenburg, die in diesem Jahr aus den renommierten Filmjournalist*innen Dr. Cosima Lutz, Bert Rebhandl und Alexander Soyez bestand, vergab die Auszeichnung „Beste Regie Spielfilm“ an die israelische Regisseurin Keren Ben Rafael für ihren Film THE END OF LOVE.

 
Aus der Begründung: „Was passiert mit Menschen, wenn sie einander dauerhaft nur virtuell begegnen? Die israelische Regisseurin Keren Ben Rafael beantwortet diese Frage so einfach wie radikal: THE END OF LOVE, entstanden noch vor der Pandemie, erzählt vom Auseinanderdriften des Paares Julie und Yuval durchweg aus der Perspektive von Skype-Telefonaten zwischen Paris und Tel Aviv. (…) Indem die Regisseurin diese Dynamik zugleich zum visuellen Konzept erhebt, entwickelt sich THE END OF LOVE bis zu seinem perfide unspektakulären Horror-Finale zu einem alle psychologischen Register ziehenden, transnationalen Kammerspiel.“

 
Der Preis für den „Besten Nachwuchsfilm“ ging an MASEL TOV COCKTAIL von Arkadij Khaet und Mickey Paatzsch. Die Preisträger wurden von Festivaldirektorin Nicola Galliner und der Kultur- und Literaturwissenschaftlerin Dr. Eva Lezzi ausgewählt. Arkadij Khaet nahm den Preis persönlich bei der Vorführung seines Films am Finaltag des Festivals entgegen.

 
Aus der Begründung: „Ebenso humorvoll wie raffiniert zeigt MASEL TOV COCKTAIL den Alltag eines jüdischen Jugendlichen, dessen Familie in den 1990er Jahren aus der ehemaligen Sowjetunion nach Deutschland migriert ist. Der Film spielt mit Zuschauererwartungen, blendet Kommentare ein, zeigt den Leerlauf deutscher Erinnerungskulturen und dekonstruiert Klischees über Juden – auch solche, die im Medium Film selbst verbreitet sind. Als charmanter und augenzwinkernder Dima führt der mehrfach ausgezeichnete Hauptdarsteller Alexander Wertmann durchs Geschehen. Die Faust jedoch, die den Mitschüler und Neonazi ins Gesicht trifft, sitzt perfekt.“


Die Empfehlung für den besten deutschen Film mit jüdischer Thematik vergibt ein jährlich wechselndes Ehrengremium. In diesem Jahr bestand es aus der Moderatorin und Autorin Amelie Fried und ihrem Ehemann, dem Drehbuchautor und Schriftsteller Peter Probst. Sie zeichneten KISS ME KOSHER von Shirel Peleg aus. Der Film feierte im Rahmen des JFBB seine Weltpremiere und ist am 10. September bundesweit in den Kinos gestartet.

 
Aus der Begründung: „Wir wissen aus eigener Erfahrung wie schwierig es sein kann, jüdische Themen in deutschen Filmen zu zeigen, noch dazu in einer Komödie. KISS ME KOSHER von Shirel Peleg finden wir überaus gelungen. Er ist herrlich unverkrampft, von großer Wärme und durchaus auch mit scharfer Ironie. Und er lässt kein Thema aus, nicht die Liebe zwischen zwei Frauen, nicht die heimliche Liebe der Großmutter zu einem Palästinenser, nicht die Siedlerthematik und auch nicht die Shoa. Besonders mögen wir das tolle Schauspielerensemble, aber gleichzeitig auch die Leichtigkeit und Ernsthaftigkeit, mit der der Film erzählt ist.“
 
Gewidmet sind die Preise dem 1999 im Alter von 79 Jahren verstorbenen Gerhard Klein. In Berlin war Klein eine „Kinolegende“. Das Zehlendorfer Filmkunstkino Capitol Dahlem ist seine Schöpfung und wurde nach seiner Gründung 1956 drei Jahrzehnte lang zu einer Institution mitten im West-Berliner Studentenviertel. Als Kinderdarsteller hatte Klein, aus einer gutbürgerlichen jüdischen Berliner Familie stammend, selbst vor der Kamera und auf der Bühne gestanden. Er war u.a. der Professor in Erich Kästners Bühnenfassung von EMIL UND DIE DETEKTIVE und spielte in Max Ophüls’ erstem Tonfilm DANN SCHON LIEBER LEBERTRAN eine Hauptrolle. 1933 traf ihn das Berufsverbot der Nazis. 1939 gelang ihm die Flucht nach Palästina, wo er in einem Kibbuz arbeitete und das noch heute bestehende avantgardistische Cameri Theater in Tel Aviv mitbegründete. Seine Eltern sah er nie wieder. 1952 kehrte Klein nach Deutschland zurück. Für seine anspruchsvolle Programmgestaltung im Capitol Dahlem erhielt er mehrere Auszeichnungen, u.a. das Bundesverdienstkreuz am Bande.

 
Das Jüdische Filmfestival Berlin & Brandenburg ist seit über einem Vierteljahrhundert das größte Forum für den jüdischen und israelischen Film in Deutschland. Es gewährt mit aktuellen Filmen tiefe Einblicke in Diversität und Facettenreichtum jüdischen Lebens in Deutschland, Israel und in der ganzen Welt. Das Festival greift dazu immer wieder hochaktuelle und gesellschaftlich relevante Themen auf. Es hält die Erinnerung an die Shoa wach und engagiert sich dabei aktiv gegen offenen und versteckten Antisemitismus.
 

www.jfbb.de
Folgen Sie dem JFFB auf Facebook: www.facebook.com/jffberlin
 



11. September 2020

Das sind die Gewinner des DEUTSCHEN SCHAUSPIELPREISES 2020

Projekte




Herzlichen Glückwunsch! Die Gewinnerinnen und Gewinner des DEUTSCHEN SCHAUSPIELPREISES 2020, der heute Abend im Rahmen eines festlichen Dinners verliehen wurde, stehen fest. 

(mehr …)



11. September 2020

Olaf Scholz und Věra Jourová beim M100 Media Award

Projekte




Potsdam, 11.September 2020. Anlässlich der Verleihung des M100 Media Award im Rahmen des M100 Sanssouci Colloquium in Potsdam hält Vizekanzler und Finanzminister Olaf Scholz am Abend des 17. September die politische Hauptrede. Věra Jourová, Vizepräsidentin der EU-Kommission, eröffnet die Preisverleihung. Laudatorin ist Dunja Mijatovic, Menschenrechtskommissarin des Europarats. Die Verleihung wird live im Internet übertragen.

Die Verleihung des internationalen M100 Media Award am 17. September von 18.00 – 20.00 Uhr im Raffaelsaal des Potsdamer Orangerieschlosses ist der festliche Abschluss der internationalen Medienkonferenz M100 Sanssouci Colloquium, die am Nachmittag unter der Überschrift „NEUSTART: Shaping the Post-Covid Media Order“ stattfindet. Mit der Vergabe des renommierten Preises an den ungarischen Journalisten und ehemaligen index.hu-Chefredakteur Szabolcs Dull, solidarisiert sich der M100-Beirat ausdrücklich mit seinem Eintreten für das Grundrecht der Pressefreiheit und seinen Kampf gegen außerredaktionelle Einmischung.

Věra Jourová, die Vizepräsidentin der EU-Kommission, die auch in einer Solidaritätsbotschaft an die Mitarbeiter*innen von index.hu die Bedeutung von Medienfreiheit und Pluralismus für die Demokratie und für Europa unterstrich, wird die Preisverleihung eröffnen. In ihrer Rede wird die für „Werte und Transparenz“ zuständige tschechische EU-Kommissarin Bezug auf Europas zukünftige Medienordnung nehmen.

In der politischen Hauptrede des Abends von Vizekanzler und Finanzminister Olaf Scholz geht es um die zentrale Bedeutung von Pressefreiheit, die Notwendigkeit, Qualitätsjournalismus zu schützen und die Herausforderungen, die durch Covid-19 für den Journalismus entstanden sind.

Im Rahmen der Preisverleihung wird erstmals auch eine Paneldiskussion zum Thema “The end of World as we know it?“ stattfinden. Vizekanzler Olaf Scholz, die russisch-US-amerikanischen Autorin Masha Gessen, die Direktorin von SVT in Schweden Hannah Stjärne, die ehemalige Piraten-Politikerin Marina Weisband und der Autor John Kampfner werden gemeinsam über Medien und Demokratie in Zeiten der Pandemie sprechen.

Die Preisverleihung wird live auf YouTube, auf der M100 Startseite und beim M100 Medienpartner rbb inforadio gestreamt.

Interviews und Beiträge einzelner Konferenzteilnehmer*innen finden sich schon heute auf dem M100 Konferenz-Blog.

Seit 2005 wird der M100 Media Award an Persönlichkeiten verliehen, die durch ihr Schaffen in Europa und der Welt Spuren hinterlassen haben. Die Auszeichnung steht für Verdienste um den Schutz der freien Meinungsäußerung und die Vertiefung der Demokratie sowie für besondere Leistungen um die europäische Verständigung und Kommunikation. Bisherige Preisträger sind unter anderem Bob Geldof, Hans-Dietrich Genscher, der dänische Karikaturist Kurt Westergaard, Vitali Klitschko, Erdem Gündüz, „The Standing Man“, das französische Satiremagazin Charlie Hebdo, der italienische Schriftsteller Roberto Saviano, die russische Journalistin Natalja Sindejewa, der Journalist Deniz Yücel sowie im letzten Jahr die schottische Premierministerin Nicola Sturgeon.

M100 ist eine Initiative von Potsdam Media International e.V., die in konzeptioneller Zusammenarbeit mit dem Institut für Medien- und Kommunikationspolitik stattfindet und von der Stadt Potsdam hauptfinanziert wird. Weitere Förderer sind das medienboard Berlin-Brandenburg, National Endowment for Democracy (NED), die Friedrich Naumann Stiftung, das Auswärtige Amt, das Bundespresseamt und das Land Brandenburg. Sponsor ist medienlabor. Kooperationspartner sind die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten, Reporter ohne Grenzen (RoG) und der Verband Deutscher Zeitungsverleger (VDZ). Medienpartner ist rbb inforadio.



10. September 2020

Countdown zum DEUTSCHEN SCHAUSPIELPREIS

Projekte




Am morgigen Freitag, den 11. September, feiern Schauspielerinnen und Schauspieler beim DEUTSCHEN SCHAUSPIELPREIS 2020 (DSP) wieder ihre Kolleginnen und Kollegen: Schauspielerinnen und Schauspieler, die in Film- und TV-Produktionen des vergangenen Jahres, auf der Bühne oder im Synchronstudio inspiriert und berührt haben. Verliehen werden Preise in neun Kategorien außerdem der Theaterpreis, der Synchronpreis ‚Die Stimme’, der Deutsche Fairnesspreis, der sich in diesem Jahr dem Thema ‚Streitkultur’ widmet, sowie der Ehrenpreis Lebenswerk und der Ehrenpreis Inspiration. (mehr …)



9. September 2020

Stabübergabe beim Berliner Kostümhaus Theaterkunst

Projekte




Nach 30 Jahren Tätigkeit bei der Theaterkunst GmbH wechselt die alleinige Geschäftsführerin Susanne Franke zum 01. Januar 2021 in den Beirat des 1907 gegründeten traditionsreichen Berliner Kostümhauses. 20 Jahre war sie in der Geschäftsführung tätig. Sie übergibt ihr Amt an Andrea Peters. Mit ihr hat das Unternehmen eine erfahrene und sehr gut vernetzte Geschäftsführerin gewinnen können, mit mehr als 30 Jahren Berufserfahrung in der Medienbranche.

Mit der strategischen Neuausrichtung des renommierten Unternehmens, der kontinuierlichen Erweiterung des Kostümangebotes und des konzentrierten Ausbaus des Standortes Berlin hat sich die Theaterkunst GmbH unter der Geschäftsführung von Susanne Franke und dem kaufmännischen Geschäftsführer Kai Hütsch seit 2001 zum führenden Kostümhaus in Deutschland entwickelt.

Im Jahr 2007 initiierte und konzipierte Susanne Franke zum 100jährigen Firmenjubiläum gemeinsam mit der Deutschen Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen eine Ausstellung mit Kostümen zu 100 Jahre nationaler und internationaler Filmgeschichte. Teile der einmaligen Kostümsammlung gelten inzwischen als nationales Kulturgut. Mit Ankäufen und Übernahmen von Kostümfundi beispielsweise vom NDR, Sender Freies Berlin, Studio Hamburg und ZDF Hamburg wurde die Sammlung auf inzwischen rund 10 Millionen Kostümteile erweitert.

In den Jahren als alleinige Geschäftsführerin konzentrierte sich Susanne Franke auf die Ausrichtung des Unternehmens auf den internationalen Markt, eröffnete neben dem Standort Berlin auch Niederlassungen in Budapest, Köln und Warschau und baute kontinuierlich das digitale Angebot in Form des sogenannten Theaterkunst-Showrooms aus. Dort erhält man in unterschiedlichen virtuell zugänglichen Ansichten einen Einblick in Qualität, Vielfalt und Umfang des einzigartigen Kostümfundus.

Theaterkunst Gesellschafterin und Eigentümerin Kerstin Giulini betont: „30 Jahre lang hat sich Susanne Franke im operativen Geschäft mit unermüdlichem, professionellem und hochmotiviertem Einsatz für die Theaterkunst engagiert. Sie ist maßgeblich für den strategischen Ausbau des Unternehmens und seine starke Position im deutschen und europäischen Markt verantwortlich. Vielen Dank an Frau Franke für diese großartige Leistung! Gut, dass sie der Theaterkunst weiterhin mit ihrem großen Fachwissen und ihrer Expertise als Beirätin erhalten bleibt. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit der neuen Geschäftsführerin Andrea Peters, die sich unter anderem der internationalen Ausrichtung der Theaterkunst widmen wird.“

Susanne Franke: „Nach 30 Jahren im operativen Geschäft möchte ich nun als Beirätin meine Erfahrungen in die Theaterkunst einbringen und dem Unternehmen somit verbunden bleiben. Es war eine einzigartige Gelegenheit, als Geschäftsführerin die Weiterentwicklung des Unternehmens aktiv gestalten zu können. Unsere Kundinnen und Kunden für Kostüm zu begeistern und mit meinem großartigen Team individuelle Lösungen für jede Anfrage und Herausforderung zu finden, hat mir großen Spaß gemacht. Ich freue mich, Andrea Peters ein gut bestelltes Haus zu übergeben und sehe dem Austausch und neuen Impulsen für die Theaterkunst entgegen.“

Andrea Peters: „Ich freue mich sehr, zukünftig Deutschlands größtes Kostümhaus zu leiten. Aufbauend auf dem großen Erfahrungsschatz des Theaterkunst-Teams wollen wir neue Märkte erschließen, unsere Kundinnen und Kunden im In- und Ausland weiterhin bei ihren Produktionen begleiten und die Chancen des erhöhten Bedarfs an Content für ein weiteres Wachstum des Unternehmens, insbesondere auch im Online-Bereich, nutzen.

Andrea Peters, Vorstandsvorsitzende des media:net berlinbrandenburg, das sich unter ihrer Leitung zum wichtigsten Netzwerk der Medien- und Digitalwirtschaft in der Hauptstadtregion entwickelt hat, verlässt nach 13 Jahren zum Jahresende das Netzwerk.

Die privat geführte Theaterkunst GmbH, das 1907 gegründete Kostümhaus für Film-, Fernseh-, Werbung- und Bühnenausstattung, wurde zum Jahresbeginn 2018 wieder in private Hände übergeben. Das renommierte, international tätige Unternehmen mit einer Sammlung von rund 10 Millionen Kostümteilen auf einer Fläche von 8.000 qm hat von Klassikern wie Fritz Langs METROPOLIS, Josef von Sternbergs DER BLAUE ENGEL über internationale Produktionen wie DER VORLESER mit Kate Winslet, OPERATION WALKÜRE – DAS STAUFFENBERG ATTENTAT mit Tom Cruise, THE HUNGER GAMES: MOCKING JAY mit Jennifer Lawrence oder Filme wie Maren Ades vielfach ausgezeichneten TONI ERDMANN, Fatih Akins Golden Globe Gewinner AUS DEM NICHTS, den Oscar-Gewinner DAS LEBEN DER ANDEREN, Terrence Malicks Cannes-Gewinner EIN VERBORGENES LEBEN bis hin zu Erfolgsserien wie HOMELAND, BABYLON BERLIN oder DARK bereits viele tausende von Filmen ausgestattet. Als kreativer Dienstleister bietet das Unternehmen seinen Kunden von der Beratung und Recherche bis zur Anfertigung, Vermietung und Verkauf individuellen Service aus einer Hand – alles rund um das Kostüm.

Weitere Informationen über das Unternehmen finden Sie auf www.theaterkunst.de und auf www.facebook.com/theaterkunst.
Pressekontakt:
SteinbrennerMüller Kommunikation
Dr. Kathrin Steinbrenner
Telefon: 030 4737 2191
Email: mail@steinbrennermueller.de
www.steinbrennermueller.de



7. September 2020

Szabolcs Dull erhält den M100 Media Award 2020

Projekte




Die internationale Medienkonferenz M100 Sanssouci Colloquium zeichnet Szabolcs Dull, den ehemaligen Chefredakteur des größten ungarischen Nachrichtenportals index.hu, für sein Eintreten für Medienfreiheit und unabhängigen Journalismus mit dem M100 Media Award aus. Laudatorin des im Juli entlassenen Journalisten ist die Menschenrechtskommissarin des Europarats Dunja Mijatović.

Mit der Verleihung des internationalen M100 Media Awards am Abend des 17. September im Raffaelsaal in der Orangerie des Potsdamer Schlosses Sanssouci solidarisiert sich der M100-Beirat ausdrücklich mit dem 36-jährigen Journalisten, seinem Eintreten für das Grundrecht der Pressefreiheit und seinen Kampf gegen außerredaktionelle Einmischung.

Die Laudatio hält die Menschenrechtskommissarin des Europarates und ehemalige OSZE-Beauftragte für die Freiheit der Medien Dunja Mijatović: „Jedes Mal, wenn die Unabhängigkeit von Journalisten untergraben wird, wird die Demokratie untergraben. Deshalb müssen wir aufstehen, um Journalisten wie Szabolcs Dull vor unangemessenen Eingriffen in ihre Arbeit zu schützen.“

Der Potsdamer Oberbürgermeister und Vorsitzende des M100-Beirats Mike Schubert erklärt: „Dulls Entlassung und die aktuell gegen ihn laufende Hetzkampagne regierungsnaher Medien sind ein Fanal für den gefährdeten Zustand der Medienfreiheit in Ungarn und darüber hinaus.“

Statements des M100 Beirats:

Astrid Frohloff, TV-Moderatorin und Journalistin beim rbb Fernsehen: „Szabolcs Dull ist das jüngste prominente Opfer der Einflussnahme des ungarischen Premierministers Victor Orban auf die dortige Presse. Immer wieder hatte Dull öffentlich kritisiert, dass das Medium zunehmend Angriffen der ungarischen Regierung ausgesetzt war. Die Folge: Dull wurde gefeuert. Mit dem M100 Award wird Szabolcs Dull verdient für sein couragiertes Eintreten für die Unabhängigkeit der Presse ausgezeichnet.“

Sabine Schicketanz, Chefredakteurin der Potsdamer Neuesten Nachrichten: „Als dieser Chefredakteur gefeuert wurde, weil sein Medium der Regierenden im Orban-Ungarn zu unbequem wurde, weil er sich nicht verbiegen wollte, kündigte auch das Gros der 100-köpfigen Redaktion. Weil er aufrecht für Demokratie und Pressefreiheit steht, stehen dafür viele andere auch. Ein Vorbild.“

Christian Rainer, Chefredakteur und Herausgeber des österreichischen Nachrichtenmagazins profil: „Mit Ungarn bedroht eine Diktatur im Mantel einer Demokratie das westliche Europa und seine Werte. Mit Viktor Orbán sitzt ein Autokrat gleichberechtigt mit frei gewählten Demokraten am Tisch der Europäischen Union. Szabolcs Dull und index.hu haben bis zuletzt Widerstand geleistet gegen die Unterdrückung der Meinungsfreiheit und die Ausschaltung der freien Presse, wie sie in Ungarn und anderen osteuropäischen Staaten seit Jahren systematisch betrieben werden.”

Kai Diekmann, Gründer von Storymachine: „Jahrelang waren Szabolcs Dull und seine Redaktion eines der wichtigsten Bollwerke gegen den Verlust von Presse- und Meinungsfreiheit in Ungarn. Index war eines reichweitenstärksten unabhängigen Medien Ungarns. Mit der Entlassung Dulls und seiner Redaktion ist ein weiterer Schritt getan, Ungarn zu einem Land der offensichtlichen Unfreiheit zu machen. Das ist im 30. Jahr der Wiedervereinigung, an dessen Zustandekommen Ungarn durch die Öffnung seiner Grenzen einen bedeuteten Anteil hat, nicht zu verstehen. Vor allem, dass das mitten in Europa, durch ein Mitglied der Europäischen Union, ohne sichtbare Konsequenzen durch die EU möglich ist.“

Stephan-Andreas Casdorff, Herausgeber des Tagesspiegels: „Ungarn – das traumschöne Land, das den Weg zu Europas friedlicher Vereinigung und zur Demokratie geöffnet hat, darf nicht einem Albtraum überlassen werden. Die Ungarn haben anderes, besseres verdient als entgrenzte Politik und neu ausgerollten Stacheldraht. Wer in dem Sinn den tyrannischen Tendenzen entgegentritt, hat den Preis allemal verdient.”

Leonard Novy, der Direktor des Instituts für Medien- und Kommunikationspolitik (IfM):
„Medienfreiheit war stets ein prekäres Gut. Um zu erkennen, dass das, was wir lange als demokratische Normalität betrachtet haben, auch in der EU keine Selbstverständlichkeit ist, muss man nicht mehr in die Geschichtsbücher schauen. Es ist schockierend, wie ein Autokrat wie Viktor Orban mitten in Europa ungehindert gegen die unabhängige Presse vorgeht. Umso unterstützenswerter ist es, wenn sich mutige Journalisten unter Inkaufnahme großer Risiken der Aushöhlung der Demokratie entgegenstellen. Szabolcs Dull hat den vielen Journalisten, die auch mitten in Europa ihren Job verlieren, nur weil sie ihn machen, ein Gesicht gegeben.“

Der M100 Media Award wird seit 2005 jährlich im Rahmen der internationalen Medienkonferenz M100 Sanssouci Colloquium an Persönlichkeiten vergeben, die „Fußspuren“ in der Welt hinterlassen haben und sich für Demokratie, europäische Verständigung und Meinungs- und Pressefreiheit einsetzen. Bisherige Preisträger sind unter anderem Bob Geldof, Hans-Dietrich Genscher, der dänische Karikaturist Kurt Westergaard, Vitali Klitschko, Erdem Gündüz, „The Standing Man“, das französische Satiremagazin Charlie Hebdo, der italienische Schriftsteller Roberto Saviano, die russische Journalistin Natalja Sindejewa, der Journalist Deniz Yücel sowie im letzten Jahr die schottische Premierministerin Nicola Sturgeon.

M100 ist eine Initiative von Potsdam Media International e.V., die in konzeptioneller Zusammenarbeit mit dem Institut für Medien- und Kommunikationspolitik stattfindet und von der Stadt Potsdam hauptfinanziert wird. Weitere Förderer sind das Medienboard Berlin-Brandenburg, National Endowment for Democracy (NED), die Friedrich Naumann Stiftung, das Auswärtige Amt, das Bundespresseamt und das Land Brandenburg. Sponsor ist medienlabor. Kooperationspartner sind die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten, Reporter ohne Grenzen (RoG) und der Verband Deutscher Zeitungsverleger (VDZ).

Weitere Informationen: www.m100potsdam.org

Folgen Sie uns auf Facebook, Twitter oder Instagram.
#M100SC.

Pressekontakt:
SteinbrennerMüller Kommunikation
Dr. Kathrin Steinbrenner / Kristian Müller
Tel. 030 4737 2191
Mail: mail@steinbrennermueller.de



1. September 2020

Trotz Corona für die Medienfreiheit: M100 am 17.9.

Projekte




Unter dem Titel „NEUSTART: Shaping the Post-Covid Media Order“ diskutieren am Donnerstagnachmittag, 17. September Chefredakteur*innen, Politiker*innen und Wissenschaftler*innen bei der internationalen Medienkonferenz M100 Sanssouci Colloquium über die Folgen der Coronakrise auf Journalismus, Medienfreiheit und Demokratie in Europa. In der hybrid stattfindenden Konferenz soll eine erste Bilanz zur Rolle und Leistung des Journalismus während der Corona-Pandemie gezogen werden. Vor allem aber geht es um die Frage, welche Öffentlichkeiten unsere Gesellschaften in Zukunft prägen werden – und was wir heute dafür tun können, diese zu gestalten.

Das M100 Sanssouci Colloquium, eines der führenden internationalen Medientreffen für Demokratie und Pressefreiheit, wird in diesem Jahr in überwiegend digitaler Form umgesetzt: Von der Potsdamer Villa Arnim aus werden rund 100 geladene M100-Teilnehmer*innen aus der ganzen Welt in hochkarätig besetzten, interaktiven Diskussionsrunden miteinander verbunden.

Den festlichen Abschluss der Konferenz bildet die live auf YouTube übertragene Verleihung des M100 Media Award, die in diesem Jahr unter Einhaltung aller notwendigen Hygiene- und Abstandsregelungen, im Raffaelsaal des Orangerieschlosses im Schloss Sanssouci stattfindet. Mit dem „Preis der europäischen Presse“ wird eine Persönlichkeit für herausragende Verdienste um den Schutz der Medienfreiheit und demokratischer Werte ausgezeichnet.

„Gerade angesichts der Ungewissheit rund um Corona und die Folgen war es uns wichtig, M100 als Forum für Analyse, Vordenken und Debatte rund um Medienfreiheit und Demokratie durchzuführen. Wir freuen uns sehr, dafür eine innovative Lösung gefunden zu haben“, so der Vorsitzende des M100-Beirats und Potsdamer Oberbürgermeister Mike Schubert.

„Covid19 markiert eine historische Zäsur. Ein ‚Weiter so‘ – so viel ist gewiss – wird es nicht geben. Das gilt auch für Medien und Journalismus, die ihre Bedeutung einmal mehr unter Beweis gestellt habe, aber gleichzeitig von den wirtschaftlichen Folgen der Pandemie schwer getroffen wurden“, betont Beiratsmitglied Leonard Novy (Institut für Medien- und Kommunikationspolitik), der den Fachdialog kuratiert.

Ziel der Veranstalter*innen ist es, den seit 2005 jährlich stattfindenden Austausch zwischen Vordenker*innen und Entscheidungsträger*innen aus Medien, Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft ins Digitale zu übertragen. Virtuell sollen Szenarien und Strategien zur Sicherung eines pluralen, unabhängigen und resilienten Mediensystems erarbeitet werden.

Die Konferenz wird vom Brandenburger Ministerpräsidenten Dietmar Woidke und dem Potsdamer Oberbürgermeister Mike Schubert eröffnet. Zugesagt haben u.a. Timothy Garton Ash, Professor of European Studies an der Oxford University, der US-amerikanische Aktivist und Journalist Cory Doctorow, die russisch-US-amerikanische Autorin Masha Gessen, Jim Egan, Chief Executive Officer von BBC Global News, Matthew Kaminski, Chefredakteur von POLITICO, Tanit Koch, Chefredakteurin der Zentralredaktion der Mediengruppe RTL, Dunja Mijatovic, Menschenrechtskommissarin des Europarats, der Politikwissenschaftler Yascha Mounk, Associate Professor of the Practice of International Affairs, Johns Hopkins University, der ehemalige CDU-Generalsekretär Ruprecht Polenz und die Publizistin und ehemalige Piraten- Politikerin Marina Weisband.

Seit 27. August bis 17. September findet darüberhinaus erneut der M100 Young European Journalists Workshop statt, bei dem sich Nachwuchsjournalist*innen unter dem Titel “The local-global nexus: Exploring new strategies for local journalism in the post-covid era” mit der Zukunft von (Lokal-) Journalismus in einer globalen Welt entlang der Dimensionen Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Innovation beschäftigen.
Die coronabedingten Veranstaltungsregeln wie Mindestanzahl an Teilnehmer*innen und Abstandsgebot werden dabei streng eingehalten. M100 stimmt sich dabei eng mit der Stadt Potsdam und den lokalen Gesundheitseinrichtungen ab.

M100 ist eine Initiative von Potsdam Media International e.V., die in konzeptioneller Zusammenarbeit mit dem Institut für Medien- und Kommunikationspolitik stattfindet und von der Stadt Potsdam hauptfinanziert wird. Weitere Förderer sind das medienboard Berlin-Brandenburg, National Endowment for Democracy (NED), die Friedrich Naumann Stiftung, das Auswärtige Amt, das Bundespresseamt und das Land Brandenburg. Kooperationspartner sind die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten, Reporter ohne Grenzen (RoG) und der Verband Deutscher Zeitungsverleger (VDZ). Sponsor ist medienlabor.

Weitere Informationen: www.m100potsdam.org

Folgen Sie uns auf Facebook, Twitter oder Instagram.
#M100SC.

Pressekontakt:
SteinbrennerMüller Kommunikation
Dr. Kathrin Steinbrenner / Kristian Müller
Tel. 030 4737 2191
Mail: mail@steinbrennermueller.de